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Zahnärztlicher NewsLetter Nr.
1/2005/ 1. Januar 2005
Eine für die gesetzlichen Versicherten wohl gravierende Änderung beim
Zahnersatz tritt pünktlich am Neujahrstag 2005 in Kraft:
"Befundorientierte Festzuschüsse" waren in den letzten Monaten DAS Thema
und werden es wohl auch in 2005 bleiben. Denn das hochkomplizierte neue
System bedeutet für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Ob es auf
Dauer lebensfähig ist, oder ihm das Schicksal seines Vorgängermodells von
1998 blüht, wird sich zeigen. Zu mehr Klarheit, Wahlfreiheit und
Gerechtigkeit sollte es allemal beitragen. Es bleibt zu hoffen, dass diese
Herausforderungen mit Augenmaß und Sachverstand und nicht mit Polemik und
Unkenntnis angenommen und umgesetzt werden. Wir werden Sie auf der Seite "Festzuschuss
ab 2005" ständig auf dem Laufenden halten.
Für das Jahr 2005 wünschen wir Ihnen eine stabile (Zahn-)Gesundheit,
Erfolg und Glück!
Ihre ZahnNewsLetter-Redaktion
Inhalt
1.)
Zahnersatz ab 2005 - was ist neu?
2.) Zahnimplantate machen
selbstbewusst – Nachfrageschub in 2005 erwartet
3.) Wenn
Karies-Erreger tödliche Folgen haben
4.) Kariesbehandlung bei drei von vier
Zahnarztbesuchen?
5.)
Ein neues Wundermittel gegen Aphthen?
6.) Kostenfalle Zahnersatz im
Ausland
7.)
Konfliktquote im
Gesundheitswesen steigt - Mehr Streit um Kunstfehler und
Kostenerstattung
8.)
Für
Kids und solche, die es geblieben sind: "Power Friends" für die
Zähne
9.) Bertelsmann Stiftung:
Patienten werden bei der Informationssuche allein gelassen
10.) Lückenlose Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln
wird Pflicht
11.)
Ob Kopfprämie
oder Bürgerversicherung - beide sind bürokratische Monster
12.)
Handzahnbürste: X-Borsten im Anwendertest
13.)
Zahnfüllungen aus Amalgam sind ungefährlich
14.)
Zum Schluss: Auktion
im Internet - Wer bietet weniger?
Erläuterungen zu
Fachbegriffen unter
http://www.zahnwissen.de
1.)
Zahnersatz ab 2005 - was
ist neu?
Pünktlich zum 1.1.2005 treten die neuen Regelungen für Zahnersatz bei
gesetzlich Versicherten in Kraft (wir haben schon mehrfach darüber
berichtet). Nachdem von Seiten der obersten Stelle der Zahnärzteschaft -
der Kassenzahnärztlichen
Bundesvereinigung (KZBV) - eine erste ausführliche Kommentierung
vorliegt, haben wir Ihnen unter
http://www.zahnwissen.de/
eine verständliche Übersicht bereitgestellt, welche laufend ergänzt und
überarbeitet wird. Ab Februar finden Sie unter dieser Adresse auch
konkrete Berechnungsbeispiele.
Was bisher in der Öffentlichkeit noch wenig beachtet wurde ist die
Tatsache, dass ab 1. Juli 2005 der Versicherte allein für den Zahnersatz
eine Zuschlag von 0,4 Prozentpunkten auf seinen Beitragssatz leisten muss
- der Arbeitgeber beteiligt sich nicht mehr hälftig daran. Dies wird mit
dem Wunsch nach einer Senkung der
Lohnnebenkosten begründet. Nur: Es wird mit derartigen Ankündigungen
immer wieder suggeriert, als seien die Kassenbeiträge die Hauptverursacher
der Nebenkosten, was schlichtweg falsch ist. Eine Hochrechnung zeigt:
Würde der Durchschnittsbeitrag in der Krankenversicherung bis zum Jahr
2020 beispielsweise auf 20 Prozent steigen, dann würden die gesamten
Lohnkosten - vorausgesetzt, alle anderen Größen würden konstant bleiben -
"nur" um 1,8 Prozent steigen.
Die früher geplante Absicherung des Zahnersatzes auch auf privatem Wege
wurde wieder ganz fallen gelassen. Wir wissen noch nicht, ob alle
Versicherer problemlos eine Kündigung hinnehmen werden oder zumindest
darauf bestehen, dass abgeschlossene Verträge in eine
Zahnersatz-Zusatzversicherung umgewandelt werden müssen.
Nach
erstem Augenschein wird keine nennenswerte Erhöhung des Eigenanteils bei
den meisten Versorgungen auftreten, sofern man sich an die Regelversorgung
hält. Da die Regelversorgung aber auf der Basis von
Nicht-Edel-Metall (NEM) basiert, kann allein schon der Einsatz einer
Goldlegierung die obige Aussage - je nach Kosten für die Goldlegierung -
erheblich relativieren.
Immer wieder ist zu lesen oder zu hören, dass Implantate ab 2005 bezahlt
würden. Diese Aussage ist falsch: Implantate selbst bleiben auch
weiterhin Privatleistung und werden nach der
Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)
mit nicht unerheblichen Kosten berechnet. Aber das, was auf die
künstliche Zahnwurzel gesetzt wird - Fachkreise bezeichnen dies als "Suprakonstruktion"
- wird jetzt als bezuschussbar angesehen; früher gab es auch dafür von der
Kasse keinen Cent.
Die KZBV nennt hierzu ein Beispiel: Gesamtkosten für den Patienten bei
einem Implantat mit Suprakonstruktion in 2004 = ca. 1.600 €, in 2005 ca.
1.250 €. Würde man den gleichen fehlenden Zahn dagegen durch eine
zahnfarbene Brücke ersetzen, so würde der Patientenanteil "nur" 650 €
betragen. Sie sehen, dass Implantate zwar unter dem Strich preiswerter
geworden sind, aber immer noch erhebliche Kosten verursachen und gegenüber
einer "Standardversorgung" teurer sind - dafür erhalten Sie dann aber ein
deutliches Mehr an Lebensqualität (siehe Punkt 2.).
Übergangsregelungen bestehen - wenn überhaupt - regional und dann auch
nicht für alle Kassen. Ihre Krankenkasse/Zahnarztpraxis kann Ihnen dazu
eine verbindliche Auskunft geben.
Wie bei neuen Gesetzen/Verordnungen leider üblich, werden sich im Laufe
des nächsten Jahres noch Auslegungsprobleme ergeben, bzw. Fragen
auftauchen, die noch nicht geregelt sind. Insofern können sich immer
wieder kurzfristige Änderungen ergeben. Entscheidend ist der genehmigte,
amtlich vorgeschriebene Heil- und Kostenplan, welcher dann i.d.R. eine
Gültigkeit von 6 Monaten hat.
Weitere
Fragen / Antworten finden Sie unter:
FAQs+Festzuschuesse.pdf , wo auch schon erste angenäherte
Berechnungsbeispiele stehen:
Beispiele+Festzuschuesse.pdf
Für weitere Fragen hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) eine
Hotline geschaltet, wo Sie fachkundig beraten und informiert
werden:
0180 / 500 62 73 (12 Cent pro Minute)
Die Hotline ist ab dem 3. Januar 2005 von montags bis freitags
zwischen 9 und 12 Uhr besetzt.
Basics: Festzuschüsse
ab 2005 auf
www.zahnwissen.de
2.)
Zahnimplantate machen selbstbewusst – Nachfrageschub in 2005 erwartet
Im Vorfeld eines
Implantologie-Symposiums erklärte der Bundesverband der
implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa (BDIZ EDI) den enormen
Erfolg der dentalen Implantologie mit dem Bedürfnis der älter
werdenden Menschen, sich nicht unnötig alt fühlen zu wollen. „Wir sehe
die große Dynamik der Implantologie keineswegs als Modetrend und
Flucht vor dem Älterwerden“, sagt Dr. Helmut B. Engels, Vorsitzender
des Bundesverbandes der Implantologen. „Die Entscheidung unserer
Patienten für Implantate ist auch eine, die ganz nüchternen
medizinischen Überlegungen folgt: Mit längst etablierten und hoch
erfolgreichen Methoden können heute Verluste an Knochen und Gewebe
repariert oder ausgeglichen werden, die früher in vergleichsweise
jungen Jahren alt machten mit all den seelischen, aber vor allem auch
den körperlichen Konsequenzen für Gesundheit und Wohlbefinden.“
Zahnersatz auf Implantaten sorge dafür, dass man sich mit seinen
Dritten fühlen könne „wie mit eigenen Zähnen, so wie man sich kennt“,
so Dr. Engels. Vielen Untersuchungen zufolge führe die erste Prothese
oft geradezu zu einem Schock: „Der erste Zahnersatz, den man
herausnehmen muss, ist für viele aktiv im Leben stehende Menschen ein
Schlag in ihre Seele. Was sie sehen, lässt sie sich alt fühlen. Das
große Verdienst der Implantate ist deshalb neben den biologischen
Effekten die Vorbeugung von seelischen Belastungen.“ Für Menschen, die
sich im Vergleich zu ihren Eltern und Großeltern deutlich später alt
fühlen und auch aktiver leben, spielt es laut BDIZ EDI eine große
Rolle, möglichst so „alterslos“ auszusehen sie sich selbst erleben.
„Es geht gar nicht darum, dauernd jung zu bleiben, das ist Unsinn“, so
Dr. Engels, „wir erleben, dass unsere Patienten nur einfach nicht alt
und gebrechlich aussehen wollen – das hat nichts mit
Jugendlichkeitswahn zu tun, sondern vor allem mit Selbstbewusstsein.“
Ob ein Mensch älter oder jünger wirke, sei nicht unbedingt eine Frage
der Gesichts-Falten, sondern eher der Gesichts-Formen. Auch junge
Menschen könnten bereits viele Falten haben und dennoch jugendlich
wirken. „Ganz wichtig dagegen ist die Frage des Mundes: Ist er
eingefallen wie beim zahnlosen alten Fritz – oder sind Kinn- und
Nasenbereich noch voll vorhanden?“ Wenn Zähne und Kieferknochen
fehlen, schrumpfen diese Bereiche, sie fallen ein – mit dem Effekt,
dass die Form und auch die Dynamik des Gesichts verloren gehen.
Implantate können den Erhalt oder Wiederaufbau der von der Natur
gegebenen Physiognomie und das auch medizinisch begründete Gefühl
vermitteln, wie bisher gesund, stark und fit zu sein. „Ganz besonders
für sensible und empfindsame Menschen sind Implantate die beste, weil
zuverlässigste Lösung“, sagt Dr. Engels, „ sie beweisen sich als
unsichtbare und naturnahe Lösung überall da, wo nicht nur Zähne
ersetzt, sondern auch Kiefergewebe erhalten und das Lebensgefühl nicht
durch problematischen Zahnersatz eingeschränkt werden soll.“
Der beeindruckende Siegeszug dieser inzwischen etablierten
implantologischen Methoden gerade auch bei Patienten, die sich jede
finanzielle Ausgabe gut überlegen müssen, zeigt eindeutig, dass diese
Verfahren auch in der Bevölkerung angekommen sind und ihren Platz
ständig erweitern. Dr. Engels: „Wir erwarten im Jahr 2005, wenn es zur
implantologischen Versorgung fehlender Zähne nunmehr einen
Festzuschuss seitens der Gesetzlichen Krankenversicherung gibt, einen
weiteren Nachfrageschub in den implantologischen Praxen.“
Patienten, die sich für diese Verfahren interessieren, können bei
Einsendung eines mit 1.- € frankierten Rückumschlages/Langform einen
kostenlosen „Implantat-Ratgeber“ erhalten, der sie auf das Gespräch
mit ihrem Zahnarzt vorbereitet. Geprüfte Implantologen in ganz
Deutschland finden sich z.B. auf der Website
http://www.bdiz.de
unter dem Stichwort „Patienten“.
[©:
Presseinformation des BDIZ EDI ]
Basics:
Festzuschüsse ab 2005;
Implantate im Lexikonteil
3.)
Wenn Karies-Erreger tödliche Folgen haben
Bakterien vom Typ der so genannten Oralstreptokokken, die in der
menschlichen Mundhöhle leben, lösen nicht nur Karies aus, sondern
manchmal auch weit schlimmere Erkrankungen bis hin zur
Herzklappenentzündung. Ein neues Forschungsprojekt, gefördert durch
die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, wird diese
Erreger jetzt genau unter die Lupe nehmen und Ansätze für mögliche
Gegenmaßnahmen entwickeln.
An dem Vorhaben beteiligen sich drei wissenschaftliche Einrichtungen,
koordiniert wird es von der Gesellschaft für Biotechnologische
Forschung (GBF) in Braunschweig.
Im Mund des Menschen leben mehrere
hundert Arten von Bakterien. Gut zwei Dutzend von ihnen gehören zur
Gattung Streptokokkus, beispielsweise die Arten Streptokokkus mutans
und Streptokokkus salivarius. Manche dieser Oralstreptokokken sind an
der Bildung von Plaque und Karies an den Zähnen beteiligt –
unangenehm, aber nicht wirklich gefährlich.
Wenn sie jedoch in den Kreislauf eindringen, etwa durch Verletzungen,
können diese Mikroorganismen zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen.
Gelangen sie über die Blutbahn an andere Stellen des Körpers,
verursachen die Keime manchmal Abszesse in Hals, Lunge und Leber,
sogar lebensbedrohliche Herzklappenentzündungen.
Anlass zur Panik besteht dennoch nicht: Keineswegs jede
Bakterienverunreinigung im Blut muss dramatische Folgen haben – nur in
großer Anzahl und bei geschwächtem Immunsystem können sich
Oralstreptokokken zur Bedrohung entwickeln. Doch Fachleute befürchten,
dass ihre klinische Bedeutung in naher Zukunft zunehmen wird. Prof.
Singh Chhatwal, Streptokokken-Experte und Abteilungsleiter an der GBF,
nennt dafür mehrere Ursachen: „Das liegt zum einen an unserer
Lebensweise: eine zuckerreiche Ernährung begünstigt das Wachstum von
Kariesbakterien“, erklärt Chhatwal. Zum anderen ist es paradoxerweise
gerade die gute zahnmedizinische Versorgung, die neue Risiken
hervorbringt: „Eine große Zahl von zahnmedizinischen Eingriffen erhöht
die Wahrscheinlichkeit, dass kleine Wunden in der Mundhöhle entstehen,
durch die Oralstreptokokken ins Blut gelangen können.“
Immunschwäche bei älteren Menschen, wie sie durch die steigende
Lebenserwartung verstärkt auftritt, kann harmlose Kariesbakterien in
gefährliche Krankheitserreger verwandeln. Bei Kindern mit Leukämie
werden Blutvergiftungen durch Kariesbakterien zunehmend häufiger
beobachtet. Die bedenklichste Entwicklung jedoch: „Streptokokken haben
eine ausgeprägte Fähigkeit, Resistenzen zu entwickeln. Das heißt, sie
werden unempfindlich gegen Antibiotika, unsere besten Waffen im Kampf
gegen Bakterien“, warnt Chhatwal. „Und wir beobachten, dass
Streptokokken ihre Gene für solche Resistenzen an andere Bakterien
weitergeben – auch an noch gefährlichere Krankheitserreger.“
Deshalb halten Chhatwal und seine Forscherkollegen es für
unverzichtbar, mehr über Oralstreptokokken zu erfahren. Bis man die
Mechanismen besser versteht, die aus harmlosen Mundhöhlen-Bewohnern
manchmal gefährliche Erreger machen, bleiben im Alltag nur bewährte
Hausmittel für die Prophylaxe: „Zähne putzen und gesund leben“,
empfiehlt Chhatwal, „denn gefährdet sind vor allem Personen mit
schlechter Mundhygiene und schwachem Immunsystem.“
[
©:
Zahnarztwoche ]
Basics:
Kariesbakterien im Lexikonteil
4.)
Kariesbehandlung bei drei
von vier Zahnarztbesuchen?
Bei drei von vier Zahnbehandlungen
in Thüringer Praxen wird Karies behandelt. Bei nach
Kariesbehandlungen notwendigen Füllungen erlebe das zeitweise in
Misskredit geratene Amalgam neben neuen Materialien mit Kunststoffteilen
eine Renaissance (s.a. 13.), teilte die Landeszahnärztekammer am Freitag mit.
"Gewiss hat die Diskussion um Amalgam mehr Leute krank gemacht als das
Amalgam selbst", sagte Professor Bernd Klaiber aus Würzburg. Er leitete
den zweitägigen Fachkongress in Erfurt, der sich mit Füllmaterialien
beschäftigt hat.
Zusammen mit Keramik, aus der so genannte Inlays angefertigt werden,
erlaubten zahnfarbene, aus Glas-, Quarz- und Kunststoffteilchen bestehende
Füllmaterialien eine schonende Behandlung, "weil weniger gesunde
Zahnsubstanz geopfert werden muss", sagte Klaiber. Nach Ansicht der
Zahnmediziner habe aber auch Amalgam wegen Vorteilen beim Verarbeitungs-
und Kostenaufwand weiterhin einen "berechtigten Platz".
[ Quelle: Newsletter
zm-online
]
Basics:
Amalgam im Lexikonteil
5.)
Ein neues Wundermittel gegen Aphthen?
Ähnlich wie beim Schnupfen dauert die
Behandlung von Aphthen mit Doktor 7 Tage und ohne diesen eine Woche.
Zahlreiche Mittel und Mittelchen befinden sich auf dem Markt, um
wenigstens die Begleitsymptome zu mildern. Ein neues, Erfolg
versprechendes Mittel schein die Aftabs zu sein. Die
Zahnarztwoche schreibt dazu:
"Seit Mitte Oktober 2004 ist die Hafttablette Aftab der Firma Opfermann
Arzneimittel GmbH, Wiehl, rezeptfrei auf dem Markt erhältlich.
Wirkstoffbasis des Präparats zur zielgenauen Behandlung rezidivierender
Aphten ist das Glucocorticoid Triamconolonacetonid. Rund jeder zehnte
hat schon die unangenehme Bekanntschaft mit den kleinen runden bis
ovalen Erosionen der Mundschleimhaut gemacht. Charakteristisch ist der
unangenehme Schmerz, der fast durchweg anhält, da er durch Essen,
Trinken und Sprechen hervorgerufen wird.
Fast alle Nahrungsmittel, die süß, sauer oder scharf sind, brennen auf
den entzündeten Stellen und bremsen die Lust auf Genuss oder Gespräch.
Wegen seiner entzündungshemmenden und schmerzstillenden Eigenschaften
gilt Triamconolonacetonid nach Presseinformationen als "Wirkstoff der
Wahl" bei der Aphtenbehandlung. Nur in Form der neuen Hafttablette ist
das Glucocorticoid nun ohne Rezept erhältlich, denn die Applikation des
Präparats erfolge so zielgenau, dass die Wirkstoffbelastung nur gering
sei. Die neue Hafttablette sorgt dafür mit zwei Schichten: Die
orangefarbene Trägerschicht haftet durch Anfeuchtung am Finger und
ermöglicht so eine exakte Platzierung auf der Läsion im Mundraum. Die
Trägerschicht löst sich im Mund rückstandslos auf. Die weiße
Adhäsivschicht enthält den Wirkstoff und gibt ihn nach dem Auftragen
zielgenau ab; sie bilde in Verbindung mit Speichel einen gallertartigen
elastischen Film, der die schmerzhafte Läsion im Mundraum vor
Nahrungseinflüssen und Speichel sicher schützt und, so die Hersteller,
die Lebensqualität der Menschen mit einer Aphtenerkrankung nahezu
völlig wiederherstellt.
Die Tabletten können ein- bis zweimal täglich angewendet werden. Bei
größeren Läsionen der Mundschleimhaut können bis zu drei Tabletten
gleichzeitig aufgetragen werden."
[ Weitere Infos:
http://www.opfermann.de ]
Basics:
Aphthen im Lexikonteil
6.)
Kostenfalle Zahnersatz im
Ausland
(ots) - Lenz-Tipp: Meist lohnt es sich nur für diejenigen,
die an der Grenze wohnen / In Deutschland wird zwei Jahre lang
kostenlos nachgebessert.
Zahnersatz in Deutschland wird immer
teurer. Kein Wunder, dass viele preiswertere Angebote in Polen,
Ungarn oder auf Mallorca deutsche Patienten locken. Aber nur
diejenigen, die an der Grenze wohnen und die bei Problemen rasch zum
Zahnarzt fahren können, sollten über einen Zahnersatz im Ausland
nachdenken. Dies rät Lenz, die größte Kaufzeitschrift für die
Zielgruppe 50plus, in seiner aktuellen Ausgabe 12/2004.
Denn Zahntourismus ist nicht ganz risikofrei. Was anfangs günstig
klingt, stellt sich später oft als Kostenfalle heraus. Der Grund:
Häufig sind später teure Nachbehandlungen nötig, die der Urlauber
dann aus eigener Tasche bezahlen muss. Wer nicht in Grenznähe wohnt,
sollte sich insofern auch weiterhin in Deutschland behandeln lassen.
Zwar ist dies hierzulande teurer, dafür bekommt der Patient aber auch
zwei Jahre Garantie auf Zahnersatz. Gibt es Probleme, wird
unentgeltlich nachgebessert.
Diejenigen, die nur einen kurzen Fahrtweg zum ausländischen
Zahnarzt haben, können allerdings viel Geld sparen, meint Lenz. Neben
geringeren Behandlungskosten übernimmt die Krankenkasse nämlich auch
in den anderen EU-Ländern den gleichen Anteil an Kosten wie hier in
Deutschland. Allerdings sollten künftige Patienten sich unbedingt
über die in dem Land geltenden Gewährleistungsansprüche informieren,
rät Lenz. Und nicht vergessen: Auch bei einem Zahnarzt-Besuch im
Ausland muss vor der Behandlung ein Heil- und Kostenplan bei der
Krankenkasse eingereicht werden.
[ Quelle: Jürgen Sinn, Chefredakteur, Mail:
redaktion@lenzmagazin.de ]
Basics:
Behandlungen im EU-Ausland auf Zahnwissen.de
7.)
Konfliktquote im
Gesundheitswesen steigt - Mehr Streit um Kunstfehler und
Kostenerstattung
Immer mehr Patienten vermuten, einen
Behandlungsfehler erlitten zu haben: 2004 gingen beispielsweise bei der
Techniker Krankenkasse (TK) rund 6.000 Beschwerden wegen vermuteter
Fehlbehandlungen ein. Im Jahr 2000 meldeten die Versicherten der TK nur
1.300 Fälle. "Von Jahr zu Jahr erhöht sich die Anzahl der gemeldeten
Fälle - von 2002 auf 2003 hat sich die Zahl sogar verdoppelt", sagt
Gudrun Berger, Leiterin der Abteilung Behandlungsfehler des
Fachreferates Medizinrecht der TK. "Grundsätzlich heißt das nicht, dass
Ärzte mehr Fehler machen; die Patienten haben einfach mehr Mut, gegen
die `Halbgötter in Weiß´ anzugehen."
Auch bei der Erstattung von Arztrechnungen bei Privatpatienten steigt
die Konfliktquote: Die Mehrzahl der Anwälte des
Medizinrechts-Beratungsnetzes berichtet hinsichtlich der Konflikte
zwischen Patienten und privaten Krankenversicherern (PKV) von einer
Steigerung zwischen 30 und 40 Prozent. Vertrauensanwalt Michael Winkler:
"Die PKV erstatten offenbar restriktiver, aber häufig sind sich die
Versicherten auch nicht über den Leistungsumfang ihres
Versicherungstarifs und die Vertragsbindungen im Klaren."
Weitere Informationen zum Medizinrechts-Beratungsnetz sowie das
Verzeichnis der Vertrauensanwälte finden Sie im Internet unter
www.medizinrechts-beratungsnetz.de
.
8.)
Für Kids und solche, die
es geblieben sind: "Power Friends" für die Zähne
"Mama, darf ich Zähne putzen?" Solch eine Frage haben bisher sicher
nur wenige Eltern von ihrem Nachwuchs gehört. Kinder, die freiwillig
Zähne putzen, entspringen wohl eher einer Traumwelt, die mit Hilfe des
Internets jedoch an Realität gewinnen könnte. Unter
www.powerfriends.de
leben die acht "Power Friends" auf ihrer "Zahninsel" und müssen dort
verschiedene Abenteuer bestehen. Die Freunde, unter ihnen ein Zauberer,
ein Löwe und ein Roboter, sollen auf spielerische Art und Weise Kinder
an eine verantwortungsvolle Zahnpflege heranführen. So müssen die
Freunde ihre "Zahninsel" vor "kariösen" Attacken des finsteren Don
Karius schützen. Außerdem gibt es Malvorlagen, Grußkarten und ein
Quizspiel.
Die Idee der spielerischen Gesundheitsvorsorge hat das Kehler
Softwarehaus Scholl Communications AG für GlaxoSmithKline Consumer
Healthcare aus Bühl (GSK) realisiert. GSK engagiert sich seit Jahren mit
Marken wie Odol, Dr. Best oder Sensodyne auch im Bereich der
Zahngesundheit.
[ Quelle: gn,
Ärztezeitung ]
9.)
Bertelsmann Stiftung: Patienten werden bei der Informationssuche allein
gelassen
Während in Politik, Wirtschaft und
Verbänden weiterhin heftig über die künftige Finanzierung des
Gesundheitswesens gestritten wird, haben die Versicherten andere
Probleme. Sie wünschen sich größere Transparenz über die medizinischen
Leistungen. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsmonitor der Bertelsmann
Stiftung. "Nicht die hohen Beitragssätze beunruhigen die Bevölkerung
am meisten - das ist eher ein Thema der Arbeitgeber", sagte Jan
Böcken, Projektleiter der Gütersloher Stiftung. Die Versicherten
wüssten einfach nicht, bei welchem Arzt sie im Krankheitsfall die
beste Behandlung bekämen und würden bei der Informationssuche allein
gelassen.
Um dieser Intransparenz im Gesundheitswesen zu begegnen, würden es 79
Prozent der Versicherten befürworten, wenn die Krankenkassen über die
Qualität der Leistungen von Ärzten und Krankenhäusern informieren
würden. Die Krankenkassen sollten zudem ihre Kontrollfunktion stärker
ausüben: 83 Prozent der Befragten sprechen sich für eine
Patientenquittung aus, um die Kassen über Unstimmigkeiten informieren
zu können. Im Gegenzug wären 57 Prozent der Versicherten bereit, ihr
Gesundheitsverhalten durch den Hausarzt kontrollieren zu lassen. Darin
sehen die Experten der Bertelsmann Stiftung einen Ansatz, der
teilweise ziellosen Präventionsdebatte einen konkreten Impuls zu
geben.
Der Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass sich
Patienten und Versicherte nicht "blind" in die medizinische Versorgung
begeben. Immerhin 37 Prozent der Befragten informieren sich bereits
vor dem Arztbesuch über ihre Erkrankungen und in Frage kommende
Behandlungsmöglichkeiten. 71 Prozent dieser "aktiven
Informationssucher" versprechen sich davon eine schnellere Genesung.
61 Prozent der Befragten orientieren sich bei ihrer
Informationsbeschaffung an der Zufriedenheit anderer Patienten mit dem
Arzt. "Jedem leuchtet schnell ein, dass dies kein objektives
Qualitätsmerkmal ist", sagte Böcken. Informationen über Fort- und
Weiterbildungen des Arztes, die Ausstattung der Praxis mit
medizinischen Geräten oder Erfahrungen mit bestimmten Erkrankungen
bekämen die Patienten leider kaum.
Als Rettungsanker für eine größere Transparenz der Leistungen im
Gesundheitswesen sehen die Versicherten vor allem ein hochwertiges
Qualitätsmanagement. 58 Prozent der Befragten erwarten durch eine
regelmäßige und unabhängige Überprüfung der Praxis eine bessere
medizinische Behandlung. 52 Prozent erhoffen sich durch entsprechende
Zertifikate eine effizientere Praxisorganisation und kürzere
Wartezeiten.
[
Quelle: PM
der Bertelsmannstiftung ]
10.)
Lückenlose
Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln wird Pflicht
"Was können wir eigentlich noch bedenkenlos essen?", fragen sich
angesichts zahlreicher echter und vermeintlicher Lebensmittelskandale
die Verbraucher seit Jahren. Als Antwort setzt die EU auf das
Vorsorgeprinzip. Das Vertrauen der Verbraucher stärken und ein hohes
Gesundheitsschutzniveau schaffen soll die ab dem 1. Januar 2005
geltende EU-Verordnung der lückenlosen Rückverfolgbarkeit von
Lebensmitteln. Mit dieser Bestimmung dürfen nur noch Lebensmittel auf
den Markt gebracht werden, deren Sicherheit eindeutig nachzuvollziehen
ist.
Die Verordnung wurde zwar bereits im Januar 2002 verabschiedet, ist
jetzt aber Pflicht für die gesamte Futter- und Nahrungsmittelindustrie
in allen Mitgliedstaaten der EU. Das europäische Parlament und der Rat
der EU haben mit dem Artikel 18 im Rahmen der Verordnung EG 178/2002
ein Konzept geschaffen, das ein Lebensmittel ganzheitlich betrachtet
und die Überwachung vom "Acker bis zum Teller" gewährleistet. Um in
Zukunft mögliche Gefahren zu verhindern, sind bereits im Verdachtsfall
entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Hierzu zählt auch die schnelle
und umfassende Information der Öffentlichkeit. Die Europäische Behörde
für Lebensmittelsicherheit, die seit Mai 2003 aufgebaut wird, soll
Verdachtsfälle bereits im Vorfeld erkennen. Die Verantwortung zur
Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit überträgt die EU besonders der
Ernährungs- und Lebensmittelwirtschaft sowie dem Handel. Diese sind
die Letzten in der Prozesskette, bevor die Produkte auf die Teller der
Verbraucher gelangen. Betroffen sind Industrie, Mittelstand und
Handwerk gleichermaßen. Letztlich ist auch der Erzeuger einbezogen, da
jeder Akteur von seinem Vorlieferanten die Rückverfolgbarkeit
verlangt. Mehr Transparenz in der Lebensmittelkette leistet einen
wichtigen Beitrag zum Schutz von Produzenten und Verbrauchern - trotz
oder vielleicht gerade wegen dem damit verbundenen enormen technischen
und organisatorischen Aufwand.
[ ©: Ute Hoffmann,
aid ]
11.)
Ob Kopfprämie oder
Bürgerversicherung - beide sind bürokratische Monster
BERLIN (HL). Weder die Bürgerversicherung von SPD und Grünen noch
die modifizierte Kopfpauschale der Union haben eine realistische
Aussicht, mit Leben erfüllt zu werden. Wer sich daran mache, die
vorliegenden Eckpunkte in einen Gesetzentwurf zu verarbeiten, werde an
der Komplexität scheitern. Das ist das Resümee der neuen Publikation
des Fritz-Beske-Instituts für Gesundheits-System-Forschung in Kiel,
die sich mit Veränderungsoptionen in der gesetzlichen
Krankenversicherung auseinandersetzt und nun in Berlin präsentiert
worden ist.
Das Konzept der Bürgerversicherung bewertet Professor Fritz Beske als
administrativ extrem aufwendig. Größte Schwierigkeiten sieht er bei
der Beitragsbemessung darin, dass diese - als Folge der Einbeziehung
der Kapitaleinkünfte - auf dem zu versteuernden Einkommen basiere.
Hierzu müsse die Krankenkasse zunächst von Selbstauskünften ihrer
Versicherten ausgehen, diese dann - nach Vorliegen des endgültigen
Steuerbescheides - wiederum korrigieren. Dies mache eine verlässliche
Finanzplanung für die Krankenkassen unmöglich. Hinzu komme, dass 12,2
Millionen Versicherte, vor allem Rentner, derzeit überhaupt keine
Steuererklärung abgeben müssen. In diesen Fällen wären die Kassen
ausschließlich auf die Selbstauskünfte ihrer Versicherten angewiesen.
Außerdem sei die Beitragserhebung in der Bürgerversicherung ungerecht.
Im Extremfall führe dies, weil für Kapitaleinkünfte eine eigenständige
Beitragspflicht mit eigener Beitragsbemessungsgrenze gelten soll,
dazu, dass eine Familie, die sowohl Lohn- wie auch Kapitaleinkünfte
bezieht, jährlich bis zu 6070 Euro mehr Krankenversicherungsbeiträge
zahlen muss als eine Familie, die nur Arbeitseinkommen erzielt.
Nicht besser als die Bürgerversicherung kommt die Kopfpauschale bei
Beske weg. Nach seiner Einschätzung müssen etwa 30 Millionen
GKV-Versicherte, weil ihr Einkommen so gering ist, dass sie nicht die
volle Prämie von 109 Euro bezahlen können, einen Zuschuss aus dem
Sozialausgleich erhalten. Für diese Versicherten müssen die
Krankenkassen Steuerbescheide, Selbstauskünfte und
Verdienstbescheinigungen jeweils individuell prüfen. Refinanzieren
müssen die Kassen dies über eine Clearingstelle und aus Steuermitteln.
Beske: "Wer dies zu Ende denkt, der schließt die Akte."
Auch Pläne, für die GKV einen Kapitalstock aufzubauen, hält Beske für
wenig realistisch. Gemessen an der Höhe der Alterungsrückstellungen
der privaten Krankenversicherung müsse in der gesetzlichen
Krankenversicherung ein Kapital von 900 Milliarden Euro angesammelt
werden; noch dringlicher wäre dies freilich in der Pflege- und
Rentenversicherung. Eine solche Aufgabe wäre kaum zu schultern.
Aus der Perspektive von Praktikern sind dagegen andere Aspekte von
Bedeutung: Für AOK-Chef Hans-Jürgen Ahrens wäre viel gewonnen, wenn
durch eine Abkoppelung der GKV-Beiträge von den Lohnnebenkosten
endlich die Diskussion um die Belastung der Arbeitskosten durch
Ausgaben für die Medizin beendet werden könnte. Aus Sicht von KBV-Chef
Manfred Richter-Reichhelm ist entscheidend, dass die PKV und damit die
Investitions- und Existenzfähigkeit von Ärzten erhalten bleiben.
[ Quelle + ©:
Ärztezeitung ]
Basics:
Bürgerprämie,
Kopfpauschale auf
www.Zahnwissen.de
12.)
Handzahnbürste:
X-Borsten im Anwendertest
Zweimal tägliches Zähneputzen ist eine der
wichtigsten Maßnahmen zum Schutz vor Karies. Problematisch sind jedoch
die Zahnzwischenräume. Für herkömmliche Zahnbürsten sind sie kaum
zugänglich und daher besonders kariesgefährdet. Hilfreich in diesem
Zusammenhang sind Bürsten mit höher stehenden X-Borsten, wie zum
Beispiel die elmex interX KURZKOPF Zahnbürste. Dieser Ansicht sind
zwei Drittel (69 Prozent) von 146 befragten Zahnärzten, wie eine
Umfrage der elmex Forschung ergab. 90 Prozent der Zahnärzte
beurteilten sie im Rahmen eines zweiwöchigen Anwendertests mit gut
oder sehr gut. 85 Prozent von 1.634 ebenfalls befragten Patienten
beurteilten die elmex interX KURZKOPF Zahnbürste mit gut oder sogar
besser im Vergleich zur gewohnten Bürste. In Bezug auf die
Reinigungsleistung waren es sogar 90 Prozent. Dass Zahnbürsten mit
X-Borsten die Zahnzwischenräume besser erreichen, belegen
wissenschaftliche Studien: Ein Team der University of Pennsylvania hat
herausgefunden, dass die elmex interX Zahnbürsten um bis zu 42 Prozent
mehr Karies verursachende Beläge an den Zahnzwischenräumen entfernen
als herkömmliche Zahnbürsten. Um die Zahnzwischenräume vollständig zu
reinigen, ist natürlich auch bei Benutzung der elmex® interX KURZKOPF
Zahnbürste der Einsatz von Zahnseide oder Interdentalbürsten
notwendig.
Neben der Reinigungsleistung beurteilten Zahnärzte und Patienten
weitere Eigenschaften der elmex interX Zahnbürste. 84 Prozent der
Mediziner hoben den kleinen Bürstenkopf positiv hervor. Besonders die
hinteren Backenzähne und die Zahninnenflächen lassen sich mit
kurzköpfigen Bürsten besser reinigen. So bewerteten denn auch 86
Prozent der Patienten die elmex interX KURZKOPF Zahnbürste als gerade
richtig für die eigenen Bedürfnisse. Überzeugt waren Zahnärzte (97
Prozent) und Anwender (94 Prozent) darüber hinaus von dem rutschfesten
und führungssicheren Bürstengriff sowie vom mittleren Härtegrad. 90
Prozent der Zahnarztpraxen hielten Zahnbürsten mit mittlerem Härtegrad
für sinnvoll. Bei den Patienten waren es 73 Prozent..
[
Pressemitteilung GABA GmbH ;
presse@gaba-dent.de ]
Basics:
Special Mundhygiene auf
www.zahnwissen.de
13.)
Zahnfüllungen aus Amalgam
sind ungefährlich
Unabhängiges Expertenteam findet
keine Beweise für Gesundheitsprobleme wie Alzheimer oder Multiple
Sklerose
(Bethesda) - Amalgam zur Reparatur von Zähnen einzusetzen ist seit
Jahren umstritten. Für die Befürchtung, dass die quecksilberhaltigen
Zahnfüllungen ernste Gesundheitsprobleme auslösen, konnte eine
unabhängige Expertenkommission in einer umfangreichen Metastudie
jedoch nur wenige Hinweise finden. Außer in seltenen Fällen von
allergischen Reaktionen auf das Material gibt es kaum Belege für einen
solchen Zusammenhang, berichtet das Life Sciences Research Office (LSRO)
im amerikanischen Bethesda.
"Diese Ergebnisse stimmen mit unseren Studien überein", sagt Professor
Klaus Ott von der Poliklinik für Zahnerhaltung in Münster. Mit dem
"Untersuchungszentrum Amalgam" haben er und seine Kollegen eine
Anlaufstelle für Problempatienten geschaffen, die meinen, dass eine
Verbindung zwischen ihren gesundheitlichen Beschwerden und
Amalgamfüllungen besteht. Die Zahnmediziner untersuchen, ob es eine
Häufung charakteristischer Symptome gibt. "Dies ist nicht der Fall",
erklärt Professor Ott. "Es gibt keine eindeutigen Symptome für die
Unverträglichkeit von Amalgam - bis auf die Allergien, und die sind
extrem selten." Die Datenlage zu Amalgam sei zum heutigen
Erkenntnisstand zudem verhältnismäßig gut gesichert, da seit über 150
Jahren daran geforscht wird, wie Quecksilber auf den menschlichen
Körper wirkt.
Das amerikanische LSRO hatte für die groß angelegte Metastudie eine
Reihe internationaler Experten - unter anderen Immunologen,
Allergologen und Toxikologen - beauftragt, die nicht selbst am Thema
Amalgam forschten. Diese Expertenkommission analysierte Studien, in
denen seit 1996 die Quecksilberbelastung durch Amalgam-Zahnfüllungen,
Quecksilberdämpfe oder Quecksilber direkt untersucht worden waren. Die
Wissenschaftler prüften etwa 950 Forschungsarbeiten und bezogen
schließlich 300 in ihren endgültigen Bericht ein.
Die Belastung mit Quecksilber nimmt mit steigender Anzahl der
Amalgamfüllungen durchaus zu, fanden die Forscher. Auch können
bestimmte Gewohnheiten wie zum Beispiel das permanente Kauen von
Nikotinkaugummis das Ausdampfen des Quecksilbers aus der Füllung noch
verstärken. Trotzdem fanden sich nicht genügend stichhaltige Beweise
für eine Beziehung zwischen Amalgam und ernsten Gesundheitsbeschwerden
wie beispielsweise Nierenfehlfunktionen, Autoimmunerkrankungen wie
Multiple Sklerose oder neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer
oder Parkinson. Allerdings merken die Experten an, dass noch einige
Lücken in der Forschung zu diesem Thema existieren. "Wenn diese
geschlossen werden, könnte das die Theorie, dass Amalgam
gesundheitliche Beschwerden verursacht, definitiv stützen oder
widerlegen", schreiben die Autoren.
Amalgam setzen Zahnärzte seit mehr als 150 Jahren zur Reparatur
kariöser Zähne ein. Das Material ist sehr widerstandsfähig, leicht zu
verarbeiten und kann sehr schnell in den behandelten Zahn eingesetzt
werden. Alternativen wie Porzellan, Kunststoff oder Gold sind
zahnmedizinisch entweder weniger befriedigend oder weitaus teurer und
werden von den Krankenkassen meist nicht bezahlt. Könnte endgültig
ausgeschlossen werden, dass das Quecksilber im Amalgam zu
gesundheitlichen Problemen führen kann, wäre das eine Erleichterung
für Zahnärzte und Gesundheitswesen.
Der größte Vorteil von Amalgam ist, dass es extrem dauerhaft ist. "Ob
sich ein Zahnarzt für Zement, Kunststoff, Gold, Keramik oder Amalgam
entscheidet, hängt vom individuellen Fall des Patienten ab", sagt
Professor Ott. So spielen etwa die Größe des Defekts und eventuelle
Unverträglichkeiten eine Rolle. "Das Wichtigste ist aber die
Prophylaxe", betont er. "Am liebsten keine Füllungen, sondern gesunde
Zähne."
[ ©: Cornelia
Dick-Pfaff,
Die Welt
vom
14.12.2004 ]
Originalstudie (in engl.):
http://www.lsro.org/
Basics:
Amalgam auf
www.zahnwissen.de
14.)
Zum Schluss: Auktion im Internet - Wer bietet weniger?
Dass sich im Internet manchmal unglaubliche Dinge abspielen, dürfte
sich herumgesprochen haben. Dennoch stößt man hin und wieder auf neue,
ungewohnte Aktivitäten, so z.B. die Plattform unter
http://www.2te-zahnarztmeinung.de ("Ihr MarktPlatz für
ZahnarztLeistungen"). Dort können Patienten ihre Zahnersatz-Kostenpläne
einstellen und Zahnärzte "bewerben" sich daraufhin für die prothetische
Behandlung mit möglichst niedrigen Preisen. Beispiel: Zwei VMK-Kronen im
OK-Seitenzahnbereich, Startgebot: 912,51 Euro, aktuelles Mindestgebot
(Stand 11.12.04): 700 Euro.
www.2te-zahnarztmeinung.de ist nach eigener Auskunft ein
"unabhängiges, eigenkapitalfinanziertes Unternehmen" mit Gerichtsstand
in Neuss (NRW).
Aus einer Mailing-Liste
Wir meinen, dass schon allein wegen der größeren Community der weltweite
Online-Marktplatz ebay die erfolgreichere Adresse sein könnte ;-)
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