Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 01/2006/ 1. Januar 2006

Wieder hat ein neues Jahr begonnen. Als Prognose für 2006 schließen wir uns Erich Kästner an:

"wird's besser, wird's schlimmer?"
fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich:
Leben ist immer
lebensgefährlich!


Ihre ZahnNewsLetter-Redaktion

 


Inhalt

 1.) Wenn die Angst vor dem Zahnarzt zur Krankheit wird
 2.)
Luftblasen im Kampf gegen Plaque
 3.) Süße Versuchung: Zucker ist besser als sein Ruf
 4.) Bei der Mundgesundheit müssen viele Großeltern umdenken
 5.)
Umfrage: Morgens putzt jeder Zehnte nicht die Zähne
 6.)
Schnuller schützt vor plötzlichem Kindstod
 7.)
Buchtipp: "Kinder können Zähne zeigen"
 8.)
Schneller Drogennachweis im Speichel
 9.)
Trioblanc™ -Prothesenbürste zur gründlichen und komfortablen Reinigung
10.)
Privatpatienten zufriedener mit Versorgung - Kassenpatienten blicken skeptischer in die Zukunft
11.) Tee - gesund für Herz und Zähne
12.)
Zum Schluss: Vorbild Volksvertreter


1.) Wenn die Angst vor dem Zahnarzt zur Krankheit wird

Schon allein der Gedanke an Zahnarztstuhl und Bohrer treibt vielen den kalten Schweiß auf die Stirn. Die Vorstellung, dass ein Fremder im eigenen Mund aktiv wird, ohne dass man das kontrollieren kann, ist für manchen schier unerträglich.
Trotz weitgehend schmerzfreier Behandlung durch örtliche Betäubung haben bis zu 80 Prozent der Bundesbürger Angst vor dem Zahnarzt. Bei fünf bis zehn Prozent ist diese Furcht sogar so groß, dass sie den Besuch bei ihm völlig vermeiden. Sie leiden unter Zahnbehandlungsphobie - und das hat oft schwerwiegende Folgen.

"Einige Betroffene ertragen jahrelange Zahnschmerzen, nur um nicht in die Praxis zu müssen", erzählt Zahnarzt Mats Mehrstedt aus Hamburg. "Weil gegen die kaputten Zähne nicht behandelt wird, fallen sie irgendwann aus. Wenn der Sichtbereich betroffen ist, ziehen sich viele Menschen aus Scham auch aus dem sozialen Leben zurück", sagt Mehrstedt, der sich auf die Behandlung von Patienten mit Ängsten und Phobien spezialisiert hat.

Keine Kontrolle zu haben, kann Auslöser der Angst sein

Die Ursachen für die krankhafte Angst sind vielfältig. "Auslöser sind meist schlechte Erfahrungen, die Menschen in der Vergangenheit mit Zahnärzten gemacht haben. In der Regel spielen dabei erlittene Schmerzen eine wesentliche Rolle", betont der Psychologe Manfred Prior aus Frankfurt am Main, der Zahnärzte psychologisch schult. "Aber auch das Gefühl, auf dem Zahnarztstuhl keine Kontrolle über die Situation zu haben, kann ein Auslöser sein."

Ob eine Zahnbehandlungsphobie vorliegt, kann etwa mit einem Fragebogen getestet werden - entsprechende Formulare sind bei einigen Zahnärzten sowie im Internet erhältlich.
"Liegt eine mögliche Phobie vor, sollte der Patient unbedingt das Gespräch mit seinem Hauszahnarzt suchen, ihm am besten den Fragebogen vorlegen", empfiehlt Hans Peter Jöhren, der Vorsitzende des Arbeitskreises für Psychologie und Psychosomatik in der Zahnheilkunde in der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Gemeinsam mit dem Hauszahnarzt könne dann über eine Therapie gesprochen werden.

Entspannungsübungen auf dem Zahnarztstuhl

Ein Behandlungsansatz ist eine Verhaltenstherapie. Diese erfolgt im Idealfall in enger Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und einem Psychotherapeuten. Der erste Schritt ist ein ausführliches Aufklärungsgespräch, außerdem werden die Patienten mit Techniken zur Muskelentspannung vertraut gemacht.
Durch Gespräche ergründen die Psychotherapeuten die Ursachen der Angst und diskutieren diese mit dem Patienten. Später folgen Entspannungsübungen direkt auf dem Zahnarztstuhl.

Hilft auch die Psychotherapie nicht, oder ist Eile geboten, kann auch eine Vollnarkose gemacht werden. Einige Praxen bieten diese in Zusammenarbeit mit einem Anästhesisten an. "Das sollte aber eher die Ausnahme sein, denn dadurch wird die Angst nicht beseitigt", betont Mehrstedt. "Muss trotzdem unter Vollnarkose behandelt werden, versuche ich die Patienten immer zur Teilnahme an einer Therapie zu überzeugen. Denn so kann die Angst dauerhaft besiegt werden."

Erfahrungen aus der Therapie kommen übrigens auch Patienten zugute, die zwar ängstlich sind, aber von einer Phobie weit entfernt sind. So empfehlen die Experten ihnen beispielsweise, ihre Lieblingsmusik - etwa auf einem MP3-Player - zur Behandlung mitzubringen. "Das setzt die Schmerzschwelle herauf", sagt Jöhren. Auch Atemübungen können eventuelle Befürchtungen vor der Behandlung zerstreuen.

Doch auch die Zahnärzte können einen großen Teil dazu beisteuern, dass ihre Patienten ohne Vorbehalte in die Praxis kommen. Eine offene und umfassende Kommunikation sollte bei allen Behandlungsschritten selbstverständlich sein. "90 Prozent der Zahnarzt-Ängste können durch einen guten Umgang des Zahnarztes mit dem Patienten abgebaut werden", sagt der Psychologe Prior. "Allein der typische Geruch einer Zahnarztpraxis löst bei vielen Menschen alte Ängste aus und erinnert an schlechte Erfahrungen." Die Stoffe, die Ursache für diesen Geruch seien, seien heute leicht durch geruchsneutrale Stoffe zu ersetzen.

Den Angst-Fragebogen gibt es unter www.zahnbehandlungsangst.com. Weitere Infos gibt es auf den Internetseiten der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) unter www.dgzmk.de.

[©: Kai Gerullis,  Ärztezeitung ]

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2.) Luftblasen im Kampf gegen Plaque

(BSMO) - Elektrische Zahnbürsten generieren bläschengefüllte Flüssigkeitsströme im Mund, deren spezifische Rolle bei der Plaqueentfernung nun erstmals untersucht wurde. Es zeigte sich, dass der Grad der Reinigungswirkung vom optimalen Zusammenspiel der Fließgeschwindigkeit mit dem Gasanteil und der Blasengröße abhängt.
Im Zeitalter der Prophylaxe warten die Hersteller von Zahnpflege-Geräten mit immer neuen Ausstattungsmerkmalen ihrer Produkte auf. Insbesondere die elektrischen Zahnbürsten weisen mittlerweile viele Zusatzfunktionen auf. Ihnen gemeinsam ist der Anspruch, für noch größere Effektivität bei der Plaqueentfernung zu sorgen. Eines der zahlreichen Entwicklungsfelder ist dabei die Generierung von Luftblasen durch elektrische Zahnbürsten. Solche Luftbläschen haben sich als effektiv erwiesen, relativ dicke Schichten anhaftender Partikel und Bakterien von Oberflächen zu lösen und zu entfernen.
In einer aktuellen Studie haben sich nun amerikanische Wissenschaftler mit den genauen Bedingungen beschäftigt, die ein mit Luftblasen angereicherter Flüssigkeitsstrom haben muss, um einen auf einer Oberfläche vorhandenen Biofilm zu entfernen. Durch Bestimmung der Faktoren für eine optimale Reinigungswirkung erhoffte man sich Anstöße zur gezielten Fertigung von Mundhygiene-Produkten. Die Forscher züchteten Kariesbakterien auf einer Glasoberfläche und setzten sie dann jeweils fünf Sekunden lang einem Flüssigkeitsstrom mit oder ohne Blasenbildung aus. Ein eigens gefertigter Bläschen-Generator erzeugte dabei die Luftblasen. Als Flüssigkeit verwendete man eine artifizielle Speichellösung. Durch Variation der drei Parameter Fließgeschwindigkeit, Gasanteil und Blasengröße wurde untersucht, unter welchen Bedingungen der Biofilm am besten entfernt wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass sich große Blasen mit geringer Gasfraktion bei niedriger Strömungsgeschwindigkeit am besten eignen, um die Plaque zu beseitigen. Die mit Luftblasen angereicherte Flüssigkeit war hinsichtlich der Reinigungswirkung der normalen, blasenfreien Flüssigkeit deutlich überlegen.
Die Wissenschaftler schlussfolgern, dass die Fähigkeit zur Erzeugung fließender Bläschen-Ströme eine wünschenswerte Ausstattung moderner Mundhygiene-Produkte sei. Ferner sei es wünschenswert, die Ergebnisse der Labor-Studie auch im Mund zu testen, um verlässliche Aussagen machen zu können.

[©:  FVDZ-Newsletter ]

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3.) Süße Versuchung: Zucker ist besser als sein Ruf

(ots) - Süßigkeiten sind erst dann problematisch, wenn sie gesunde Nahrungsmittel vom Tisch verdrängen. Das ist das Fazit einer Recherche der Zeitschrift natur+kosmos. In ihrer Dezemberausgabe zeigt die Zeitschrift, dass nur wenige Gerüchte und Vorurteile um den Zucker zutreffen. So ist die Annahme, es gebe "guten" und "schlechten" Zucker schlicht falsch.
In Wahrheit ist es den Bauchspeicheldrüsen, Blutzellen und Fettdepots egal, ob der Körper braunen Rohrzucker aus fairem Handel oder weißen Haushaltszucker aufnimmt. Und bei Kariesbakterien sind gerade die als natürlich und gesund geltenden Sirups, Fruchtdicksäfte und Honigsorten besonders beliebt, weil sie länger an den Zähnen haften als Kristallzucker.
Auch Traubenzucker ist für die Gesundheit keineswegs besser als der Zucker im Kaffee. Im Gegenteil: Sein so genannter glykämischer Index - er gibt an, wie schnell ein kohlenhydratreiches Lebensmittel ins Blut geht - ist noch höher als bei Kristallzucker. Zuckergenuss führt offenbar auch nicht zu Diabetes. Bis heute gibt es jedenfalls keine Studie, die das süße Laster hieb und stichfest als unmittelbaren Verursacher der Zuckerkrankheit entlarvt hätte.

[ © : Susanne Friedmann, Redaktion natur+kosmos, Susanne@natur.de  ]

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4.) Bei der Mundgesundheit müssen viele Großeltern umdenken

Nicht alles, was lieb gemeint ist und früher auch schon immer so gemacht wurde, tut den Enkeln wirklich gut. Während viele junge Mütter sich schon gut darin auskennen, wie sie Zahnschäden bei ihren Kindern vermeiden, machen manchmal Großeltern alle Bemühungen zunichte, in dem sie traditionelle Verhaltensmuster an den Tag legen:

Da wird beispielsweise der heruntergefallene Nuckel saubergelutscht statt abgewaschen oder mit einem Tuch saubergewischt, da man sich nicht bewusst sei, dass Karies eine Infektionskrankheit ist und durch Kariesbakterien auf das Kind übertragen wird. Babys kommen ohne diese Bakterien, die Zucker aus der Nahrung in zahnschädigende Säuren verwandeln, auf die Welt und erhalten diese meist durch ihre Eltern oder Großeltern, die den „Wärmetest“ des Inhalts von Saugerfläschchen im Mund statt auf dem Handrücken machen und beim Füttern den gleichen Löffel wie das Kind benutzen. Auch der Fläschcheninhalt ist häufig ein Streitthema zwischen Eltern und Großeltern: Während viele junge Eltern bereits wissen, dass nur Wasser und selbstgebrühter Tee in Nuckelflaschen sinnvoll sind, wollen viele Großeltern ihren Enkeln mit Apfelsaft etwas Gesundes oder mit Instant-Tees etwas Leckeres zu trinken geben. Gerade die Rolle der Getränke sei aber ein wesentlicher Faktor für die Zahngesundheit der Kinder: „Selbst verdünnt als Schorle schadet Apfelsaft den Zähnen noch doppelt – einerseits durch die Fruchtsäure, die den Zahnschmelz angreift, aber auch durch den Fruchtzucker, der von den Kariesbakterien verstoffwechslt wird“, so Inis Adloff. Dass es auch für aufgeklärte Eltern und Großeltern nicht leicht ist, den Zuckergehalt in Kindertees zu erkennen, zeigte sich an einer präsentierten Produktauswahl: „Auch wenn dort 'ohne Zuckerzusatz’ steht“, erklärte Dr. Silvia Neubelt, „ heißt das nicht, dass im Ursprungsprodukt nicht bereits ein Zucker vorhanden war. Es muss ja nicht immer der bekannte Haushaltszucker sein – auch Fruchtzucker, Traubenzucker und Milchzucker können zahnschädlich sein, wenn sie in Nuckelflaschen die Zähne umspülen.“ Wenn auf einem Produkt ein hoher Kohlenhydratanteil vermerkt sei, solle man lieber Abstand nehmen und mit Teebeuteln das Kindergetränk selbst herstellen.

Zucker auch in Muttermilch

Vielen Großeltern, aber auch jungen Eltern sei zudem nicht bekannt, dass auch in Muttermilch Milchzucker enthalten ist - mit dem „in den Schlaf stillen“ sollte man daher spätestens dann aufhören, wenn sich die ersten Milchzähnchen zeigen. Ab dann und bis zum Schuleintritt sei es auch zwingend notwendig, dass einmal täglich der Mundbereich von einem Erwachsenen richtig gründlich gereinigt wird – man könne, so der Tipp der beiden Zahnärztinnen für die Mundpflege bei unkooperativen Kleinkindern, auch morgens die rückwärtigen Zahnbereiche und abends die Frontzahnseiten und bei größeren Kindern dann auch die Kauflächen reinigen. Erst ab Schulalter seien Kinder in der Lage, zunehmend selbst für eine gründliche Zahnpflege zu sorgen, zuvor sei die Unterstützung durch Eltern oder Großeltern unumgänglich.

Nuckel kann Nasenscheidewand verschieben

Ein weiteres Thema ist die Frage zum Umgang mit dem Nuckel. Die Zahnärztinnen zeigten auf, wie sich durch zu intensiven und zu langen Einsatz von Nuckeln die Kiefer verschieben können und welche dramatischen Folgen fehlstehende Zähne nicht nur für die Optik, das Sprechen und die Ernährung haben: „Auch die Nasenscheidewand kann sich verschieben.“ Auch im Kindesalter sei Zahnmedizin immer auch mit dem Blick auf die Allgemeingesundheit verbunden.
Spätestens nach dem 1. Geburtstag werde aus dem Säugling ein Beißling, der keine Nuckelei mehr benötige: „Dann gehört nichts mehr zwischen die Zähne, was genuckelt werden soll.“ Der Schnuller sei letztlich eine Form von „Elternnotwehr“, wenn zwingend kurzzeitig Ruhe erreicht werden müsse – in der Regel wollten unruhige Kinder aber nicht mit dem Nuckel ‚ausgeschaltet’ werden, sondern hätten andere Bedürfnisse.

Süßliche Zahnpasta „pädagogisch widersprüchlich“

Auch bei der Frage der Zahnpasta gäbe es manchmal verschiedene Haltungen bei Eltern und Großeltern: „Früher waren süßlich-aromatisierte Zahnpasten beliebt. Die gibt es auch heute noch“, sagte Dr. Neubelt, „ aber wir empfehlen sie nicht. Auch wenn sie keinen Zucker enthalten – hier wird doch eine widersprüchliche Botschaft an die Kinder gegeben: Einerseits ist süße Zahnpasta für die Zähne gut, andererseits sind süße Lebensmittel für die Zähne schädlich. Es ist besser, auf eine neutrale oder leicht minzige Kinderzahnpasta zurückzugreifen.“ Kinderzahngesundheit verlange eine gewisse Konsequenz, bei den Eltern und bei den Großeltern.

Großeltern in Vorbild-Rolle

Wer seine Enkel verwöhnen wolle, empfiehlt Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Zahnärztekammer Berlin ergänzend zu den Empfehlungen, solle die Eltern bei der nicht immer einfachen Zahngesundheitserziehung unterstützen, sich als zahnpflegendes Vorbild zeigen und als Verwöhnprogramm den Enkeln lieber andere Formen von Zuwendung zukommen lassen. Zeit sei bei jungen Eltern oft ein rares Gut. Großeltern könnten hier beispielsweise mit Ausflügen oder Vorlesestunden bei den Enkeln nachhaltig für gute Laune sorgen – und mit konsequenter Beachtung der Mundgesundheit für schöne und gesunde Zähne, die nicht nur für die Ernährung wichtig, sondern auch ein „Schmuck“ seien: „In Reih und Glied, sauber, gesund und blankpoliert – so finden auch Kinder ihre Zähne schöner!“.

[ © : Pressestelle der Berliner Zahnärztekammer, Birgit Dohlus, Mail: info@zahndienst.de   ]

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5.) Umfrage: Morgens putzt jeder Zehnte nicht die Zähne

Jeder zehnte Deutsche putzt morgens seine Zähne nicht. Weitere 63 Prozent nehmen sich nach einer im Hamburg veröffentlichten Umfrage höchstens eine Minute Zeit dafür. Lediglich 28 Prozent der Befragten putzen zwei bis fünf Minuten und folgen damit dem Rat der Zahnärzte.
Bei den Männern verzichtet jeder Achte auf die Zahnreinigung am Morgen, bei den Frauen dagegen nur jede Zwölfte. Besonders junge Menschen nehmen es mit der Zahnpflege nicht allzu genau: Unter den 16- bis 24-Jährigen lassen 13 Prozent ihre Zahnbürste morgens links liegen. Nicht mehr als eine Minute Zeit nehmen sich 66 Prozent der Befragten aus dieser Altersgruppe. Bei den über 40-Jährigen putzt dagegen nur jeder Zwölfte morgens seine Zähne nicht, und jeder Dritte nimmt sich sogar zwei bis fünf Minuten Zeit.
Für die Umfragen wurden von "Young help", dem Magazin der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), 5047 Männer und Frauen zwischen 16 und 69 Jahren befragt.

[
©: zahn-online.de / FVDZ-Newsletter ]

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6.) Schnuller schützt vor plötzlichem Kindstod

Kleinkinder schlafen mit dem Schnuller im Mund sicherer: Ihr Risiko, am so genannten plötzlichen Kindstod zu sterben, ist um bis zu 90 Prozent geringer, haben Forscher um De-Kun Li von der gemeinnützigen amerikanischen Gesundheitsgesellschaft "Kaiser Permanente" in Oakland herausgefunden.

Die Studie ergab außerdem, dass der Einsatz eines Schnullers offenbar auch Risiken wie rauchende Mütter oder weiches Bettzeug reduzieren kann.

Für ihre Untersuchung befragten die Forscher die Eltern von 185 am plötzlichen Kindstod verstorbenen Kinder nach deren Schlafgewohnheiten. Die Angaben verglichen sie anschließend mit Daten von 312 zufällig ausgesuchten gesunden Kindern.

Wissenswert für Eltern: Die amerikanische Akademie der Kinderärzte hat im Oktober neue Empfehlungen herausgegeben. Dazu zählt neben der Rückenlage beim Schlafen auch der Schnuller. Dieser sollte ab der vierten Lebenswoche beim Einschlafen verwendet werden, allerdings nicht mit Zwang.

[©:  sth/FAZ, www.zm-online.de ]

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7.) Buchtipp: "Kinder können Zähne zeigen"

Zähneputzen muss nicht länger lästiges Übel sein! Wir alle wissen: Unsere Gesundheit hängt davon ab, ob wir gepflegte, gesunde Zähne haben. Durch richtige Pflege können wir bereits im Kindesalter dafür sorgen, dass der “Zahn der Zeit” nicht verfrüht an unseren Gebissen nagt und so unser Immunsystem schädigt. Putzen wir unsere Kauwerkzeuge nicht sorgfältig, reißt dies buchstäblich Löcher nicht nur in unsere Zähne sondern auch in unsere Haushaltskassen!! Beachten wir jedoch die kleinen Tipps und Tricks der richtigen, täglichen Zahnpflege, so sorgen wir dafür, dass wir und unsere Kinder noch möglichst lange kraftvoll zubeißen können. Eva Lachner verrät in ihrem Buch, wie unser aller Wunschtraum - Schöne und Gesunde Zähne ein Leben lang - auf einfache und spielerische Weise tatsächlich wahr werden kann. Eltern lernen hier, wie sie ihren Kindern beibringen, dass Zähneputzen nicht länger lästiges Übel sein muss, sondern schon bald zum erfrischenden Familienspaß werden kann.
Das Buch ist im Jopp-Oeschverlag erschienen und wurde von der Autorin Eva Lachner verfasst, die unter anderem als Lehrkraft für zahnmedizinische Fachkunde in München tätig ist, als versierte Prophylaxeexpertin gilt und seit Jahren Seminare und Vorträge für Elterninitiativen und Kindergärten hält.

[ Quelle:  http://www.oeschverlag.ch/; ISBN 3-0350-5075-9 ; 12.90 €  ]

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8.) Schneller Drogennachweis im Speichel

(ots) - Schon ein bisschen Spucke reicht bald aus, um schneller und genauer als bisher einen Drogenkonsum aufzudecken. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik im brandenburgischen Nuthetal entwickeln ein neues Testsystem in Form eines Biochips, das im Speichel bis zu zehn verschiedene Drogen gleichzeitig nachweisen kann. Es soll unter anderem Notärzten helfen, rasch zu erkennen, ob bei einem Patienten eine Drogenvergiftung vorliegt.

An dem Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, sind neben dem Fraunhofer-Institut die EKF diagnostic GmbH in Barleben/Magdeburg und die EnviteC Wismar GmbH beteiligt. Für den neuen Test wird der Speichel des Patienten mit einer Reagenzlösung vermischt, in der sich Antikörper gegen die getesteten Drogen befinden. Die Antikörper binden an die im Speichel enthaltenen Drogen. Je nachdem, ob und wie viele Drogen im Speichel vorliegen, bleiben dabei mehr oder weniger Antikörper "frei". Anschließend wird die Mischung aus Speichel und Reagenz auf einen Biochip gegeben, der mit Drogen besetzt ist. Die noch freien Antikörper können an die Drogen auf dem Chip binden. Die Antikörper selbst sind mit einem Fluoreszenzfarbstoff markiert, der sich mithilfe eines speziellen Lesegerätes darstellen lässt. Je intensiver die Fluoreszenz auf dem Chip, umso höher ist die Konzentration der Drogen im Speichel. Der Nachweis mehrerer verschiedener Drogen wird möglich, indem man sie an unterschiedlichen Stellen auf dem Chip fixiert.

Für Cannabis funktioniert das neue Testsystem bereits. Es entdeckt die Droge genauer als die bisher verfügbaren Teststreifen. Das Untersuchungsergebnis steht nach spätestens 30 bis 40 Minuten fest. Bald soll auch der Nachweis anderer Drogen wie Kokain oder Heroin möglich sein. Im Unterschied zu den meisten bisher verfügbaren Verfahren erlaubt die neue Technik nicht nur eine Ja/Nein-Antwort, sondern zusätzlich eine Aussage über die Menge der Drogen. Neben Rettungsmedizinern sind auch Blutspendedienste an dem neuen Test interessiert. Drogenabhängige Blutspender könnten schnell erkannt und von der Blutspende ausgeschlossen werden, um Infektionsgefahren durch verunreinigte Blutkonserven auszuschließen. Eine größere Untersuchungsreihe mit dem neuen Drogentest soll in etwa einem Jahr erfolgen. Bis ein marktreifes Produkt zur Verfügung steht, werden noch mindestens zwei Jahre vergehen.

[ ©: Dr. Nenad Gajovic-Eichelmann , nenad.gajovic@ibmt.fraunhofer.de ]

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9.) Trioblanc™ -Prothesenbürste zur gründlichen und komfortablen Reinigung

Trioblanc
ist die erste für zahnmedizinische und -technische Erfordernisse entwickelte, innovative Prothesenreinigungsbürste. Sie ist vom Griff über die Bürstenform, bis hin zur Anordnung der Borsten, optimal auf die gründliche Zahnprothesenreinigung abgestimmt.
Die unterschiedlichen Stärken und Längen der hochwertigen Borsten ermöglichen es, jeden Bereich Ihrer "Dritten" zu erreichen, gründlich zu reinigen und selbst hartnäckige Verfärbungen, die von Kaffee, Tee oder auch Nikotin stammen, effizient zu entfernen.
Die Prothese wird in allen Bereichen gründlich, schonend und - dank der großen Borstenfelder - auch sehr effizient gereinigt.
Die ergonomische Griffform der Trioblanc Bürste birgt die idealen Voraussetzungen für die notwendigen Reinigungsbewegungen. Sie ermöglicht auch motorisch eingeschränkten Patienten eine sichere Handhabung.
Tipp: Die Bürste sollte, aus hygienischen Gründen, wöchentlich 1-2 mal in einer Chlorhexidin-Lösung desinfiziert werden. Nach Gebrauch ist die Bürste trocken zu lagern. 
Bezugsquellen: http://www.zapro.de/Anbieter.html  

[ ©:   http://www.derzahntechniker.ch/pflegeprodukte.htm ; auch eine der Bezugsquellen]

 Basics:  Mundhygiene auf  www.zahnwissen.de

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10.) Privatpatienten zufriedener mit Versorgung - Kassenpatienten blicken skeptischer in die Zukunft

80 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass nicht jeder Bürger den gleichen Zugang zu einer guten medizinischen Versorgung hat. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung. Bestätigt wird diese Meinung durch die Angaben der Befragten zu ihrer eigenen Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung: 56 Prozent der privat Versicherten sind "sehr zufrieden" oder "zufrieden", aber nur 35 Prozent der Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung. Privatpatienten sind außerdem selte­ner der Meinung, dass die Qualität der medizinischen Behandlung erhöht werden müsste (46 Prozent im Vergleich zu 55 Prozent der Kassenpatienten). Auch über ihren Hausarzt äußern sich Privatpatienten positiver. So werden ihnen nach eigenen Angaben seltener Medikamente verweigert (1,4 im Vergleich zu 8 Prozent) und häufiger alternative Heilmethoden "auf Kran­kenschein" verordnet (26 im Vergleich zu 8 Prozent).

Gesetzlich Krankenversicherte geben hingegen häufiger an, dass die Krankenversicherungs­beiträge zu hoch sind (76 im Vergleich zu 67 Prozent) und dass sie zu viele Zuzahlungen für Medikamente und medizinische Leistungen aufbringen müssen (82 zu 64 Prozent). Sie bli­cken auch skeptischer in die Zukunft: 65 Prozent der GKV- Mitglieder befürchten, dass sie im Alter nicht ausreichend medizinisch versorgt sein werden; 81 Prozent rechnen damit, dass Wartezeiten auf bestimmte Therapien oder Operationen zunehmen, und fast 90 Prozent ver­muten, dass ihre Krankenkasse künftig nicht mehr alle für sie wichtigen Leistungen über­nimmt.

Aus Sicht der Bertelsmann Stiftung ist die unterschiedliche Einschätzung des Gesundheitswesens auch auf die ungleiche Versorgung zurückzuführen, wie Dr. Brigitte Mohn, Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Stiftung verdeutlichte. "Gesetzlich Versicherte müssen im Ver­gleich zu Privatpatienten oft längere Wartezeiten, einen geringeren Leistungsumfang und schlechteren Service in Kauf nehmen. Die Anreize dafür liegen in der unterschiedlichen Vergütung ärztlicher Leistungen bei Privat- und Kassenpatienten. Das Vorhaben der neuen Bundesregierung, das ärztliche Vergütungssystem neu zu ordnen, weist in die richtige Rich­tung." Zum Beispiel könne die beabsichtigte Ergänzung der heutigen Einzelleistungsvergü­tung um Pauschalhonorare dazu beitragen, die Nachteile des gegenwärtigen Systems (Anreize zur Leistungsausweitung) zu reduzieren. Da ausgewählte Leistungen auch weiterhin geson­dert vergütet werden können, würden die bei reinen Pauschalsystemen befürchteten Qualitäts­ein­bußen vermieden. Auch eine höhere Transparenz über die Vergütung sei sinnvoll, damit Ärzte schon im Voraus wissen, was die von ihnen erbrachte Leistung wert ist.

Der Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung befragt repräsentativ zweimal jährlich die Bevölkerung und einmal im Jahr Ärzte zu aktuellen Themen des deutschen Gesundheitswe­sens. Bislang wurden rund 12.000 Versicherte und 2.000 Ärzte befragt.

 [
©Jan Böcken, jan.boecken@bertelsmann.de  ]

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11.) Tee - gesund für Herz und Zähne

(ots) - Wer Tee trinkt, tut sich und seiner Gesundheit Gutes: Teetrinker leiden seltener unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das berichtet die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer Januarausgabe.
Grüner Tee wirkt heilend bei chronischer Magenschleimhautentzündung. Und auch die Haut scheint mit Tee besser gerüstet: Unter 450 älteren Menschen aus dem sonnenreichen Arizona zeigte sich bei jenen eine geringere Hautkrebsrate, die regelmäßig starken schwarzen Tee tranken.
Außerdem gibt es Hinweise, dass Tee wegen seiner Inhaltsstoffe die Zähne vor Karies schützt.
Dass schwarzer und grüner Tee gegen Viren und Bakterien hilft, gegen Alzheimer, Arthritis und gegen Magen- oder Darmkrebs, ist medizinisch dagegen nicht ausreichend belegt. Zwar konnten in Versuchen mit Zellkulturen die Inhaltsstoffe des Tees Krebszellen am Weiterwachsen hindern. Außerdem ergaben sich in Tierversuchen schützende Effekte bei Haut- und Lungenkrebs. Doch ob diese Ergebnisse auf Menschen übertragbar sind, ist noch offen. Die Vielzahl der Studien über potenzielle positive Wirkungen von grünem und schwarzem Tee auf die Gesundheit ergibt derzeit noch ein uneinheitliches Bild.

[ © : Susanne Friedmann , Susanne@natur.de ]

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12.) Zum Schluss: Vorbild Volksvertreter

Unter den Bundestagsabgeordneten ist die Begeisterung für das Solidarsystem der gesetzlichen Krankenversicherung offenbar nur mäßig. Mehr als zwei Drittel der Parlamentarier sind nach einem Bericht der Wochenzeitung "Zeit" privat versichert. Zum Vergleich: Von der gesamten Bevölkerung der Bundesrepublik sind nur acht Prozent in der PKV versichert.

Zu den prominenten Privatversicherte gehören auch Ulla Schmidt und Horst Seehofer. Beide begründen ihren Versichertenstatus gern damit, dass sie einst im öffentlichen Dienst beschäftigt waren. Die Chance zum Wechsel hätten sie gehabt: Alle Parlamentarier dürfen zu Beginn jeder Legislaturperiode in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln.

[ © Facharzt.de Publishing Services GmbH ]

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