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Zahnärztlicher NewsLetter Nr.
01/2006/ 1. Januar 2006
Wieder hat ein neues Jahr begonnen. Als Prognose für 2006 schließen
wir uns Erich Kästner an:
"wird's besser, wird's schlimmer?"
fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich:
Leben ist immer
lebensgefährlich!
Ihre ZahnNewsLetter-Redaktion
Inhalt
1.)
Wenn die Angst vor dem Zahnarzt zur Krankheit wird
2.)
Luftblasen im Kampf gegen Plaque
3.) Süße Versuchung: Zucker ist besser als sein
Ruf
4.) Bei der Mundgesundheit müssen viele
Großeltern umdenken
5.)
Umfrage: Morgens putzt jeder Zehnte nicht die Zähne
6.)
Schnuller
schützt vor plötzlichem Kindstod
7.)
Buchtipp: "Kinder können Zähne zeigen"
8.)
Schneller Drogennachweis im Speichel
9.)
Trioblanc™ -Prothesenbürste zur gründlichen und
komfortablen Reinigung
10.)
Privatpatienten zufriedener mit Versorgung - Kassenpatienten blicken
skeptischer in die Zukunft
11.) Tee - gesund für Herz und Zähne
12.)
Zum Schluss: Vorbild Volksvertreter
1.)
Wenn die Angst vor dem
Zahnarzt zur Krankheit wird
Schon allein der Gedanke an Zahnarztstuhl und Bohrer treibt vielen den
kalten Schweiß auf die Stirn. Die Vorstellung, dass ein Fremder im
eigenen Mund aktiv wird, ohne dass man das kontrollieren kann, ist für
manchen schier unerträglich.
Trotz weitgehend schmerzfreier Behandlung durch örtliche Betäubung
haben bis zu 80 Prozent der Bundesbürger Angst vor dem Zahnarzt. Bei
fünf bis zehn Prozent ist diese Furcht sogar so groß, dass sie den
Besuch bei ihm völlig vermeiden. Sie leiden unter
Zahnbehandlungsphobie - und das hat oft schwerwiegende Folgen.
"Einige Betroffene ertragen jahrelange Zahnschmerzen, nur um nicht in
die Praxis zu müssen", erzählt Zahnarzt Mats Mehrstedt aus Hamburg.
"Weil gegen die kaputten Zähne nicht behandelt wird, fallen sie
irgendwann aus. Wenn der Sichtbereich betroffen ist, ziehen sich viele
Menschen aus Scham auch aus dem sozialen Leben zurück", sagt Mehrstedt,
der sich auf die Behandlung von Patienten mit Ängsten und Phobien
spezialisiert hat.
Keine Kontrolle zu haben, kann Auslöser der
Angst sein
Die Ursachen für die krankhafte Angst sind vielfältig. "Auslöser sind
meist schlechte Erfahrungen, die Menschen in der Vergangenheit mit
Zahnärzten gemacht haben. In der Regel spielen dabei erlittene
Schmerzen eine wesentliche Rolle", betont der Psychologe Manfred Prior
aus Frankfurt am Main, der Zahnärzte psychologisch schult. "Aber auch
das Gefühl, auf dem Zahnarztstuhl keine Kontrolle über die Situation
zu haben, kann ein Auslöser sein."
Ob eine Zahnbehandlungsphobie vorliegt, kann etwa mit einem Fragebogen
getestet werden - entsprechende Formulare sind bei einigen Zahnärzten
sowie im Internet erhältlich.
"Liegt eine mögliche Phobie vor, sollte der Patient unbedingt das
Gespräch mit seinem Hauszahnarzt suchen, ihm am besten den Fragebogen
vorlegen", empfiehlt Hans Peter Jöhren, der Vorsitzende des
Arbeitskreises für Psychologie und Psychosomatik in der Zahnheilkunde
in der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.
Gemeinsam mit dem Hauszahnarzt könne dann über eine Therapie
gesprochen werden.
Entspannungsübungen auf dem Zahnarztstuhl
Ein Behandlungsansatz ist eine Verhaltenstherapie. Diese erfolgt im
Idealfall in enger Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und einem
Psychotherapeuten. Der erste Schritt ist ein ausführliches
Aufklärungsgespräch, außerdem werden die Patienten mit Techniken zur
Muskelentspannung vertraut gemacht.
Durch Gespräche ergründen die Psychotherapeuten die Ursachen der Angst
und diskutieren diese mit dem Patienten. Später folgen
Entspannungsübungen direkt auf dem Zahnarztstuhl.
Hilft auch die Psychotherapie nicht, oder ist Eile geboten, kann auch
eine Vollnarkose gemacht werden. Einige Praxen bieten diese in
Zusammenarbeit mit einem Anästhesisten an. "Das sollte aber eher die
Ausnahme sein, denn dadurch wird die Angst nicht beseitigt", betont
Mehrstedt. "Muss trotzdem unter Vollnarkose behandelt werden, versuche
ich die Patienten immer zur Teilnahme an einer Therapie zu überzeugen.
Denn so kann die Angst dauerhaft besiegt werden."
Erfahrungen aus der Therapie kommen übrigens auch Patienten zugute,
die zwar ängstlich sind, aber von einer Phobie weit entfernt sind. So
empfehlen die Experten ihnen beispielsweise, ihre Lieblingsmusik -
etwa auf einem MP3-Player - zur Behandlung mitzubringen. "Das setzt
die Schmerzschwelle herauf", sagt Jöhren. Auch Atemübungen können
eventuelle Befürchtungen vor der Behandlung zerstreuen.
Doch auch die Zahnärzte können einen großen Teil dazu beisteuern, dass
ihre Patienten ohne Vorbehalte in die Praxis kommen. Eine offene und
umfassende Kommunikation sollte bei allen Behandlungsschritten
selbstverständlich sein. "90 Prozent der Zahnarzt-Ängste können durch
einen guten Umgang des Zahnarztes mit dem Patienten abgebaut werden",
sagt der Psychologe Prior. "Allein der typische Geruch einer
Zahnarztpraxis löst bei vielen Menschen alte Ängste aus und erinnert
an schlechte Erfahrungen." Die Stoffe, die Ursache für diesen Geruch
seien, seien heute leicht durch geruchsneutrale Stoffe zu ersetzen.
Den Angst-Fragebogen gibt es unter
www.zahnbehandlungsangst.com. Weitere Infos gibt es auf den
Internetseiten der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und
Kieferheilkunde (DGZMK) unter
www.dgzmk.de.
[©: Kai Gerullis,
Ärztezeitung ]
Basics:
Angst im
Zahnwissen-Lexikon
2.)
Luftblasen im Kampf gegen Plaque
(BSMO) - Elektrische Zahnbürsten generieren
bläschengefüllte Flüssigkeitsströme im Mund, deren spezifische Rolle
bei der Plaqueentfernung nun erstmals untersucht wurde. Es zeigte
sich, dass der Grad der Reinigungswirkung vom optimalen Zusammenspiel
der Fließgeschwindigkeit mit dem Gasanteil und der Blasengröße
abhängt.
Im Zeitalter der Prophylaxe warten die Hersteller von
Zahnpflege-Geräten mit immer neuen Ausstattungsmerkmalen ihrer
Produkte auf. Insbesondere die elektrischen Zahnbürsten weisen
mittlerweile viele Zusatzfunktionen auf. Ihnen gemeinsam ist der
Anspruch, für noch größere Effektivität bei der Plaqueentfernung zu
sorgen. Eines der zahlreichen Entwicklungsfelder ist dabei die
Generierung von Luftblasen durch elektrische Zahnbürsten. Solche
Luftbläschen haben sich als effektiv erwiesen, relativ dicke Schichten
anhaftender Partikel und Bakterien von Oberflächen zu lösen und zu
entfernen.
In einer aktuellen Studie haben sich nun amerikanische Wissenschaftler
mit den genauen Bedingungen beschäftigt, die ein mit Luftblasen
angereicherter Flüssigkeitsstrom haben muss, um einen auf einer
Oberfläche vorhandenen Biofilm zu entfernen. Durch Bestimmung der
Faktoren für eine optimale Reinigungswirkung erhoffte man sich Anstöße
zur gezielten Fertigung von Mundhygiene-Produkten. Die Forscher
züchteten Kariesbakterien auf einer Glasoberfläche und setzten sie
dann jeweils fünf Sekunden lang einem Flüssigkeitsstrom mit oder ohne
Blasenbildung aus. Ein eigens gefertigter Bläschen-Generator erzeugte
dabei die Luftblasen. Als Flüssigkeit verwendete man eine artifizielle
Speichellösung. Durch Variation der drei Parameter
Fließgeschwindigkeit, Gasanteil und Blasengröße wurde untersucht,
unter welchen Bedingungen der Biofilm am besten entfernt wurde. Die
Ergebnisse zeigten, dass sich große Blasen mit geringer Gasfraktion
bei niedriger Strömungsgeschwindigkeit am besten eignen, um die Plaque
zu beseitigen. Die mit Luftblasen angereicherte Flüssigkeit war
hinsichtlich der Reinigungswirkung der normalen, blasenfreien
Flüssigkeit deutlich überlegen.
Die Wissenschaftler schlussfolgern, dass die Fähigkeit zur Erzeugung
fließender Bläschen-Ströme eine wünschenswerte Ausstattung moderner
Mundhygiene-Produkte sei. Ferner sei es wünschenswert, die Ergebnisse
der Labor-Studie auch im Mund zu testen, um verlässliche Aussagen
machen zu können.
[©: FVDZ-Newsletter ]
Basics:
Mundhygiene auf
www.zahnwissen.de
3.)
Süße Versuchung: Zucker ist besser
als sein Ruf
(ots) - Süßigkeiten sind erst dann problematisch, wenn sie gesunde
Nahrungsmittel vom Tisch verdrängen. Das ist das Fazit einer Recherche
der Zeitschrift natur+kosmos. In ihrer Dezemberausgabe zeigt die
Zeitschrift, dass nur wenige Gerüchte und Vorurteile um den Zucker
zutreffen. So ist die Annahme, es gebe "guten" und "schlechten" Zucker
schlicht falsch.
In Wahrheit ist es den Bauchspeicheldrüsen, Blutzellen und Fettdepots
egal, ob der Körper braunen Rohrzucker aus fairem Handel oder weißen
Haushaltszucker aufnimmt. Und bei Kariesbakterien sind gerade die als
natürlich und gesund geltenden Sirups, Fruchtdicksäfte und Honigsorten
besonders beliebt, weil sie länger an den Zähnen haften als
Kristallzucker.
Auch Traubenzucker ist für die Gesundheit keineswegs besser als der
Zucker im Kaffee. Im Gegenteil: Sein so genannter glykämischer Index -
er gibt an, wie schnell ein kohlenhydratreiches Lebensmittel ins Blut
geht - ist noch höher als bei Kristallzucker. Zuckergenuss führt
offenbar auch nicht zu Diabetes. Bis heute gibt es jedenfalls keine
Studie, die das süße Laster hieb und stichfest als unmittelbaren
Verursacher der Zuckerkrankheit entlarvt hätte.
[ © : Susanne Friedmann, Redaktion
natur+kosmos, Susanne@natur.de ]
Basics:
Zucker
im
Zahnwissen-Lexikon
4.)
Bei der Mundgesundheit
müssen viele Großeltern umdenken
Nicht alles, was lieb gemeint ist und früher auch schon immer so
gemacht wurde, tut den Enkeln wirklich gut. Während viele junge
Mütter sich schon gut darin auskennen, wie sie Zahnschäden bei ihren
Kindern vermeiden, machen manchmal Großeltern alle Bemühungen
zunichte, in dem sie traditionelle Verhaltensmuster an den Tag
legen:
Da wird beispielsweise der heruntergefallene Nuckel saubergelutscht
statt abgewaschen oder mit einem Tuch saubergewischt, da man sich
nicht bewusst sei, dass Karies eine Infektionskrankheit ist und
durch Kariesbakterien auf das Kind übertragen wird. Babys kommen
ohne diese Bakterien, die Zucker aus der Nahrung in zahnschädigende
Säuren verwandeln, auf die Welt und erhalten diese meist durch ihre
Eltern oder Großeltern, die den „Wärmetest“ des Inhalts von
Saugerfläschchen im Mund statt auf dem Handrücken machen und beim
Füttern den gleichen Löffel wie das Kind benutzen. Auch der
Fläschcheninhalt ist häufig ein Streitthema zwischen Eltern und
Großeltern: Während viele junge Eltern bereits wissen, dass nur
Wasser und selbstgebrühter Tee in Nuckelflaschen sinnvoll sind,
wollen viele Großeltern ihren Enkeln mit Apfelsaft etwas Gesundes
oder mit Instant-Tees etwas Leckeres zu trinken geben. Gerade die
Rolle der Getränke sei aber ein wesentlicher Faktor für die
Zahngesundheit der Kinder: „Selbst verdünnt als Schorle schadet
Apfelsaft den Zähnen noch doppelt – einerseits durch die
Fruchtsäure, die den Zahnschmelz angreift, aber auch durch den
Fruchtzucker, der von den Kariesbakterien verstoffwechslt wird“, so
Inis Adloff. Dass es auch für aufgeklärte Eltern und Großeltern
nicht leicht ist, den Zuckergehalt in Kindertees zu erkennen, zeigte
sich an einer präsentierten Produktauswahl: „Auch wenn dort 'ohne
Zuckerzusatz’ steht“, erklärte Dr. Silvia Neubelt, „ heißt das
nicht, dass im Ursprungsprodukt nicht bereits ein Zucker vorhanden
war. Es muss ja nicht immer der bekannte Haushaltszucker sein – auch
Fruchtzucker, Traubenzucker und Milchzucker können zahnschädlich
sein, wenn sie in Nuckelflaschen die Zähne umspülen.“ Wenn auf einem
Produkt ein hoher Kohlenhydratanteil vermerkt sei, solle man lieber
Abstand nehmen und mit Teebeuteln das Kindergetränk selbst
herstellen.
Zucker auch in Muttermilch
Vielen Großeltern, aber auch jungen Eltern sei zudem nicht bekannt,
dass auch in Muttermilch Milchzucker enthalten ist - mit dem „in den
Schlaf stillen“ sollte man daher spätestens dann aufhören, wenn sich
die ersten Milchzähnchen zeigen. Ab dann und bis zum Schuleintritt
sei es auch zwingend notwendig, dass einmal täglich der Mundbereich
von einem Erwachsenen richtig gründlich gereinigt wird – man könne,
so der Tipp der beiden Zahnärztinnen für die Mundpflege bei
unkooperativen Kleinkindern, auch morgens die rückwärtigen
Zahnbereiche und abends die Frontzahnseiten und bei größeren Kindern
dann auch die Kauflächen reinigen. Erst ab Schulalter seien Kinder
in der Lage, zunehmend selbst für eine gründliche Zahnpflege zu
sorgen, zuvor sei die Unterstützung durch Eltern oder Großeltern
unumgänglich.
Nuckel kann Nasenscheidewand verschieben
Ein weiteres Thema ist die Frage zum Umgang mit dem Nuckel. Die
Zahnärztinnen zeigten auf, wie sich durch zu intensiven und zu
langen Einsatz von Nuckeln die Kiefer verschieben können und welche
dramatischen Folgen fehlstehende Zähne nicht nur für die Optik, das
Sprechen und die Ernährung haben: „Auch die Nasenscheidewand kann
sich verschieben.“ Auch im Kindesalter sei Zahnmedizin immer auch
mit dem Blick auf die Allgemeingesundheit verbunden.
Spätestens nach dem 1. Geburtstag werde aus dem Säugling ein
Beißling, der keine Nuckelei mehr benötige: „Dann gehört nichts mehr
zwischen die Zähne, was genuckelt werden soll.“ Der Schnuller sei
letztlich eine Form von „Elternnotwehr“, wenn zwingend kurzzeitig
Ruhe erreicht werden müsse – in der Regel wollten unruhige Kinder
aber nicht mit dem Nuckel ‚ausgeschaltet’ werden, sondern hätten
andere Bedürfnisse.
Süßliche Zahnpasta „pädagogisch
widersprüchlich“
Auch bei der Frage der Zahnpasta gäbe es manchmal verschiedene
Haltungen bei Eltern und Großeltern: „Früher waren
süßlich-aromatisierte Zahnpasten beliebt. Die gibt es auch heute
noch“, sagte Dr. Neubelt, „ aber wir empfehlen sie nicht. Auch wenn
sie keinen Zucker enthalten – hier wird doch eine widersprüchliche
Botschaft an die Kinder gegeben: Einerseits ist süße Zahnpasta für
die Zähne gut, andererseits sind süße Lebensmittel für die Zähne
schädlich. Es ist besser, auf eine neutrale oder leicht minzige
Kinderzahnpasta zurückzugreifen.“ Kinderzahngesundheit verlange eine
gewisse Konsequenz, bei den Eltern und bei den Großeltern.
Großeltern in Vorbild-Rolle
Wer seine Enkel verwöhnen wolle, empfiehlt Dr. Wolfgang Schmiedel,
Präsident der Zahnärztekammer Berlin ergänzend zu den Empfehlungen,
solle die Eltern bei der nicht immer einfachen
Zahngesundheitserziehung unterstützen, sich als zahnpflegendes
Vorbild zeigen und als Verwöhnprogramm den Enkeln lieber andere
Formen von Zuwendung zukommen lassen. Zeit sei bei jungen Eltern oft
ein rares Gut. Großeltern könnten hier beispielsweise mit Ausflügen
oder Vorlesestunden bei den Enkeln nachhaltig für gute Laune sorgen
– und mit konsequenter Beachtung der Mundgesundheit für schöne und
gesunde Zähne, die nicht nur für die Ernährung wichtig, sondern auch
ein „Schmuck“ seien: „In Reih und Glied, sauber, gesund und
blankpoliert – so finden auch Kinder ihre Zähne schöner!“.
[ © : Pressestelle der Berliner
Zahnärztekammer, Birgit Dohlus, Mail:
info@zahndienst.de ]
Basics: "12
Baby-Tipps" im
Zahnwissen-Lexikon
5.)
Umfrage: Morgens putzt jeder Zehnte nicht die Zähne
Jeder zehnte Deutsche putzt morgens seine Zähne nicht.
Weitere 63 Prozent nehmen sich nach einer im Hamburg
veröffentlichten Umfrage höchstens eine Minute Zeit dafür. Lediglich
28 Prozent der Befragten putzen zwei bis fünf Minuten und folgen
damit dem Rat der Zahnärzte.
Bei den Männern verzichtet jeder Achte auf die Zahnreinigung am
Morgen, bei den Frauen dagegen nur jede Zwölfte. Besonders junge
Menschen nehmen es mit der Zahnpflege nicht allzu genau: Unter den
16- bis 24-Jährigen lassen 13 Prozent ihre Zahnbürste morgens links
liegen. Nicht mehr als eine Minute Zeit nehmen sich 66 Prozent der
Befragten aus dieser Altersgruppe. Bei den über 40-Jährigen putzt
dagegen nur jeder Zwölfte morgens seine Zähne nicht, und jeder
Dritte nimmt sich sogar zwei bis fünf Minuten Zeit.
Für die Umfragen wurden von "Young help", dem Magazin der
Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW),
5047 Männer und Frauen zwischen 16 und 69 Jahren befragt.
[©:
zahn-online.de / FVDZ-Newsletter ]
Basics:
Zahnpflege/Mundhygiene auf
www.zahnwissen.de
6.)
Schnuller schützt vor
plötzlichem Kindstod
Kleinkinder schlafen mit dem Schnuller im Mund sicherer: Ihr Risiko,
am so genannten plötzlichen Kindstod zu sterben, ist um bis zu 90
Prozent geringer, haben Forscher um De-Kun Li von der gemeinnützigen
amerikanischen Gesundheitsgesellschaft "Kaiser Permanente" in
Oakland herausgefunden.
Die Studie ergab außerdem, dass der Einsatz eines Schnullers
offenbar auch Risiken wie rauchende Mütter oder weiches Bettzeug
reduzieren kann.
Für ihre Untersuchung befragten die Forscher die Eltern von 185 am
plötzlichen Kindstod verstorbenen Kinder nach deren
Schlafgewohnheiten. Die Angaben verglichen sie anschließend mit
Daten von 312 zufällig ausgesuchten gesunden Kindern.
Wissenswert für Eltern: Die amerikanische Akademie der Kinderärzte
hat im Oktober neue Empfehlungen herausgegeben. Dazu zählt neben der
Rückenlage beim Schlafen auch der Schnuller. Dieser sollte ab der
vierten Lebenswoche beim Einschlafen verwendet werden, allerdings
nicht mit Zwang.
[©: sth/FAZ,
www.zm-online.de ]
Basics:
Lutschen im
Zahnlexikon-Online
7.)
Buchtipp: "Kinder können Zähne zeigen"
Zähneputzen muss nicht
länger lästiges Übel sein! Wir alle wissen: Unsere Gesundheit hängt
davon ab, ob wir gepflegte, gesunde Zähne haben. Durch richtige Pflege
können wir bereits im Kindesalter dafür sorgen, dass der “Zahn der Zeit”
nicht verfrüht an unseren Gebissen nagt und so unser Immunsystem
schädigt. Putzen wir unsere Kauwerkzeuge nicht sorgfältig, reißt dies
buchstäblich Löcher nicht nur in unsere Zähne sondern auch in unsere
Haushaltskassen!! Beachten wir jedoch die kleinen Tipps und Tricks der
richtigen, täglichen Zahnpflege, so sorgen wir dafür, dass wir und
unsere Kinder noch möglichst lange kraftvoll zubeißen können. Eva
Lachner verrät in ihrem Buch, wie unser aller Wunschtraum - Schöne und
Gesunde Zähne ein Leben lang - auf einfache und spielerische Weise
tatsächlich wahr werden kann. Eltern lernen hier, wie sie ihren Kindern
beibringen, dass Zähneputzen nicht länger lästiges Übel sein muss,
sondern schon bald zum erfrischenden Familienspaß werden kann.
Das Buch ist im Jopp-Oeschverlag erschienen und wurde von der Autorin
Eva Lachner verfasst, die unter anderem als Lehrkraft für
zahnmedizinische Fachkunde in München tätig ist, als versierte
Prophylaxeexpertin gilt und seit Jahren Seminare und Vorträge für
Elterninitiativen und Kindergärten hält.
[ Quelle:
http://www.oeschverlag.ch/; ISBN 3-0350-5075-9 ; 12.90 € ]
Basics:
Informationsmaterial "Zähne" im
Zahnlexikon-Online
8.)
Schneller Drogennachweis im Speichel
(ots) - Schon ein bisschen Spucke reicht bald aus, um schneller und genauer
als bisher einen Drogenkonsum aufzudecken. Forscher des Fraunhofer-Instituts für
Biomedizinische Technik im brandenburgischen Nuthetal entwickeln ein neues
Testsystem in Form eines Biochips, das im Speichel bis zu zehn verschiedene
Drogen gleichzeitig nachweisen kann. Es soll unter anderem Notärzten helfen,
rasch zu erkennen, ob bei einem Patienten eine Drogenvergiftung vorliegt.
An dem Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
gefördert wird, sind neben dem Fraunhofer-Institut die EKF diagnostic GmbH in
Barleben/Magdeburg und die EnviteC Wismar GmbH beteiligt. Für den neuen Test
wird der Speichel des Patienten mit einer Reagenzlösung vermischt, in der sich
Antikörper gegen die getesteten Drogen befinden. Die Antikörper binden an die im
Speichel enthaltenen Drogen. Je nachdem, ob und wie viele Drogen im Speichel
vorliegen, bleiben dabei mehr oder weniger Antikörper "frei". Anschließend wird
die Mischung aus Speichel und Reagenz auf einen Biochip gegeben, der mit Drogen
besetzt ist. Die noch freien Antikörper können an die Drogen auf dem Chip
binden. Die Antikörper selbst sind mit einem Fluoreszenzfarbstoff markiert, der
sich mithilfe eines speziellen Lesegerätes darstellen lässt. Je intensiver die
Fluoreszenz auf dem Chip, umso höher ist die Konzentration der Drogen im
Speichel. Der Nachweis mehrerer verschiedener Drogen wird möglich, indem man sie
an unterschiedlichen Stellen auf dem Chip fixiert.
Für Cannabis funktioniert das neue Testsystem bereits. Es entdeckt die Droge
genauer als die bisher verfügbaren Teststreifen. Das Untersuchungsergebnis steht
nach spätestens 30 bis 40 Minuten fest. Bald soll auch der Nachweis anderer
Drogen wie Kokain oder Heroin möglich sein. Im Unterschied zu den meisten bisher
verfügbaren Verfahren erlaubt die neue Technik nicht nur eine Ja/Nein-Antwort,
sondern zusätzlich eine Aussage über die Menge der Drogen. Neben
Rettungsmedizinern sind auch Blutspendedienste an dem neuen Test interessiert.
Drogenabhängige Blutspender könnten schnell erkannt und von der Blutspende
ausgeschlossen werden, um Infektionsgefahren durch verunreinigte Blutkonserven
auszuschließen. Eine größere Untersuchungsreihe mit dem neuen Drogentest soll in
etwa einem Jahr erfolgen. Bis ein marktreifes Produkt zur Verfügung steht,
werden noch mindestens zwei Jahre vergehen.
[ ©: Dr. Nenad Gajovic-Eichelmann ,
nenad.gajovic@ibmt.fraunhofer.de ]
9.)
Trioblanc™ -Prothesenbürste zur gründlichen und komfortablen Reinigung
Trioblanc ™
ist die erste für zahnmedizinische und -technische Erfordernisse
entwickelte, innovative Prothesenreinigungsbürste. Sie ist vom Griff
über die Bürstenform, bis hin zur Anordnung der Borsten, optimal auf die
gründliche Zahnprothesenreinigung abgestimmt.
Die unterschiedlichen Stärken und Längen der hochwertigen Borsten
ermöglichen es, jeden Bereich Ihrer "Dritten" zu erreichen, gründlich zu
reinigen und selbst hartnäckige Verfärbungen, die von Kaffee, Tee oder
auch Nikotin stammen, effizient zu entfernen.
Die Prothese wird in allen Bereichen gründlich, schonend und - dank der
großen Borstenfelder - auch sehr effizient gereinigt.
Die ergonomische Griffform der Trioblanc Bürste birgt die idealen
Voraussetzungen für die notwendigen Reinigungsbewegungen. Sie ermöglicht
auch motorisch eingeschränkten Patienten eine sichere Handhabung.
Tipp: Die Bürste sollte, aus hygienischen Gründen, wöchentlich 1-2 mal
in einer Chlorhexidin-Lösung desinfiziert werden. Nach Gebrauch ist die
Bürste trocken zu lagern.
Bezugsquellen:
http://www.zapro.de/Anbieter.html
[
©: http://www.derzahntechniker.ch/pflegeprodukte.htm
; auch eine der Bezugsquellen]
Basics: Mundhygiene auf
www.zahnwissen.de
10.)
Privatpatienten zufriedener mit
Versorgung - Kassenpatienten blicken skeptischer in die Zukunft
80 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass nicht jeder Bürger
den gleichen Zugang zu einer guten medizinischen Versorgung hat. Das
zeigt der aktuelle Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung.
Bestätigt wird diese Meinung durch die Angaben der Befragten zu ihrer
eigenen Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung: 56 Prozent der
privat Versicherten sind "sehr zufrieden" oder "zufrieden", aber nur
35 Prozent der Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung.
Privatpatienten sind außerdem seltener der Meinung, dass die Qualität
der medizinischen Behandlung erhöht werden müsste (46 Prozent im
Vergleich zu 55 Prozent der Kassenpatienten). Auch über ihren Hausarzt
äußern sich Privatpatienten positiver. So werden ihnen nach eigenen
Angaben seltener Medikamente verweigert (1,4 im Vergleich zu 8
Prozent) und häufiger alternative Heilmethoden "auf Krankenschein"
verordnet (26 im Vergleich zu 8 Prozent).
Gesetzlich Krankenversicherte geben hingegen häufiger an, dass die
Krankenversicherungsbeiträge zu hoch sind (76 im Vergleich zu 67
Prozent) und dass sie zu viele Zuzahlungen für Medikamente und
medizinische Leistungen aufbringen müssen (82 zu 64 Prozent). Sie
blicken auch skeptischer in die Zukunft: 65 Prozent der GKV-
Mitglieder befürchten, dass sie im Alter nicht ausreichend medizinisch
versorgt sein werden; 81 Prozent rechnen damit, dass Wartezeiten auf
bestimmte Therapien oder Operationen zunehmen, und fast 90 Prozent
vermuten, dass ihre Krankenkasse künftig nicht mehr alle für sie
wichtigen Leistungen übernimmt.
Aus Sicht der Bertelsmann Stiftung ist die unterschiedliche
Einschätzung des Gesundheitswesens auch auf die ungleiche Versorgung
zurückzuführen, wie Dr. Brigitte Mohn, Mitglied des Vorstands der
Bertelsmann Stiftung verdeutlichte. "Gesetzlich Versicherte müssen im
Vergleich zu Privatpatienten oft längere Wartezeiten, einen
geringeren Leistungsumfang und schlechteren Service in Kauf nehmen.
Die Anreize dafür liegen in der unterschiedlichen Vergütung ärztlicher
Leistungen bei Privat- und Kassenpatienten. Das Vorhaben der neuen
Bundesregierung, das ärztliche Vergütungssystem neu zu ordnen, weist
in die richtige Richtung." Zum Beispiel könne die beabsichtigte
Ergänzung der heutigen Einzelleistungsvergütung um Pauschalhonorare
dazu beitragen, die Nachteile des gegenwärtigen Systems (Anreize zur
Leistungsausweitung) zu reduzieren. Da ausgewählte Leistungen auch
weiterhin gesondert vergütet werden können, würden die bei reinen
Pauschalsystemen befürchteten Qualitätseinbußen vermieden. Auch eine
höhere Transparenz über die Vergütung sei sinnvoll, damit Ärzte schon
im Voraus wissen, was die von ihnen erbrachte Leistung wert ist.
Der Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung befragt
repräsentativ zweimal jährlich die Bevölkerung und einmal im Jahr
Ärzte zu aktuellen Themen des deutschen Gesundheitswesens. Bislang
wurden rund 12.000 Versicherte und 2.000 Ärzte befragt.
[
©: Jan
Böcken,
jan.boecken@bertelsmann.de
]
11.)
Tee - gesund für Herz und Zähne
(ots) - Wer Tee trinkt, tut sich und seiner Gesundheit
Gutes: Teetrinker leiden seltener unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Das berichtet die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer Januarausgabe.
Grüner Tee wirkt heilend bei chronischer Magenschleimhautentzündung.
Und auch die Haut scheint mit Tee besser gerüstet: Unter 450 älteren
Menschen aus dem sonnenreichen Arizona zeigte sich bei jenen eine
geringere Hautkrebsrate, die regelmäßig starken schwarzen Tee tranken.
Außerdem gibt es Hinweise, dass Tee wegen seiner Inhaltsstoffe die
Zähne vor Karies schützt.
Dass schwarzer und grüner Tee gegen Viren und Bakterien hilft, gegen
Alzheimer, Arthritis und gegen Magen- oder Darmkrebs, ist medizinisch
dagegen nicht ausreichend belegt. Zwar konnten in Versuchen mit
Zellkulturen die Inhaltsstoffe des Tees Krebszellen am Weiterwachsen
hindern. Außerdem ergaben sich in Tierversuchen schützende Effekte bei
Haut- und Lungenkrebs. Doch ob diese Ergebnisse auf Menschen
übertragbar sind, ist noch offen. Die Vielzahl der Studien über
potenzielle positive Wirkungen von grünem und schwarzem Tee auf die
Gesundheit ergibt derzeit noch ein uneinheitliches Bild.
[ © : Susanne Friedmann ,
Susanne@natur.de ]
12.)
Zum Schluss:
Vorbild Volksvertreter
Unter den Bundestagsabgeordneten ist die Begeisterung für das
Solidarsystem der gesetzlichen Krankenversicherung offenbar nur mäßig.
Mehr als zwei Drittel der Parlamentarier sind nach einem Bericht der
Wochenzeitung "Zeit" privat versichert. Zum Vergleich: Von der gesamten
Bevölkerung der Bundesrepublik sind nur acht Prozent in der PKV
versichert.
Zu den prominenten Privatversicherte gehören auch Ulla Schmidt und Horst
Seehofer. Beide begründen ihren Versichertenstatus gern damit, dass sie
einst im öffentlichen Dienst beschäftigt waren. Die Chance zum Wechsel
hätten sie gehabt: Alle Parlamentarier dürfen zu Beginn jeder
Legislaturperiode in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln.
[ © Facharzt.de Publishing Services
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