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Zahnärztlicher NewsLetter Nr.
2/2005/ 1. Februar 2005
Herzlich willkommen bei einer weiteren Ausgabe des ZahnNewsLetters. Seit
Anfang des Jahres sind nun die vielfach herbei gewünschten und angeblich
alles vereinfachenden
Festzuschüsse in Kraft. Allerdings scheinen hier Anspruch und Realität
weit auseinander zu klaffen: Zahlreiche Einschränkungen, Bestimmungen und
"Kombinierbarkeiten" lassen die Aufstellung eines Heil- und Kostenplans zu
einem stundenlangen Wälzen von Anleitungen und Erklärungen entarten, ohne
zu Wissen ob das, was dann dabei rauskommt, auch wirklich den Vorschriften
entspricht. Auf unserer Festzuschuss-Seite (
Festzuschüsse) sind wir auch weiterhin bemüht, eine klare Sprache
zu sprechen, um damit dieses neue Machwerk etwas praktikabler zu machen.
Ansonsten haben wir nachfolgend wieder interessante Neuigkeiten für Sie
bereit und wünschen Ihnen für die 5. Jahreszeit viel Spaß - ohne Erkältung
und Brummschädel!
Ihre ZahnNewsLetter-Redaktion
Inhalt
1.)
"Sauer"
finden Zähne gar nicht nicht lustig, neue Softdrinks bieten Ausweg
2.)
Neue Zähne und
frischer Kieferknochen aus der Sojabohne
3.)
Verbraucherverhalten: Viel Bewegung im Mundhygiene-Markt
4.) "Flüssiger Zahnschmelz" - aktiver
Kariesschutz der neuesten Generation aus Käse
5.)
Studie: Nachhaltige Reform nur mit Kostenerstattung
und Selbstbeteiligung
6.)
Arztbehandlungen im Ausland: bei Pfusch wird`s teuer
7.) Von der Natur lernen
im Kampf gegen resistente Bakterien
8.)
Osteoporose-Schutz
beginnt schon früh / Gemüse und Obst sind wichtig für Knochenaufbau
9.) Wachstumsmarkt
Gesundheitswesen
10.) Außergewöhnliche Belastung - Steuern sparen bei
Zahnbehandlung
11.)
Kassenrezepte sind einen Monat gültig - alle Rezeptarten und ihr
Verfallsdatum
12.)
Selbst wenn Diätkonzepte noch so plausibel klingen,
in der Praxis bringen sie Dicken alle gleich wenig
13.)
Ernährungs-Tips für Schwangere
14.)
Zum Schluss: Wie
Wahr!
Erläuterungen zu
Fachbegriffen unter
http://www.zahnwissen.de
1.)
"Sauer" finden Zähne gar
nicht nicht lustig, neue Softdrinks bieten Ausweg
Die stark ausgeprägte Vorliebe von Kindern für
säurehaltige Getränke wie Zitrusbrausen, Cola oder Orangensaft kann
ihren Zähnen zum Verhängnis werden. Denn der Zahnschmelz hat bei
regelmäßigem starkem Konsum angesichts der Säure nichts zu lachen. Die
Struktur des Zahnschmelzes wird so geschwächt, dass er weich wird und
schließlich kleine Teile dieser natürlichen Schutzschicht
herausbrechen. Materialwissenschaftler der Friedrich-Schiller-
Universität Jena und der Universität Bristol untersuchen seit längerem
diese durch Säure ausgelösten so genannten Zahnschmelzerosionen.
Aufgrund ihrer Erkenntnisse machen sie jetzt einen Vorschlag, wie
Softdrinks durch den Zusatz natürlicher Mineralien zahnfreundlicher
werden können.
"Wir haben Testgetränke eingesetzt, die Calcium und Phosphat
enthalten, also Stoffe, die auch im natürlichen Zahnschmelz
vorkommen", erklärt Prof. Klaus Jandt von der Universität Jena. Das
Team des Lehrstuhlinhabers für Materialwissenschaft hatte in mehreren
Vorgänger-Studien überprüft, ob sich die Zähne evtl. nach dem
"Säureschock" wieder erholen. Mit ihrer sehr sensiblen Messmethode,
der so genannten Nanoindentation, fanden sie heraus, dass solch ein
Selbstreparaturmechanismus nicht einsetzt. "Eine natürliche
Remineralisation des Zahnschmelzes findet nicht statt. Dieses
ernüchternde Ergebnis hat uns nicht ruhen lassen", sagt Jandt. "Wir
wollten einen materialwissenschaftlichen Ansatz für einen Soft-Drink
finden, bei dem keine Schmelz-Erosionen zu befürchten sind", nennt er
das Ziel.
In ihrer neuen Studie setzten die Materialwissenschaftler 120
verschiedene Zahnproben drei unterschiedlichen "Mustergetränken" aus:
Einem Mineralwasser, bei dem aufgrund fehlender Säure keine
Zahnerosion zu erwarten war, sowie ein zitronensäurehaltiges Getränk
mit einem für viele bekannte Soft-Drinks typischen pH-Wert. Das dritte
Getränk hatte auch den gleichen Säuregehalt und pH-Wert wie das
zweite, enthielt aber zusätzlich geringe Mengen an Calcium und
Phosphat. Die Zahnschmelzproben wurden für festgelegte Zeitabschnitte
(1/2 bis 10 Minuten) den Getränken ausgesetzt. Anschließend wurde die
Härte der Zahnschmelzproben mit dem erwähnten Nanoindenter untersucht,
einer Diamantspitze mit einem Durchmesser von einem zehnmillionstel
Meter. Unter der Leitung des Materialwissenschaftlers von der
Universität Jena war die Methode im vergangenen Jahr erstmals zum
frühen Nachweis der in-situ Zahnschmelz-Erosion eingesetzt worden.
Beim Wasser zeigte der Zahnschmelz erwartungsgemäß keinerlei
Veränderung. Die säurehaltigen Getränke erweichten zwar beide den
Zahnschmelz; bei dem Calcium und Phosphat enthaltenden Getränk dauerte
dies aber etwa doppelt so lange, wie bei dem Getränk, das nur die
Zitronensäure enthielt. "Anders ausgedrückt, das mineralienhaltige
Getränk ist wesentlich weniger erosiv als viele herkömmliche Soft-
Drinks", bringt Jandt das Ergebnis auf den Punkt. "Wenn schon auf
Säuren in Getränken nicht vollständig verzichtet werden kann, da diese
den Getränken ihren typischen erfrischenden Charakter verleihen, so
wäre dies ein neuer Ansatz, der Zahnerosion gegenzusteuern", so der
Jenaer Wissenschaftler. Er hofft, dass das erkannte Prinzip von der
Getränkeindustrie aufgegriffen wird.
Weitere
Infos unter:
http://www.blackwell-synergy.com/
Kontakt:
Prof. Dr. Klaus Dieter Jandt ,
k.jandt@uni-jena.de
Basics:
Erosions-bedingte
Zahnschäden auf
www.Zahnwissen.de
2.)
Neue Zähne und frischer
Kieferknochen aus der Sojabohne
Mit Hilfe eines Materials, das
aus entfettetem Tofu hergestellt wird, wollen Wissenschaftler der
Brighton University Knochen- und Zahndefekte heilen. Bisher wurden
solche Materialien meist aus Tierprodukten hergestellt. Häufige Folge
waren Immunreaktionen und auch Abstoßungen. Mit dem neuen Material aus
Soja sollten die Probleme, so BBC-Online, nicht auftauchen, zeigen
sich die Forscher überzeugt.
Matteo Santin von der Brighton University hat gemeinsam mit Experten
von der University of Naples und der Biotechnologie-Plattform
WessexBio den neuen „Werkstoff“ Tofu untersucht. „Die Innovation an
dem System liegt darin, dass damit das eigene Knochenwachstum angeregt
werden soll und nicht ein artifizielles Substitut verwendet wird,
gegen das sich der Körper wehren könnte“, so Santin. Aber nicht nur
für Knochen, auch in der Zahnmedizin könnte Tofu Verwendung finden:
Das Material eigne sich nämlich gerade deshalb, weil es sich mit dem
Kieferknochen gut verbinde. Bisher komme es beispielsweise immer
wieder wegen Abstoßungsreaktionen oder schlechter Verwachsung mit dem
Kieferknochen zu Problemen mit Implantaten. „Das Material passt für
jeden, der einen Zahn verloren hat. Damit werden Implantate für noch
mehr Patienten möglich“, so Santin, der eine Paste oder ein Gel aus
dem Tofu herstellen will.
Jonathan Wilkinson von WessexBio erklärt, dass manche Defekte im
Kieferknochen zu groß seien, als dass sie vom Körper selbst ausgefüllt
werden können. Hier soll das Tofu-Material Hilfestellung geben: „Das
Material arbeitet wie ein Baugerüst. Während das Material sich dann
auflöst, wächst der Knochen weiter“, erklärt Wilkinson. Denkbar sei
nach Einschätzung der Materialwissenschaftler auch eine Anwendung bei
schwerer Parodontitis. Das Polymer könnte helfen, den durch die
Entzündung angegriffenen Kieferknochen und damit die Verankerung der
Zähne zu stärken.
Auch in der Orthopädie, besonders aber in der Gesichtschirurgie, könne
dieser Werkstoff zum Einsatz kommen. „Ein drittes Anwendungsgebiet
könnte auch die Wundheilung sein. Nach ersten Untersuchungen gibt es
jedenfalls Beweise, dass es auch hier gut verwendet werden kann“,
erklärte der Wissenschaftler. Bislang ist das Material zwar erst im
Labor getestet worden, aber mit finanzieller Unterstützung des
National Endowment for Science, Technology and the Arts (Nesta) sollen
nun auch klinische Tests durchgeführt werden.
[©:
DZW
vom 15.12.04 ]
Basics:
Knochenersatzmaterialien im Lexikonteil
3.)
Verbraucherverhalten: Viel Bewegung im Mundhygiene-Markt
Für die Mundpflege inklusive Zahnbürsten geben die Bundesbürger pro
Jahr rund eine Milliarde Euro aus. Fast die Hälfte des großen
Umsatzkuchens entfällt auf Zahncreme. Frische Werbung und neue
Produkte sollen die Nachfrage aber noch weiter stimulieren: Ob im
Fernsehen, in Linienbussen oder beim Discounter: Schöne Zähne werden
derzeit mit Millionenaufwand gezeigt und beworben.
Blendende Geschäfte versprechen vor allem die Zahnaufheller. In den
ersten acht Monaten des laufenden Jahres wurden mit diesen Mitteln im
deutschen Einzelhandel gut 30 Millionen Euro umgesetzt. Das ist
fünfmal mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, so das
Marktforschungsunternehmen AC Nielsen.
Zwar stieg der Zahncreme-Umsatz laut AC Nielsen in den ersten sieben
Monaten 2004 - ohne die Zahnaufheller - nur leicht um 0,9 % auf 260
Millionen Euro. Aber neben dem wachsenden Zahnbewusstsein in der
Bevölkerung erwarten Branchenexperten, dass der Verbrauch von 3,5
Zahnpastatuben und 1,5 Zahnbürsten pro Kopf und Jahr auch durch die
Gesundheitsreform noch angekurbelt wird. Die Angst der Menschen vor
zusätzlichen Belastungen durch die finanzielle Absicherung des
Zahnersatzes könnte einen Motivationsschub in Richtung Prophylaxe und
häusliche Mundhygiene bewirken. Die Verbraucher haben die Qual der
Wahl: Ob im Spender oder in der Tube, gegen Karies, Parodontitis oder
zum Schutz sensibler Zähne, ob drei- oder einfarbig, mit Minz- oder
Mentholgeschmack, die Vielfalt der Zahncremes wächst weiter.
Mittlerweile kauft jeder zweite Verbraucher Zahncreme auch beim
Discounter. Das geht aus Zahlen des Marktforschungsinstitutes GfK
hervor. Der Durchschnittshaushalt kauft fünfmal im Jahr Zahncreme. Da
dabei jedes Mal mehr als eine Tube in den Einkaufswagen gepackt wird,
haben sich viele Hersteller darauf eingestellt und schnüren so
genannte Vorteilspacks.
Werbeexperten beobachten übrigens "Wellenbewegungen" in der Werbung
für Mundhygienemittel: Mal spielt der medizinische Teil die Hauptrolle
und dann sind es wieder kosmetische Aspekte, die den Verbraucher von
einem bestimmten Produkt überzeugen sollen. Bleibt zu hoffen, dass
eine dieser Wellenbewegungen auch endlich den Begriff "Parodontose"
aus der Werbung abtauchen lässt und die "Zahncreme gegen Parodontitis"
für aphroditischen Zahnputz-Schaum in der Mundhöhle sorgen darf.
Die Markenhersteller betreiben immer höheren Aufwand, um die Wirkung
ihrer Mundpflegeartikel nachweisen zu können. So werden in
Testlaboratorien zum Beispiel Rinderzähne - die den menschlichen
Zähnen in ihrer Struktur ähnlich sind - zwei Wochen in Tee, Kaffee
oder Wein getaucht, um danach von einer Zahnputzmaschine Stunde um
Stunde gesäubert zu werden!
Apropos sauber: Inzwischen sorgen viele multinationale
Waschmittelhersteller auch im großen Stil für saubere Zähne: Henkel (Theramed)
ist nicht der einzige Konzern, auch Procter & Gamble, zu dem seit 1987
die Mainzer Firma Blendax (blend-a-med) gehört, und Unilever (Signal)
sowie GlaxoSmithKline (Odol, Dr. Best, Sensodyne) putzen heute kräftig
mit. Der Weltmarktführer Colgate-Palmolive hat sein Engagement in
Sachen Mundhygiene übrigens weiter verstärkt: Im ersten Halbjahr
dieses Jahres übernahm der US-Konzern die Schweizer Gaba-Gruppe
(elmex, aronal, meridol).
[
©:
prophylaxe impuls 189, 2004 ]
Basics:
Special Mundhygiene
4.)
"Flüssiger Zahnschmelz" -
aktiver Kariesschutz der neuesten Generation aus Käse
Zahnpasten gibt
es wie Sand am Meer und glaubt man manchen Werbungen über derartige
Produkte in den Medien, so genügt allein schon der Besitz einer derartigen
Creme, um keine Löcher und keinen Zahnfleischschwund mehr zu bekommen.
Standard sind heute
fluoridhaltige
Cremes, da wissenschaftlich in unzähligen Studien eindeutig belegt ist,
dass Fluoride einen wichtigen Beitrag bei der Verhütung von
Zahnerkrankungen leisten. Neu auf dem Markt ist ein Produkt aus "Down-Under",
wo australische Wissenschaftler den bekannten zahnschützenden Effekt des
Käses für die tägliche Zahnpflege umgesetzt haben. Diese spezielle
Zahnschutzcreme ist z.Zt. hauptsächlich für den Einsatz in der
Zahnarztpraxis vorgesehen, der Hersteller hat aber keine Bedenken, wenn
das Produkt auch dem Patienten mitgegeben wird:
Schon seit vielen Jahren ist bekannt, dass Milch
und seine Derivate einen zahnschützenden Effekt haben. An der
australischen Universität von Melbourne wurde festgestellt, dass diese
Fähigkeit durch einen Teil des Kaseinproteins ermöglicht wird – und zwar
speziell durch das Kasein-Phospho-Peptid, kurz: CPP. Das Besondere daran:
Es hält das für die natürliche Remineralisation des Zahnschmelzes
erforderliche und normalerweise unlösliche Kalziumphosphat in einem
amorphen, nicht-kristallinen Zustand (ACP).
Der in Recaldent™ enthaltene CPP-ACP-Komplex ist somit ein ideales
Transportsystem für freie Kalzium- und Phosphationen – und GC Tooth
Mousse ist das weltweit erste Produkt für den professionellen Einsatz
in der Zahnarztpraxis, das diesen neuartigen Wirkstoff enthält.
Wenn die wasserbasierte Creme der Dental Care Company in die Mundhöhle
eingebracht wird, lagert sich der stabile CPP-Teil an Schmelz, Plaque,
Bakterien, Hydroxylapatit und Weichgewebe an und liefert so bioverfügbares
Kalziumphosphat. Die freien Kalzium- und Phosphationen lösen sich dabei
aus dem Komplex heraus, dringen in die Schmelzprismen ein und formen sich
dort in Apatitkristalle um. Wie „flüssiger Zahnschmelz“ füllt GC Tooth
Mousse die Mineraliendepots im Zahnschmelz wieder auf – für einen
natürlich sicheren Schutz gegen Schmelzläsionen.
Wohltuender und
wohlschmeckender Rundum-Schutz
Recaldent™ besitzt jedoch noch weitere Vorteile: So verringert die
Angliederung des CPP an den Speichelfilm die Haftfähigkeit einiger
Kariesbakterien. Gleichzeitig regt die aromatische zuckerfreie Creme den
Speichelfluss an und verbessert bzw. ergänzt dadurch die
remineralisierende und neutralisierende Wirkung des Speichels. Ein
weiterer Gewinn: Aktuelle Untersuchungen an der Universität von Melbourne
haben gezeigt, dass die Opazität von neuen entkalkungsbedingten
Kreideflecken durch das Einbringen von CPP-ACP auf die Zahnoberfläche
sichtbar gemindert und die White Spots bzw. die Initialkaries gestoppt
bzw. sogar geheilt werden können. Nach diversen zahnärztlichen
Behandlungen kann GC Tooth Mousse zusätzlich mögliche Hypersensitivitäten
verringern, denn die Forscher haben auch festgestellt, dass die Kalzium-
und Phosphationen die geöffneten Dentintubuli wieder verschließen.
Einfach in der Anwendung –
vielseitig in der Wirkung
Aufgrund dieses breiten Wirkspektrums und der nahezu uneingeschränkten
Verwendbarkeit lässt sich die neue Zahnschutzcreme von GC EUROPE bei allen
Patienten – vom Kleinkind bis hin zum Senioren – in jeder Situation
anwenden. Dabei wird das Produkt vom Zahnarzt am besten mit einem Tupfer,
Handschuh oder mit einer Interdentalbürste auf der Zahnoberfläche verteilt
und für zwei bis fünf Minuten (je nach klinischem Befund) in der Mundhöhle
belassen. Dabei gilt: Je länger GC Tooth Mousse im Mund verbleibt, desto
nachhaltiger der Behandlungserfolg. Einzige Ausnahme sind Personen mit
einer Allergie auf Milchproteine.
Ideale Indikationen der laktosefreien Creme: unmittelbar nach dem
Bleaching, nach Ultraschall- oder manueller Zahnreinigung, Wurzelglätten
oder Kürettage sowie nach der äußerlichen Fluoridanwendung. Als
Oberflächenschutz für Patienten mit Erosionen, Xerostomie oder
Sjögrensyndrom eignet sie sich ebenfalls sowie bei hohem Kariesrisiko oder
eingeschränkter Mundhygienemöglichkeit. Und für eine bessere Compliance
bzw. als Anreiz zur Individualprophylaxe kann das Produkt dem Patienten
auch für die häusliche Anwendung mitgegeben werden.
GC Tooth Mousse ist in den fünf Geschmacksrichtungen Melone, Erdbeere,
Tuttifrutti, Minze und Vanille erhältlich. Ein Sortiment enthält zehn
Tuben mit je 40 Gramm Inhalt (je zwei von jedem Aroma).
[ Weitere Infos:
www.gceurope.com/de/products/detail.php?id=112
]
Basics:
Special Mundhygiene auf
www.zahnwissen.de
5.)
Studie: Nachhaltige Reform nur mit Kostenerstattung und
Selbstbeteiligung
" Die Studie "Gesundheitsreform im Nachhaltigkeitstest"
der Universität Freiburg rechnet schonungslos mit den Konzepten
Bürgerversicherung und Kopfpauschale ab: Keinem dieser Modelle werde es
auch nur annähernd gelingen, "das gesetzliche Gesundheitssystem
langfristig auf stabile Beine zu stellen", heißt es in der
Untersuchung, an der auch der Finanzwissenschaftler Prof. Bernd
Raffelhüschen beteiligt war .
"Die Musik für nachhaltige Reformen spielt auf der Ausgabenseite und
nicht auf der Einnahmenseite", lautet das Fazit der Studie. Die Autoren
fassen ihre Vorschläge für ein besseres Gesundheitssystem in einer
"Freiburger Agenda" zusammen. Konkret besteht diese aus drei
Komponenten: "Erstens die vollständige Ausgliederung von
zahnmedizinischen Leistungen, zweitens ein absoluter Selbstbehalt für
ambulante Leistungen und Medikamente und drittens eine über eine
Intensivierung des Kassenwettbewerbs stattfindende Reduzierung des
Kostendrucks im stationären Sektor."
Selbstbeteiligungen seien seit der Kassengebühr auch heute schon im
GKV-System gang und gäbe. In anderen Ländern müssten sich die
Versicherten viel stärker damit auseinandersetzen: Dies mache die
Gesundheitskosten transparent und für den Patienten spürbar.
"Unabdingbare Voraussetzung hierfür ist zunächst ein vollständiger
Übergang auf das Kostenerstattungsprinzip", heißt es in der
Veröffentlichung.
Wichtig sei es außerdem, über wettbewerbs- und ordnungspolitische
Maßnahmen den Kostendruck im stationären Sektor zu dämpfen. Zum einen
gehe es dabei um die Vertragsfreiheit für Krankenkassen und
Krankenhausträger. Zum anderen gehe es um einen echten Wettbewerb
zwischen den Kassen, "wobei es jeder Krankenkasse anheim steht, mit
Krankenhäusern ihrer Wahl Einzelverträge auszuhandeln." Eine
Krankenkasse müsse bei einer ineffizienten Vertragswahl entweder höhere
Ausgaben und damit höhere Beiträge oder eine schlechtere Leistung bei
gleichen Beiträgen gegenüber ihren Konkurrenten anbieten, was deren
Versicherte zu einem Kassenwechsel veranlassen würde. "Somit würden
sich nach einiger Zeit die effizienten Vergütungssysteme
herauskristallisieren" "
Die vollständige Studie kann unter
http://www.facharzt.de/pub/download/download.php?compid=39356&catid=187
geladen werden.
[ © Facharzt.de ]
Basics:
Bürgerversicherung u.
Kopfpauschale im Lexikonteil von
www.Zahnwissen.de
6.)
Arztbehandlungen im
Ausland: bei Pfusch wird`s teuer
(ots) - Ob Brustvergrößerung,
Zahnbehandlung oder Augenoperation - immer mehr Bundesbürger lassen
sich im Ausland behandeln. Immerhin liegen die Kosten um bis zu 80
Prozent unter denen in Deutschland, wie die Zeitschrift VITAL
berichtet. Die Behandlung ist jedoch nicht unproblematisch. Bei
Pfusch haben Patienten im Ausland eher Schwierigkeiten, ihre
Ansprüche durchzusetzen, wie Hartwig Meyer vom Berliner Verein
Patientenschutz e.V. betont.
Gefragt sind beispielsweise Augenoperationen nach der anerkannten
LASIK-Methode, bei der mittels Laser Kurzsichtigkeit behoben werden
kann. Die Behandlung in Deutschland kostet etwa 2000 Euro pro Auge,
während sie in Polen inklusive Flug und Unterkunft schon für 1800
Euro für beide Augen erhältlich ist. Auch in der Türkei und Thailand
wird das Verfahren angeboten. Experten weisen jedoch darauf hin,
dass technisch veraltete Geräte und hygienische Mängel zu teuren
Nachbehandlungen führen können.
Schönheitsoperationen werden unter anderem in Osteuropa,
Südafrika und Thailand angeboten. So kostet eine Brustvergrößerung
in Polen 750 Euro statt 4000 Euro in Deutschland und Fettabsaugen am
Bauch 1200 statt 3000 Euro. Doch gerade bei Schönheits-OPs sind die
Risiken besonders groß, da im Ausland teilweise mit problematischen
Materialien wie Silikonöl als Faltenkiller gearbeitet wird, das zu
erheblichen Hautschäden führen kann.
Bei Kassenleistungen (gesetzlich oder privat) sollte man sich von
einem deutschen und einem ausländischen Arzt einen Heil- und
Kostenplan geben lassen. Kosten im EU-Ausland übernimmt die Kasse in
Höhe der in Deutschland üblichen Sätze, allerdings muss sie vor der
Behandlung informiert werden. Besonders groß ist das Haftungsrisiko
bei Privatleistungen wie Schönheits-OPs und Behandlungen, die nicht
im EU-Ausland durchgeführt werden. Wird hier gepfuscht, müssen
Betroffene nach Angaben des Vereins Patientenschutz alle
Folgeoperationen und die Prozesskosten selbst zahlen..
[ Quelle: Esther Langmaack, Redaktion VITAL, Tel.:
040/2717-3121 ]
Basics:
Behandlungen im EU-Ausland auf
www.Zahnwissen.de
7.)
Von der Natur lernen im
Kampf gegen resistente Bakterien
Die Resistenz von Bakterien gegen
Antibiotika gilt als eines der größten Probleme in der Medizin. So sind
nach Schätzung des US-amerikanischen Centers for Disease Control and
Prevention bereits 70 Prozent der Bakterien, mit denen sich Patienten in
Krankenhäusern infizieren, gegen mindestens ein Antibiotikum resistent
-- jedes Jahr sterben dadurch in den USA 90.000 Menschen. Ein Trick aus
der Natur könnte jetzt dabei helfen, sicherere Wirkstoffe zu entwickeln,
berichtet Technology Review aktuell.
Bakterien benutzen eine Art Kommunikationssystem, um sich zu versichern,
dass genügend von ihnen für einen Angriff auf den Wirtsorganismus
vorhanden sind. Australische Wissenschaftler haben nun festgestellt,
dass eine bestimmte Seetang-Art dieses "quorum sensing" mit Hilfe
bestimmter Substanzen stört -- die Bakterien selbst werden nicht
angegriffen, aber die für einen Befall nötige Signalübertragung
verhindert. Forscher hoffen, dass sich so Mittel gegen Cholera,
Lebensmittelvergiftungen und Tuberkulose entwickeln lassen.
Der größte Vorteil dabei ist, dass die Bakterien wahrscheinlich keine
Resistenzen gegen die neuen Medikamente entwickeln, weil darin kein
Evolutionsvorteil läge: Das Leben und Wachstum des Bakteriums selbst
wird durch den Signal-Stopper ja nicht beeinträchtigt. Selbst wenn sich
diese Hoffnung als unbegründet herausstellen sollte, glauben viele
Wissenschaftler, dass die Beobachtung von natürlichen Abwehrmechanismen
in Zukunft hilfreich bei der Entwicklung von Medikamenten sein wird.
[ Quelle + ©:
heise-online ]
Basics:
Resistenz auf
www.Zahnwissen.de
8.)
Osteoporose-Schutz beginnt
schon früh / Gemüse und Obst sind wichtig für Knochenaufbau
(ots) - Osteoporose - also Knochenschwund - entwickelt
sich mehr und mehr zu einer Volkskrankheit. So vermeldet der
Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie, dass etwa die Hälfte der
Frauen und immerhin ein Drittel aller Männer über 50 Jahren vom
Knochenschwund betroffen sind, Tendenz steigend. Die geschätzten
Kosten für die Behandlung und die Folgekosten der Osteoporose in
Deutschland belaufen sich auf sechs Milliarden Euro.
Was viele nicht wissen: Je ausgewogener und gesünder unsere
Ernährung ist und je mehr wir uns bewegen, umso besser sind unsere
Knochen für den altersbedingten Knochenschwund vorbereitet. Die
Ernährungsempfehlung "5 am Tag" ist ein wichtiges Element in der
langfristig angelegten Osteoporose-Vorbeugung, denn die positive
Wirkung von Obst und Gemüse auf den Knochenaufbau lässt sich schon in
frühen Jahren nachweisen. Das belegen eindrucksvoll zwei Studien, die im Jahr 2004
in der renommierten Zeitschrift "American Journal of Clinical
Nutrition" veröffentlicht wurden.
Eine "knochenfreundliche" Ernährung ist reich an Calcium und
Kalium, den Vitaminen D, C und K sowie an Mineralstoffen wie
Magnesium, Selen und Zink. Calcium ist nicht nur in Milchprodukten
enthalten, sondern auch in Brokkoli, Lauch, Sellerie und Zwiebeln
sowie in Nüssen und Mandeln. Spinat, Kresse, Fenchel und Grünkohl
wiederum sind reich an Kalium. Die in Obst, Gemüse und Kräutern
enthaltenen Mineralstoffe und Vitamine - vor allem die Vitamine C und
K - unterstützen die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung und tragen
somit indirekt zu einer höheren Knochendichte bei.
Wer von Kindesbeinen an bei "5 am Tag" mitmacht und täglich drei
Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst verzehrt, legt einen
Grundstein für gesunde Knochen bis ins Alter. Und nicht nur das: Obst
und Gemüse stärken außerdem das Immunsystem und können der Entstehung
von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bestimmten Krebsformen
vorbeugen.
Weitere Informationen unter
www.5amtag.de
9.)
Wachstumsmarkt
Gesundheitswesen
Das deutsche Gesundheitswesen ist weltweit eins der besten. Über
Jahrzehnte hat es eine beispielhafte Versorgung der Patienten
gewährleistet, und die Nachfrage nach medizinischen Leistungen wird
in Zukunft weiter ansteigen. Dies liegt hauptsächlich an der
zunehmenden Lebenserwartung der Bevölkerung (auch bedingt durch
die Erfolge der Hochleistungsmedizin) und an der rasanten
Entwicklung der medizinischen Möglichkeiten. Das Gesundheitswesen
ist damit eine der ausgewiesenen Wachstumsbranchen der Zukunft.
Der amerikanische Nobelpreisträger Robert W. Fogel beschrieb erst
vor kurzem die Gesundheit als den "Wachstumsmotor Europas".
Darüber hinaus ist das Gesundheitswesen mit einem Umsatz von
mehr als zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von
wirtschaftlich lebensnotwendiger Bedeutung für Deutschland. In den
Vereinigten Staaten werden sogar 15 Prozent des BIP für
Gesundheitsleistungen ausgegeben, und nach vorsichtigen
Schätzungen wird bei uns in Zukunft dieser Prozentsatz bis auf 20 bis
30 Prozent steigen. Schon heute arbeitet jeder neunte Arbeitnehmer
im Sektor Gesundheit. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
[
Quelle:
FVDZ ]
Basics:
Gesundheitswesen auf
www.Zahnwissen.de
10.)
Außergewöhnliche
Belastung - Steuern sparen bei Zahnbehandlung
Neues Jahr, neue Regeln. Die "außergewöhnlichen Belastungen" bei
der Lohn- und Einkommensteuer bleiben jedoch wie sie waren. Dazu hat
jetzt die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein ein kostenfreies
Infoblatt mit dem Titel "Zahnbehandlung und Steuern" herausgegeben.
In die Liste dieser Aufwendungen, die sich steuermindernd auswirken
können, gehört auf jeden Fall der Eigenanteil bei der Zahnbehandlung.
Je nach Höhe des Einkommens, Familienstand und Zahl der Kinder könnte
laut § 33 des Einkommensteuergesetzes eine Steuerminderung möglich
werden.
"Wir empfehlen", so Kammervorstandsmitglied Dr. Kai Voss, "unseren
Patienten, sich beim Steuerberater, einem Lohnsteuerhilfeverein oder
dem Finanzamt beraten zu lassen."
Auf ihrer Homepage bietet die Zahnärztekammer jedem die Möglichkeit,
die persönliche Grenze des jährlichen steuerlichen Grenzbetrags
ermitteln zu lassen unter
www.zaek-sh.de/Patientenservice/Patientenhotline/steuern.htm .
[ ©: pit/pm,
www.zm-online.de ]
11.)
Kassenrezepte sind einen
Monat gültig - alle Rezeptarten und ihr Verfallsdatum
(ots) - Vom Arzt ausgestellte Rezepte für Arzneimittel haben eine
begrenzte Gültigkeitsdauer. Darauf weist das Gesundheitsmagazin
"Apotheken Umschau" hin. Ein rotes Rezept (Papier weiß, Aufdruck rot)
ist für Medikamente, die von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet
werden. Es gilt einen Monat. Gelb sind Betäubungsmittel-Rezepte; in
der Regel betreffen sie starke Schmerzmittel. Diese Verordnung muss
innerhalb von sieben Tagen eingelöst sein. Für Privatrezepte verwenden
die meisten Ärzte blaue Vordrucke. Sie sind ein halbes Jahr gültig.
Neu ist das grüne Rezept. Darauf trägt der Arzt Medikamente ein, die
er empfiehlt. Sie sind unbegrenzt gültig und werden von den Kassen
nicht erstattet.
[ Quelle: Apotheken Umschau 1/2005 B ]
12.)
Selbst wenn Diätkonzepte
noch so plausibel klingen, in der Praxis bringen sie Dicken alle
gleich wenig
Die Ergebnisse einer Studie, in der der
Erfolg der Atkins-, der Ornish, der Zone- und der Weight-Watchers-Diät
verglichen wurde, sind zumindest sehr ernüchternd: Ob man auf wenig
Fett- oder Kohlenhydrate in der Nahrung achtet, ob man Kalorien zählt,
seinen Insulinspiegel im Lot hält oder Fleisch meidet - offenbar ist
das beim Abnehmen kaum von Bedeutung.
In der Studie von Dr. Michael Dansinger aus Boston verloren selbst
die, die sich ein Jahr lang an die Diätvorschriften hielten, kaum mehr
als sieben Prozent ihres Körpergewichts, egal, mit welcher Diät sie
sich quälten (JAMA 293, 2005, 43). Doch kleine Unterschiede bei den
Diäten gab es durchaus, etwa bei kardiovaskulären Risikofaktoren.
Allerdings waren sie nicht signifikant, nicht zuletzt, weil die
Teilnehmerzahl mit 160 Personen recht gering war. Die Diäten im
einzelnen:
* Die Atkins-Diät, von dem US-Arzt Dr. Robert Atkins
entwickelt, setzt auf eine niedrige Kohlenhydrat-Aufnahme. Sie sollte
zu Beginn der Diät täglich 20 Gramm nicht übersteigen. Die
Kohlenhydrate sollten zudem überwiegend aus Stärke-armem Gemüse
stammen. Nicht eingeschränkt wird dagegen der Konsum von Fett und
Fleisch. Die Idee ist, den Körper von der Verbrennung von
Kohlenhydrate auf die Verbrennung von Fett umzustellen. Damit lassen
sich nach der Atkins-Theorie auch die Fettpolster bei Dicken leichter
abbauen. Allerdings fällt es Schwergewichtigen besonders schwer, auf
Kohlenhydrate zu verzichten. In der Dansinger-Studie gab knapp die
Hälfte der 40 Teilnehmer mit Atkins-Diät innerhalb eines Jahres auf.
Der Rest aß im Schnitt knapp 70 statt der erwünschten 20 Gramm
Kohlenhydrate täglich und wog nach einem Jahr nur knapp vier Prozent
weniger als vor der Diät. Auch die Senkung des LDL war nach einem Jahr
recht gering: Ein Minus von im Schnitt 13,5 mg/dl. Dagegen war der
Anstieg beim HDL mit 6,4 mg/dl im Vergleich mit den anderen Diäten am
höchsten. Einen positiven Einfluß auf den Nüchtern-Glukose-Spiegel
hatte die Diät nur zu Beginn: In den ersten beiden Diät-Monaten fiel
der Wert um 13 mg/dl, am Ende lag er aber wieder knapp über dem
Basiswert von 127 mg/dl.
* Die Ornish-Diät, benannt nach dem US-Kardiologen Professor
Dean Ornish, fordert einen Verzicht von stark Fetthaltigem. Nur zehn
Prozent der täglich aufgenommenen Kalorien sollten aus Fett stammen.
Gemüse, Obst und Getreide darf in beliebigen Mengen konsumiert werden,
fettarme Milchprodukte nur in Maßen. Fleisch, Öle, Nüsse, Samen,
Zucker, Honig, Alkohol, Vollmilch sowie alles, was pro Portion mehr
als zwei Gramm Fett hat - das ist tabu.
Doch offenbar ist diese Diät ebenso schwer einzuhalten wie die
Atkins-Diät: Die Hälfte der Teilnehmer in der Dansinger-Studie gaben
innerhalb eines Jahres auf. Auch die Diät-Vorschriften konnte kaum
jemand einhalten. Nach einem Monat Diät lag der Fettanteil in der
Nahrung im Schnitt bereits bei 27 Prozent, nach einem Jahr bei 35
statt bei zehn Prozent. Immerhin: Der LDL-Wert ließ sich im Schnitt um
25 mg/dl senken, der HDL-Wert jedoch nicht erhöhen. Der
Nüchtern-Glukose-Wert ging im Vergleich mit den anderen Diäten am
stärksten zurück: minus 8,2 mg/dl. Die Gewichtsabnahme lag bei 6,6
Prozent - kein signifikanter Unterschied zu den anderen Diäten.
* Die Zone-Diät setzt auf eine ausgeglichene Ernährung mit
Kohlenhydraten, hauptsächlich aus Obst und Gemüse sowie ungesättigten
Fettsäuren, etwa aus Fischen, Nüssen, Avokados oder Pflanzenölen. Tabu
sind stärkehaltige Kohlenhydrate, etwa aus Nudeln, sowie gesättigte
Fettsäuren. Die Nahrung sollte zu 40 Prozent aus Kohlenhydraten, zu 30
Prozent aus Fett und zu 30 Prozent aus Protein bestehen. Ein Ziel ist
etwa, den Insulinspiegel in einem stabilen Bereich ("Zone") zu halten
und starke Schwankungen zu vermeiden. Dies soll den Aufbau von
Fettreserven bremsen. In der jetzt veröffentlichten Studie gelang
damit tatsächlich eine stärkere Senkung des Insulinwerts als mit den
anderen Diäten, und zwar von im Schnitt 31 auf 21,5 µU/ml, doch der
durchschnittliche Gewichtsverlust war deshalb nicht höher, er lag bei
knapp fünf Prozent.
* Bei der Weight-Watchers-Diät ist die Kalorienzahl
entscheidend. Gegessen und getrunken werden darf, was schmeckt, jedoch
nur bis zu einem gewissen Kalorienlimit. So wird jedem Nahrungsmittel
eine Punktzahl zugeordnet. Jeder Punkt entspricht grob 50
Kilokalorien. Die Teilnehmer dürfen eine gewisse Punktzahl nicht
überschreiten.
Beim Diäten-Vergleich hielten immerhin zwei Drittel der
Teilnehmer diese Diät ein Jahr lang durch. Die Gewichtsabnahme lag mit
4,6 Prozent im Mittelfeld. Günstig war die Abnahme der
Triglyzeridwerte von im Schnitt 154 auf 134 mg/dl.
[ ©:
Thomas Müller /
Ärztezeitung ]
13.)
Ernährungs-Tips für Schwangere
(bib). Schwangere, die sich ausgewogen ernähren und außer reichlich
Obst und Gemüse ausreichend Fisch und Fleisch zu sich nehmen, tun sich
und ihrem Kind etwas Gutes - zumal die Ernährung einer Schwangeren die
Gesundheit ihres Kindes bis ins Erwachsenenalter beeinflussen kann.
Zur Versorgung mit Jod, Kalzium, Eisen, Folsäure und anderen
Vitaminen, kann dabei auch eine zusätzliche Einnahme entsprechender
Präparate notwendig werden.
Den zusätzlichen Energiebedarf von im Mittel 285 Kilokalorien am Tag
zu decken, ist für Schwangere in Industrieländern meist kein Problem.
Denn an Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß mangelt es nicht.
"Gefährdungen des Kindes entstehen hier eher durch eine
Hyperalimentation der Mutter", meint Dr. Bernd Kleine-Gunk von der
Euromed-Klinik in Fürth und verweist auf die oft schwergewichtigen
Neugeborenen von Müttern mit Diabetes.
Bei Mikronährstoffen sieht es anders aus. So gibt es hierzulande etwa
die Empfehlung für alle Schwangere und Stillende, täglich 200 µg Jodid
in Tablettenform einzunehmen - nebst dem Rat, regelmäßig Seefisch zu
essen und jodiertes Speisesalz zu verwenden. Auch Folsäure sollte mit
täglich 0,4 mg substituiert werden.
Der Grund: Neuere Untersuchungen belegen, daß weniger als zehn Prozent
aller Frauen die empfohlene Mindestmenge an Folsäure pro Tag über die
Nahrung tatsächlich erreichen. Folsäure-Präparate sollten möglichst
schon vor der Empfängnis eingenommen werden. Nur so werde die
kritische Phase für den Verschluss des Neuralrohres zwischen dem 15.
und 28. postkonzeptionellen Tag abgedeckt, so Kleine-Gunk.
Ebenfalls wichtig für das sich entwickelnde fetale Nervensystem sind
nach Studien-Ergebnissen Omega-3- Fettsäuren. Daher der Rat des
Experten: Regelmäßig Seefisch essen oder Fischölkapseln schlucken!
Weiterhin gehören auf den Speiseplan von Schwangeren reichlich Milch
und Milchprodukte oder alternativ kalziumreiches Mineralwasser. Gibt
es zu wenig davon, besorgt sich der Fetus das für sein Skelett nötige
Kalzium aus den Knochen der Mutter. Die mögliche Folge ist dann eine
Osteoporose.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät daher, ab dem vierten
Schwangerschaftsmonat pro Tag 1000 mg Kalzium zuzuführen. Kann dieser
Bedarf nicht über die Nahrung gedeckt werden, empfiehlt der Gynäkologe
aus Fürth die Einnahme von Kalzium-Präparaten.
Besonders bei Frauen, die sich überwiegend vegetarisch ernähren, kann
es in der Schwangerschaft zu Eisenmangel sowie Mangel an Vitamin B12
kommen. Eine generelle Einnahme von entsprechenden Präparaten wird
jedoch nicht empfohlen. Indiziert sei eine solche Behandlung nur bei
klinisch relevantem Hämoglobin-Abfall, so Kleine-Gunk.
[ ©:
Ärztezeitung
]
Basics:
Behandlung in der Schwangerschaft auf
www.zahnwissen.de
14.)
Zum Schluss: Wie Wahr!
Essen ist eine höchst ungerechte Sache:
Jeder Bissen bleibt höchstens zwei Minuten im
Mund,
zwei Stunden im Magen,
aber drei Monate an den Hüften.
Christian Dior, franz. Modeschöpfer, 1905-1957
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