Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 2/2005/ 1. Februar 2005

Herzlich willkommen bei einer weiteren Ausgabe des ZahnNewsLetters. Seit Anfang des Jahres sind nun die vielfach herbei gewünschten und angeblich alles vereinfachenden Festzuschüsse in Kraft. Allerdings scheinen hier Anspruch und Realität weit auseinander zu klaffen: Zahlreiche Einschränkungen, Bestimmungen und "Kombinierbarkeiten" lassen die Aufstellung eines Heil- und Kostenplans zu einem stundenlangen Wälzen von Anleitungen und Erklärungen entarten, ohne zu Wissen ob das, was dann dabei rauskommt, auch wirklich den Vorschriften entspricht. Auf unserer Festzuschuss-Seite (  Festzuschüsse) sind wir auch weiterhin bemüht, eine klare Sprache zu sprechen, um damit dieses neue Machwerk etwas praktikabler zu machen.
Ansonsten haben wir nachfolgend wieder interessante Neuigkeiten für Sie bereit und wünschen Ihnen für die 5. Jahreszeit viel Spaß - ohne Erkältung und Brummschädel!

Ihre ZahnNewsLetter-Redaktion

 


Inhalt

 1.) "Sauer" finden Zähne gar nicht nicht lustig, neue Softdrinks bieten Ausweg
 2.)
Neue Zähne und frischer Kieferknochen aus der Sojabohne
 3.)
Verbraucherverhalten: Viel Bewegung im Mundhygiene-Markt 
 4.) "Flüssiger Zahnschmelz" - aktiver Kariesschutz der neuesten Generation aus Käse
 5.)
Studie: Nachhaltige Reform nur mit Kostenerstattung und Selbstbeteiligung
 6.)
Arztbehandlungen im Ausland: bei Pfusch wird`s teuer
 7.) Von der Natur lernen im Kampf gegen resistente Bakterien

 8.)
Osteoporose-Schutz beginnt schon früh / Gemüse und Obst sind wichtig für Knochenaufbau
 9.) Wachstumsmarkt Gesundheitswesen
10.) Außergewöhnliche Belastung - Steuern sparen bei Zahnbehandlung
11.)
Kassenrezepte sind einen Monat gültig - alle Rezeptarten und ihr Verfallsdatum
12.)
Selbst wenn Diätkonzepte noch so plausibel klingen, in der Praxis bringen sie Dicken alle gleich wenig

13.)
Ernährungs-Tips für Schwangere
14.)
Zum Schluss: Wie Wahr!

Erläuterungen zu Fachbegriffen unter http://www.zahnwissen.de


1.) "Sauer" finden Zähne gar nicht nicht lustig, neue Softdrinks bieten Ausweg

Die stark ausgeprägte Vorliebe von Kindern für säurehaltige Getränke wie Zitrusbrausen, Cola oder Orangensaft kann ihren Zähnen zum Verhängnis werden. Denn der Zahnschmelz hat bei regelmäßigem starkem Konsum angesichts der Säure nichts zu lachen. Die Struktur des Zahnschmelzes wird so geschwächt, dass er weich wird und schließlich kleine Teile dieser natürlichen Schutzschicht herausbrechen. Materialwissenschaftler der Friedrich-Schiller- Universität Jena und der Universität Bristol untersuchen seit längerem diese durch Säure ausgelösten so genannten Zahnschmelzerosionen. Aufgrund ihrer Erkenntnisse machen sie jetzt einen Vorschlag, wie Softdrinks durch den Zusatz natürlicher Mineralien zahnfreundlicher werden können.
"Wir haben Testgetränke eingesetzt, die Calcium und Phosphat enthalten, also Stoffe, die auch im natürlichen Zahnschmelz vorkommen", erklärt Prof. Klaus Jandt von der Universität Jena. Das Team des Lehrstuhlinhabers für Materialwissenschaft hatte in mehreren Vorgänger-Studien überprüft, ob sich die Zähne evtl. nach dem "Säureschock" wieder erholen. Mit ihrer sehr sensiblen Messmethode, der so genannten Nanoindentation, fanden sie heraus, dass solch ein Selbstreparaturmechanismus nicht einsetzt. "Eine natürliche Remineralisation des Zahnschmelzes findet nicht statt. Dieses ernüchternde Ergebnis hat uns nicht ruhen lassen", sagt Jandt. "Wir wollten einen materialwissenschaftlichen Ansatz für einen Soft-Drink finden, bei dem keine Schmelz-Erosionen zu befürchten sind", nennt er das Ziel.

In ihrer neuen Studie setzten die Materialwissenschaftler 120 verschiedene Zahnproben drei unterschiedlichen "Mustergetränken" aus: Einem Mineralwasser, bei dem aufgrund fehlender Säure keine Zahnerosion zu erwarten war, sowie ein zitronensäurehaltiges Getränk mit einem für viele bekannte Soft-Drinks typischen pH-Wert. Das dritte Getränk hatte auch den gleichen Säuregehalt und pH-Wert wie das zweite, enthielt aber zusätzlich geringe Mengen an Calcium und Phosphat. Die Zahnschmelzproben wurden für festgelegte Zeitabschnitte (1/2 bis 10 Minuten) den Getränken ausgesetzt. Anschließend wurde die Härte der Zahnschmelzproben mit dem erwähnten Nanoindenter untersucht, einer Diamantspitze mit einem Durchmesser von einem zehnmillionstel Meter. Unter der Leitung des Materialwissenschaftlers von der Universität Jena war die Methode im vergangenen Jahr erstmals zum frühen Nachweis der in-situ Zahnschmelz-Erosion eingesetzt worden.
Beim Wasser zeigte der Zahnschmelz erwartungsgemäß keinerlei Veränderung. Die säurehaltigen Getränke erweichten zwar beide den Zahnschmelz; bei dem Calcium und Phosphat enthaltenden Getränk dauerte dies aber etwa doppelt so lange, wie bei dem Getränk, das nur die Zitronensäure enthielt. "Anders ausgedrückt, das mineralienhaltige Getränk ist wesentlich weniger erosiv als viele herkömmliche Soft- Drinks", bringt Jandt das Ergebnis auf den Punkt. "Wenn schon auf Säuren in Getränken nicht vollständig verzichtet werden kann, da diese den Getränken ihren typischen erfrischenden Charakter verleihen, so wäre dies ein neuer Ansatz, der Zahnerosion gegenzusteuern", so der Jenaer Wissenschaftler. Er hofft, dass das erkannte Prinzip von der Getränkeindustrie aufgegriffen wird.

 Weitere Infos unter: http://www.blackwell-synergy.com/
 Kontakt: Prof. Dr. Klaus Dieter Jandt , k.jandt@uni-jena.de

 Basics:  Erosions-bedingte Zahnschäden auf www.Zahnwissen.de

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2.) Neue Zähne und frischer Kieferknochen aus der Sojabohne

Mit Hilfe eines Materials, das aus entfettetem Tofu hergestellt wird, wollen Wissenschaftler der Brighton University Knochen- und Zahndefekte heilen. Bisher wurden solche Materialien meist aus Tierprodukten hergestellt. Häufige Folge waren Immunreaktionen und auch Abstoßungen. Mit dem neuen Material aus Soja sollten die Probleme, so BBC-Online, nicht auftauchen, zeigen sich die Forscher überzeugt.
Matteo Santin von der Brighton University hat gemeinsam mit Experten von der University of Naples und der Biotechnologie-Plattform WessexBio den neuen „Werkstoff“ Tofu untersucht. „Die Innovation an dem System liegt darin, dass damit das eigene Knochenwachstum angeregt werden soll und nicht ein artifizielles Substitut verwendet wird, gegen das sich der Körper wehren könnte“, so Santin. Aber nicht nur für Knochen, auch in der Zahnmedizin könnte Tofu Verwendung finden: Das Material eigne sich nämlich gerade deshalb, weil es sich mit dem Kieferknochen gut verbinde. Bisher komme es beispielsweise immer wieder wegen Abstoßungsreaktionen oder schlechter Verwachsung mit dem Kieferknochen zu Problemen mit Implantaten. „Das Material passt für jeden, der einen Zahn verloren hat. Damit werden Implantate für noch mehr Patienten möglich“, so Santin, der eine Paste oder ein Gel aus dem Tofu herstellen will.
Jonathan Wilkinson von WessexBio erklärt, dass manche Defekte im Kieferknochen zu groß seien, als dass sie vom Körper selbst ausgefüllt werden können. Hier soll das Tofu-Material Hilfestellung geben: „Das Material arbeitet wie ein Baugerüst. Während das Material sich dann auflöst, wächst der Knochen weiter“, erklärt Wilkinson. Denkbar sei nach Einschätzung der Materialwissenschaftler auch eine Anwendung bei schwerer Parodontitis. Das Polymer könnte helfen, den durch die Entzündung angegriffenen Kieferknochen und damit die Verankerung der Zähne zu stärken.
Auch in der Orthopädie, besonders aber in der Gesichtschirurgie, könne dieser Werkstoff zum Einsatz kommen. „Ein drittes Anwendungsgebiet könnte auch die Wundheilung sein. Nach ersten Untersuchungen gibt es jedenfalls Beweise, dass es auch hier gut verwendet werden kann“, erklärte der Wissenschaftler. Bislang ist das Material zwar erst im Labor getestet worden, aber mit finanzieller Unterstützung des National Endowment for Science, Technology and the Arts (Nesta) sollen nun auch klinische Tests durchgeführt werden.

[©: DZW vom 15.12.04 ]

 Basics: Knochenersatzmaterialien im Lexikonteil

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3.) Verbraucherverhalten: Viel Bewegung im Mundhygiene-Markt

Für die Mundpflege inklusive Zahnbürsten geben die Bundesbürger pro Jahr rund eine Milliarde Euro aus. Fast die Hälfte des großen Umsatzkuchens entfällt auf Zahncreme. Frische Werbung und neue Produkte sollen die Nachfrage aber noch weiter stimulieren: Ob im Fernsehen, in Linienbussen oder beim Discounter: Schöne Zähne werden derzeit mit Millionenaufwand gezeigt und beworben.

Blendende Geschäfte versprechen vor allem die Zahnaufheller. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres wurden mit diesen Mitteln im deutschen Einzelhandel gut 30 Millionen Euro umgesetzt. Das ist fünfmal mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, so das Marktforschungsunternehmen AC Nielsen.
Zwar stieg der Zahncreme-Umsatz laut AC Nielsen in den ersten sieben Monaten 2004 - ohne die Zahnaufheller - nur leicht um 0,9 % auf 260 Millionen Euro. Aber neben dem wachsenden Zahnbewusstsein in der Bevölkerung erwarten Branchenexperten, dass der Verbrauch von 3,5 Zahnpastatuben und 1,5 Zahnbürsten pro Kopf und Jahr auch durch die Gesundheitsreform noch angekurbelt wird. Die Angst der Menschen vor zusätzlichen Belastungen durch die finanzielle Absicherung des Zahnersatzes könnte einen Motivationsschub in Richtung Prophylaxe und häusliche Mundhygiene bewirken. Die Verbraucher haben die Qual der Wahl: Ob im Spender oder in der Tube, gegen Karies, Parodontitis oder zum Schutz sensibler Zähne, ob drei- oder einfarbig, mit Minz- oder Mentholgeschmack, die Vielfalt der Zahncremes wächst weiter. Mittlerweile kauft jeder zweite Verbraucher Zahncreme auch beim Discounter. Das geht aus Zahlen des Marktforschungsinstitutes GfK hervor. Der Durchschnittshaushalt kauft fünfmal im Jahr Zahncreme. Da dabei jedes Mal mehr als eine Tube in den Einkaufswagen gepackt wird, haben sich viele Hersteller darauf eingestellt und schnüren so genannte Vorteilspacks.
Werbeexperten beobachten übrigens "Wellenbewegungen" in der Werbung für Mundhygienemittel: Mal spielt der medizinische Teil die Hauptrolle und dann sind es wieder kosmetische Aspekte, die den Verbraucher von einem bestimmten Produkt überzeugen sollen. Bleibt zu hoffen, dass eine dieser Wellenbewegungen auch endlich den Begriff "Parodontose" aus der Werbung abtauchen lässt und die "Zahncreme gegen Parodontitis" für aphroditischen Zahnputz-Schaum in der Mundhöhle sorgen darf.
Die Markenhersteller betreiben immer höheren Aufwand, um die Wirkung ihrer Mundpflegeartikel nachweisen zu können. So werden in Testlaboratorien zum Beispiel Rinderzähne - die den menschlichen Zähnen in ihrer Struktur ähnlich sind - zwei Wochen in Tee, Kaffee oder Wein getaucht, um danach von einer Zahnputzmaschine Stunde um Stunde gesäubert zu werden!

Apropos sauber: Inzwischen sorgen viele multinationale Waschmittelhersteller auch im großen Stil für saubere Zähne: Henkel (Theramed) ist nicht der einzige Konzern, auch Procter & Gamble, zu dem seit 1987 die Mainzer Firma Blendax (blend-a-med) gehört, und Unilever (Signal) sowie GlaxoSmithKline (Odol, Dr. Best, Sensodyne) putzen heute kräftig mit. Der Weltmarktführer Colgate-Palmolive hat sein Engagement in Sachen Mundhygiene übrigens weiter verstärkt: Im ersten Halbjahr dieses Jahres übernahm der US-Konzern die Schweizer Gaba-Gruppe (elmex, aronal, meridol).

[ ©: prophylaxe impuls 189, 2004 ]

 Basics:  Special Mundhygiene

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4.) "Flüssiger Zahnschmelz" - aktiver Kariesschutz der neuesten Generation aus Käse

Zahnpasten gibt es wie Sand am Meer und glaubt man manchen Werbungen über derartige Produkte in den Medien, so genügt allein schon der Besitz einer derartigen Creme, um keine Löcher und keinen Zahnfleischschwund mehr zu bekommen. Standard sind heute fluoridhaltige Cremes, da wissenschaftlich in unzähligen Studien eindeutig belegt ist, dass Fluoride einen wichtigen Beitrag bei der Verhütung von Zahnerkrankungen leisten. Neu auf dem Markt ist ein Produkt aus "Down-Under", wo australische Wissenschaftler den bekannten zahnschützenden Effekt des Käses für die tägliche Zahnpflege umgesetzt haben. Diese spezielle Zahnschutzcreme ist z.Zt. hauptsächlich für den Einsatz in der Zahnarztpraxis vorgesehen, der Hersteller hat aber keine Bedenken, wenn das Produkt auch dem Patienten mitgegeben wird:

Schon seit vielen Jahren ist bekannt, dass Milch und seine Derivate einen zahnschützenden Effekt haben. An der australischen Universität von Melbourne wurde festgestellt, dass diese Fähigkeit durch einen Teil des Kaseinproteins ermöglicht wird – und zwar speziell durch das Kasein-Phospho-Peptid, kurz: CPP. Das Besondere daran: Es hält das für die natürliche Remineralisation des Zahnschmelzes erforderliche und normalerweise unlösliche Kalziumphosphat in einem amorphen, nicht-kristallinen Zustand (ACP). Der in Recaldent™ enthaltene CPP-ACP-Komplex ist somit ein ideales Transportsystem für freie Kalzium- und Phosphationen – und GC Tooth Mousse ist das weltweit erste Produkt für den professionellen Einsatz in der Zahnarztpraxis, das diesen neuartigen Wirkstoff enthält.
Wenn die wasserbasierte Creme der Dental Care Company in die Mundhöhle eingebracht wird, lagert sich der stabile CPP-Teil an Schmelz, Plaque, Bakterien, Hydroxylapatit und Weichgewebe an und liefert so bioverfügbares Kalziumphosphat. Die freien Kalzium- und Phosphationen lösen sich dabei aus dem Komplex heraus, dringen in die Schmelzprismen ein und formen sich dort in Apatitkristalle um. Wie „flüssiger Zahnschmelz“ füllt GC Tooth Mousse die Mineraliendepots im Zahnschmelz wieder auf – für einen natürlich sicheren Schutz gegen Schmelzläsionen.

Wohltuender und wohlschmeckender Rundum-Schutz

Recaldent™ besitzt jedoch noch weitere Vorteile: So verringert die Angliederung des CPP an den Speichelfilm die Haftfähigkeit einiger Kariesbakterien. Gleichzeitig regt die aromatische zuckerfreie Creme den Speichelfluss an und verbessert bzw. ergänzt dadurch die remineralisierende und neutralisierende Wirkung des Speichels. Ein weiterer Gewinn: Aktuelle Untersuchungen an der Universität von Melbourne haben gezeigt, dass die Opazität von neuen entkalkungsbedingten Kreideflecken durch das Einbringen von CPP-ACP auf die Zahnoberfläche sichtbar gemindert und die White Spots bzw. die Initialkaries gestoppt bzw. sogar geheilt werden können. Nach diversen zahnärztlichen Behandlungen kann GC Tooth Mousse zusätzlich mögliche Hypersensitivitäten verringern, denn die Forscher haben auch festgestellt, dass die Kalzium- und Phosphationen die geöffneten Dentintubuli wieder verschließen.

Einfach in der Anwendung – vielseitig in der Wirkung

Aufgrund dieses breiten Wirkspektrums und der nahezu uneingeschränkten Verwendbarkeit lässt sich die neue Zahnschutzcreme von GC EUROPE bei allen Patienten – vom Kleinkind bis hin zum Senioren – in jeder Situation anwenden. Dabei wird das Produkt vom Zahnarzt am besten mit einem Tupfer, Handschuh oder mit einer Interdentalbürste auf der Zahnoberfläche verteilt und für zwei bis fünf Minuten (je nach klinischem Befund) in der Mundhöhle belassen. Dabei gilt: Je länger GC Tooth Mousse im Mund verbleibt, desto nachhaltiger der Behandlungserfolg. Einzige Ausnahme sind Personen mit einer Allergie auf Milchproteine.
Ideale Indikationen der laktosefreien Creme: unmittelbar nach dem Bleaching, nach Ultraschall- oder manueller Zahnreinigung, Wurzelglätten oder Kürettage sowie nach der äußerlichen Fluoridanwendung. Als Oberflächenschutz für Patienten mit Erosionen, Xerostomie oder Sjögrensyndrom eignet sie sich ebenfalls sowie bei hohem Kariesrisiko oder eingeschränkter Mundhygienemöglichkeit. Und für eine bessere Compliance bzw. als Anreiz zur Individualprophylaxe kann das Produkt dem Patienten auch für die häusliche Anwendung mitgegeben werden.

GC Tooth Mousse ist in den fünf Geschmacksrichtungen Melone, Erdbeere, Tuttifrutti, Minze und Vanille erhältlich. Ein Sortiment enthält zehn Tuben mit je 40 Gramm Inhalt (je zwei von jedem Aroma).

[ Weitere Infos: www.gceurope.com/de/products/detail.php?id=112  ]

 Basics Special Mundhygiene  auf www.zahnwissen.de

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5.) Studie: Nachhaltige Reform nur mit Kostenerstattung und Selbstbeteiligung

"  Die Studie "Gesundheitsreform im Nachhaltigkeitstest" der Universität Freiburg rechnet schonungslos mit den Konzepten Bürgerversicherung und Kopfpauschale ab: Keinem dieser Modelle werde es auch nur annähernd gelingen, "das gesetzliche Gesundheitssystem langfristig auf stabile Beine zu stellen", heißt es in der Untersuchung, an der auch der Finanzwissenschaftler Prof. Bernd Raffelhüschen beteiligt war .

"Die Musik für nachhaltige Reformen spielt auf der Ausgabenseite und nicht auf der Einnahmenseite", lautet das Fazit der Studie. Die Autoren fassen ihre Vorschläge für ein besseres Gesundheitssystem in einer "Freiburger Agenda" zusammen. Konkret besteht diese aus drei Komponenten: "Erstens die vollständige Ausgliederung von zahnmedizinischen Leistungen, zweitens ein absoluter Selbstbehalt für ambulante Leistungen und Medikamente und drittens eine über eine Intensivierung des Kassenwettbewerbs stattfindende Reduzierung des Kostendrucks im stationären Sektor."

Selbstbeteiligungen seien seit der Kassengebühr auch heute schon im GKV-System gang und gäbe. In anderen Ländern müssten sich die Versicherten viel stärker damit auseinandersetzen: Dies mache die Gesundheitskosten transparent und für den Patienten spürbar. "Unabdingbare Voraussetzung hierfür ist zunächst ein vollständiger Übergang auf das Kostenerstattungsprinzip", heißt es in der Veröffentlichung.

Wichtig sei es außerdem, über wettbewerbs- und ordnungspolitische Maßnahmen den Kostendruck im stationären Sektor zu dämpfen. Zum einen gehe es dabei um die Vertragsfreiheit für Krankenkassen und Krankenhausträger. Zum anderen gehe es um einen echten Wettbewerb zwischen den Kassen, "wobei es jeder Krankenkasse anheim steht, mit Krankenhäusern ihrer Wahl Einzelverträge auszuhandeln." Eine Krankenkasse müsse bei einer ineffizienten Vertragswahl entweder höhere Ausgaben und damit höhere Beiträge oder eine schlechtere Leistung bei gleichen Beiträgen gegenüber ihren Konkurrenten anbieten, was deren Versicherte zu einem Kassenwechsel veranlassen würde. "Somit würden sich nach einiger Zeit die effizienten Vergütungssysteme herauskristallisieren"  "
Die vollständige Studie kann unter http://www.facharzt.de/pub/download/download.php?compid=39356&catid=187  geladen werden.

[ © Facharzt.de  ]

 Basics: Bürgerversicherung u. Kopfpauschale im Lexikonteil von www.Zahnwissen.de

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6.) Arztbehandlungen im Ausland: bei Pfusch wird`s teuer

(ots) - Ob Brustvergrößerung, Zahnbehandlung oder Augenoperation - immer mehr Bundesbürger lassen sich im Ausland behandeln. Immerhin liegen die Kosten um bis zu 80 Prozent unter denen in Deutschland, wie die Zeitschrift VITAL berichtet. Die Behandlung ist jedoch nicht unproblematisch. Bei Pfusch haben Patienten im Ausland eher Schwierigkeiten, ihre Ansprüche durchzusetzen, wie Hartwig Meyer vom Berliner Verein Patientenschutz e.V. betont.
Gefragt sind beispielsweise Augenoperationen nach der anerkannten LASIK-Methode, bei der mittels Laser Kurzsichtigkeit behoben werden kann. Die Behandlung in Deutschland kostet etwa 2000 Euro pro Auge, während sie in Polen inklusive Flug und Unterkunft schon für 1800 Euro für beide Augen erhältlich ist. Auch in der Türkei und Thailand wird das Verfahren angeboten. Experten weisen jedoch darauf hin, dass technisch veraltete Geräte und hygienische Mängel zu teuren Nachbehandlungen führen können.
Schönheitsoperationen werden unter anderem in Osteuropa, Südafrika und Thailand angeboten. So kostet eine Brustvergrößerung in Polen 750 Euro statt 4000 Euro in Deutschland und Fettabsaugen am Bauch 1200 statt 3000 Euro. Doch gerade bei Schönheits-OPs sind die Risiken besonders groß, da im Ausland teilweise mit problematischen Materialien wie Silikonöl als Faltenkiller gearbeitet wird, das zu erheblichen Hautschäden führen kann.
Bei Kassenleistungen (gesetzlich oder privat) sollte man sich von einem deutschen und einem ausländischen Arzt einen Heil- und Kostenplan geben lassen. Kosten im EU-Ausland übernimmt die Kasse in Höhe der in Deutschland üblichen Sätze, allerdings muss sie vor der Behandlung informiert werden. Besonders groß ist das Haftungsrisiko bei Privatleistungen wie Schönheits-OPs und Behandlungen, die nicht im EU-Ausland durchgeführt werden. Wird hier gepfuscht, müssen Betroffene nach Angaben des Vereins Patientenschutz alle Folgeoperationen und die Prozesskosten selbst zahlen..

[ Quelle: Esther Langmaack, Redaktion VITAL, Tel.: 040/2717-3121  ]

 Basics: Behandlungen im EU-Ausland auf www.Zahnwissen.de

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7.) Von der Natur lernen im Kampf gegen resistente Bakterien

Die Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika gilt als eines der größten Probleme in der Medizin. So sind nach Schätzung des US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention bereits 70 Prozent der Bakterien, mit denen sich Patienten in Krankenhäusern infizieren, gegen mindestens ein Antibiotikum resistent -- jedes Jahr sterben dadurch in den USA 90.000 Menschen. Ein Trick aus der Natur könnte jetzt dabei helfen, sicherere Wirkstoffe zu entwickeln, berichtet Technology Review aktuell.

Bakterien benutzen eine Art Kommunikationssystem, um sich zu versichern, dass genügend von ihnen für einen Angriff auf den Wirtsorganismus vorhanden sind. Australische Wissenschaftler haben nun festgestellt, dass eine bestimmte Seetang-Art dieses "quorum sensing" mit Hilfe bestimmter Substanzen stört -- die Bakterien selbst werden nicht angegriffen, aber die für einen Befall nötige Signalübertragung verhindert. Forscher hoffen, dass sich so Mittel gegen Cholera, Lebensmittelvergiftungen und Tuberkulose entwickeln lassen.

Der größte Vorteil dabei ist, dass die Bakterien wahrscheinlich keine Resistenzen gegen die neuen Medikamente entwickeln, weil darin kein Evolutionsvorteil läge: Das Leben und Wachstum des Bakteriums selbst wird durch den Signal-Stopper ja nicht beeinträchtigt. Selbst wenn sich diese Hoffnung als unbegründet herausstellen sollte, glauben viele Wissenschaftler, dass die Beobachtung von natürlichen Abwehrmechanismen in Zukunft hilfreich bei der Entwicklung von Medikamenten sein wird.


[ Quelle + ©: heise-online ]
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8.) Osteoporose-Schutz beginnt schon früh / Gemüse und Obst sind wichtig für Knochenaufbau

(ots) - Osteoporose - also Knochenschwund - entwickelt sich mehr und mehr zu einer Volkskrankheit. So vermeldet der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie, dass etwa die Hälfte der Frauen und immerhin ein Drittel aller Männer über 50 Jahren vom Knochenschwund betroffen sind, Tendenz steigend. Die geschätzten Kosten für die Behandlung und die Folgekosten der Osteoporose in Deutschland belaufen sich auf sechs Milliarden Euro.
Was viele nicht wissen: Je ausgewogener und gesünder unsere Ernährung ist und je mehr wir uns bewegen, umso besser sind unsere Knochen für den altersbedingten Knochenschwund vorbereitet. Die Ernährungsempfehlung "5 am Tag" ist ein wichtiges Element in der langfristig angelegten Osteoporose-Vorbeugung, denn die positive Wirkung von Obst und Gemüse auf den Knochenaufbau lässt sich schon in frühen Jahren nachweisen. Das belegen eindrucksvoll zwei Studien, die im Jahr 2004 in der renommierten Zeitschrift "American Journal of Clinical Nutrition" veröffentlicht wurden.

Eine "knochenfreundliche" Ernährung ist reich an Calcium und Kalium, den Vitaminen D, C und K sowie an Mineralstoffen wie Magnesium, Selen und Zink. Calcium ist nicht nur in Milchprodukten enthalten, sondern auch in Brokkoli, Lauch, Sellerie und Zwiebeln sowie in Nüssen und Mandeln. Spinat, Kresse, Fenchel und Grünkohl wiederum sind reich an Kalium. Die in Obst, Gemüse und Kräutern enthaltenen Mineralstoffe und Vitamine - vor allem die Vitamine C und K - unterstützen die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung und tragen somit indirekt zu einer höheren Knochendichte bei.

Wer von Kindesbeinen an bei "5 am Tag" mitmacht und täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst verzehrt, legt einen Grundstein für gesunde Knochen bis ins Alter. Und nicht nur das: Obst und Gemüse stärken außerdem das Immunsystem und können der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bestimmten Krebsformen vorbeugen.

                 Weitere Informationen unter www.5amtag.de 
 

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9.) Wachstumsmarkt Gesundheitswesen

Das deutsche Gesundheitswesen ist weltweit eins der besten. Über Jahrzehnte hat es eine beispielhafte Versorgung der Patienten gewährleistet, und die Nachfrage nach medizinischen Leistungen wird in Zukunft weiter ansteigen. Dies liegt hauptsächlich an der zunehmenden Lebenserwartung der Bevölkerung (auch bedingt durch die Erfolge der Hochleistungsmedizin) und an der rasanten Entwicklung der medizinischen Möglichkeiten. Das Gesundheitswesen ist damit eine der ausgewiesenen Wachstumsbranchen der Zukunft. Der amerikanische Nobelpreisträger Robert W. Fogel beschrieb erst vor kurzem die Gesundheit als den "Wachstumsmotor Europas". Darüber hinaus ist das Gesundheitswesen mit einem Umsatz von mehr als zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von wirtschaftlich lebensnotwendiger Bedeutung für Deutschland. In den Vereinigten Staaten werden sogar 15 Prozent des BIP für Gesundheitsleistungen ausgegeben, und nach vorsichtigen Schätzungen wird bei uns in Zukunft dieser Prozentsatz bis auf 20 bis 30 Prozent steigen. Schon heute arbeitet jeder neunte Arbeitnehmer im Sektor Gesundheit. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

[ Quelle: FVDZ ]
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10.) Außergewöhnliche Belastung - Steuern sparen bei Zahnbehandlung

Neues Jahr, neue Regeln. Die "außergewöhnlichen Belastungen" bei der Lohn- und Einkommensteuer bleiben jedoch wie sie waren. Dazu hat jetzt die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein ein kostenfreies Infoblatt mit dem Titel "Zahnbehandlung und Steuern" herausgegeben.

In die Liste dieser Aufwendungen, die sich steuermindernd auswirken können, gehört auf jeden Fall der Eigenanteil bei der Zahnbehandlung. Je nach Höhe des Einkommens, Familienstand und Zahl der Kinder könnte laut § 33 des Einkommensteuergesetzes eine Steuerminderung möglich werden.

"Wir empfehlen", so Kammervorstandsmitglied Dr. Kai Voss, "unseren Patienten, sich beim Steuerberater, einem Lohnsteuerhilfeverein oder dem Finanzamt beraten zu lassen."
Auf ihrer Homepage bietet die Zahnärztekammer jedem die Möglichkeit, die persönliche Grenze des jährlichen steuerlichen Grenzbetrags ermitteln zu lassen unter www.zaek-sh.de/Patientenservice/Patientenhotline/steuern.htm .

[
©: pit/pm, www.zm-online.de
]

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11.) Kassenrezepte sind einen Monat gültig - alle Rezeptarten und ihr Verfallsdatum

(ots) - Vom Arzt ausgestellte Rezepte für Arzneimittel haben eine begrenzte Gültigkeitsdauer. Darauf weist das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" hin. Ein rotes Rezept (Papier weiß, Aufdruck rot) ist für Medikamente, die von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden. Es gilt einen Monat. Gelb sind Betäubungsmittel-Rezepte; in der Regel betreffen sie starke Schmerzmittel. Diese Verordnung muss innerhalb von sieben Tagen eingelöst sein. Für Privatrezepte verwenden die meisten Ärzte blaue Vordrucke. Sie sind ein halbes Jahr gültig. Neu ist das grüne Rezept. Darauf trägt der Arzt Medikamente ein, die er empfiehlt. Sie sind unbegrenzt gültig und werden von den Kassen nicht erstattet.

[ Quelle: Apotheken Umschau  1/2005 B ]

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12.) Selbst wenn Diätkonzepte noch so plausibel klingen, in der Praxis bringen sie Dicken alle gleich wenig

Die Ergebnisse einer Studie, in der der Erfolg der Atkins-, der Ornish, der Zone- und der Weight-Watchers-Diät verglichen wurde, sind zumindest sehr ernüchternd: Ob man auf wenig Fett- oder Kohlenhydrate in der Nahrung achtet, ob man Kalorien zählt, seinen Insulinspiegel im Lot hält oder Fleisch meidet - offenbar ist das beim Abnehmen kaum von Bedeutung.

In der Studie von Dr. Michael Dansinger aus Boston verloren selbst die, die sich ein Jahr lang an die Diätvorschriften hielten, kaum mehr als sieben Prozent ihres Körpergewichts, egal, mit welcher Diät sie sich quälten (JAMA 293, 2005, 43). Doch kleine Unterschiede bei den Diäten gab es durchaus, etwa bei kardiovaskulären Risikofaktoren. Allerdings waren sie nicht signifikant, nicht zuletzt, weil die Teilnehmerzahl mit 160 Personen recht gering war. Die Diäten im einzelnen:

* Die Atkins-Diät, von dem US-Arzt Dr. Robert Atkins entwickelt, setzt auf eine niedrige Kohlenhydrat-Aufnahme. Sie sollte zu Beginn der Diät täglich 20 Gramm nicht übersteigen. Die Kohlenhydrate sollten zudem überwiegend aus Stärke-armem Gemüse stammen. Nicht eingeschränkt wird dagegen der Konsum von Fett und Fleisch. Die Idee ist, den Körper von der Verbrennung von Kohlenhydrate auf die Verbrennung von Fett umzustellen. Damit lassen sich nach der Atkins-Theorie auch die Fettpolster bei Dicken leichter abbauen. Allerdings fällt es Schwergewichtigen besonders schwer, auf Kohlenhydrate zu verzichten. In der Dansinger-Studie gab knapp die Hälfte der 40 Teilnehmer mit Atkins-Diät innerhalb eines Jahres auf. Der Rest aß im Schnitt knapp 70 statt der erwünschten 20 Gramm Kohlenhydrate täglich und wog nach einem Jahr nur knapp vier Prozent weniger als vor der Diät. Auch die Senkung des LDL war nach einem Jahr recht gering: Ein Minus von im Schnitt 13,5 mg/dl. Dagegen war der Anstieg beim HDL mit 6,4 mg/dl im Vergleich mit den anderen Diäten am höchsten. Einen positiven Einfluß auf den Nüchtern-Glukose-Spiegel hatte die Diät nur zu Beginn: In den ersten beiden Diät-Monaten fiel der Wert um 13 mg/dl, am Ende lag er aber wieder knapp über dem Basiswert von 127 mg/dl.

* Die Ornish-Diät, benannt nach dem US-Kardiologen Professor Dean Ornish, fordert einen Verzicht von stark Fetthaltigem. Nur zehn Prozent der täglich aufgenommenen Kalorien sollten aus Fett stammen. Gemüse, Obst und Getreide darf in beliebigen Mengen konsumiert werden, fettarme Milchprodukte nur in Maßen. Fleisch, Öle, Nüsse, Samen, Zucker, Honig, Alkohol, Vollmilch sowie alles, was pro Portion mehr als zwei Gramm Fett hat - das ist tabu.
Doch offenbar ist diese Diät ebenso schwer einzuhalten wie die Atkins-Diät: Die Hälfte der Teilnehmer in der Dansinger-Studie gaben innerhalb eines Jahres auf. Auch die Diät-Vorschriften konnte kaum jemand einhalten. Nach einem Monat Diät lag der Fettanteil in der Nahrung im Schnitt bereits bei 27 Prozent, nach einem Jahr bei 35 statt bei zehn Prozent. Immerhin: Der LDL-Wert ließ sich im Schnitt um 25 mg/dl senken, der HDL-Wert jedoch nicht erhöhen. Der Nüchtern-Glukose-Wert ging im Vergleich mit den anderen Diäten am stärksten zurück: minus 8,2 mg/dl. Die Gewichtsabnahme lag bei 6,6 Prozent - kein signifikanter Unterschied zu den anderen Diäten.

* Die Zone-Diät setzt auf eine ausgeglichene Ernährung mit Kohlenhydraten, hauptsächlich aus Obst und Gemüse sowie ungesättigten Fettsäuren, etwa aus Fischen, Nüssen, Avokados oder Pflanzenölen. Tabu sind stärkehaltige Kohlenhydrate, etwa aus Nudeln, sowie gesättigte Fettsäuren. Die Nahrung sollte zu 40 Prozent aus Kohlenhydraten, zu 30 Prozent aus Fett und zu 30 Prozent aus Protein bestehen. Ein Ziel ist etwa, den Insulinspiegel in einem stabilen Bereich ("Zone") zu halten und starke Schwankungen zu vermeiden. Dies soll den Aufbau von Fettreserven bremsen. In der jetzt veröffentlichten Studie gelang damit tatsächlich eine stärkere Senkung des Insulinwerts als mit den anderen Diäten, und zwar von im Schnitt 31 auf 21,5 µU/ml, doch der durchschnittliche Gewichtsverlust war deshalb nicht höher, er lag bei knapp fünf Prozent.

* Bei der Weight-Watchers-Diät ist die Kalorienzahl entscheidend. Gegessen und getrunken werden darf, was schmeckt, jedoch nur bis zu einem gewissen Kalorienlimit. So wird jedem Nahrungsmittel eine Punktzahl zugeordnet. Jeder Punkt entspricht grob 50 Kilokalorien. Die Teilnehmer dürfen eine gewisse Punktzahl nicht überschreiten.

Beim Diäten-Vergleich hielten immerhin zwei Drittel der Teilnehmer diese Diät ein Jahr lang durch. Die Gewichtsabnahme lag mit 4,6 Prozent im Mittelfeld. Günstig war die Abnahme der Triglyzeridwerte von im Schnitt 154 auf 134 mg/dl.

[ ©: Thomas Müller / Ärztezeitung ]

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13.) Ernährungs-Tips für Schwangere

(bib). Schwangere, die sich ausgewogen ernähren und außer reichlich Obst und Gemüse ausreichend Fisch und Fleisch zu sich nehmen, tun sich und ihrem Kind etwas Gutes - zumal die Ernährung einer Schwangeren die Gesundheit ihres Kindes bis ins Erwachsenenalter beeinflussen kann.
Zur Versorgung mit Jod, Kalzium, Eisen, Folsäure und anderen Vitaminen, kann dabei auch eine zusätzliche Einnahme entsprechender Präparate notwendig werden.
Den zusätzlichen Energiebedarf von im Mittel 285 Kilokalorien am Tag zu decken, ist für Schwangere in Industrieländern meist kein Problem. Denn an Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß mangelt es nicht. "Gefährdungen des Kindes entstehen hier eher durch eine Hyperalimentation der Mutter", meint Dr. Bernd Kleine-Gunk von der Euromed-Klinik in Fürth und verweist auf die oft schwergewichtigen Neugeborenen von Müttern mit Diabetes.
Bei Mikronährstoffen sieht es anders aus. So gibt es hierzulande etwa die Empfehlung für alle Schwangere und Stillende, täglich 200 µg Jodid in Tablettenform einzunehmen - nebst dem Rat, regelmäßig Seefisch zu essen und jodiertes Speisesalz zu verwenden. Auch Folsäure sollte mit täglich 0,4 mg substituiert werden.
Der Grund: Neuere Untersuchungen belegen, daß weniger als zehn Prozent aller Frauen die empfohlene Mindestmenge an Folsäure pro Tag über die Nahrung tatsächlich erreichen. Folsäure-Präparate sollten möglichst schon vor der Empfängnis eingenommen werden. Nur so werde die kritische Phase für den Verschluss des Neuralrohres zwischen dem 15. und 28. postkonzeptionellen Tag abgedeckt, so Kleine-Gunk.
Ebenfalls wichtig für das sich entwickelnde fetale Nervensystem sind nach Studien-Ergebnissen Omega-3- Fettsäuren. Daher der Rat des Experten: Regelmäßig Seefisch essen oder Fischölkapseln schlucken!
Weiterhin gehören auf den Speiseplan von Schwangeren reichlich Milch und Milchprodukte oder alternativ kalziumreiches Mineralwasser. Gibt es zu wenig davon, besorgt sich der Fetus das für sein Skelett nötige Kalzium aus den Knochen der Mutter. Die mögliche Folge ist dann eine Osteoporose.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät daher, ab dem vierten Schwangerschaftsmonat pro Tag 1000 mg Kalzium zuzuführen. Kann dieser Bedarf nicht über die Nahrung gedeckt werden, empfiehlt der Gynäkologe aus Fürth die Einnahme von Kalzium-Präparaten.
Besonders bei Frauen, die sich überwiegend vegetarisch ernähren, kann es in der Schwangerschaft zu Eisenmangel sowie Mangel an Vitamin B12 kommen. Eine generelle Einnahme von entsprechenden Präparaten wird jedoch nicht empfohlen. Indiziert sei eine solche Behandlung nur bei klinisch relevantem Hämoglobin-Abfall, so Kleine-Gunk.

[ ©: Ärztezeitung ]

 Basics:  Behandlung in der Schwangerschaft  auf www.zahnwissen.de

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14.) Zum Schluss: Wie Wahr!

     
Essen ist eine höchst ungerechte Sache:
      Jeder Bissen bleibt höchstens zwei Minuten im Mund,
      zwei Stunden im Magen,
      aber drei Monate an den Hüften.

Christian Dior, franz. Modeschöpfer, 1905-1957

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