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Zahnärztlicher NewsLetter Nr.
02/2006/ 1. Februar 2006
Inhalt
1.)
Elektrische
Zahnbürsten: Keine nachweisbare Überlegenheit einer Konstruktionsart
2.) Änderungen bei den
Festzuschuss- Richtlinien
3.) Neue Bakterienart bringt
Wurzelkanalbehandlungen zum Scheitern
4.)
Vollkeramik auf einen Blick -
Leitfaden für Praxis und Labor
5.)
Wirtschaftsfaktor Zahnärzte
6.)
Schlechtes Zeugnis für das US-amerikanische Gesundheitssystem
7.) Gleiches Honorar für die
Behandlung von Privat- und Kassenpatienten - Was denken die
Verbraucher?
8.)
Schüler brauchen bessere Pausenverpflegung
9.)
Body-Check für Kinder und Jugendliche
10.)
Vorsicht, Wechselwirkungen! Wie Lebensmittel die Wirkung von
Arzneien beeinflussen
11.) Mineralwasser aus PET-Flaschen ist mit Antimon
verunreinigt
12.) "Stern": Viele Zahnarztpraxen sind nur durch
Privatpatienten über die Runden gekommen
13.) Krankenversicherung: mutige Niederländer
14.)
Chip im Mund statt Zähneputzen?
15.)
Zum Schluss: Bußgeld für Zahnspangen
1.)
Elektrische Zahnbürsten:
Keine nachweisbare Überlegenheit einer Konstruktionsart
Wir haben schon mehrfach darüber berichtet, dass sich elektrische
Zahnbürsten kontinuierlich einen immer größeren Marktanteil erobern.
Nun wird viel über die Vorzüge dieser oder jener Elektrischen
geschrieben - je nachdem, aus welchem firmenabhängigen Testlabor die
Berichte stammen. "Neutrale" Tests sind hingegen rar und es ist positiv zu bewerten, dass sich der jüngste Deutsche Zahnärztetag
u.a. auch diesem Thema angenommen hatte. Danach sieht es z.Zt. so aus:
Noch nicht alle Hersteller haben die seit Jahren geforderte
Notwendigkeit der abgerundeten Zahnborsten in ihr Programm übernommen.
Gerade dies ist eine essentielle Forderung, während die
Konstruktionsart - rotierend-oszillierend oder schallbetrieben - nicht
den Einfluss haben dürfte, wie er immer wieder in Werbeversprechungen
dargestellt wird.
Die Effektivität von zwei
elektrischen und zwei schallbetriebenen Zahnbürsten wurde in einem Labor
untersucht. Dabei wurden die folgenden Ergebnisse im Bereich von
Zahnfehlstellungen erzielt:
1. Oral B Professional Care
7000 (rotierend-oszillierend): 96,0 bis 97,7 Prozent
2. Colgate Antibrush
(rotierend-oszillierend):
91,3 bis 94,7 Prozent
3. Oral B Sonicare Complete
(schallbetrieben):
92,8 bis 93,7 Prozent
4. Philips Sonicare Elite
(schallbetrieben):
92,0 bis 92,9 Prozent
Die Belagentfernung im Bereich von parodontalen Rezessionen
("Zahnfleischschwund") ergab die folgenden Resultate:
1. Oral B Sonicare Complete:
93,3 bis 94,0 Prozent
2. Oral B Professional Care:
92,0 bis 93,4 Prozent
3. Philips Sonicare Elite:
90,7 bis 93,2
4. Colgate Antibrush:
88,4 bis 89,9 Prozent
Manuelle und visuelle Einschränkung im hohen Alter beeinflussen in
besonderem Maße die Qualität der Mundhygiene. Eine professionelle Anleitung
mit Handzahnbürsten
scheint auf Grund vorwiegend manueller Einschränkungen dieser
Personengruppe kaum positive
Effekte zu zeigen, während die regelmäßige Anwendung von elektrischen
Zahnbürsten eine deutliche Verbesserung der Mundhygiene bewirken
konnte.
[gekürzt und
überarbeitet nach ©:
Kimmel in DZW 50/05 ]
Basics:
Mundhygiene auf
www.zahnwissen.de
2.)
Änderungen bei den Festzuschuss- Richtlinien
Die in 2005 in Kraft
getretenen Festzuschüsse für Zahnersatz haben neben einem erheblichen
Mehr an Verwaltung auch Ungereimtheiten und Auslegungsfragen mit sich
gebracht. Auf Grundlage der ersten Praxiserfahrungen in der
Richtlinienumsetzung wurden vom zuständigen
Gemeinsamen Bundesausschuss Anpassungen vorgenommen, welche für
eine größere Klarheit bei der Bezuschussung von zahnprothetischen
Leistungen sorgen sollen. Wir haben diese Änderungen (sie sollen ab
1.4.2006 gültig werden), welche noch einer mehr formalen Bestätigung
durch das zuständige Ministerium bedürfen, schon in unsere rege
besuchte
Festzuschuss-Seite
eingearbeitet. Als besonders erwähnenswert finden wir, dass zwar - wie
bisher - immer eine Gesamtplanung erfolgen muss. Die Behandlung selbst
kann dann aber in mehreren Schritten ("Therapieschritten") erfolgen.
Dies erscheint uns gerade bei größeren Versorgungen im Sinne einer
übermäßigen Einmalbelastung des Patienten äußerst sinnvoll. Leider
wurde an der Systematik selbst wenig geändert, so dass ohne den
Einsatz EDV-gestützter Programme die Interpretation der
Festzuschuss-Richtlinien weiterhin ein kompliziertes und selbst für
Fachleute schwieriges Unterfangen ist.
Der Gemeinsame Bundesausschuss schreibt zu diesen Änderungen:
"Im Bereich der vertragszahnärztlichen Versorgung bildete
die Überprüfung der am 1. Januar 2005 in Kraft getretenen
Festzuschuss- Richtlinien einen Schwerpunkt der Arbeit des G-BA. Auf
Grundlage der ersten Praxiserfahrungen in der Richtlinienumsetzung
wurden Anpassungen vorgenommen, welche für eine größere Klarheit bei
der Bezuschussung von zahnprothetischen Leistungen sorgen.
Korrespondierend mit der Einführung des Festzuschusssystems wurden in
den Zahnersatz-Richtlinien die Voraussetzungen für eine Versorgung mit
Freiendbrücken im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung neu
definiert. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben ist eine regelmäßige
Überprüfung der Festzuschuss-Richtlinien vorgesehen, um Veränderungen
in der Versorgungssituation der Versicherten sowie Entwicklungen in
der Zahnmedizin Rechnung zu tragen."
Weiter hat das Bundesschiedsamt den ZE-Punktwert für 2006 neu
vereinbart und auf 0,7212 Euro festgesetzt (= + 0,97%); wegen eines
komplizierten Genehmigungsverfahrens ist dieser Beschluss aber noch
nicht rechtskräftig.
Basics:
Festzuschuss ab 2005 auf
www.zahnwissen.de
3.)
Neue Bakterienart bringt Wurzelkanalbehandlungen zum Scheitern
Das Grauen hat einen neuen Namen: Actinomyces radicidentis.
Australische und schwedische Wissenschaftler haben eine neue
Bakterienspezies identifiziert, die für das Scheitern von
Wurzelkanalbehandlungen wohl mitverantwortlich ist.
Wenn Wurzelkanalbehandlungen nach allgemein akzeptierten Standards und
unter aseptischen Bedingungen durchgeführt werden, sind die
Erfolgsraten meist relativ hoch (85%). Dennoch: Auch in Fällen, in
denen auf hohem technischen Niveau und nach allen Regeln der Kunst
gearbeitet wurde, erweisen sich einzelne Fälle langfristig als
therapieresistent.
Einem Forscherteam der Universitäten Melbourne und Umeå gelang nun die
Identifizierung einer bislang unbekannten Actinomyces-Art, Actinomyces
radicidentis, die für das Scheitern der endodontischen Therapie
verantwortlich gemacht werden kann. Der Keim ließ sich an zwei
Schneidezähnen auch nach mehrmaliger fachgerechter Behandlung noch aus der
Region um die Wurzelspitze isolieren und kultivieren. Er zeigte sich in vitro
resistent gegenüber Kalziumhydroxid-Behandlung, ließ sich aber durch
mindestens fünfminütige Einwirkung von Hypochloridlösung eliminieren.
Der Erhalt der Zähne war letztlich nur durch chirurgische Intervention
möglich. Unklar blieb, ob es sich bei A. radicidentis um einen
natürlichen Bewohner der Wurzelumgebung handelt, bzw. wie und wann der
Infektionsweg des Bakteriums verläuft. Dies zu wissen wäre essentielle
Voraussetzung für eine zielgerichtete Therapie und bleibt Gegenstand
weiterer Forschung.
[ © :
Deutsche Apotheker- u. Ärztebank ]
Basics:
Wurzelkanalbehandlung
im
Zahnwissen-Lexikon
4.)
Vollkeramik auf einen
Blick - Leitfaden für Praxis und Labor
Vollkeramische Versorgungen erlebt
z.Zt. eine stürmische Entwicklung wenn es darum geht, immer bessere
und widerstandsfähige Materialien bei der Versorgung von
Zahndefekten einzusetzen. Gerade auf dem Gebiet des "weißen Stahls"
- so lautet eine sicherlich nicht übertriebene Bezeichnung für die
neuen Hochleistungskeramiken - hat sich in den letzten Jahren enorm
viel getan. Hinzu kommen neue Fertigungs- und Befestigungstechniken
- CAD/CAM sei hier nur beispielhaft erwähnt - und völlig neue
Indikationen. War früher das Einsatzgebiet für keramische Massen die
klassische Einzelzahnkrone, auch landläufig unter dem Namen
"Jacketkrone" bekannt, so sind heute kleinere Brücken im
Seitenzahngebiet mit modernen Keramiken kein Problem mehr. Veneers,
Teleskopkronen, Implantataufbauten sind nur ein weiteres Beispiel
dafür, wie althergebrachte Werkstoffe und Techniken immer mehr durch
das biologisch einwandfreie weiße Material ersetzt werden.
Um dem Fachmann - aber auch dem interessierten Laien - einen
Wegweiser in diesem Dschungel von neuen Begriffen, Indikationen und
Techniken zu geben, hat die "Arbeitsgemeinschaft für Keramik in der
Zahnheilkunde e.V." fünf kompetente Wissenschaftler verpflichtet,
einen Leitfaden zur Indikation, Werkstoffauswahl, Vorbereitung und
Eingliederung vollkeramischer Restaurationen zu erarbeiten - mit
neuesten Erkenntnissen aus Klinik und Praxis. Nun liegt die
90-seitige, mit über 100 Abbildungen als illustrierte
Hardcover-Broschüre im Format 21x21 cm vor, verfasst unter dem Titel
"Vollkeramik auf einen Blick" von K.H. Kunzelmann, P. Pospiech, A.
Mehl, R. Frankenberger, B. Reiss, K. Wiedhahn und M. Kern.
Ohne zu übertreiben, kann dieses Werk als eine der wichtigsten
Neuerscheinung auf dem Gebiet der Zahnmedizin bezeichnet werden.
Kompetente Texte, eine übersichtliche Gliederung und verständliche,
grafisch hochwertige Abbildungen zeichnen die Broschüre aus und
werden diesem anspruchsvollen Werkstoff mehr als gerecht.
Der broschierte Band ist für 29,90 € im
Buchhandel unter der ISBN-Nr. 3-00-017195-0 oder über die
Arbeitsgemeinschaft für Keramik in der Zahnheilkunde e.V.
erhältlich. Mail: Manfred Kern,
info@ag-keramik.de
Basics:
Vollkeramik
im
Zahnwissen-Lexikon
5.)
Wirtschaftsfaktor Zahnärzte
Die Zahl der deutschen Vertragszahnärzte stieg 2004 auf
55.441. Diese arbeiteten durchschnittlich 47,9 Stunden (West und
Ost) pro Woche und erwirtschafteten einen Gesamtumsatz von rund 20
Milliarden Euro. Ende 2004 beschäftigten die Vertragszahnärzte rund
226.000 Arbeitnehmer, davon rund 38.000 Auszubildende.
Diese und weitere statistische Basisdaten zur gesamtwirtschaftlichen
Bedeutung der Zahnärzte, zu GKV-Einnahmen und -Ausgaben,
Bevölkerungsstruktur, zur betriebswirtschaftlichen Entwicklung der
Zahnarztpraxen und anderem mehr bietet das jetzt veröffentlichte
KZBV Jahrbuch 2005. Die als objektive Quelle und wichtiges
Handwerkszeug bewährte Datensammlung aus amtlichen und offiziellen
Statistiken von KZBV, BZÄK, Statistischem Bundesamt sowie BMG kann
zum Selbstkostenpreis von acht Euro (zuzüglich Porto) bestellt
werden:
www.kzbv.de/service/broschüren
[©: zm-online.de ]
Basics:
Vertragszahnarzt
im
Zahnlexikon-Online
6.)
Schlechtes Zeugnis für
das US-amerikanische Gesundheitssystem
Obwohl die Vereinigten Staaten nach Angaben der Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 14 Prozent
ihres nationalen Einkommens für das Gesundheitswesen ausgeben, haben
nun gleich zwei Studien belegt, dass das Gesundheitswesen der USA im
internationalen Vergleich schlecht abschneidet.
In einer Studie des Commonwealth Fund, bei der schwer oder chronisch
kranke Patienten in sechs Industriestaaten (Kanada, Australien,
Neuseeland, Großbritannien, die USA und Deutschland) nach ihren
Versorgungserfahrungen befragt worden waren, erhielt das
US-amerikanische System in vielen Bereichen die schlechtesten Noten:
So erhielten 34
Prozent der US Patienten entweder falsche Arzneimittel, eine
inadäquate Behandlung oder inkorrekte oder verzögerte Testresultate
(verglichen mit 23 Prozent in Deutschland und 22 Prozent in
Großbritannien)
Sechzehn Prozent der
Befragten in den USA hatten keinen festen Haus- oder Vertrauensarzt
(verglichen mit 3 Prozent in Deutschland und 4 Prozent in
Großbritannien). Nur 50 Prozent hatten eine langfristige
Arzt-Patienten-Beziehung von mindestens fünf Jahren (78 Prozent in
Deutschland, 69 Prozent in Großbritannien)
Fast 40 Prozent der
US-Patienten sagten, es sei "sehr schwierig", nachts, an Feiertagen
oder am Wochenende ärztliche Hilfe zu erhalten, ohne die
Notfallstation eines Krankenhauses in Anspruch zu nehmen (11 Prozent
in Deutschland, 22 Prozent in Großbritannien). 55 Prozent der
US-Amerikaner gaben denn auch an, in den vergangenen zwei Jahren die
Notfallstation aufgesucht zu haben. Nur in Kanada war diese Rate mit
60 Prozent noch höher (in Deutschland 28 Prozent, in Großbritannien
45 Prozent)
Mit Abstand am
schlechtesten schneiden die USA auch ab, wenn es um kostenbedingte
Zugangsprobleme geht: Geldmangel hinderte 40 Prozent der
US-Patienten daran, verschriebene Medikamente abzuholen und hielt 34
Prozent davon ab, zum Arzt zu gehen
Vierunddreißig
Prozent der in den USA Befragten gaben an, ihre Selbstbeteiligung
habe 2004 mehr als 1.000 US-Dollar betragen
Im "Human Development Report 2005" der UN wird das reichste Land der
Welt mehr als einmal in einem Atemzug mit Entwicklungsländern
erwähnt. Der UN-Bericht unterstreicht, dass die ungleiche
Einkommensverteilung in den USA sowie die Tatsache, dass das Land
keine Krankenversicherung für alle seine Bürger hat, zu skandalösen
Ergebnissen führen. So ist etwa die Säuglingssterblichkeit in den
USA auf gleichem Niveau wie in Malaysia - einem Land, in dem das
durchschnittliche Einkommen etwa ein Viertel des US-amerikanischen
beträgt. Rassenbezogene Ungleichheit ist ebenfalls ausgeprägt. Die
Lebenserwartung in den Vereinigten Staaten ist, so die UN, ebenfalls
vom Einkommen abhängig: Ein Junge, dessen Eltern zu den 5 Prozent
der reichsten Amerikaner gehören, hat eine um 25 Prozent höhere
Lebenserwartung als ein Junge, dessen Eltern zu den 5 Prozent der
ärmsten Bürger gehören. Einkommensunterschiede führen zu ungleichem
Zugang zur Gesundheitsversorgung: 36 Prozent der US-Amerikaner, die
unter der Armutsgrenze leben, sind ohne Krankenversicherung.
[© :
Zahnarztwoche ]
7.)
Gleiches Honorar für die Behandlung
von Privat- und Kassenpatienten - Was denken die Verbraucher?
Das Gesundheitssystem
krankt - die Wartezimmer sind voll, die Kassen überlastet und die
Patienten unzufrieden. Mit ihren Plänen zur Sanierung des
Gesundheitswesens hat Ulla Schmidt erneut eine kontroverse Diskussion
entfacht. Ein Punkt auf der Agenda der Politikerin: eine Änderung der
Gebührenordnung. Denn die Bevorzugung der Privatpatienten im
Praxis-Alltag ist der Gesundheitsministerin ein Dorn im Auge. Doch ihr
Plan, die Arzthonorare für privat und gesetzlich Krankenversicherte
anzugleichen, stößt nicht nur beim eigenen Koalitionspartner sondern
auch in der gesamten Gesundheitslobby auf Widerstand.
Doch wie stehen die
Endverbraucher zum Thema Pauschalhonorare? Die Europa Apotheek Venlo hat
in einer Internet-Umfrage 1033 Verbraucher um ihre Meinung gebeten.
Umfrageergebnis:
Sind Sie der Meinung,
dass die Pläne der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, Leistungen für
gesetzlich und privat versicherte Patienten gleich abzurechnen,
umgesetzt werden sollten?
Ja: 73,1 %
Nein: 23,5%
Weiß nicht: 3,4%
Das Ergebnis ist
überraschend: Obwohl nur ca. 8 % der Bevölkerung privat versichert sind,
stimmen doch über 23,5 % der Befragten gegen eine Angleichung der
Honorare. 3,4 % der Patienten zeigen sich unentschlossen. Das Gros der
Befragten, d.h. 73,1 %, steht den Plänen erwartungsgemäß aufgeschlossen
gegenüber. Die gleiche Abrechnung der Leistungen soll verhindern, dass
Kassenpatienten in der Behandlung benachteiligt werden.
[ Quelle: Klaus Gritschneder,
E-Mail:presse@europa-apotheek.com
]
Basics:
Gesetzliche Krankenversicherung ,
Private Krankenversicherung im
Zahnlexikon-Online
8.)
Schüler brauchen bessere
Pausenverpflegung
Schlechte Pausenverpflegung kann die Schulleistung von Kindern massiv
verringern. Die Deutsche Herzstiftung fordert deshalb Eltern dazu auf, Kindern
ordentliche Pausenbrote in den Ranzen zu stecken und nicht einfach Geld für süße
Stückchen vom Schulbäcker in die Hand zu drücken.
Schon lange ist bekannt, dass eine gute Ernährung die Lern- und
Konzentrationsfähigkeit von Kindern positiv beeinflussen kann. Dennoch wird im
Schulalter oft immer noch zu wenig auf eine entsprechende Verpflegung geachtet.
Trotz zahlreicher Empfehlungen nehmen viele Kinder zum Beispiel kein Frühstück
ein, das aber nach wissenschaftlichen Studien die Schulleistungen beträchtlich
steigern kann. Mehr Wert sollte auch auf die richtige Auswahl der
Pausenmahlzeiten gelegt werden. Wenig empfehlenswert sind zum Beispiel süße
Plunderstückchen, wie sie von vielen Schulbäckern angeboten werden. Zwar kann
solches Gebäck die Glukosewerte im Blut rasch erhöhen, doch kurze Zeit später
folgt häufig ein massiver Abfall des Zuckerspiegels, was enorme
Konzentrationsstörungen zur Folge haben kann.
Vollkornbrot als ideale Pausenernährung
Deutlich besser geeignet sind dagegen Vollkornprodukte. Denn:
"Ballaststoffreiche Nahrungsmittel werden vom Körper langsamer aufgenommen,
sodass im Blut eine ausreichend hohe Zuckerkonzentration über einen größeren
Zeitraum zustande kommt und das Gehirn seine maximale Leistungsfähigkeit länger
aufrecht erhalten kann", erläutert Professor Dr. med. Helmut Gohlke, Chefarzt im
Herz-Zentrum Bad Krozingen und Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung. Ein
konstant hoher Blutzuckerspiegel ist deshalb so wichtig, weil das Gehirn im
Gegensatz zu anderen Organen seinen Energiebedarf von Natur aus nur durch
Bereitstellung von Glukose und nicht durch die Spaltung von Fetten oder anderen
Energieträgern sicherstellen kann.
Spaß am Essen fördern
Neben wichtigen Gesundheitsaspekten sollte bei der Pausenernährung aber auch
der Spaß am Essen nicht zu kurz kommen, wie die Deutsche Herzstiftung betont.
Zum Beispiel lassen sich knusprige Pausenbrote zusätzlich mit kleinen Tomaten
oder Gurkenscheiben bunt und einfallsreich garnieren. Grundsätzlich sollte bei
der Pausenverpflegung auch auf möglichst viel Abwechslung geachtet werden. Denn
nichts schmälert die Lust am Essen mehr, als täglich das Gleiche zu essen.
Zahlreiche Tipps zur optimalen Zubereitung von Pausenbroten und Informationen
zu den gesundheitlichen Hintergründen einer guten Pausenernährung hat die
Deutsche Herzstiftung kompakt und übersichtlich zusammengefasst. Der kleine
Ratgeber "Mehr Farbe für das Pausenbrot" kann kostenlos bestellt werden bei:
Deutsche Herzstiftung e.V., Stichwort "Pausenbrot", Vogtstraße 50, 60322
Frankfurt am Main oder über die Internetseiten der Deutschen Herzstiftung (www.herzstiftung.de).
9.)
Body-Check für Kinder und Jugendliche
(aid) - Wenig Bewegung, reichlich und fettreiches Essen. In
den Wintermonaten sammeln sich besonders leicht überflüssige Pfunde an.
Schlankheitsmittel, Wunder- und Blitzdiäten versprechen eine schnelle
und problemlose Gewichtsabnahme. Doch meist ist der Erfolg von kurzer
Dauer. Wer gesund und langfristig abnehmen möchte, sollte dauerhaft auf
eine vollwertige und ausgewogene Ernährung umstellen.
Ob das Körpergewicht zu hoch ist, lässt sich mit Hilfe des Body-Checks
auf www.was-wir-essen.de beurteilen. Der "Body-Mass-Index", kurz BMI,
ist das Verhältnis von Gewicht zur Körpergröße und ein sehr gutes Maß
für die Einschätzung des Körpergewichts. Nur in wenigen Fällen können
die Werte irrtümlich auf Übergewicht hindeuten, wenn extrem viel
körperlich gearbeitet oder trainiert wird. Denn der BMI unterscheidet
nicht zwischen Muskel- und Fettmasse. Für Kinder gelten die üblichen
Berechnungen nicht, da sich der normale Körperfettanteil ständig
verändert. Aus diesem Grund hat man Normwertkurven - so genannte
Perzentilkurven - für den BMI entwickelt. Körpergröße und -gewicht,
Alter und Geschlecht werden im Bodycheck für Kinder und Jugendliche bis
18 Jahren berücksichtigt. Wer zu viel oder zu wenig wiegt, findet in
seiner Antwort hilfreiche Ratschläge und Tipps für eine
Ernährungsumstellung. In einer Grafik sind die Perzentilkurven für den
BMI dargestellt, wobei der errechnete Wert mit einem Kreuz markiert ist.
Body-Check Online:
http://www.waswiressen.de/
10.)
Vorsicht, Wechselwirkungen! Wie Lebensmittel die Wirkung von Arzneien
beeinflussen
(ots) - Rollmops, Joghurt, manche Obstarten und andere Lebensmittel
können die Wirkung von Medikamenten beeinflussen - und zwar verstärken
oder auch vermindern. Das berichtet die Zeitschrift natur+kosmos in
ihrer Februarausgabe. Vorsichtig sollten Patienten vor allem bei
Grapefruitsaft sein. Pampelmusen enthalten Stoffe, die mit mehr als
der Hälfte aller Arzneimittel reagieren. Dazu gehören Blutdrucksenker,
Psychopharmaka, HIV- und Epilepsiemittel oder immunsuppressive
Medikamente, wie sie Allergiker oder Organtransplantierte bekommen.
Sogar die verhütende Wirkung der Antibabypille wird durch den sauren
Saft beeinträchtigt.
Auch der unscheinbare Camembert, eingelegte Heringe, überreife
Avocados oder Dauerwurst können in Kombination mit Arzneien zur Gefahr
werden. Sie enthalten nämlich die Aminosäure Tyramin, deren Abbau
durch manche Antidepressiva gehemmt wird, wodurch der Körper mehr
Noradrenalin freisetzt. Dieses Hormon treibt den Blutdruck hoch und
kann Herzrhythmusstörungen, im Extremfall sogar Gehirnblutungen
auslösen.
Milch, Quark, Joghurt und Käse stören Antibiotika aus der Gruppe der
Tetracycline bei der Arbeit, und die sonst als supergesund angesehenen
Ballaststoffe in Brot oder Müsli können die Aufnahme von Wirkstoffen
aus Medikamenten im Dünndarm verzögern. Das gilt für Schmerzmittel,
Antidepressiva und manche Antibiotika.
In jedem Fall empfehlen Experten einen genauen Blick auf den
Beipackzettel der Medikamente, denn Pharmafirmen sind verpflichtet
alle bekannten Wechselwirkungen auch mit Nahrungsmitteln aufzulisten.
Darüber hinaus sollte man vor allem auf den richtigen Zeitpunkt der
Einnahme achten. Häufig wird die Angabe "vor" oder "nach" dem Essen
missverstanden. Sie empfiehlt einen zeitlicher Abstand von ein bis
zwei Stunden zum Essen und nicht kurz bevor oder danach, wie oft
vermutet.
[
©: Susanne
Friedmann,
Redaktion natur+kosmos,
Susanne@natur.de,
Telefon: 089 45616 229
]
Basics: Pharmakon im
Zahnlexikon-Online
11.)
Mineralwasser aus PET-Flaschen ist mit Antimon verunreinigt
In PET-Flaschen abgefülltes Mineralwasser ist mit
Antimon (Sb), einem potentiell toxischen Schwermetall, dass keine
bekannte physiologische Funktion besitzt, verunreinigt. Antimontrioxid
wird als Katalysator bei der Herstellung von PET (Polyethylenterephthalat)
eingesetzt. PET enthält typischerweise einige hundert mg/kg Antimon.
Als Vergleich: Die meisten Gesteine und Böden der Erdoberfläche
enthalten weniger als 1 mg/kg Sb.
Prof. William Shotyk und seine Mitarbeiter am Institut für Umwelt-
Geochemie der Universität Heidelberg bestimmten Antimon im Wasser von
15 kanadischen Handelsmarken, das in Flaschen abgefüllt wurde, und 48
Marken aus ganz Europa. Sein Team analysierte Antimon auch in
unberührtem, ursprünglichem Grundwasser aus einer ländlichen Gegend
Kanadas, in deionisiertem Wasser, in PET-Flaschen abgefülltem Wasser
dreier Marken sowie im Wasser einer neuen kanadischen Marke, das
kommerziell in Polypropylenflaschen abgefüllt wird.
Aufgrund der niedrigen Antimon-Konzentration in natürlichen,
unberührten Grundwässern ist seine Bestimmung eine große analytische
Herausforderung, die Dr. Michael Krachler, ein führender Experte auf
dem Gebiet der Sb-Bestimmung in Umweltproben, vor kurzem erfolgreich
meisterte. Für diese Aufgabe machte sich Dr. Krachler unter anderem
die einzigartige Reinrauminfrastruktur, die am Institut für Umwelt-
Geochemie verfügbar ist, zunutze. Zuvor war es ihm auf diese Art und
Weise möglich, Antimon in Schnee- und Eisproben aus der kanadischen
Arktis zu bestimmen.
Das unberührte, saubere Grundwasser enthielt nur 2 ng/L Sb. Das
kommerziell in Flaschen abgefüllte Wasser überschritt diesen Wert
typischerweise um das mehrere Hundertfache. Der Antimon-Gehalt des in
Polypropylenflaschen abgefüllten Wassers war vergleichbar mit dem des
sauberen Grundwassers und legt die Vermutung nahe, dass die PET-
Flaschen für die erhöhten Sb-Konzentrationen verantwortlich sind.
Obwohl deionisiertes Wasser sehr sauber sein sollte, enthielt es, wenn
es in PET-Flaschen abgefüllt wurde, vergleichbare Mengen an Sb wie die
anderen Wässer in PET-Flaschen. Analysen der durch die Abfüllung des
sauberen Grundwassers in PET-Flaschen erhaltenen Wasserproben
bestätigten sehr schnell, dass die Flaschen das Wasser durch Abgabe
von Antimon verunreinigen.
Der Vergleich dreier Markenwässer aus Deutschland, die sowohl in Glas-
als auch in PET-Flaschen erhältlich sind, zeigte, dass Wasser in PET-
Flaschen bis zu 30-mal höhere Antimon-Gehalte aufweist. Als
endgültigen Beweis der Verunreinigungshypothese beprobte Prof. Shotyk
Wasser von einer kommerziellen deutschen Quelle. Vor der Abfüllung
enthielt dieses Wasser nur 4 ng/L Sb. Die Antimon-Konzentration des in
einem lokalen Supermarkt gekauften und in PET-Flaschen abgefüllten
Wassers derselben Marke stieg deutlich an und betrug 360 ng/L Sb.
Proben dieses Wassers in PET-Flaschen, das drei Monate zuvor gekauft
wurde, enthielten sogar 630 ng/L Sb.
Obwohl der Antimon-Gehalt aller getesteten Markenwässer deutlich unter
dem in den Trinkwasserverordnungen verschiedener Länder empfohlenen
Grenzwerten lag, sagt Shotyk, dass die kontinuierliche Abgabe von
Antimon aus der Flasche in die Flüssigkeit stört. "Es gibt
höchstwahrscheinlich keinen nützlichen Effekt der Antimon-
Verunreinigung." Er stellt weiterhin heraus, dass in Japan PET mittels
Titan - einem Element, das praktisch unlöslich und ungefährlich ist -
anstelle des potentiell toxischen Antimon hergestellt wird.
[ © : Prof. Dr. William Shotyk,
Institut für Umwelt-Geochemie Universität Heidelberg,
shotyk@ugc.uni-heidelberg.de ]
12.)
"Stern": Viele Zahnarztpraxen sind nur durch Privatpatienten über die
Runden gekommen
Für die Zahnärzte sind die goldenen Zeiten längst vorbei - dies
berichtet zumindest der "Stern" in seiner aktuellen Ausgabe. "Die
durchschnittlichen Kosten für die Neugründung einer Einzelpraxis haben
mit 335.000 Euro Rekordhöhe erreicht, und bei vielen Ärzten ist die Zahl
der Patienten gesunken", begründet das Nachrichtenmagazin diese Aussage.
Ein Grund für diese Entwicklung sei, dass sich die Zahnarztdichte seit
den 70er Jahren in Deutschland fast verdoppelt habe. "Auch die
verschiedenen Anläufe zur Gesundheitsreform mit Kostendämpfungsgesetzen,
Budgetierung, Praxisgebühr und befundorientierten Festzuschüssen hatten
Auswirkungen", schreibt das Magazin weiter. So seien die Zahnarztbesuche
2005 im Vergleich zum Vorjahr je nach Region um bis zu zehn Prozent
zurückgegangen. "Für Hamburg beispielsweise heißt das, dass den 1.400
Zahnarztpraxen 130.000 Patienten fehlen", heißt es in dem Bericht.
Viele Praxen seien in den vergangenen Jahren nur über die Runden
gekommen, weil sie Privatpatienten gehabt hätten, mit denen sich weit
höhere Gewinnspannen erzielen ließen als mit Kassenpatienten. "Andere
setzten verstärkt auf Zusatzleistungen, die auch der privat versicherte
Patient oft selbst bezahlt", schreibt der "Stern".
[ ©
Facharzt.de Publishing Services GmbH ]
13.)
Krankenversicherung: mutige
Niederländer
Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland wird
voraussichtlich auch künftig in vielen kleinen Schritten reformiert. In
den Niederlanden ist zum 1. Januar ein neues Modell eingeführt worden.
Seitdem zahlen alle Holländer eine Prämie für die Krankenversicherung,
die nur eine Grundversorgung übernimmt. Weitere Wünsche müssen über
Zusatzpolicen abgedeckt werden. Einen Transfer auf Deutschland lehnten
Politiker und Gesundheitsexperten auf der Tagung der Gesellschaft für
Recht und Politik im Gesundheitswesen (GRPG) ab.
Ein Land hat den Mut, seine Krankenversicherung von Grund auf
umzukrempeln. Dazu gehört eine Bevölkerung, die nicht sofort eine
Neiddebatte anzettelt. Arbeitgeber, die trotz kräftiger Belastung nicht
sofort den Wirtschaftsstandort in Gefahr wähnen. Politiker, die sich
parteiübergreifend einigen können. Und Funktionäre, die nicht jeden
Vorschlag sofort kleinreden.
Dieses Land heißt natürlich nicht Deutschland,
sondern Niederlande
Ob die Nachbarn mit ihrer neuen Krankenversicherung Erfolg haben werden,
weiß niemand. Fest steht aber, dass eine große Reform der
Krankenversicherung in Deutschland schon wegen der oben genannten
fehlenden Voraussetzungen kaum möglich sein wird. Einigkeit besteht im
deutschen Gesundheitswesen meist nur in der Ablehnung von Vorschlägen.
Eine Reform wird deshalb die nächste ablösen. Patienten, Ärzte und
Beitragszahler müssen sich auf einen langen Prozess mit vielen
Anpassungen einstellen, die allen Beteiligten finanzielle Opfer
abverlangen.
Von den Ärzten erfordern die kurzen Reformintervalle ein hohes Maß an
Flexibilität und die Bereitschaft, trotz fehlender Planungssicherheit
unternehmerisches Risiko einzugehen - keine guten Voraussetzungen, um
dem Nachwuchs die Niederlassung in Deutschland schmackhaft zu machen..
[ © Dirk
Schnack ,
Ärztezeitung ]
14.) Chip im Mund statt Zähneputzen?
Viele Menschen stellen sich vor, dass es in Zukunft durch
High-Tech-Entwicklungen möglich wird, auf tägliches Zähneputzen zu
verzichten. Dies ergab eine Umfrage des Mundhygieneunternehmens One Drop
Only. Um zu erfahren, was sich die Menschen für ihre individuelle Zahn-
und Mundpflege wünschen, wurde die Frage gestellt: "Wie werden sich
Mund- und Zahnpflege in den nächsten Jahrzehnten Ihrer Meinung nach
entwickeln?"
Insgesamt beteiligten sich knapp tausend Personen an der offenen
Befragung.
-- 68 % der Befragten gehen davon aus, dass die aktive Mund- und
Zahnpflege auch in Zukunft entscheidend für die eigene Zahngesundheit
sein wird. Sie erwarten jedoch, dass die Instrumentarien eine bessere
Langzeitwirkung haben werden und man diese unkompliziert unterwegs
anwenden kann - beispielsweise ein Mundspray, das genauso effektiv ist
wie normales Zähneputzen.
-- 34 % der Antworten beschreiben eine Änderung der Nahrungsmittel
durch spezielle Zusätze, die die Zähne pflegen und reinigen, ohne ganz
auf das Zähneputzen verzichten zu können.
-- 13 % hoffen, dass der technische Fortschritt die aktive
Zahnpflege überflüssig machen wird, weil z.B. ein kleiner Chip im Gaumen
automatisch die Säure reguliert oder die Bildung bestimmter Bakterien an
den Zähnen und im Mund durch gentechnische Veränderungen komplett
verhindert wird.
-- Auch die Reinigung der Zähne durch Laser oder Ultraschall
erwägen einige, ebenso wie andere eine Kariesimpfung für möglich halten.
-- Besonders phantasievolle Befragte können sich die Reinigung der
Zähne durch die Strahlung des Handys vorstellen.
-- Selbst die komplette Zurückbildung der Zähne wurde angedacht.
-- Vereinzelt wurden technische Ideen entwickelt, wie die
hosentaschengroße Elektrozahnbürste, eine in den normalen Duschkopf
integrierte Hochdruckmunddusche, öffentliche Zahnpflegeautomaten oder
passende Einweg-Zahnprothesen für jedes Lebensalter.
[ © One Drop
Only GmbH ]
15.)
Zum Schluss: Bußgeld für Zahnspangen
BANGKOK (dpa). Wer eine Zahnspange tragen muß, ist meist
froh, sie schnell wieder los zu sein. Für thailändische Teenager
hingegen sind falsche Spangen für die Zähne der jüngste Mode-Hit - je
bunter und schriller, desto besser.
Aus Sorge um die Volksgesundheit geht jetzt allerdings die Regierung
massiv gegen die Plastikspangen vor und hat Herstellung, Import und
Verkauf verboten, berichtete die Zeitung "Bangkok Post". Nach Ansicht
der Gesundheitsbehörden können die Mode-Spangen die Zähne ruinieren oder
verschluckt werden. Manche enthielten zudem giftige Substanzen wie
Arsen, Blei oder Chrom. Wer gegen das Verbot verstößt, müsse mit einer
Geldbuße von umgerechnet 1000 Euro oder Haft rechnen, hieß es weiter.
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Ärztezeitung ]
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