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Zahnärztlicher NewsLetter Nr.
02/2007/ 1. Februar 2007
Gesetzlich Versicherte können durch einen Wechsel der Krankenkasse so viel
Geld sparen wie seit Jahren nicht mehr. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus"
berichtet, liegt die Bandbreite der Beitragssätze jetzt unter den bundesweiten
Kassen bei 3,3 Prozentpunkten. Zuvor seien es nur 1,9 Punkte gewesen. Allerdings
sind dies nur rein finanzielle Vergleiche - nicht erfasst wurden dabei die sog.
Bonusprogramme, welche durchaus ganz unterschiedlich sein können, ebenso wie
Kostenübernahmen, die nicht gesetzlich vorgeschrieben sind, wie z.B. Akupunktur
oder homöopathische Leistungen. Es lohnt sich also durchaus auch, bei einem
günstigeren Beitragssatz genauer hin zu schauen und auch die
Servicefreundlichkeit nicht außer acht zu lassen.
Ihre ZahnNewsLetter Redaktion
Inhalt
1.)
Nach Erkältung die Zahnbürste
wechseln
2.)
Forscher züchten Zahnwurzel aus Stammzellen, die sie Weisheitszähnen
entnommen haben
3.) Zahnärzte pflanzen
2006 schätzungsweise 600.000 Implantate ein
4.) Periointegration: Erfolgsformel für die
Implantologie
5.)
Zahnersatz immer noch
20 Prozent unter Normalniveau von 2004
6.)
Jeder Dritte leidet an Sodbrennen
7.)
Konsumenten überschätzen fettarme
Produkte
8.)
Gar kein Hokuspokus: Hypnose bei OP
am Kiefer
9.)
Europa-Vergleich - Deutsche
besonders gesundheitsbewusst
10.)
Erste Hilfe bei Kindern - Was
tun im Notfall?
11.) Fenchel:
gesundheitliches Multitalent
12.) Rückstände von
Pflanzenschutzmitteln
13.)
Zum Schluss: Peinlicher Schokoriegel
1.)
Nach Erkältung die Zahnbürste wechseln
Sobald eine Grippe oder ein grippaler Infekt auskuriert
ist, muss eine neue Zahnbürste her. Von der alten Zahnbürste droht
Ansteckungsgefahr. Dies berichtet der Informationskreis Mundhygiene
und Ernährung (IME) Frankfurt (Main).
Er empfiehlt, nach Erkrankungen des Mundraums die Zahnbürste
unbedingt zu wechseln, denn nach Erkältungen beziehungsweise
grippalen Infekten, aber auch nach behandelten
Zahnfleischentzündungen oder ausgeheiltem Herpes tummeln sich die
Erreger dieser Krankheiten hartnäckig weiter auf dem Putzwerkzeug.
Benutzt man die Zahnbürste nach dem Auskurieren weiterhin, kann dies
zu einer erneuten Ansteckung führen.
Damit die Zahnbürste die Zähne effektiv reinigen kann, muss
gewährleistet sein, dass sie nicht im Übermaß mit schädlichen Keimen
besiedelt ist. Sie sollte daher nach jedem Gebrauch gründlich
gereinigt werden. Auch beim sorgfältigsten hygienischen Umgang
hat die Bürste nach spätestens drei Monaten ausgedient. Nach
Krankheiten sollte hingegen sofort eine neue Zahnbürste her.
Außerdem sollte jeder Mensch nur seine eigene Zahnbürste benutzen
und diese grundsätzlich auch nicht verleihen, denn zumindest
Kariesbakterien könnten andernfalls in den Mund des Mitbenutzers
übertragen werden.
Einen aktuellen Hinweis zur Zahnbürstenhygiene gab Prof. Stephan Zimmer von
der Universitäts-Zahnklinik Düsseldorf auf dem Deutschen Zahnärztetag in Erfurt.
Er riet entschieden von Zahnbürsten mit Naturborsten ab, da diese den besten
Tummelplatz für Bakterien und Viren bieten. Kunststoffborsten hingegen lassen
den Erregern weniger Überlebenschancen.
[ ©:
Die Zahnarztwoche ]
Basics: Mundhygiene
auf
www.Zahnwissen.de
2.)
Forscher züchten neue Zahnwurzel aus Stammzellen, die sie gezogenen
Weisheitszähnen entnommen haben
Gezogene Weisheitszähne können helfen, zerstörte
Zahnwurzeln zu regenerieren: Sie enthalten Stammzellen, die nach dem
Einpflanzen in den Kiefer sowohl die feste Substanz der Zahnwurzel
als auch die Wurzelhaut bilden können. Das hat ein internationales
Forscherteam in einer Studie mit kleinen Hausschweinen gezeigt,
einer Tierart, deren Zahnaufbau dem des Menschen ähnelt. Die Zellen
machen es möglich, eine funktionsfähige neue Zahnwurzel zu züchten,
auf die problemlos eine künstliche Zahnkrone aufgesetzt werden kann.
Eine solche Technik könnte in Zukunft besonders für Patienten
interessant sein, deren Kieferknochen zu schwach ist, um ein
herkömmliches Zahnimplantat zu tragen.
Um zu testen, ob sich mithilfe dieser neuentdeckten Stammzellart
Zahnwurzeln regenerieren lassen, zogen die Wissenschaftler einigen
Minischweinen je einen unteren Schneidezahn. In das entstehende Loch
setzten sie dann ein wurzelförmiges Implantat ein, dessen äußere
poröse Schicht die Weisheitszahnstammzellen enthielt. Nach etwa drei
Monaten war das Implantat so fest in den Kiefer eingewachsen, dass
die Wissenschaftler eine Porzellankrone darauf setzen konnten, deren
Funktionsfähigkeit sie in den nächsten Wochen beobachteten. Das
Ergebnis: Die Tiere benutzten den neuen Zahn genauso wie ihren
echten Schneidezahn. Eine abschließende Röntgenuntersuchung
bestätigte schließlich, dass sich eine vollständige Wurzel inklusive
der die Wurzel im Kiefer verankernden Wurzelhaut ausgebildet hatte.
Zwar sei die neue Wurzel nicht ganz so belastbar gewesen wie die
ursprüngliche, den täglichen Ansprüchen halte sie jedoch problemlos
stand, schreiben die Wissenschaftler. Sie wollen nun klären, ob es
ähnliche Stammzellen auch in anderen Zähnen wie etwa den Milchzähnen
gibt. Schon in naher Zukunft soll dann in klinischen Studien
untersucht werden, ob die Technik auch beim Menschen funktioniert.
Da herkömmliche Metallimplantate nur eingesetzt werden können, wenn
der Kieferknochen, in den sie geschraubt werden, stark genug ist,
könnten die Bioimplantate für viele Menschen eine Alternative sein,
erklären die Forscher.
[ gekürzt nach ©: http://www.implantate.com/implantologie.php ]
3.)
Zahnärzte pflanzen 2006
schätzungsweise 600.000 Implantate ein
Die kürzlich veröffentlichte "Deutsche Mundgesundheitsstudie IV"
(siehe
ZahnNewsLetter 01/2007) gibt Auskunft über den aktuellen
Behandlungsbedarf der Bundesbürger. Diese verlieren bis zum
Erreichen der Lebensmitte (33-45 Jahre) im Durchschnitt 3 Zähne. Mit
zunehmendem Lebensalter kommt es zu einem deutlichen Anstieg des
Zahnverlustes, so dass im Seniorenalter (65-74 Jahre)
durchschnittlich 14,2 Zähne fehlen. In dieser Altersgruppe sind
immerhin fast ein Viertel (22,6 Prozent) der Bevölkerung im Ober-
und Unterkiefer vollständig zahnlos.
Erwachsene lassen ihre fehlenden Zähne nur in ca. 50 Prozent der Fälle
ersetzen, während bei den Senioren fast 90 Prozent der fehlenden Zähne
prothetisch ersetzt sind. Trotz des großen allgemeinen Interesses an
implantatgetragenen Rekonstruktionen waren bei den Erwachsenen nur in 1,4
Prozent und bei den Senioren nur in 2,6 Prozent implantatgetragene prothetische
Versorgungen vorhanden. Selbst wenn der Anteil implantatgestützter Versorgungen
gegenüber 1997 um 0,7 Prozent gestiegen ist, hat die Implantologie noch immer
einen geringen Anteil im Vergleich zur konventionellen Versorgung.
Allerdings: "Die Bereitschaft zum Tragen herausnehmbarer Prothesen sinkt",
erklärt der Präsident des 19. Jahreskongresses der DGI, Dr. Günter Dhom
(Ludwigshafen). Mehr als die Hälfte der Patienten, die einen herausnehmbaren
Zahnersatz tragen, haben damit mehr oder weniger große Probleme. Dies belegt
eine Untersuchung aus dem Jahr 2003. Mehr als ein Drittel fühlt sich etwa beim
Essen beeinträchtigt, 17 Prozent verkneifen sich sogar zu lächeln. Geht es um
"die Dritten", entscheiden sich inzwischen 1,4 Prozent der Männer und 3,6
Prozent der Frauen für implantatgestützten Zahnersatz.
Zahlreiche Studien zeigen, dass Implantatträger deutlich weniger
Einschränkungen der Lebensqualität in Kauf nehmen müssen als Menschen
mit konventionellem Zahnersatz. Kanadische Forscher von der McGill
Universität in Montreal untersuchten in einer Studie beispielsweise, wie
sich Implantate im Vergleich zu einer herausnehmbaren Prothese auf
verschiedene Lebensbereiche auswirken, unter anderem auf die Sexualität.
Resultat: Implantatträger fühlten sich zwei Monate nach der Versorgung
beim Küssen und bei der Sexualität weniger beeinträchtigt als jene
Patienten, die konventionellen Zahnersatz erhalten hatten. Auch beim
Essen, Sprechen und Gähnen haben die Implantatträger weniger Probleme.
[
©:
ritzert@proscience-com.de ]
Basics:
Implantate
im
Zahnlexikon-Online
4.)
Periointegration:
Erfolgsformel für die Implantologie
Um den Erhalt von Zahnimplantaten auch bei Risikopatienten dauerhaft zu
sichern, hat sich in Berlin die "Academy of Periointegration" (AP) gegründet.
Der Zusammenschluss führender Vertreter aus Forschung, Lehre, Praxis und
Industrie verfolgt das Ziel, durch fachübergreifende Zusammenarbeit Kriterien
für neuartige Zahnimplantate zu entwickeln, die den natürlichen Zahn so
authentisch wie möglich nachbilden und gleichzeitig Menschen mit Vorerkrankungen
wie Diabetes oder Osteoporose eine sichere Versorgung ermöglichen.
Zahnimplantate gehören zu den Innovationsträgern in der Zahnmedizin. 98 Prozent
der Eingriffe verlaufen erfolgreich, doch nach etwa 15 Jahren droht den
Patienten der Verlust des Implantats durch Periimplantitis, eine krankhafte
Veränderung der Mundschleimhaut. "Angesichts der wachsenden Zahl von Implantaten
wird sich die Periimplantitis zu einer der größten Herausforderungen in der
Implantologie entwickeln", sagte Dirk-Rolf Gieselmann.
Grundvoraussetzungen für den Langzeiterfolg von Implantaten ist u.a. die
Dichtheit der Durchtrittstelle im Bereich des Zahnfleisches sowie der
Implantatbauteile an sich. Um eine optimale Stabilität von Hart- und Weichgewebe
auf Dauer gewährleisten zu können, gilt es, durch den Einsatz neuer Technologien
Problemzonen zu eliminieren, die eine bakterielle Besiedlung und damit auch eine
Periimplantitis und Knochenabbau begünstigen. Die neue Arbeitsgemeinschaft setzt
der Periimplantitis den Begriff der "Periointegration" entgegen. Er steht für
die nachhaltige und dauerhafte Gesunderhaltung der Implantatumgebung durch die
bakterielle Abdichtung des natürlichen Zahnfleischsaumes und die perfekte
Nachahmung des natürlichen Zahnhalteapparates.
In interdisziplinär besetzten Arbeitsgruppen prüft die "Academy of
Periointegration", welche neuen Technologien für die Perio-Implantate genutzt
werden können. So prüfen die Experten u.a. den Knowhow-Transfer von technischen
Lösungen, die in anderen Industrie- oder Medizinbereichen bereits erfolgreich
zum Einsatz kommen. Speziell geht es hierbei um drei Schlüsseltechnologien, die
für die Zahnheilkunde nutzbar gemacht werden sollen.
Das vom renommierten Fraunhofer-Institut für Oberflächentechnologie in
Braunschweig entwickelte Beschichtungsverfahren von Hochleistungsgasturbinen mit
Zirkonoxid soll in Zukunft auch die bewährten Titan-Implantate zahnfarbenweiß
und gleichzeitig gewebefreundlich gestalten. Ein von Wissenschaftlern der
Charité Berlin für die Unfallchirurgie entwickeltes Ummantelungsverfahren für
Implantate sorgt für die Freisetzung von Antibiotika und Wachstumsfaktoren. Bald
soll es auf diese Weise die Sicherheit künstlicher Zahnwurzeln auch bei
Risikopatienten wesentlich verbessern. Zur Erzielung einer langfristigen
Bakteriendichtigkeit setzt die Forschergruppe auf ein Präzisionsverfahren aus
der Uhrenindustrie, das mittels einer Labyrinth-Dichtung das Infektionsrisiko
signifikant minimiert. Mit Hilfe dieser Technologien wollen die Wissenschaftler
gemeinsam mit der Industrie ein neuartiges Zahnimplantat unter der Bezeichnung "Periotype"
entwickeln.
Erste Forschungsergebnisse werden im Rahmen der 32. Internationalen Dentalschau
(IDS) vom 20. bis 24. März 2007 in Köln präsentiert.
[
gekürzt nach PM der Academy of Periointegration (AP),
kontakt@ap-foundation.de
,
www.ap-foundation.de ]
Basics: Implantate
auf
www.Zahnwissen.de
5.)
Zahnersatz (ZE) immer
noch 20 Prozent unter Normalniveau von 2004
Die Gesamausgaben der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sind in den ersten drei Quartalen 2006 um knapp 3 Prozent
gestiegen, der Zuwachs bei der Zahnbehandlung betrug dabei nur 1,6 Prozent, die
Ausgaben für Zahnersatz stiegen jedoch um 9,8 Prozent. Allerdings betrug der Einbruch mit Einführung der ZE-Festzuschüsse zum 1.
Januar 2005 in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres 33 Prozent, damit
fehlen gegenüber 2004 immer noch mehr als 20 Prozent des ZE-Umsatzes. Das liegt,
so rechnen Experten der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) vor, nicht an
Rückgängen in der Bezuschussung im Zahnersatz-Festzuschuss-System. Die
Versicherten würden vielmehr immer noch deutlich weniger ZE-Neuversorgungen beim
Zahnarzt in Anspruch nehmen als 2004. Obwohl die Nachfrage sich, wie die Zahlen
in der Vorlage von ZE-Heil- und Kostenplänen (HKP) zeige, weitgehend
normalisiert habe, kämen viele der geplanten ZE-Arbeiten nicht zur Ausführung.
Die Versicherten seien aufgrund der augenscheinlich hohen Zuzahlung zum Beispiel
bei einer „gleichartigen Versorgung“ statt der Regelversorgung von
beispielsweise 80 Prozent – nur 20 Prozent Erstattungsbetrag der Kasse sind auf
dem HKP ausgewiesen – erschrocken und verzichten oder verschieben die Therapie.
Das habe seine Ursache in der Darstellungsweise auf dem HKP, so ein Sprecher des
Verbands der Deutschen Zahntechniker-Innungen (VDZI), „und nicht, weil es teurer
geworden ist“. Früher wurde die Regelversorgung in der jeweiligen Zuschusshöhe
über Kasse abgerechnet und zusätzlich eine private Mehrkostenvereinbarung
getroffen. Da sei für die Patienten klar gewesen, „das ist medizinisch
notwendig“ und das andere ein „individueller Wunsch, den muss ich selbst
bezahlen“.
Für die ersten drei Quartale des Jahres 2006 erklärten die Spitzenverbände, dass
sich die positive konjunkturelle Entwicklung im Bereich der Gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) nicht maßgeblich niedergeschlagen habe. Mit 0,5
Prozent je Mitglied seien die Einnahmen nur schwach gestiegen und unverändert
zum Wert des 1. Halbjahrs 2006 geblieben. Als Gründe dafür nannten die Kassen,
dass die gute konjunkturelle Entwicklung bisher nicht zu spürbaren Lohn- und
Gehaltssteigerungen geführt habe; „die Zahl der Rentner steigt, während die
Renten stagnieren und damit für die gesetzlichen Krankenkassen keine höheren
Einnahmen zu erzielen sind“. Im Vergleich dazu sind die Leistungsausgaben mit
2,9 Prozent pro Mitglied noch immer recht stark gestiegen. Im Bereich der
Arzneimittel sei der starke Ausgabenanstieg aus dem Jahr 2005 durch das
Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) zwar gebremst, dennoch
bleibe die Entwicklung im Arzneimittelsektor (2,6 Prozent) eine maßgebliche
Ursache für den Anstieg der Leistungsausgaben insgesamt, „da die Ärzte nach wie
vor zu viele neue und teure Arzneimittel ohne therapeutischen Zusatznutzen
verordnen“. Die Spitzenverbände betonten, die geplante Gesundheitsreform werde
nicht dazu beitragen, die Finanzen im Jahre 2007 zu stabilisieren. Im Gegenteil:
Bereits mit Start der Reform müssten die Beitragssätze flächendeckend angehoben
werden. Die Politik trage die politische Verantwortung für die
Finanzierungslücke von gut 6,5 Milliarden Euro im Jahr 2007. Die Kürzung des
Steuerzuschusses, die Erhöhung der Mehrwertsteuer, aber auch neue finanzielle
Belastungen durch die Gesundheitsreform seien mitverantwortlich für den
Kostenanstieg.
[
gekürzt nach ©: Die
Zahnarztwoche ]
Basics: Festzuschüsse
auf
www.Zahnwissen.de
6.)
Jeder Dritte leidet an
Sodbrennen
Jeder dritte Erwachsene leidet einer Studie der Universitätsklinik
Köln zufolge an Sodbrennen. Wie die Wissenschaftler warnten, könne
der häufige Reflux von Säure Speiseröhrenkrebs verursachen. Mit 20
Prozent sei dies weltweit die Tumorart mit der höchsten jährlichen
Wachstumsrate
Männer und Frauen sind gleichermaßen von den Beschwerden betroffen,
berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Knapp jeder Zehnte leide
mehrmals pro Woche darunter. Einen Arzt suchten deswegen 43 Prozent
der Betroffenen auf, 45 Prozent nähmen Medikamente gegen das Leiden.
Für die repräsentative Untersuchung wurden 500 Menschen befragt.
[ ©:
zm-online , sth/dpa ]
Basics:
Reflux im
Zahnlexikon-Online
7.)
Konsumenten überschätzen fettarme Produkte
Wer Nahrungsmittel konsumiert, die als "fettarm" gekennzeichnet sind,
nimmt im Durchschnitt bis zu 28 Prozent mehr Kalorien auf. Das hat ein
Forscherteam der Cornell University im US-Bundesstaat New York bei
Erhebungen in Kinos, Ferienanlagen und Privathaushalten herausgefunden
"Die Leute vergegenwärtigen sich nicht, dass fettarm nicht unbedingt
kalorienarm bedeutet", sagte Studienleiter Brian Wansink laut einem
Bericht der Online-Agentur EurekAlert. Tatsächlich hätten fettarme
Snacks im Durchschnitt elf Prozent weniger Kalorien als herkömmliche
Produkte - die Konsumenten schätzten die Kalorienzahl jedoch um bis zu
40 Prozent niedriger ein.
Für fettleibige Menschen seien die Folgen dieses Irrtums besonders
fatal, denn sie nähmen auf diese Weise mehr Kalorien zu sich, als wenn
sie sich auf herkömmliche Weise ernährten.
[ ©:
zm-online.de
, sth/ÄZ ]
Basics: Ernährungsempfehlungen
auf Zahnwissen
8.)
Gar kein Hokuspokus: Hypnose bei OP am Kiefer
In der Lübecker Universitätsklinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie werden
Patienten regelmäßig unter Hypnose operiert. Geeignet sei die Hypnose
prinzipiell für alle Eingriffe, die in Lokalanästhesie vorgenommen werden
können, sagt Privatdozent Dirk Hermes. Hypnose nehme nicht nur die Angst vor dem
Eingriff. Sie entspannt den Patienten, was die Arbeit des Operateurs
erleichtert. Zusätzliche Sedativa und Anxiolytika erübrigen sich.
"Obwohl man im Mund und im Gesicht hervorragend lokal betäuben kann, lassen
viele Patienten die Eingriffe in Vollnarkose vornehmen", so Hermes zur "Ärzte
Zeitung". Denn die meisten Menschen hätten Angst vor Operationen am Kiefer und
Gesicht. Mancher ist aus Ängstlichkeit jahrelang nicht beim Zahnarzt gewesen,
was nun eine aufwändige Rundumsanierung mit Zahnreihenextraktionen und
Wurzelbehandlungen erforderlich macht. Aber auch Weichteileingriffe im Gesicht
möchte man lieber nicht "live" miterleben.
Mehr als 350 Eingriffe in Lübeck unter Hypnose
gemacht
Gerade die sehr ängstlichen Patienten lassen sich überraschenderweise besonders
gut hypnotisieren. "Hochängstliche Patienten mit starkem Vermeidungsverhalten
greifen doch nach jedem Strohhalm, den man ihnen bietet", so Hermes. Schlage man
ihnen vor, sich während der Behandlung per Hypnose an einen schönen Strand in
der Karibik zu begeben oder auf eine Gebirgswanderung, sei die Motivation,
dieses Angebot anzunehmen, sehr hoch. Die Beeinflussbarkeit (Suggestibilität)
dieser Personen sei deutlich gesteigert. Der Lübecker Kieferchirurg hat
inzwischen mehr als 350 Eingriffe mit Hilfe von Hypnose vorgenommen, von
Zahnextraktionen und Kieferoperationen bis hin zu ausgedehnten
Weichteileingriffen im Gesicht, etwa wegen eines Basalioms, oder ästhetischen
Operationen. Der Patient wird von ihm angeleitet, sich gedanklich an einen
schönen Ort zu begeben, wo er sich maximal entspannen kann. Dies kann durch
direkte Interaktion zwischen Arzt und Patient geschehen. Inzwischen gibt es aber
auch Hypnose-CDs zu kaufen, mit denen die Patienten in Trance versetzt werden.
Diese Trance ist eine aktiv nach innen gerichtete Bewusstseinslage, die äußere
Reize weitgehend ausblendet. Der Patient distanziert sich innerlich vom
Geschehen im Op-Saal und vom Eingriff selbst. Entgegen landläufiger
Vorstellungen bleibt der Patient voll geschäftsfähig, kann also durchaus äußern,
wenn er zum Beispiel noch etwas mehr Lokalanästhesie braucht. Mancher erkundige
sich zwischendurch auch mal, wie weit denn die Arbeit gediehen sei, bevor er
sich wieder "zurück an den Strand" begebe, berichtet Hermes.
Der Chirurg hat sich selbst in Hypnose mehrere Weisheitszähne ziehen lassen.
"Dabei haben mir meine lieben Kollegen ein paar Mal richtig weh getan." Doch
nehme man die Schmerzen lediglich mit einer gewissen Verwunderung zur Kenntnis.
Der psychische Aspekt der Schmerzwahrnehmung fällt durch die innerliche Distanz
zum Geschehen weg. "Bei nicht-hypnotisierten Patienten muss ich während der
Operation fast immer Lokalanästhetikum nachspritzen, bei hypnotisierten
Patienten fast nie", so Hermes’ Erfahrung. Sedativa und Anxiolytika werden ganz
eingespart. Damit erhöhe die Hypnose nicht nur den Komfort für die Patienten,
sondern sie könnten gegebenenfalls auch direkt nach dem Eingriff nach Hause
entlassen werden.
Weitere Informationen und Links zu Hypnose-Fachgesellschaften unter:
www.hypnose.de .
[ ©:
Thomas Meißner, Ärztezeitung ]
Basics:
Hypnose im
Zahnlexikon-Online
9.)
Europa-Vergleich - Deutsche besonders gesundheitsbewusst
So nehmen die Deutschen regelmäßig Vitamine und Mineralstoffe
und bemühen sich, ihr Gewicht zu reduzieren. 41 Prozent gaben an, sich
in drei und mehr Aktivitäten sportlich fit zu halten, um ihre Gesundheit
zu verbessern - im europäischen Schnitt lag der Anteil bei 37 Prozent.
Schlusslicht sind die Russen mit einem Anteil von nur 19 Prozent,
Spitzenreiter die Finnen mit 48 Prozent.
Bei Medikamenten spiele für die Deutschen nicht der Preis die größte
Rolle, sondern die Empfehlung des Arztes oder Apothekers sowie die
eigene Erfahrung mit dem Produkt. Dennoch greifen 68 Prozent gern auf
günstigere Generika zurück.
Insgesamt verstehen sich der Studie zufolge die Deutschen als
aufgeklärte Patienten: 87 Prozent fühlen sich sehr gut informiert über
Gesundheitsthemen. Den Spitzenwert belegen jedoch die Schweizer mit 92
Prozent. Der europäische Durchschnitt liegt bei 72 Prozent.
Als Informationsquelle zu Gesundheitsthemen genießen Ärzte sowohl in
Deutschland als auch in den anderen europäischen Ländern das größte
Vertrauen.
Für die Studie wurden mehr als 25.000 Europäer - darunter gut 9.400
Menschen in Deutschland - aus insgesamt 15 Ländern im Zeitraum zwischen
Mai und Juli 2006 befragt.
[ ©:
zm-online / ck/dpa
]
10.)
Erste Hilfe bei
Kindern - Was tun im Notfall?
Kinder erkunden die Welt und dabei passieren kleine oder größere Unfälle.
Situationen, die jeder kennt, der Kinder betreut: Ein Kind stürzt von der
Schaukel, wird von einer Wespe gestochen oder verschluckt sich an einem Bonbon.
Von Erwachsenen sind dann vor allem zwei Dinge gefordert: schnell und richtig
Hilfe leisten. Leichter gesagt als getan!
Die im Universum Verlag erschienene Registerbroschüre "Was tun im
Notfall - Erste Hilfe bei Kindern" bietet hier Hilfestellung in
allen Notfallsituationen, die mit Kindern passieren können. Kurz und
prägnant erfährt man in 13 Kapiteln, was im Einzelfall zu tun ist:
von "Bewusstlosigkeit" über "Vergiftungen" bis zu "Wunden".
Durch die klare farbliche Unterteilung der einzelnen Register ist
jedes Kapitel sofort zu finden. Das handliche Format und ein
Aufhänger machen die Broschüre praktisch in der Anwendung: Sie
eignet sich ebenso für das Aufhängen am Schwarzen Brett in
Kindertageseinrichtungen oder öffentlichen Räumen wie für den
Privathaushalt mit Kindern. Das Format der Broschüre macht sie auch
zum praktischen Begleiter in der Ausflugstasche.
[
weitere Infos:
www.universum.de/ ; 2,85 €]
11.)
Fenchel: gesundheitliches Multitalent
Gemüsefenchel ist nicht nur ein aromatischer Genuss, sondern
aus gesundheitlicher Sicht geradezu ein Multitalent. Im dem Gemüse, das
auch jetzt im Winter preiswert angeboten wird, steckt doppelt so viel
Vitamin C wie in Orangen und reichlich Betacarotin. Beide Inhaltstoffe
spornen die Abwehr an. Fenchel erreicht ebenfalls Spitzenwerte beim
Vitamin Folsäure, liefert viel Eisen für die Blutbildung, Kalzium für
stabile Knochen und Magnesium zum Schutz vor Muskelkrämpfen.
Fencheltee mit seinen schleim- und krampflösenden Eigenschaften wird
übrigens nicht aus den Knollen des Gemüsefenchel hergestellt. Er stammt
von den Früchten einer anderen Art, dem Bitterfenchel.
[ ©:
PM Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" 1/2007 ]
12.)
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln sind immer wieder
Gegenstand von Meldungen. Greenpeace warnt mit schöner
Regelmäßigkeit vor belastetem Obst und Gemüse aus führenden
deutschen Supermarktketten. Auch die amtliche
Lebensmittelüberwachung hat ihre Kontrollen gezielt intensiviert, um
herauszufinden, ob Paprika, Weintrauben, einige Strauchbeeren oder
Salate aus manchen Herkünften wirklich unsere Gesundheit gefährden. Mit gutem Grund, wie man dem gerade erst vorgestellten
Monitoring-Bericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit (BVL) entnehmen kann.
Viele Verbraucher sind verunsichert. Was darf man noch essen? Oder ist alles nur
halb so schlimm? Das Internet-Special "Pflanzenschutzmittel-Rückstände in
Lebensmitteln" informiert sachlich und umfassend über Herkunft, Gefahren,
Schutzmaßnahmen und gesetzliche Regelungen. Diese Informationen helfen Ihnen,
bewusst und nicht verunsichert einzukaufen. Es lohnt sich, mehr über die
Herkunft unserer Lebensmittel zu wissen!
Weitere Informationen unter
www.aid.de/verbraucher/start.php .
[ © aid ]
13.)
Zum Schluss: Peinlicher Schokoriegel
Körperkult und Diätenwahn treiben seltsame Blüten: Der
Kauf eines Schokoriegels ist manchen jungen Frauen peinlich, berichtet
die "Apotheken Umschau". Bei einer Umfrage des Psychologen Paul Rozin an
der Universität von Philadelphia (USA) sagten 13 Prozent der befragten
Studentinnen, beim Kauf von Kondomen gesehen zu werden, sei ihnen nicht
so peinlich.
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