Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 02/2007/ 1. Februar 2007

Gesetzlich Versicherte können durch einen Wechsel der Krankenkasse so viel Geld sparen wie seit Jahren nicht mehr. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, liegt die Bandbreite der Beitragssätze jetzt unter den bundesweiten Kassen bei 3,3 Prozentpunkten. Zuvor seien es nur 1,9 Punkte gewesen. Allerdings sind dies nur rein finanzielle Vergleiche - nicht erfasst wurden dabei die sog. Bonusprogramme, welche durchaus ganz unterschiedlich sein können, ebenso wie Kostenübernahmen, die nicht gesetzlich vorgeschrieben sind, wie z.B. Akupunktur oder homöopathische Leistungen. Es lohnt sich also durchaus auch, bei einem günstigeren Beitragssatz genauer hin zu schauen und auch die Servicefreundlichkeit nicht außer acht zu lassen.

Ihre ZahnNewsLetter Redaktion


Inhalt

 1.) Nach Erkältung die Zahnbürste wechseln
 2.) Forscher züchten Zahnwurzel aus Stammzellen, die sie Weisheitszähnen entnommen haben
 3.)
Zahnärzte pflanzen 2006 schätzungsweise 600.000 Implantate ein
 4.) Periointegration: Erfolgsformel für die Implantologie
 5.)
Zahnersatz immer noch 20 Prozent unter Normalniveau von 2004
 6.)
Jeder Dritte leidet an Sodbrennen
 7.)
Konsumenten überschätzen fettarme Produkte
 8.)
Gar kein Hokuspokus: Hypnose bei OP am Kiefer
 9.)
Europa-Vergleich - Deutsche besonders gesundheitsbewusst
10.)
Erste Hilfe bei Kindern - Was tun im Notfall?
11.) Fenchel: gesundheitliches Multitalent
12.)
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln
13.)
Zum Schluss: Peinlicher Schokoriegel
 

 


1.) Nach Erkältung die Zahnbürste wechseln

Sobald eine Grippe oder ein grippaler Infekt auskuriert ist, muss eine neue Zahnbürste her. Von der alten Zahnbürste droht Ansteckungsgefahr. Dies berichtet der Informationskreis Mundhygiene und Ernährung (IME) Frankfurt (Main). Er empfiehlt, nach Erkrankungen des Mundraums die Zahnbürste unbedingt zu wechseln, denn nach Erkältungen beziehungsweise grippalen Infekten, aber auch nach behandelten Zahnfleischentzündungen oder ausgeheiltem Herpes tummeln sich die Erreger dieser Krankheiten hartnäckig weiter auf dem Putzwerkzeug. Benutzt man die Zahnbürste nach dem Auskurieren weiterhin, kann dies zu einer erneuten Ansteckung führen.
Damit die Zahnbürste die Zähne effektiv reinigen kann, muss gewährleistet sein, dass sie nicht im Übermaß mit schädlichen Keimen besiedelt ist. Sie sollte daher nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt werden. Auch beim sorgfältigsten hygienischen Umgang hat die Bürste nach spätestens drei Monaten ausgedient. Nach Krankheiten sollte hingegen sofort eine neue Zahnbürste her.
Außerdem sollte jeder Mensch nur seine eigene Zahnbürste benutzen und diese grundsätzlich auch nicht verleihen, denn zumindest Kariesbakterien könnten andernfalls in den Mund des Mitbenutzers übertragen werden.

Einen aktuellen Hinweis zur Zahnbürstenhygiene gab Prof. Stephan Zimmer von der Universitäts-Zahnklinik Düsseldorf auf dem Deutschen Zahnärztetag in Erfurt. Er riet entschieden von Zahnbürsten mit Naturborsten ab, da diese den besten Tummelplatz für Bakterien und Viren bieten. Kunststoffborsten hingegen lassen den Erregern weniger Überlebenschancen.

[ ©: Die Zahnarztwoche ]

 
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2.) Forscher züchten neue Zahnwurzel aus Stammzellen, die sie gezogenen Weisheitszähnen entnommen haben

Gezogene Weisheitszähne können helfen, zerstörte Zahnwurzeln zu regenerieren: Sie enthalten Stammzellen, die nach dem Einpflanzen in den Kiefer sowohl die feste Substanz der Zahnwurzel als auch die Wurzelhaut bilden können. Das hat ein internationales Forscherteam in einer Studie mit kleinen Hausschweinen gezeigt, einer Tierart, deren Zahnaufbau dem des Menschen ähnelt. Die Zellen machen es möglich, eine funktionsfähige neue Zahnwurzel zu züchten, auf die problemlos eine künstliche Zahnkrone aufgesetzt werden kann. Eine solche Technik könnte in Zukunft besonders für Patienten interessant sein, deren Kieferknochen zu schwach ist, um ein herkömmliches Zahnimplantat zu tragen.
Um zu testen, ob sich mithilfe dieser neuentdeckten Stammzellart Zahnwurzeln regenerieren lassen, zogen die Wissenschaftler einigen Minischweinen je einen unteren Schneidezahn. In das entstehende Loch setzten sie dann ein wurzelförmiges Implantat ein, dessen äußere poröse Schicht die Weisheitszahnstammzellen enthielt. Nach etwa drei Monaten war das Implantat so fest in den Kiefer eingewachsen, dass die Wissenschaftler eine Porzellankrone darauf setzen konnten, deren Funktionsfähigkeit sie in den nächsten Wochen beobachteten. Das Ergebnis: Die Tiere benutzten den neuen Zahn genauso wie ihren echten Schneidezahn. Eine abschließende Röntgenuntersuchung bestätigte schließlich, dass sich eine vollständige Wurzel inklusive der die Wurzel im Kiefer verankernden Wurzelhaut ausgebildet hatte.
Zwar sei die neue Wurzel nicht ganz so belastbar gewesen wie die ursprüngliche, den täglichen Ansprüchen halte sie jedoch problemlos stand, schreiben die Wissenschaftler. Sie wollen nun klären, ob es ähnliche Stammzellen auch in anderen Zähnen wie etwa den Milchzähnen gibt. Schon in naher Zukunft soll dann in klinischen Studien untersucht werden, ob die Technik auch beim Menschen funktioniert. Da herkömmliche Metallimplantate nur eingesetzt werden können, wenn der Kieferknochen, in den sie geschraubt werden, stark genug ist, könnten die Bioimplantate für viele Menschen eine Alternative sein, erklären die Forscher.

[ gekürzt nach ©: http://www.implantate.com/implantologie.php ]


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3.) Zahnärzte pflanzen 2006 schätzungsweise 600.000 Implantate ein

Die kürzlich veröffentlichte "Deutsche Mundgesundheitsstudie IV" (siehe ZahnNewsLetter 01/2007) gibt Auskunft über den aktuellen Behandlungsbedarf der Bundesbürger. Diese verlieren bis zum Erreichen der Lebensmitte (33-45 Jahre) im Durchschnitt 3 Zähne. Mit zunehmendem Lebensalter kommt es zu einem deutlichen Anstieg des Zahnverlustes, so dass im Seniorenalter (65-74 Jahre) durchschnittlich 14,2 Zähne fehlen. In dieser Altersgruppe sind immerhin fast ein Viertel (22,6 Prozent) der Bevölkerung im Ober- und Unterkiefer vollständig zahnlos.

Erwachsene lassen ihre fehlenden Zähne nur in ca. 50 Prozent der Fälle ersetzen, während bei den Senioren fast 90 Prozent der fehlenden Zähne prothetisch ersetzt sind. Trotz des großen allgemeinen Interesses an implantatgetragenen Rekonstruktionen waren bei den Erwachsenen nur in 1,4 Prozent und bei den Senioren nur in 2,6 Prozent implantatgetragene prothetische Versorgungen vorhanden. Selbst wenn der Anteil implantatgestützter Versorgungen gegenüber 1997 um 0,7 Prozent gestiegen ist, hat die Implantologie noch immer einen geringen Anteil im Vergleich zur konventionellen Versorgung.

Allerdings: "Die Bereitschaft zum Tragen herausnehmbarer Prothesen sinkt", erklärt der Präsident des 19. Jahreskongresses der DGI, Dr. Günter Dhom (Ludwigshafen). Mehr als die Hälfte der Patienten, die einen herausnehmbaren Zahnersatz tragen, haben damit mehr oder weniger große Probleme. Dies belegt eine Untersuchung aus dem Jahr 2003. Mehr als ein Drittel fühlt sich etwa beim Essen beeinträchtigt, 17 Prozent verkneifen sich sogar zu lächeln. Geht es um "die Dritten", entscheiden sich inzwischen 1,4 Prozent der Männer und 3,6 Prozent der Frauen für implantatgestützten Zahnersatz.

Zahlreiche Studien zeigen, dass Implantatträger deutlich weniger Einschränkungen der Lebensqualität in Kauf nehmen müssen als Menschen mit konventionellem Zahnersatz. Kanadische Forscher von der McGill Universität in Montreal untersuchten in einer Studie beispielsweise, wie sich Implantate im Vergleich zu einer herausnehmbaren Prothese auf verschiedene Lebensbereiche auswirken, unter anderem auf die Sexualität. Resultat: Implantatträger fühlten sich zwei Monate nach der Versorgung beim Küssen und bei der Sexualität weniger beeinträchtigt als jene Patienten, die konventionellen Zahnersatz erhalten hatten. Auch beim Essen, Sprechen und Gähnen haben die Implantatträger weniger Probleme.

 [  ©: ritzert@proscience-com.de  ]

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4.) Periointegration: Erfolgsformel für die Implantologie

Um den Erhalt von Zahnimplantaten auch bei Risikopatienten dauerhaft zu sichern, hat sich in Berlin die "Academy of Periointegration" (AP) gegründet. Der Zusammenschluss führender Vertreter aus Forschung, Lehre, Praxis und Industrie verfolgt das Ziel, durch fachübergreifende Zusammenarbeit Kriterien für neuartige Zahnimplantate zu entwickeln, die den natürlichen Zahn so authentisch wie möglich nachbilden und gleichzeitig Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Osteoporose eine sichere Versorgung ermöglichen.

Zahnimplantate gehören zu den Innovationsträgern in der Zahnmedizin. 98 Prozent der Eingriffe verlaufen erfolgreich, doch nach etwa 15 Jahren droht den Patienten der Verlust des Implantats durch Periimplantitis, eine krankhafte Veränderung der Mundschleimhaut. "Angesichts der wachsenden Zahl von Implantaten wird sich die Periimplantitis zu einer der größten Herausforderungen in der Implantologie entwickeln", sagte Dirk-Rolf Gieselmann.
Grundvoraussetzungen für den Langzeiterfolg von Implantaten ist u.a. die Dichtheit der Durchtrittstelle im Bereich des Zahnfleisches sowie der Implantatbauteile an sich. Um eine optimale Stabilität von Hart- und Weichgewebe auf Dauer gewährleisten zu können, gilt es, durch den Einsatz neuer Technologien Problemzonen zu eliminieren, die eine bakterielle Besiedlung und damit auch eine Periimplantitis und Knochenabbau begünstigen. Die neue Arbeitsgemeinschaft setzt der Periimplantitis den Begriff der "Periointegration" entgegen. Er steht für die nachhaltige und dauerhafte Gesunderhaltung der Implantatumgebung durch die bakterielle Abdichtung des natürlichen Zahnfleischsaumes und die perfekte Nachahmung des natürlichen Zahnhalteapparates.

In interdisziplinär besetzten Arbeitsgruppen prüft die "Academy of Periointegration", welche neuen Technologien für die Perio-Implantate genutzt werden können. So prüfen die Experten u.a. den Knowhow-Transfer von technischen Lösungen, die in anderen Industrie- oder Medizinbereichen bereits erfolgreich zum Einsatz kommen. Speziell geht es hierbei um drei Schlüsseltechnologien, die für die Zahnheilkunde nutzbar gemacht werden sollen.
Das vom renommierten Fraunhofer-Institut für Oberflächentechnologie in Braunschweig entwickelte Beschichtungsverfahren von Hochleistungsgasturbinen mit Zirkonoxid soll in Zukunft auch die bewährten Titan-Implantate zahnfarbenweiß und gleichzeitig gewebefreundlich gestalten. Ein von Wissenschaftlern der Charité Berlin für die Unfallchirurgie entwickeltes Ummantelungsverfahren für Implantate sorgt für die Freisetzung von Antibiotika und Wachstumsfaktoren. Bald soll es auf diese Weise die Sicherheit künstlicher Zahnwurzeln auch bei Risikopatienten wesentlich verbessern. Zur Erzielung einer langfristigen Bakteriendichtigkeit setzt die Forschergruppe auf ein Präzisionsverfahren aus der Uhrenindustrie, das mittels einer Labyrinth-Dichtung das Infektionsrisiko signifikant minimiert. Mit Hilfe dieser Technologien wollen die Wissenschaftler gemeinsam mit der Industrie ein neuartiges Zahnimplantat unter der Bezeichnung "Periotype" entwickeln.
Erste Forschungsergebnisse werden im Rahmen der 32. Internationalen Dentalschau (IDS) vom 20. bis 24. März 2007 in Köln präsentiert.

 [ gekürzt nach PM der Academy of Periointegration (AP), kontakt@ap-foundation.de , www.ap-foundation.de ]

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5.) Zahnersatz (ZE) immer noch 20 Prozent unter Normalniveau von 2004

Die Gesamausgaben der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sind in den ersten drei Quartalen 2006 um knapp 3 Prozent gestiegen, der Zuwachs bei der Zahnbehandlung betrug dabei nur 1,6 Prozent, die Ausgaben für Zahnersatz stiegen jedoch um 9,8 Prozent. Allerdings betrug der Einbruch mit Einführung der ZE-Festzuschüsse zum 1. Januar 2005 in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres 33 Prozent, damit fehlen gegenüber 2004 immer noch mehr als 20 Prozent des ZE-Umsatzes. Das liegt, so rechnen Experten der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) vor, nicht an Rückgängen in der Bezuschussung im Zahnersatz-Festzuschuss-System. Die Versicherten würden vielmehr immer noch deutlich weniger ZE-Neuversorgungen beim Zahnarzt in Anspruch nehmen als 2004. Obwohl die Nachfrage sich, wie die Zahlen in der Vorlage von ZE-Heil- und Kostenplänen (HKP) zeige, weitgehend normalisiert habe, kämen viele der geplanten ZE-Arbeiten nicht zur Ausführung.
Die Versicherten seien aufgrund der augenscheinlich hohen Zuzahlung zum Beispiel bei einer „gleichartigen Versorgung“ statt der Regelversorgung von beispielsweise 80 Prozent – nur 20 Prozent Erstattungsbetrag der Kasse sind auf dem HKP ausgewiesen – erschrocken und verzichten oder verschieben die Therapie. Das habe seine Ursache in der Darstellungsweise auf dem HKP, so ein Sprecher des Verbands der Deutschen Zahntechniker-Innungen (VDZI), „und nicht, weil es teurer geworden ist“. Früher wurde die Regelversorgung in der jeweiligen Zuschusshöhe über Kasse abgerechnet und zusätzlich eine private Mehrkostenvereinbarung getroffen. Da sei für die Patienten klar gewesen, „das ist medizinisch notwendig“ und das andere ein „individueller Wunsch, den muss ich selbst bezahlen“.

Für die ersten drei Quartale des Jahres 2006 erklärten die Spitzenverbände, dass sich die positive konjunkturelle Entwicklung im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht maßgeblich niedergeschlagen habe. Mit 0,5 Prozent je Mitglied seien die Einnahmen nur schwach gestiegen und unverändert zum Wert des 1. Halbjahrs 2006 geblieben. Als Gründe dafür nannten die Kassen, dass die gute konjunkturelle Entwicklung bisher nicht zu spürbaren Lohn- und Gehaltssteigerungen geführt habe; „die Zahl der Rentner steigt, während die Renten stagnieren und damit für die gesetzlichen Krankenkassen keine höheren Einnahmen zu erzielen sind“. Im Vergleich dazu sind die Leistungsausgaben mit 2,9 Prozent pro Mitglied noch immer recht stark gestiegen. Im Bereich der Arzneimittel sei der starke Ausgabenanstieg aus dem Jahr 2005 durch das Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) zwar gebremst, dennoch bleibe die Entwicklung im Arzneimittelsektor (2,6 Prozent) eine maßgebliche Ursache für den Anstieg der Leistungsausgaben insgesamt, „da die Ärzte nach wie vor zu viele neue und teure Arzneimittel ohne therapeutischen Zusatznutzen verordnen“. Die Spitzenverbände betonten, die geplante Gesundheitsreform werde nicht dazu beitragen, die Finanzen im Jahre 2007 zu stabilisieren. Im Gegenteil: Bereits mit Start der Reform müssten die Beitragssätze flächendeckend angehoben werden. Die Politik trage die politische Verantwortung für die Finanzierungslücke von gut 6,5 Milliarden Euro im Jahr 2007. Die Kürzung des Steuerzuschusses, die Erhöhung der Mehrwertsteuer, aber auch neue finanzielle Belastungen durch die Gesundheitsreform seien mitverantwortlich für den Kostenanstieg.
 

 [ gekürzt nach ©: Die Zahnarztwoche ]

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6.) Jeder Dritte leidet an Sodbrennen

Jeder dritte Erwachsene leidet einer Studie der Universitätsklinik Köln zufolge an Sodbrennen. Wie die Wissenschaftler warnten, könne der häufige Reflux von Säure Speiseröhrenkrebs verursachen. Mit 20 Prozent sei dies weltweit die Tumorart mit der höchsten jährlichen Wachstumsrate
Männer und Frauen sind gleichermaßen von den Beschwerden betroffen, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Knapp jeder Zehnte leide mehrmals pro Woche darunter. Einen Arzt suchten deswegen 43 Prozent der Betroffenen auf, 45 Prozent nähmen Medikamente gegen das Leiden.
Für die repräsentative Untersuchung wurden 500 Menschen befragt.

[ ©: zm-online , sth/dpa ]

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7.) Konsumenten überschätzen fettarme Produkte

Wer Nahrungsmittel konsumiert, die als "fettarm" gekennzeichnet sind, nimmt im Durchschnitt bis zu 28 Prozent mehr Kalorien auf. Das hat ein Forscherteam der Cornell University im US-Bundesstaat New York bei Erhebungen in Kinos, Ferienanlagen und Privathaushalten herausgefunden
"Die Leute vergegenwärtigen sich nicht, dass fettarm nicht unbedingt kalorienarm bedeutet", sagte Studienleiter Brian Wansink laut einem Bericht der Online-Agentur EurekAlert. Tatsächlich hätten fettarme Snacks im Durchschnitt elf Prozent weniger Kalorien als herkömmliche Produkte - die Konsumenten schätzten die Kalorienzahl jedoch um bis zu 40 Prozent niedriger ein.
Für fettleibige Menschen seien die Folgen dieses Irrtums besonders fatal, denn sie nähmen auf diese Weise mehr Kalorien zu sich, als wenn sie sich auf herkömmliche Weise ernährten.

[ ©: zm-online.de , sth/ÄZ ]

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8.) Gar kein Hokuspokus: Hypnose bei OP am Kiefer

In der Lübecker Universitätsklinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie werden Patienten regelmäßig unter Hypnose operiert. Geeignet sei die Hypnose prinzipiell für alle Eingriffe, die in Lokalanästhesie vorgenommen werden können, sagt Privatdozent Dirk Hermes. Hypnose nehme nicht nur die Angst vor dem Eingriff. Sie entspannt den Patienten, was die Arbeit des Operateurs erleichtert. Zusätzliche Sedativa und Anxiolytika erübrigen sich.
"Obwohl man im Mund und im Gesicht hervorragend lokal betäuben kann, lassen viele Patienten die Eingriffe in Vollnarkose vornehmen", so Hermes zur "Ärzte Zeitung". Denn die meisten Menschen hätten Angst vor Operationen am Kiefer und Gesicht. Mancher ist aus Ängstlichkeit jahrelang nicht beim Zahnarzt gewesen, was nun eine aufwändige Rundumsanierung mit Zahnreihenextraktionen und Wurzelbehandlungen erforderlich macht. Aber auch Weichteileingriffe im Gesicht möchte man lieber nicht "live" miterleben.

Mehr als 350 Eingriffe in Lübeck unter Hypnose gemacht

Gerade die sehr ängstlichen Patienten lassen sich überraschenderweise besonders gut hypnotisieren. "Hochängstliche Patienten mit starkem Vermeidungsverhalten greifen doch nach jedem Strohhalm, den man ihnen bietet", so Hermes. Schlage man ihnen vor, sich während der Behandlung per Hypnose an einen schönen Strand in der Karibik zu begeben oder auf eine Gebirgswanderung, sei die Motivation, dieses Angebot anzunehmen, sehr hoch. Die Beeinflussbarkeit (Suggestibilität) dieser Personen sei deutlich gesteigert. Der Lübecker Kieferchirurg hat inzwischen mehr als 350 Eingriffe mit Hilfe von Hypnose vorgenommen, von Zahnextraktionen und Kieferoperationen bis hin zu ausgedehnten Weichteileingriffen im Gesicht, etwa wegen eines Basalioms, oder ästhetischen Operationen. Der Patient wird von ihm angeleitet, sich gedanklich an einen schönen Ort zu begeben, wo er sich maximal entspannen kann. Dies kann durch direkte Interaktion zwischen Arzt und Patient geschehen. Inzwischen gibt es aber auch Hypnose-CDs zu kaufen, mit denen die Patienten in Trance versetzt werden.
Diese Trance ist eine aktiv nach innen gerichtete Bewusstseinslage, die äußere Reize weitgehend ausblendet. Der Patient distanziert sich innerlich vom Geschehen im Op-Saal und vom Eingriff selbst. Entgegen landläufiger Vorstellungen bleibt der Patient voll geschäftsfähig, kann also durchaus äußern, wenn er zum Beispiel noch etwas mehr Lokalanästhesie braucht. Mancher erkundige sich zwischendurch auch mal, wie weit denn die Arbeit gediehen sei, bevor er sich wieder "zurück an den Strand" begebe, berichtet Hermes.
Der Chirurg hat sich selbst in Hypnose mehrere Weisheitszähne ziehen lassen. "Dabei haben mir meine lieben Kollegen ein paar Mal richtig weh getan." Doch nehme man die Schmerzen lediglich mit einer gewissen Verwunderung zur Kenntnis. Der psychische Aspekt der Schmerzwahrnehmung fällt durch die innerliche Distanz zum Geschehen weg. "Bei nicht-hypnotisierten Patienten muss ich während der Operation fast immer Lokalanästhetikum nachspritzen, bei hypnotisierten Patienten fast nie", so Hermes’ Erfahrung. Sedativa und Anxiolytika werden ganz eingespart. Damit erhöhe die Hypnose nicht nur den Komfort für die Patienten, sondern sie könnten gegebenenfalls auch direkt nach dem Eingriff nach Hause entlassen werden.

Weitere Informationen und Links zu Hypnose-Fachgesellschaften unter: www.hypnose.de .

[ ©: Thomas Meißner,  Ärztezeitung ]

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9.) Europa-Vergleich - Deutsche besonders gesundheitsbewusst

So nehmen die Deutschen regelmäßig Vitamine und Mineralstoffe und bemühen sich, ihr Gewicht zu reduzieren. 41 Prozent gaben an, sich in drei und mehr Aktivitäten sportlich fit zu halten, um ihre Gesundheit zu verbessern - im europäischen Schnitt lag der Anteil bei 37 Prozent. Schlusslicht sind die Russen mit einem Anteil von nur 19 Prozent, Spitzenreiter die Finnen mit 48 Prozent.
Bei Medikamenten spiele für die Deutschen nicht der Preis die größte Rolle, sondern die Empfehlung des Arztes oder Apothekers sowie die eigene Erfahrung mit dem Produkt. Dennoch greifen 68 Prozent gern auf günstigere Generika zurück.
Insgesamt verstehen sich der Studie zufolge die Deutschen als aufgeklärte Patienten: 87 Prozent fühlen sich sehr gut informiert über Gesundheitsthemen. Den Spitzenwert belegen jedoch die Schweizer mit 92 Prozent. Der europäische Durchschnitt liegt bei 72 Prozent.
Als Informationsquelle zu Gesundheitsthemen genießen Ärzte sowohl in Deutschland als auch in den anderen europäischen Ländern das größte Vertrauen.

Für die Studie wurden mehr als 25.000 Europäer - darunter gut 9.400 Menschen in Deutschland - aus insgesamt 15 Ländern im Zeitraum zwischen Mai und Juli 2006 befragt.

[ ©: zm-online / ck/dpa ]

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10.) Erste Hilfe bei Kindern - Was tun im Notfall?

Kinder erkunden die Welt und dabei passieren kleine oder größere Unfälle. Situationen, die jeder kennt, der Kinder betreut: Ein Kind stürzt von der Schaukel, wird von einer Wespe gestochen oder verschluckt sich an einem Bonbon. Von Erwachsenen sind dann vor allem zwei Dinge gefordert: schnell und richtig Hilfe leisten. Leichter gesagt als getan!

Die im Universum Verlag erschienene Registerbroschüre "Was tun im Notfall - Erste Hilfe bei Kindern" bietet hier Hilfestellung in allen Notfallsituationen, die mit Kindern passieren können. Kurz und prägnant erfährt man in 13 Kapiteln, was im Einzelfall zu tun ist: von "Bewusstlosigkeit" über "Vergiftungen" bis zu "Wunden".

Durch die klare farbliche Unterteilung der einzelnen Register ist jedes Kapitel sofort zu finden. Das handliche Format und ein Aufhänger machen die Broschüre praktisch in der Anwendung: Sie eignet sich ebenso für das Aufhängen am Schwarzen Brett in Kindertageseinrichtungen oder öffentlichen Räumen wie für den Privathaushalt mit Kindern. Das Format der Broschüre macht sie auch zum praktischen Begleiter in der Ausflugstasche.

 [ weitere Infos: www.universum.de/ ; 2,85 €
]
 

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11.) Fenchel: gesundheitliches Multitalent

Gemüsefenchel ist nicht nur ein aromatischer Genuss, sondern aus gesundheitlicher Sicht geradezu ein Multitalent. Im dem Gemüse, das auch jetzt im Winter preiswert angeboten wird, steckt doppelt so viel Vitamin C wie in Orangen und reichlich Betacarotin. Beide Inhaltstoffe spornen die Abwehr an. Fenchel erreicht ebenfalls Spitzenwerte beim Vitamin Folsäure, liefert viel Eisen für die Blutbildung, Kalzium für stabile Knochen und Magnesium zum Schutz vor Muskelkrämpfen.
Fencheltee mit seinen schleim- und krampflösenden Eigenschaften wird übrigens nicht aus den Knollen des Gemüsefenchel hergestellt. Er stammt von den Früchten einer anderen Art, dem Bitterfenchel.

[
©: PM Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" 1/2007 ] 

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12.) Rückstände von Pflanzenschutzmitteln

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln sind immer wieder Gegenstand von Meldungen. Greenpeace warnt mit schöner Regelmäßigkeit vor belastetem Obst und Gemüse aus führenden deutschen Supermarktketten. Auch die amtliche Lebensmittelüberwachung hat ihre Kontrollen gezielt intensiviert, um herauszufinden, ob Paprika, Weintrauben, einige Strauchbeeren oder Salate aus manchen Herkünften wirklich unsere Gesundheit gefährden. Mit gutem Grund, wie man dem gerade erst vorgestellten Monitoring-Bericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) entnehmen kann.
Viele Verbraucher sind verunsichert. Was darf man noch essen? Oder ist alles nur halb so schlimm? Das Internet-Special "Pflanzenschutzmittel-Rückstände in Lebensmitteln" informiert sachlich und umfassend über Herkunft, Gefahren, Schutzmaßnahmen und gesetzliche Regelungen. Diese Informationen helfen Ihnen, bewusst und nicht verunsichert einzukaufen. Es lohnt sich, mehr über die Herkunft unserer Lebensmittel zu wissen!

Weitere Informationen unter www.aid.de/verbraucher/start.php .

[ © aid ]

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13.) Zum Schluss: Peinlicher Schokoriegel

Körperkult und Diätenwahn treiben seltsame Blüten: Der Kauf eines Schokoriegels ist manchen jungen Frauen peinlich, berichtet die "Apotheken Umschau". Bei einer Umfrage des Psychologen Paul Rozin an der Universität von Philadelphia (USA) sagten 13 Prozent der befragten Studentinnen, beim Kauf von Kondomen gesehen zu werden, sei ihnen nicht so peinlich.
 

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