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Zahnärztlicher NewsLetter Nr.
02/2010/ 1. Februar 2010
Trotz Schnee und Eis haben wir nachfolgend wieder interessante Neuigkeiten für Sie
bereit und wünschen Ihnen für die 5. Jahreszeit viel Spaß - ohne Erkältung
und Brummschädel!
Ihre ZahnNewsLetter Redaktion
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Inhalt
1.)
FDI spricht sich derzeit gegen ein Verbot des Quecksilbereinsatzes
aus
2.)
Kariesbakterien
passen sich an und überleben so im Mund
3.)
Verstärken Parodontitis-Bakterien rheumatische Erkrankungen?
4.) Knochenmanagement, der entscheidende
Schlüssel für jede erfolgreiche Zahnimplantation
5.)
Strahlenbelastung durch
Diagnostik nimmt zu
6.)
Arztbewertungsportale: BÄK und KBV veröffentlichen
Qualitätsanforderungen
7.)
"Energy Shots" - Risiko der
koffeinhaltigen Getränke kaum einschätzbar
8.)
Analgetika - ASS soll rezeptpflichtig
werden
9.)
Zink statt Fettstift - Wie rissige Mundwinkel richtig
behandelt werden
10.)
Schokolade - auf die Dosis
kommt es an
11.)
Finanzielle Pflege für die Zähne
12.)
Zum Schluss: Geburtstagsfeiern im Laufe
der Jahre
1.)
FDI
spricht sich derzeit gegen ein Verbot des Quecksilbereinsatzes aus
- da keine echten und für alle verfügbaren Alternativen in
der Zahnmedizin auf dem Markt
In einer Präsentation mit dem Titel „Werkstoffe für
Dentalrestaurationen aus der Sicht der Zahnmedizin“ haben sich der
Präsident des Weltverbands der Zahnärzte (FDI), Dr. Roberto Vianna, und
Exekutivdirektor Dr. David Alexander im November 2009 in Genf gegen ein
Verbot oder einen weitgehenden Verzicht des Einsatzes von Quecksilber in
der Zahnmedizin ausgesprochen, bevor es nicht echte und für alle
verfügbare Alternativen zu Dentalamalgam gibt.
Diese auf der WHO-UNEP-Konferenz über den zukünftigen Einsatz von
Werkstoffen zur Zahnrestauration vorgestellte FDI-Position beruhe auf
mehreren FDI-Stellungnahmen und wurde gemeinsam unter der Federführung
des Wissenschaftskomitees erarbeitet, heißt es im Dezember-Bericht der
FDI.
Vianna und Alexander präsentierten damit eine gemeinsame
Grundsatzposition der Zahnmedizin auf Basis der Amalgamresolution, die
auf der Generalversammlung des FDI-Jahresweltkongresses 2009 in Singapur
verabschiedet wurde. Fachleute aus aller Welt waren zu der Konferenz
eingeladen worden, um die vorhandene wissenschaftliche Faktenlage über
den Einsatz von Restaurationsmaterialien einschließlich Dentalamalgam
sowie die Folgen der Verwendung von Amalgam-Alternativwerkstoffen für
Zahnrestaurationen zu beurteilen.
Die FDI habe als Mitglied der UNEP Global Mercury Partnership die
Entwicklungen in Richtung einer globalen Regulierung für die
Quecksilberverwendung aufmerksam verfolgt. Im Anschluss an den
FDI-Jahresweltkongress in Singapur hatte das Wissenschaftskomitee die
Einsetzung eines Task Teams empfohlen, damit die Interessen der
internationalen Dentalgemeinschaft und alle mit Dentalamalgam
verbundenen Fragen in den UNEP-Diskussionen umfassend berücksichtigt
werden. Zu diesem Task Team gehören Dr. Eduardo Ceccotti (CMSC), Dr.
Peter Cooney (WDDHPC), Dr. Stuart Johnston (DPC), Dr. Derek Jones (SciC),
Prof. Masaki Kambara (Rat), Dr. Orlando Monteiro da Silva
(Exekutivkomitee), Dr. Sarkis Sozkes (EduC) und Dr. Martin Tyas
(Experte). Dr. Johnston war während der WHO-UNEP-Beratungen in der
FDI-Hauptverwaltung und dort federführend an der Ausarbeitung einer
FDI-Grundsatzposition beteiligt.
Diese letzte WHO-UNEP-Konferenz sei Teil einer zweistufigen Initiative,
um für zukünftige, auf zwischenstaatlicher Ebene geplante Diskussionen
zu diesem Thema zu informieren, so die FDI. Zu den weiteren Teilnehmern
zählten Professor David Williams, Präsident der International
Association for Dental Research (IADR), Dr. Daniel Meyer, Senior
Vice-President Science/Professional Affairs bei der American Dental
Association (ADA), und Dr. Benoit Soucy, Director of Clinical and
Scientific Affairs bei der Canadian Dental Association (CDA).
Weitere Informationen über die UNEP Global Mercury Partnership und die
offizielle FDI-Grundsatzposition im Anschluss an die WHO-UNEP-Konferenz
in Genf auf der FDI-Website (www.fdiworldental.org)
[
©:
DZW ]
Basics:
Amalgam ,
FDI
im
Zahnlexikon-Online
2.)
Kariesbakterien passen sich an und überleben so im Mund
Eine Fülle von Anpassungsleistungen ermöglichen
Kariesbakterien das Überleben in der Mundhöhle. So können sie eine
Vielzahl von Zuckern aufspalten, sich vor Säure schützen und
antibakterielle Substanzen abwehren. Das berichten Forscher nach der
Entschlüsselung und Analyse des Erbguts von Bifidobacterium dentium.
Im menschlichen Verdauungstrakt leben zahlreiche verschiedene Arten von
Bifidobakterien. Die meisten sind unschädlich, sie helfen dem Organismus
sogar bei der Aufspaltung und Verdauung der Nahrung und unterstützen das
Immunsystem. Wegen ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften werden sie
auch eigens sogenannten probiotischen Lebensmitteln zugesetzt, etwa
Joghurt. In der Mundhöhle allerdings lebt ein Bifidobakterium, das
schädlich für den Organismus ist: Bifidobacterium dentium ist das am
häufigsten aus Karieslöchern isolierte Bifidobakterium.
Dr. Marco Ventura von der Universität Parma in Italien und sein Team
untersuchten nun, durch welche genetischen Merkmale sich B. dentium von
seinen harmlosen Verwandten unterscheidet und wie es sich an das Leben
in der Mundhöhle angepasst hat. Demnach besitzt B. dentium Bd1, so die
genaue Bezeichnung der analysierten Art, besonders viele Gene für das
Aufspalten verschiedener Zucker (PloS Genetics 5, Artikel e1000785). So
kann es die unterschiedlichsten Zuckerstoffe, die der Mensch mit der
Nahrung zu sich nimmt, für seinen eigenen Stoffwechsel nutzen.
Versuche zeigten außerdem, dass B. dentium einen hohen Säuregehalt in
seiner Umgebung tolerieren kann. Dies ist wichtig, denn besonders dort,
wo Zähne Karies haben, ist die Umgebung sauer. Die Säure sorgt dafür,
dass der Zahn entmineralisiert wird, wodurch Karies überhaupt erst
entsteht. Schließlich fanden die Wissenschaftler, dass B. dentium eine
Reihe von Genen aktiviert, wenn es mit schädlichen Stoffen in Berührung
kommt, etwa solchen aus Mundspülungen. Es kann giftige Substanzen
unschädlich machen.
[
©:
Ärztezeitung ]
Basics:
Kariesbakterien im
Zahnlexikon-Online
3.)
Verstärken Parodontitis-Bakterien rheumatische Erkrankungen?
Parodontitis (entzündliche Zahnfleischerkrankung) und Rheumatoide
Arthritis (RA) haben eine wesentliche Gemeinsamkeit: die Entzündung.
Einmal betrifft sie den Zahnhalteapparat, einmal die Gelenke, wobei von
einer RA auch andere Organsysteme betroffen sein können. Bei RA
entzündet sich die Synovialmembran, die die Innenauskleidung der Gelenke
bildet. Die Folge ist der Abbau von Knochen und Knorpelgewebe. Viele
Faktoren bedingen die Entwicklung der RA, darunter Alter und Geschlecht,
genetische Voraussetzungen, Rauchen aber auch Infektionen. Eine
bakterielle Infektion ist Hauptursache der Parodontitis. Dabei bildet
sich ein mikrobieller Biofilm auf der Zahnoberfläche, der durch die
Bakterien direkte und durch eine überschießende Immunantwort indirekte
Schädigungen hervorruft, die zum schleichenden Abbau des
Zahnhalteapparates und schließlich zu Zahnverlust führen können.
Zytokinmuster ähnlich bei Parodontose und Rheuma
Bei beiden Erkrankungen scheint die Reaktion auf den jeweiligen Entzündungsreiz
übermäßig stark zu sein, und in den Krankheitsverläufen verursachen
chronisch-entzündliche Prozesse, dass Bindegewebe und Knochenmatrix zerstört
werden. Bei der RA führen besonders Zytokine wie IL-1, IL-6 und TNF? sowie
Bindegewebszellen der Synovialmembran dazu, dass strukturschädigende Substanzen
wie Prostaglandin E2 (PGE2) und Matrix-Metallo-Proteasen (MMP) freigesetzt
werden. PGE2 ist bekanntlich eines der wichtigsten Gewebehormone, das in das
Entzündungsgeschehen involviert ist.
Matrix zerstörende Kollagenasen und Elastasen (MMP) sind Enzyme, die unter
anderen Peptidverbindungen spalten. Es wurde bereits gezeigt, dass dieses
Zytokinmuster sich bei der Parodontitis sehr ähnlich darstellt wie bei der RA.
So sind bei der Parodontitis ebenfalls hohe Anteile der entzündungsfördernden
Zytokine IL-1, IL-6 und TNF? messbar und während aktiver Phasen finden sich hohe
Konzentrationen von PGE2 und MMP im parodontalen Gewebe.
Bakterienenzym auch Faktor bei Rheumatoide Arthritis
Wesentlich für Entstehen und Fortschreiten einer Parodontitis ist das Bakterium
Porphyromonas gingivalis. Über eine Reaktionskette wirkt es sich scheinbar
direkt auch auf die RA aus. Es verfügt über zahlreiche krankheitsauslösende
Faktoren und ist der bisher einzige Keim, von dem bekannt ist, dass er das Enzym
Peptidylarginindeiminase (PAD) abgibt. Die PAD ist ein wichtiger
Krankheitsfaktor für eine RA: Ihre Aktivität verändert Argininreste, wodurch
wiederum Peptidyl-Citrullinreste entstehen, die die Bildung bestimmter
Auto-Antikörper (ACPA) fördern. Diesem Ablauf zufolge können Gewebeschädigungen
von RA-Patienten durch Bakterien der Parodontitis verursacht werden.
So wurde etwa gezeigt, dass eine nicht-chirurgische Behandlung des Zahnfleisches
mit Pflegeanleitungen bei RA-Patienten positiv auf die RA wirkt. So behandelten
Patienten hatten eine geringere Krankheitsaktivität, als jene RA-Patienten, die
keine parodontale Therapie und Hygieneinstruktionen erhielten. Auch die
Serumkonzentration von TNF? war niedriger.
Besonders die Erforschung pathogenetischer Zusammenhänge ist ein Gebiet, dem
sich Forscher an der Charité widmen wollen. Langfristig haben sie sich zum Ziel
gesetzt, mögliche Therapieansätze zu finden, um den bakteriellen Einfluss auf
entzündlich-rheumatische Erkrankungen zu vermindern. Es zeigt sich an diesem
kleinen Forschungsgebiet, dass der Erhalt der ganzheitlichen Gesundheit bei
Rheuma-Patienten durch eine interdisziplinäre Vernetzung vieler Fachgebiete
zunehmend im Vordergrund stehen wird.
Quelle: Newsletter der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie, Ausgabe
September 2009, www.dgrh.de
Kooperationspartner gesucht
Können Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) problemlos Zahnimplantate
erhalten? Was ist dabei zu berücksichtigen, welche RA-Therapie könnte stören?
Diesen Fragen wollen Rheumatologen an der Charité Berlin nachgehen. Dafür suchen
die Forscher Zahnärzte und Rheumatologen als Kooperationspartner. Informationen
bei: Dr. Jacqueline Detert, Charité, Centrum 12 für Innere Medizin und
Dermatologie, Telefon 030 / 4 50-51 31 33 oder -51 30 25, E-Mail:
jacqueline.detert@charite.de
[
©: Jacqueline Detert,
Ärztezeitung ]
4.)
Knochenmanagement, der
entscheidende Schlüssel für jede erfolgreiche Zahnimplantation
Voraussetzung für erfolgreiche Zahnimplantation ist eine ausreichende
Stärke des als Implantatlager vorgesehenen Bereichs des Kieferknochens.
Ein z.B. wegen längerem Tragen einer Prothese indolenter Kieferknochen
muss also zunächst aufgebaut werden.
Eine von Zahnmedizinern bevorzugte Knochenaufbaumaßnahme ist die
Alveolarfortsatzdistraktion, bei der im Mundinnenraum ober- und
unterhalb des potentiellen Implantatlagers Distraktoren befestigt
werden, die den zurückgebildeten Kiefer einem andauernden Dehnungsreiz
aussetzen. Dehnungsreiz erzeugt ein günstiges Mikroklima für das
Knochenwachstum und nach einigen Wochen verfügt der Knochen über die für
eine Implantation nötige Stärke.
Weil Distraktoren Patienten aber stören und schmerzen, revolutionierten
Prof. Dr. Klaus U. Benner, Dr. Dr. Karl-Heinz Heuckmann und Dr. Masoud
Memari einen bisher immer wieder fehlgeschlagenen
Untertunnelungsversuch. Dazu verwandten sie ein neuartiges Granulat -
easy-graft, das in Verbindung mit einem Aktivator zunächst eine gut
formbare Masse bildet, die sich dann bei Kontakt mit Blut oder Speichel
erhärtet.
Bei diesem minimalinvasiven Verfahren wird seitlich des Defekts ein
kleiner Schnitt ausgeführt, durch den hindurch in den entscheidenden
Bereich zwischen Knochen einerseits und Knochenhaut plus Zahnfleisch
andererseits ein Tunnel konstruiert wird. Dort hinein wird die
gewünschte Menge Aufbaumaterial eingebracht, nachdem zuvor der die
Tunnelinnenwand bildende Knochenabschnitt einige Male angeritzt worden
ist, um eine notwendige Einblutung zu fördern. Nun muss das
Aufbaumaterial, dass bereits mit der Einblutung in Kontakt kommt, zügig
von außen durch das Zahnfleisch hindurch modelliert werden, bevor es
binnen 2 Min. erhärten kann und schließlich wird nur noch der anfänglich
ausgeführte kleine Schnitt, der die Tunnelöffnung bildete, vernäht.
Die Umbauprozedur des easy-graft, resp. damit verbunden die
Knochenneubildung dauert ca. 12 Wochen, während denen man in der Regel
auf den Einsatz von Chemie verzichten kann. Am besten aber, stärkere
Schwellungen oder Schmerzen sind die große Ausnahme. Nach Ablauf der 12
Wochen ist der Kiefer dann für die folgende Implantation bereit.
[ ©:
PM Dr. Heuckmann ]
Basics:
Implantate auf
Zahnwissen.de
5.)
Strahlenbelastung
durch Diagnostik nimmt zu
Die Strahlenbelastung der Bevölkerung durch medizinische Bildgebung nimmt
drastisch zu. Bei einer Untersuchung in den USA wurde jetzt die Belastung von
952.420 Personen errechnet.
Innerhalb von drei Jahren hatten 86,8 Prozent der Patienten ein bildgebendes
medizinisches Verfahren mit Strahlenexposition (etwa Röntgen oder
Computertomographie) über sich ergehen lassen, berichtet das "Schweizerische
Medizin-Forum".
Die Strahlendosis nahm mit zunehmendem Lebensalter zu, wobei Frauen noch stärker
als Männer belastet waren. 81,8 Prozent der gesamten Strahlendosis wurde bei
ambulanten Untersuchungen appliziert.
[ ©:
zm-online ; sf/pm
]
Basics:
Strahlenbelastung im
Zahnlexikon-Online
6.)
Arztbewertungsportale:
BÄK und KBV veröffentlichen Qualitätsanforderungen
Die Bundesärztekammer (BÄK) und die Kassenärztliche
Bundesvereinigung (KBV) haben einen gemeinsamen Katalog mit
Qualitätsanforderungen für Arztbewertungsportale herausgegeben.
Dieser soll sich sowohl an Anbieter als auch Nutzer von
Bewertungsportalen richten.
Die Bewertungsportale, die sich in den vergangenen Jahren im
Internet etabliert haben, unterscheiden sich qualitativ stark
voneinander. So die Meinung von BÄK und KBV. Dabei nehme die
Bedeutung der Bewertungsportale im Gesundheitswesen zu. Daher
brauche es "allgemein gültige Qualitätsstandards für die
Online-Bewertung von Ärzten und Krankenhäusern".
Um dem gerecht zu werden, haben BÄK und KBV noch im vergangenen Jahr
durch einen Expertenkreis des Ärztlichen Zentrums für Qualität in
der Medizin (ÄZQ) einen Katalog von Qualitätsanforderungen für
Arztbewertungsportale erarbeiten lassen. Die Qualitätsanforderungen
sollen sich auf rechtliche - hier besonders datenschutzrechtliche -
inhaltliche und technische Aspekte beziehen sowie auf Fragen der
Verständlichkeit, Transparenz und Pflichten des Herausgebers.
Ein Blick in den Katalog bestätigt dies. So werden etwa folgende
Fragen gestellt:
* Wird offen gelegt, wie das Angebot finanziert wird?
* Werden Angaben zur Aktualität der verwendeten Arzteinträge
gemacht?
* Sind die allgemeinen Geschäftsbedingungen hinterlegt?
* Müssen sich Nutzer vor Abgabe einer Bewertung beim Anbieter
registrieren?
* Werden Ärzte über ihre Aufnahme in das Portal informiert?
* Wird die Möglichkeit zu einer Gegendarstellung eingeräumt?
* Ist eine Kontaktadresse für Missbrauchsmeldungen genannt?
Der Anforderungskatalog soll sich an Anbieter und Nutzer von
Bewertungsportalen richten. So könnten Nutzer anhand der
formulierten Kriterien die Qualität eines Angebotes prüfen, erklären
BÄK und KBV. Ein weiterer Katalog mit Qualitätsanforderungen für
Klinikbewertungsportale soll noch in diesem Jahr folgen.
Die Checkliste steht unter
http://www.aezq.de/edocs/pdf/info/arztportale-modul-1 zum
kostenlosen Download bereit. Unter
www.arztbewertungsportale.de ist auch eine HTML-Version
abrufbar.
[
©:
Ärztezeitung
]
7.)
"Energy Shots" - Risiko der koffeinhaltigen Getränke kaum einschätzbar
Seit einiger Zeit sind in Deutschland neuartige koffeinhaltige
Lebensmittel, so genannte Energy Shots, auf dem Markt. Sie enthalten
deutlich mehr anregende Inhaltsstoffe wie Koffein und teilweise auch
Taurin pro Liter als herkömmliche Energydrinks und sollten daher nur mit
äußerster Vorsicht konsumiert werden, warnt das Bundesinstitut für
Risikobewertung (BfR).
Energydrinks sind koffeinhaltige Limonaden, denen meist Substanzen wie Taurin,
Inosit und Glucuronolacton zugesetzt sind. Energy Shots werden in kleineren
Mengen (25 bis 75 ml) und als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Die
Zusammensetzung der Getränke ist dabei sehr unterschiedlich: Pro Portion sind 50
bis 200 Milligramm Koffein und 200 bis 1000 Milligramm Taurin enthalten. Die
Hersteller werben damit, dass diese Produkte die Konzentration,
Leistungsfähigkeit und sportliche Fitness steigern würden, was wissenschaftlich
allerdings bislang nicht erwiesen ist. Aufgrund ihrer besonderen Zusammensetzung
sind Energy Shots mit dem Hinweis versehen, dass pro Tag nicht mehr als ein
Getränk konsumiert werden sollte. Nach Ansicht des BfR besteht aber ein hohes
Risiko, dass zumindest einige Verbraucher die angegebene Verzehrsempfehlung
deutlich überschreiten und dadurch ihre Gesundheit gefährden. In Diskotheken
könnten gerade junge Erwachsene Energy Shots in beliebigen Mengen als Ersatz für
herkömmliche Energydrinks konsumieren, um möglicherweise bewusst
Übermüdungserscheinungen entgegen zu wirken oder Erregungszustände zu erzeugen.
Durch körperliche Anstrengung steigt das Durstgefühl und somit die
Wahrscheinlichkeit für einen übermäßigen Verzehr. Die Inhaltsstoffe Koffein und
Taurin werden in wesentlich höheren Mengen oder kürzeren Zeitabständen
aufgenommen als bei gewöhnlichen Energydrinks. Des Weiteren ist nicht
wissenschaftlich geklärt, ob die unerwünschten Wirkungen von Koffein durch das
Zusammenspiel mit anderen Inhaltsstoffen wie Taurin verstärkt werden. In
Kombination mit Alkohol und körperlicher Anstrengung wie Sport oder längerem
Tanzen in der Diskothek wird ein hoher Konsum von Energydrinks sogar mit
Todesfällen in Verbindung gebracht. Bislang fehlen jedoch die Beweise für einen
ursächlichen Zusammenhang.
Im Allgemeinen sollten Menschen mit Bluthochdruck oder Herzkrankheiten den
Verzehr von Energydrinks und Energy Shots vorsorglich einschränken, empfiehlt
das BfR. Für Kinder, Schwangere, Stillende und koffeinempfindliche Personen sind
solche Getränke nicht geeignet.
[ ©:Heike
Kreutz , aid ]
8.)
Analgetika - ASS soll rezeptpflichtig werden
Großpackungen mit dem Analgetikum Acetylsalicylsäure
(ASS) könnte es schon bald nicht mehr ohne Rezept in der Apotheke geben.
Der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht hat sich auf
seiner heutigen Sitzung dafür ausgesprochen, die Packungsgrößen gängiger
apothekenpflichtiger Schmerzmittel zu begrenzen: Im Fall von ASS auf
zehn Gramm Wirkstoff – das entspricht 20 Tabletten à 500 Milligramm
Wirkstoff.
Sollte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) der Empfehlung folgen,
könnte ASS damit zum ersten Mal in seiner Geschichte
verschreibungspflichtig werden. Ausgenommen von der Rezeptpflicht wären
dann nur noch die kleinen Packungen; für die Abgabe von 50er und 100er
Packungen wäre eine ärztliche Verordnung nötig.
Bei Ibuprofen soll die Packungsgröße auf acht Gramm Wirkstoff beschränkt
werden. Damit wären die 50er-Packungen der 200 und 400 Milligramm
Dosierung künftig rezeptpflichtig. Apothekenpflichtige
Diclofenac-Präparate dürfen der Empfehlung zufolge maximal 500
Milligramm Wirkstoff enthalten. Die Beschränkung hat in diesem Fall
keine praktischen Konsequenzen, da die aktuell auf dem Markt verfügbaren
Präparate diese Grenze nicht überschreiten. Schmerzmittel mit Phenazon
und Propyphenazon sollen wie ASS-Präparate maximal zehn Gramm Wirkstoff
enthalten dürfen.
Nach der Beschränkung der Packungsgröße von Paracetamol-Präparaten auf
zehn Gramm Wirkstoff im vergangenen Jahr hatten Arzneimittelexperten
vergleichbare Grenzen auch für andere rezeptfrei erhältliche Analgetika
gefordert.
Anders als bei Paracetamol, wo das Suizidrisiko die Diskussion
beherrschte, war die Festlegung therapiegerechter Packungsgrößen Ziel
der aktuellen Überarbeitung. Pharmakologen hatten zudem die Gefahr
gesehen, dass Verbraucher Analgetika, die in Großpackungen verfügbar
sind, generell als harmlos einschätzen könnten.
Für den Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) ist fraglich, ob
die Rezeptpflicht für Großpackungen fachlich begründet ist.
„Tatsächliche Risikotatbestände, die aus Gründen einer zu großen
Packungen bestehen, sind aus Sicht des BAH nicht bekannt“, sagte ein
Sprecher gegenüber APOTHEKE ADHOC. Für die Verbraucher würde sich nach
Einschätzung des Verbandes durch eine Neuregelung allerdings nicht viel
ändern: Bei den künftig erlaubten OTC-Größen handele es sich ohnehin um
die meistverkauften Packungen.
Das BMG muss das Votum des Sachverständigenausschusses nun prüfen.
Sollte es sich der Empfehlung anschließen, werden ASS und Phenazon in
die Verschreibungsverordnung aufgenommen und die Bestimmungen für die
partielle Freigabe aus der Rezeptpflicht für die anderen Wirkstoffe
angepasst. Letztlich ist für die Änderung der Verordnung noch die
Zustimmung des Bundesrates notwendig.
[
©: PM
apotheke adhoc
, Désirée Kietzmann ]
Basics:
A nalgetika im
Zahnlexikon-Online
9.)
Zink statt Fettstift
- Wie rissige Mundwinkel richtig behandelt werden
Ein Fettstift kann die Lippen bei kalter und trockener Luft schützen. Wenn
Kinder jedoch rissige Mundwinkel haben, ist dies nicht die richtige Behandlung.
"Ursache von wunden Mundwinkeln ist nicht zu trockene, sondern im Gegenteil zu
feuchte Haut", sagt Kinderarzt Dr. Andreas Busse im Apothekenmagazin "BABY und
Familie". Besser als Fettstifte eigneten sich daher Zinksalben, die Entzündungen
hemmen und die Haut trocknen. Führe auch dies nicht zum Erfolg, sollten die
Eltern mit dem Kind zum Arzt gehen. "Rissige Mundwinkel können nämlich auch
Anzeichen einer Pilzinfektion sein oder sehr selten auf einen Ernährungsmangel
hinweisen", so der Kinderarzt.
[ ©:
Apothekenumschau
]
10.)
Schokolade - auf
die Dosis kommt es an
Ob dunkel, hell oder weiß: Bei einem Gehalt von durchschnittlich 35 Prozent
Fett und bis zu 50 Prozent Zucker ist eine 100 Gramm Tafel Schokolade eine
Kalorienbombe mit 550 Kilokalorien. Gegen eine kleine Portion wie ein Stück
Schokolade ist jedoch selbst für Diabetiker nichts einzuwenden, berichtet die
»Neue Apotheken Illustrierte extra Diabetes« in ihrer neuen Ausgabe. Bei einer
handelsüblichen 100-Gramm-Tafel Milchschokolade mit 24 Stücken enthält ein Stück
gerade einmal 2,3 Gramm Kohlenhydrate. Diese kleine Menge schlägt in der
BE-Berechnung kaum zu Buche.
Diät- oder Diabetiker-Schokolade, in der der Zucker durch kalorienhaltige
Zuckeraustauschstoffe ersetzt wird, bringen für Diabetiker keine Vorteile. Als
ein »teures Ablenkungsmanöver von der eigentlichen Problematik« bezeichnet sie
Dr. med. Monika Toeller vom Deutschen Diabetes-Forschungsinstitut in Düsseldorf.
»Zu viel gesättigtes Fett darin erhöht die Blutfette und das Risiko für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das bei Diabetikern ohnehin gegenüber der
Normalbevölkerung erhöht ist.«
[
©:
Neue Apotheken Illustrierte ]
11.)
Finanzielle
Pflege für die Zähne
Private Zahn-Zusatzversicherungen sind beliebt, doch längst nicht
jeder Anbieter ersetzt problemlos die Kosten für Inlays, Brücken und
Operationen. Ein aktueller Leistungsvergleich hilft bei der Auswahl
Beim Hausarzt oder in der Apotheke schimpfen gesetzlich Versicherte
leidenschaftlich über jeden Euro, den sie selbst dazuzahlen müssen.
Beim Zahnarzt dagegen hat sich die Erkenntnis schon vor Jahren
durchgesetzt: Wer eine aufwendige Behandlung haben will, muss
eigenes Geld mitbringen. Schon zwei oder drei Keramik-Inlays kosten
einige Hundert Euro. Und so ist es für viele Kassenpatienten
selbstverständlich geworden, sich zusätzlich privat zu versichern.
Kaum ein Versicherungsprodukt erzielt ähnliche Zuwachsraten wie
Zusatzpolicen für die Zähne. Seitdem die gesetzlichen
Krankenversicherungen nur noch Festzuschüsse für die Regelversorgung
leisten, suchen immer mehr Menschen ihr Heil in diesen
Finanzprodukten. Rund 11,7 Millionen Menschen in Deutschland
besitzen laut Verband der privaten Krankenversicherungen eine
Zahnzusatzversicherung. Das sind mehr als die Hälfte aller
Zusatzpolicen. Und der Boom geht weiter: Laut MLP-Gesundheitsreport
2009 denken 46 Prozent der gesetzlich Versicherten über den
Abschluss weiterer Zusatzversicherungen nach - die meisten von ihnen
über eine für ihre Zähne.
Schätzungsweise 300 Zahnzusatztarife sind auf dem Markt - ein
Vergleich ist schwierig. Einige kosten weniger als zehn Euro
monatlich, für andere zahlen die Kunden 25 Euro und mehr. Wirklich
leistungsstarke Policen sind für wenig Geld nicht zu haben, haben
die Experten der Stiftung Warentest in den vergangenen Jahren
mehrfach festgestellt. Aber auch die teuren unterscheiden sich in
ihrem Leistungsspektrum erheblich. Bei Zahnzusatzpolicen wimmelt es
im Kleingedruckten von Ausschlüssen, Prozentzahlen und Begrenzungen.
Der auf Zusatzversicherungen spezialisierte Münchner Makler Hans
Waizmann, der sich seit Jahren mit dem Versicherungsvergleich
beschäftigt, will nun das Dickicht im Tarifdschungel lichten.
Lesen Sie den gesamten Bericht unter:
http://www.welt.de/die-welt/finanzen/article5878237/Finanzielle-Pflege-fuer-die-Zaehne.html
[
©:
Die Welt]
12.)
Geburtstagsfeiern im Laufe der Jahre
4 Kumpels, die im selben Jahr geboren wurden,
überlegen, wo sie gemeinsam ihren 50. feiern könnten.
Einer schlägt vor: "Lass uns doch einmal im
"Schwarzen Hirschen" feiern! Die haben knackige
und sehr freigiebig gekleidete Bedienungen! Gesagt, getan.
10 Jahre später stehen sie vor der Frage, wo sie
ihren 60. gemeinsam feiern sollen.
Einer schlägt vor: "Lass uns doch im "Schwarzen
Hirschen" feiern! Das Essen ist super und die
Portionen sind sehr großzügig!" Gesagt, getan.
10 Jahre später stehen sie vor der Frage, wo sie
ihren 70. gemeinsam feiern sollen.
Einer schlägt vor: "Lass uns doch im "Schwarzen
Hirschen" feiern! Die haben klasse
Seniorenteller, und außerdem befinden sich
Gastraum und Toiletten auf einer Ebene!" Gesagt, getan.
10 Jahre später stehen sie vor der Frage, wo sie
ihren 80. gemeinsam feiern sollen.
Sagt einer: "Warum feiern wir nicht einmal im
"Schwarzen Hirschen" ? Da waren wir schließlich noch nie!"
aus einer Mailingliste

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Herausgeber: Dr. Klaus de Cassan, GF der ZiiS-GmbH
Verantwortlich: Dr. Klaus de Cassan
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