Zahnärztliche NewsLetter Nr. 03/2002 / 01. März 2002

Herzlich willkommen bei der Märzausgabe der zahnärztlichen NewsLetter


Inhalt:
  1.)   Jeden Tag einen Apfel für Zähne und Zahnfleisch?

  2
.)   Chip im Mund statt Zähneputzen?
  3.)   Kauen gegen Stress
  4.)  
Ein schmerzhafter Unterschied
         
Die gängigen Schmerzmittel zeigen bei Frauen und Männern große Unterschiede
  5.)   Wirken Placebos doch?
  6.)   Hans Eichel guckt beim Zahnersatz in die Röhre
  7.)  
Die preiswerte Alternative: Leitungswasser ist ein guter Durstlöscher
  8.)   Zum Lesen:
        
a) Ratgeber für Patienten
             b) Nährwerte einfach und übersichtlich

  9.)   Fragen Sie Ihre Hotline / Medizinischer Telefonservice des Gesundheitscout24
 10.) 
Gesundheitswissen auf höchstem Niveau
 11.)  Gefährliches Rezept: Tabakblätter in der Suppe
 12.)  Selen - ein lebenswichtiges Spurenelement
 13.) 
Zum Schluss: Die vier Möglichkeiten des Überlebens

**********************************************

1.)   Jeden Tag einen Apfel für Zähne und Zahnfleisch?

Die britische Zahnärztevereinigung warnt vor dem berühmte täglichen Biss in den Apfel und stellt die These "An apple a day, keeps a dentist away" in Frage:
Klassische Apfelsorten, wie beispielsweise der Boskop haben einen natürlichen Fruchtzuckergehalt von etwa 10 % und sind für die Zähne weitgehend unschädlich. Da das Verbraucherverhalten sich geändert hat und neuere Züchtungen den sauren Apfelgeschmack immer mehr verdrängen, ist auch der Zuckergehalt gestiegen und kann bis zu vier Teelöffeln Zucker pro Apfel betragen! Empfohlen wird ein Spülen mit einer neutralen Flüssigkeit nach dem bekannten Zahnfleischtest mittels "Biss in den Apfel".
[ Quellen: Dr. Nicole Arweiler in ZBW 1.2002 / natur und kosmos, Februar 2002 ]  

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2.)  Chip im Mund statt Zähneputzen?

Wie werden wohl die Menschen in 10, 50, 100 Jahren ihre Zähne pflegen? Werden wir alle bessere und pflegeleichtere Zähne haben, weil
a) wir ganz anders essen, z.B. Astronautenfood?
b) ein kleiner Chip im Gaumen automatisch die Säure reguliert?
c) sich die Zahnsubstanz an die Bestandteile der Nahrung so angepasst hat, dass diese den Zähnen nicht mehr schaden können?

Viele Menschen stellen sich vor, dass es in Zukunft durch Hightech-Entwicklungen möglich sein wird, auf das tägliche Zähneputzen zu verzichten. Dies ergab eine Umfrage des Berliner Mundhygieneexperte One Drop Only, Hersteller der bekannten Marke "Nur 1 Tropfen" für medizinische Zahn- und Mundhygiene. Was wünschen sich Kunden für ihre individuelle Zahn- und Mundpflege? : 52 Prozent der rund 1.000 Teilnehmer gaben mehrere Optionen hinsichtlich zukünftiger Entwicklung und neuen Instrumenten an. 68 Prozent meinen, dass die aktive Mund- und Zahnpflege auch in Zukunft entscheidend für die eigene Zahngesundheit sein wird. Es wird erwartet, dass die Instrumentarien besser hinsichtlich der Langzeitwirkung sein werden und man diese unkompliziert unterwegs anwenden kann - beispielsweise ein Mundspray, das genauso effektiv ist wie normales Zähneputzen. 34 Prozent der Antworten beschreiben eine Änderung der Nahrungsmittel durch spezielle Zusätze, die die Zähne pflegen und reinigen. Sie nehmen jedoch nicht an, dass man dadurch auf das Zähneputzen verzichten kann. 13 Prozent hoffen auf einen kleinen Chip im Gaumen, der automatisch die Säure reguliert oder die Bildung bestimmter Bakterien durch gentechnische Veränderungen verhindert wird. Auch die Reinigung der Zähne durch Laser oder Ultraschall erwägen einige, ebenso wie andere eine Karies-Impfung für möglich halten.
Die Zusammensetzung herkömmlicher Zahnpasten dürfte sich in Zukunft ebenfalls ändern, indem neben Fluorid in verstärktem Maße Minerale wie Calcium und Phosphat zugefügt werden und sogenannte “Remineralisierungszahnpasten“ entstehen. Die schwierigen Zahnzwischenräume könnten in Zukunft vielleicht per Ultraschall gereinigt werden, indem die Ultraschall-Strahlung jegliche Art von Plaque einfach auflöst. Eventuell wird auch bald die elektrische Zahnseide erfunden oder der Zahnarzt macht Hausbesuche oder die Nahrung wird ohne jeglichen Geschmacksverlust den Bedürfnissen der Zähne angepasst.

[ Quelle: One Drop Only GmbH, Stieffring 14, 13627 Berlin ]

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3.) Kauen gegen Stress

Kauen heilt nicht, hilft aber: Wenn der alltägliche Stress im Job oder in der Familie zur Belastung wird, braucht der Körper ein Ventil, um ihn "rauszulassen". Eine der besten Methoden:
Bewegung wie Laufen, Tennis, Sandsack-Boxen. Ebenfalls erfolgreich: Bewusste Entspannung wie autogenes Training, Meditation oder ein Wannenband. Manchem hilft auch "Shoppen" oder ein Schaufensterbummel. Ziel all der Mühen ist der Stressabbau, das Gefühl von Befriedigung und Entlastung. Rund jeder zweite Mann und jede zweite Frau in Deutschland haben laut einer neuen Forsa-Studie (im Auftrag der Deutschen Angestellten-Krankenkasse) aus alledem ihre eigene Anti-Stress-Methode entwickelt: Sie gehen essen. Sie verbinden dabei Bewegung, Entspannung und orale Befriedigung zu einer einzigen Aktion. "Es muss aber nicht immer ein dreigängiges Menü sein", sagt Prof. Dr. Jean-François Roulet von der Abteilung Zahnerhaltung und Prophylaxe an der Berliner Charité und Vorsitzender der Aktion zahnfreundlich e.V., "Lutschen und Kauen allein sind oft schon sehr hilfreich in stressigen Phasen. Aus zahnärztlicher Sicht raten wir zu zahnfreundlichen Kaugummis und Bonbons - damit man nicht den einen Stress los ist und der nächste mit Karies ins Haus steht."
 
Hintergrund: Körper unter Strom

Mit "Essengehen", dem genüsslichen Kauen, liegen die Gestressten gar nicht so fern von wissenschaftlichen Erkenntnissen - wenn man davon absieht, dass bei anhaltendem oder krankmachendem Stress eine psychosomatische Therapie notwendig ist: "Patienten, die unter erheblichem Leidensdruck stehen und das Glück haben, dass ihr Arzt hinter den körperlichen Symptomen keine Entzündung, sondern Seelenqualen erkennt", sagt Prof. Dr. Hans-Christian Deter, Psychosomatiker am Berliner Universitätsklinikum Benjamin Franklin, "brauchen rasche und kompetente Hilfe, damit sich die Krankheitssymptome nicht verselbstständigen und chronisch werden." Bei hin und wieder auftretender Überlastung durch zu viel Arbeit, zu viel Informationsflut und zu viel Erwartungsdruck beruflich und privat seien aber selbst zu steuernde Entspannungsmethoden ausreichend. "Stress ist ein körperlicher Prozess. Man ist in ständiger Bereithaltung, der ganze Mensch steht quasi unter Strom - das führt zu vielen unterschiedlichen Symptomen. Die Verspannung braucht dann einen Weg, um herauszukommen, den Körper zu verlassen." Essen gehen sei dabei tatsächlich eine Methode von vielen, die bei nicht wenigen Menschen - abgesehen von solchen mit Ess-Störungen - zu Befriedigung und nachlassender Anspannung führt. "Das hilft vielleicht ganz besonders bei emotionalem Stress, z.B. einer Störung in der Beziehung, bei mangelnder Anerkennung durch den Chef oder Misserfolg bei beruflichen Zielen."

"Man muss sich durchbeißen" - und die Folgen

Anti-Stress-Therapeuten wie Krankengymnastin Gabriele Janz aus Berlin setzen deshalb oft den Mund in das Zentrum der Therapie: Immerhin ist dieser Bereich nach dem Rücken die zweithäufigste Region des Körpers, wo sich Stress durch Anspannung festsetzt. Dem Volksmund ist das nicht neu: Sprüche wie "auf einem Problem herum kauen" oder "die Zähne zusammenbeißen" oder auch "etwas zähneknirschend hinnehmen" sind deutliche Bilder für das, was viele Menschen unbewusst erleben. "Es geht uns darum, die Verspannung erst einmal bewusst zu machen - und sie dann durch funktionelle Entspannung z.B. durch bewusstes Atmen abzubauen." Kauen löse kein seelisches Problem, sagt sie, aber "es hilft beim Spannungsabbau." Zahnärzte sehen nicht selten Patienten mit glattgeschliffenen Zähnen ohne Mulden und Höcker - sie wurden durch nächtliches Pressen und Knirschen über Monate und Jahre herunter gefeilt. Nur jeder zehnte Patient merke überhaupt, dass er knirsche, sagte Psychologin Gundula Johnke bei einem Pressetermin der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein.

Stressabbau durch Kauen

"Für viele Menschen wäre es schon hilfreich, wenn sie die große Rolle kennen würden, die der Mund beim Stress-Abbau spielt - und sich dann über kleinere Stressphasen selbst hinweghelfen könnten", meint Prof. Roulet und empfiehlt: " In Zeiten von Leistungsdruck oder Terminhetze ist ein leckeres Bonbon oder ein erfrischendes Kaugummi auf jeden Fall den Versuch wert." Wenn dem Überdruck dadurch erst einmal die Spitze genommen sei, solle man noch dreimal bewusst und tief bis in den Bauch durchatmen. "Das ist ein kleines, aber hilfreiches Anti-Stress-Pflaster für die Seele und eine Lockerungsübung für die Muskulatur, wenn man mal wieder unter Druck steht", sagt Prof. Roulet, und damit die Zähne nicht durch den Zucker in Bonbons oder Drops leiden, könne man auch gleich noch etwas für das gute Gewissen tun: "Zahnfreundliche Kaugummis und Süßwaren sind der ideale Weg, um ‚dem kleinen Stress' zu begegnen ohne sich großem durch mögliche Zahnschäden auszusetzen." Beim nächsten "Shopping-Ausflug" solle man daher nach dem kleinen Zahnmännchen mit dem Schutzschirm Ausschau halten: "Der nächste Stress kommt bestimmt - Kauen kann ihn zwar nicht verhindern - aber es hilft, ihn besser auszuhalten."
[ Quelle: Aktion zahnfreundlich e.V., Alt Pempelfort 9, 40211 Düsseldorf; aktion-zahnfreundlich@t-online.de , http://www.zahnmaennchen.de/ ]
Basics: http://www.gesundezaehne24.de/lexikon=1306

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4.) Ein schmerzhafter Unterschied
      
Die gängigen Schmerzmittel zeigen bei Frauen und Männern große Unterschiede

Wer sich jemals einen Weisheitszahn ziehen ließ, der weiß: Wirklich unangenehm wird die Sache erst nach dem Eingriff, wenn die Betäubung allmählich nachlässt und ein intensiver Schmerz vom Kiefer aus den gesamten Schädel erobert. Dr. Jon Levine, Neurologe an der University of California, wollte wissen, welches Medikament diesen Schmerz am wirksamsten lindert. Er kam zu einem unerwarteten Resultat: Das Kappa-Opioid, eine morphiumähnliche Substanz, wirkte mit Abstand am besten - aber nur bei Frauen. Für die Männer war der Effekt verheerend - ihre Schmerzen verstärkten sich. Günstiger für Männer ist dagegen Ibuprofen, ein Mittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika. An der University of New South Wales wiesen Forscher nach, dass Ibuprofen bei männlichen Versuchspersonen Schmerzen, die durch milde Elektroschocks hervorgerufen worden waren, linderte. Bei den weiblichen Testpersonen tat sich jedoch nichts ("New Scientist", 19.1.2002).
Wie sieht es mit den Triptanen gegen Migräne aus? Wirken sie auch bei Männern besser als bei Frauen? Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede in der Wirkung der modernen Cox-2-Hemmer? "Wir verfügen heute über sehr differenzierte Schmerzmedikamente. Aber wir wissen nur wenig über ihre unterschiedliche Wirkung bei Männern und Frauen", sagt Professor Dr. Walter Zieglgänsberger vom Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Bis weit in die 90er-Jahre hinein seien klinische Studien fast ausschließlich an Männern durchgeführt worden. Aber auch heute ist der Anteil der weiblichen Versuchspersonen in klinischen Studien mit rund 25 Prozent vergleichsweise gering. Der Grund: Die Forscher meiden das Risiko, dass eine weibliche Versuchsperson schwanger werden und ihr Baby Schaden nehmen könnte. Außerdem werden die Versuchsergebnisse durch die hormonellen Schwankungen im Monatszyklus der Frauen durcheinander gebracht. Selbst bei Tierversuchen würden deshalb "lieber männliche Tiere ohne störenden Zyklus genommen", so Zieglgänsberger. Fest steht: Frauen reagieren empfindlicher auf Schmerzreize als Männer. Wenn sie ihre Hand ins eiskalte Wasser stecken, experimentell mit einer Nadel gepiekst oder mit einem Laserspot traktiert werden, dann tut ihnen dies intensiver weh als den Männern. Besonders sensibel reagieren sie in den Tagen vor den Tagen: Die Schmerzschwelle sinkt spürbar ab, offenbar als Folge der veränderten Hormonsituation. Antibabypille oder Hormonpräparate in den Wechseljahren machen dagegen schmerztoleranter.
Auch der amerikanische Schmerzforscher Jon Levine hatte bei seinen Weisheitszahn-Patienten beobachtet, dass die Frauen stärkere Schmerzen empfanden als Männer. Er untersuchte den Einfluss der Sexualhormone auf das Schmerzempfinden in einem Tierexperiment: Männlichen, kastrierten Ratten gab er Östrogene, woraufhin ihr Schmerzschwelle auf das Niveau der Weibchen sank. Umgekehrt stieg bei sterilisierten weiblichen Tieren die Schmerzschwelle, nachdem sie Testosteron erhalten hatten.
Schmerz entsteht im Kopf, heißt es, und auch dort existieren offenbar Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Professor Anthony Jones, Leiter der "Human Pain Research Group" an der University of Manchester, fand erst kürzlich heraus, dass Frauen den Schmerz, anders als Männer, eher in einem Hirnareal verarbeiten, das mit Aufmerksamkeit und Emotionen verbunden ist. Damit wird eine Alltagserfahrung bestätigt. "Frauen sprechen mehr über ihren Schmerz, und sie gehen damit bewusster um", sagt Professor Zieglgänsberger . Der Schmerzforscher ist zuversichtlich, dass es "in wenigen Jahren Schmerzmittel geben wird, die jeweils besonders für Frauen oder Männer geeignet sind". Bis dahin aber sollte der Arzt "die erste Stimme der Frau geben". Sie allein wisse, ob ein vornehmlich an Männern getestetes Mittel auch bei ihr wirkt.

[ Quelle: Ingrid Kupzik in WamS  5/2002 ]
   Basics: http://www.gesundezaehne24.de/lexikon=290

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5.) Wirken Placebos doch?

Placebo = lat.: "ich werde gefallen"; in Form, Farbe und Geschmack einem bestimmten Arzneimittel nachgebildetes Präparat ohne pharmakologisch wirksamen Stoffe
Es ist verblüffend: Oftmals reicht es schon aus, ein Scheinpräparat mit harmlosen Inhaltsstoffen zu schlucken, um den erwünschten Effekt - die Linderung der Beschwerden - zu erzielen. Doch offenbar ist es nicht nur der reine Glaube an die Heilkraft jener Placebos, der Kranke wieder gesunden lässt. Denn die eigentlich wirkungslosen Substanzen wirken wirklich. Im menschlichen Gehirn aktivieren sie bestimmte Schaltkreise - ganz genau wie die echten schmerzstillenden Medikamente.
Möglicherweise greifen die Placebos in dieselben Schaltkreise ein, wie es auch die Opioide, schmerzlindernde Medikamente, tun, spekulieren Wissenschaftler. Bislang lag für diese Hypothese lediglich indirektes Beweismaterial vor: So blieben die Placebos beispielsweise wirkungslos, wenn Substanzen die entsprechenden Schaltungen blockierten, auf welche die Schmerzhemmer gewöhnlich einwirken. Nun gelang es aber um Martin Ingvar vom Karolinska Institute in Stockholm, die Scheinmedikamente direkt bei der Arbeit zuzusehen.
Mithilfe der Positronen-Emissions-Tomographie beobachteten die Forscher die Gehirne von neun Männern, auf deren Handrücken eine 48 Grad Celsius warme Metalloberfläche gedrückt wurde. Anschließend erhielten die Versuchspersonen entweder schmerzstillende Opioide oder reine Placebos gespritzt.
Und der Vergleich der Gehirnmuster beider Versuchsgruppen bestätigte die langgehegte Vermutung der Wissenschaftler: Sowohl die Original-Schmerzmittel als auch die Scheinpräparate verstärkten den Blutfluss in Gehirnbereichen, die reich mit Opioidrezeptoren ausgestattet sind.
Offenbar haben es also auch harmlose Placebos in sich: Obwohl ihnen die entsprechenden Wirkstoffe fehlen, vermögen sie dennoch biochemische Reaktionen in Gang zu setzen. Vermutlich verfügen Menschen, bei denen die Leerpräparate gut anschlagen, über ein effizienteres Opioid-System, spekulieren die Wissenschaftler. Und wie Fabrizio Benedetti von der Università degli Studi di Torino hervorhebt, untermauert die Studie die These, dass der Placebo-Effekt möglicherweise eine Rolle bei allen Schmerzbehandlungen spielt.

[ Quelle:
Ulrike Knoll , © wissenschaft-online ]
Basics: http://www.gesundezaehne24.de/lexikon=1767

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6.) Hans Eichel guckt beim Zahnersatz in die Röhre

In diesen Wochen schwitzen wieder zahlreiche Steuerzahler über ihrem Lohnsteuerjahresausgleich oder der Einkommensteuererklärung. Leider übersehen viele dabei die Rubrik "außergewöhnliche Belastung", für die sie ihrer Ansicht nach nichts zu bieten haben. Dabei ist die Liste der "außergewöhnlichen Belastungen", die sich steuermindernd auswirken können, lang und vielfältig. "Kosten für Zahnersatz, Zahnkronen oder Zahnfüllungen aus Gold oder Keramik können durchaus zu einer solchen Belastung laut Gesetz werden und sind daher steuerlich absetzbar", teilt dazu jetzt die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein mit. Ein entsprechendes Faltblatt liegt in diesen Wochen in allen Zahnarztpraxen aus; es ist den Patienten nützlich beim Ausfüllen ihrer Steuererklärung.
(Durch Anklicken dieses Textes kann das Faltblatt mit Online-Steuerberechnung eingesehen werden)
Die steuerliche Berücksichtigung der Selbstbeteiligung bei zahnärztlichen therapeutischen Maßnahmen bemisst sich, so die Kammer, nach dem Einkommen des Versicherten. Je nach Familienstand und Kinderzahl wird eine sogenannte "zumutbare (Eigen-) Belastung" vom in Frage kommenden Betrag abgezogen. So liegt beispielsweise diese Eigenbelastung bei einem Familienvater mit drei Kindern und einem Monatseinkommen von 3000 DM für das Jahr 2001 bei 360 DM jährlich. Alle Kosten, die ihm darüber hinaus durch Eigenbeteiligung an den Krankheitskosten entstehen, also nicht von der Kasse übernommen werden, können laut § 33 des Einkommensteuergesetzes als "außergewöhnliche Belastung" abgesetzt werden.
"Wir empfehlen", so Kammervorstandsmitglied Dr. Kai Voss, "unseren Patienten daher, sich beim Steuerberater, einem Lohnsteuerhilfeverein oder dem Finanzamt beraten zu lassen." So gilt auch für 2002: Belege sammeln und für die nächste Einkommensteuererklärung oder den Lohnsteuerjahresausgleich aufbewahren. Das kann helfen, den Familienhaushalt bei notwendigen Ausgaben zu entlasten.

[ Quelle: Zahnärztekammer Schleswig-Holstein ]

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7.) Die preiswerte Alternative: Leitungswasser ist ein guter Durstlöscher

Stiftung Warentest und das Umweltbundesamt (UBA) haben einen preiswerten Durstlöscher entdeckt. "Wer seinen Durst löschen möchte, muss nicht zur Mineralwasserflasche greifen, sondern kann einfach den Wasserhahn aufdrehen", empfiehlt das UBA und verweist auf eine aktuelle Untersuchung von Stiftung Warentest.
Danach muss Leitungswasser einen Vergleich mit dem Mineralwasser nicht scheuen. Von der guten Qualität des Trinkwassers ist UBA-Präsident Professor Andreas Troge nicht überrascht. Schließlich gelten für die Produktion des Leitungswassers strenge Standards, die vom Bund, Ländern und Kommunen rund um die Uhr überwacht werden. Durch Trinkwasser werde die Umwelt entlastet, weil Verpackung und Transport überflüssig seien.

Durch Leitungsrohre aus Blei, Kupfer und Zink kann die Qualität des Trinkwassers aber beeinträchtigt werden. Vor allem Bleirohre bereiten dem UBA immer wieder Kopfzerbrechen. Kommt das Wasser mit dem Metall direkt in Verbindung, können die strengen Grenzwerte in der Regel nicht eingehalten werden. Hier helfe nur ein Austausch der Rohre.
[ Quelle: Ärzte-Zeitung ]

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8.) Zum Lesen:

a) Ratgeber für mehr Durchblick bei Patienten

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) hat den Ratgeber "Durchblick: Kunde Patient" zu Neuerungen im Gesundheitswesen herausgegeben. Die Broschüre gibt einen Überblick über aktuelle Themen der Gesundheitspolitik und stellt Trends und Moden vor. Sie ist in Zusammenarbeit mit dem "ARD Ratgeber Recht" entstanden. Ein Schwerpunkt ist das neue Krankenkassenwahlrecht mit den neuen Regelungen für einen Kassenwechsel. Beiträge zur privaten Zusatzversicherung und den Diagnosis Related Groups beleuchten Aspekte, die zur Zeit in der Öffentlichkeit diskutiert werden.
Die Experten informieren ebenfalls über aktuelle Trends auf dem Gesundheitsmarkt. Dazu gehören Life-Style-Medikamente wie Schlankheits- oder Potenzmittel, Wellness und alternative Heilmethoden. Rechtliche Fragestellungen, zum Beispiel die Rechte von Patienten bei Verdacht auf ärztliche Behandlungsfehler, sind dabei ein wichtiger Aspekt.

Bestelladresse: Verbraucher-Zentrale NRW, Zentralversand, Adersstraße 78,
40215 Düsseldorf, Tel.: (0180) 5 00 14 33, 4.80 €, http://www.vz-nrw.de/ratgeber/ .

[ Quelle: Ärzte-Zeitung ]

b) Nährwerte einfach und übersichtlich

Richtig essen heißt das Geheimrezept für Gesundheit und Wohlbefinden. Dieses Taschenbuch hilft jedem, der erfolgreich abnehmen will, den Cholesterinspiegel senken soll, auf Zucker oder Harnsäure achten muss. Die neue Nährwerttabelle aus dem Govi-Verlag listet für über 1000 Lebensmittel alle wichtigen Nährwerte nebeneinander auf. So stellen Sie mühelos Ihren Speiseplan zusammen und essen, was Ihnen schmeckt. Arzneimittel werden unterstützt oder sogar eingespart. Das Extra?Plus: Übersicht über alle Vitamine, Calcium, Eisen und Magnesium für Nerven, Knochen und Immunsystem.
Tanja Schweig: Nährwerte einfach und übersichtlich 2., vollständig überarbeitete Auflage Govi-Verlag, Eschborn, 96 S., Euro 9,-- (D) ISBN: 3-7741-0942-7 PZN: 2232 097

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9.) Fragen Sie Ihre Hotline / Medizinischer Telefonservice des Gesundheitscout24

Stellen Sie sich vor, Ihr Telefon klingelt 4.000 Mal am Tag. Genau so häufig nutzen bereits jetzt Versicherte verschiedener Krankenkassen und -versicherungen die Service-Hotline des GesundheitScout24. Die Anrufer haben Fragen zu unverständlichen Beipackzetteln, suchen einen Experten für "ihre" Krankheit oder lassen sich den Unterschied zwischen einem Röntgenbild und einer Computertomographie erläutern. Mit der Kooperation der Techniker Krankenkasse können jetzt bundesweit 27 Millionen Menschen die Gesundheitsinformation per Telefon in Anspruch nehmen. Den telefonischen Service rund um die Uhr nutzen bereits Versicherte der AOK Baden-Württemberg, der BARMER Ersatzkasse und verschiedene Betriebs- sowie Innungskrankenkassen. "Das Bedürfnis nach kompetenten Gesundheitsinformationen steigt stetig", erläutert Olav Skowronnek, Geschäftsführer des GesundheitScout24 und des größten deutschen medizinischen Call Centers in Duisburg.

Antwort auf viele Fragen

Wie senke ich meinen Cholesterinspiegel? Welche Impfungen brauche ich für meinen Urlaub? Welche Therapien gegen Schlafstörungen gibt es? Derartige Fragen werden im Medical Service Center des GesundheitScout24 täglich rund 4.000 Mal gestellt. Antworten auf Fragen zu Nebenwirkungen von Medikamenten, medizinische Informationen über Maßnahmen gegen Rückenschmerzen oder Hilfe bei der Suche nach Fachärzten und Kliniken leisten 50 Fachärzte und 70 medizinische Assistenten. Unterstützt wird die Aufklärung über Gesundheit oder Krankheit durch eine Datenbank mit den Diagnosen und Therapien zu den 200 wichtigsten Krankheitsbildern. So manch ein Anrufer lässt sich das Fachchinesisch eines Beipackzettels erklären oder fragt nach dem Unterschied zwischen einer Computertomographie und einem Röntgenbild. "Viele Wartezimmer sind überfüllt, da bleibt dem behandelnden Arzt kaum Zeit für Erklärungen" erläutert Olav Skowronnek das ergänzende Angebot der Hotline.

Rat ersetzt keinen Arztbesuch

Auch die Krankenkassen und -versicherungen haben inzwischen den ungedeckten Bedarf an Gesundheitsinformation und Aufklärung erkannt. Hinzu kommt die Suche der Versicherten nach Spezialisten für bestimmte Krankheitsbilder, geeigneten Therapien und deren Alternativen sowie die Organisation von Rehabilitationsmaßnahmen. Die Krankenversicherer selbst wären mit dieser Aufklärung überlastet. Daher bietet das hochqualifizierte medizinische Personal des GesundheitScout24 eine für alle Beteiligten optimale Lösung: jetzt können sich auch 5,3 Millionen Versicherte der Techniker Krankenkasse rund um alle Themen der Gesundheit informieren. "Einen Arztbesuch können und wollen wir nicht ersetzen, ebenso stellen wir keine Diagnosen", stellt Olav Skowronnek klar. Doch die Lücke bei der Information über eine Krankheit und deren Therapiemöglichkeiten schließt sich mit diesem kostenlosen Angebot für Mitglieder der Kunden des GesundheitScout24.

Themen-Kompetenz setzt sich durch

Die GesundheitScout24 GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Scout24 AG, die in vielen Ländern Europas Online-Marktplätze in wichtigen Lebens- und Konsumbereichen besitzt und betreibt. In den Branchen Gesundheit, Automobil, Finanzen, Immobilien, Job, Partnerschaft und Shopping bieten die Scout24-Marktplätze einen breiten Überblick und ermöglichen Vergleiche der angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Das Traffic-Netzwerk der Scout24-Gruppe verzeichnet derzeit über 189 Millionen Seitenabrufe und rund 23 Millionen Besuche pro Monat. Die Scout24 AG (Baar/Schweiz) besteht seit September 1998.

GesundheitScout24 GmbH, Neumarktgalerie, Zeppelinstraße 1, 50667 Köln

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10.) Gesundheits-Wissen auf höchstem Niveau

Nun profitieren auch Laien vom medizinischen Wissensnetzwerk http://www.evidence.de/ der Universität Witten/Herdecke. Unter der Internetadresse http://www.Patientenleitlinien.de/ können Patienten und deren Angehörige neuestes, durch internationale Studien abgesichertes Gesundheits-Wissen abrufen, das besonders für Laien aufbereitet ist. Inzwischen liegen sogar schon erste Einblicke in das Nutzerverhalten vor. Vor allem praktische Empfehlungen zu den Themen Harnwegsinfekt, Demenz und Herzschwäche würden angefragt, erklärt Nik Koneczny, Internist und technischer Leiter des Projektes. "Die Zugriffszahlen unserer Dienste haben sich binnen eines Jahres vervielfacht", sagt der wissenschaftliche Leiter, Dr. med. Martin Butzlaff. Eine im März anlaufende Studie wird weitere Bedürfnisse der Nutzer ermitteln. Warum dieser neue Service der Universität Witten/Herdecke? Gab es nicht schon vorher genügend Patienteninformationen im Netz? "Viele Gesundheitsseiten im Internet sind ungeprüft, veraltet oder kommerziell motiviert", erklärt Butzlaff die Notwendigkeit von www.evidence.de und www.Patientenleitlinien.de.
Bei den Inhalten der beiden Informations-Angebote der UWH, die von einem fünfköpfigen Ärzteteam erarbeitet werden, ist das anders: "Wir wollen neueste medizinische Erkenntnisse, die sorgfältig untersucht sind, dorthin bringen, wo sie am meisten gebraucht werden: Zu den Ärzten und zu ihren Patienten", betont Butzlaff. Weil damit auch die dialogorientierte Entscheidungsfindung zwischen Arzt und Patient unterstützt werden soll, wurden schon von Anfang an auch laiengerecht formulierte Informationen zu den jeweiligen Krankheitsbildern mit den Ärzte-Leitlinien erstellt.

[
Kontakt: Dr. med. Martin Butzlaff, Tel.: 02302 926 714, Info@evidence.de ]

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 11.) Gefährliches Rezept: Tabakblätter in der Suppe

Die Kreativität von Köchen endet, wo die Gesundheit des Verbrauchers auf
dem Spiel steht!


Das BgVV (Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin) warnt dringend davor, bei der Zubereitung von Speisen Tabakblätter zu verwenden, weil damit eine akute Vergiftungsgefahr einhergehen kann. Anlass für die Warnung ist die Veröffentlichung des Rezeptes eines "Starkochs" unter dem Titel "Rauchen verboten!" in einer großen deutschen Sonntagszeitung. In dem Rezept für ein dreigängiges 4-Personen-Menu wird für jeden Gang die Verwendung größerer Mengen an Tabakblättern empfohlen. Der Verzehr solcher Speisen kann lebensgefährlich sein. Im ungünstigsten Fall beträgt die im Essen enthaltene Nikotinmenge das Mehrfache der für den erwachsenen Menschen bei oraler Aufnahme tödlichen Dosis. Lebensmittel, die nach der dort beschriebenen Rezeptur hergestellt werden, sind geeignet, die Gesundheit zu schädigen. Werden sie für Dritte zubereitet, stellt dies einen Verstoß gegen das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz dar.

Das Rezept sieht für die Zubereitung des Dreigangmenus die Extraktion von 21 g Tabakblättern und die Verwendung von weiteren 14 g "Tabakstreifen" vor. Hierfür könnten "frische Tabakblätter" verwendet werden, aber auch "eine milde Zigarre". Hierzu weist das BgVV darauf hin, dass tödliche Vergiftungsfälle bei Kindern bereits nach dem versehentlichen Verzehr einer halben Zigarre beschrieben sind.

Auch in wesentlich niedrigeren Dosen kann Nikotin bereits erhebliche gesundheitliche Auswirkungen haben. Dazu gehört eine Erhöhung der Herzfrequenz, des Blutdrucks, des Herzminutenvolumens und der koronaren Durchblutung. Auf das zentrale Nervensystem wirkt Nikotin in kleinen Dosen erregend; größere Dosen lösen Krämpfe aus. Aufgrund seiner psychoaktiven Wirkung verfügt Nikotin über ein suchterzeugendes Potential. Bei Nikotinvergiftungen kann es zu einer Atemlähmung kommen, der Tod tritt dann durch Ersticken ein.

Doch vielleicht gibt es eine natürliche Schranke gegen die Vergiftungsgefahr: Ruhen die Tabakblätter zulange in den Speisen oder werden sie gar zum Kochen gebracht, wird aus dem vermeintlichen Genuss schnell eine bittere, ungenießbare Speise!

Auch die im genannten Rezept empfohlene Verwendung von Tonkabohnen ist nicht unkritisch. Tonkabohnen haben einen hohen Cumaringehalt von 1-3 Prozent. Cumarin ist ein Lebergift und steht im Verdacht, krebserregend zu wirken. Für die Verwendung in Lebensmitteln sind in Deutschland Höchstmengen festgesetzt.
Der Kreativität von Köchen ist dort eine Grenze gesetzt, wo die Gesundheit des Verbrauchers auf dem Spiel steht. Das BgVV warnt nicht nur vor der Anwendung von Rezepten, die die Gesundheit schädigen können, sondern auch vor deren Veröffentlichung.

[
bgvv - Pressedienst, Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und
Veterinärmedizin, Thielallee 88 - 92, D - 14195 Berlin, Telefon: 01888/412-4300, Telefax:
01888/412-4970, Presserechtlich verantwortlich: Dr. Irene Lukassowitz ]

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12.) Selen - ein lebenswichtiges Spurenelement

Selen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Wenn wir auch nur kleinste Mengen davon - also Spuren - brauchen, so ist es dennoch unverzichtbar, damit Immunsystem und Stoffwechsel funktionieren, unser Körper mit Stress, Umweltverschmutzung, Krankheiten und anderen Einflüssen besser fertig wird. Leider enthält die tägliche Nahrung nicht genügend Selen, um den Körper ausreichend zu versorgen. Deutschland gehört deshalb neben vielen anderen europäischen Ländern zu den Selenmangelgebieten.
Weltweite Forschungen belegen: Zahlreiche Gesundheitsstörungen gehen mit einem Defizit an Selen einher, wie zum Beispiel erhöhte Infektanfälligkeit (insbesondere in der Erkältungszeit), Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn und colitis ulcerosa), Rheuma und Diabetes. Auch mangelnde Zeugungsfähigkeit des Mannes sowie Schilddrüsenfunktionsstörungen können eine Folge sein.
Das fein abgestimmte Immunsystem des Menschen reagiert besonders sensibel auf einen Selenmangel. Ohne Selen kann die volle Abwehrleistung nicht entfaltet werden. Auch die Fähigkeit, Krebszellen zu bekämpfen, ist bei Selenmangel vermindert. Eine ausreichende und regelmäßige Zufuhr des Spurenelementes unterstützt das Immunsystem in seiner natürlichen Funktion.
Neben einer zu geringen Zufuhr kann ein Selenmangel auch durch Belastung mit Schwermetallen (z.B. aufgrund von Zigarettenrauch oder Umweltbedingungen) hervorgerufen werden. In der Folge können erhebliche gesundheitliche Einschränkungen wie Müdigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Depressionen, Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Haut- und Schleimhautveränderungen bis hin zu ernsthaften Organschäden entstehen. Das "Burn-out-Syndrom", das "sich-völlig-ausgebrannt-fühlen", kommt ebenfalls sehr häufig vor. Eine ausreichende Selenversorgung kann den Körper nicht nur vor Schwermetallbelastungen schützen sondern auch zum Abbau der Schwermetalle im Körper beitragen.
Eine neue Aufklärungsbroschüre aus der Gesundheitsreihe der Deutschen Gesundheitshilfe e.V. informiert ausführlich, verständlich und übersichtlich über das Thema Selen und gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen. Neben einer Beschreibung der lebenswichtigen Aufgaben des Spurenelementes, der Ursachen für eine Selen-Unterversorgung und der Möglichkeiten des Ausgleiches, gibt die Broschüre Auskunft über den täglichen Selenbedarf, vermittelt wertvolle Ernährungstipps und zeigt auf, wie man seinen persönlichen Selenstatus bestimmen kann.
Die Aufklärungsbroschüre "Selen - Ein lebenswichtiges Spurenelement" erhalten Interessierte gegen einen mit EURO 1,53 frankierten und adressierten Rückumschlag DIN A5 bei der Deutschen Gesundheitshilfe, Stichwort "Selen", Postfach 940303, 60461 Frankfurt ; gesundheitshilfe@t-online.de.

Hinweis der Redaktion:
Selen ist in folgenden Lebensmitteln enthalten:
Niere, Leber, Käse, Getreideprodukten, Kürbis und Hühnerei. Selenreich sind Fleisch, Getreide und Hülsenfrüchte. Der tägliche Selenbedarf hängt ab vom Selenbestand im Körper, von der zugeführten Selenverbindung, von der Nahrungszusammensetzung (Beeinflussung der Resorption) und den Wechselwirkungen mit anderen Spurenelementen. Die Aufnahme von mehr als 3000 µg Selen pro Tag kann zu einer Leberzirrhose, Haarausfall (Schädigung der Haarfollikelzellen) und Herzmuskelschwäche führen. Für Arbeiter in der Farben-, Glas- und Elektronikindustrie ist die Gefahr einer Vergiftung erhöht.

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13.) Zum Schluss: Die vier Möglichkeiten des Überlebens

Es gibt vier Möglichkeiten,
nicht gefressen zu werden:
Stärker, schneller, schlauer sein -
oder nicht gut schmecken!

[ Quelle: "Lieber ein Optimist der sich irrt..." ( info@secumedie.de ), gefunden in  DFZ 2/2002 ]

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