Zahnärztliche NewsLetter Nr. 03/2002 / 01.
März 2002
Herzlich willkommen bei der Märzausgabe der
zahnärztlichen NewsLetter
Inhalt:
1.)
Jeden Tag einen Apfel für Zähne und
Zahnfleisch?
2.)
Chip im
Mund statt Zähneputzen?
3.) Kauen gegen Stress
4.)
Ein
schmerzhafter Unterschied
Die gängigen Schmerzmittel
zeigen bei Frauen und
Männern große Unterschiede
5.) Wirken Placebos doch?
6.) Hans Eichel guckt beim
Zahnersatz in die Röhre
7.) Die preiswerte Alternative:
Leitungswasser ist ein guter Durstlöscher
8.) Zum Lesen:
a) Ratgeber für Patienten
b)
Nährwerte einfach und übersichtlich
9.) Fragen Sie Ihre Hotline /
Medizinischer Telefonservice des Gesundheitscout24
10.) Gesundheitswissen auf höchstem Niveau
11.) Gefährliches Rezept: Tabakblätter in der
Suppe
12.) Selen - ein lebenswichtiges Spurenelement
13.) Zum Schluss: Die vier Möglichkeiten des
Überlebens
**********************************************
1.)
Jeden Tag einen Apfel für Zähne und
Zahnfleisch?
- Die britische Zahnärztevereinigung warnt vor
dem berühmte täglichen Biss in den Apfel und stellt die These "An apple a
day, keeps a dentist away" in Frage:
Klassische Apfelsorten, wie beispielsweise der Boskop haben einen natürlichen
Fruchtzuckergehalt von etwa 10 % und sind für die Zähne weitgehend
unschädlich. Da das Verbraucherverhalten sich geändert hat und neuere
Züchtungen den sauren Apfelgeschmack immer mehr verdrängen, ist auch der
Zuckergehalt gestiegen und kann bis zu vier Teelöffeln Zucker pro Apfel
betragen! Empfohlen wird ein Spülen mit einer neutralen Flüssigkeit nach dem
bekannten Zahnfleischtest mittels "Biss in den Apfel".
- [ Quellen: Dr. Nicole Arweiler in
ZBW 1.2002 / natur und kosmos, Februar 2002 ]
Anfang
2.)
Chip im Mund
statt Zähneputzen?
- Wie werden wohl die Menschen in 10, 50, 100
Jahren ihre Zähne pflegen? Werden wir alle bessere und pflegeleichtere Zähne
haben, weil
a) wir ganz anders essen, z.B. Astronautenfood?
b) ein kleiner Chip im Gaumen automatisch die Säure reguliert?
c) sich die Zahnsubstanz an die Bestandteile der Nahrung so angepasst
hat, dass diese den Zähnen nicht mehr schaden können?
Viele Menschen stellen sich vor, dass es in Zukunft durch
Hightech-Entwicklungen möglich sein wird, auf das tägliche Zähneputzen zu
verzichten. Dies ergab eine Umfrage des Berliner Mundhygieneexperte One Drop
Only, Hersteller der bekannten Marke "Nur 1 Tropfen" für medizinische Zahn-
und Mundhygiene. Was wünschen sich Kunden für ihre individuelle Zahn- und
Mundpflege? : 52 Prozent der rund 1.000 Teilnehmer gaben mehrere Optionen
hinsichtlich zukünftiger Entwicklung und neuen Instrumenten an. 68 Prozent
meinen, dass die aktive Mund- und Zahnpflege auch in Zukunft entscheidend für
die eigene Zahngesundheit sein wird. Es wird erwartet, dass die
Instrumentarien besser hinsichtlich der Langzeitwirkung sein werden und man
diese unkompliziert unterwegs anwenden kann - beispielsweise ein Mundspray,
das genauso effektiv ist wie normales Zähneputzen. 34 Prozent der Antworten
beschreiben eine Änderung der Nahrungsmittel durch spezielle Zusätze, die die
Zähne pflegen und reinigen. Sie nehmen jedoch nicht an, dass man dadurch auf
das Zähneputzen verzichten kann. 13 Prozent hoffen auf einen kleinen Chip im
Gaumen, der automatisch die Säure reguliert oder die Bildung bestimmter
Bakterien durch gentechnische Veränderungen verhindert wird. Auch die
Reinigung der Zähne durch Laser oder Ultraschall erwägen einige, ebenso wie
andere eine Karies-Impfung für möglich halten.
Die Zusammensetzung herkömmlicher Zahnpasten dürfte sich in Zukunft ebenfalls
ändern, indem neben Fluorid in verstärktem Maße Minerale wie Calcium und
Phosphat zugefügt werden und sogenannte “Remineralisierungszahnpasten“
entstehen. Die schwierigen Zahnzwischenräume könnten in Zukunft vielleicht per
Ultraschall gereinigt werden, indem die Ultraschall-Strahlung jegliche Art von
Plaque einfach auflöst. Eventuell wird auch bald die elektrische Zahnseide
erfunden oder der Zahnarzt macht Hausbesuche oder die Nahrung wird ohne
jeglichen Geschmacksverlust den Bedürfnissen der Zähne angepasst.
[ Quelle: One Drop Only
GmbH, Stieffring 14, 13627 Berlin ]
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3.)
Kauen gegen
Stress
- Kauen heilt nicht, hilft aber: Wenn der
alltägliche Stress im Job oder in der Familie zur Belastung wird, braucht der
Körper ein Ventil, um ihn "rauszulassen". Eine der besten Methoden:
Bewegung wie Laufen, Tennis, Sandsack-Boxen. Ebenfalls erfolgreich: Bewusste
Entspannung wie autogenes Training, Meditation oder ein Wannenband. Manchem
hilft auch "Shoppen" oder ein Schaufensterbummel. Ziel all der Mühen ist der
Stressabbau, das Gefühl von Befriedigung und Entlastung. Rund jeder zweite
Mann und jede zweite Frau in Deutschland haben laut einer neuen Forsa-Studie
(im Auftrag der Deutschen Angestellten-Krankenkasse) aus alledem ihre eigene
Anti-Stress-Methode entwickelt: Sie gehen essen. Sie verbinden dabei Bewegung,
Entspannung und orale Befriedigung zu einer einzigen Aktion. "Es muss aber
nicht immer ein dreigängiges Menü sein", sagt Prof. Dr. Jean-François Roulet
von der Abteilung Zahnerhaltung und Prophylaxe an der Berliner Charité und
Vorsitzender der Aktion zahnfreundlich e.V., "Lutschen und Kauen allein sind
oft schon sehr hilfreich in stressigen Phasen. Aus zahnärztlicher Sicht raten
wir zu zahnfreundlichen Kaugummis und Bonbons - damit man nicht den einen
Stress los ist und der nächste mit Karies ins Haus steht."
-
- Hintergrund: Körper
unter Strom
Mit "Essengehen", dem genüsslichen Kauen, liegen die Gestressten gar nicht so
fern von wissenschaftlichen Erkenntnissen - wenn man davon absieht, dass bei
anhaltendem oder krankmachendem Stress eine psychosomatische Therapie
notwendig ist: "Patienten, die unter erheblichem Leidensdruck stehen und das
Glück haben, dass ihr Arzt hinter den körperlichen Symptomen keine Entzündung,
sondern Seelenqualen erkennt", sagt Prof. Dr. Hans-Christian Deter,
Psychosomatiker am Berliner Universitätsklinikum Benjamin Franklin, "brauchen
rasche und kompetente Hilfe, damit sich die Krankheitssymptome nicht
verselbstständigen und chronisch werden." Bei hin und wieder auftretender
Überlastung durch zu viel Arbeit, zu viel Informationsflut und zu viel
Erwartungsdruck beruflich und privat seien aber selbst zu steuernde
Entspannungsmethoden ausreichend. "Stress ist ein körperlicher Prozess. Man
ist in ständiger Bereithaltung, der ganze Mensch steht quasi unter Strom - das
führt zu vielen unterschiedlichen Symptomen. Die Verspannung braucht dann
einen Weg, um herauszukommen, den Körper zu verlassen." Essen gehen sei dabei
tatsächlich eine Methode von vielen, die bei nicht wenigen Menschen -
abgesehen von solchen mit Ess-Störungen - zu Befriedigung und nachlassender
Anspannung führt. "Das hilft vielleicht ganz besonders bei emotionalem Stress,
z.B. einer Störung in der Beziehung, bei mangelnder Anerkennung durch den Chef
oder Misserfolg bei beruflichen Zielen."
"Man muss sich durchbeißen" - und die Folgen
Anti-Stress-Therapeuten wie Krankengymnastin Gabriele Janz aus Berlin setzen
deshalb oft den Mund in das Zentrum der Therapie: Immerhin ist dieser Bereich
nach dem Rücken die zweithäufigste Region des Körpers, wo sich Stress durch
Anspannung festsetzt. Dem Volksmund ist das nicht neu: Sprüche wie "auf einem
Problem herum kauen" oder "die Zähne zusammenbeißen" oder auch "etwas
zähneknirschend hinnehmen" sind deutliche Bilder für das, was viele Menschen
unbewusst erleben. "Es geht uns darum, die Verspannung erst einmal bewusst zu
machen - und sie dann durch funktionelle Entspannung z.B. durch bewusstes
Atmen abzubauen." Kauen löse kein seelisches Problem, sagt sie, aber "es hilft
beim Spannungsabbau." Zahnärzte sehen nicht selten Patienten mit
glattgeschliffenen Zähnen ohne Mulden und Höcker - sie wurden durch
nächtliches Pressen und Knirschen über Monate und Jahre herunter gefeilt. Nur
jeder zehnte Patient merke überhaupt, dass er knirsche, sagte Psychologin
Gundula Johnke bei einem Pressetermin der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein.
Stressabbau durch Kauen
"Für viele Menschen wäre es schon hilfreich, wenn sie die große Rolle kennen
würden, die der Mund beim Stress-Abbau spielt - und sich dann über kleinere
Stressphasen selbst hinweghelfen könnten", meint Prof. Roulet und empfiehlt: "
In Zeiten von Leistungsdruck oder Terminhetze ist ein leckeres Bonbon oder ein
erfrischendes Kaugummi auf jeden Fall den Versuch wert." Wenn dem Überdruck
dadurch erst einmal die Spitze genommen sei, solle man noch dreimal bewusst
und tief bis in den Bauch durchatmen. "Das ist ein kleines, aber hilfreiches
Anti-Stress-Pflaster für die Seele und eine Lockerungsübung für die
Muskulatur, wenn man mal wieder unter Druck steht", sagt Prof. Roulet, und
damit die Zähne nicht durch den Zucker in Bonbons oder Drops leiden, könne man
auch gleich noch etwas für das gute Gewissen tun: "Zahnfreundliche Kaugummis
und Süßwaren sind der ideale Weg, um ‚dem kleinen Stress' zu begegnen ohne
sich großem durch mögliche Zahnschäden auszusetzen." Beim nächsten
"Shopping-Ausflug" solle man daher nach dem kleinen Zahnmännchen mit dem
Schutzschirm Ausschau halten: "Der nächste Stress kommt bestimmt - Kauen kann
ihn zwar nicht verhindern - aber es hilft, ihn besser auszuhalten."
- [ Quelle: Aktion zahnfreundlich
e.V., Alt Pempelfort 9, 40211 Düsseldorf;
aktion-zahnfreundlich@t-online.de ,
http://www.zahnmaennchen.de/ ]
Basics:
http://www.gesundezaehne24.de/lexikon=1306
Anfang
4.)
Ein schmerzhafter
Unterschied
Die gängigen Schmerzmittel
zeigen bei Frauen und
Männern große Unterschiede
- Wer sich jemals einen Weisheitszahn ziehen
ließ, der weiß: Wirklich unangenehm wird die Sache erst nach dem Eingriff,
wenn die Betäubung allmählich nachlässt und ein intensiver Schmerz vom Kiefer
aus den gesamten Schädel erobert. Dr. Jon Levine, Neurologe an der University
of California, wollte wissen, welches Medikament diesen Schmerz am wirksamsten
lindert. Er kam zu einem unerwarteten Resultat: Das Kappa-Opioid, eine
morphiumähnliche Substanz, wirkte mit Abstand am besten - aber nur bei Frauen.
Für die Männer war der Effekt verheerend - ihre Schmerzen verstärkten sich.
Günstiger für Männer ist dagegen Ibuprofen, ein Mittel aus der Gruppe der
nichtsteroidalen Antirheumatika. An der University of New South Wales wiesen
Forscher nach, dass Ibuprofen bei männlichen Versuchspersonen Schmerzen, die
durch milde Elektroschocks hervorgerufen worden waren, linderte. Bei den
weiblichen Testpersonen tat sich jedoch nichts ("New Scientist", 19.1.2002).
Wie sieht es mit den Triptanen gegen Migräne aus? Wirken sie auch bei Männern
besser als bei Frauen? Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede in der
Wirkung der modernen Cox-2-Hemmer? "Wir verfügen heute über sehr
differenzierte Schmerzmedikamente. Aber wir wissen nur wenig über ihre
unterschiedliche Wirkung bei Männern und Frauen", sagt Professor Dr. Walter
Zieglgänsberger vom Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Bis weit in
die 90er-Jahre hinein seien klinische Studien fast ausschließlich an Männern
durchgeführt worden. Aber auch heute ist der Anteil der weiblichen
Versuchspersonen in klinischen Studien mit rund 25 Prozent vergleichsweise
gering. Der Grund: Die Forscher meiden das Risiko, dass eine weibliche
Versuchsperson schwanger werden und ihr Baby Schaden nehmen könnte. Außerdem
werden die Versuchsergebnisse durch die hormonellen Schwankungen im
Monatszyklus der Frauen durcheinander gebracht. Selbst bei Tierversuchen
würden deshalb "lieber männliche Tiere ohne störenden Zyklus genommen", so
Zieglgänsberger. Fest steht: Frauen reagieren empfindlicher auf Schmerzreize
als Männer. Wenn sie ihre Hand ins eiskalte Wasser stecken, experimentell mit
einer Nadel gepiekst oder mit einem Laserspot traktiert werden, dann tut ihnen
dies intensiver weh als den Männern. Besonders sensibel reagieren sie in den
Tagen vor den Tagen: Die Schmerzschwelle sinkt spürbar ab, offenbar als Folge
der veränderten Hormonsituation. Antibabypille oder Hormonpräparate in den
Wechseljahren machen dagegen schmerztoleranter.
Auch der amerikanische Schmerzforscher Jon Levine hatte bei seinen
Weisheitszahn-Patienten beobachtet, dass die Frauen stärkere Schmerzen
empfanden als Männer. Er untersuchte den Einfluss der Sexualhormone auf das
Schmerzempfinden in einem Tierexperiment: Männlichen, kastrierten Ratten gab
er Östrogene, woraufhin ihr Schmerzschwelle auf das Niveau der Weibchen sank.
Umgekehrt stieg bei sterilisierten weiblichen Tieren die Schmerzschwelle,
nachdem sie Testosteron erhalten hatten.
Schmerz entsteht im Kopf, heißt es, und auch dort existieren offenbar
Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Professor Anthony Jones, Leiter der
"Human Pain Research Group" an der University of Manchester, fand erst
kürzlich heraus, dass Frauen den Schmerz, anders als Männer, eher in einem
Hirnareal verarbeiten, das mit Aufmerksamkeit und Emotionen verbunden ist.
Damit wird eine Alltagserfahrung bestätigt. "Frauen sprechen mehr über ihren
Schmerz, und sie gehen damit bewusster um", sagt Professor Zieglgänsberger .
Der Schmerzforscher ist zuversichtlich, dass es "in wenigen Jahren
Schmerzmittel geben wird, die jeweils besonders für Frauen oder Männer
geeignet sind". Bis dahin aber sollte der Arzt "die erste Stimme der Frau
geben". Sie allein wisse, ob ein vornehmlich an Männern getestetes Mittel auch
bei ihr wirkt.
[ Quelle: Ingrid Kupzik in WamS
5/2002 ]
Basics:
http://www.gesundezaehne24.de/lexikon=290
Anfang
5.)
Wirken Placebos doch?
- Placebo = lat.: "ich
werde gefallen"; in Form, Farbe und Geschmack einem bestimmten Arzneimittel
nachgebildetes Präparat ohne pharmakologisch wirksamen Stoffe
- Es ist verblüffend: Oftmals reicht es schon
aus, ein Scheinpräparat mit harmlosen Inhaltsstoffen zu schlucken, um den
erwünschten Effekt - die Linderung der Beschwerden - zu erzielen. Doch
offenbar ist es nicht nur der reine Glaube an die Heilkraft jener Placebos,
der Kranke wieder gesunden lässt. Denn die eigentlich wirkungslosen Substanzen
wirken wirklich. Im menschlichen Gehirn aktivieren sie bestimmte Schaltkreise
- ganz genau wie die echten schmerzstillenden Medikamente.
Möglicherweise greifen die Placebos in dieselben
Schaltkreise ein, wie es auch die Opioide, schmerzlindernde Medikamente, tun,
spekulieren Wissenschaftler. Bislang lag für diese Hypothese lediglich
indirektes Beweismaterial vor: So blieben die Placebos beispielsweise
wirkungslos, wenn Substanzen die entsprechenden Schaltungen blockierten, auf
welche die Schmerzhemmer gewöhnlich einwirken. Nun gelang es aber um Martin
Ingvar vom Karolinska Institute in Stockholm, die Scheinmedikamente direkt bei
der Arbeit zuzusehen.
Mithilfe der Positronen-Emissions-Tomographie
beobachteten die Forscher die Gehirne von neun Männern, auf deren Handrücken
eine 48 Grad Celsius warme Metalloberfläche gedrückt wurde. Anschließend
erhielten die Versuchspersonen entweder schmerzstillende Opioide oder reine
Placebos gespritzt.
Und der Vergleich der Gehirnmuster beider Versuchsgruppen bestätigte die
langgehegte Vermutung der Wissenschaftler: Sowohl die Original-Schmerzmittel
als auch die Scheinpräparate verstärkten den Blutfluss in Gehirnbereichen, die
reich mit Opioidrezeptoren ausgestattet sind.
Offenbar haben es also auch harmlose Placebos in sich: Obwohl ihnen die
entsprechenden Wirkstoffe fehlen, vermögen sie dennoch biochemische Reaktionen
in Gang zu setzen. Vermutlich verfügen Menschen, bei denen die Leerpräparate
gut anschlagen, über ein effizienteres Opioid-System, spekulieren die
Wissenschaftler. Und wie Fabrizio Benedetti von der Università degli Studi di
Torino hervorhebt, untermauert die Studie die These, dass der Placebo-Effekt
möglicherweise eine Rolle bei allen Schmerzbehandlungen spielt.
[ Quelle: Ulrike Knoll ,
©
wissenschaft-online ]
Basics:
http://www.gesundezaehne24.de/lexikon=1767
Anfang
6.)
Hans Eichel guckt
beim Zahnersatz in die Röhre
- In diesen Wochen schwitzen wieder zahlreiche
Steuerzahler über ihrem Lohnsteuerjahresausgleich oder der
Einkommensteuererklärung. Leider übersehen viele dabei die Rubrik
"außergewöhnliche Belastung", für die sie ihrer Ansicht nach nichts zu bieten
haben. Dabei ist die Liste der "außergewöhnlichen Belastungen", die sich
steuermindernd auswirken können, lang und vielfältig. "Kosten für Zahnersatz,
Zahnkronen oder Zahnfüllungen aus Gold oder Keramik können durchaus zu einer
solchen Belastung laut Gesetz werden und sind daher steuerlich absetzbar",
teilt dazu jetzt die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein mit. Ein
entsprechendes Faltblatt liegt in diesen Wochen in allen Zahnarztpraxen aus;
es ist den Patienten nützlich beim Ausfüllen ihrer Steuererklärung.
(Durch
Anklicken dieses Textes kann das Faltblatt mit Online-Steuerberechnung
eingesehen werden)
Die steuerliche Berücksichtigung der Selbstbeteiligung bei zahnärztlichen
therapeutischen Maßnahmen bemisst sich, so die Kammer, nach dem Einkommen des
Versicherten. Je nach Familienstand und Kinderzahl wird eine sogenannte
"zumutbare (Eigen-) Belastung" vom in Frage kommenden Betrag abgezogen. So
liegt beispielsweise diese Eigenbelastung bei einem Familienvater mit drei
Kindern und einem Monatseinkommen von 3000 DM für das Jahr 2001 bei 360 DM
jährlich. Alle Kosten, die ihm darüber hinaus durch Eigenbeteiligung an den
Krankheitskosten entstehen, also nicht von der Kasse übernommen werden, können
laut § 33 des Einkommensteuergesetzes als "außergewöhnliche Belastung"
abgesetzt werden.
"Wir empfehlen", so Kammervorstandsmitglied Dr. Kai Voss, "unseren Patienten
daher, sich beim Steuerberater, einem Lohnsteuerhilfeverein oder dem Finanzamt
beraten zu lassen." So gilt auch für 2002: Belege sammeln und für die nächste
Einkommensteuererklärung oder den Lohnsteuerjahresausgleich aufbewahren. Das
kann helfen, den Familienhaushalt bei notwendigen Ausgaben zu entlasten.
[ Quelle:
Zahnärztekammer
Schleswig-Holstein
]
Anfang
7.) Die preiswerte
Alternative: Leitungswasser ist ein guter Durstlöscher
Stiftung Warentest und das Umweltbundesamt
(UBA) haben einen preiswerten Durstlöscher entdeckt. "Wer seinen Durst löschen
möchte, muss nicht zur Mineralwasserflasche greifen, sondern kann einfach den
Wasserhahn aufdrehen", empfiehlt das UBA und verweist auf eine aktuelle
Untersuchung von Stiftung Warentest.
Danach muss Leitungswasser einen Vergleich mit dem Mineralwasser nicht
scheuen. Von der guten Qualität des Trinkwassers ist UBA-Präsident Professor
Andreas Troge nicht überrascht. Schließlich gelten für die Produktion des
Leitungswassers strenge Standards, die vom Bund, Ländern und Kommunen rund um
die Uhr überwacht werden. Durch Trinkwasser werde die Umwelt entlastet, weil
Verpackung und Transport überflüssig seien.
Durch Leitungsrohre aus Blei, Kupfer und Zink kann die Qualität des
Trinkwassers aber beeinträchtigt werden. Vor allem Bleirohre bereiten dem UBA
immer wieder Kopfzerbrechen. Kommt das Wasser mit dem Metall direkt in
Verbindung, können die strengen Grenzwerte in der Regel nicht eingehalten
werden. Hier helfe nur ein Austausch der Rohre.
[ Quelle:
Ärzte-Zeitung
]
Anfang
8.)
Zum Lesen:
- a) Ratgeber für mehr Durchblick bei Patienten
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) hat den Ratgeber
"Durchblick: Kunde Patient" zu Neuerungen im Gesundheitswesen herausgegeben.
Die Broschüre gibt einen Überblick über aktuelle Themen der Gesundheitspolitik
und stellt Trends und Moden vor. Sie ist in Zusammenarbeit mit dem "ARD
Ratgeber Recht" entstanden. Ein Schwerpunkt ist das neue
Krankenkassenwahlrecht mit den neuen Regelungen für einen Kassenwechsel.
Beiträge zur privaten Zusatzversicherung und den Diagnosis Related Groups
beleuchten Aspekte, die zur Zeit in der Öffentlichkeit diskutiert werden.
Die Experten informieren ebenfalls über aktuelle Trends auf dem
Gesundheitsmarkt. Dazu gehören Life-Style-Medikamente wie Schlankheits- oder
Potenzmittel, Wellness und alternative Heilmethoden. Rechtliche
Fragestellungen, zum Beispiel die Rechte von Patienten bei Verdacht auf
ärztliche Behandlungsfehler, sind dabei ein wichtiger Aspekt.
Bestelladresse: Verbraucher-Zentrale NRW, Zentralversand, Adersstraße 78,
40215 Düsseldorf, Tel.: (0180) 5 00 14 33, 4.80 €,
http://www.vz-nrw.de/ratgeber/ .
[
Quelle:
Ärzte-Zeitung
]
b) Nährwerte
einfach und übersichtlich
Richtig essen heißt
das Geheimrezept für Gesundheit und Wohlbefinden. Dieses Taschenbuch hilft
jedem, der erfolgreich abnehmen will, den Cholesterinspiegel senken soll, auf
Zucker oder Harnsäure achten muss. Die neue Nährwerttabelle aus dem
Govi-Verlag listet für über 1000 Lebensmittel alle wichtigen Nährwerte
nebeneinander auf. So stellen Sie mühelos Ihren Speiseplan zusammen und essen,
was Ihnen schmeckt. Arzneimittel werden unterstützt oder sogar eingespart. Das
Extra?Plus: Übersicht über alle Vitamine, Calcium, Eisen und Magnesium für
Nerven, Knochen und Immunsystem.
Tanja Schweig: Nährwerte einfach und übersichtlich 2., vollständig
überarbeitete Auflage Govi-Verlag, Eschborn, 96 S., Euro 9,-- (D) ISBN:
3-7741-0942-7 PZN: 2232 097
Anfang
9.)
Fragen Sie Ihre Hotline / Medizinischer Telefonservice
des Gesundheitscout24
- Stellen Sie sich vor, Ihr Telefon klingelt 4.000 Mal am Tag. Genau so
häufig nutzen bereits jetzt Versicherte verschiedener Krankenkassen und
-versicherungen die Service-Hotline des GesundheitScout24. Die Anrufer haben
Fragen zu unverständlichen Beipackzetteln, suchen einen Experten für "ihre"
Krankheit oder lassen sich den Unterschied zwischen einem Röntgenbild und
einer Computertomographie erläutern. Mit der Kooperation der Techniker
Krankenkasse können jetzt bundesweit 27 Millionen Menschen die
Gesundheitsinformation per Telefon in Anspruch nehmen. Den telefonischen
Service rund um die Uhr nutzen bereits Versicherte der AOK Baden-Württemberg,
der BARMER Ersatzkasse und verschiedene Betriebs- sowie Innungskrankenkassen.
"Das Bedürfnis nach kompetenten Gesundheitsinformationen steigt stetig",
erläutert Olav Skowronnek, Geschäftsführer des GesundheitScout24 und des
größten deutschen medizinischen Call Centers in Duisburg.
Antwort auf viele Fragen
Wie senke ich meinen Cholesterinspiegel? Welche Impfungen brauche ich für
meinen Urlaub? Welche Therapien gegen Schlafstörungen gibt es? Derartige
Fragen werden im Medical Service Center des GesundheitScout24 täglich rund
4.000 Mal gestellt. Antworten auf Fragen zu Nebenwirkungen von Medikamenten,
medizinische Informationen über Maßnahmen gegen Rückenschmerzen oder Hilfe bei
der Suche nach Fachärzten und Kliniken leisten 50 Fachärzte und 70
medizinische Assistenten. Unterstützt wird die Aufklärung über Gesundheit oder
Krankheit durch eine Datenbank mit den Diagnosen und Therapien zu den 200
wichtigsten Krankheitsbildern. So manch ein Anrufer lässt sich das
Fachchinesisch eines Beipackzettels erklären oder fragt nach dem Unterschied
zwischen einer Computertomographie und einem Röntgenbild. "Viele Wartezimmer
sind überfüllt, da bleibt dem behandelnden Arzt kaum Zeit für Erklärungen"
erläutert Olav Skowronnek das ergänzende Angebot der Hotline.
Rat ersetzt keinen Arztbesuch
Auch die Krankenkassen und -versicherungen haben inzwischen den ungedeckten
Bedarf an Gesundheitsinformation und Aufklärung erkannt. Hinzu kommt die Suche
der Versicherten nach Spezialisten für bestimmte Krankheitsbilder, geeigneten
Therapien und deren Alternativen sowie die Organisation von
Rehabilitationsmaßnahmen. Die Krankenversicherer selbst wären mit dieser
Aufklärung überlastet. Daher bietet das hochqualifizierte medizinische
Personal des GesundheitScout24 eine für alle Beteiligten optimale Lösung:
jetzt können sich auch 5,3 Millionen Versicherte der Techniker Krankenkasse
rund um alle Themen der Gesundheit informieren. "Einen Arztbesuch können und
wollen wir nicht ersetzen, ebenso stellen wir keine Diagnosen", stellt Olav
Skowronnek klar. Doch die Lücke bei der Information über eine Krankheit und
deren Therapiemöglichkeiten schließt sich mit diesem kostenlosen Angebot für
Mitglieder der Kunden des GesundheitScout24.
Themen-Kompetenz setzt sich durch
Die GesundheitScout24 GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Scout24 AG, die in
vielen Ländern Europas Online-Marktplätze in wichtigen Lebens- und
Konsumbereichen besitzt und betreibt. In den Branchen Gesundheit, Automobil,
Finanzen, Immobilien, Job, Partnerschaft und Shopping bieten die
Scout24-Marktplätze einen breiten Überblick und ermöglichen Vergleiche der
angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Das Traffic-Netzwerk der
Scout24-Gruppe verzeichnet derzeit über 189 Millionen Seitenabrufe und rund 23
Millionen Besuche pro Monat. Die Scout24 AG (Baar/Schweiz) besteht seit
September 1998.
GesundheitScout24
GmbH, Neumarktgalerie, Zeppelinstraße 1, 50667 Köln
Anfang
10.)
Gesundheits-Wissen
auf höchstem Niveau
- Nun profitieren auch Laien vom medizinischen Wissensnetzwerk
http://www.evidence.de/
der Universität Witten/Herdecke. Unter der Internetadresse
http://www.Patientenleitlinien.de/ können Patienten und deren Angehörige
neuestes, durch internationale Studien abgesichertes Gesundheits-Wissen
abrufen, das besonders für Laien aufbereitet ist. Inzwischen liegen sogar
schon erste Einblicke in das Nutzerverhalten vor. Vor allem praktische
Empfehlungen zu den Themen Harnwegsinfekt, Demenz und Herzschwäche würden
angefragt, erklärt Nik Koneczny, Internist und technischer Leiter des
Projektes. "Die Zugriffszahlen unserer Dienste haben sich binnen eines Jahres
vervielfacht", sagt der wissenschaftliche Leiter, Dr. med. Martin Butzlaff.
Eine im März anlaufende Studie wird weitere Bedürfnisse der Nutzer ermitteln.
Warum dieser neue Service der Universität Witten/Herdecke? Gab es nicht schon
vorher genügend Patienteninformationen im Netz? "Viele Gesundheitsseiten im
Internet sind ungeprüft, veraltet oder kommerziell motiviert", erklärt
Butzlaff die Notwendigkeit von www.evidence.de und www.Patientenleitlinien.de.
Bei den Inhalten der beiden Informations-Angebote der UWH, die von einem
fünfköpfigen Ärzteteam erarbeitet werden, ist das anders: "Wir wollen neueste
medizinische Erkenntnisse, die sorgfältig untersucht sind, dorthin bringen, wo
sie am meisten gebraucht werden: Zu den Ärzten und zu ihren Patienten", betont
Butzlaff. Weil damit auch die dialogorientierte Entscheidungsfindung zwischen
Arzt und Patient unterstützt werden soll, wurden schon von Anfang an auch
laiengerecht formulierte Informationen zu den jeweiligen Krankheitsbildern mit
den Ärzte-Leitlinien erstellt.
[
Kontakt: Dr. med. Martin Butzlaff, Tel.: 02302
926 714, Info@evidence.de
]
Anfang
11.)
Gefährliches Rezept: Tabakblätter in der
Suppe
- Die Kreativität von
Köchen endet, wo die Gesundheit des Verbrauchers auf
dem Spiel steht!
Das BgVV (Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und
Veterinärmedizin) warnt dringend davor, bei der Zubereitung von Speisen
Tabakblätter zu verwenden, weil damit eine akute Vergiftungsgefahr einhergehen
kann. Anlass für die Warnung ist die Veröffentlichung des Rezeptes eines
"Starkochs" unter dem Titel "Rauchen verboten!" in einer großen deutschen
Sonntagszeitung. In dem Rezept für ein dreigängiges 4-Personen-Menu wird für
jeden Gang die Verwendung größerer Mengen an Tabakblättern empfohlen. Der
Verzehr solcher Speisen kann lebensgefährlich sein. Im ungünstigsten Fall
beträgt die im Essen enthaltene Nikotinmenge das Mehrfache der für den
erwachsenen Menschen bei oraler Aufnahme tödlichen Dosis. Lebensmittel, die
nach der dort beschriebenen Rezeptur hergestellt werden, sind geeignet, die
Gesundheit zu schädigen. Werden sie für Dritte zubereitet, stellt dies einen
Verstoß gegen das Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz dar.
Das Rezept sieht für die Zubereitung des Dreigangmenus die Extraktion von 21 g
Tabakblättern und die Verwendung von weiteren 14 g "Tabakstreifen" vor.
Hierfür könnten "frische Tabakblätter" verwendet werden, aber auch "eine milde
Zigarre". Hierzu weist das BgVV darauf hin, dass tödliche Vergiftungsfälle bei
Kindern bereits nach dem versehentlichen Verzehr einer halben Zigarre
beschrieben sind.
Auch in wesentlich niedrigeren Dosen kann Nikotin bereits erhebliche
gesundheitliche Auswirkungen haben. Dazu gehört eine Erhöhung der
Herzfrequenz, des Blutdrucks, des Herzminutenvolumens und der koronaren
Durchblutung. Auf das zentrale Nervensystem wirkt Nikotin in kleinen Dosen
erregend; größere Dosen lösen Krämpfe aus. Aufgrund seiner psychoaktiven
Wirkung verfügt Nikotin über ein suchterzeugendes Potential. Bei
Nikotinvergiftungen kann es zu einer Atemlähmung kommen, der Tod tritt dann
durch Ersticken ein.
Doch vielleicht gibt es eine natürliche Schranke gegen die Vergiftungsgefahr:
Ruhen die Tabakblätter zulange in den Speisen oder werden sie gar zum Kochen
gebracht, wird aus dem vermeintlichen Genuss schnell eine bittere,
ungenießbare Speise!
Auch die im genannten Rezept empfohlene Verwendung von Tonkabohnen ist nicht
unkritisch. Tonkabohnen haben einen hohen Cumaringehalt von 1-3 Prozent.
Cumarin ist ein Lebergift und steht im Verdacht, krebserregend zu wirken. Für
die Verwendung in Lebensmitteln sind in Deutschland Höchstmengen festgesetzt.
Der Kreativität von Köchen ist dort eine Grenze gesetzt, wo die Gesundheit des
Verbrauchers auf dem Spiel steht. Das BgVV warnt nicht nur vor der Anwendung
von Rezepten, die die Gesundheit schädigen können, sondern auch vor deren
Veröffentlichung.
[
bgvv - Pressedienst, Bundesinstitut für
gesundheitlichen Verbraucherschutz und
Veterinärmedizin, Thielallee 88 - 92, D - 14195 Berlin, Telefon:
01888/412-4300, Telefax:
01888/412-4970, Presserechtlich verantwortlich: Dr. Irene Lukassowitz ]
Anfang
12.) Selen - ein lebenswichtiges
Spurenelement
- Selen ist ein lebenswichtiges Spurenelement,
das regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Wenn wir auch nur
kleinste Mengen davon - also Spuren - brauchen, so ist es dennoch
unverzichtbar, damit Immunsystem und Stoffwechsel funktionieren, unser Körper
mit Stress, Umweltverschmutzung, Krankheiten und anderen Einflüssen besser
fertig wird. Leider enthält die tägliche Nahrung nicht genügend Selen, um den
Körper ausreichend zu versorgen. Deutschland gehört deshalb neben vielen
anderen europäischen Ländern zu den Selenmangelgebieten.
Weltweite Forschungen belegen: Zahlreiche Gesundheitsstörungen gehen mit einem
Defizit an Selen einher, wie zum Beispiel erhöhte Infektanfälligkeit
(insbesondere in der Erkältungszeit), Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Krebserkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn und
colitis ulcerosa), Rheuma und Diabetes. Auch mangelnde Zeugungsfähigkeit des
Mannes sowie Schilddrüsenfunktionsstörungen können eine Folge sein.
Das fein abgestimmte Immunsystem des Menschen reagiert besonders sensibel auf
einen Selenmangel. Ohne Selen kann die volle Abwehrleistung nicht entfaltet
werden. Auch die Fähigkeit, Krebszellen zu bekämpfen, ist bei Selenmangel
vermindert. Eine ausreichende und regelmäßige Zufuhr des Spurenelementes
unterstützt das Immunsystem in seiner natürlichen Funktion.
Neben einer zu geringen Zufuhr kann ein Selenmangel auch durch Belastung mit
Schwermetallen (z.B. aufgrund von Zigarettenrauch oder Umweltbedingungen)
hervorgerufen werden. In der Folge können erhebliche gesundheitliche
Einschränkungen wie Müdigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen,
Depressionen, Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Haut- und
Schleimhautveränderungen bis hin zu ernsthaften Organschäden entstehen. Das "Burn-out-Syndrom",
das "sich-völlig-ausgebrannt-fühlen", kommt ebenfalls sehr häufig vor. Eine
ausreichende Selenversorgung kann den Körper nicht nur vor
Schwermetallbelastungen schützen sondern auch zum Abbau der Schwermetalle im
Körper beitragen.
Eine neue Aufklärungsbroschüre aus der Gesundheitsreihe der Deutschen
Gesundheitshilfe e.V. informiert ausführlich, verständlich und übersichtlich
über das Thema Selen und gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen. Neben
einer Beschreibung der lebenswichtigen Aufgaben des Spurenelementes, der
Ursachen für eine Selen-Unterversorgung und der Möglichkeiten des Ausgleiches,
gibt die Broschüre Auskunft über den täglichen Selenbedarf, vermittelt
wertvolle Ernährungstipps und zeigt auf, wie man seinen persönlichen
Selenstatus bestimmen kann.
Die Aufklärungsbroschüre "Selen - Ein lebenswichtiges Spurenelement" erhalten
Interessierte gegen einen mit EURO 1,53 frankierten und adressierten
Rückumschlag DIN A5 bei der Deutschen Gesundheitshilfe, Stichwort "Selen",
Postfach 940303, 60461 Frankfurt ;
gesundheitshilfe@t-online.de.
Hinweis der Redaktion:
Selen ist in folgenden Lebensmitteln enthalten:
Niere, Leber, Käse, Getreideprodukten, Kürbis und Hühnerei. Selenreich sind
Fleisch, Getreide und Hülsenfrüchte. Der tägliche Selenbedarf hängt ab vom
Selenbestand im Körper, von der zugeführten Selenverbindung, von der
Nahrungszusammensetzung (Beeinflussung der Resorption) und den
Wechselwirkungen mit anderen Spurenelementen. Die Aufnahme von mehr als 3000
µg Selen pro Tag kann zu einer Leberzirrhose, Haarausfall (Schädigung der
Haarfollikelzellen) und Herzmuskelschwäche führen. Für Arbeiter in der
Farben-, Glas- und Elektronikindustrie ist die Gefahr einer Vergiftung erhöht.
Anfang
13.)
Zum Schluss: Die vier Möglichkeiten des
Überlebens
Es gibt vier Möglichkeiten,
nicht gefressen zu werden:
Stärker, schneller, schlauer sein -
oder nicht gut schmecken!
[
Quelle: "Lieber ein Optimist der sich irrt..." (
info@secumedie.de ), gefunden in
DFZ 2/2002 ]
Anfang
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