Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 3/2005/ 1. März 2005

Wir haben Ihnen nachfolgend wieder interessante Neuigkeiten aus der Zahnmedizin und angrenzenden Fachgebieten zusammengestellt.
Weiterhin beschäftigen uns die neuen Festzuschüsse in Form von Anfragen überdurchschnittlich stark. Nachdem die ersten verwaltungsmäßigen Hürden überstanden sind und die langen Wartezeiten auf genehmigte Heil- und Kostenpläne eher langsam zurück gehen, zeigt es sich immer mehr, dass die kostenmäßigen Beispielberechnungen, so wie sie im Sommer letzten Jahres veröffentlicht wurden, die tatsächlichen Kosten zu "rosig" sahen. Auf unseren Seiten (Festzuschuss, festsitzend u. Festzuschuss, herausnehmbar) haben wir Ihnen Anhaltswerte zusammengestellt, die unter Praxisbedingungen entstanden sein könnten. Es zeigt sich dabei besonders deutlich, dass die Wahl der Verarbeitung und der Materialien (Laborkosten, Materialkosten in der Praxis, Edelmetall oder Edelmetallfrei-NEM) entscheidend für die Preisstruktur sind. Ebenfalls zeigt es sich, dass regelmäßige, jährliche zahnärztliche Untersuchungen (Höhe des Bonus) nicht unerheblich dazu beitragen, die Eigenkosten zu senken. An der Vielzahl der möglichen Eigenbeteiligungen bei ein und demselben Zahnersatz können Sie sehen, weshalb es keine "Preislisten" für Zahnersatz geben kann und wie schwierig die Materie einer Vorausberechnung ist.

Ihre ZahnNewsLetter-Redaktion


Inhalt

 1.) Nicht nur Nase und Busen: Das Geschäft mit der Zahnverschönerung boomt
 2.)
Mundhygieneprodukte - das Bewusstsein für Zahnpflege wächst
 3.)
Neuseeland - Kieferbruchbehandlung mit Schafswolle
 4.)
Saure Naschereien schaden mehr als Süßigkeiten
 5.)
Röntgen: Broschüre "Strahlung und Strahlenschutz" neu aufgelegt
 6.) Immer mehr Patienten vermuten, einen Behandlungsfehler erlitten zu haben
 7.)
"Ein Regenschirm, der sich auflöst, wenn es regnet"
 8.) Nebenwirkungen inklusive: Gefährliche Medizin über eBay

 9.)
Nutzen und Risiken von Vitaminen und Mineralstoffen in Lebensmitteln neu bewertet
10.)
Zusatzversicherung genau prüfen!
11.) Gesetzliche Krankenversicherungen kämpfen um jeden Kunden
12.) Zahnbelag unter der Lupe: Mit ätherischen Ölen gegen Plaque-Bakterien
13.) Mehr Klarheit für Kieferorthopädie-Patienten
14.)
Versandapotheken: Stiftung Warentest bescheinigt mangelhafte Qualität
15.)
Zum Schluss: Patientenerfahrung

Erläuterungen zu Fachbegriffen unter http://www.zahnwissen.de


1.) Nicht nur Nase und Busen: Das Geschäft mit der Zahnverschönerung boomt

Ausgelöst durch eine medizinisch kaum noch zu verantwortende Fernsehsendung, die die Schönheitschirurgie zwischen diversen Werbeblöcken präsentiert und alles mögliche am Körper flugs korrigiert, hat sich in der "großen Medizin" eine heftige und sehr kontrovers geführte Debatte darüber entwickelt, welchen Stellenwert die ärztliche Ethik bei solchen Eingriffen überhaupt noch hat. Dieser Schönheitswahn, dem die Möchte-Gern-Filmsternchen und die Pseudo-Matschos huldigen, hat auch vor der Zahnmedizin nicht halt gemacht - das "Weißen der Zähne" ist nur ein Beispiel dafür.
Die
Financial Times Deutschland analysiert den "dentalen Wellnessmarkt" in einem auszugsweise wiedergegebenem Artikel, der zwar nicht generell auf die Deutschen Landen zutrifft, sich aber von den Großstätten her seinen Weg in die Provinz sucht. Bezeichnend nur, dass das Wort "Patient" in diesem Bericht nicht mehr auftaucht; "Kunde" scheint diesen Trend auch besser zu treffen:


"Das Bohren überlassen sie anderen. Sie bleichen, implantieren oder verblenden Zähne. Ihr Geschäft ist die Schönheit. Eine wachsende Zahl von Zahnärzten spezialisiert sich auf ästhetische Zahnkorrekturen. Ein lukrativer Sektor: Branchenkenner schätzen, dass sich in Deutschland der Umsatz im zahnästhetischen Bereich in den vergangenen fünf Jahren etwa verdoppelt hat. Allein für vollkeramische Füllungen, Kronen, Brücken und Verblendschalen wurden 2004 mehr als 2 Mrd. Euro ausgegeben. Die Investition in ein ebenmäßiges Gebiss müssen die Kunden meist aus eigener Tasche zahlen. Gesetzliche Krankenkassen kommen in der Regel nur für medizinisch notwendige Behandlungen auf.
"Das Bedürfnis nach Zahnverschönerung steigt weiter", prophezeit Diether Reusch von der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Zahnheilkunde. Private Zahnkliniken und Praxen mit dem Schwerpunkt Zahnästhetik würden derzeit nur so aus dem Boden sprießen. Besonderer Beliebtheit erfreut sich das Bleichen der Zähne. Während es in Deutschland vor zehn Jahren nur drei private Zahnkliniken gab, sind es nach Angaben der Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation (DSGI) inzwischen bereits rund 20. Sie teilen sich den Markt für Gebissverschönerung mit rund 1000 spezialisierten Zahnarztpraxen. DSGI-Berater Heiner Kirchkamp geht davon aus, dass gegenwärtig etwa 1000 weitere Zahnmediziner erwägen, sich mit ihrer Praxis in diese Richtung zu entwickeln oder eine Privatklinik zu gründen.

Kombination von Qualität mit Service

Gut beraten sind nach Meinung von Experten diejenigen Zahnmediziner, die Qualität mit Service kombinieren. Ein Blumenstrauß nach kostenintensiver Zahnbehandlung oder die Geburtstagskarte seien heute fast Standard, sagt Lutz Hofmann von der Beratungsfirma Praxisplus in Essen. Immer häufiger setzten die Dentisten auch weit exklusivere Ideen um. Beispielsweise böten einige Praxen statt des Wartezimmers eine Designer-Lounge mit trendigen Sitzmöbeln und Internetanschluss. Zunehmend verschwinde auch die herkömmliche Rezeption und mache Platz für eine hotelähnliche Lobby. "Die sterile Praxis hat ausgedient. Menschen haben Angst vor dem Zahnarzt, deshalb muss der Besuch ein Erlebnis sein", sagt Hofmann.
Als Paradebeispiel für Kundennähe gelten in der Branche Privatpraxen. Dort werden die individuellen Vorlieben in einem Vorgespräch ermittelt. Mit einem Verwöhnprogramm geht es weiter: Zwischen den Behandlungen legt der Zahnarzt seinen Kunden warme Tücher mit persönlichem Lieblingsduft auf das Gesicht. Musik beschallt den Raum, Magazine liegen bereit, und sämtliches Werkzeug ist aus dem Blickfeld verschwunden. Stattdessen sollen warme Töne und gemütliches Interieur zum Entspannen anregen.
Wie Zahnärzte anderswo um die Gunst der Patienten buhlen, zeigt ein Trend aus den USA: Die Zahnarztpraxis als Wellnessoase. Der so genannte "Spa-Dentist" behandelt nicht mehr nur Zähne, sondern auch das Gesicht, er massiert Füße und Nacken, bietet Pedi- und Maniküre. Wer will, kann sich in einigen Praxen sogar Botox gegen Falten spritzen lassen.
Dass eine Zahnarztbehandlung fast ein Ferienerlebnis sein kann, versucht der hawaiianische Zahnarzt Wynn Okuda glaubhaft zu machen. Er wirbt für "Lächel-Urlaub" in Honolulu, bei dem ein Implantat für 1000 $ eingepflanzt wird, Begleitung an den Strand und zum Sightseeing, Limousinenservice und Ganzkörpermassage inklusive."


[©: Financial Times Deutschland (auszugsweise Wiedergabe)]

 Basics: ästhetische Zahnmedizin  auf www.zahnwissen.de

Anfang


2.) Mundhygieneprodukte - das Bewusstsein für Zahnpflege wächst

Während laut Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V. in seiner Jahresbilanz 2004 alle Umsätze in den verschiedenen Produktsparten rund um die Körperpflege zurückgegangen sind, hat als einzige Warengruppe die Zahn- und Mundpflege ein Wachstum verzeichnen können: Mit einem Plus von 2,2 Prozent liegt der Umsatz 2004 mit rund 1,2 Milliarden Euro über dem von 2003.
"Wir haben diese Entwicklung mit großer Freude registriert", sagt dazu Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Zahnärztekammer Berlin, "denn diese Entwicklung zeigt uns, dass das Bewusstsein für Zahn- und Mundpflege in der deutschen Bevölkerung anhaltend wächst. Unsere Bemühungen gemeinsam mit den Landesarbeitsgemeinschaften für Jugendzahnpflege, aber auch mit der Industrie, den Menschen die Folgen mangelnder Mundpflege für Gesundheit und Wohlbefinden nahe zu bringen, tragen spürbar Früchte." Zwar sei die Nutzung von Mundhygieneprodukten weiter verbesserungsfähig, das Interesse an der Vermeidung von Zahnerkrankungen habe aber spürbar zugenommen. Das Angebot "professionelle Zahnreinigung" in den Berliner Praxen werde daher ständig erweitert und immer mehr nachgefragt. Viele Praxen (in Berlin sind es 70) haben sogar ihren Behandlungsschwerpunkt auf das Tätigkeitsfeld "Individualprophylaxe" gesetzt.
Daneben gehören die Parodontologie und die Behandlung von Zahnbettschäden zum vordringlichen Aufgabengebiet.
Die vielfältigen Angebote in den Zahnarztpraxen und die vorhandenen Möglichkeiten zur Mundhygiene haben die Zahngesundheit in Deutschland auf einen Spitzenplatz in der Welt gebracht. "Wir wären über die guten Erfolge noch glücklicher," bedauert Schmiedel, "wenn wir auch die sozial schwachen Bevölkerungskreise noch besser als bisher erreichen könnten. Vielen fällt es schwer, neben den alltäglichen Problemen auf gesunde Ernährung und regelmäßige Zahnpflege zu achten - dass die Quote an zerstörten Zähnen bei sozial schwachen Familien überdurchschnittlich hoch ist, ist und bleibt für unsere Möglichkeiten eine echte Herausforderung."

[©: DZW ]

 Basics:  Special:  Mundhygiene auf www.zahnwissen.de

Anfang


3.) Neuseeland - Kieferbruchbehandlung mit Schafswolle

Forscher der University of Otago haben ein auf Keratin basierendes Hilfsmittel entwickelt, das eine schnellere, bessere und natürliche Knochenheilung unterstützt. Der Keratin-Knochenersatz, entwickelt von Dr. George Dias und Dr. Phil Peplow, könnte bald in der Heilung schwerer Brüche Einsatz finden und bisher verwendete Materialien wie Stahlplatten oder Titanschrauben ersetzen.
Keratin ist ein Protein, das in Haaren, Haut oder Fingernägeln, aber auch in Hörnern, Hufen und der Wolle von Tieren zu finden ist. Es ist widerstandsfähig und vielseitig einsetzbar und wird bereits für die Entwicklung verschiedener medizinischer und anderer Materialien verwendet. Materialien aus Keratin lassen sich in fast jeder Konsistenz erzeugen - von Hydrogel bis zu Substanzen, die fast so hart sind wie Knochen.
Der von Dr. Dias und Dr. Peplow entwickelte Keratin-Knochenersatz hat eine Vielzahl von Vorteilen. Er wird nicht vom Körper abgestoßen und ist komplett biologisch abbaubar, d.h. der Patient behält keine Stahlplatten oder andere Materialien im Körper zurück. Das Material ist darüber hinaus absolut ungiftig und erzeugt keine Reizungen im Körper.
Als Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg hat Dr. Dias in seiner langjährigen Tätigkeit bereits fast alle verfügbaren Materialen wie Edelstahl, Titan oder chemische Polymere verwendet, glaubte aber immer, dass es noch bessere Möglichkeiten der Knochenheilung geben muss. "Eines Tages schaute ich auf meine Fingernägel - die aus Keratin bestehen - und dachte, dass dies das ideale Material für einen Knochenersatz wäre", so Dr. Dias. Er schloss sich mit Dr. Peplow zusammen, um die Einsatzmöglichkeiten von Keratin näher zu ergründen.
"Beim Studium der wissenschaftlichen Literatur stellten wir fest, dass ein entsprechender Einsatz durchaus möglich wäre, dass es aber bisher niemand geschafft hatte, ein Keratinextrakt zu entwerfen, das im Körper eingesetzt werden kann," erläutert Dr. Peplow. In Zusammenarbeit mit Dr. Rob Kelly von der Biotechnologie-Firma Keratec entwickelten sie ein elastisches und bewegliches Material, das aus Schafswolle gewonnen wird. Keratec ist in der Lage, etwa 90 Prozent des Keratins aus Schafswolle zu extrahieren.
Erste Tests des gewonnenen Materials waren sehr viel versprechend. "Ich war von unseren ersten Testergebnissen sehr überrascht, denn es gab nichts, was wir ändern mussten. Es traten keinerlei Reaktionen oder Abstoßungen auf - Vorgänge, die man häufig findet, wenn sich ein fremdes Protein im Körper befindet. Der Körper behandelte das Keratin wie ein Stück eines abgebrochenen Knochens und begann den normalen Regenerationsprozess," so Dias. "Nach einer gewissen Zeit gab es im Körper keinerlei Anzeichen mehr für den Keratin-Knochenersatz, und an seiner Stelle bildete sich neuer Knochen."
Die von den Wissenschaftlern entwickelte und inzwischen patentierte Technologie soll nun in weiteren Schritten von Keratec für die Weiterentwicklung des Keratin-Knochenersatzes und für die Neuentwicklung vielfältiger anderer medizinischer Anwendungsmöglichkeiten genutzt werden.

[ ©: idw / http://www.ranke-heinemann.de  ]

 Basics:  Kieferbruch  auf www.zahnwissen.de

Anfang


4.) Saure Naschereien schaden mehr als Süßigkeiten

Einer Studie zufolge kann saures Naschwerk wie Fruchtgummis oder Brausen die Zähne überraschenderweise mehr schädigen als stark zuckerhaltige Süßigkeiten. Vor allem Kinderzähne seien gefährdet, da die sauren Süßigkeiten hohe Mengen an Zitronensäure enthielten, die den Zahnschmelz angriffen, sagte Nordrhein-Westfalens Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn nach der Vorstellung einer Untersuchung ihres Hauses. Im Auftrag des Ministeriums waren den Angaben zufolge 173 Produkte auf ihren so genannten ph-Wert untersucht worden. 95 Prozent der Proben hätten einen Wert von unter 4 aufgewiesen, 56 Prozent lagen bei einem Wert von 2 bis 3. Als zahnfreundlich ausgezeichnete Produkte müssen laut Höhn hingegen einen ph-Wert von mindestens 5,7 aufweisen. Das Marketing der sauren Produkte ziele eindeutig auf Kinder ab, betonte Höhn. Gerade deren Zähne seien aber besonders anfällig. Wenn sie die Süßigkeiten in großen Mengen und über längere Zeit verzehrten, lösten sich Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz, was zu schweren Kariesschäden führen könne.

[ Quelle: FVDZ-Newsletter / RP ]

 Basics:  erosionsbedingte Zahnschäden auf www.zahnwissen.de
 Basics:  Aktion zahnfreundlich

Anfang


5.) Röntgen: Broschüre "Strahlung und Strahlenschutz" neu aufgelegt

Natürlich oder künstlich, nützlich oder gefährlich: Strahlung umgibt uns auf vielfältige Weise. Die Broschüre "Strahlung und Strahlenschutz" des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) erläutert gut verständlich, welche Arten von Strahlung es gibt, wie sie wirken, wo sie auftreten oder genutzt werden und wie Mensch und Umwelt vor den schädlichen Wirkungen von Strahlung geschützt werden.
Auf knapp 60 Seiten sind die verschiedenen Themenbereiche anschaulich aufbereitet. Zahlreiche Grafiken und Abbildungen ergänzen und verdeutlichen die Texte. Ein "Kleines physikalisches Lexikon" erläutert wichtige Begriffe und Abkürzungen von "Absorption" bis "terrestrische Strahlung". Die Broschüre bietet sich insbesondere zur Verwendung an Schulen an.
Die Broschüre "Strahlung und Strahlenschutz" steht zum Download unter http://www.bfs.de/ im Internet und
ist kostenlos zu beziehen beim:
Bundesamt für Strahlenschutz
Postfach 10 01 49
38201 Salzgitter
Tel.: 01888/333-1130
Fax: 01888/333-1150
info@bfs.de
http://www.bfs.de

 Basics: Strahlenbelastung und Strahlenschutz  auf www.Zahnwissen.de

Anfang


6.) Immer mehr Patienten vermuten, einen Behandlungsfehler erlitten zu haben

2004 gingen beispielsweise bei der Techniker Krankenkasse (TK) rund 6.000 Beschwerden wegen vermuteter Fehlbehandlungen ein. Im Jahr 2000 hatten die Versicherten der TK nur ca. 1.300 Fälle gemeldet. „Von Jahr zu Jahr erhöht sich die Anzahl der gemeldeten Fälle – von 2002 auf 2003 hat sich die Zahl sogar verdoppelt“, sagt Gudrun Berger, Leiterin der Abteilung Behandlungsfehler des Fachreferates Medizinrecht der TK. „Grundsätzlich heißt das nicht, dass Ärzte mehr Fehler machen; die Patienten haben einfach mehr Mut, gegen die ‚Halbgötter in Weiß‘ anzugehen.“

Unklarheit über Tarife

Auch bei der Erstattung von Arztrechnungen bei Privatpatienten steigt die Konfliktquote: Die Mehrzahl der Anwälte des Medizinrechts-Beratungsnetzes berichtet hinsichtlich der Konflikte zwischen Patienten und privaten Krankenversicherern (PKV) von einer Steigerung um rund 30 Prozent. Vertrauensanwalt Michael Winkler: „Die PKV erstatten offenbar restriktiver, aber häufig sind sich die Versicherten auch nicht über den Leistungsumfang ihres Versicherungstarifs und die Vertragsbindungen im Klaren.“ So wechselten viele Versicherte ihre Tarife, um Beiträge zu sparen, beachteten dabei aber nicht die damit verbundenen Änderungen im Leistungsumfang.
Unter dem Dach des Medizinrechts-Beratungsnetzes bieten die ausgewählten Vertrauensanwälte der Stiftung Gesundheit bundesweit eine kostenfreie Erstberatung bei solchen Konflikten: Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
www.medizinrechtsberatungsnetz.de

[ Quelle: http://www.stiftung-gesundheit.de/ ]

 Basics: Behandlungsfehler  auf www.Zahnwissen.de

Anfang


7.) "Ein Regenschirm, der sich auflöst, wenn es regnet"

Systeme der sozialen Sicherung in Deutschland werden häufig kritisiert - zu recht oder unrecht, dies soll nicht das Thema der nachfolgenden Meldung sein. Doch wie sieht es bei unserer Weltmacht USA aus, wo sich seit Jahrzehnten in Richtung Krankenversicherung so gut wie gar nichts tut. Nachfolgende Meldung entnahmen wir der Ärztezeitung - möchten Sie tauschen?:

"Eineinhalb Millionen US-Bürger waren im Jahr 2001 finanziell so in die Enge getrieben, dass sie vor Gericht Schutz vor ihren Gläubigern beantragten. Eine Studie, die nach den Gründen für die Bankrotterklärungen fragte, hat erneut ein erschreckendes Licht auf das US-Krankenversicherungssystem geworfen.
Rund die Hälfte der Betroffenen gab Krankheiten oder Verletzungen als (Haupt-)Gründe für ihren finanziellen Ruin an. Wer annimmt, dass die meisten der Konkursanmelder ohne Krankenversicherung waren, sieht sich getäuscht: 75 Prozent derjenigen, die medizinische Gründe für ihren Bankrott nannten, waren zu Beginn der Krankheit oder Verletzung krankenversichert. Viele sahen sich aber im Verlauf der Krankheit mit Selbstbeteiligungsbeiträgen und Zuzahlungen konfrontiert, die sie überforderten - im Durchschnitt 13.460 US-Dollar.

Neue US-Studie zeigt: Krankheit führt oft zum finanziellen Ruin.

Ein Drittel der Kranken musste zudem erfahren, wie fatal es ist, wenn die Krankenversicherung vom Arbeitsverhältnis abhängt: Sie verloren ihre Versicherung gerade dann, als sie sie am nötigsten hatten. Zwei Beispiele aus der Studie: Ein Patient musste sich einer Lungenoperation unterziehen und erlitt außerdem einen Herzinfarkt. Beide Klinikaufenthalte wurden zwar von der Versicherung bezahlt. Da der Mann jedoch nicht in der Lage war, zu seinem körperlich anstrengenden Beruf zurückzukehren, verlor er die von seinem Arbeitgeber abhängende Versicherung. Obwohl er eine andere Arbeitsstelle fand, wurde er von der durch den neuen Arbeitgeber erhältlichen Krankenversicherung abgelehnt - wegen seines Gesundheitszustands, der kostspielige "Nachpflege" notwendig machte.
Ähnlich erging es einer Lehrerin nach einem Herzinfarkt. Sie war länger berufsunfähig, verlor Arbeit und Versicherung. Obwohl das Krankenhaus ihre Schulden von rund 20.000 Dollar erließ, sah sie sich wegen akkumulierender Ärzterechnungen und Arzneikosten gezwungen, Konkurs anzumelden.
Vergleichbare Erlebnisse schilderten Betroffene, deren Kinder oder Ehepartner schwer erkrankten. Viele wurden von ihren Arbeitgebern freigestellt, konnten dann aber die Zuzahlungen und Selbstbehalte finanziell nicht verkraften.
Der Leiter der Studie, Harvard-Professor David Himmelstein, sagte zu den Ergebnissen: "Unsere Studie ist beängstigend. Die meisten, die aus medizinischen Gründen Konkurs anmeldeten, waren Durchschnittsamerikaner, die krank wurden. Private Krankenversicherung in Amerika ist allzu oft ein Regenschirm, der sich auflöst, wenn es regnet."."

 Basics: Gesundheitssysteme  auf www.Zahnwissen.de

Anfang


8.) Nebenwirkungen inklusive: Gefährliche Medizin über eBay

(ots) - Im Internetauktionshaus eBay kann man so ziemlich alles ersteigern, was das Herz begehrt. Immer häufiger aber auch Arzneimittel. Vor den Gefahren, die damit verbunden sind, warnt aus aktuellem Anlass die Apothekerkammer Nordrhein. Erst vor wenigen Tagen hat eine Privatperson über eBay 95 Kapseln Bromocriptin angeboten. Laut Angaben des Verkäufers soll das verschreibungspflichtige Medikament appetithemmend, fettverbrennend, leistungssteigernd und sexuell stimulierend wirken. "In Wirklichkeit handelt es sich um ein hochwirksames Präparat, das bei Parkinsonpatienten zum Einsatz kommt. Der darin enthaltene Wirkstoff hat Einfluss auf das zentrale Nervensystem und greift außerdem stark in den Hormonhaushalt ein", erklärt Anneliese Menge, Präsidentin der Apothekerkammer Nordrhein. Bei den von dem Verkäufer angepriesenen Wirkungen handele es eigentlich um Nebenwirkungen, die dieses Arzneimittel haben kann.

Die Apothekerkammer Nordrhein warnt eindringlich davor, Arzneimittel im Internet von Privatpersonen zu kaufen. Abgesehen davon, dass es natürlich keinerlei Beratung zu den Präparaten gibt, weiß der Kunde auch nicht, woher das Medikament stammt. Wurden es zum Beispiel ordnungsgemäß gelagert und wie ist überhaupt die Qualität des Präparates? Enthält es zum Beispiel überhaupt den angegebenen Wirkstoff?

"Arzneimittel sind Waren besonderer Art. Sie sollten auf keinen Fall wie ein Fahrrad oder ein Handy im Internet ersteigert werden", so Anneliese Menge. Ganz abgesehen von den Gefahren für die Gesundheit machen sich Verkäufer und Käufer bei dem Deal auch noch strafbar, denn das gewerbliche in Verkehr bringen von Arzneimitteln ist nur den Apothekern vorbehalten, so der Gesetzgeber.

[ ©: www.apotheker-nordrhein.de  ]

 Basics: Pharmakon  auf www.Zahnwissen.de

Anfang


9.) Nutzen und Risiken von Vitaminen und Mineralstoffen in Lebensmitteln neu bewertet

ACE-Säfte in zahlreichen Geschmacksrichtungen, Multivitaminbrausetabletten, Omega-3-Brot oder Kombinationspräparate aus Mineralstoffen und Vitaminen: Nahrungsergänzungs- und funktionelle Lebensmittel mit einem erhofften "Zusatznutzen" haben in Deutschland Konjunktur. Angesichts des vielfältigen und wachsenden Angebotes hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) den gesundheitlichen Nutzen und mögliche Risiken von Vitaminen und Mineralstoffen in einzelnen Lebensmitteln neu bewertet. "Die Ergebnisse unserer Bewertung bilden zusammen mit den von uns formulierten Handlungsoptionen die wissenschaftliche Basis für die Festsetzung einheitlicher Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln", erklärt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Mit einheitlichen Höchstmengen solle der Verbraucher wirksam vor möglichen Gesundheitsschäden und Irreführung geschützt werden. Die umfangreiche, zweibändige Dokumentation ist ab sofort beim BfR erhältlich.

Die meisten Vitamine und Mineralstoffe sind essentiell - der Mensch braucht sie zum Leben. Das heißt aber nicht, dass er desto gesünder ist, je mehr er davon aufnimmt: Für einige Vitamine gilt zwar, dass sie einfach ausgeschieden werden, wenn die Konzentration im Körper hoch genug ist. Bei anderen Vitaminen und Mineralstoffen kann eine Überversorgung aber durchaus mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein. So kann zu viel Vitamin A im ersten Drittel der Schwangerschaft fruchtschädigend wirken. Aber auch ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen kann gesundheitsschädlich sein: Schwangere etwa, deren Versorgung mit dem Folsäure-Vitamin unzureichend ist, haben ein erhöhtes Risiko für Spina bifida-Erkrankungen des Neugeborenen; ein Krankheitsbild, das auch als "offener Rücken" bezeichnet wird.
"Die Besonderheit der Risikobewertung von lebensnotwendigen Nährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen liegt darin, dass sowohl das Risiko einer Mangel- als auch einer Überversorgung berücksichtigt werden muss", betont Dr. Rolf Großklaus, Leiter der Fachgruppe "Diätetische Lebensmittel, Ernährung und Allergien" im BfR. Diese Herausforderung hat das BfR mit der nun vorliegenden, umfassenden gesundheitlichen Bewertung zu Nutzen und Risiken von Vitaminen und Mineralstoffen angenommen. Sie eröffnet erstmals die Möglichkeit, Höchstmengen an diesen Stoffen für bestimmte Nahrungsergänzungsmittel oder angereicherte Lebensmittel auf der Grundlage einer wissenschaftlich basierten Risikoabschätzung abzuleiten. In die Empfehlungen sind die aktuell in Deutschland vorhandenen Daten zu Ernährungsgewohnheiten und Versorgungslage der Bevölkerung eingeflossen. Bei der Formulierung der Handlungsoptionen wurden auch die unterschiedlichen Empfindlichkeiten einzelner Verbrauchergruppen berücksichtigt.

Der Ermittlung der Höchstmengenvorschläge haben die Wissenschaftler ein einheitliches Schema zu Grunde gelegt. Danach ergibt sich die Menge eines Vitamins oder Mineralstoffes, die ohne gesundheitliche Risiken zusätzlich zugeführt werden kann, aus der Differenz der über die herkömmlichen Lebensmittel aufgenommenen Vitamin- und Mineralstoffmenge und der jeweiligen wissenschaftlich als sicher definierten Gesamttageszufuhr (sog. Tolerable Upper Intake Level) eines Vitamins oder Mineralstoffes. Bei einzelnen Stoffen, wie zum Beispiel bei Vitamin A, bleibt nach Anwendung dieses Schemas kein Spielraum für eine zusätzliche Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel oder angereicherte Lebensmittel.

Nähere Infos unter www.bfr.bund.de, Menupunkt Publikationen/BfR-Wissenschaft als pdf-Datei.

[ Quelle:  Pressemitteilung des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Dr. Irene Lukassowitz ]

Anfang


10.) Zusatzversicherung genau prüfen!

(ddp). Vor dem Abschluss einer privaten Kranken-Zusatzversicherung sollten Verbraucher das Angebot genau prüfen. Das ist das Ergebnis eines Vergleichs von insgesamt 61 Offerten durch das Magazin "Öko-Test".

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es demzufolge enorme Unterschiede zum Beispiel bei Zahnersatz, Sehhilfen, Erstattung von Heilpraktikerrechnungen und Krankenhauswahl. Hierfür bieten die meisten privaten Krankenversicherer einen bunten Strauß unterschiedlicher Tarife an, die auch oft noch miteinander kombinierbar sind. Gleichzeitig dürfen gesetzliche Krankenkassen seit Anfang 2004 mit den privaten Anbietern kooperieren und ihren Mitgliedern zusätzliche Angebote vermitteln.
Verbraucher sollten daher genau abwägen, welche Angebote als Ersatz für gestrichene Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen für sie wichtig sind. Nur leistungsstarke Tarife sind laut Test am Ende preiswert, während eher leistungsschwache Angebote letztlich teuer werden.

Weitere Infos:  http://www.oekotest.de/

[
Quellen: Öko-Test, Ärztezeitung
]

Anfang


11.) Gesetzliche Krankenversicherungen kämpfen um jeden Kunden

(ots) - Nachdem die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) allein 2003 rund 300.000 Mitglieder an private Versicherungen (PKV) verloren haben, wollen sie in Zukunft stärker um ihre Kunden kämpfen. Das Problem: Die gesetzlich Versicherten sind häufig unzufriedener und fühlen sich kaum an ihre Krankenkasse gebunden. Daher hält fast jeder Topmanager deutscher Krankenversicherungen Investitionen in Kundenbindung und Kundenwertentwicklung für wichtig. Das sind die Ergebnisse der Studie "Branchenkompass 2004 Gesundheitswesen" von Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut.
Gesetzlich Versicherte zahlen im Durchschnitt 7,1 Prozent des monatlichen Gehalts an die Krankenkasse. Doch nur die Hälfte der GKV-Mitglieder ist mit ihrer Versicherung zufrieden. Die freiwillig gesetzlich Versicherten sind immer häufiger bereit, in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Die hohe Wechselbereitschaft der Mitglieder zwingt Versicherungen, stärker in Kundenbindung und Kundenwertentwicklung zu investieren. In den letzten Jahren gaben deshalb 82 Prozent der Krankenkassen und -versicherungen Geld für Kundenzufriedenheitsbefragungen und Beschwerdemanagement aus.
Die gesetzlichen Kostenträger wenden mehr Geld für die Kundenbindung auf: Während beispielsweise 85 Prozent der gesetzlichen Kassen Geld in das Beschwerdemanagement stecken, sind es bei den privaten Versicherungen lediglich 64 Prozent. Neun von zehn gesetzlichen Kassen wollen zudem in Kundeninformationssysteme investieren. Sie sollen helfen, die Versicherungen individueller an die Bedürfnisse der Kunden anzupassen.
Diese Presseinformation basiert auf der Studie "Branchenkompass 2004 Gesundheitswesen" von Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut. Für die Studie wurden im Mai 2004 hundert Topmanager aus 35 deutschen und 15 österreichischen Krankenhäusern sowie aus 50 deutschen Krankenkassen und -versicherungen über ihre Investitionsziele und ihre Marktpolitik bis 2006 befragt.

[ Quelle + ©: Mummert Consulting AG ]

 Basics: Gesetzliche Krankenkassen auf www.Zahnwissen.de

Anfang


12.) Zahnbelag unter der Lupe: Mit ätherischen Ölen gegen Plaque-Bakterien

(ots) - Zahnärzte schlagen Alarm: Rund 90 Prozent der Erwachsenen leiden heute unter Entzündungen des Zahnfleischs. Die häufigste Ursache ist Plaque, ein Belag aus Millionen von Bakterien, der oft verharmlost wird. Wer achtet schon auf die Folgen: zum Beispiel gerötetes Zahnfleisch oder ein leichtes Bluten nach dem Putzen, das nicht weh tut? Tatsächlich ist das Gewebe, das den Zahn umgibt, bei solchen Anzeichen bereits nicht mehr gesund - es hat sich durch nicht entfernte Plaque entzündet. Wissenschaftler haben den bakteriellen Belag als Auslöser von Krankheiten im Mund genau unter die Lupe genommen, mit erschreckendem Ergebnis: Wenn Bakterien nicht einzeln auftreten, sondern angehäuft als Plaque vorkommen, werden sie um bis zu 1.000-fach widerstandsfähiger gegenüber einer Reihe von Mundhygiene-Maßnahmen. Besonders in den Stellen im Mund, die für die Zahnbürste und selbst Zahnseide kaum zugänglich sind, kann sich Plaque festsetzen und allmählich Zahnfleisch und Zähne schädigen. Eine antibakterielle Mundspülung mit ätherischen Ölen wie LISTERINE(R) durchbricht nachweislich den Plaque-Film und vernichtet mehr als 75 Prozent der Bakterien.
Er wächst allmählich auf der Zahnoberfläche, ist kaum sichtbar und bildet einen zähen Film - die Rede ist vom Zahnbelag, die so genannte Plaque. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Bakterien in der Plaque bis zu 1.000-mal resistenter sind, als im Speichel existierende Bakterien. Ein möglicher Grund: Wenn die Mikroorganismen im Plaque-Verbund vorkommen, ändern sie ihre Oberfläche und sind so schwieriger angreifbar. Außerdem stellt die Struktur des Plaque-Films selbst einen hervorragenden Schutz für die darin lebendenden Bakterien dar. So abgeschirmt können sie nach und nach Zähne und Zahnfleisch schädigen.
Wissenschaftler empfehlen zusätzlich antibakterielle Mundspülung Das Zähneputzen ist ein zentraler Bestandteil der Mundhygiene. Auch Zahnseide sollte regelmäßig angewendet werden, denn sie reinigt vor allem die Zahnzwischenräume. So kann ein Teil der gefährlichen Plaque täglich auf mechanischem Weg entfernt werden. Allerdings ist es oft mühsam, alle wichtigen Stellen im Mund zu erreichen. Darüber hinaus erschweren Zahnfehlstellungen beispielsweise das Reinigen zusätzlich. Eine Problemzone ist auch der empfindliche Zahnfleischsaum, der beim unvorsichtigen Reinigen mit der Zahnseide schnell verletzt werden kann. Werden solche "kritischen" Bereiche häufig ausgelassen, hat Plaque ein leichtes Spiel, sich immer hartnäckiger festzusetzen. Dann hilft meist nur noch der Gang zum Zahnarzt, der den Belag professionell entfernen muss.
Für den täglichen Gebrauch kann aber auch sinnvoll selbst vorgebeugt werden - mit einer antibakteriellen Mundspülung, die schädliche Mikroorganismen reduziert. Parodontologen empfehlen daher zusätzlich eine antibakterielle Mundspülung wie LISTERINE(R). Dank der in LISTERINE(r) enthaltenen ätherischen Öle wie Thymol, Menthol und Eucalyptol ist diese Mundspülung als einzige geeignet, den widerstandsfähigen Plaque-Film zu durchbrechen. Dabei vernichtet sie mehr als zwei Drittel der Bakterien - und das bereits nach nur 30 Sekunden spülen.

[©:  henkel@haas-health.de ]

 Basics: Mundspüllösungen Special Mundhygiene  auf www.zahnwissen.de

Anfang


13.) Mehr Klarheit für Kieferorthopädie-Patienten

 Für Kieferorthopädie-Patienten der Techniker Krankenkasse (TK) gibt es ab sofort mehr Klarheit und Rechtssicherheit bei der Abrechnung von Zahnspangen & Co. Dafür sorgt eine Vereinbarung zwischen der TK, der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und dem Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden (BDK).
Kernpunkt: Auch wenn der Patient Zusatzleistungen wie zum Beispiel zahnfarbene Brackets wählt, die er privat bezahlt, verliert er nicht seinen Anspruch auf die eigentliche Kassenleistung. Dr. Christoph Straub, Mitglied des TK-Vorstandes: "Ein solcher Vertrag, den bisher keine andere Kasse abgeschlossen hat, ist wegweisend: Die Patienten profitieren von der größeren Rechtssicherheit, und die Kieferorthopäden haben eine klare Grundlage für das Beratungsgespräch in der Praxis." Diese Auffassung teilt auch der Erste Bundesvorsitzende des BDK, Eugen Dawirs.

[ ©: PM der TK vom 23.2.05 ]

Anfang



14.) Versandapotheken: Stiftung Warentest bescheinigt mangelhafte Qualität

 (ots) - "Versandapotheken Auwwweh!" mit diesem Titel überschreibt die Stiftung Warentest in der neuesten Ausgabe ihrer Zeitschrift "test" einen groß angelegten Testkauf bei 20 Versandapotheken. Jede zweite erhielt dabei die Testnote "mangelhaft". Hauptkritikpunkte hierbei waren zu lange Lieferzeiten, Falschlieferungen sowie schlechte bis gar keine Beratung. Für Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände kein überraschendes Ergebnis. "Die Stiftung Warentest bescheinigt dem Versandhandel genau die Schwächen, die anonyme Versender nun einmal haben. Deswegen hat die ABDA auch massiv vor der Einführung des Versandhandels gewarnt."
Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher weiterhin seine Arzneimittel aus der Apotheke vor Ort beziehen. Nur im direkten Kontakt zwischen Patient und Apotheker ist eine optimale Beratung möglich. Lediglich eine der getesteten Versandapotheken bekam dagegen das Beratungsurteil "gut". "Wir nehmen unsere Beratungsaufgabe ernst," sagt Wolf. "Deswegen haben wir im vergangenen Jahr eine Beratungsoffensive gestartet. In deren Rahmen müssen die Apotheken zum Beispiel auch mit unangemeldeten Testkäufen durch die Apothekerkammern rechnen. Wolf empfiehlt den Patienten zusätzlich, sich für eine Hausapotheke zu entscheiden. Diese führt ein aktuelles Arzneimitteldossier und kann so sicher zu Wechselwirkungen und Doppelverordnungen beraten. "Und wenn der Kunde einmal nicht in die Apotheke kommen kann, bringt ihm ein Apothekenmitarbeiter via Homeservice die Medikamente an die Haustür - am gleichen Tag und mit Beratung."

Übrigens: Nimmt man die Versandgebühr hinzu, bieten die Versandapotheken in aller Regel auch keine Preisvorteile: Bei einem Test der ARD Wirtschaftssendung "Plusminus" in der vergangenen Woche waren sogar drei Fünftel der Versandapotheken teurer als die öffentliche Apotheke um die Ecke.

[ ©: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände ]

 Basics:  Pharmakon  auf www.zahnwissen.de

Anfang


15.) Zum Schluss: Patientenerfahrung

Die alten Zähne wurden schlecht,
Und man begann, sie auszureißen.
Die neuen kamen g'rade recht,
Um damit ins Gras zu beißen.

Heinz Erhardt

Anfang

NewsLetter ausdrucken

Erläuterungen zu Fachbegriffen unter http://www.zahnwissen.de

Direkter WEB-Zugriff auf diesen Letter

disclaimer/rechtliches

Zum Archiv 2001 - 2004
NewsLetter abonnieren

Impressum

Herausgeber:    Dr. Klaus de Cassan, GF der ZiiS-GmbH
Verantwortlich:  Dr. Klaus de Cassan

Alle Rechte vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung der ZiiS-GmbH.
Bitte beachten Sie das Copyright (c) 2001-2005:
Copyright

Abmelden
----------
Der Bezug der ZahnNewsLetter ist kostenlos. Er wird ausschließlich an User versandt, die sich zuvor persönlich angemeldet und ein Kennwort erhalten haben.
Wenn Sie den ZahnNewsLetter abbestellen wollen, so senden Sie bitte eine E-Mail mit Angabe Ihres Kennwortes und dem Vermerk  UNSUBSCRIBE  in der Betreff-Zeile an die Adresse