Zahnärztliche NewsLetter Nr. 04/2002
/ 01. April 2002
Herzlich willkommen bei der
Aprilausgabe der zahnärztlichen NewsLetter. Wenn auch der "1. April" als
Erscheinungsdatum vermerkt ist, so sind die nachfolgenden Beiträge
garantiert sch(m)erzfrei!
Erholsame und sonnige Ostertage, die vom Wetter her den ganzen April
begleiten mögen, wünscht Ihnen die NewsLetter-Redaktion.
Inhalt:
1.)
Überempfindliche Zähne - dem Schmerz den Zahn ziehen
2.)
Muss er nun raus oder nicht? - der
Weisheitszahn
3.) So macht das Putzen Spaß
4.) Das
Gesundheitswesen in der EU: Auf den Zahn gefühlt
5.) Calcium - Hansdampf
in allen Gassen
6.) Die Deutschen sind sooo
süß...
7.) Der Trick:
Preiswertere Medikamente
8.) Zum Lesen: Lexikon der
rätselhaften Körpervorgänge
9.) Ratten haben's besser:
Mundwasser gegen Karies
10.) Allergie-Vorsorge: Keine Kuhmilch
für Säuglinge
11.) Homöopathie kann das Abnehmen
unterstützen
12.) Zum Schluss: Dumme Fragen (ohne
Antworten) zum 1. April
**********************************************
1.)
Überempfindliche Zähne -
dem Schmerz den Zahn ziehen
- Wer überempfindliche Zahnhälse hat,
kennt den Schmerz, den ein kalter Eisbecher oder saure Gurken auslösen
können. Erleichterung bringen spezielle fluoridhaltige Zahnpasten und
Spüllösungen. Warum und wie sie wirken, untersuchen Wissenschaftler in
Halle.
"Autsch", jammert die nette junge Dame in der Fernsehwerbung und
verzieht das Gesicht. "Wenn Saures, Süßes, Heißes oder Kaltes an den
Zähnen schmerzt, nehmen Sie Zahnpasta XY!", so die frohe Botschaft.
Zahnärzte wissen: Überempfindliche Zahnhälse stellen bei Erwachsenen
ein zunehmendes Problem dar - immerhin ist etwa jeder Fünfte davon
betroffen. In der Tat können speziell dafür entwickelte fluoridhaltige
Zahnpasten und Spüllösungen die Schmerzen beseitigen. Doch wie dies im
Einzelnen geschieht, darüber gab es bisher nur Annahmen. Hersteller
von Zahnpflegemitteln wollten jedoch Genaueres wissen, um ihre
Produkte zu optimieren.
Solchen Fragen widmen sich seit fünf Jahren Wissenschaftler vom
Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM. Sie behandeln gezogene
Weisheitszähne unter definierten Bedingungen mit fluoridhaltigen
Lösungen und kommerziellen Zahnpflegemitteln. Anschließend
begutachteten sie elektronenmikroskopisch Oberflächen und Querschnitte
der Zähne. "Bei hoher Vergrößerung sehen wir, dass das Zahnbein - also
das weiche Material am freiliegenden Zahnhals - von vielen winzigen
Kanälchen durchzogen wird", erläutert Dr. Matthias Petzold vom
Institutsteil in Halle. "Durch diese Tubuli werden mechanische oder
chemische Reize von der Mundhöhle an den Nerv weitergeleitet. Nach der
Behandlung mit fluoridhaltigen Präparaten ist die Zahnoberfläche mit
vielen winzigen Partikeln belegt, die je nach ihrer Größe und Anzahl
die Tubuli verschließen können." Die Forscher analysieren auch die
chemische Zusammensetzung ihrer Proben: Die Partikelchen bestehen im
Wesentlichen aus schwerlöslichem Kalziumfluorid. Gebildet haben sie
sich aus mineralischen Bestandteilen des Zahnbeins und dem zugegebenen
Fluorid.
"Neben den Produzenten wollen natürlich auch die Anwender Empfehlungen
für den Gebrauch der Präparate", ergänzt Petzold. "Selbst bei geringen
Fluoridkonzentrationen und kurzen Kontaktzeiten von wenigen Minuten
bilden sich die Partikel bereits. Dabei reduzieren sie nicht nur die
Sensibilität der Zähne, sondern stellen auch ein Depot für Fluorid
dar. Neben Ernährungsweise und Putztechnik vermindert dies die Gefahr,
dass sich Karies bilden kann."
- [ Quellen: Dr. Matthias
Petzold Telefon 03 45 / 55 89-1 30, Fax 03 45 / 55 89-1 01,
pe@iwmh.fraunhofer.de ]
Basics:
http://www.gesundezaehne24.de/lexikon=1893
Anfang
2.)
Muss
er nun raus oder nicht? - der Weisheitszahn
- Einer der wohl gefürchtesten Eingriffe
in der zahnärztlichen Praxis - mehr vom Patienten wie vom Zahnarzt -
ist die Entfernung der Weisheitszähne, einem Relikt unserer Vorfahren,
auf den die PISA-Studie ihre ganze Hoffnung setzt ;-) . Und ist er
erst einmal draußen, so fängt das Leiden häufig erst an, denn die
Abheilung verläuft meist nicht so unkompliziert wie bei einem anderen
Zahn. Deshalb wird häufig die Frage gestellt: "Kann er nicht drin
bleiben, wo er doch nicht weh tut?"

|
Dabei kann
man diesen Eingriff von seiner Schwere und
Komplikationsanfälligkeit her nicht pauschal beurteilen:
- obere Weisheitszähne
lassen sich meist problemlos chirurgisch entfernen und bereiten
selten Wundheilungsstörungen. Nur mitunter kann eine weit hinten
im Kiefer liegende Position und die Nähe zur Kieferhöhle diesen
Eingriff komplizieren bzw. vom Operateur entsprechendes Geschick
abverlangen.
- bei unteren Weisheitszähne
unterscheidet man für die Schwierigkeit des Eingriffs zwischen:
- retinierten Zähnen;
d.h. die Zähne stehen regelrecht im Kiefer (meist mit voller
Wurzelausbildung), sind aber nicht in die Zahnreihe
durchgebrochen (Abb.
oben)
- verlagerten Zähnen;
d.h. sie befinden sich von ihrer Achsrichtung her nicht
regelrecht im Kiefer; befinden sich vollständig im Knochen
oder ragen nur mit einem kleinen Teil der Zahnkrone in die
Mundhöhle (2. Abb.)
- Zähnen mit abnormer
Wurzelkrümmung bzw. einem Hineinragen oder Umschließen des
Unterkiefer-Nerv-Blugfäß-Kanals (Mandibularkanal). (3.
Abb.)
- einer Kombination
oben aufgeführter Abnormitäten (Abb.
unten)
|
Eine Antwort auf die Frage "raus oder
nicht" kann nicht pauschal gegeben werden, da diese in erster
Linie davon abhängt, ob in der Umgebung krankhafte Veränderungen
eingetreten oder zu erwarten sind, beispielsweise indem die
Weisheitszähne (W.) auf die Wurzel des davor liegenden Zahnes
drücken und dadurch unklare Gesichts- bzw. Ohrenschmerzen verursachen,
das Zahnfleisch in der Umgebung häufiger entzünden oder aber, dass das
Zahnsäckchen zystisch entartet. Dabei sollte dieser Eingriff so früh
wie möglich (etwa ab dem 17. Lebensjahr) erfolgen, denn etwa ab dem
25. Lebensjahr verdichtet sich der Kieferknochen stärker und das meist
"krumme" Wurzelwachstum ist abgeschlossen - Umstände, welche die
Entfernung und den Heilungsprozess unnötig komplizieren.
Die Frage, ob man beim Erwachsenen jenseits des 25. Lebensjahres
reaktionslose W. auch noch prophylaktisch entfernen
sollte, gibt es unterschiedliche Auffassungen. Nach einer jüngsten
amerikanischen Studie müssen nur etwa 2% der W. in
diesem Alter wegen Entzündungen, unklaren Beschwerden oder Zysten
operiert werden; symptomlose W. sollten danach bei
älteren Patienten besser im Kiefer belassen werden. Inwieweit nicht
durchgebrochene W. für ein Herdgeschehen
verantwortlich sind, ist fachlich umstritten.
Die prophylaktische Entfernung von W. aus kieferorthopädischen
Gründen wird unterschiedlich diskutiert und zunehmend in vielen Fällen
als unwirksam betrachtet.
[
http://www.gesundezaehne24.de/lexikon=1866 ]
Anfang
3.)
So macht das Putzen Spaß
- Eine lustige Zahnbürste und noch
ein passender Becher dazu: So etwas interessiert auch die
Kleinsten, wenn es mal keine Elektrische ist. Zahnbürste und
Becher haben ein fideles Innenleben. Auf einer blauen welle
schwimmen Fische und geraten bei Bewegung heftig in Brandung. Das
Spiel mit Meer und Wellen in diesem Mikrokosmos bringt Laune in
die Routine der Mundhygiene - und das nicht nur bei den Kleinen!
Mehr unter:
http://www.nur4.de/
|
 |
Anfang
4.)
Das Gesundheitswesen in der EU: Auf den Zahn gefühlt
Mit dem Euro soll Europa
wirtschaftlich zusammen wachsen - doch wie ist es mit dem
Gesundheitswesen in der Gemeinschaft bestellt? Eine Frage, die das
Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften (EUROSTAT) in Luxemburg
aktuell in der Studie I/Eckzahlen in Gesundheit 2000" untersucht hat.
Eine Rubrik dieser wahrhaft enzyklopädischen Arbeit befasst sich auch
mit der Zahngesundheit der Europäer und der Verteilung der Zahnärzte in
Europa. Interessante Zahlen lieferte ferner die Untersuchung der
Zufriedenheit der Bürger in den einzelnen EU-Ländern mit dem jeweiligen
Gesundheitswesen.
 |
Ein zentrales Kapitel der
umfangreichen Studie widmet sich den unterschiedlichen
wirtschaftlichen Systemen der Gesundheitsfürsorge in Europa und der
Zufriedenheit der Bürger damit. Die Südeuropäer beklagen sich
beispielsweise am meisten über ihr Gesundheitswesen. Die Portugiesen
sind zu 73 Prozent unzufrieden, die Griechen zu 65 Prozent, die
Italiener zu 50 Prozent. Der Prozentsatz der Bürger, die weder
zufrieden noch unzufrieden sind, ist mit 39 Prozent in Spanien am
höchsten. "Sehr zufrieden" mit ihrem Gesundheitswesen sind die
Finnen mit 78 Prozent, gefolgt von den Österreichern zu 71 Prozent,
die Niederländer zu 70 Prozent, die Franzosen zu 60 Prozent und die
Belgier zu 56 Prozent.
Untersucht wurde auch die Übergewichtigkeit der EU-Bürger.
Spitzenreiter sind hierbei die Griechen, die es auf 35 Prozent
übergewichtige Männer bringen. Vielleicht hängt damit auch zusammen,
dass es in Griechenland die meisten Kardiologen in Europa gibt. Die
Facharzt-Dichte ist in Europa praktisch in jeder Fachrichtung
äußerst unterschiedlich.
Natürlich war in diesem Kontext auch die Zahnarzt- Verteilung in der
EU Gegenstand der Untersuchung. In diesem Vergleich weist
Deutschland zwar die meisten Zahnärzte in Europa auf (62.024), liegt
aber bezogen auf das Verhältnis von Zahnärzten pro Patienten relativ
im Mittelfeld (siehe Grafik). Nach Deutschland gibt es rein
quantitativ in Frankreich (39.545) die meisten Zahnmediziner,
gefolgt von Italien (30.464), Spanien (16.133), Griechenland
(11.638) und Belgien (7.106). Die geringste Zahnarzt-Verteilung hat
nach dieser Messung Irland (1.794). Ein weiterer Aspekt des
zahnmedizinischen Teiles der Studie befasst sich mit der
Zufriedenheit der Europäer mit ihren Zähnen. 75,4 Prozent der
Europäer sind demnach mit ihren Zähnen zufrieden und nur 12,5
Prozent wünschen sich eine Verbesserung. Die höchste Zufriedenheit
mit ihrem Gebiss verzeichnen die Dänen (88,9 Prozent) und die
niedrigste die Griechen (58,5 Prozent). |
[ Quelle: M. Handrick in ZBW
3/2002 ]
Anfang
5.)
Calcium - Hansdampf in
allen Gassen
- Wer von Calcium hört, denkt zunächst
an Kalk, Zähne oder Knochen, die von diesem Element mit aufgebaut
werden. Dass Calcium darüber hinaus eine Vielzahl von Lebensvorgängen
der Zelle steuert, ist vielfach unbekannt.
In den letzten Jahren haben Forscher herausgefunden, dass Änderungen
in der Konzentration von Calcium vielerlei Prozesse im Organismus
steuern: Sie nehmen Einfluss auf die Kommunikation zwischen
Nervenzellen in den so genannten Synapsen, den Kontaktstellen zwischen
Nervenzellen. Sie bestimmen, wie aktiv Enzyme und Gene sind und wann
Hormone und Enzyme von einer Zelle ins Gewebe abgegeben werden. Sie
beeinflussen sowohl die Zellteilung und damit das Wachstum als auch
den Zelltod. All diese Aufgaben werden in Gang gebracht, wenn sich die
Calciumkonzentration kurzfristig verändert. Erst in jüngster Zeit
beginnen Wissenschaftler zu lernen, wie die außerordentlich
komplizierten und vielfältigen Steuervorgänge ablaufen, die von diesen
Signalen ausgelöst werden. Kommt es zu einer Störung der
Calciumsignale, laufen Lebensvorgänge aus dem Ruder. Krankheiten sind
die Folge.
Krankhafte Veränderungen der Calcium-Steuerung können beispielsweise
zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung führen. Dies wird Ole H.
Petersen, Zellphysiologe an der Universität in Liverpool und
wissenschaftlicher Organisator des Workshops in Heidelberg, erläutern.
Normalerweise steuern Calciumsignale die Abgabe von Verdauungsenzymen
durch die Bauchspeicheldrüse. Verändern sich die Signale pathologisch,
dann werden die Verdauungsenzyme nicht mehr abgesondert, sondern
innerhalb der Zellen aktiviert. Dies führt dazu, dass die Zellen
zerstört werden. Es kommt zur Bauchspeicheldrüsenentzündung. Diese
Krankheit ist oft tödlich. Die Aufklärung der Krankheitsauslösenden
Vorgänge ist ein erster Schritt, um Gegenmaßnahmen zur Verhinderung
der Krankheit zu entwickeln.
[ Quelle: Prof. Ole
H. Petersen, The University of Liverpool, Crown Street, Liverpool L69
3BX, UK ,
Tel: +44 (0)151 794 5342; Fax: +44 (0)151 794 5323; E-mail:
o.h.petersen@liverpool.ac.uk
]
Anfang
6.)
Die Deutschen sind sooo süß...
- Durchschnittlich 8,27 Kilogramm
Schokolade haben sich die Deutschen im vergangenen Jahr schmecken
lassen. Damit hat jeder Bundesbürger umgerechnet 43 583 Kilokalorien
in Form von Schokolade zu sich genommen, davon 2,481 Kilogramm reines
Fett, wie das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik in
Bad Aachen vorrechnet.
Das Institut rät den "süßen Deutschen", öfter mal aufs Naschen zu
verzichten. Schließlich entsprächen die 8,27 Kilogramm Schokolade im
Jahr allein schon sechs Prozent des durchschnittlichen Energiebedarfs
pro Jahr.
[ Quelle:
Ärztezeitung vom 6.3.02
]
Anfang
7.) Der Trick:
Preiswertere Medikamente
Die meisten Kassenpatienten können
sich die Zuzahlung bei Arzneimitteln komplett sparen, auch wenn sie
nicht von den Zuzahlungen befreit sind. Der Trick: Sie müssen ihr
Rezept nur an eine bestimmte niederländische Versandapotheke schicken.
Das haben Recherchen des WDR-Wirtschaftsmagazins "markt" ergeben. Ein
Risiko gehen Patienten dabei nicht ein. Von den über 500 Krankenkassen
in Deutschland zahlen nur einige wenige die Arzneimittel nicht, die
per Versand aus Holland bezogen wurden.
Die betreffende Versandapotheke "Doc Morris" (0800DocMorris.com)
bestätige gegenüber "markt": "Wir arbeiten praktisch mit allen
deutschen Krankenkassen zusammen". Eine Zuzahlung entfalle dann. Doch
die wenigsten Kassen geben die Zusammenarbeit mit der niederländischen
Apotheke offen zu. Der Sprecher einer AOK zu "markt": "Das ist ein
ganz heißes Eisen. Da können wir uns offiziell überhaupt nicht
äußern".
Grund für diese Zurückhaltung sind rechtliche Unsicherheiten. Noch ist
der Versandhandel mit Medikamenten in Deutschland verboten. Das
Bundesversicherungssamt untersagte den Kassen ausdrücklich die
Kostenerstattung von Medikamenten, die per Versand bezogen werden.
Doch kaum eine Krankenkasse hält sich daran. Einige geben die
Zusammenarbeit sogar offen zu, darunter die Techniker Krankenkasse (TK),
die Gmünder Ersatzkasse (GEK) und der Landesverband Bayern der BKK.
Rechtliche Bedenken habe man nicht, weil innerhalb der EU der freie
Warenverkehr garantiert sei. Für die Kassen hat die Zusammenarbeit
Vorteile: Die Preise bei Doc Morris liegen im Schnitt um zehn Prozent
unter denen deutscher Apotheken. Man hoffe auf erhebliche
Kosteneinsparungen bei Arzneimitteln, teilte der Verband der
Betriebskrankenkassen in Bayern mit.
Nach Aussagen von
Doc Morris
werden die bei ihnen eingereichten Kassenrezepte in der Regel
innerhalb 48 Stunden beliefert und ohne Probleme auf dem üblichen Weg
mit – bis auf wenige Ausnahmen – allen Krankenkassen abgerechnet. Von
Beginn an wurde Doc Morris vor allem von den deutschen
Apothekenverbänden schwer unter Beschuss genommen. Mittlerweile gibt
es eine Reihe teilweise divergierender Gerichtsentscheidungen zur
Rechtmäßigkeit der Vorgehensweise von Doc Morris. Insgesamt betrachtet
stellt sich die Lage als verworren und unübersichtlich dar, zumal sich
Doc Morris auf EU-Recht beruft, das gegenüber dem deutschen
Arzneimittelgesetz Vorrang hat. Das letzte Wort hierzu ist also noch
nicht gesprochen; mit einer Entscheidung nicht vor dem Jahr 2003
rechnen.
[ Quelle: WDR,
markt-Redaktion vom 24.3.2002 und Berliner Budget-Bulletin 03/01
]
Anfang
8.)
Zum Lesen: Lexikon der
rätselhaften Körpervorgänge
- Unser Körper, das unbekannte Wesen. Eigentlich müssen wir zugeben,
dass wir viele Dinge, die wir tun, nicht ohne Weiteres erklären
können: Warum gestikulieren wir beim Telefonieren, wie entstehen
dunkle Ringe um die Augen, warum schlafen wir, und woher kommen die
Schmetterlinge im Bauch, wenn wir verliebt sind?
Das Lexikon der rätselhaften Körpervorgänge erklärt in verständlicher
und lockerer Weise, dabei mit medizinischer Kompetenz, was hinter
diesen Rätseln versteckt - von der Frage, warum Angstschauder uns über
den Rücken laufen und nicht über den Bauch, bis hin zur Klärung des
Gerüchts, ob jede Schwangerschaft die Mutter "einen Zahn kostet"
Dieses Buch ist für jeden medizinisch Interessierten geeignet und
liefert dabei leicht verständliche Antworten für mehr als 500
alltägliche Rätsel unseres Körpers. Dr. Jürgen Brater, Jahrgang 1949,
hat Medizin und Zahnmedizin studiert und führte jahrzehntelang eine
eigene Praxis.
Auszug: "Warum haben Kinder so große Schneidezähne?
Manchmal erschrickt man geradezu, wenn man von einem sechs- oder
siebenjährigen Kind angelacht wird. Denn die Zähne, die einem da aus
dem kindlichen Mund entgegenblitzen, sehen eher aus wie Schaufeln, so
groß sind sie.
Aber das ist ein Trugschluss. Nicht die Zähne sind zu groß, das
Gesicht ist zu klein. Denn die zweiten Zähne, die wir ab dem sechsten
Lebensjahr bekommen, wachsen ja nicht mehr. Sie bleiben bis zu unserem
Tod oder bis wir sie krankheitsbedingt verlieren, gleich groß; infolge
Abnutzung werden sie mit der Zeit sogar kürzer. Wenn der kindliche
Kopf im Lauf der Jahre wächst, normalisiert sich das Verhältnis zu den
Zähnen und - von wenigen Ausnahmen abgesehen - passen diese dann
größenmäßig genau zum Gesicht."
[
Quelle: Jürgen Brater. "Lexikon der rätselhaften Körpervorgänge" Von
Alkoholrausch bis Zähneknirschen, 22,90 Euro, 498 Seiten, Eichborn
Verlag Frankfurt (Main), 2002, ISDN 3-8218-3916-3 . Übernommen
aus DZW 12/02
]
Anfang
9.)
Ratten haben's besser:
Mundwasser gegen Karies
- Nach einer einmaligen fünfminütigen Spülung soll ein neues
gentechnisch-verändertes Mundwasser, das Wissenschaftler an der
Universität von Florida entwickelt haben, das Problem der Mundfäule
ein für alle Mal verschwinden lassen. Die Mundspülung wurde beim
Treffen der amerikanischen Wissenschaftsorganisation AAAS in Boston
vorgestellt. Die für Karies verantwortlichen Bakterien wandeln Zucker
in Milchsäure um, welche den Zahnschmelz angreift und Karies
verursacht.
Jeffrey Hillman, Mikrobiologe von der Universität von Florida, hat das
Bakterium Streptococcus mutans so verändert, dass es keine Milchsäure
mehr bildet. Daher kann es auch keine Mundfäule bilden. Es gelang ihm
bereits in Tierversuchen, das genetisch veränderte Bakterium im
Mundraum anzusiedeln. Selbst bei hohem Zuckerkonsum zeigten sich im
Mundraum von, Ratten nach Verabreichung der genetisch veränderten
Mundbakterien keine Anzeichen von Mundfäule. Vielmehr helfe der Zucker
zur Ansiedlung der neuen Bakterien, so Hillman. Das neu entwickelte
Bakterium sei genetisch sicher und stabil und stelle kein
Gesundheitsrisiko dar. Ende des Jahres soll das Produkt in Europa und
den USA klinisch getestet werden.
[
Quelle: Dental-Magazin 1/02
]
Anfang
10.)
Allergie-Vorsorge: Keine Kuhmilch für Säuglinge
- Die Veranlagung für Allergien ist zum Teil erblich, dagegen können
Eltern, die selbst Allergiker sind, nichts tun. Doch das Risiko, dass
die Kinder tatsächlich eine Allergie entwickeln, lässt sich durch
Vorsorgemaßnahmen etwas verringern. So raten Experten, Säuglinge, wenn
möglich, mindestens vier bis sechs Monate voll zu stillen. Die Kleinen
sollten auch keine Kuhmilch erhalten. Wird nicht gestillt, empfiehlt
sich hypoallergene Säuglingsmilch, bis später auf feste Nahrung
umgestellt werden kann. Außerdem sollten Eltern ihren Kindern im
ersten Lebensjahr keine Nahrungsmittel anbieten, die gehäuft Allergien
auslösen, wie etwa Fisch, Nüsse, Zitrusfrüchte, Schokolade, Tomaten
oder Erdbeeren. Außerdem ist es ratsam, vorbeugend auf Haustiere zu
verzichten und in Gegenwart der Kinder nicht zu rauchen. Mit
speziellen Bettbezügen kann man die Belastung durch Milben senken.
[
Quelle: Neue Apotheken
Illustrierte/Gesundheit, März 2002 ]
Anfang
11.) Homöopathie kann das Abnehmen
unterstützen
- Das pflanzliche Präparat Cefamadar soll übergewichtige Menschen
effizient beim Abnehmen unterstützen.
Die Calotropis gigantea ist ein bis zu 3 m hoher Strauch, der vor
allem in Indien, auf dem malaiischen Archipel und in China wächst. Aus
der 2 bis 6 mm dicken, gelblich bis rötlichen getrockneten Rinde wird
nach einem speziellen Verfahren der Wirkstoff gewonnen und in
homöopathischer Potenz D4 zubereitet. Der Wirkstoff aus der greift
vermutlich regulierend am Sättigungs- bzw. Hungerzentrum im
Zwischenhirn
ein und führt so zu einer Herabsetzung der Esslust.
Die Therapieerfolge mit Cefamadar wurden in einer multizentrischen
Praxisstudie nachgewiesen. Dabei lag der durchschnittliche natürliche
Gewichtsverlust nach 4 Wochen bei 2,8 kg und nach 8 Wochen bei 4,9 kg.
Somit verloren die Patienten im Durchschnitt rund 30 Prozent ihres
Übergewichtes. Das neue homöopathische Präparat ist kein
Entwässerungsmittel, hat keinen Einfluss auf die Schilddrüse, fördert
nicht die Fettverbrennung und enthält keine Stoffe, die im Magen
aufquellen und so den Magen füllen.
Cefamadar ist bereits in den Apotheken rezeptfrei erhältlich.
[ Quelle:
MedAustria
vom 29.3.02]
Anfang
12.) Zum Schluss: Dumme Fragen
(ohne Antworten) zum 1. April

● Was soll das Verfallsdatum auf Saurer Sahne?
● Wenn Maisöl aus Mais gemacht wird, wie sieht es mit Babyöl aus?
● Kriegt ein Fisch genau wie ein Mensch Krämpfe,
wenn er direkt nach dem Essen schwimmen geht?
● Warum muss man für den Besuch beim Hellseher einen Termin
haben?
● Warum ist einsilbig dreisilbig?
● Leben Verheiratet länger oder kommt ihnen das nur so vor?
● Warum laufen Nasen, während Füße riechen?
● Ein Thermoskanne hält im Sommer warm und im Winter kalt.
Doch woher weiß sie, wann Winter und wann Sommer ist?
● Warum gibt es in Flugzeugen Schwimmwesten statt Fallschirme?
● Wenn schwimmen schlank macht, was machen dann die Blauwale
falsch?
● Warum trägt ein Kamikaze-Pilot einen Helm?
[
Antworten bitte an die Redaktion ]
Anfang
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