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Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 04/2004/ 1. April 2004 Herzlich willkommen bei einer weiteren Ausgabe der ZahnNewsLetter.
Bisher noch wenig beachtet, ist es ab dem 01.04.2004 als Folge der neuen
Gesundheitsreform möglich, OP-Miles zu sammeln. Diese Miles können dann
für spätere OP's verwendet werden. So bringt z.B. eine Weisheitszahn-OP
ohne Komplikationen 250
Miles. Wenn Sie mit Schwierigkeiten verläuft, dann werden für je 30
Minuten OP-Zeit 50 Miles dazu addiert. Für nur 2.000 gesammelte OP-Miles
bekommen Sie z.B. ein Implantat umsonst eingepflanzt. Infos unter
http://www.maydayzin.de/
Inhalt
Leichte Formen der Entzündungen des Zahnbettes sind heute bei der Mehrzahl der Erwachsenen festzustellen; man schätzt, dass in Europa etwa 45 % der Bevölkerung an Parodontalerkrankungen leiden. Etwa 5 bis 20 Prozent der Bevölkerung sind von schwereren Formen betroffen. Mit einem frühzeitigeren Eingreifen durch den Zahnarzt, der Motivation und Anleitung des Patienten zu gründlicherer Mundhygiene und einer langfristigen Betreuung durch das zahnärztliche Team könnten Folgeerscheinungen der Parodontitis wie Gewebeschäden, Knochenabbau und Zahnverlust in den meisten Fällen verhindert werden. Ein Zusammenhang zwischen dieser lokalen Infektion und Körperfolgen wird schon lange vermutet, aber eine wissenschaftliche Untermauerung, geschweige denn ein Verständnis für die Zusammenhänge, gibt es bisher nicht. So ergeben zahlreiche Studien bei unbehandelter Parodontitis ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Kreislauferkrankungen, ein erhöhtes Vorkommen für Frühgeburten, niedrigeres Geburtsgewicht bei Babys und Auswirkungen auf Diabetes, Atemwegserkrankungen und cerebrale Infektionen, aber die Zusammenhänge im Einzelnen konnten dadurch nicht erklärt werden. Neue Erkenntnisse kommen nun von Prof. Dr. Wolf-Dieter Grimm, Leiter des Lehrstuhles und der Abteilung für Parodontologie der Fakultät für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Universität Witten/Herdecke: Menschen mit einer schweren Erkrankung
des Zahnhalteapparates
(chronische und aggressive marginale Parodontitis) haben gegenüber
Menschen mit gesundem Zahnfleisch ein etwa 1,5 mal höheres Risiko für
Herzkrankheiten, so Erkenntnisse von Prof. Dr. Wolf-Dieter Grimm, Leiter
der Abteilung für Parodontologie der Universität Witten/Herdecke. Den
Ergebnissen liegen internationale klinisch-kontrollierten Studien und
eigene experimentelle Untersuchungen Grimms zugrunde. Bei einer
bestehenden schweren Entzündung des Zahnhalteapparates ist das Risiko,
an einem Herzinfarkt zu erkranken 1,8 mal höher und 2,8 mal höher
einen Schlaganfall zu erleiden. Als Erklärung für diese
Risikoerhöhung, Erkrankungen des Gefäßsystems zu erleiden, sind
anaerobe (unter Sauerstoffausschluss sich vermehrende) Bakterien
anzusehen, die im schwer entzündeten Zahnhalteapparat gehäuft
vorkommen, erklärte Grimm. Diese anaeroben Bakterien unterstützen
wahrscheinlich die Entwicklung gefährlicher
Gefäß-Innenwandveränderungen, die die Bildung von Blutklümpchen
verstärken können, wie Grimm in tierexperimentellen Untersuchungen und
klinisch-kontrollierten Studien in Übereinstimmung mit anderen
internationalen Forschungsgruppen belegen konnte.
Anfang
2.) Neue Keramikmischung erhöht die Bissfestigkeit beträchtlichÜber die vielen Vorteile dental-keramischer Massen und neuen Technologien auf diesem Gebiet unterrichten wir Sie laufend im Rahmen dieses Letters. Aber es gibt, wie bei jedem Material, auch Unvollkommenheiten, die verbessert werden müssen. Neben den relativ hohen Kosten für derartige Restaurationen ist es bei der Keramik vor allem die (noch) ungenügende Elastizität, welche noch besser auf die Eigenschaften des natürlichen Zahnes abgestimmt werden muss. Ein Lösungsweg könnte der Zusatz von feinen "Nanopartikeln" sein, welche zumindest im Labor die Biegebruchfestigkeit beträchtlich erhöht. Die ZahnarztWoche schreibt über eine interessante Neuentwicklung auf diesem Gebiet: Neue Zahnersatzkeramiken wurden
an der Fachhochschule Gelsenkirchen unter der Leitung von Prof. Dr.
Gerhard Meyer und seinem Team vom Recklinghäuser Fachbereich
Angewandte Naturwissenschaften entwickelt. Kleinste Partikel in
Zahnersatzkeramiken sorgen für eine verbesserte Biegebruchfestigkeit
und für eine schönere Optik beim Zahnersatz. Anfang
3.)
Zahnaufhellungen / Bleaching:
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| Schlechter Mundhygiene | |
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| Starkem Gebrauch von Genussmitteln | |
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| In der Schwangerschaft (sog. "Gesundheitsvorbeugende Kontraindikation") | |
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| Bei Jugendlichen | |
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| Überempfindlichen Zähnen, Freiliegenden Zahnhälsen |
Nachfolgend eine Auswahl der bekanntesten Mittel:
blend-a-med Bleichstreifen (Whitestrips™),
sog. "Polyethylen-Aufhellungsstreifen", wirken mit in 5,3%igem Peroxid-Gel
getränkten Kunststoff-Folien. Die Folie wird von dem Patienten zweimal
täglich für 30 Minuten
auf seinen Zähnen befestigt. Preislich interessant, da die Anfertigung
einer Trägerschiene entfällt. Eine zahnärztlicher Unterweisung sollte
zumindest am Anfang erfolgen.
Mit der kostengünstigen
SimplyWhite™-Methode ("Tipp-Ex für die Zähne") von Colgate wird nach
Herstellerangaben innerhalb von zwei Wochen die Zahnfarbe um drei bis vier
Nuancen aufgehellt. Das Verfahren wirkt so: Zweimal täglich wird das
SimplyWhite-Gel mit dem beigefügten, dünnen Pinsel auf diejenigen Zähne
aufgetragen, die aufgehellt werden sollen. Nach einer Viertelstunde kann man
bereits wieder essen und trinken. Dass der Pinsel und damit das
Aufhellungsgel durch den Kontakt mit den Zähnen durch Keime verunreinigt
werden, ist ausgeschlossen: Mit jedem Eintauchen in das für die reguläre
Simply-White-Dauer von zwei Wochen ausreichende Zehn-Milliliter-Fläschchen
wird der Pinsel desinfiziert. Eine zahnärztlicher Unterweisung sollte
zumindest am Anfang erfolgen.
VivaStyle™ Paint On
von Ivoclar ist nach Herstellerangaben ein reines "Hausprodukt" und
besteht aus einem Lack mit aktiven Carbamidperoxid und dem Provitamin
D-Panthenol, welches ein "Balsam für das
Zahnfleisch" sei.
Basics:
Bleichen,
Professionelle Zahnreinigung (PZR) im Lexikonteil
![]()
Kürzlich kam eine sorgfältige wissenschaftliche Studie aus Oxford
zu dem
Ergebnis, dass in Großbritannien etwa 0.5% der Krebsmortalität durch
Röntgendiagnostik hervorgerufen werde, in Deutschland dagegen 1.5%,
wegen der häufigeren Röntgendiagnostik.
DER SPIEGEL ONLINE vom 2.2.2004 titelte seinen Bericht "Tausende
verstrahlt - weil Arztpraxen ums Überleben kämpfen". Das Problem ist
zwar vielschichtiger, aber die medizinische Strahlenexposition zu
reduzieren, ohne dabei die nötige diagnostische Information
aufzugeben,
ist ein wichtiges Anliegen. Dosisreduktion in der Medizin, verbesserte
Dosimetrie und Risikobestimmung sind seit langem auch Forschungsthemen
des GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg.
Viele Röntgenuntersuchungen verlangen heute weit geringere
Strahlendosen
als früher. Andererseits haben sich ganz neue Anwendungsmöglichkeiten,
z.B. durch Computertomographie, durchgesetzt. Insgesamt hat sich
deshalb
die mittlere Exposition der Bevölkerung durch Röntgendiagnostik nicht
verringert. Dosisreduktion in der radiologischen Diagnostik bleibt
somit
eine bedeutsame Aufgabe; jedoch sind angesichts der durch die jüngste
Studie ausgelösten Besorgnisse einige Erläuterungen angebracht:
* Die Studie aus Oxford besagt, dass in Deutschland jährlich etwa 2
000
Krebserkrankungen bei Menschen im Alter bis zu 75 Jahren durch die
medizinische Strahlenexposition verursacht sein können. Die
entsprechende Zahl der Krebstodesfälle könnte etwa 1000 sein. Dazu
müsste allerdings auch die Gegenrechnung aufgemacht werden. Wie viel
der
etwa 320.000 jährlichen Neuerkrankungen an Krebs in Deutschland werden
geheilt, weil Röntgendiagnostik frühere Erkennung und bessere
Behandlung
ermöglicht? Dabei dient nur ein geringer Teil der
Röntgenuntersuchungen
der Krebsdiagnostik. Der Gesamtnutzen ist schwer zu beziffern,
überwiegt
aber bei weitem das Risiko.
* Die neue Studie ist keine neue erschreckende Nachricht. Seit Jahren
werden weit höhere Zahlen propagiert, denen zwar die wissenschaftliche
Basis fehlte, aber keineswegs die öffentliche Resonanz, z.B.:
"Deutschlands Ärzte sind Weltmeister im Röntgen. Sie belasten ihre
Patienten mehr als doppelt so hoch und so häufig mit Röntgenstrahlen
wie
ihre Kollegen in England, Belgien oder den USA. Mehr als 20.000
Menschen
sterben deshalb jedes Jahr in Deutschland zusätzlich an Krebs."
(Schmitz-Feuerhake, Lengfelder: 100 Jahre Röntgen: Medizinische
Strahlenbelastung - Bewertung des Risikos, 1997). Diese Zahl ließe
sich auf ein Zehntel reduzieren, wenn die Ärzte wirklich nur dann
röntgen würden, wenn es notwendig ist." (Ärztliche Praxis Nr.14, S.4,
18.2.97).
So gesehen, wäre nach der Oxford-Studie das oben als Idealziel
genannten
Zehntel bereits erreicht. Tatsächlich zeigt das Beispiel der mehr als
20.000
Röntgentoten allerdings nur, wie leichtfertig Risikoschätzungen mit
Phantasiezahlen übertrieben und instrumentalisiert werden.
* Die Tatsache, dass in Deutschland deutlich mehr Röntgenaufnahmen
gemacht werden als in England, ist sicherlich kritisch zu sehen, ist
aber zum Teil systembedingt. Im staatlich zentralisierten, weit
weniger
aufwendigen Gesundheitssystem Englands gibt es wenig teure Geräte,
beispielsweise für Computer-Tomographie, die Patienten akzeptieren
dort
beträchtlich längere Wartezeiten und geben sich häufiger mit Diagnosen
ohne moderne Verfahren zufrieden. Wegen des Mangels an CT-Geräten
bezahlen die englischen Kassen neuerdings auch Untersuchungen im
Ausland.
* Noch problematischer ist der Vergleich der deutschen und
europäischen
Praxis der Röntgendiagnostik mit den Verhältnissen in den USA. Die
über
die Bevölkerung gemittelte Dosis durch Röntgendiagnostik liegt dort
unter dem deutschen Wert. Der Grund allerdings ist, dass ein
beträchtlicher Teil der Bevölkerung keine Krankenversicherung hat und
deshalb wenig oder gar keine Röntgendiagnostik erhält. Andererseits
werden für diejenigen, die es sich leisten können, kommerziell
CT-Ganzkörperuntersuchungen ohne Indikation, d.h. als reine Screening-Maßnahme, angeboten.
In Deutschland und anderen europäischen Ländern wäre eine solche
Praxis
völlig illegal.
* Die Zahlen zur Häufigkeit der Röntgenuntersuchungen und zur
durchschnittlichen Dosis in den verschiedenen Ländern sind schwer zu
vergleichen, da es kein einheitliches System zur statistischen
Erfassung
und zur dosimetrischen Abschätzung der medizinischen
Strahlenexposition
gibt. Beispielsweise sind in der Schweiz und in Deutschland Praxis und
Technik der Röntgendiagnostik weitgehend gleich, dennoch werden für
die
Schweiz deutlich geringere Dosiswerte angegeben. Ein einheitliches
internationales Erfassungssystem wird gegenwärtig vorbereitet.
* Die Studie aus Oxford verwendet anerkannte Methoden zur
Risikobestimmung, die allerdings sehr indirekter Natur sind. Da die
Risiken der geringen Strahlendosen durch Röntgendiagnostik im
statistischen Rauschen untergehen, d.h. viel zu gering sind, um
unmittelbar beobachtet zu werden, müssen sie aus ganz anderen
Beobachtungen erschlossen werden, nämlich aus den Erhöhungen der
Krebsraten bei den hoch bestrahlten Atombombenüberlebenden. Trotz
ihrer
indirekten Natur sind die Schätzungen jedoch realistisch. Sie tragen
auch der Tatsache Rechnung, dass ein großer Teil der
Röntgenuntersuchungen an älteren Patienten durchgeführt wird, für die
das Strahlenrisiko wegen der langen Latenzzeiten bis zum möglichen
Auftreten strahlenbedingter Krebserkrankungen deutlich reduziert ist.
Nicht berücksichtigt wurde allerdings der zusätzliche Faktor, dass die
Lebenserwartung und somit auch das Strahlenrisiko bei ernsthaft
erkrankten Patienten geringer ist als bei gesunden Personen gleichen
Alters. Insofern sind die angegebenen 2000 Krebsfälle eine gewisse
Überschätzung.
* Bei kleinen Dosen könnte Röntgenstrahlung etwas wirksamer sein, als
es
die zum Vergleich herangezogene energiereiche Gamma-Strahlung der
Bomben
war. Andererseits enthielt die Strahlung der Atombomben einen Anteil
der
biologisch besonders wirksamen schnellen Neutronen. Forscher der
beiden
Universitäten Münchens und der GSF haben wesentlich dazu beigetragen,
dass im vergangenen Jahr in höchst komplizierten Messungen an
Kupferproben aus Hiroshima die bisher unbekannte Neutronendosis
retrospektiv bestimmt werden konnte. Demnach dürfte die Erhöhung der
Krebsraten der Atombombenüberlebenden aus Hiroshima zu etwa einem
Drittel durch die Neutronen bedingt sein. Für oberflächennahe Organe
wie
die Brust könnte sich bei Berücksichtigung der Neutronen die
Risikoschätzung für die Gamma-Strahlung sogar auf etwa die Hälfte
verringern. Da in Bezug auf das Mammografie-Screening das
Brustkrebsrisiko besonders kritisch diskutiert wird, ist diese
Verringerung der Risikoschätzung von besonderem Interesse.
[ Qelle: Prof. Dr. A. M. Kellerer, GSF-Institut für Strahlenbiologie
und LMU München, Tel. 089/5996-819/818,
http://www.gsf.de/Aktuelles/Presse/kellerer.phtml ]
Basics:
Strahlenbelastung,
Strahlenschutz
im Lexikonteil
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(dk)
- Heiße, kalte, saure oder süße Speisen, aber auch das Zähneputzen
können bei sensiblen Zähnen und freiliegenden Zahnhälsen unangenehme
Schmerzempfindungen auslösen.
Schnelle Abhilfe versprechen spezielle Zahnpflegeprodukte für sensible
Zähne und freiliegende Zahnhälse. Schon der dreiwöchige Gebrauch des
elmex SENSITIVE Schutz- und Putzsystems bestehend aus Zahnpasta,
Zahnspülung und weicher interX zahnbürste reduziert die
durchschnittliche Zahl sensibler Zähne um 39 Prozent. Bei 24 Prozent
der Patienten kommt es sogar zu einem vollständigen Rückgang der
Überempfindlichkeit. Die durch kombinierten Einsatz der drei
Zahnpflegeprodukte erzielte Wirkweise bestätigt jetzt eine
Anwendungsbeobachtung, an der 149 Zahnärzte und 734 Patienten mit
freiliegenden Zahnhälsen und sensiblen Zähnen teilgenommen haben:
88 Prozent der Zahnärzte beurteilte die Wirkung der Spezialprodukte
positiv. Bei 13 Prozent der Patienten kam es zu einer fast
vollständigen Desensibilisierung der Zähne. Um etwa die Hälfte bis
drei Viertel reduzierte sich die Anzahl hypersensibler Zähne bei 34
Prozent der Patienten. Besonders die schnelle Wirksamkeit der Produkte
nach nur wenigen Tagen beurteilen die Patienten als vorteilhaft. 91
Prozent der Betroffenen sind mit der Zahnpasta, 86 Prozent mit der
Zahnspülung und 80 Prozent mit der Zahnbürste zufrieden.
[ Quelle: GABA; PM D. Küsters, Life Science Communications ]
Basics:
überempfindliche
Zähne im Lexikonteil
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Immer mehr Bundesbürger machen von der Möglichkeit der
Kariesprophylaxe direkt beim Essen Gebrauch, wie dies mit
fluoridiertem Speisesalz möglich ist. Denn auch im Jahr 2003 ist der
Anteil dieses Salzes am gesamten Haushaltspaket-Absatz um weitere 5
Prozent auf jetzt insgesamt rund 60 Prozent gestiegen. Zwölf Jahre
nach Einführung dieses Salzes, das als Jodsalz mit Fluorid erhältlich
ist, verwendet somit mindestens jeder zweite Haushalt dieses
gesundheitsfördernde Kombinationssalz. Nach Angaben der deutschen
Salzindustrie ist Jodsalz mit Fluorid heute in jedem
Lebensmittelgeschäft erhältlich. Einzelne Discounter führen sogar nur
dieses Salz. Preisunterschiede, die noch vor Jahren ein Kaufkriterium
waren, spielen heute nach Angaben der Hersteller keine Rolle mehr, da
Salz allgemein sehr preiswert ist.
Mitentscheidender Faktor für den steilen Aufwärtstrend von Jodsalz mit
Fluorid dürften nach Ansicht der Informationsstelle für
Kariesprophylaxe unter anderem die seit März 2000 gültigen
Fluoridempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Zahn- und
Kieferheilkunde (DGZMK) sein, die als Basisempfehlung die kombinierte
Verwendung von fluoridierter Zahnpasta und fluoridiertem Speisesalz
beinhalten. Doch auch die Empfehlungen von Zahn- und Kinderärzten,
Prophylaxekräften, Ernährungsberatern, Medien und anderen
Multiplikatoren beeinflussen die positive Entwicklung dieses Salzes
seit Jahren wesentlich.
Ein kariesvorbeugender Effekt geht nach Privatdozent Dr. Stefan
Zimmer, dem Sprecher des wissenschaftlichen Beirats der
lnformationsstelle für Kariesprophylaxe, vor allem von der lokalen
Wirkung von fluoridiertem Speisesalz aus, da die darin enthaltenen
Fluoride bereits während des Essens mit den Zähnen in Kontakt kommen.
Dies bewirkt, dass die Widerstandsfähigkeit der Zähne gegen
zahnschädliche Säuren gestärkt wird und sie durch Einlagerung von
Mineralien ständig von Neuem remineralisiert werden.
Auf Grund der vorliegenden klinischen Erfahrung ist davon auszugehen,
dass bei täglicher Zufuhr von fluoridiertem Speisesalz in Kombination
mit der täglichen Anwendung von fluoridhaltiger Zahnpasta eine Hemmung
des Karieszuwachses bis zu 50 Prozent erreicht werden kann
[ Quelle:
DZW
]
Basics:
Fluoride im Lexikonteil
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Unter zahnmedizinischen
Gesichtspunkten ist
ein langes Stillen wünschenswert, denn die Schwerstarbeit, die ein
Säugling an der Brust leisten muss, stärkt die Kiefermuskulatur und
formt die Kieferbögen gut aus. Nachweislich haben gestillte Kinder
später weniger Zahnfehlstellungen. Aber auch allgemeinmedizinisch ist
das Stillen vor allem für die Immunabwehr äußerst wichtig. Das
Apothekenmagazin "Baby und die ersten Lebensjahre" 3/2004
schreibt dazu:
Beim Stillen klaffen Vorsätze und Realität junger Mütter
verblüffend weit auseinander. Zwar geben zwei Drittel an, das
empfohlene halbe Jahr stillen zu wollen. Tatsächlich aber bekommt die
Hälfte aller Neugeborenen schon nach zwei Wochen nicht mehr die Brust,
schreibt die Stillberaterin und Ärztin Gudrun von der Ohe im
Apothekenmagazin "BABY und die ersten Lebensjahre". Nach dem von der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen halben Jahr stillt nur
noch jede zehnte Mutter. Die jungen Frauen „fühlen sich verunsichert,
Vorbilder fehlen, und das Wissen zum Thema Stillen ist
auch in medizinischen Bereichen nicht optimal“, schreibt die Expertin.
Dabei bekommt das Kind mit der Muttermilch nicht nur einen Teil seiner
Infektabwehr. Enzyme erleichtern die Verdauung, andere
Stoffe fördern eine optimale Darmflora. und Wachstumsfaktoren lassen
die Darmschleimhaut ausreifen. Gestillte Babys haben seltener
Durchfall, weniger Atemwegserkrankungen und Mittelohrentzündungen.
Selbst das Risiko für Diabetes und rheumatische Arthritis im späteren
Leben ist geringer. Und nicht zuletzt: Stillen sorgt für eine innige
Beziehung zwischen Mutter und Kind.
[Kontakt:
pirhalla@wortundbildverlag.de ]
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Das Rudolf-Virchow-Zentrum ist das DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin und gehört als Zentrale Einrichtung zur Universität Würzburg. Das Zentrum wurde im Januar 2002 gegründet und ist eines von drei im Sommer 2001 bewilligten Pilotprojekten, mit denen die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) so genannte "Centers of Excellence" fördert.
Tumore und selbst kleinste Metastasen im Körper sichtbar machen.
Eine
Erkenntnis, die die Diagnose bei Krebspatienten revolutionieren
könnte.
Aladar Szalay, Inhaber einer Forschungsprofessur am
Rudolf-Virchow-Zentrum / DFG-Forschungszentrum für Experimentelle
Biomedizin der Universität Würzburg, berichtet darüber in der
März-Ausgabe des Magazins "Nature Biotechnology". Gemeinsam mit den
Mitarbeitern an seinem ehemaligen Arbeitsplatz, der Medical School der
Linda Loma University in Kalifornien, Forschern der biomedizinischen
Firma Genelux in San Diego und dem Würzburger Mikrobiologen Werner
Göbel ist es dem Wissenschaftler gelungen, Tumore im Mausmodell zu
finden und sie aufleuchten zu lassen.
Wenn sich das Verfahren in klinischen Tests bestätigen sollte, könnte
das in Zukunft so aussehen: Verdacht auf Krebs. Der Patient bekommt
eine
Spritze, die zum Beispiel Darm-Bakterien enthält. Die Bakterien sind
genetisch so verändert, dass sie dem Menschen keinen Schaden zufügen
und
außerdem blaugrünes Licht aussenden. Sie breiten sich zunächst im
ganzen Körper aus, werden aber innerhalb weniger Tage vom Immunsystem
vernichtet. Nur in den Tumoren können die Bakterien dem tödlichen
Angriff der Immunzellen entkommen. Sie überleben in dieser natürlichen
Nische und beginnen sich zu vermehren. Mit Hilfe einer speziellen
Kamera
macht man dann eine Ganzkörperaufnahme: Der Primärtumor und die
Metastasen werden als blaugrüne Flächen sichtbar.
Die leuchtenden Lebenddetektoren können also ähnlich wie die heute
üblichen Diagnoseverfahren Computertomographie (CT) oder
Magnetresonanzimaging (MRI) Tumore im Körper der Patienten sichtbar
machen. Darüber hinaus besitzen sie einige Vorteile. Die
Empfindlichkeit
ist sehr hoch. Im Mausmodell konnten selbst kleinste Metastasen mit
einem Durchmesser unter einem Millimeter sichtbar gemacht werden. Ist
das Licht im Tumor einmal angeschaltet, bleibt das Leuchten über
mehrere
Wochen bestehen. "Man könnte das Verfahren daher auch benutzen, um die
Wirksamkeit und den Verlauf einer Therapie zu bewerten", erläutert
Aladar Szalay, "möglicherweise geht das Licht aus, wenn die Behandlung
anschlägt."
Auch ein zukünftiger therapeutischer Einsatz ist denkbar. "Man könnte
die Bakterien und Viren genetisch so verändern, dass sie
ausschließlich
im Tumor Wirkstoffe freisetzen", erklärt Szalay das Prinzip. Während
sich Medikamente, verabreicht über das Blutsystem, immer weiter
verdünnen, würde man hier sogar eine millionenfache Verstärkung
beobachten. Die leuchtenden Detektoren vermehren sich im Tumor, die
Konzentration des Antikrebs-Wirkstoffes würde daher lokal immer weiter
ansteigen. "Die ersten Experimente an der Maus sind vielversprechend",
verrät der Forscher.
[ ©: Kerstin Endele; kerstin.endele@virchow.uni-wuerzburg.de ]
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In der Primärprävention von Krebserkrankungen
spielt eine obst- und gemüsereiche Ernährung eine wichtige Rolle.
Eine gesunde Ernährung bildet neben Vorsorgeuntersuchungen und der
Vermeidung krebserregender Stoffe die dritte Säule der Vorbeugung,
die alle angeht. Laut World Health Organization (WHO) könnten bei
einem Verzehr von mehr als 400 Gramm Obst und Gemüse pro Person und
Tag weltweit bis zu 2,7 Millionen Leben jährlich gerettet werden. Ein
entsprechender Anteil an Obst und Gemüse in der Ernährung würde
schätzungsweise 19 Prozent der gastrointestinalen Krebsformen, 31
Prozent der koronaren Herzerkrankungen und 11 Prozent der
Schlaganfälle verhindern helfen. In vielen Ländern machen sich seit
einigen Jahren zahlreiche Organisationen durch Aufklärungskampagnen
für einen höheren Verzehr von Obst und Gemüse stark. Diese
Initiativen bekommen inzwischen die Unterstützung der WHO und der FAO
(Food and Agriculture Organization of the United Nations), die im
November 2003 eine globale Initiative zur Erhöhung des Obst- und
Gemüseverzehrs gestartet haben. Im Rahmen des 26. Deutschen
Krebskongresses tauschten sich Experten aus Wissenschaft und Praxis
über den Stand der wissenschaftlichen Forschung und die aktuellen
Trends in der Umsetzung der deutschen Gesundheitskampagne 5 am Tag
aus.
"Von allen Ernährungsempfehlungen zur Primärprävention von
Krebserkrankungen liegen zu den positiven Wirkungen von Obst und
Gemüse die umfangreichsten wissenschaftlichen Ergebnisse vor", fasste
der Ernährungswissenschaftler Professor
Dr. Gerhard Rechkemmer vom Wissenschaftszentrum Freising-Weihenstephan
der TU München den aktuellen Forschungsstand zusammen. Auch der von
der WHO veröffentlichte Weltkrebsbericht 2003 komme zu dem Ergebnis,
dass der häufige und ausreichende Verzehr von Obst und Gemüse das
Erkrankungsrisiko bei zahlreichen Krebsformen deutlich verringern
könne. "Erste Studienergebnisse belegen, dass der tägliche Verzehr von
mehr als 400 Gramm Obst und Gemüse die Wahrscheinlichkeit einer
Krebserkrankung im oberen Verdauungstrakt um 20 bis 30 Prozent
reduzieren kann". Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Diabetes mellitus sowie Adipositas könnten - das belegen
wissenschaftliche Studien - durch einen höheren Obst und
Gemüseverzehr reduziert werden.
Krebsvorbeugende Ernährung von Kindesbeinen
an
Ein positives Beispiel für die Umsetzung wissenschaftlicher
Erkenntnisse in die Praxis bildet die von der Deutschen
Krebsgesellschaft und ihren Ländergesellschaften im Rahmen der 5 am
Tag-Kampagne ins Leben gerufene 5 am Tag für Kids-Initiative. Diese
inzwischen in mehreren Bundesländern erfolgreich laufende Aktion
wendet sich an Grundschulkinder der 3. und 4. Klasse.
Wissensvermittlung zu 5 am Tag, Warenkunde im Supermarkt und ein
Praxisteil mit Essenszubereitung und gemeinsamem Verzehr vernetzen
Theorie und Praxis einer gesundheitsschützenden Ernährung auf
kindgerechte Art und Weise. Allein in Baden-Württemberg haben
zwischen Mai 2002 und heute mehr als 350 Aktionen in Grundschulen
stattgefunden.
Die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Susie Nanney, Leiterin des
Adipositas-Präventions-Zentrums der Universität von Saint Louis hat
eine Liste dazu erstellt, welche Früchte und
Gemüse besonders gesund sind. Diese Obst- und Gemüse-Sorten
seien vor allem reich an den Vitaminen A und C, an Betakarotiden und
Ballaststoffen, so die US-Uni im US-Staat Missouri in einer
Pressemitteilung.
Nanney geht nach Farben vor. Bei weißem Gemüse empfiehlt sie, statt
Kartoffeln, Zwiebeln und Pilzen lieber Blumenkohl zu essen. Bei grünem
Salat ist einer mit dunklen Blättern wie Römischer oder Eichblattsalat
gesünder als Eisbergsalat. Auch Spinat, Brokkoli und Rosenkohl stehen
auf der grünen Liste. Bei gelben und orange-farbigen Früchten und
Gemüse sollten Bananen und Mais oft durch Möhren, Kürbis,
Süßkartoffeln, Orangen und Grapefruits ersetzt werden. Außerdem rät
sie zu Tomaten, roter Paprika und Erdbeeren.
[ weitere Infos: http://www.5amtag.de ; info@5amtag.de ]
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Die Zahnärztekammer Nordrhein
weist darauf hin, dass sich die Zahngesundheit in Deutschland zwar deutlich
verbessert hat, das Problem der Polarisierung des Kariesbefalls aber
noch keineswegs unter Kontrolle ist. So seien mittlerweile zwar bis zu
80 Prozent der Kinder und Jugendlichen als "gesund" zu bezeichnen, bei
den
verbleibenden 20 Prozent jedoch 61 Prozent der erkrankten Zähne
festzustellen. Keineswegs kämen alle diese Kinder nur aus "sozialen
Randgruppen", sondern auch aus Familien, in denen beide Elternteile
berufstätig seien (Stichwort: "Schlüsselkinder"). In jedem Fall - so
die nordrheinische Kammer - sei hier eine enge Verzahnung von
individual- und gruppenprophylaktischen Maßnahmen zu fordern.
[ Quelle: FVDZ ]
Basics:
Gruppenprophylaxe,
Individualprophylaxe,
Mundgesundheit im Lexikonteil
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Sollen sich Urlauber von Mallorca, aus Osteuropa oder Südostasien
außer Souvenirs auch gleich ein paar neue Zähne mitbringen?
Zahnersatz aus dem Ausland kann sicher ein Schnäppchen sein und ein
paar Euro sparen, sagen Experten vom „Kuratorium perfekter
Zahnersatz“. Allerdings gehöre auch eine gewisse Risikobereitschaft
dazu. „Sicherlich ist punktuell auch im Ausland guter Standard
anzutreffen“, räumt Klaus M. Lehmann vom Medizinischen Zentrum für
Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Marburg ein. In
Deutschland allerdings sei hohe Qualität beim Zahnersatz kein Zufall,
sondern der Normalzustand. Die Produktion in Ländern mit niedrigen
Lohnkosten bringt nach Angaben des Kuratoriums meist geringere
Qualität.
Von „schwersten Mängeln“ sei in einer Studie über die Qualität von in
Ungarn hergestelltem Zahnersatz die Rede. Die Untersuchungen an der
Klinik für Parodontologie, Kronen- und Brückenprothetik der
Universität Bern definierten die zahnmedizinischen Leistungen mit
einem Qualitätsstandard von A bis E. A entsprach einer
ausgezeichneten Arbeit, Standard E charakterisiert schwerste Mängel.
Im Ergebnis konnten Standard A und B für ungarische Arbeiten gar nicht
vergeben werden. C-Leistungen waren lediglich bei 20 Prozent erbracht.
Standard D erhielten 41 Prozent und Standard E 39 Prozent. Ein
weiteres Argument sei auch die räumliche Nähe von Zahnarzt und
Zahntechniker.
[ Quelle + ©: http://www.neue-oz.de/ ]
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Nicht nur hohe Cholesterinwerte sowie salz- und
fettreiche Kost führen - bei entsprechend disponierten Personen - zu
erhöhtem oder hohem Blutdruck, sondern auch übermäßiger Konsum von
Süßem und süßen Getränken. So kann bereits das süße Dessert nach
einer kalorienreichen Mahlzeit einen Herzanfall auslösen.
Verantwortlich dafür sind 15 neu entdeckte Gene, die für die
Produktion eines so genannten Transkriptionsfaktors mit der
Bezeichnung Carbohydrate Responsive Element-binding Protein
verantwortlich sind. Er bindet sich an ein Glukose-Signal und
stimuliert die Synthese von Fett einbauenden Enzymen. Was sich
möglicherweise verheerender auswirkt, ist die zuckerstimulierte
Produktion des Gefäßpeptids Endothelin, das Arterien bis zu 100 Mal
stärker und jäher verengt als andere blutdrucksteigernde Substanzen
wie z.B. Angiotensin II, Serotonin oder Noradrenalin. Ein einziges
Stück Würfelzucker im Kaffee kann zu einem bedrohlichen
Endothelin-Anstieg führen. Die biochemischen Zusammenhänge schildert
der Medizinjournalist Klaus Oberbeil in seinem soeben erschienenen
Buch "Die Zuckerfalle" (Herbig-Verlag).
[ Infos: oberbeil@t-online.de
,
http://www.GesundeFamilie.de ]
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Mit dem GKV-Modernisierungsgesetz werden in den meisten Fällen
nicht-rezeptpflichtige Arzneimittel nicht mehr von den Gesetzlichen
Krankenkassen bezahlt. Diese primär unter wirtschaftlichen
Gesichtspunkten getroffene Entscheidung grenzt Arzneimittel aus, die sich
bisher in der Therapie bewährt haben - und die, auch nach Willen des
Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung, weiterhin wichtiger
Bestandteil der Therapie sein sollen. Das Grüne Rezept wird den Vertragsärzten
zur Verfügung gestellt. Seine Ausgestaltung orientiert sich an den
Rezeptvordrucken - mit einem wesentlichen Unterschied:
Es ist GRÜN.
Die Einführung des Grünen Rezeptes dient verschiedenen Zielen:
Das Grüne Rezept signalisiert dem Patienten, dass die Anwendung des so
verordneten Arzneimittels medizinisch geboten ist, die Kosten jedoch nicht von
der Gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden.
Es ist eine Merkhilfe für den Patienten bezüglich Name, Wirkstoff,
Darreichungsform, Packungsgröße etc.
Das Grüne Rezept kann vom Patienten genutzt werden, um bei der
Einkommensteuererklärung eine außergewöhnliche Belastung im Sinne der
Abgabenordnung nachzuweisen.
Die gesetzlichen Krankenkassen werden Patienten weiter die Kosten für bestimmte rezeptfreie und auch homöopathische Medikamente erstatten (Näheres unter Pharmakon und Zuzahlung im Lexikonteil). Dazu zählen etwa Aspirin zur Nachsorge von Herzinfarkt und Schlaganfall bei Herzerkrankungen sowie Jodid bei Schilddrüsenerkrankungen. Arzneimittel zur Steigerung der sexuellen Potenz oder Appetitzügler zur Diät, Mittel zur Raucherentwöhnung oder gegen Glatze und Falten werden definitiv nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Für solche so genannten Life-Style-Präparate beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss eine konkrete Tabuliste.
[ Weitere Infos: E-Mail:
pressestelle@abda.de ,
http://www.abda.de ;
http://www.facharzt.de/ ]
Basics:
Gesundheitsreform ab 2004,
Pharmakon,
Zuzahlung im Lexikonteil
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Offenbar wegen einer
Panne bei der Gesetzgebung kommen Familien mit Kindern bei der
Gesundheitsreform etwas günstiger davon als bisher angenommen. Der
Kinderfreibetrag bei der Ermittlung der Belastungsgrenze sollte
eigentlich auf 3.648 Euro festgesetzt werden. Tatsächlich ergibt sich
aus der entscheidenden Vorschrift im Einkommensteuergesetz ein
Freibetrag von 5.808 Euro. Das Gesundheitsministerium und die Kassen
wollen das bisher nicht wahrhaben. Die meisten Betroffenen müssen
daher Widerspruch einlegen, um von der Regelung zu profitieren.
Profitieren können allein Erziehende und Familien mit einem oder
mehreren Kindern, die wegen häufiger Arztbesuche und Krankheiten im
Verhältnis zum Einkommen viel Geld für Zuzahlungen ausgeben müssen. Um
Kranke nicht mit unzumutbar hohen Zuzahlungen zu belasten, zieht das
Sozialgesetzbuch eine Grenze: Nur bis maximal 2 Prozent der
Bruttoeinnahmen müssen für Zuzahlungen aufgewendet werden. Bei
chronisch Kranken sinkt die Belastungsgrenze auf 1 Prozent. Wer mehr
Geld ausgibt, erhält Beträge jenseits der Belastungsgrenze von der
Krankenkasse zurück. Außerdem bekommt er eine Bescheinigung, mit der
Medikamente, Hilfsmittel, Arzt und Krankenhausbesuche für den Rest des
Jahres ohne weitere Zuzahlungen zu haben sind.
Widerspruch erforderlich
Bei Haushalten mit Kindern wird vor der Ermittlung der
Belastungsgrenze je Kind ein bestimmter Freibetrag vom Einkommen
abgezogen. Bislang gehen Ministerium und Kassen dabei von 3.648 Euro
pro Kind aus. So sollte es auch geregelt werden. Das ergibt sich aus
der Begründung zum Gesetzentwurf, wie er dem Bundestag vorlag. Für die
Höhe des Freibetrags verweist das Sozialgesetzbuch dabei auf einen
Paragrafen im Einkommensteuergesetz. Was offenbar übersehen wurde:
Dort ist außerdem für die Sicherung des Existenzminimums gedachten
Freibetrag von 3.648 Euro noch zusätzlich ein Freibetrag von insgesamt
2.160 Euro je Kind für Betreuungs- und Erziehungs- oder
Ausbildungsbedarf vorgesehen. Dieser zusätzliche Freibetrag bringt
betroffenen Familien eine Entlastung von 43,20 Euro je Kind und Jahr.
[ © :
DZW 13/04 ]
Basics:
Gesundheitsreform ab 2004,
chronisch krank,
Zuzahlung im Lexikonteil
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Mit zunehmenden Alter vergeht den Menschen das Lachen. Während
Kinder noch bis zu 400 Mal am Tag lachen, tun es Erwachsene im Schnitt
nur noch 15 Mal am Tag.
Das haben Lachforscher nach einem Bericht des Apothekenmagazins "Baby
und die ersten Lebensjahre" herausgefunden. Kinderkliniken setzen dem
Bericht zufolge Lachen auch als Unterstützung der Therapie ein. Sogar
bei schmerzhaften Eingriffen sind manchmal Clowns dabei.
"Die kleinen Patienten haben weniger Angst, verkrampfen sich nicht und
erleiden nicht so große Schmerzen", sagte Kinderarzt Lutz Wickmann der
Zeitschrift. ck/dpa
[
Quelle: zm-online ]
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Italiens Gesundheits-Carabinieri haben die
größte Klinik in Kalabrien einem Verwalter der Justiz unterstellt.
In dem Krankenhaus in Catanzaro mit 750 Betten und 2100 Angestellten
leckt das Dach der Neurologie, Sauerstoffflaschen drohen zu
explodieren, elektrische Leitungen sind unsicher, das Personal der
Urologie mischte die Medikamente im Patienten-WC, Laboranalysen werden
auf den Fluren ausgewertet. Ein Manager wurde mit 55 000 Euro auf
einem Flughafen in Rom ertappt, gegen zwei andere laufen Verfahren
wegen Schmiergeldern.
[ Quelle: © 1997-2003 by Ärzte Zeitung ]
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