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Zahnärztlicher NewsLetter Nr.
4/2005/ 1. April 2005
Die neue Festzuschussregelung - ein "Bürokratie-Monster" und angeblich "zu
über 90 % kostenneutral
umstrukturiert" - zeigt schon jetzt gravierende Auswirkungen: Bundesweit
gaben rund 1.500 zahntechnische Betriebe an, dass die Umsatzeinbrüche in
den ersten zwei Monaten mehr als 50 Prozent betragen haben, berichtet die
Zahnarztwoche. Und weiter heißt es zu den Gründen: "Das Schlimme an der
Situation wird übereinstimmend darin gesehen, dass es nicht nur
Bürokratieprobleme bei den Kassen sind und dass Heil- und Kostenpläne
(HKP) etwa nicht bearbeitet würden, sondern es bleiben vor allem die
Patienten in den Praxen aus. Vielen ist Zahnersatz zu teuer geworden,
lauten die häufig zu hörenden Argumente." Offenbar gebe es
viele Patienten, die sich zunächst für eine aufwendigere Versorgung
entschieden haben und deren Heil- und Kostenplan von der Kasse auch
genehmigt wurde, die dann aber wegen der höheren Kosten zögern, die
Behandlung auch tatsächlich ausführen zu lassen, stellt die AOK Bayern
dazu fest.
Wie Sie wissen, geben wir Ihnen seit geraumer Zeit realistische
Anhaltswerte/Schätzungen für die zu erwartenden Kosten bei
Kronen und Brücken,
herausnehmbaren Zahnersatz und
Implantaten an und erläutern Ihnen verständlich, wie sich die Kosten
zusammensetzen und welche Faktoren die Zahnersatz-Kosten entscheidend
beeinflussen. Mehr dazu auf den
Festzuschuss-Seiten von Zahnwissen.de.
Ihre ZahnNewsLetter-Redaktion
Inhalt
1.)
Neues
Füllungsmaterial aus Japan zur Frühbehandlung von Karies
2.)
Zahnloser Unterkiefer: Wie
viele Implantate sind nötig?
3.) Kinderzähne "nachputzen" - Erst Schulkinder
sind zu effektiver Zahnpflege fähig
4.)
Lebenslang "scharfe Zähne" - von Bibern und Ratten
lernen
5.)
Zahnbürste spielt Musik direkt ins Ohr
6.)
Wie gesund sind die Zähne der Deutschen?
7.)
Elektrische Zahnbürsten: Worauf sollte man achten?
8.)
Schlankheitsmittelvergleich 2005: Nur wenige Produkte sind sinnvoll!
9.) Konsumverzicht wegen
Gesundheitsreform - im Schnitt kostet die Reform jeden Patienten 150
Euro
10.) Immer mehr Deutsche leben ohne
Krankenversicherung
11.)
Erst schrumpften die Schneidezähne, dann der Kiefer
12.)
Kein Kaffee bei Antibiotika-Einnahme
- Herzflattern und Schwindel könnte die Folge sein
13.)
Techniker
Krankenkasse bezweifelt Gesundheitsreform: "Wirkung deutlich
überschätzt"
14.)
Zum Schluss:
Baby-Größe sagt das Einkommen voraus
Erläuterungen zu
Fachbegriffen unter
http://www.zahnwissen.de
1.)
Neues Füllungsmaterial aus
Japan zur Frühbehandlung von Karies
Wenn ein Zahn
von Kariesbakterien befallen wird und zu "Faulen" beginnt, so handelt
es sich im Prinzip um eine Körperwunde, die durch diese
Infektionskrankheit geschaffen wurde. Nun haben Körperwunden im
allgemeinen die Eigenschaft, von alleine wieder abzuheilen -
egal ob tief oder oberflächlich: Auch ohne ärztliche Hilfe heilen
diese Wunden, mal mehr, mal weniger schön, in der Regel von allein
wieder ab. Bei der Karies sind derartige Selbstheilungsmechanismen nur
im frühen Anfangsstadium ("Initialkaries")
möglich - später muss die
zahnärztliche Kunst, egal mit welchen Methoden, helfend in diesen
Prozess eingreifen.
Schon seit vielen Jahre wird auf dem Gebiet einer "Anregung zur
Selbstheilung" mit verschiedenen
Stoßrichtungen geforscht und es tauchen dann Schlagworte wie
"flüssiger Zahnschmelz" oder "Laserreparatur" in den Medien auf. Ein
hoffnungsvoller Ansatz mittels Kristallisation von Hydroxylapatit
kommt derzeit aus Japan. Die "Zahnarztwoche" schreibt dazu:
Der natürliche Schmelz enthält Kristalle aus Hydroxylapatit, und wenn
die neuartige Paste aufgetragen wird, lösen sich diese Kristalle
zunächst teilweise auf. Kurz darauf aber wachsen sie wieder, weil die
spezielle Paste Hydroxylapatit-ähnliche Substanzen enthält und somit
Stoff für neuen Zahnschmelz liefert. Nach 15 Minuten seien kleine
Löcher "quasi" versiegelt, ohne jeglichen Randspalt zwischen den
beiden Schichten, schreiben die Forscher.
Was die Wissenschaftler vom FAP-Dental-Institut und des Nationalen
Industrieforschungsinstituts AIST aus Tokio mikroskopisch beobachten
konnten war, dass die stark saure "Paste" den Zahnschmelz zunächst
löst. Danach jedoch wächst das Füllungsmaterial vom Rand her in die
Kavität hinein, indem es sich Schicht für Schicht chemisch mit dem
Schmelz verbindet und auskristallisiert. Die nach innen wachsenden
Schichten enthalten winzige Hydroxylapatit-Kristalle in Abmessungen
von rund 50 mal 200 Nanometern.
Diese Art der Erneuerung von Zahnschmelz sei ungleich stabiler als
konventionelle Füllungen. Während diese durch Anziehungskräfte
gehalten werden, entstehe durch das Kristallisieren des
Hydroxylapatits eine sehr viel stärkere chemische Bindung und somit
eine Struktur, die dem natürlichen Zahnschmelz weitgehend gleicht.
Die neue "Füllungspaste" muss jedoch auf jeden Fall unter
Kofferdam gelegt werden, denn sie darf nicht auf das Zahnfleisch
gelangen, sonst kann es zu Entzündungen kommen.
[©:
DZW ]
Basics: Initialkaries
auf
www.zahnwissen.de
2.)
Zahnloser Unterkiefer: Wie
viele Implantate sind nötig?
Die Experten sind sich
nicht einig, wenn es darum geht, wie viele Implantate ein zahnloser
Unterkiefer braucht, um einmal einen festen Halt und eine optimale
statische Kraftverteilung zu erreichen, zum anderen aber auch nach
längerer Tragezeit keine Folgeschäden an den Implantaten und den
umgebenden Knochenstrukturen durch Überbelastung zu produzieren. In
der Literatur findet man viele "optimale Implantatzahlen", welche
meist bei 4 beginnen und bei 8 aufhören. Nur: Solche "optimalen
Zahlen" gehen an der Finanzkraft breiter Bevölkerungskreise vorbei.
Setzt man einmal 1.100 Euro als unterste Grenze für ein Implantat an,
so kommen bei solchen "optimalen" Anzahlen" zusammen mit der
Suprakonstruktion schnell Kosten zusammen, die für weite
Bevölkerungskreise uninteressant, da nicht finanzierbar, sind.
Eine niederländische Studie untersuchte die Langzeiterfolge
implantatgetragener Deckprothesen (Cover-Denture)
über den Zeitraum von 5 Jahren und kommt - selbst für uns - zu
überraschenden Ergebnissen:
"(BSMO) Eine niederländische Studie untersuchte die Erfolge
implantatgetragener Deckprothesen zur Versorgung des zahnlosen
Unterkiefers. Patienten mit 2 Implantaten bedurften dabei häufiger
prothetischer Nachsorgen, bei 4 Implantaten standen
Weichteilkorrekturen im Vordergrund. Immer mehr Patienten bevorzugen
implantatgetragene Lösungen vor konventionellen Totalprothesen, wenn
es um die Versorgung des zahnlosen Kiefers geht. Forscher der
Universität Groningen verglichen jetzt in einer prospektiven Studie
Erfolg und Akzeptanz von Hybridprothesen des Unterkiefers, die von 2
oder 4 Implantaten getragen werden. 60 zahnlose Patienten mit starker
Atrophie des Unterkiefers (Knochenangebot in Höhe der Symphyse 12 bis
18 mm) nahmen an der Studie teil. In der Hälfte der Fälle (Gruppe A)
wurden 2 Implantate des Typs IMZ® (TPS®, Friedrichsfeld AG)
eingebracht, in der anderen Hälfte (Gruppe B) 4 Implantate des Typs
IMZ®. Die Implantate wurden innerhalb eines zweizeitigen Vorgehens im
interforaminalen Bereich eingebracht. Anschließend erfolgte die
prothetische Versorgung mit einer stegverankerten Deckprothese. In
einem Zeitraum von 5 Jahren nach Eingliederung der Prothesen wurden
Zufriedenheit der Patienten dokumentiert sowie klinische und
radiologische Kontrollen durchgeführt. Die statistische Auswertung
erfolgte mittels t-Test und Mann-Whitney-Test. Bezüglich der
untersuchten klinischen und radiologischen Parameter konnten keine
Abweichungen zwischen den Gruppen beobachtet werden. Ein Implantat
ging während des Untersuchungszeitraumes verloren (Gruppe A). Die
Zufriedenheit der Patienten war in beiden Gruppen hoch, es traten
keine Sensibilitätsstörungen auf. In der Nachsorge bestand ein
größerer Bedarf an prothetischen Maßnahmen in der Gruppe A, in Gruppe
B waren vermehrt Korrekturen der Weichteilsituation nötig. Bei
zahnlosem Unterkiefer erweisen sich also implantatprothetische
Lösungen sowohl mit 2 als auch mit 4 Implantaten als erfolgreich im
Langzeitversuch, so das Resümee der Autoren."
[ Quelle + ©: Quelle: Visser, A et al.:
Mandibular overdentures supported by two or four endosseous implants.
A 5-year prospective study. Clin Oral Impl Res 2005; 16: 19-25
; FVDZ-NewsLetter ]
Basics:
Festzuschuss - Implantate auf
www.Zahnwissen.de
3.)
Kinderzähne "nachputzen" - Erst Schulkinder sind zu effektiver
Zahnpflege fähig
Kinder im Kindergartenalter sind ganz besonders stolz, wenn sie
sich schon selbstständig die Zähne putzen können. Doch Eltern sollten
sich dabei nicht in falscher Sicherheit wiegen. Denn in diesem Alter
ist die motorische Fähigkeit noch nicht so ausgeprägt, dass ein
effektives Zähneputzen möglich ist. D.h. Eltern müssen die Zähne
"nachpflegen". Eine eigenständige effektive Zahnreinigung kann erst im
zweiten oder dritten Schuljahr erfolgen.
"Nachputzen" bedeutet, dass die Eltern alle Zähne ihres Kindes abends
von allen Seiten säubern. Dabei ist es unerheblich, wirklich zeitlich
"nach" dem Kind zu putzen. Die Zähne können auch zuerst vom
Erwachsenen gesäubert werden. Bald wollen die Kinder selbst putzen,
denn Zähneputzen ist interessant und macht Spaß, vor allem natürlich
mit Kinderzahnbürste und Kinderzahnpasta. Dass die bisherigen
Aufforderungen an die Eltern zum "Nachputzen" so wenig fruchten, mag
daran liegen, dass die Erwachsenen nicht wissen, wie sie dies am
besten tun sollen. Daher sollten sich Mütter und Väter dies
gegebenenfalls in der Zahnarztpraxis zeigen lassen. Denn das richtige
Handhaben der Zahnbürste in einem "fremden" Mund ist gar nicht so
einfach. Eltern müssen dies genauso üben, wie Kinder dies mit ihren
eigenen Zähnen tun.
Zahnpflege vom Säuglingsalter an ist eine sehr wichtige Maßnahme, um
schöne, gesunde Zähne zu entwickeln und zu behalten. Bis zum zweiten
Geburtstag ist es ausreichend einmal täglich zu putzen, danach steht
die Reinigung der Zähne mindestens zweimal täglich an.
[
©:
IME/Frankfurt/M. ]
Basics:
Special Mundhygiene auf
www.zahnwissen.de
4.) Lebenslang "scharfe Zähne" - von
Bibern und Ratten lernen
Der Anatomie-Professor Wolfgang H. Arnold, Prof. Peter Gängler vom
Lehrstuhl für Konservierende Zahnheilkunde und Dipl.-Ing. Marcus
Rechberger vom Fraunhofer Institut Umsicht haben der Ratte tief ins Maul
geschaut. Die Forscher entdeckten dabei, wie man sich die lebenslang
nachschärfenden Zähne der Nager für industrielle Schneide- und
Zerkleinerungsverfahren nutzbar machen kann, wie sie in der
Kunststofftechnik verwendet werden. Überraschende Erkenntnis der Forscher
nach der Analyse von Rattenzähnen, die ständig nachwachsen: Die alte Regel
„hart schneidet gut“ stimmt nicht. Vielmehr sind Schneide- und
Zerkleinerungswerkzeuge widerstandsfähiger, wenn sie über eine bestimmte
Komposition von Materialien mit unterschiedlichen Härtegraden verfügen. Am
Rasterelektronenmikroskop offenbarte sich das Geheimnis der Rattenzähne:
Sie sind innen weicher als außen und können die beim Nagen auftretenden
hohen Scherkräfte besser ausgleichen, was zu einer geringeren Abnutzung
führt.
Anders als beim Menschen sind die Nagerzähne nicht vollständig mit Schmelz
überzogen. Nur an ihrer Vorderseite besitzen sie eine hufeisenförmige,
sehr dünne und harte Schmelzlamelle. Dahinter sitzt das weichere Zahnbein.
Dieses den Zahn mechanisch stabilisierende Dentin wird beim Nagen
bevorzugt abgerieben, wodurch stets eine messerscharfe Schmelzkante
hervorsteht.
Das Forschungsprojekt „Nagetierzähne als Vorbild für selbstschärfende,
schnitthaltige Zerkleinerungswerkzeuge“ fand im Rahmen eines vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschriebenen
Ideenwettbewerbs „Bionik – Innovationen aus der Natur“ statt.
[ Quelle: Die
Zahnarztwoche
]
Basics:
Zahn auf
www.zahnwissen.de
5.)
Zahnbürste spielt Musik direkt ins Ohr
Der Spielwarenhersteller
Hasbro will eine Zahnbürste auf den Markt bringen, die Musik nur
für den Benutzer hörbar über die Zähne erklingen lässt. Hasbro verleiht
dem Witz vom Radioempfang über Zahnplomben eine neue Pointe. Im Herbst
will der Spielwarenhersteller mit Tooth Tunes eine Zahnbürste auf den
Markt bringen, die Musik nur für den Benutzer hörbar abspielt. Dabei
wird der Ton über die Borsten zu den Zähnen und über die Kieferknochen
direkt zum Innenohr geleitet. Laut Hersteller soll die Klangqualität
der aus richtigen Lautsprechern um nichts nachstehen. Die Musik wird
auf einem Chip gespeichert und begleitet bei Knopfdruck das Zähneputzen
zwei Minuten lang. Als erste Zahnputzmelodie soll voraussichtlich "Do
You Believe in Magic?" von Hilary Duff die Zähne zum Klingen bringen.
Die musikalische Zahnbürste soll im September auf den US-Markt kommen
und rund zehn Dollar kosten.
[ Quelle: zahn-online.de,
FVDZ
]
Basics: Special
Mundhygiene auf
www.Zahnwissen.de
6.)
Wie gesund sind die Zähne
der Deutschen?
Im Auftrag der Kassenzahnärztlichen
Bundesvereinigung (KZBV) und
der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) startete in diesen Tagen eine
bundesweite Großstudie zum Stand der Zahngesundheit in der
Bevölkerung. Die "Vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS IV)"
nimmt bei einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung die
Verbreitung von Zahnkaries und Erkrankungen des gesamten
Zahnhalteapparates (Parodontopathien), die Mundhygiene und
Ernährungsgewohnheiten, die Inanspruchnahme zahnärztlicher
Dienstleistungen und die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität nach
international vergleichbaren Maßstäben unter die Lupe. Ziel ist es,
die Daten über die Mundgesundheit und zum zahnärztlichen
Versorgungsgrad in Deutschland auf einen aktuellen Stand zu bringen.
Dafür sind drei mobile zahnärztliche Untersuchungsteams in den
kommenden sechs Monaten an 90 Orten in ganz Deutschland im Einsatz,
um rund 4 000 Menschen zu befragen und zu untersuchen. Das von KZBV
und BZÄK getragene Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in Köln ist
für die Gesamtstudie verantwortlich. Wissenschaftliche Unterstützung
erhält die Studie darüber hinaus durch die Universitätszahnkliniken
in Dresden, Köln und Hamburg.
Untersucht werden die Altersgruppen der 12-Jährigen, der
15-Jährigen, der 35- bis 44-Jährigen und der 65- bis 74-Jährigen. Die
Personen, die schriftlich zu den Untersuchungen eingeladen wurden,
werden von den zahnärztlichen Teams nicht behandelt, die>
zahnärztlichen Befunde werden lediglich in anonymisierter Form
aufgezeichnet. Die bundesweite Untersuchung ergänzt drei Großstudien
aus den Jahren 1989, 1992 und 1997, bei denen erstmals genaue Daten
über die Mundgesundheit der Deutschen ermittelt wurden. Ziel der
beteiligten Wissenschaftler ist es, durch die aktuelle Untersuchung
Veränderungen erkennen und auswerten zu können, der Öffentlichkeit
und den Zahnärzten selbst fundierte medizinische Orientierungsdaten
an die Hand zu geben, um das System der zahnärztlichen Versorgung in
Deutschland den wechselnden Herausforderungen anzupassen.
[ Quelle: PM des
IDZ ]
Basics: Mundgesundheit auf
www.Zahnwissen.de
7.)
Elektrische Zahnbürsten:
Worauf sollte man achten?
Elektrische Zahnbürsten sind IN und
bei richtiger Anwendung und Putzdauer durchaus den Handzahnbürsten
überlegen. Allerdings fällt es nicht leicht, sich auf dem Markt
zurechtzufinden, da das Angebot und die Fachbegriffe groß sind. Im
Zahnwissen-Lexikon und unter dem
Special "Mundhygiene" haben wir Ihnen die wichtigsten Merkmale und
Entscheidungshilfen zusammengestellt. Im Magazin "ZP, Zahnarzt& Praxis"
gibt ein großer Kenner der Materie, Dr. Stefan Zimmer, unter anderem
folgende Empfehlungen:
- Hat die Zahnbürste
einen Timer? Hier gilt: Je länger desto besser
- Wie hoch ist die
Frequenz der Bürste? Obwohl nicht durch Studien belegt, ist davon
auszugehen, dass eine höhere Oszillationsfrequenz eine bessere
Plaqueentfernung erlaubt
- Wie groß ist die
Amplitude der Bürste? Eine Amplitude von 3-4 mm scheint für eine gute
Reinigungsleistung erforderlich
- Was kosten
Ersatzbürsten und wie lange halten sie? Häufig wird nicht an die
Folgekosten gedacht
- Wo bekomme ich
Ersatzköpfe? Bisweilen müssen Ersatzköpfe in der Apotheke bestellt
werden
- Handelt es sich um
ein Akku- oder Batterie-Gerät? Letztere sind meist preiswerter, aber
auch deutlich leistungsschwächer
- Ist der Akku
austauschbar oder muss ein neuer Handgriff oder gar ein komplett neues
Gerät mit Ladestation gekauft werden, wenn der Akku "schlapp" macht?
Basics: elektrische
Zahnbürste
,
Special "Mundhygiene" auf
www.Zahnwissen.de
8.)
Schlankheitsmittelvergleich 2005: Nur wenige Produkte sind sinnvoll!
(ots) - In diesem Jahr geben die Bundesbürger rund 200 Millionen Euro
für
meist wirkungslose Schlankheitsmittel aus, erklärt Sven-D.
Müller-Nothmann, Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, bei
der Bekanntgabe des Schlankheitsmittelvergleichs 2005 in Aachen. Zum
vierten Mal haben die Ernährungswissenschaftler der Gesellschaft
einen Vergleich der gängigen Schlankheitsmittel durchgeführt.
Sinnvoll und wirksam sind insbesondere die
verschreibungspflichtigen Arzneimittel Reductil und Xenical, wenn sie
Adipöse im Rahmen eines ganzheitlichen Gewichtsmanagement-Programms
bei Beachtung des Nebenwirkungspotentials einnehmen, sowie das
freiverkäufliche Sättigungsprodukt CM3 Alginat. Ebenfalls sinnvoll
und wirksam ist das proteinmodifizierte Fasten mit so genannten
Formuladiäten, sofern es zu einer Ernährungsumstellung führt, so
Müller-Nothmann weiter.
Erschreckend ist, dass praktisch alle anderen Schlankheitsmittel
die Anforderungen an eine evidenzbasierte Therapie kaum erfüllen.
Grundlage der Bewertung sind publizierte Studien. Die häufig zur
Gewichtsreduktion eingesetzten Abführ- oder Entwässerungsmittel sind
nicht nur wirkungslos, sondern können auch eine Gesundheitsgefahr
darstellen.
Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, die
2005 zum Jahr des gesunden Abnehmens ausgerufen hat, empfiehlt den
Übergewichtigen in Deutschland eine Ernährungsumstellung, mehr
Bewegung und eine Verhaltensumstellung, um das Problem dauerhaft in
den Griff zu bekommen. Eine Möglichkeit der gesunden
Gewichtsreduktion sind auch das Internetprogramm
www.slimcoach.de
oder strukturierte Konzepte beim Arzt oder in der Apotheke.
Schlankheitsmittel sollten Übergewichtige grundsätzlich in der
Apotheke beziehen. Wer sich von Schlankheitsmitteln erhofft, allein
durch sie abzunehmen, bleibt erfolglos, denn Schlankheitsmittel, die
den Bauch wegzaubern, gibt es nicht, betont Müller-Nothmann
abschließend.
[ ©: Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik
e.V., Tel. 0241-9610320 ,
presse@ernaehrungsmed.de ]
9.)
Konsumverzicht wegen
Gesundheitsreform - im Schnitt kostet die Reform jeden Patienten 150
Euro
Konsumverzicht wegen Gesundheitsreform - Im Schnitt kostet die Reform
jeden Patienten 150 Euro
Sparen an der Gesundheit fällt vielen Versicherten offenbar schwer: Vor
einem Jahr, kurz nach Inkrafttreten der Reform hatten 52 Prozent der
Versicherten höhere eigene Ausgaben für Gesundheit erwartet. In der
zweiten Befragungswelle ein Jahr nach der Reform gaben nur 35 Prozent
an, tatsächlich höhere Ausgaben zu haben. Zusätzliches Geld müssen dabei
vor allem akut Kranke (35 Prozent) und chronisch Kranke (31 Prozent)
aufwenden. 76 Prozent sagen, sie hätten Hausmittel statt Medikamente
genommen; 57 nehmen weniger Medikamente, und ebenfalls 57 Prozent sagen,
sie gingen seltener zum Arzt. Das sind die Ergebnisse einer
Repräsentativumfrage von TNS Healthcare im Auftrag des
Arzneimittelherstellers ratiopharm. Zwei Drittel derjenigen, die durch höhere Krankheitsausgaben
belastet werden, mussten an anderer Stelle auf Konsum verzichten: zu
zwei Dritteln auf Kosten von Freizeitvergnügen, zu 37 Prozent auf
Urlaubsreisen. Frauen sparen dabei konsequenter als Männer, weil ihre
Einkommen niedriger sind. Auch in den neuen Bundesländern müssen Bürger
aufgrund der Reform ihren Konsum stärker einschränken.
Als eine Sparoption sehen 67 Prozent den Wechsel auf günstigere
Arzneimittel. Tatsächlich gewechselt haben aber nur 30 Prozent der
Befragten. Als eine der Ursachen dafür, dass eine Chance zum Wechsel auf
ein preiswerteres Arzneimittel nicht realisiert wird, nennt der
Heidelberger Pharmakologe Professor Ulrich Schwabe die Mindestzuzahlung
von fünf Euro je Packung. Dies sei kein günstiger Anreiz.
[
Quelle: Ärztezeitung/FVDZ ]
10.)
Immer mehr Deutsche leben ohne Krankenversicherung
Hunderttausende deutsche Bürger sind nicht krankenversichert. Die
SPD-Politikerin Lilo Bluck, Vertreterin in der Kommission zur
Neugestaltung des Versicherungsvertragsgesetzes, schätzt die Zahl der
Unversicherten hier zu Lande auf mindestens 250.000. Das berichtet das
"Handelsblatt" am 1.3.05.
Wer erst einmal aus dem gesetzlichen oder privaten System rausgefallen
ist, für den gibt es oft keine Rückkehr. In die gesetzliche Kasse kann
man nur zurück, wenn man einen neuen Job hat und
versicherungspflichtig ist. "Vor allem kleinere Selbstständige wie
Kioskpächter oder Handwerker trifft es", sagte Sabine Strüder,
Referentin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, gegenüber dem
"Handelsblatt. Dabei sei es egal, ob die Selbstständigen freiwillig in
der gesetzlichen Krankenversicherung oder privat versichert sind.
Solange sie noch kein Fall für das Sozialamt sind, stehen sie ohne
Krankenversicherungsschutz da. Das zahlt für mehr als 1,1 Millionen
Menschen Arzt, Krankenhaus und Medikamente.
Die gesetzlichen Kassen müssen laut Strüder Kunden abweisen, die die
gesetzlichen Voraussetzungen nicht erfüllen. Alte und Kranke hätten
kaum eine Chance, am Gesetz vorbei in eine Kasse zu schlüpfen. Und
auch die privaten Krankenversicherer haben an solchen Kunden kein
Interesse. Nach einer Gesundheitsprüfung verlangen sie oft hohe
Risikozuschläge.
Es gibt dem Bericht zufolge viele Gründe, warum Bürger aus der
Krankenversicherung fallen können: Wer etwa auf Grund zu hohen
Restvermögens kein Arbeitslosengeld II bekommt, ist seit Hartz IV
unversichert. Wer bei einem Aufnahmeantrag in die Privatversicherung
Krankheiten verschweigt oder falsch angibt, ist schnell unversichert.
Sind Verbraucher ihrer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung
zwei Monatsbeiträge schuldig, geht es auch sehr schnell.
[ Quellen:
facharzt.de,
Handelsblatt ]
11.)
Erst schrumpften die Schneidezähne, dann der Kiefer
WASHINGTON (ddp). Die schiefen
Zähne und zu kleinen Kiefer vieler Kinder könnten ein Resultat der
Gewohnheit sein, Lebensmittel zu kochen: Nach Ansicht des
US-Anthropologen Peter Lucas begannen Kiefer und Vorderzähne zu
schrumpfen, als die ersten Menschen anfingen, ihre Nahrung mit
Werkzeugen in kleine Stücke zu schneiden und über dem Feuer
zuzubereiten.
Durch die neue Gewohnheit habe sich sowohl die Größe als auch die
Härte der einzelnen Bissen reduziert, wodurch ausgeprägte
Schneidezähne und große Kiefer überflüssig geworden seien. Über den
Vortrag des Forschers auf dem Jahrestreffen der amerikanischen
Wissenschaftsgesellschaft AAAS berichtet der Online-Dienst des "New
Scientist".
Bei sehr vielen Menschen wachsen die Zähne nicht geordnet
nebeneinander im Kiefer, sondern schieben sich voreinander oder stehen
schief in der Reihe. In manchen Fällen sind die Kiefer so klein, daß
sogar einige Zähne wie etwa die Weisheitszähne vollständig fehlen.
Eine solche Unordnung im Mund kommt bei Menschenaffen nur sehr selten
vor, berichtete Lucas. Er erklärt die uneffektive Anordnung damit,
dass die Aufgabenverteilung im Kiefer während der menschlichen
Entwicklung aus dem Gleichgewicht geraten sei. So sind die
Schneidezähne hauptsächlich dazu da, Lebensmittel in mundgerechte
Stücke zu zerlegen, während die Backenzähne die Nahrung zermahlen
sollen.
Als jedoch die Menschen ihr Essen zuzubereiten begannen, war die
Größenveränderung der Bissen ausgeprägter als die Veränderung der
Konsistenz. Die Konsequenz: Die Schneidezähne schrumpften und als
Folge davon auch die Kiefer - und zwar so stark, dass sie nicht mehr
genug Platz für alle Backenzähne boten, die zum Zerkleinern der
Nahrung nötig sind.
[©:
Ärztezeitung
]
Basics:
Gebissreduktion auf
www.zahnwissen.de
12.)
Kein Kaffee bei
Antibiotika-Einnahme - Herzflattern und Schwindel könnte die Folge
sein
(ots) - Wer ein Antibiotikum einnehmen muss,
soll in dieser Zeit koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder Cola
meiden, und
keinesfalls das Medikament damit herunter spülen, rät das
Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Manche Antibiotika verstärken
die Koffeinwirkung so sehr, dass es zu Herzflattern, Kopfschmerzen und
Schwindel kommen kann. Zum Herunterspülen eignet sich am besten
Leitungs- oder Tafelwasser, nicht aber kalziumreiches Mineralwasser.
Kalzium, auch reichlich in Milch vorhanden, bindet einige Antibiotika
und macht sie unwirksam. Auch Säfte sind manchmal
problematisch. So kann Grapefruitsaft im Zusammenspiel mit Antibiotika
starken Durchfall verursachen.
[©: Apotheken
Umschau ]
Basics:
Pharmaka auf
www.zahnwissen.de
13.)
Techniker Krankenkasse bezweifelt Gesundheitsreform: "Wirkung deutlich
überschätzt"
"Die Techniker Krankenkasse (TK) warnt vor weiteren
Leistungskürzungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Das
Ausgliedern bisheriger Kassenleistungen könne dazu führen, dass sich
vor allem gut verdienende freiwillig Versicherte noch stärker den
privaten Krankenversicherungen zuwenden, sagte der Leiter der
Thüringer TK-Landesvertretung, Guido Dressel, der Nachrichtenagentur
ddp in Erfurt.
Es sei bedenklich, wenn die Diskussion um Reformen des
Gesundheitssystems lediglich unter dem Blickwinkel der Lohnnebenkosten
geführt werde. Drastische Einschnitte würden die Wirtschaft kaum
spürbar entlasten, stellten jedoch die sozialen Sicherungssysteme in
ihrer bisherigen Form in Frage.
Nach Berechnungen der TK wird die Wirkung der umstrittenen
Gesundheitsreform deutlich überschätzt. «Wenn die Gesundheitsreform in
einigen Jahren voll greift, wird dies die Arbeitgeber nur in sehr
geringem Maße entlasten», sagte Dressel. Eine von der TK beim Institut
für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) in Auftrag gegebene Studie
habe ergeben, dass sich etwa die Produktionskosten eines 20 000 Euro
teuren Autos lediglich um knapp 29 Euro reduzieren. Selbst eine
alleinige Finanzierung der Krankenversicherung durch die Arbeitnehmer
würde diese Produktionskosten nur um wenige 100 Euro senken.
Laut Dressel fordert die TK Politik und Wirtschaft im Streit um
Kassenbeiträge und Lohnnebenkosten zu mehr Sachlichkeit auf. «Es nützt
der Wirtschaft nicht wirklich, wenn die gesetzlichen Kassenleistungen
weiter eingeschränkt werden, nur um die Beitragssätze um wenige
Prozentpunkte zu senken», warnte er."
[ ©:
facharzt.de vom 28.3.
]
14.)
Zum Schluss: Baby-Größe sagt das Einkommen voraus
Die Größe eines Jungen im Alter von einem Jahr ist ein guter Indikator
für das Einkommen, das er 50 Jahre später verdienen wird. Männer
mittleren Alters, die mit einem Jahr 80 Zentimeter oder größer waren,
verdienen 50 Prozent mehr Geld, als Männer, die als Einjährige nur 72
Zentimeter oder weniger maßen. Das haben britische und finnische
Wissenschaftler festgestellt in einer Studie mit 4630 Finnen, die
zwischen 1934 und 1944 geboren waren (Archives of Disease in Childhood
90, 2005, 272).
44 Prozent der kleineren Babys wurden als Erwachsene Arbeiter oder
Handwerker, verglichen mit nur einem von fünf größeren. Nur wenige
Männer, die als Einjährige klein waren, hatten die Universität besucht.
Gründe dafür könnten sein, dass langsames körperliches Wachstum auch mit
langsamem Wachstum des Gehirns einhergeht oder dass die kleineren Babys
schlecht versorgt waren und sich das auch mental ausgewirkt habe, meinen
die Forscher. (ug)
[ ©:
Ärztezeitung
]
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