Zahnärztliche NewsLetter Nr. 05/2002/ 1. Mai 2002

Herzlich willkommen bei der Mai-Ausgabe und den besten Wünschen auf einen warmen Vorsommermonat - und bei den vielen Brückentagen: Gute Erholung.


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Inhalt:
  1.)   Hand- und Elektrozahnbürsten auf dem Prüfstand

  2
.)   Brauchen wir eine neue S (Ess) - Klasse?
  3.)   Sommerzeit - wie sieht die Qualität der Durstlöscher aus?
         
a) Trinkwasser nicht immer so sauber, wie es sein sollte!
          b) Mineralwässer: Mängel beim Geruch und Geschmack
          c) Fluoridhaltige Heilwässer: Für gesunde und widerstandsfähige Zähne
  4.)   Forscher raten Schwangeren, viel Fisch zu essen
  5.)  
Nie wieder Karies - dank Gentech-Mundwasser?
  6.)   Seniorenkost - für die Zähne ungesund!
  7.)  
Zahnarztbesuch während der Arbeitszeit?
  8.)   Lesenswert: Das Einmaleins der Skepsis      

  9.)   Gesundheitspolitik - was kommt nach der Wahl?
10.) 
 Der TÜV für Lebensmittel im Internet
11.)   Dicke Kinder von überfütterten Müttern
12.)   Schweden entdecken neues Gift in verpackten Lebensmitteln
13.)   Zum Schluss: Der "Kult-Schnuller"

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1.)   Hand- und Elektrozahnbürsten auf dem Prüfstand







 

Sind Sie denn wirklich um so vieles besser - die Elektrischen? Lohnt sich überhaupt die Mehrausgabe?
Fest steht von den wissenschaftlichen Beurteilungen und den Verkaufszahlen her: Die Elektrischen sind stark im kommen und längst schon keine Spielerei mehr. Das Magazin "DENTALZEITUNG ZWEI 02"  brachte in seiner jüngsten Ausgabe einen ausführlichen Vergleich; verglichen wurde bei den Elektrischen Modelle des Marktführers Oral-B mit konventionellen Handbürsten. Nachfolgend Auszüge davon:


Der Nutzen der Zahnbürste für die Mundgesundheit ist unbestritten. Mit der Einführung der endgerundeten Nylon-Borsten vor rund fünfzig Jahren ist auch das Risiko von Gewebeschädigungen deutlich gesunken. Dennoch muss jedes neue Modell auf seine Sicherheit getestet werden.
Laborstudien haben gegenüber klinischen Untersuchungen den Vorzug, dass Parameter wie Andruck, Anzahl der Bürstenstriche etc. genau festgelegt werden können. Die Zahnhartsubstanz lässt sich durch chemisch hergestellte Standard-Materialien simulieren. Auf Grund der Laborergebnisse aus den letzten vierzig Jahren kam Dr. P. A. Heasman (Univ. Newcastle-upon-Tyne) anlässlich eines IADR-Symposions zu dem Schluss, dass elektrische und manuelle Zahnbürsten einen ähnlichen Grad von Abrieb verursachen.

Aussagekräftiger als Laborstudien sind klinische Studien. In zwei Langzeituntersuchungen mit 69 beziehungsweise 77 Teilnehmern zeigte sich, dass die Braun Oral-B PlakControl Beläge effektiver als Handzahnbürsten entfernt, aber genauso schonend reinigt. Auch das Nachfolgermodell schnitt bei einer besonders sensiblen Personengruppe, Patienten mit implantatgetragenen Prothesen, in einer Zwölfmonats-Studie gut ab: Weder am Weichgewebe noch an den Implantaten der 80 Probanden verursachte die Braun Oral-B PlakControl Ultra erkennbare Schädigungen. In drei- und sechsmonatigen Untersuchungen an 105 beziehungsweise 48 Probanden erwies sich auch die Braun Oral-B Plak Control 3D als ebenso schonend wie eine Handzahnbürste.
Vergleiche verschiedener Elektrozahnbürsten untereinander bestätigten diese Ergebnisse . Die jüngere dieser beiden Studien schloss eine aufwändige histologische Untersuchung der Gingiva mit ein. Bei den 71 Testpersonen wurden teilweise Erosionen oder Abschilferungen festgestellt, deren Ausmaß jedoch über den vierwöchigen Untersuchungszeitraum abnahm. Die Autoren folgern daraus, dass die gefundene geringe Schädigung ein vorübergehendes Phänomen bei Neubenutzung einer Elektrozahnbürste ist. Offenbar findet in der Folgezeit eine Anpassung an die neue Reinigungsmethode statt. Zwischen der "Ultra", der ,,3D" und einem weiteren Modell wurden keine Unterschiede bezüglich der Gewebeschonung festgestellt.
Aktuelle Studien an der Universität Bern, in denen das Modell Braun Oral-B 3D Excel mit der "Ultra" und einer Handzahnbürste verglichen wird, weisen ebenfalls in diese Richtung . In drei Gruppen erprobten die 24 in die Auswertung mit einbezogenen Probanden, sämtlich Zahnmedizinstudenten, jeweils zwei Wochen lang jedes der drei Testmodelle ("Cross-over-Studie"). Obwohl das Ausmaß der Gingiva-Abrasion insgesamt nur wenig differierte, verursachte das neue Modell "Excel" tendenziell weniger Abrieb. Zwischen der "Ultra" und der Handzahnbürste ließen sich keine Unterschiede feststellen. Hierbei ist anzumerken, dass die Zahnmedizinstudenten in der Bass-Technik geschult waren und die Handzahnbürste geschickter angewendet haben dürften als ein "normaler Anwender". Nach den Ergebnissen dieser Studien reinigen moderne Elektrozahnbürsten genauso schonend wie Handzahnbürsten, die PlakControl-Modelle weisen zusätzlich eine höhere Effektivität bei der Plaque- Entfernung auf.

Schädigungen an Zahn und Zahnfleisch können viele Ursachen haben. Typische Anzeichen: meist bukkale, keilförmige Defekte, hervorgerufen durch Säureätzung (Erosionen), mechanische Einwirkung (Abrasion) und gingivale Rezession. Die verschiedenen Arten der Gewebetraumatisierung können sich gegenseitig bedingen oder verstärken. Die Schäden können zum Teil auf fehlerhafte Zahnpflege zurückgeführt werden, zu den Risikofaktoren zählen aber ebenso ungünstige okklusale Verhältnisse, prominente Zahnstellungen besonders bei den Eckzähnen - und nächtliches Zähneknirschen. Auch Rauchen und säurehaltige, d. h. die Remineralisierung der Zahnhartsubstanz hemmende Nahrung fördern das Entstehen von Abrasionen.
Putzbedingte Abrasion lässt sich meist auf zu harte, steife Borsten, auf zu häufige oder zu kraftaufwändige Zahnreinigung zurückführen. Elektrozahnbürsten-Benutzer üben, wie sich aus einer weiteren Studie ergab, weniger Druck aus als Handzahnbürsten-Benutzer. Die Braun Oral-B Plak Control Excel verhindert einen zu hohen Druck, indem eine automatische Andruckkontrolle gegebenenfalls die hochfrequenten Vor- und Rückbewegungen des Bürstenkopfes stoppt. Die Bürstenköpfe der "Excel" sind mit neuartigen FlexiSoft- Borsten bestückt. Sie setzen sich aus zwei Filamenten zusammen, die sich bei Wasseraufnahme unterschiedlich stark zusammenziehen und sich daher biegen. Wechselt der Patient alle drei Monate die Aufsteckbürste und verwendet er eine nicht-abrasive Zahnpasta, so hat er die theoretisch möglichen Schädigungen durch das Zähneputzen bereits weitgehend ausgeschaltet.
 
 
[ Quelle: DENTALZEITUNG ZWEI 02 ]
Basics: http://www.gesundezaehne24.de/lexikon=2687  

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2.)  Brauchen wir eine neue S (Ess) - Klasse?

"Richtig ausreichendes Kauen und richtig gesunde Ernährung sind wichtig für den Gesamtorganismus des Menschen." Anlässlich des diesjährigen Weltgesundheitstages mit dem Motto "Gesund leben - in Bewegung bleiben" wies die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein auf die Wichtigkeit der uneingeschränkten Mund- und Kieferbewegungen hin. Angesichts der vielen organischen Beschwerden, die durch eine mangelnde Verdauung entstehen, erklärte der Vizepräsident der Kammer, Hans-Peter Küchenmeister, dass Zahngesundheitsvorsorge nicht mit Zähneputzen allein getan sei. Rechtzeitige Behandlung von Löchern und Lücken ermöglichen erst richtiges Kauen. Mit jedem Bissen und einem vollständigen Gebiss könne man Fitness-Training im Sinne des diesjährigen Weltgesundheitstages betreiben, sagte Küchenmeister.

"Kräftiges Kauen," so Zahnarzt Küchenmeister, "tut nicht nur Zähnen und Zahnfleisch gut, sondern wirkt sich ebenso positiv auf andere Organe im menschlichen Organismus aus. Es regt die Speicheldrüsen an, mehr und gehaltvolleres Sekret zu produzieren. So umspült der mineralstoffhaltige Speichel die Zähne und "repariert" kleinere Schäden. Kräftiges Kauen entlastet auch den Magen- und Darmtrakt. Je besser die Nahrung im Mund zerkaut, zermalmt und eingespeichelt wird, desto besser kann sie der Verdauungstrakt weiter verarbeiten. Da man nur mit einem vollständigen und gesunden Gebiss richtig kauen kann, sollte man sich so schnell wie möglich in zahnärztliche Behandlung begeben, wenn Schäden an Zähnen oder Zahnfleisch auftreten. Denn dadurch tut man nicht nur etwas für seine Mundgesundheit, sondern für die Gesunderhaltung des ganzen Körpers."

Des Boxers Mike Tysons Beißkraft macht der von Alligatoren Konkurrenz: Mit einer Kraft, die einem Gewicht von 60 Kilogramm entspricht, hat "Iron Mike" seinem Box-Kontrahenten Evander Holyfield bei den Schwergewichts-Weltmeisterschaften das Ohr verstümmelt. Ein Biber fällt den Baum mit den scharfen Schneidezähnen, die mit 120 kp Kraft den mehrfachen Kaudruck der menschlichen Frontzähne ausüben können, Durchschnittsmenschen erzeugen mit den Schneidezähnen einen Kaudruck, der einem Gewicht von 20 Kilogramm entspricht.

Die Bewegung des Kiefers beruht auf dem Zusammenspiel von Knochen, Gelenken, Muskeln und Nervensystem. Die Muskeln bewegen auf "Befehl des Nervensystems" den durch das Kiefergelenk beweglichen Unterkiefer. Das Hebelgesetz aus der Physik lässt sich auf die Kraftentfaltung anwenden. Im Normalfall entwickeln die Muskeln eine Kraft von bis zu 120 kp. Diese Kräfte wirken pro Tag aber nur wenige Minuten auf die Zähne.
Sind nur noch wenige eigene Zähne im Kiefer vorhanden, könnte der entstehende Kaudruck diese Zähne überbelasten und sie würden locker. Ebenso fehlt bei einem lückenhaften Gebiss die durchgehende Kaufläche, mit der die Speise zermahlen werden kann. Zahnersatz wird notwendig. Implantate ersetzen die natürliche Zahnwurzel. Sie nehmen den Kaudruck auf und leiten ihn schonend weiter in den Kiefer.

Eine Goldene Regel:
Essen Sie ganz langsam in kleinen Bissen und kauen Sie mindestens 30-Mal.

Essen und Speisen, Vorlieben und Abneigungen der Menschen entstehen in Kulturkreisen von Lebensgemeinschaften," führte die Flensburger Ernährungswissenschaftlerin Prof. Dr. Ines Heindl aus. "Was und vor allem wie gegessen und getrunken wird, ist ein Ausdruck des einzelnen Menschen." Auch ohne das Gespräch beim Essen wird die Nahrung selbst zum Kommunikationsmittel. Küchen sind einerseits Orte des Kochens und Essens, gleichzeitig vermitteln sie regionale und länderspezifische Esskulturen und -gewohnheiten sowie weltweit typische Entwicklungen (z.B. Fast Food), die in einer Generation entstehen und wieder verschwinden oder aber über Generationen erhalten bleiben.

'Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr,' sagt ein altes Sprichwort. Dies gilt besonders für die Essgewohnheiten des Menschen. Es ist einfacher, im Alter eine neue Fremdsprache zu lernen, als lebenslang erworbenes Essverhalten zu ändern.

               Ernährungswissen in Schulen auf dem Prüfstand

Im Zeitraum von 1998 bis 2000 wurde bundesweit erstmals das Thema Ernährungserziehung in deutschen Schulen untersucht. Lehrpläne, Schulbücher, die Situation von Lehre und Unterricht sowie Angebote und Nutzung von Fortbildung standen im Mittelpunkt einer Studie der Universität Paderborn. Die Ergebnisse sind niederschmetternd:

* überfrachtete Lehrpläne, deren Themen, selbst wenn sie gut sind, nicht umgesetzt werden,
* überholte und falsche Aussagen in Schulbüchern,
* schlechte Unterrichtsversorgung,
* fachfremder Unterricht und
* fehlende Fachräume in dem einzigen Fach, das noch mit Nahrung umgeht, der Haushaltslehre.

Angesichts der Überforderung der Familien, Wissen und Können im Umgang mit Nahrung und Ernährung zu vermitteln, ist es besonders fatal, dass ca. 50 % der Schüler(innen)jahrgänge ab dem 10. Lebensjahr in den Schulen nicht mehr mit der Praxis von Essen und Ernährung in Berührung kommen.
Diese Tatsachen, so die Ernährungswissenschaftlerin, öffnen Einflüssen außerhalb von Familien und Schulen Tür und Tor: Neue Produkte erobern die Märkte - New-age-Produkte, Functional Food, Nahrungsergänzungsmittel, Convenience, Fast Food, "Frühstückchen", ganze Paletten von Frühstücks- und Pausensnacks firmieren unter dem Label "leistungssteigernd und gesund". Kinder und Jugendliche sind offen für Anregungen, denn sie suchen über ihren Appetit und Geschmack persönliche und gemeinschaftliche Identitäten, und mehr denn je nach einem Image auch in der Nahrung. Industrie und Werbung helfen bei der Verwirklichung dieser Wünsche.

                       Neue Ess-Klasse für die Schulen notwendig

Forderungen nach einem Schulfach Ernährungs- und Verbraucherbildung werden laut, denn nicht zuletzt hängen Lern- und Leistungsfähigkeit des Menschen wesentlich vom seinem Ernährungszustand ab, auch wenn aufgeregte Diskussionen nach PISA dies vergessen lassen, folgert Ines Heindl.

[ Quelle: Zahnärztekammer Schleswig-Holstein;  http://www.zahnaerztekammer-sh.de ]

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3.) Sommerzeit - wie sieht die Qualität der Durstlöscher aus?

Das "große Schwitzen" ist zwar noch nicht angesagt, aber in den kommenden Monaten wird der Umsatz von Mineralwässern wieder sprunghaft steigen und der "kostenlose" Durstlöscher - das Wasser aus dem Leitungshahn - vermehrt zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes eingesetzt.
In den nächsten drei Beiträgen wird auf die Qualität der Durstlöscher eingegangen und aufgezeigt, dass man mit dem richtigen Mineralwasser auch noch seine Zähne schützen kann:

a) Trinkwasser nicht immer so sauber, wie es sein sollte!

Das deutsche Trinkwasser ist sauber - so lautet die landläufige Meinung. Richtig ist: Das Trinkwasser ist in der Tat das am besten kontrollierte Lebensmittel. Aber das gilt nur solange, bis das Wasser aus den öffentlichen Rohren in die privaten Häuser gelangt.
Und hier beginnen die Probleme. In Altbauten finden sich noch immer Rohre aus Blei. Das giftige Schwermetall kann den Organismus der Bewohner belasten und über einen langen Zeitraum zu einer schleichenden Vergiftung führen. Haarausfall, Schlaf- und Verdauungsstörungen sind nur einige der möglichen Symptome.
Doch auch Neubauten sind keine Garanten für unbelastetes Wasser. Hier wird aus Kostengründen gerne Kupfer als Material für die Rohrleitungen verwendet. Gerade in ganz neuen Gebäuden kann sich dieses Kupfer aus den Rohren im Wasser lösen. Die Folgen können vor allem für Kinder dramatisch sein. Im Unterschied zu Erwachsenen sind sie nämlich noch nicht in der Lage, das Kupfer auszuscheiden. Stattdessen sammelt sich das Schwermetall in der Leber und kann dort bei entsprechender Dosis zu Schädigungen führen.
Elisabeth Meierhofer, Vorsitzende der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Umwelt-Apotheker, rät deshalb: "Wer kleine Kinder oder ein Baby hat, sollte sich genau überlegen, ob er das Leitungswasser etwa zur Zubereitung der Babynahrung verwenden will". Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kann sich von einem der bundesweit über 150 Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft ausführlich beraten lassen oder eine Wasser-Analyse in Auftrag geben. Die Adressen der Umwelt-Apotheker erfährt man im Internet unter http://www.umwelt-apotheker.de/ .
Dieser einfache Test gibt dann nicht nur Aufschluss darüber, ob das Wasser mit giftigen Schwermetallen belastet ist. Da insgesamt mehr als 20 einzelne Stoffe untersucht werden, hat man danach einen guten Überblick darüber, was im Leitungswasser genau enthalten ist. Das ist zum Beispiel wichtig, wenn man Babynahrung aus dem Wasser bereiten will oder vorgeschädigte Personen wie alte oder kranke Menschen im Haushalt leben.

Aufgrund mangelnder Hygiene und schlechter Trinkwasserqualität müssen täglich weltweit etwa 6000 Kinder sterben. Dies geht aus einer Erklärung der britischen Hilfsorganisationen WaterAid und Tearfund hervor. In den vergangenen zehn Jahren haben Durchfallerkrankungen mehr Kindern das Leben gekostet als Menschen bei bewaffneten Konflikten seit dem Zweiten Weltkrieg gestorben sind. Allein 1998 sind in Afrika 308 000 Menschen bei bewaffneten Konflikten ums Leben gekommen, während Durchfallerkrankungen im gleichen Jahr sechs Mal so viele Opfer forderten. Besonders schlimm seien die Folgerkrankungen schlechten Wassers und mangelnder Hygiene, wie Cholera, Typhus, Ruhr, Trachom und Bilharziose. Mit einer Verschärfung der Lage sei zu rechnen.

[ Quellen: umwelt-apotheker.de/ ; wissenschaft-online ]

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b) Mineralwässer: Mängel beim Geruch und Geschmack

Fast die Hälfte der von der Stiftung Warentest geprüften Mineralwässer ist in Geruch oder Geschmack nicht in Ordnung. "Schmeckt nach Kunststoff" und "riecht und schmeckt nach Acetaldehyd" waren die häufigsten Beanstandungen der Experten. Im Test waren 29 Mineralwässer, die als "geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" deklariert waren, und zwei Babywässer.
Die Geschmacksbeeinträchtigung durch Acetaldehyd wurde durch die chemische Analyse bestätigt. Acht Mineralwässer enthielten Acetaldehyd in Konzentrationen von 5,3 bis 29,7 Milligramm (mg) pro Liter. Der Stoff, der aus PET-Flaschen auf das Wasser übergehen kann, ist in diesen Mengen gesundheitlich nicht bedenklich. Dennoch hat er als Fremdstoff in Mineralwässern, zumal, wenn sie für Säuglingsnahrung verwendet werden, nichts zu suchen.
Eine Beeinträchtigung der Wasserqualität durch die PET-Flasche ist jedoch, wie die Stiftung ermittelte, nicht zwingend. Zwei Mineralwässer in PET-Flaschen waren sowohl geschmacklich als auch chemisch einwandfrei. Auch bei einigen Glasflaschen ermittelten die Sensoriker geschmackliche Beeinträchtigungen. Auf die auf dem Etikett angegebenen Mineralstoffgehalte kann sich der Kunde nicht immer verlassen. Bei jedem dritten Wasser gab es Abweichungen von mehr als 20 Prozent.

[ Quelle: DZW wirtschaft 1/02 ]

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c) Fluoridhaltige Heilwässer: Für gesunde und widerstandsfähige Zähne

Dass Fluorid eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Karies spielt, ist heute weitgehend bekannt. Die meisten Zahncremes, -gels und auch Mundspülungen enthalten das Spurenelement, das viel dazu beitragen kann, dass der Zahnschmelz hart und widerstandsfähig bleibt. Wichtig ist: Nach Abschluss der Zahnentwicklung kann Fluorid nur über den Speichel in den Zahnschmelz gelangen. Im Erwachsenenalter ist zur Vermeidung von Karies also der Fluorid-Gehalt Im Speichel entscheidend. Fluoridhaltige Heilwässer sollten daher bei der Kariesprophylaxe nicht vernachlässigt werden.
Untersuchungen des Institut für Rehabilitationsmedizin und Balneologie Bad Wildungen haben ergeben, dass das Trinken von Heilwässern mit Fluorid-Konzentrationen von 2 mg/l eine hohe und lang anhaltende Zunahme der Speichel-Fluorid-Konzentration bewirkt. Erst 2 Stunden nach dem Trinken waren die Ausgangswerte wieder erreicht. Dass viele Heilwässer tatsächlich einen kariesprophylaktisch wirksamen Fluoridgehalt aufweisen, haben auch Zahnmediziner der Universität Marburg in einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen.
Regelmäßig und über den Tag verteilt getrunken, sorgen die fluoridhaltigen Heilwässer für eine ausreichende Fluorid-Konzentration im Speichel. Die Fluoridionen vermindern die Löslichkeit des Zahnschmelzes und begünstigen die Remineralisation einer beginnenden Karies. Darüber hinaus hemmen Fluoridionen die Stoffwechselaktivität der Plaque-Bakterien, so dass weniger zahnschädigende Säure gebildet wird. Da Deutschland bislang auf eine Fluoridierung des Trinkwassers verzichtet, stellen fluoridhaltige Heilwässer eine sehr sinnvolle Ergänzung zu Zahncremes und -gelees dar.
 

[ Quelle:  http://www.heilwasser.com  ]

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4.) Forscher raten Schwangeren, viel Fisch zu essen
      
Nachfolgender Beitrag wurde der Ärzte Zeitung entnommen:

Schwangere, die viel Fisch essen, haben erheblich seltener Frühgeburten als Schwangere ohne Fisch auf dem Speisezettel. Das belegen jetzt Ergebnisse einer dänischen Studie. In der Untersuchung haben 8729 Schwangere bei Vorsorgeuntersuchungen in der 16. und der 30. Schwangerschaftswoche einen detaillierten Fragebogen zu Fisch in ihrer Ernährung ausgefüllt, berichten Professor Sjudur Frodi Olson vom Danish Epidemiology Centre in Kopenhagen und sein Kollege Professor Niels Jorgen Secher (BMJ 324, 2002, 1). Die Frauen wurden gefragt, wie oft und auf welche Art zubereitet sie Fisch in der Woche normalerweise essen, und ob sie Fischöl als Supplement zu sich nehmen. Abhängig von der Menge des konsumierten Fischs wurde bei den Frauen dann die Frühgeburten-Rate erhoben. Faktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Alter der Mutter, BMI, erste Geburt oder fehlender Partner wurden bei der Analyse berücksichtigt.
Das Ergebnis: Bei 1,9 Prozent der Frauen, die mindestens einmal die Woche Fisch als warme Mahlzeit und einmal Fisch in einem Brötchen aßen, kam es zu Frühgeburten. Bei den Frauen, die keinen Fisch aßen, war die Frühgeborenen-Rate mit 7,1 Prozent 3,6mal höher. Der günstige Einfluss von Fisch wird dabei auf Omega-3-Fettsäuren zurückgeführt. Nach den Studienergebnissen ist bei bis zu 15 g Fisch oder 150 mg Omega-3-Fettsäuren täglich von den günstigen Effekten auszugehen.
 
[ Quelle: Ärzte Zeitung ]

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5.) Nie wieder Karies - dank Gentech-Mundwasser?

Wissenschaftler der Universität von Florida haben ein neues gentechnisch-verändertes Mundwasser entwickelt, das nach einer einmaligen fünfminütigen Spülung das Problem der Karies ein für alle Mal verschwinden lässt. Die Mundspülung wurde beim Treffen der amerikanischen Wissenschaftsorganisation AMS (http://www.aaas.org) jetzt in Boston vorgestellt, wie die BBC-online aktuell berichtet.
Jeffrey Hillman, Mikrobiologe von der Universität von Florida (http://ufl.edu) hat das "Karies-Bakterium" Streptococcus mutans so verändert, dass es keine Milchsäure mehr bildet. In Tierversuchen gelang es, das genetisch veränderte Bakterium im Mundraum anzusiedeln. Selbst bei hohem Zuckerkonsum bildeten sich im Mundraum von Ratten nach Verabreichung der genetisch veränderten Mundbakterien keine Anzeichen von Karies.
Vielmehr half der Zucker zur Ansiedelung der neuen Bakterien, berichtet Hillman. Das neu entwickelte Bakterium sei genetisch sicher und stabil und stelle keinerlei Gesundheitsrisiko dar, so der Wissenschaftler, der sich seit rund 25 Jahren mit der Erforschung des Problems beschäftigt. "Die Zahnbürste wird das neue Mundwasser aber niemals ersetzen, denn der Zahnbelag muss von den Zähnen weiterhin entfernt werden", so der Wissenschaftler. Bereits Ende diesen Jahres soll das Produkt in Europa und den USA klinisch getestet werden. Das Mundwasser soll weniger als 200 Euro kosten.

[ Quelle: sp/pm in zm-online 1.3.2002 ]

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6.) Seniorenkost - für die Zähne ungesund!

Im Laufe des Älterwerdens verändert sich das Geschmacksempfinden. So greifen ältere Menschen eher zu Milchreis und Griesbrei, anstatt in ein saftiges Steak zu beißen. Diese Ernährungsveränderung in Richtung süße und vor allem auch klebrige Speisen führt unweigerlich zur Karies und Wurzelkaries.

Diese Verhaltensänderung ist Folge einer verringerten Speichelproduktion, wie sich Professor Dr. Elmar Hellwig, Freiburg, ausdrückte. Dazu kommt, dass durch die altersbedingte manuelle Einschränkung schwer zugängliche Stellen, wie Zahnzwischenräume, Bereiche unter Brücken und mehr, nicht regelmäßig sauber gehalten werden können. Er empfiehlt daher, dass alte Menschen immer in kleinen Schlucken Wasser zu kaupflichtiger Nahrung aufnehmen sollten und Zwischenmahlzeiten durch zuckerfreie Zahnmännchen-Produkte ausgetauscht werden könnten. Bei sehr starker Mundtrockenheit kann künstlicher Speichel helfen. Ganz zu vermeiden, so der Wissenschaftler, seien saure Bonbons auf Grund ihres starken Erosionspotentials, wie sie Senioren häufig zur Speichelsekretionserhöhung anwenden
 
[ Quelle: sp;  zm-online.de  ]

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7.) Zahnarztbesuch während der Arbeitszeit?

Darf ein Versicherter während der Arbeitszeit zum Zahnarzt? Muss er dafür bei vollem Gehalt freigestellt werden? Diese, an die Redaktion schon häufig gestellte Frage ist juristisch klar definiert, es sei denn, innerbetriebliche Vereinbarungen oder Tarifverträge regeln ausdrücklich das Prozedere. Ratsam ist auf jeden Fall immer eine Bescheinigung über die Notwendigkeit des Besuches dem Arbeitgeber vorzulegen. Der "Jobpilot" schreibt dazu:

Es ist nicht ohne weiteres möglich, einen Arzttermin in der normalen Arbeitszeit wahrzunehmen. Dies besagt der Paragraf 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Arbeitnehmer können nicht davon ausgehen, grundsätzlich während der Arbeitszeit zum Arzt gehen zu können. Darauf macht der Informationsdienst Neues Arbeitsrecht für Vorgesetzte in Bonn aufmerksam. Demnach kann dem Mitarbeiter für die Zeit des Arztbesuchs Lohn oder Geld gekürzt werden, wenn er nicht nachweisen kann, dass ein anderer Termin unmöglich gewesen ist. Das ergebe sich aus Paragraf 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). So kann der Arbeitgeber von seinem Angestellten eine entsprechende, vom Arzt ausgestellte, Bescheinigung verlangen. Werden alle Mitarbeiter des Unternehmens auf diese Rechtslage hingewiesen, dürfe bei Nichtvorlage der Bestätigung das Gehalt gekürzt werden.

[ Quelle: http://www.jobpilot.de/ ]

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8.) Lesenswert: Das Einmaleins der Skepsis

 
Medizinische Testergebnisse gelten den meisten Patienten als unumstößliche Wahrheiten. Wer käme auf die Idee, die Diagnose des Arztes anzuzweifeln? Dabei gibt es erwiesenermaßen Fehldiagnosen und trügerische Sicherheiten. In seinem provokativen Buch zeigt der deutsche Psychologe Gerd Gigerenzer, wie und warum es dennoch immer wieder - und keineswegs nur in der Medizin - zu solch eklatanten Fehlurteilen kommt. Er entlarvt die zu Grunde liegenden Denkfehler, zeigt Lösungswege auf, wie sich Wahrscheinlichkeiten und Risiken besser vermitteln lassen, und ermutigt zu einer gesunden Skepsis gegenüber allen absoluten Sicherheiten. Nachfolgend ein Lese-Beispiel:

Die Zahlenblindheit der Mehrheit wird durchaus kommerziell ausgenutzt, meint Gigerenzer. Pharmahersteller bewerben ihre Produkte zum Beispiel am liebsten mit Angaben zur "relativen Risikoverminderung". Senkt beispielsweise ein Medikament die Sterberate von ursprünglich 6 von 1000 Personen auf 4 von 1000, so hat sich das Sterberisiko durch die Einnahme dieser Tabletten um 33,3% verringert. Das klingt beeindruckend. Weit beeindruckender jedenfalls als die absoluten Zahlen: Denn durch das Medikament bleiben nur 2 von 1000 Personen mehr am Leben als ohne die Behandlung. Die absolute Verringerung des Risikos ist demnach nur 0,2%.

[ Gerd Gigerenzer, Das Einmaleins der Skepsis, Berlin Verlag, ISBN 3-8270-0079-3 ; 22 EUR ]

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9.) Gesundheitspolitik - was kommt nach der Wahl?

Wahlprogramme und die anschließende Realität sind bekanntlicherweise zwei paar Stiefel. Die beiden großen Parteien haben inzwischen ihre Programme vorgestellt und in die öffentliche Diskussion eingebracht (wir werden darüber später berichten). Doch auch der unmündige Bürger ist misstrauisch geworden - zu sehr hat für ihn die etablierte Politik an Vertrauen verloren. Was also denkt er, kommt nach der Wahl an Kosten auf ihn zu? Das Meinungsforschungsinstitut Allensbach hat im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung - FAZ gefragt:
 
Was glauben Sie, wie wird es mit unserem Gesundheitssystem weitergehen?

* Medikamentenzuzahlung wird höher (76 %).
* Krankenversicherungsbeiträge steigen (74 %).
* Es kommt zu einer Zwei-Klassen-Medizin (70 %).
* Kassen bezahlen nur noch Grundversorgung (63 %).
* Ärzte haben noch weniger Zeit für Patienten (60 %)
Nur 42 % der Bevölkerung glauben überhaupt noch daran, dass die Regierung in der Lage ist, eine umfassende Reform des Gesundheitswesens auf den Weg zu bringen.

[ Quelle:  "FAZ" vom 17.04.02;  FreiFax vom 22.4.02]

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10.) Der TÜV für Lebensmittel im Internet

Der TÜV ist nur für Autos und technisches Gerät zuständig? Von wegen! Auch auf Rindfleisch, Wurst und Honig pappt neuerdings die TÜV-Marke, zumindest in Süddeutschland. Das hat gerade noch gefehlt, mögen viele Verbraucher jetzt denken, schließlich verwirren uns doch schon fast 40 verschiedene Signets auf unseren Lebensmitteln: Prüf- und Ökosiegel, ein Strichcode, Gütezeichen und diverse Symbole. Aber die Firma Vitacert, die das TÜV-Prüfsiegel vergibt und ein Gemeinschaftsunternehmen von TÜV Süddeutschland und Technischer Uni München ist, ließ im Vorfeld Kunden befragen. Danach genießt das TÜV-Label das nahezu uneingeschränkte Vertrauen der Verbraucher - egal, ob damit Auto, Aufzug oder Aalrauchwürste ausgezeichnet sind.
Mit dem achteckigen Label soll eine besondere Lebensmittelqualität belohnt werden, nämlich wenn Hersteller bei Erzeugung oder Produktion, in Vertrieb oder Handel mehr tun als gesetzlich nötig. Zum Beispiel: Auf Antibiotika verzichten und kurze Transportzeiten zum Schlachthof einhalten. Was genau geprüft wird, können die Verbraucher anhand einer VC-Nummer im Siegel über das Internet erfahren ( http://www.vitacert.de ). Bei Honig wird zum Beispiel auf Rückstände von Antibiotika und Pestiziden kontrolliert. Weitere Bewerber wie Wurstproduzenten und Lachsfarmer haben sich für die - freiwillige - TÜV-Plakette schon angemeldet. Geplant ist außerdem, Milch und Öko-Eier durch den TÜV zu bringen. Und wenn alles klar geht, soll das Prüfsiegel bald auch den Rest der Republik erobern.

[ Quelle: BRIGITTE 9/2002 ]

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11.) Dicke Kinder von überfütterten Müttern

      
Gestillte Kinder entwickeln seltener Übergewicht als Flaschenkinder

Von der Ernährung in den ersten Lebenswochen hängt es in erheblichem Maße ab, ob ein Baby in seinem späteren Leben dick wird oder Diabetes entwickelt: Forscher der University at Buffalo behaupten: Eine falsche Ernährung richtet sogar in der folgenden Generation Schaden an.
Professor Mulchand Patel stellte diese Woche auf dem Kongress für Experimentelle Biologie in New Orleans seine bemerkenswerten Studienergebnisse vor. Sie beziehen sich auf Versuche mit Ratten, sind laut Patel aber durchaus auf den Menschen übertragbar. Demnach gibt es, bei Ratten wie Menschen, nach der Geburt ein Zeitfenster, in dem eine "Programmierung des Stoffwechsels" stattfindet. Überfütterung oder falsche Nahrung beeinflussen diesen Prozess negativ. Vor allem eine kohlenhydratreiche Kost sei gefährlich, da sie dauerhafte Veränderungen bestimmter Zellfunktionen verursache und die Basis für chronische Krankheiten im Erwachsenenalter schaffe. Die reichlich mit Kohlenhydraten gepäppelten Tiere entwickelten innerhalb von 24 Stunden hohe Insulinspiegel, die sie nie wieder loswurden selbst nicht als ausgewachsene Tiere, die schon längst wieder normales Futter erhielten. Im Alter von zwei Monaten legten die Ratten kräftig an Gewicht zu; viele Versuchstiere wurden übergewichtig - und blieben es. Die von ihren Müttern gesäugten Tiere entwickelten sich hingegen völlig normal.
Zur Überraschung der Forscher wirkte sich die Fehlernährung bei jenen Ratten, welche die Spezialmilch erhalten hatten, sogar auf die Tiere der zweiten Generation negativ aus: Diese entwickelten zu hohe Insulinwerte und als ausgewachsene Tiere Übergewicht, obwohl sie nie in ihrem Leben eine kohlenhydratreiche Spezialnahrung erhalten hatten.
Studienleiter Patel vermutet "eine parallele Situation bei Babys, die mit Kohlenhydraten überfuttert werden". Er verweist auf die Generation der "Baby-Boomer" , die als Säuglinge in den späten 50er- und 60er-Jahren mit dem damals neu auf den Markt gekommenen Milchpulver ernährt worden waren. Viele Kinder seien übergewichtig geworden und hätten diese Eigenschaft an die nächste Generation weitergereicht. Stillen, sagt der Experte, schütze vor dieser Fehlentwicklung. Er empfiehlt auch, in den ersten Lebensmonaten des Babys auf kohlenhydratreiche Säfte, Früchte und Getreidebreie zu verzichten.
 
[ Quelle: Ingrid Kupczik; WamS, 28.04.02 ]

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12.) Schweden entdecken neues Gift in verpackten Lebensmitteln

Kritische Substanz wird offenbar im Herstellungs- bzw. Zubereitungsprozess gebildet
 
Die Schwedische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Swedish National Food Administration, NFA) hat auf ein bislang nicht bekanntes gesundheitliches Risiko aufmerksam gemacht: Mit einer neuen Analyse-Methode haben Schwedische Wissenschaftler unterschiedliche und zum Teil hohe Mengen von Acrylamid in Lebensmitteln nachgewiesen. Acrylamid ist als erbgutschädigend und krebserregend eingestuft.
Wie die Substanz in die Lebensmittel kommt, ist zur Zeit noch ungeklärt. Die bisherigen Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin, dass es im Herstellungs- bzw. Zubereitungsprozess bei der Erhitzung stärkehaltiger Lebensmittel gebildet wird. Daten zur Acrylamid-Belastung von Lebensmitteln, die auf dem deutschen Markt angeboten werden, liegen bislang nicht vor. Risikomindernde Maßnahmen müssen auf der exakten Identifikation der Quellen basieren und darauf gerichtet sein, die Bildung von Acrylamid zu unterbinden.
In Schweden untersuchte Lebensmittel, die Acrylamid enthielten, waren stärkehaltig und gebraten, gebacken oder fritiert. In gekochten Lebensmitteln wurden keine Acrylamide gefunden. Das BgVV fordert die Hersteller potentiell belasteter Lebensmittel auf, ihre Verfahren im Hinblick auf die Bildung von Acrylamiden zu überprüfen und diese ggf. zu ändern. Das BgVV wird kurzfristig ein Expertengespräch zu der Problematik durchführen und die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informieren. Auf europäischer Ebene wird sich die Europäische Kommission mit dem Thema befassen.
Acrylamid ist als Monomer ein "Baustein" für Kunststoffe. Es kann deshalb in Lebensmittelverpackungen enthalten sein. Nach der Bedarfsgegenständeverordnung darf die Migration von Acrylamid in Lebensmitteln (bei einer Nachweisgrenze der Analysenmethode von 0,01 mg/kg) nicht nachweisbar sein, um den Verbraucher vor möglichen Risiken durch den Übergang von Acrylamid aus der Verpackung ins Lebensmittel zu schützen.
Für eine umfassende Bewertung des durch die Schwedischen Untersuchungsergebnisse aufgezeigten Risikos bedarf es einer sorgfältigen Überprüfung der Daten und wissenschaftlich fundierten Risikoabschätzung.
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.bgvv.de/index.htm?aktuelles/index.htm


 
[ Quelle: Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV), 29.04.02 ]

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13.) Zum Schluss: Der "Kult-Schnuller"

        allerdings: über Geschmack und Kult lässt sich streiten

 

[Quelle: aus einer zahnärztlichen Mailing-Liste; weitere Modelle unter: http://s41592898.einsundeinsshop.de/ ]


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