Zahnärztliche NewsLetter Nr. 05/2003/ 1. Mai 2003
Herzlich willkommen bei der neuesten Ausgabe der ZahnNewsLetters.
"Je niedriger die Strahlendosis, desto besser", lautete lange Zeit die
allgemeine Empfehlung beim Röntgen. Diese Regel scheint jedoch nach den neuesten
Erkenntnissen der Forschung so nicht mehr zu gelten: In Experimenten an
Zellkulturen haben die Homburger Biophysiker Prof. Dr. Markus Löbrich und
Dr. Kai Rothmann herausgefunden, dass stark beschädigte Zellen sich
weitaus schneller wieder reparieren als wenig beschädigte.
Die Wissenschafter bestrahlten menschliche Zellen in Kultur mit verschiedenen Dosen an
Röntgenstrahlung. Erwartungsgemäß kam es dabei zu DNA-Brüchen, einem der
Faktoren für die Entstehung von Krebserkrankungen. Dabei
registrierten die Wissenschafter umso mehr solcher DNA-Brüche, je höher
die Röntgendosis war.
Als Folge zeigte sich jedoch ein unerwarteter
Effekt: Während Zellen, die starker Röntgenstrahlung ausgesetzt waren,
ihre Schäden wieder reparierten, war die Zahl der DNA-Brüche bei Zellen nach
schwacher Bestrahlung unverändert. Offenbar setze der Reparaturmechanismus
erst ab einer gewissen Röntgendosis ein, so die Wissenschafter. Bei
schwacher Röntgenstrahlung, wie sie etwa zur Diagnose in Arztpraxen
verwendet wird, bleiben DNA-Brüche deshalb länger bestehen als nach
starker Bestrahlung.
Bislang hatten Wissenschafter die erbgutschädigende Wirkung schwacher
Röntgenstrahlen unterschätzt, da sie annahmen, die Reparaturmechanismen
funktionieren ebenso wie bei hoher Strahlendosis.
Schwache Strahlung ist
jedoch nach Ansicht der Wissenschafter dennoch nicht zwingend gefährlicher
als bisher vermutet. So ist bekannt, dass hohe Dosen an UV- oder
Röntgenstrahlung wie auch verschiedene chemische Substanzen zu einer
Schädigung des genetischen Zell-Materials führen. Diese haben dann die
Wahl zwischen einer DNA-Reparatur oder einem genetisch programmierten
Zelltod bei irreparablen Schäden. Damit wird verhindert, dass
Genomdefekte im Organismus verbleiben und an Tochterzellen weitergegeben
werden. In ihren Versuchen fanden sie Hinweise, dass schwach
bestrahlte Zellen ihre Schäden zwar nicht reparieren, dafür aber meist
einer Apoptose (genetisch gesteuertes Programm für einen gezielten
"Zell-Selbstmord") unterliegen und folglich nicht bösartig entarten.
Ob von diesen Erkenntnissen abgeleitet werden kann, dass geringere
Strahlendosen auch ein größeres Krebsrisiko bedeuten als bisher
angenommen, soll in Folgestudien geklärt werden.
Eine neue Generation von zahnärztlichen
Präparierinstrumenten - sog. "Bohrern" - wurde auf der Internationalen
Dentalschau Ende März in Köln der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
Die unter dem Namen SmartPrep™ geführten Instrumente (Hersteller
SS White Burs,
Lakewood, USA) können aufgrund Ihrer Konstruktion und
Materialeigenschaften zwischen gesundem und kariösem Dentin
unterscheiden, entfernen demnach im Sinne einer schonenden
Zahnbehandlung nur soviel erkrankte Zahnsubstanz, wie unbedingt nötig
ist (sog. minimal-invasive Präparation). Erreicht wird dieses Kunststück
durch einen neuartigen, selbstlimitierenden Polymerkunststoff, welcher
die erkrankte Zahnsubstanz - da sehr weich - abträgt, aber an gesunden
Zahnstrukturen keinen Abtragungseffekt zeigt, weil der Kunststoff sich
an diesem Material durch lokale Hitze verformt und seine
Schneidfähigkeit verliert. Nach Herstellerangaben kann auf eine örtliche
Betäubung beim Einsatz dieser Instrumente häufig verzichtet werden.
Das SmartPrepTM-Instrument wurde über einen Zeitraum von
mehr als drei Jahren von SS White Burs in Zusammenarbeit mit Dr. Daniel
Boston, Temple University, USA und Dr. Van Thompson, University of
Medicine and Dentistry, New Jerwsey, USA, entwickelt. Derzeit laufen
umfassende klinische Studien zur neuen Dentaltechnologie am New York
University College of Dentistry.
Weitere Informationen bei:
SS White Burs. Basler Str. 115, 79115 Freiburg i./B.
Tel. 0761 4787199 , Fax 0761 4787191
Die
neue meridol Zahnbürste verfügt über in Europa einmalige, konisch
geformte Borsten (Filamente): Der Durchmesser beträgt an der Basis 0,18
mm, an der Spitze jedoch nur 0,05 mm. Dadurch sind die Filamente sowohl
weich und flexibel als auch stabil und haltbar.
Durch ihre Flexibilität legen sich die mikrofeinen Borstenenden beim
Zähneputzen um und schließen damit eine Verletzung des Zahnfleisches
nahezu vollständig aus. Gleichzeitig bietet die Basis der Filamente
genügend Stabilität für eine sehr gute Reinigungsleistung. Die Plaque
wird besonders am Zahnfleischsaum, wo sich entzündungsauslösende
Bakterien bevorzugt einnisten, gründlich entfernt, wie eine Studie der
University of Pennsylvania zeigt. Auch der weich ummantelte Bürstenkopf
schützt vor Verletzungen und erreicht durch seine geringe Größe selbst
die hinteren Backenzähne. Die sichere Führung der Zahnbürste ist durch
den ergonomischen Griff mit dem weichen Daumenstopp gewährleistet.
Mit der Zahnseide hat es was Eigenartiges auf sich: Unbestritten ist
bekannt, dass dieses Reinigungsmittel zu den effektivsten Mitteln zur
Pflege des besonders kritischen Zahnzwischenraums ("Interdentalraum")
gehört, unbestritten ist auch bekannt, dass dieses Pflegemittel zu den
preiswertesten in der großen Palette der Mundhygienemittel gehört und
bekannt ist auch, dass nur 3% der Deutschen dieses sinnvolle
Reinigungsmittel regelmäßig gebrauchen (
http://www.ziis.de/newsletter_08_02.htm#Mundhygiene ); 14% benutzen
es gelegentlich. In Deutschland liegt der Verbrauch von Zahnseide bei
Erwachsenen bei etwa 3,75 m/Jahr. Würde täglich einmal richtig Gebrauch
davon gemacht werden, müssten es aber 180 Meter sein. Die Ursachen für
diese Zahlen sind sicherlich in der Umständlichkeit der Handhabung,
einer nicht begeisternden Hygiene beim "Fädeln" und dem Zeitaufwand zu
suchen. Bei 30 Zahnzwischenräumen in einem vollbezahnten Gebiss bedarf
es schon einiger Übung, diese Prozedur in einem vertretbaren Zeitraum
von 10 Minuten zu erledigen.
Neu auf dem Markt ist ein Zahnseidenhalter namens "VIPP", der einfach in
der Anwendung ist und zusätzlich noch den Vorteil hat, dass er sich
wegen seinen geringen Abmessungen in jeder Tasche unterbringen lässt und
auch dann zur Hand ist, wenn sich unterwegs mal etwas zwischen die Zähne
gesetzt hat.
Nähere Infos auf der WebSite des Herstellers:
http://www.z-medical.de
Die Zähne sind nach dem Gewicht und der Haarfarbe die wichtigste Ursache
für die Hänselei unter Kindern, so Dr. Jutta Margraf-Stiksrud, Marburg,
anlässlich einer Tagung in Leipzig.
Zähne sind demnach, so die Psychologin, ein wichtiger
Attraktivitätsfaktor, der weit über die Ästhetik hinaus gehe. Aus einer
Studie wurde auch ersichtlich, dass attraktive Menschen zwischenmenschlich
immer besser behandelt werden, wesentlich schneller einen Partner finden
und vor allem besser bezahlt werden. Die Erwartung, dass als Folgeschluss
attraktive Menschen auch eine bessere Befindlichkeit aufweisen, wurde in
der von der Psychologin vorgestellten Studie jedoch widerlegt.
"Auch Milchzähne enthalten Stammzellen, aus denen eine ganze Reihe
von Zelltypen produziert werden kann. Das berichten amerikanische
Wissenschaftler im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of
Sciences" (Online-Vorabveröffentlichung).
Die Wissenschaftler um Songtao Shi vom amerikanischen Nationalen
Gesundheitsinstitut (NIH) in Bethesda isolierten Zellgewebe aus dem
Zahnmark von Milchzähnen, die sieben- bis achtjährigen Kindern gezogen
worden waren. Im Reagenzglas konnten die Forscher diese Zellen mithilfe
von Wachstumsfaktoren zu Nervenzellen, Fettzellen und den Vorläufern von
zahnbildenden Zellen heranwachsen lassen. In Mäuse eingesetzt bildeten
die Stammzellen dann Knochen und Dentin, einen Grundbaustein der Zähne.
Stammzellen waren bisher beispielsweise im Knochenmark, in der Haut und
im Zahnmark von Erwachsenen gefunden worden. Die Stammzellen aus den
Milchzähnen seien hingegen deutlich wachstumsfähiger als die aus dem
Zahnmark von Erwachsenen, schreiben die Wissenschaftler. Milchzähne
seien daher eine unerwartet ergiebige Quelle von Stammzellen für die
Forschung und die Entwicklung neuer Therapien."
Schlechte Zähne stellen eine der häufigsten chronischen Erkrankungen
bei Kindern dar und betreffen in einem überproportional hohen
Prozentsatz ärmere Bevölkerungsschichten, wobei die Gründe dafür nicht
klar sind. Passivrauchen könnte ein beeinflussbarer Risikofaktor für
Dentalkaries sein.
Wissenschafter der American Academy of Pediatrics in Rochester, NY
untersuchten in einer rezenten Studie den Zusammenhang zwischen
Dentalkaries und dem Serumspiegel von Cotinin. Im Rahmen der Studie
wurden insgesamt Daten von 3.531 Kindern im Alter zwischen 4 und 11
Jahren analysiert, wobei jeweils ein Zahnstatus und die
Serum-Cotinin-Spiegel erhoben wurden. Passivrauchen wurde definiert
durch einen Serum-Cotinin-Spiegel von 0,2-10 ng/ml, Karies wurde
definiert als unbehandelter, kariöser Zahnschmelz bzw. bereits befüllte
Läsionen.
Fünfundzwanzig Prozent der Kinder wiesen zumindest eine unbehandelte,
kariöse Veränderung auf, 33% hatten zumindest einen bereits aufgrund von
Karies behandelten Zahn. Serum-Cotinin-Spiegel vereinbar mit
Passivrauchen fanden sich bei 53%. Erhöhte Cotinin-Werte wiesen eine
signifikante Assoziation mit schlechten Zähnen sowie bereits befüllten
kariösen Läsionen in Milchzähnen auf. Dieser Zusammenhang blieb auch
nach Berücksichtigung von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Rasse,
Einkommen, Herkunft, Häufigkeit von Zahnarztbesuchen und Bleispiegeln im
Blut aufrecht. Die Wissenschafter schätzen die Risikoerhöhung für
Zahnschäden durch Passivrauchen auf 27% bei geschädigten, auf 14% bei
befüllten Zahnoberflächen.
Nach Ansicht der Wissenschafter besteht somit ein eindeutiger
Zusammenhang zwischen Passivrauchen und Kariesrisiko bei Kindern.
Weiters weisen sie darauf hin, dass die Reduktion des Passivrauchens
nicht nur in der Prävention zahlreicher Erkrankungen wichtig sei,
sondern auch für die Verbesserung der dentalen Gesundheit von Kindern.
Man unterscheidet zwischen verschiedenen Schlankheitsmitteln:
Entwässerungsmittel, Abführmittel, Schlankheitstees, rezeptpflichtige
Medikamente, die als Appetitzügler wirken oder die Fettverdauung
vermindern, Medizinprodukte auf Zellulose-, Alginat- oder Collagenbasis,
die die Sättigung fördern, Medizinprodukte mit Chitosan, die die
Fettverdauung hemmen sollen und diätetische Lebensmittel, die als
Mahlzeitenersatz dienen. Daneben gibt es Produkte, denen eine
gewichtsreduzierende Wirkung zugeschrieben wird: Zitronensaft,
Apfelessig oder fettschmelzende Cremes und Bäder. Diese bewirken aber
keine Gewichtsreduktion, betont Müller.
Aus ernährungsmedizinischer Sicht raten wir von Mitteln ab, die als
Entwässerungs- oder Abführmittel wirken, betont Müller. Diese gehören in
die Hand des Arztes und haben andere Einsatzgebiete. "Fett lässt sich
nicht wegpinkeln!", formuliert Müller. Außerdem ist Fettgewebe im
Vergleich zu Muskulatur arm an Flüssigkeit. Den Effekt der
Stuhlentleerung überschätzen viele. "Fünf Pfund ohne Knochen" sind es
nicht, sondern 120 bis maximal 150 Gramm pro Entleerung, so Müller.
Ernährungsmedizinisch differenziert zu betrachten sind die
rezeptpflichtigen Medikamente Reductil (enthält Sibutramin) und Xenical
(enthält Orlistat). In Studien weisen beide deutliche Effekte nach, so
Müller. Die italienischen Behören aber verboten Medikamente, die die
Substanz Sibutramin enthalten und auch in Deutschland überprüfen die
entsprechenden Behörden jetzt diese Substanz. Ernährungsmedizinisch
sinnvoller ist Orlistat, der Stoff, der nicht systemisch wirksam ist,
sondern im Verdauungstrakt die Fettverdauung hemmt. Damit entschärft
Xenical das Hauptproblem der Übergewichtsentstehung, die erhöhte
Fettaufnahme. Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung und eines
interdisziplinären Übergewichtsprogrammes ist die Xenical- und unter
Vorbehalt auch die Reductil-Einnahme sinnvoll, so Müller.
Die freiverkäuflichen Medizinprodukte CM3 Alginat, BMI 23 oder Matricur
auf Ballaststoff- oder Collagenbasis sind aus ernährungsmedizinischer
Sicht empfehlenswert, da sie die Sättigung fördern. Im Rahmen einer
sinnvollen gewichtsreduzierenden Ernährungsweise helfen sie
Übergewichtigen das Hauptproblem, den Hunger, zu bekämpfen, so Müller.
Die Wirkung von Chitosan zu bewerten ist schwierig, da die
Studienaussagen widersprüchlich sind, so Müller. Die besten Studiendaten
ergeben sich für diätetische Lebensmittel, die ein proteinmodifiziertes
Fasten ermöglichen. Beliebt sind hier Slimfast, Modifast oder die
Produkte, die im Rahmen der ärztlichen Übergewichtsprogramme von
Optifast, FormMed, BodyMed oder Precon angeboten werden. Im Rahmen eines
Schulungsprogrammes und bei dauerhafter Ernährungsumstellung, sind diese
ernährungsmedizinisch empfehlenswert, betont Müller.
Vor dem Hintergrund der Übergewichtsepidemie in Deutschland und des kaum
noch zu überblickenden Schlankheitsmittelmarktes führt unsere
Gesellschaft seit einigen Monaten einen Schlankheitsmittelvergleich aus
ernährungsmedizinischer und -wissenschaftlicher Sicht durch, erklärt
Müller. Ein mit 18 Produkten durchgeführter Schlankheitsmittelvergleich
ergab, dass lediglich das Optifast-Programm sowie das freiverkäufliche
Medizinprodukt CM3 Alginat wirksam und als "sehr empfehlenswert" zu
bewerten sind. Das Optifast-Programm (www.optifast.de) ist ein
strukturiertes ärztlich geführtes Adipositasprogramm, das
Ernährungsumstellung, Verhaltensmodifikation, Bewegungstherapie und
ärztliche Therapie einschließt und wissenschaftlich herausragende
Ergebnisse erzielt hat. CM3 Alginat löst sich im Dünndarm auf und ist
daher gut verträglich.
Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik hat ein Programm
unter dem Titel "Abnehmen kann nur wer satt i(s) st!" entwickelt.
Weitere Informationen zu Schlankheitsmitteln und der richtigen
Ernährungsweise erteilt der ernährungsmedizinische Beratungsdienst der
Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, der unter 0241-4450600
werktags von 9.00 bis 15.00 Uhr erreichbar ist, so Müller abschließend.
Kohlenhydrate für mehr Konzentration, Milch für
die Aufmerksamkeit, Tofu für die Merkfähigkeit und Schokolade für die
gute Laune - das klingt nicht nur verlockend, sondern auch einfach. Ist
es aber nicht, denn "grundsätzlich besteht zwar ein allgemeiner
Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Gehirnaktivität. Aber die
einzelnen Vorgänge sind hoch kompliziert und noch nicht gänzlich
erforscht", weiß Heike Rapp vom "aid infodienst" Verbraucherschutz,
Ernährung, Landwirtschaft e.V., Bonn.
Experten betonen, dass die angeborene Intelligenz eines
Menschen durch Ernährung nicht verbessert werden kann. Wohl aber ist
eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung notwendig um dieses
Grundpotential voll auszuschöpfen. Vor allem in der zweiten Hälfte der
Schwangerschaft und in den ersten beiden Lebensjahren wächst das Gehirn.
Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen während dieser Phase der
Gehirnentwicklung kann unter Umständen zu einer langfristigen
Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit führen.
FETTSÄUREN:
Für die visuelle und kognitive Leistungsfähigkeit sind vor
allem langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren zum Beispiel aus
fettreichem Seefisch und Rapsöl- wichtig. Ist die werdende Mutter damit
gut versorgt, ist auch das Kind gut versorgt.
JOD:
Ein Jodmangel der Mutter in der Schwangerschaft kann beim Kind
zu Leistungsschwäche führen, die auch bis zum Schulalter nicht mehr
aufgeholt werden kann. Jod sollte daher in der Schwangerschaft und
Stillzeit in Form von Tabletten ergänzt werden.
EISEN:
Auch ein Eisenmangel bei Säuglingen kann zu Störungen der
psychomotorischen Entwicklung führen. Daher sollte im Babybrei ab dem 5.
bis 7. Monat Fleisch nicht fehlen.
Ansonsten gehen Experten davon aus, dass das Gehirn und damit
die Intelligenz von Kindern nur bei einer bestehenden Unterernährung
beeinflusst wird. Studien ergaben:
Vitamin- und Mineralstoffpräparate wirken sich nur dann
positiv auf die schulische Leistung aus, wenn vorher ein Mangel vorlag.
Bei einer Unterversorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen oder sekundären
Pflanzenstoffen kann es zu einer Abnahme der körperlichen und geistigen
Leistungsfähigkeit kommen.
Als Empfehlung weisen die Ernährungsexperten - abgesehen von
der Phase der Gehirnentwicklung - daher nur wieder auf die allgemein
gültigen Regeln für eine gesunde Kinderernährung hin: Reichlich
pflanzliche Lebensmittel und Getränke, mäßig tierische und sparsam
fettreiche Lebensmittel.
"Eine so zusammengestellte Kost sichert die Leistungsfähigkeit
Ihrer Kinder", so Heike Rapp.
"Deutschland liegt bei den Gesundheitsausgaben mit an der Weltspitze.
Nur die US-Amerikaner und Schweizer geben noch mehr für ihre Gesundheit
aus. Dies geht aus den am Donnerstag in Berlin vorgelegten Zahlen des
Statistischen Bundesamtes hervor. Danach stiegen die gesamten
Gesundheitsausgaben von 1992 bis 2001 nominal um 38,5 Prozent und real
um 14,8 Prozent auf 225,9 Milliarden Euro. Pro Kopf sind das 2.740 Euro.
Dabei müssen die privaten Haushalte einen immer größeren Anteil der
Kosten tragen.
Nach den Daten wendete Deutschland im Jahr 2000 gut 10,6 Prozent des
Bruttoinlandsproduktes (BIP) für den Gesundheitssektor auf. Nur in den
USA und der Schweiz flossen mit 13 Prozent beziehungsweise 10,7 Prozent
des BIP mehr Geld in das Gesundheitswesen. Im Jahr 2001 waren es in
Deutschland fast 10,9 Prozent im Vergleich zu 10,1 Prozent 1992.
Die Privathaushalte müssen den Angaben zufolge einen immer größeren Teil
der Kosten tragen. So bestritten sie 2001 gut 47 Prozent – insgesamt
138,6 Milliarden Euro – der Gesamtausgaben. Die privaten und
öffentlichen Arbeitgeber steuerten 39 Prozent oder 115,5 Milliarden Euro
bei. Weitere 13 Prozent übernahmen die öffentlichen Haushalte. Erstmals
überstiegen 2001 die Ausgaben für Zahnersatz, Arznei- und Hilfsmittel
mit 60,4 Milliarden Euro die Ausgaben für ärztliche Leistungen mit 59,6
Milliarden Euro.
Der Löwenanteil der Gesundheitskosten wird von Arbeitnehmern und
Arbeitgebern über die gesetzliche Krankenversicherung finanziert. Sie
trägt 128,9 Milliarden Euro oder 57 Prozent der Gesamtausgaben für die
Gesundheit. Dazu kommen Ausgaben der privaten Krankenversicherer, der
Pflegeversicherung, der öffentlichen und privaten Haushalte. Weitere
67,5 Milliarden Euro wurden für Einkommensleistungen wie das Krankengeld
oder Erwerbsunfähigkeitsrenten aufgewendet.
Weitere Informationen im Internet:
Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes:
http://www.gbe-bund.de/
Statistisches Bundesamt:
http://www.destatis.de
"
Das öffentliche Ansehen der Ärzte ist nach einer Meinungsumfrage in
den letzten Jahren gesunken, dennoch stehen sie auf der
Berufs-Prestigeskala weiterhin an der Spitze. Zählten 1981 noch 82
Prozent der Westdeutschen Mediziner zu den fünf Berufen, vor denen sie
am meisten Achtung haben, so sagen dies 2003 nur noch etwa 70 Prozent.
Dies ergab eine repräsentative Studie des Instituts für Demoskopie in
Allensbach am Bodensee vom Dienstag. Dennoch liegen Ärzte weiterhin mit
großem Abstand auf Platz eins vor Geistlichen, Hochschulprofessoren und
Unternehmern.
Das Allensbach-Institut vermutet unter anderem Abrechnungsskandale und
Ärzteschelte wegen Kunstfehlern hinter dem Imageverlust der Mediziner.
Dennoch wird dem Berufsstand immer noch allergrößte Achtung
entgegengebracht. 72 Prozent aller Befragten in West- und Ostdeutschland
gaben an, dass sie Ärzte besonders schätzen. Von Geistlichen sagten das
39 Prozent, von Hochschulprofessoren und Unternehmern je 30 Prozent und
von Rechtsanwälten 29 Prozent.
Ganz unten auf der Prestigeskala rangieren Berufe wie Journalist,
Offizier, Politiker, Gewerkschaftsführer und Buchhändler. Das Ansehen
dieser Berufe ist im Vergleich zur letzten Umfrage 2001 gesunken. Zu den
Verlierern gehören auch Professoren, Rechtsanwälte, Grundschullehrer,
Schriftsteller, Atomphysiker oder Direktoren in einer großen Firma.
Prestigegewinne konnten dagegen Geistliche, Unternehmer, Ingenieure,
Apotheker oder Studienräte verzeichnen.
Befragt wurden 2197 Personen ab 16 Jahren in ganz Deutschland zwischen
dem 27. Februar und dem 11. März dieses Jahres.
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Herausgeber: Dr. Klaus de Cassan, GF der ZiiS-GmbH
Verantwortlich: Dr. Klaus de Cassan
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