Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 05/2006/ 1. Mai 2006


Inhalt

 1.) Freispruch für Amalgamfüllungen
 2.) Zahn-Zusatzversicherungen - ein Überblick
 3.) Parodontitispatienten profitieren von Vitamin-C-reicher Ernährung
 4.) Neue Studie zur Zahnpflege in Deutschland
 5.)
Suggestive Werbung - Tabu für Ärzte
 6.) Weg von der starren Zahnbürste: Neuartiger flexibler Borstenkopf
 7.) Zahnschutz durch Wasser!

 8.)
Mit „Lucy“ wird die Prophylaxe zum Kinderspiel!
 9.)
Anonymer Hinweis auf Mundgeruch
10.)
Wenn es im Ohr pfeift, ab zum Zahnarzt
11.) ÖKO-TEST verunsichert erneut: zweifelhafter Vergleich von Kinderzahnpasten
12.)
Risikostrukturausgleich: AOK größter Nettoempfänger
13.) Verbraucherzentralen NRW: Neue Broschüre zum Zahnersatz
14.)
Zahnärztlicher Sprachführer für unterwegs
15.)
Zum Schluss: Gesundheit in Zahlen
 


1.) Freispruch für Amalgamfüllungen

Über Jahrzehnte hinweg ist und war das bewährte zahnärztliche Füllungsmaterial "Amalgam" Zielpunkt der Kritik und es wird diesem Füllungswerkstoff die ganze Palette der menschlichen Erkrankungen nachgesagt. Bemerkenswert ist bei diesen Unterstellungen immer, dass sie von wenig fachlichem und wissenschaftlichem Stand geprägt sind. Entweder sind es selbsternannte Experten oder bedauernswerte Kranke, denen nicht geholfen werden konnte, die dem Werkstoff fürchterliches nachsagen. In der Medizin gibt es kein Material und keine Methode, die völlig frei von Nebenwirkungen ist. Diese sind bei den konventionellen Füllungsmaterialien gut untersucht, bei den "in Mode gekommenen" weißen Füllungsmaterialien stehen derartige Langzeituntersuchungen über Jahrzehnte noch aus. Es wäre unwahrscheinlich, wenn nicht auch hierbei "schädigende" Wirkungen gefunden würden.
Wir haben uns in den vergangenen Jahren bemüht, die Emotionen aus der Diskussion zu nehmen und nur die wissenschaftlichen Fakten zu beleuchten - und die sehen ganz anders aus. Nun kommt brandneu eine Studie aus den USA, welche von seriösen Stellen auf den Grundlagen einer nachprüfbaren Wissenschaftlichkeit erstellt wurde. Und auch diese Untersuchung kann noch nicht einmal im Ansatz das bestätigen, was da in der Pseudowissenschaft so rumgeistert.
Um nicht falsch verstanden zu werden: Wir wollten und wollen dem Amalgam als alleinigem Füllungswerkstoff nicht das Wort reden - wir wehren uns aber auch mit Nachdruck gegen Panikmache mit Pseudoargumenten und falschen Schlussfolgerungen.
Auf einer ganz anderen Ebene steht der Wunsch nach einer kosmetisch einwandfreien Reparatur eines defekten Zahnes - und da schneidet das Amalgam in der Tat sehr schlecht ab. Der Haken ist nur, dass es keine finanziell vergleichbaren Ersatzmaterialien gibt und so ganz schnell die Schönheit auf Kosten der Zahngesundheit gehen kann.
Die Ärztezeitung berichtet über die jüngste Studie:

"SEATTLE / WATERTOWN (hub). Zahnfüllungen aus Amalgam schaden offenbar nicht der Entwicklung von Kindern. Zwei Vergleichsstudien haben jetzt ergeben: Intelligenz und Gedächtnis sind bei Kindern mit Amalgamplomben ähnlich gut wie bei Kindern, die Kunststoff-Füllungen erhalten.

Der Frage der Neurotoxizität von Amalgamfüllungen sind jetzt Wissenschaftler aus den USA in zwei Studien nachgegangen (JAMA 295, 2006, 1775 und 1784): In der einen Studie wurden 534 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren fünf Jahre lang beobachtet. In der anderen Studie wurden über sieben Jahre Daten von 507 Acht- bis Zehnjährigen erhoben. Wurden Füllungen nötig, erhielt jeweils eine Hälfte der Kinder Amalgam- und die andere Hälfte Kunststoff-Füllungen (sogenannte Composites).

Mit den Kindern wurden am Ende umfangreiche neuropsychologische Tests gemacht. Getestet wurden Intelligenz, Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistung und Koordinationsfähigkeit. Beide Forscherteams fanden hier keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen von Kindern. In einer der Studien wurde auch die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen - ohne Unterschiede in den beiden Gruppen.

Der Quecksilberwert im Urin war bei Kindern mit Amalgamfüllungen in beiden Studien höher. Unterschiede in der Nierenfunktion gab es jedoch keine. Die Furcht vor Schäden durch Amalgam sollte kein Kriterium für die Auswahl der Füllung sein, so die Forscher. Zudem halten Amalgam-Füllungen länger als solche aus Kunststoff: In der Amalgamgruppe wurden im Mittel zwei neue Füllungen notwendig, in der Compositegruppe drei.

Bereits 2004 wurde eine Studie bei Erwachsenen veröffentlicht (wir berichteten). Amalgamfüllungen waren demnach nicht mit Depressionen, Konzentrations- oder Gedächtnisstörungen assoziiert."

[
Quelle: Ärztezeitung , eigene Recherchen ]

 Basics:   Amalgam  im  Zahnlexikon-Online

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2.) Zahn-Zusatzversicherungen - ein Überblick

Zusatzversicherungen für zahnärztliche Behandlungen gewinnen zunehmend an Bedeutung - wir haben schon mehrfach darüber berichtet. Wie von den meisten Versicherungen bekannt, ist es äußerst schwierig, einen direkten Vergleich untereinander anzustellen und das für Sie passende und auch noch günstigste Angebot zu finden. Aus den "Zahnärztlichen Mitteilungen" (zm) übernehmen wir nachfolgende Übersicht:

"Im Heft FinanzTest 10 / 2005 vergleicht Stiftung Warentest die Ergänzungsversicherungen. Eine erste Tabelle zeigt reine Zahnzusatzversicherungen und listet an hand konkreter Beispiele die Er­stattungsbeträge einzelner Versicherungstarife auf. Der Interessierte kann daraus entnehmen, wie viel ihm eine bestimmte Versicherung für Krone, Inlay oder Implantat erstattet. Es lassen sich Ver­träge mit umfangreicheren Leistungen und Verträge mit geringeren Leistungen beurteilen.
Eine zweite Tabelle bewertet Zusatzversicherun­gen, die mehr Leistungen bieten und umfangrei­chere Zuschüsse gewähren. Dabei werden die Versicherungsbereiche Zähne, Brille und Heilpraktiker genauer bewertet. Der Leistungsumfang ei­nes dieser Bereiche ist jeweils durch drei Symbole gekennzeichnet: keine, geringe oder umfangreiche Leistung. Daran lässt sich ablesen, welche Schwerpunkte eine bestimmte Versicherung stärker oder schwächer berücksichtigt. Über 70 Ergänzungsversicherungen werden vorgestellt und für bestimmte Versicherungsschwerpunkte auch Tarifempfehlungen gegeben.

Darüber hinaus bietet Stiftung Warentest eine individuelle Computerauswertung an, die auch Alter und Geschlecht berücksichtigt. Ab 13 Euro - abhängig vom Umfang der Analyse - kann sich jeder eine individuelle Auswertung erstellen lassen. Das Formblatt (übers Internet erhältlich) ermöglicht es, die Wichtigkeit einzelner Bereiche durch bestimmte Vorgaben vorab zu definieren. Nach der Auswertung bekommt der Kunde in etwa einer Woche fünf Tarifbeispiele mit dem dazugehörenden Kurzprofil zugesandt.

Die Zeitschrift Ökotest hat im Heft 3 / 2006 allein Ergänzungsversicherungen mit umfangreichen Leistungen bewertet. Reine Zahnzusatzversicherungen sind nicht dabei. Untersucht wurden über 60 Versicherungen bezüglich ihres Leistungsum­fangs bei Zahnersatz, Krankenhausaufenthalt, Heilpraktiker, Naturheilverfahren, Brille und Auslandskrankenschutz. Ökotest hat über eine Punkteliste daraus ein Top 20 erarbeitet. Hierbei wird auch jeder einzelne Leistungsbereich durch Punkte bewertet, so dass sich daran ablesen lässt, wie stark eine Versicherung einen speziellen Bereich gewichtet."

 [©:  zm, 96]

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3.) Parodontitispatienten profitieren von Vitamin-C-reicher Ernährung

Wissenschaftler um Henrike Staudte haben in einer aktuellen Studie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena nachgewiesen, dass der hohe Vitamin-C-Gehalt in Grapefruits vor Parodontitis schützen kann. Die Ergebnisse der Untersuchungen sind in der derzeitigen Ausgabe des British Dental Journal veröffentlicht, berichtet die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. aus Aachen.

An der Studie nahmen 53 Patienten teil, die an einer chronischen Parodontitis litten. Vor der Untersuchung bestimmten die Wissenschaftler den Vitamin-C-Gehalt im Plasma der Probanden und verglichen ihn mit den Werten von 22 gesunden Personen. Die Parodontitis-Patienten wiesen im Gegensatz zu den Gesunden einen signifikant geringeren Vitamin-C-Gehalt im Blut auf, wobei bei Rauchern noch geringere Werte zu verzeichnen waren als bei Nichtrauchern. Knapp zwei Drittel der Testpersonen aßen auf Anweisung der Wissenschaftler zwei Wochen lang täglich zwei Grapefruits, während der Rest der Probanden als Kontrollgruppe diente und keine Grapefruits verzehrte. Nach dem Grapefruitkonsum war der Vitamin-C-Status der Testgruppe deutlich höher als der der Kontrollgruppe. Zudem nahmen die Zahnfleischblutungen mit zunehmender Vitamin-C-Konzentration ab, was die Wissenschaftler auf die antibakterielle Wirkung des Vitamins zurückführten.
Ein regelmäßiger Verzehr Vitamin-C-reicher Lebensmittel wie Grapefruits, Johannisbeeren, Orangen, Brokkoli, Rosenkohl oder Paprika kann nach Ansicht der Wissenschaftler Zahnfleischerkrankungen vorbeugen beziehungsweise verbessern. Bei Rauchern ist der Bedarf entsprechend höher, was eine zusätzliche Ergänzung nötig macht. Schon früher war bekannt, dass ein lang anhaltender Verzicht auf Gemüse und Obst zu Krankheiten wie Skorbut führt, die mit schweren Zahnfleischentzündungen und Zahnausfall einhergehen.

 [ ©:  Die Zahnarzt Woche (DZW) ]

 Basics: Parodontitis  im  Zahnlexikon-Online

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4.) Neue Studie zur Zahnpflege in Deutschland

Das internationale Marktforschungsinstitut Dialego hat im Frühjahr eine umfangreiche Studie zum Mundhygieneverhalten in der deutschen Bevölkerung veröffentlicht. Ausführlich befragt wurden 1.000 Personen:

Vielen Verbrauchern ist offensichtlich bewusst, dass eine regelmäßige und vor allem richtige Zahnpflege eine sinnvolle Investition in die Zahngesundheit ist, denn 75 Prozent der Befragten putzen ihre Zähne in vorbildlicher Weise 2x täglich oder sogar häufiger. Die Frauen befinden sich beim Zähneputzen in Führung, 81 Prozent putzen ihre Zähne 2x täglich und häufiger, bei den Männern sind es nur 69 Prozent. 1 x täglich putzen immerhin noch 21 Prozent der Befragten. Bei dieser Gruppe der Wenigputzer wird der bereits festgestellte Geschlechterunterschied in Punkto Mundhygiene bestätigt: Die Männer liegen mit 27 Prozent deutlich vor den Frauen (16 Prozent). Nennung bei „Putze meine Zähne nie“ gab es glücklicher Weise nicht.

Die komplette Studie mit vielen Grafiken (PDF-Format) können Sie durch Anklicken dieses Textes abrufen

 Basics: Mundhygiene  auf www.zahnwissen.de  

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5.) Suggestive Werbung - Tabu für Ärzte

Suggestive Werbemethoden, die im normalen Geschäftsleben gang und gäbe sind, bleiben im Gesundheitsbereich tabu – trotz liberalisiertem Werberecht. Die Zentrale gegen unlauteren Wettbewerb, Bad Homburg, hat im letzten Jahr rund 160 Beschwerden gegen Ärzte und Kliniken bearbeitet.

Denn immer mehr Ärzte nutzen die Möglichkeiten, die ihnen das inzwischen liberalisierte Werberecht bietet, überschreiten dabei allerdings mitunter ihre Grenzen, erklärte Christiane Köber von der Wettbewerbszentrale auf dem Arzt-Recht-Tag in Frankfurt.

Wie die "Ärzte Zeitung" berichtete, sei bei der Ahndung unerlaubter Werbung, bedingt durch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, das Berufsrecht nicht mehr allein maßgeblich. Hier griffen vor allem das Heilmittelwerbegesetz (HWG) und das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG), so Köber.

Am häufigsten habe die Werbung der Mediziner gegen Paragraph 11 HWG verstoßen, der die im normalen Geschäftsleben üblichen suggestiven Werbemethoden für das Gesundheitswesen verbietet. Mit Dankschreiben von Patienten oder Empfehlungen Dritter etwa dürfe ein Arzt deshalb ebenso wenig werben, wie mit Werbeaussagen, die falschen Eindrücke erwecken (Paragraph 5 UWG).

[ ©: pit/ÄZ in zm-Newsletter ]

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6.) Weg von der starren Zahnbürste: Neuartiger flexibler Borstenkopf

75 Prozent der Deutschen putzen ihre Zähne weniger als zweimal täglich und nur 90 Sekunden statt der empfohlenen drei Minuten. Zu kurz und zu selten, um Plaque zu entfernen. Karies und Parodontitis sind die Folgen. Was liegt deshalb näher, als die Zahnbürste so zu optimieren, dass Zahnflächen und Zahnzwischenräume beim Putzen immer besser erreicht und damit auch gereinigt werden können? Dies ist das Anliegen der Dr.Best-Forschung. Soeben wird ihre neueste Innovation auf den Markt gebracht: Eine Zahnbürste, deren Borsten beweglich in einem speziell entwickelten flexiblen Gelbett gelagert sind.

Dank dieser revolutionär neuen Technologie schmiegen sich die konkav geschnittenen Interdentalborsten der neuen Dr.Best-Gelkopf-Zahnbürste nahezu perfekt der individuellen Form des Zahnbogens an. Bis zu dreimal mehr Reinigungskontakt an den Zähnen sowie ein signifikant überlegener Zugang zum Interdentalraum als bei einer herkömmlichen, starren Zahnbürste mit flachem Borstenfeld, bestätigten zwei unabhängige Untersuchungen an Universitätszahnkliniken in Zürich und den USA der Neuentwicklung. „Das Gelbett federt hohen Druck ab und leitet ihn in einen optimalen Kontakt der Borsten zur Zahnreihe um“, begründet Dr. Dinah Murad aus der Dr.Best-Forschung die positiven Ergebnisse. „Dies ermöglicht effizientes und sicheres Putzen.“ Obwohl sich das Entwicklungsteam bereits 1992 ein Wasserbett-Patent gesichert hatte, konnte die zugrunde liegende Idee erst nach Recherchen in anderen Bereich umgesetzt werden. Ingenieur Hans Krämer fand die Lösung auf einer Möbelmesse. Die nach mehrjähriger Forschungsarbeit jetzt serienreife neue Borstenverankerung im elastischen Gelbett ermöglicht Druckentlastung beim Zähneputzen auf völlig neuartige Weise.

Herkömmliche Zahnbürsten können es dagegen immer weniger mit der jetzt noch flexibleren Innovation aufnehmen. Das lange als ideal angesehene ebene Borstenfeld einer Zahnbürste sei grundsätzlich eher schlecht geeignet, Zähne zu säubern, erläutert Professor Dr. Stefan Zimmer von der Universitätszahnklinik Düsseldorf. Nach Sicht des Präventivzahnmediziners sollte eine gute Handzahnbürste über folgende Konstruktionsmerkmale verfügen: Ein der Form des Zahnes angepasstes konkaves Borstenfeld (äußere Borsten länger als die inneren) für den optimalen Reinigungskontakt; einzeln stehende Borstenbüschel zur bessern Reinigung von Fissuren, Zahnzwischenräumen und Zahnfleischsaum; mittlere bis weiche Borstenhärte zur Schonung von Zähnen und Zahnfleisch; endgerundete Nylonborsten zur Verhinderung von Zahnfleischverletzungen sowie eine spaltfreie Befestigung der Borstenbüschel wie zum Beispiel im neuen Gelkopf. Druckreduzierende Zahnbürsten können nach Meinung von Zimmer zusätzlich dazu beitragen, falschen und mit zu viel Kraft ausgeübten Putztechniken entgegen zu wirken.
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: juergen.berger@gsk.com  , www.dr-best.de  ]

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7.) Zahnschutz durch Wasser!

(ots) - Wer Zähnen und Zahnfleisch zusätzlich zum regelmäßigen Zähneputzen Gutes tun möchte, kann dies mit Wasser tun: Zum einen fördert Wassertrinken die Produktion von Speichel, der wiederum positiv auf den Zahnschmelz wirkt. Zum anderen können einige Schluck Wasser oder das Ausspülen des Mundes nach dem Essen die Zähne vor Bakterienangriffen schützen. Alle Nährstoffe zur Gesunderhaltung der Zähne werden über den Zahnschmelz aufgenommen. Da dieser aber nicht an den Blutkreislauf angeschlossen ist, stellt allein der Speichel den "Nachschub" sicher. Ist der Speichelfluss gering, sind Zahnprobleme vorprogrammiert.

Viel trinken für guten Zahnschutz

Der Speichelfluss hängt entscheidend vom Wassergehalt des Körpers ab: Steht ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung, werden pro Tag zirka 0,5 bis 1,5 Liter Speichel produziert. Bei Wassermangel spart der Körper zuerst Flüssigkeit ein: Der Speichelfluss wird minimiert, Mund und Rachen werden trocken. Dann erst wird Durst ausgelöst, um den Wassermangel wieder zu beheben. Wer regelmäßig trinkt, kann die "Sparmaßnahmen" des Körpers vermindern und gleichzeitig, durch den Kontakt des Wassers mit der Mundschleimhaut, einen Anreiz zur vermehrten Speichelproduktion geben. Je mehr Speichel produziert wird, desto besser ist die Spülwirkung und somit die Selbstreinigung der Zähne und Zahnzwischenräume.

Schnelle Zahnpflege mit Wasser

Wer zu den Mahlzeiten trinkt, kann "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen": zum einen ist für den Wasserhaushalt gesorgt (siehe oben) und zum anderen kann man vermeiden, dass Speisereste an den Zähnen kleben bleiben. Nach dem Essen sollte aber jeder zu einem Glas Wasser greifen, um einige Schluck zu trinken oder sich den Mund auszuspülen. Die Zähne können so sehr wirkungsvoll gegen Bakterienangriffe geschützt werden - besonders dann, wenn keine Gelegenheit zum Zähneputzen besteht.

Weitere Infos: http://www.forum-trinkwasser.de/

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8.) Mit „Lucy“ wird die Prophylaxe zum Kinderspiel!

Sie hat rote Haare, braune Augen, Sommersprossen und ein breites Lächeln mit 20 schneeweißen Stoffzähnen: „Lucy“ heißt die neue Helferin für die zahnärztliche Praxis oder die Gruppenprophylaxe. Sie weist als Sonderedition für den Verein für Zahnhygiene e.V. ein komplettes Milchzahngebiss auf, um den Kleinen die richtige Putztechnik zur täglichen Zahnreinigung zu erläutern.

Um Kinder für die tägliche Oralprophylaxe zu motivieren, ist es wichtig, sich mit ihnen bei der Beratung auf der gleichen Augenhöhe zu bewegen. Mundschutz und weißer Kittel können da schon unüberwindbare Barrieren darstellen, vielmehr wünschen sich die Kleinen in dieser Situation einen Freund oder eine Freundin an ihrer Seite. Und die gibt es jetzt: „Lucy“ die heitere Putz-Lern-Puppe vom Verein für Zahnhygiene e.V. bringt Spaß ins Untersuchungszimmer. An ihr lässt sich einfach und anschaulich erläutern, worauf es bei der täglichen Mundpflege ankommt, welche Stellen im Mund schon super gepflegt sind, und wo es vielleicht noch einen Nachholbedarf gibt.
Hersteller Kumquats ist seit mehr als 10 Jahren bekannt für seine pädagogischen Stoffpuppen und schon vielen Kindern ein vertrauter Name. Mit „Lucy“ wurde eine Sonderauflage geschaffen, die exakt 20 Stoff-Milchzähne aufweist, an denen sich die tägliche Oralprophylaxe wie zum Beispiel die systematische Zahnreinigung nach der KAI-Putzmethode kindgerecht erläutern lässt. Dafür lässt sich auch der Mund der Puppe bewegen, mit etwas Gespür und Spaß am Puppenspiel lassen sich so die Kinderherzen erreichen für eine gründliche Mundpflege von Anfang an.

„Lucy“, die Putz-Lern-Puppe, folgt somit modernen zahnmedizinischpädagogischen Maßstäben und könnte sich schnell als eine wichtige Mitarbeiterin in der zahnärztlichen Praxis oder der Gruppenprophylaxe erweisen. Bundesweit vertrieben wird die Putz-Lern-Puppe zur spielerischen Vermittlung der Kinderprophylaxe exklusiv vom Verein für Zahnhygiene e.V., Liebigstraße 25, 64293 Darmstadt, zum Preis von 129,90 €.

 Basics:  Verein für Zahnhygiene e.V.   im  Zahnlexikon-Online

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9.) Anonymer Hinweis auf Mundgeruch

(eb/dpa) Viele Büroangestellte kennen das: Sie teilen mit einem Kollegen das Zimmer, der fürchterlich aus dem Mund riecht oder so stark schwitzt, dass man am liebsten mit Nasenklammer arbeiten würde. Andere ärgern sich über ständiges Nasepopeln in den Konferenzen.

Wie aber sagt man dies den Kollegen? Zwei Südafrikaner haben für das peinliche Problem jetzt eine Lösung gefunden: Sie haben einen neuen Mail-Service für Bürogemeinschaften ins Netz gestellt, über den man seine Beschwerden anonym loswerden kann.

Unter www.secretmessage.com  können Kollegen, aber auch Freunde und Partner in 17 Kategorien auf Unsitten aufmerksam gemacht werden, ohne dass es die Atmosphäre vergiftet. Die in Kanada lebenden Südafrikaner widmen sich zudem den Themen Partnerschaft, Sex und Liebe.

In der Mail "Jemand möchte Ihre Aufmerksamkeit aufs folgende Thema lenken..." wird aber nicht nur kritisiert: Die Anbieter listen auch Verbindungen zu Informationsseiten auf, die Abhilfe für das Übel in Aussicht stellen, und bieten Foren etwa für schüchterne Menschen.

[ ©: Ärztezeitung ]

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10.) Wenn es im Ohr pfeift, ab zum Zahnarzt

Wer unter immer wiederkehrenden oder gar ständigen Ohrgeräuschen leidet, sollte zur Ursachenforschung seinen Zahnarzt aufsuchen. Denn für die belastenden Geräusche könnte unter Umständen eine verspannte Kiefermuskulatur verantwortlich sein, so die Landezahnärztekammer Brandenburg.

Dieser mögliche Zusammenhang sei Tinnitus-Geplagten nicht bewusst. Wer aufgrund von Stress dazu neigt, mit den Zähnen zu knirschen, spannt seine Kaumuskulatur zu stark an und belastet sein Kiefergelenk falsch. Diese andauernde Verkrampfung kann sich so auf das Innenohr auswirken, dass ein unangenehmes Pfeifgeräusch entsteht. Durch den starken Druck können die feinen Haarzellen im Innenohr ähnlich stark geschädigt werden wie durch einen Hörsturz oder dauerhaft starke Beschallung.

Doch auch andere Zahnprobleme können in vielen Fällen negative Folgen für das Hörorgan haben, so die Experten. Um Ohrgeräusche optimal behandeln zu können, sei es wichtig, sowohl zur Ursachenforschung als auch zur Therapie einen Zahnarzt mit einzubeziehen. Manchmal helfe schon eine Aufbiss-Schiene, die verspannte Kaumuskulatur zu lockern.

 [
© www.quintessenz.de , FVDZ-NewsLetter  ]

 Basics:  Tinnitus  im  Zahnlexikon-Online

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11.) ÖKO-TEST verunsichert erneut durch zweifelhaften Vergleich von Kinderzahnpasten

In schöner Regelmäßigkeit "testet" das Magazin ÖKO-TEST Zahnpasten und bewertet in seiner April-Ausgabe 23 Kinderzahncremes - und wie in der Vergangenheit nur nach Inhaltsstoffen und nicht nach deren Wirksamkeit. Vier der mit "sehr gut" eingestuften Zahnpasten enthalten keine Fluoride. Der Leser wundert sich dann auch über den guten Tipp der ÖKO-Tester "Ab dem ersten Milchzahn ist Fluorid ein Muss", wenn gleichzeitig eine Reihe fluoridhaltiger Zahnpasten nur von "befriedigend" bis "mangelhaft" bewertet werden.

"Fluorid ist ein wichtiges Fundament der Erfolgsstory ´Kariesprophylaxe´ in Deutschland" so Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, angesichts dieser verwirrenden Bewertungen. Oesterreich weiter: "Derzeit verwendete Produkte dürfen nicht durch solche verunsichernden Aussagen in Frage gestellt werden - zumal seitens der zahnärztlichen Wissenschaften klare Aussagen zu den Grenzwerten der Inhaltsstoffe vorhanden sind. Alle in Deutschland vertriebenen Zahnpasten sind gesundheitlich unbedenklich. Sie müssen aber auch wirksam sein!"
Doch gerade die kariesprophylaktische Wirksamkeit von Zahncremes wurde von ÖKO-TEST, wie auch in den Jahren zuvor, nicht bewertet.
Dem Verbraucher wurde mit diesem Test also erneut ein Bärendienst erwiesen.

[ © : Bundeszahnärztekammer , ausführliche Stellungnahme]

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12.) Risikostrukturausgleich: AOK größter Nettoempfänger

Die AOK ist der größte Nettoempfänger im Finanzausgleich der GKV. Über den RSA habe die AOK im vergangenen Jahr 12,7 Milliarden Euro bekommen, teilte der BKK-Bundesverband in Berlin mit.
Die Angestellten-Ersatzkassen hätten 4,1 Milliarden Euro und die BKKn 8,9 Milliarden Euro in den Risikostrukturausgleich eingezahlt.

Der RSA wurde 1994 als Finanzausgleich zwischen allen gesetzlichen Krankenkassen mit Ausnahme der landwirtschaftlichen Kassen eingeführt. Finanzschwache Versicherer mit vielen kranken Mitgliedern sollen dadurch Ausgleichszahlungen von reicheren Kassen bekommen, um allzu unterschiedliche Beitragssätze in der GKV zu verhindern.
Das Umverteilungsvolumen betrug 2005 14,9 Milliarden Euro; das waren 200 Millionen Euro mehr als noch im Vorjahr.

[ © : ck/DÄB in zm-Newsletter ]

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13.) Verbraucherzentralen NRW: Neue Broschüre zum Zahnersatz

Die Verbraucherzentralen NRW, Rheinland-Pfalz und Sachsen haben eine aktuelle Broschüre zur Zahnersatzversorgung nach den Festzuschussregeln herausgegeben. Die neue Regelung beschere den Patienten beim Zahnersatz zwar größere Wahlfreiheit bei der Art der Behandlung, verführe aber andererseits Zahnärzte dazu, Patienten teurere Leistungen anzubieten und privat abzurechnen, warnt die Verbraucherzentrale. "Patienten sollten sich kein X für ein U vormachen lassen und die einzelnen Posten nachvollziehen können, zum Beispiel um Vergleichsangebote von anderen Zahnmedizinern einzuholen", wird gefordert. Die neue Broschüre "Zahnersatzkosten im Griff" soll Patienten unter anderem anhand von Beispielrechnungen den Zugang zu der komplizierten Materie erleichtern. Das Büchlein enthält auch Beratungsadressen und ist kostenlos in den Beratungsstellen der Verbraucherschützer erhältlich oder als Download im Internet unter:

        www.vz-nrw.de/zahnersatzkosten 

[ Quelle: dpa / FVDZ ]

 Basics:  Festzuschüsse  auf  Zahnwissen.de

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14.) Zahnärztlicher Sprachführer für unterwegs

Sonne, Strand, Meer und dazu bohrende Zahnschmerzen. Da ist die Urlaubsstimmung gleich im Keller. Jetzt heißt es, schnellstmöglich einen Zahnarzt aufsuchen und dem Übel Abhilfe schaffen. Kompliziert wird es allerdings, wenn man beim Zahnarztbesuch kein Wort in der fremden Sprache beherrscht. Für diese Fälle hat proDente den Ratgeber "Au Backe - Zahnschmerzen im Urlaub" entwickelt. Er dient als Verständigungshilfe für Reisende im Falle eines Zahnarztbesuches.
Damit es während der Behandlung zu keinen Sprachproblemen kommt, übersetzt er Formulierung über akute Zahnbeschwerden in sieben Sprachen und gibt Sprachhilfen für die Benennung von bestehenden Vorerkrankungen. Laden Sie die Broschüre komplett oder in Teilen als PDF-Datei herunter.

http://www.prodente.de/uploads/media/sprachfuehrer_komplett.pdf

[ © : proDente ]

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15.) Zum Schluss: Gesundheit in Zahlen (2005)
 

240 000 000 000 Euro So viel geben die Deutschen jährlich für ihre Gesundheitsvorsorge aus. In dieser Summe enthalten sind alle Kosten für private und gesetzliche Krankenversicherungen
143 610 000 000 Euro So hoch sind die jährlichen Ausgaben der gesetzlichen Kassen. Ihre Einnahmen speisen sich in erster Linie aus den Beiträgen von Arbeitnehmern und -gebern. Über 70 Millionen Deutsche sind gesetzlich versichert
49 010 000 000 Euro So viel Geld geben die Kassen jährlich für die Behandlung ihrer Mitglieder im Krankenhaus aus. Mit 34 Prozent der Ausgaben ist dies der teuerste Posten des Gesundheitssystems
25 390 000 000 Euro So teuer sind die Arzneimittel für die Kassen. Diese Ausgaben sind im vergangenen Jahr wieder rasant angestiegen
21 600 000 000 Euro So viel kostet die Behandlung beim Arzt für die gesetzlich Versicherten - ohne Zahnärzte
8 050 000 000 Euro So hoch sind die Netto-Verwaltungskosten aller gesetzlichen Krankenkassen
870 000 000 Euro So wenig geben die gesetzlichen Kassen für Früherkennungsmaßnahmen aus, knapp eine Milliarde Euro. Macht 0,6 Prozent aller Ausgaben

[ © Cornelia Schmergal , in WamS ]

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