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Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 05/2006/ 1. Mai 2006 Inhalt
1.)
Freispruch für Amalgamfüllungen "SEATTLE / WATERTOWN (hub). Zahnfüllungen aus Amalgam schaden
offenbar nicht der Entwicklung von Kindern. Zwei Vergleichsstudien
haben jetzt ergeben: Intelligenz und Gedächtnis sind bei Kindern mit
Amalgamplomben ähnlich gut wie bei Kindern, die Kunststoff-Füllungen
erhalten. Anfang2.) Zahn-Zusatzversicherungen - ein Überblick Zusatzversicherungen
für zahnärztliche Behandlungen gewinnen zunehmend an Bedeutung - wir
haben schon mehrfach darüber berichtet. Wie von den meisten
Versicherungen bekannt, ist es äußerst schwierig, einen direkten
Vergleich untereinander anzustellen und das für Sie passende und
auch noch günstigste Angebot zu finden. Aus den "Zahnärztlichen
Mitteilungen" (zm) übernehmen wir nachfolgende Übersicht: Darüber hinaus bietet Stiftung Warentest eine individuelle Computerauswertung an, die auch Alter und Geschlecht berücksichtigt. Ab 13 Euro - abhängig vom Umfang der Analyse - kann sich jeder eine individuelle Auswertung erstellen lassen. Das Formblatt (übers Internet erhältlich) ermöglicht es, die Wichtigkeit einzelner Bereiche durch bestimmte Vorgaben vorab zu definieren. Nach der Auswertung bekommt der Kunde in etwa einer Woche fünf Tarifbeispiele mit dem dazugehörenden Kurzprofil zugesandt. Die Zeitschrift Ökotest hat im Heft 3 / 2006 allein Ergänzungsversicherungen mit umfangreichen Leistungen bewertet. Reine Zahnzusatzversicherungen sind nicht dabei. Untersucht wurden über 60 Versicherungen bezüglich ihres Leistungsumfangs bei Zahnersatz, Krankenhausaufenthalt, Heilpraktiker, Naturheilverfahren, Brille und Auslandskrankenschutz. Ökotest hat über eine Punkteliste daraus ein Top 20 erarbeitet. Hierbei wird auch jeder einzelne Leistungsbereich durch Punkte bewertet, so dass sich daran ablesen lässt, wie stark eine Versicherung einen speziellen Bereich gewichtet."
Anfang3.)
Parodontitispatienten profitieren von Vitamin-C-reicher Ernährung An der Studie nahmen 53 Patienten teil, die an einer chronischen Parodontitis
litten. Vor der Untersuchung bestimmten die Wissenschaftler den Vitamin-C-Gehalt
im Plasma der Probanden und verglichen ihn mit den Werten von 22 gesunden
Personen. Die Parodontitis-Patienten wiesen im Gegensatz zu den Gesunden einen
signifikant geringeren Vitamin-C-Gehalt im Blut auf, wobei bei Rauchern noch
geringere Werte zu verzeichnen waren als bei Nichtrauchern. Knapp zwei Drittel
der Testpersonen aßen auf Anweisung der Wissenschaftler zwei Wochen lang täglich
zwei Grapefruits, während der Rest der Probanden als Kontrollgruppe diente und
keine Grapefruits verzehrte. Nach dem Grapefruitkonsum war der Vitamin-C-Status
der Testgruppe deutlich höher als der der Kontrollgruppe. Zudem nahmen die
Zahnfleischblutungen mit zunehmender Vitamin-C-Konzentration ab, was die
Wissenschaftler auf die antibakterielle Wirkung des Vitamins zurückführten. Anfang
4.)
Neue Studie zur
Zahnpflege in Deutschland Vielen Verbrauchern ist offensichtlich
bewusst, dass eine regelmäßige und vor allem richtige Zahnpflege
eine sinnvolle Investition in die Zahngesundheit ist, denn 75
Prozent der Befragten putzen ihre Zähne in vorbildlicher Weise 2x
täglich oder sogar häufiger. Die Frauen befinden sich beim
Zähneputzen in Führung, 81 Prozent putzen ihre Zähne 2x täglich und
häufiger, bei den Männern sind es nur 69 Prozent. 1 x täglich putzen
immerhin noch 21 Prozent der Befragten. Bei dieser Gruppe der
Wenigputzer wird der bereits festgestellte Geschlechterunterschied
in Punkto Mundhygiene bestätigt: Die Männer liegen mit 27 Prozent
deutlich vor den Frauen (16 Prozent). Nennung bei „Putze meine Zähne
nie“ gab es glücklicher Weise nicht.
Anfang
5.)
Suggestive Werbung - Tabu für Ärzte Anfang6.) Weg von der starren Zahnbürste: Neuartiger flexibler Borstenkopf 75 Prozent der Deutschen putzen ihre Zähne weniger als zweimal täglich und nur 90 Sekunden statt der empfohlenen drei Minuten. Zu kurz und zu selten, um Plaque zu entfernen. Karies und Parodontitis sind die Folgen. Was liegt deshalb näher, als die Zahnbürste so zu optimieren, dass Zahnflächen und Zahnzwischenräume beim Putzen immer besser erreicht und damit auch gereinigt werden können? Dies ist das Anliegen der Dr.Best-Forschung. Soeben wird ihre neueste Innovation auf den Markt gebracht: Eine Zahnbürste, deren Borsten beweglich in einem speziell entwickelten flexiblen Gelbett gelagert sind. Dank dieser revolutionär neuen Technologie schmiegen sich die konkav geschnittenen Interdentalborsten der neuen Dr.Best-Gelkopf-Zahnbürste nahezu perfekt der individuellen Form des Zahnbogens an. Bis zu dreimal mehr Reinigungskontakt an den Zähnen sowie ein signifikant überlegener Zugang zum Interdentalraum als bei einer herkömmlichen, starren Zahnbürste mit flachem Borstenfeld, bestätigten zwei unabhängige Untersuchungen an Universitätszahnkliniken in Zürich und den USA der Neuentwicklung. „Das Gelbett federt hohen Druck ab und leitet ihn in einen optimalen Kontakt der Borsten zur Zahnreihe um“, begründet Dr. Dinah Murad aus der Dr.Best-Forschung die positiven Ergebnisse. „Dies ermöglicht effizientes und sicheres Putzen.“ Obwohl sich das Entwicklungsteam bereits 1992 ein Wasserbett-Patent gesichert hatte, konnte die zugrunde liegende Idee erst nach Recherchen in anderen Bereich umgesetzt werden. Ingenieur Hans Krämer fand die Lösung auf einer Möbelmesse. Die nach mehrjähriger Forschungsarbeit jetzt serienreife neue Borstenverankerung im elastischen Gelbett ermöglicht Druckentlastung beim Zähneputzen auf völlig neuartige Weise.
Herkömmliche Zahnbürsten können es dagegen immer weniger mit der
jetzt noch flexibleren Innovation aufnehmen. Das lange als ideal
angesehene ebene Borstenfeld einer Zahnbürste sei grundsätzlich eher
schlecht geeignet, Zähne zu säubern, erläutert Professor Dr. Stefan
Zimmer von der Universitätszahnklinik Düsseldorf. Nach Sicht des
Präventivzahnmediziners sollte eine gute Handzahnbürste über
folgende Konstruktionsmerkmale verfügen: Ein der Form des Zahnes
angepasstes konkaves Borstenfeld (äußere Borsten länger als die
inneren) für den optimalen Reinigungskontakt; einzeln stehende
Borstenbüschel zur bessern Reinigung von Fissuren,
Zahnzwischenräumen und Zahnfleischsaum; mittlere bis weiche
Borstenhärte zur Schonung von Zähnen und Zahnfleisch; endgerundete
Nylonborsten zur Verhinderung von Zahnfleischverletzungen sowie eine
spaltfreie Befestigung der Borstenbüschel wie zum Beispiel im neuen
Gelkopf. Druckreduzierende Zahnbürsten können nach Meinung von
Zimmer zusätzlich dazu beitragen, falschen und mit zu viel Kraft
ausgeübten Putztechniken entgegen zu wirken. [© : juergen.berger@gsk.com , www.dr-best.de ] Anfang7.) Zahnschutz durch Wasser! (ots) - Wer Zähnen und Zahnfleisch zusätzlich zum regelmäßigen Zähneputzen Gutes tun möchte, kann dies mit Wasser tun: Zum einen fördert Wassertrinken die Produktion von Speichel, der wiederum positiv auf den Zahnschmelz wirkt. Zum anderen können einige Schluck Wasser oder das Ausspülen des Mundes nach dem Essen die Zähne vor Bakterienangriffen schützen. Alle Nährstoffe zur Gesunderhaltung der Zähne werden über den Zahnschmelz aufgenommen. Da dieser aber nicht an den Blutkreislauf angeschlossen ist, stellt allein der Speichel den "Nachschub" sicher. Ist der Speichelfluss gering, sind Zahnprobleme vorprogrammiert. Viel trinken für guten Zahnschutz Der Speichelfluss hängt entscheidend vom Wassergehalt des Körpers ab: Steht ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung, werden pro Tag zirka 0,5 bis 1,5 Liter Speichel produziert. Bei Wassermangel spart der Körper zuerst Flüssigkeit ein: Der Speichelfluss wird minimiert, Mund und Rachen werden trocken. Dann erst wird Durst ausgelöst, um den Wassermangel wieder zu beheben. Wer regelmäßig trinkt, kann die "Sparmaßnahmen" des Körpers vermindern und gleichzeitig, durch den Kontakt des Wassers mit der Mundschleimhaut, einen Anreiz zur vermehrten Speichelproduktion geben. Je mehr Speichel produziert wird, desto besser ist die Spülwirkung und somit die Selbstreinigung der Zähne und Zahnzwischenräume. Schnelle Zahnpflege mit Wasser Wer zu den Mahlzeiten
trinkt, kann "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen": zum einen ist für
den Wasserhaushalt gesorgt (siehe oben) und zum anderen kann man
vermeiden, dass Speisereste an den Zähnen kleben bleiben. Nach dem Essen
sollte aber jeder zu einem Glas Wasser greifen, um einige Schluck zu
trinken oder sich den Mund auszuspülen. Die Zähne können so sehr
wirkungsvoll gegen Bakterienangriffe geschützt werden - besonders dann,
wenn keine Gelegenheit zum Zähneputzen besteht. Anfang8.) Mit „Lucy“ wird die Prophylaxe zum Kinderspiel! Sie hat rote Haare, braune Augen, Sommersprossen und ein breites Lächeln mit
20 schneeweißen Stoffzähnen: „Lucy“ heißt die neue Helferin für die
zahnärztliche Praxis oder die Gruppenprophylaxe. Sie weist als Sonderedition für
den Verein für Zahnhygiene e.V. ein komplettes Milchzahngebiss auf, um den
Kleinen die richtige Putztechnik zur täglichen Zahnreinigung zu erläutern. Um Kinder für die tägliche Oralprophylaxe zu motivieren, ist es wichtig, sich
mit ihnen bei der Beratung auf der gleichen Augenhöhe zu bewegen. Mundschutz und
weißer Kittel können da schon unüberwindbare Barrieren darstellen, vielmehr
wünschen sich die Kleinen in dieser Situation einen Freund oder eine Freundin an
ihrer Seite. Und die gibt es jetzt: „Lucy“ die heitere Putz-Lern-Puppe vom
Verein für Zahnhygiene e.V. bringt Spaß ins Untersuchungszimmer. An ihr lässt
sich einfach und anschaulich erläutern, worauf es bei der täglichen Mundpflege
ankommt, welche Stellen im Mund schon super gepflegt sind, und wo es vielleicht
noch einen Nachholbedarf gibt. „Lucy“, die Putz-Lern-Puppe, folgt somit modernen
zahnmedizinischpädagogischen Maßstäben und könnte sich schnell als eine wichtige
Mitarbeiterin in der zahnärztlichen Praxis oder der Gruppenprophylaxe erweisen.
Bundesweit vertrieben wird die Putz-Lern-Puppe zur spielerischen Vermittlung der
Kinderprophylaxe exklusiv vom Verein für Zahnhygiene e.V., Liebigstraße 25,
64293 Darmstadt, zum Preis von 129,90 €. Anfang9.)
Anonymer Hinweis auf Mundgeruch Anfang10.) Wenn es im Ohr pfeift, ab zum Zahnarzt Wer unter immer wiederkehrenden oder gar ständigen Ohrgeräuschen leidet, sollte zur Ursachenforschung seinen Zahnarzt aufsuchen. Denn für die belastenden Geräusche könnte unter Umständen eine verspannte Kiefermuskulatur verantwortlich sein, so die Landezahnärztekammer Brandenburg. Dieser mögliche Zusammenhang sei Tinnitus-Geplagten nicht bewusst. Wer aufgrund von Stress dazu neigt, mit den Zähnen zu knirschen, spannt seine Kaumuskulatur zu stark an und belastet sein Kiefergelenk falsch. Diese andauernde Verkrampfung kann sich so auf das Innenohr auswirken, dass ein unangenehmes Pfeifgeräusch entsteht. Durch den starken Druck können die feinen Haarzellen im Innenohr ähnlich stark geschädigt werden wie durch einen Hörsturz oder dauerhaft starke Beschallung. Doch auch andere Zahnprobleme können in vielen Fällen negative
Folgen für das Hörorgan haben, so die Experten. Um Ohrgeräusche
optimal behandeln zu können, sei es wichtig, sowohl zur
Ursachenforschung als auch zur Therapie einen Zahnarzt mit
einzubeziehen. Manchmal helfe schon eine Aufbiss-Schiene, die
verspannte Kaumuskulatur zu lockern. Anfang11.) ÖKO-TEST verunsichert erneut durch zweifelhaften Vergleich von Kinderzahnpasten In schöner Regelmäßigkeit "testet" das Magazin ÖKO-TEST Zahnpasten und bewertet in seiner April-Ausgabe 23 Kinderzahncremes - und wie in der Vergangenheit nur nach Inhaltsstoffen und nicht nach deren Wirksamkeit. Vier der mit "sehr gut" eingestuften Zahnpasten enthalten keine Fluoride. Der Leser wundert sich dann auch über den guten Tipp der ÖKO-Tester "Ab dem ersten Milchzahn ist Fluorid ein Muss", wenn gleichzeitig eine Reihe fluoridhaltiger Zahnpasten nur von "befriedigend" bis "mangelhaft" bewertet werden. "Fluorid ist ein wichtiges Fundament der Erfolgsstory
´Kariesprophylaxe´ in Deutschland" so Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der
Bundeszahnärztekammer, angesichts dieser verwirrenden Bewertungen. Oesterreich
weiter: "Derzeit verwendete Produkte dürfen nicht durch solche verunsichernden
Aussagen in Frage gestellt werden - zumal seitens der zahnärztlichen
Wissenschaften klare Aussagen zu den Grenzwerten der Inhaltsstoffe vorhanden
sind. Alle in Deutschland vertriebenen Zahnpasten sind gesundheitlich
unbedenklich. Sie müssen aber auch wirksam sein!" Anfang12.) Risikostrukturausgleich: AOK größter Nettoempfänger Die AOK ist der größte
Nettoempfänger im Finanzausgleich der GKV. Über den RSA habe die AOK
im vergangenen Jahr 12,7 Milliarden Euro bekommen, teilte der
BKK-Bundesverband in Berlin mit. Der RSA wurde 1994 als
Finanzausgleich zwischen allen gesetzlichen Krankenkassen mit Ausnahme
der landwirtschaftlichen Kassen eingeführt. Finanzschwache Versicherer
mit vielen kranken Mitgliedern sollen dadurch Ausgleichszahlungen von
reicheren Kassen bekommen, um allzu unterschiedliche Beitragssätze in
der GKV zu verhindern. Anfang13.) Verbraucherzentralen NRW: Neue Broschüre zum Zahnersatz Die Verbraucherzentralen NRW,
Rheinland-Pfalz und Sachsen haben eine aktuelle Broschüre zur
Zahnersatzversorgung nach den Festzuschussregeln herausgegeben. Die
neue Regelung beschere den Patienten beim Zahnersatz zwar größere
Wahlfreiheit bei der Art der Behandlung, verführe aber andererseits
Zahnärzte dazu, Patienten teurere Leistungen anzubieten und privat
abzurechnen, warnt die Verbraucherzentrale. "Patienten sollten sich
kein X für ein U vormachen lassen und die einzelnen Posten
nachvollziehen können, zum Beispiel um Vergleichsangebote von
anderen Zahnmedizinern einzuholen", wird gefordert. Die neue
Broschüre "Zahnersatzkosten im Griff" soll Patienten unter anderem
anhand von Beispielrechnungen den Zugang zu der komplizierten
Materie erleichtern. Das Büchlein enthält auch Beratungsadressen und
ist kostenlos in den Beratungsstellen der Verbraucherschützer
erhältlich oder als Download im Internet unter: Anfang14.) Zahnärztlicher Sprachführer für unterwegs Sonne, Strand, Meer und dazu
bohrende Zahnschmerzen. Da ist die Urlaubsstimmung gleich im Keller.
Jetzt heißt es, schnellstmöglich einen Zahnarzt aufsuchen und dem
Übel Abhilfe schaffen. Kompliziert wird es allerdings, wenn man beim
Zahnarztbesuch kein Wort in der fremden Sprache beherrscht. Für
diese Fälle hat
proDente den Ratgeber "Au Backe - Zahnschmerzen im Urlaub"
entwickelt. Er dient als Verständigungshilfe für Reisende im Falle
eines Zahnarztbesuches. Anfang
15.)
Zum Schluss:
Gesundheit in Zahlen (2005)
[ © Cornelia Schmergal , in WamS ] Anfang
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