Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 05/2007/ 1. Mai 2007

Angst vor schwerer Krankheit, Jobverlust und Altersarmut stehen ganz oben auf der Sorgenskala der Deutschen. Das ergab eine repräsentative Studie der DBV-Winterthur und dem Institut für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF). Danach ist Arbeitslosigkeit das Thema, das viele (50,8%) am meisten belastet, gefolgt von Krankheit (43%) und Krieg (39,7%). Um das Thema Altersvorsorge macht sich immerhin mehr als jeder dritte (36,8 %) Gedanken. Auf Platz vier landete die Sorge um Angehörige (38,2%), gefolgt von der Angst vor Terroranschlägen (37,1%) und dem Thema Altersvorsorge (36,8%). Fast ebenso viele fühlen sich belastet durch Kriminalität (35,9%). Weit abgeschlagen hingegen ist mit 17,2 % die Sorge um die Beziehung (Ehe, Partnerschaft).

Ihre ZahnNewsLetter Redaktion


Inhalt

 1.) Bei Trendsportarten Zähne schützen
 2.) Zahnpflege - Eltern haben Vorbildfunktion
 3.)
12 Tipps um mit dem Nuckeln aufzuhören
 4.) Jeder dritte Arzt unterschätzt die Strahlenbelastung im CT
 5.)
Fast Food überschätzt - Verzehrsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen
 6.) Gesundheitscheck beim Zahnarzt
 7.)
Krankenversicherung - Checkliste Zahnzusatztarife
 8.)
Schlankheitsmittel aus dem Internet - Zuverlässiger kann man sich nicht schaden
 9.)
Schöne Zähne helfen - attraktive Gesichter wirken erfolgreich und intelligent
10.)
Neue Hoffnung im Kampf gegen Krebs
11.) Alkohol und Drogen während der Schwangerschaft: Langzeitstudien belegen schädliche Folgen
12.)
2.900 Euro kostet jeden Deutschen die Gesundheit
13.)
Zum Schluss: Schoko aufregender als ein Kuss
 

 


1.) Bei Trendsportarten Zähne schützen

Sportarten wie Radfahren, Fußball, Inlinehockey, Mountainbiking, Inlineskating, Skateboarding und Surfen sind gerade bei schönem Wetter beliebt. Sie bergen aber ein hohes Risiko, bei Unfällen das Gebiss zu verletzen.
Ist ein Unfall passiert, sollte sofort der Zahnarzt aufgesucht werden, rät Dr. Christian Splieth, Professor für Kinderzahnheilkunde und Prävention an den Universitäten Kiel und Greifswald. Abgebrochene Zahnstücke oder ganz ausgeschlagene Zähne müssten natürlich mitgenommen werden.
Ob Zähne wieder vollständig anwachsen und ihre volle Funktion übernehmen können, hängt laut Splieth davon ab, wie feucht und steril man sie aufbewahrt. Ideal sei dafür die Zahnrettungsbox aus der Apotheke.
Am besten sei es jedoch, Verletzungen zu vermeiden. Deshalb trage man bei einigen risikoreichen Sportarten wie Hockey, Boxen oder Handball im Training und beim Wettkampf einen individuell angefertigten Mundschutz. Brandt rät Sportvereinen, Schulen und Eltern, sich mehr als bisher mit Mundschutz und Zahnrettungsbox vertraut zu machen. "Die Kosten für diese sinnvollen Hilfsmittel sind gering. Schmerzen und Kosten, die schwere Zahn- und Kieferverletzungen verursachen, sind dagegen erheblich."

[
 ©: zm-online ]

 
Basics:  Mundschutz , traumatische Zahnverletzungen  im Zahnlexikon-Online

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2.) Zahnpflege - Eltern haben Vorbildfunktion

Zähneputzen ist meist eine Sache von Bildung und Erziehung und weniger eine Kostenfrage. Dies ist das Ergebnis einer Jugendgesundheitsstudie der Fachhochschule Frankfurt/Main und des BKK Landesverbandes Hessen.
Die zentralen Ergebnisse der Studie: Nur 77 Prozent der befragten hessischen Schüler im Alter von elf bis 15 Jahren putzen ihre Zähne mehr als einmal pro Tag. 20 Prozent der Jugendlichen benutzen ihre Zahnbürste wenigstens einmal am Tag, aber immerhin zwei Prozent putzen lediglich einmal in der Woche die Zähne. Die Studie hat zudem erneut gezeigt, dass gerade Schüler aus schwächeren sozialen Schichten ihre Zähne eher unregelmäßig pflegen.

Fazit: Zähneputzen ist auch heute längst keine Selbstverständlichkeit. "Damit unsere Kinder gesunde Zähne haben und behalten, bedarf es weiter stetiger Aufklärung und Kontrolle", so Brigitte Luise Feucht, Sprecherin des BKK Landesverbandes Hessen.

Weitere Ergebnisse der Studie unter: http://www.fb4.fh-frankfurt.de/projekte/hbsc/

[ © Ärztezeitung ]

 Basics:  Kinderzähne Mundhygiene  auf www.Zahnwissen.de


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3.) 12 Tipps um mit dem Nuckeln aufzuhören
 

 1.) Daumen ade:
Hier kommt die Schnullerfee! Spätestens ab dem zweiten Lebensjahr sollten die Eltern beginnen, ihrem Kind das Lutschen und Saugen an Gegenständen oder dem eigenen Daumen abzugewöhnen - für viele gestaltet sich dieses Unterfangen als echter Kampf. Wer verzichtet schon gerne auf lieb gewordene Gewohnheiten, die zudem auch noch so schön beruhigen? Ob sanfter Entzug oder radikaler Schnitt: Die Eltern sollten möglichst immer geduldig und konsequent auftreten, sonst ist es wie mit dem Glimmstängel für passionierte Raucher: Er findet seinen Weg auch immer wieder zurück in den Mund.
Nachfolgende Tipps können nicht für jedes Kind gleich hilfreich sein. Sie als Eltern kennen es so gut, dass Sie aus den Vorschlägen einen oder zwei als geeignet herausgreifen sollten. Bewahren Sie Geduld dabei und wechseln Sie nicht von einem Tipp zum anderen.
 2.) Trösten:
Wenn das Kind quengelt sollte man es erst liebevoll in den Arm nehmen und ihm dann den Schnuller geben; nach und nach die Kuschelzeiten verlängern
 3.) Manipulieren:
Ein Schnuller, der mit einem kleinen Loch versehen oder dem stückchenweise die Saugerspitze mit der Schere abgeschnitten wird, „schmeckt" vielen Kindern auf Dauer nicht mehr so gut.
 4.) Stichtag:
Geburtstag, Weihnachten oder erster Kindergartentag: Der Abschied vom Nuckelobjekt sollte langfristig vorbereitet und dann richtig gefeiert werden -am besten mit einem kleinen Abschiedsritual und Geschenk.
 5.) Schnullerfee:
Die Schnullerfee ist eigentlich eine Tauschkönigin, denn sie kommt in der Nacht, nimmt den vor die Tür gelegten Schnuller mit und lässt dafür ein heiß begehrtes Geschenk zurück. Wird der Nucki zurück verlangt, muss das Spielzeug wieder getauscht werden; was die wenigsten jedoch wirklich wollen.
 6.) Däumling:
Auf den Daumennagel wird das kleine Gesicht des Däumlings gemalt. Dieser fürchtet sich jedoch im dunklen nassen Mund und möchte nicht mehr in die Höhle gesteckt werden. Kleine Kinder lieben solche Geschichten, der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
 7.) Daumenkönig":
Im Buchhandel gibt es schöne Bücher, die das Abgewöhnen erleichtern (z. B.:,,Philip und der Daumenkönig" oder „Ein Bär von der Schnullerfee").
 8.) Lutschkalender:
Ein Sonne-Wolken-Kalender motiviert jeden Tag aufs Neue: Wer auf's Nuckeln verzichtet hat, bekommt eine Sonne in den Kalender gemalt, andernfalls gibt es eine Regenwolke.
 9.) Verschenken:
Viele Kinder trennen sich leichter von ihrem Schnuller, wenn sie ihn einem kleineren Kind, das ihn „dringender braucht", schenken können.
10.) Klare Worte:
Wer sich Zeit nimmt und seinem Nachwuchs immer wieder die Nachteile des permanenten Lutschens aufzeigt, wird erstaunt sein, wie vernünftig Drei- bis Vierjährige manchmal schon sein können.
11.) ,,Entwöhnungs-Sauger" oder Mundvorhofplatte:
Der Entwöhnungs-Sauger hilft frühzeitig - bereits ab dem zweiten Lebensjahr - ungesundes Dauerlutschen zu stoppen. Mundvorhofplatten werden vom Kieferorthopäden individuell angefertigt und erleichtern den Kindern den Übergang zum schnullerfreien Dasein, gleichzeitig wirken sie dem offenen Biss entgegen.
12.) Noch eine kleine Bemerkung zum Schluss:
Kinder, die älter als vier Jahre alt sind und auf das Nuckeln am Daumen oder am Schnuller immer noch nicht verzichten können oder wollen, verdienen besondere Aufmerksamkeit. Manchmal ist das Saugen auch eine sprachlose Bitte des Kindes nach mehr Herzenswärme und Zuwendung. Und noch ein kleiner Trost: Irgendwann sind auch die Tage eines Schnullers gezählt - alles nur eine Frage von Zeit, Geduld und Liebe.


  [ ©: Anbiss 1/07 ]

 Basics:   Kinder aus zahnärztlicher Sicht  auf  www.Zahnwissen.de

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4.) Jeder dritte Arzt unterschätzt die Strahlenbelastung im CT

Die schnellen schönen Bilder aus dem Computertomographen sind verlockend - die 100- bis 1000-fache Strahlendosis einer normalen Röntgenaufnahme ist die Kehrseite, die kaum ein Arzt kennt: 72 Prozent aller in einer Studie des Instituts für Radiologie der Ruhr- Universität in den BG Kliniken Bergmannsheil befragten Klinik-Ärzte (Nicht-Radiologen) unterschätzten die Strahlendosis der CT im Vergleich zur konventionellen Röntgenaufnahme. Der unkritische Einsatz des Verfahrens ist die Folge. "Es werden zurzeit zu viele CT- Untersuchungen angemeldet, weil eine gewisse Sorglosigkeit bei den Zuweisern besteht", so Dr. Christoph Heyer, der die Befragung durchführte. Medizinstudium und radiologische Fortbildungsmaßnahmen müssten Ärzte aller Fachrichtungen stärker für die Strahlenbelastung sensibilisieren und die Hemmschwelle, eine solche Untersuchung zu initiieren, anheben, empfehlen die Spezialisten.

119 Ärzte aus Chirurgie, Innerer Medizin, Anästhesie und Neurologie des Universitätsklinikums hatten sich an der Befragung beteiligt. 39,5 Prozent der Befragten schätzten die Strahlendosis einer konventionellen Röntgenaufnahme des Brustraums mit 0,01 bis 0,1 Milli- Sievert (mSv) richtig ein; nur 33,6 Prozent der Ärzte wussten, wie hoch die Strahlenbelastung einer Computertomographie des Brustraums beim Erwachsenen ist: 1 bis 10 mSv. Zum Vergleich: Die Strahlenbelastung eines Menschen durch natürliche Quellen wie kosmische Strahlung beträgt etwa 2,1 mSv pro Jahr. Noch weniger Befragte waren sich der Höhe der Strahlendosis einer Herz-CT und einer CT-Untersuchung beim Säugling (je 10 bis 100 mSv) bewusst (26 bzw. 27 Prozent) - alles Untersuchungen, die zum Alltag in der Universitätsklinik gehören. Rund 12.000 Computertomographien werden hier jedes Jahr angefertigt, Tendenz steigend.
Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift RöFo veröffentlicht und ist als Kurzfassung im Internet einsehbar.

  [ ©: josef.koenig@ruhr-uni-bochum.de   ]

 Basics: Strahlenbelastung  im Zahnlexikon-Online

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5.) Fast Food überschätzt - Verzehrsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen

Immer wieder wird das Essen in Fast Food Restaurants genannt, wenn über die Zunahme der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen diskutiert wird. Fast Food Restaurants spielen aber bei der Ernährung von Kindern und Jugendlichen offenbar nur eine untergeordnete Rolle. Das fand der Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) in einer Umfrage heraus.
"Mehr als 80 Prozent aller befragten Mädchen gehen nur einmal pro Woche oder seltener in ein Fast Food Restaurant", so Diätassistentin Margret Morlo vom VFED. So kam heraus, dass mehr als 80 Prozent der befragten Jungen und Mädchen täglich eine warme Mahlzeit in der Gesellschaft ihrer Eltern, Großeltern oder in Schule und Kindertagesstätte zu sich nehmen. Die Verteuflung von Fast Food ist demnach ebenso falsch wie die Verharmlosung. Man muss sich nur darüber im Klaren sein, was man da eigentlich isst. Die jüngsten Untersuchungen der Stiftung Warentest zu Pommes frites sind da ein gutes Beispiel. Die Tester fanden Angebote einer "normalen Portion", die ein Viertel des täglichen Kalorienbedarfs ausmachten: für eine Zwischenmahlzeit viel zu gewaltig.

Die Umfrage ergab zudem, dass etwa 30 Prozent der befragten Jungen und Mädchen nur einmal am Tag Obst essen. Gemüse wird von 43 Prozent einmal am Tag, einem Viertel der Befragten zwei- bis dreimal täglich gegessen. Ungefähr vier Prozent der Befragten gaben an, weder Obst noch Gemüse zu essen.

[ © aid, Harald Seitz ]

 Basics: Ernährungsempfehlungen  im Zahnlexikon-Online

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6.) Gesundheitscheck beim Zahnarzt

Menschlicher Speichel enthält mehr als 1.500 körpereigne Proteine (Eiweiße) und 3.000 Typen sogenannter Messenger-RNA (mRNA). Je nach Gesundheitszustand verändert sich die Zusammensetzung der Proteine und mRNA, und das lässt sich für Diagnosezwecke nutzen.
Wie Wissenschaftler auf einem internationalen Kongress der Zahnärzte in New Orleans berichten, sind Krankheiten wie Brustkrebs, Aids und Hepatitis im Speichel eines Menschen anhand ihres spezifischen Protein- und mRNA-Musters diagnostizierbar. Derzeit befinden sich die Verfahren noch im Versuchsstadium, aber die Experten sprechen bereits davon, dass in einigen Jahren ein Gesundheitscheck bei Routinebesuchen beim Zahnarzt durchgeführt werden könnte.

 [ ©: WamS vom 25.3.07 ]

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7.) Krankenversicherung - Checkliste Zahnzusatztarife

Die Krankenkasse zahlt seit 2005 nur noch einen Festzuschuss zum Zahnersatz. Falls Sie Wert auf eine besonders hochwertige Versorgung mit Kronen, Brücken und Prothesen legen, zum Beispiel Verblendungen auch im nicht sichtbaren Bereich, Implantate anstelle einer Brücke oder Inlays anstelle von Amalgamfüllungen, kann das für Sie teuer werden. Eine Zusatzversicherung erstattet Ihnen einen Teil der Kosten, die Sie privat tragen müssen. Doch die Suche nach dem leistungsstärksten Tarif ist nicht ganz einfach, da die Angebote sich stark unterscheiden und die Versicherungsbedingungen schwer durchschaubar sind.
FINANZtest hat eine Checkliste erstellt, mit deren Hilfe Sie den Leistungsumfang von Angeboten prüfen können. Sie lässt sich sowohl auf reine Zahnzusatztarife als auch auf die Zahnleistungen in einem Versicherungspaket anwenden. So können Sie auch feststellen, ob das Angebot Ihrer Krankenkasse mit den besten auf dem freien Markt angebotenen Tarifen mithalten kann.

Weitere Infos und Download: http://www.stiftung-warentest.de/
Dieses Dokument erhalten Sie neben dem direkten Download auch per Fax unter der Abrufnummer: 0 900 1/51 00 10 86 36 (2,00 Euro zzgl. 80 Cent Verbindungspauschale).

 Basics: Zuzahlungen für Zahnersatz  im Zahnlexikon-Online

Allerdings machen jegliche Zusatztarife nur dann einen Sinn, wenn Sie wissen, wie Sie überhaupt versichert sind. Eine Forsa-Umfrage von Ende März ergab verbreitete Unwissenheit! zm-online schreibt dazu:

"Nur 18 Prozent der Deutschen wissen genau, was sich durch die Reform ändert. 81 Prozent wissen es laut einer Umfrage des Forsa- Instituts im Auftrag von "Bild am Sonntag" nicht.
Auch von den Bürgern mit Abitur und Studium geben nur 25 Prozent an, sie seien genau informiert. Am besten Bescheid wissen nach eigenen Angaben Anhänger der Grünen (44 Prozent). Unter den Sympathisanten der CDU/CSU sind es 20 Prozent, unter denen der SPD 16 Prozent, unter denen der FDP 23 Prozent. Am wenigsten informiert sind nach eigenen Angaben Anhänger der Linkspartei mit sechs Prozent. (Forsa befragte am 29.und 30. März ca. 500 Menschen.) pit/dpa"

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8.) Schlankheitsmittel aus dem Internet - Zuverlässiger kann man sich nicht schaden

Bloß nicht im Internet Schlankheitsmittel bestellen! Das ist das unmissverständliche Ergebnis einer aktuellen Analyse der Stiftung Warentest. Von 16 netz-vertriebenen Mitteln wurden 13 als hohe bis sehr hohe Gefahr für die Gesundheit bewertet. Die übrigen drei sind nicht abschätzbar - also auch nicht zu empfehlen.

Einen regelrechten Schwarzmarkt im Internet diagnostizierten die Tester. Unklar seien zwar die genauen Zahlen der Kunden, doch eine Online-Umfrage ergab, dass von 3 000 Personen immerhin 14 Prozent schon derartige Produkte konsumiert hatten. Teilweise gaben die Befragten an, Nebenwirkungen wie z.B. Ess- oder Herz-Kreislauf-Störungen bewusst in Kauf zu nehmen.
Als Neuheiten haben sich in der fragwürdigen Branche die Wirkstoffe Hoodia und Guggulsteron etabliert. Hoodia ist ein Pulver aus einer südafrikanischen Kaktuspflanze, welches den Hunger bremsen soll. Interessant an den entsprechenden Kapseln ist: Der angepriesene Stoff konnte darin nicht einmal nachgewiesen werden. Vielleicht auch besser so - denn seine Unbedenklichkeit ist nicht ausreichend belegt. Ähnlich unkalkulierbar sind Guggulsterone. Die Substanz wird aus dem Harz des Guggulbaumes gewonnen und in der indischen Medizin als Schilddrüsen-Stimulanz verwendet. Über die Nebenwirkungen ist bislang wenig bekannt.
Noch immer neu am Markt ist auch die hungerzügelnd wirkende Pille Acomplia mit dem Wirkstoff Rimonabant. Sie wird seit Herbst 2006 vertrieben - eigentlich als verschreibungspflichtiges Mittel, das neben einem Gewichtsverlust auch Angstzustände und Depressionen auslösen kann, daher nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden darf. Im Internet ignorieren ausländische Anbieter (etwa aus den Niederlanden oder aus Großbritannien) auf deutschsprachigen Websites diese Regelung und bieten Acomplia zur rezeptfreien Bestellung an.
Als Klassiker der schwarzen Liste behaupten sich Sibutramin und Ephedrin. Besonders chinesische Produkte auf angeblich rein pflanzlicher Basis enthalten zum Teil hohe Dosen des synthetischen Stoffes Sibutramin, welcher Herzrasen und Bluthochdruck auslösen kann. Mitunter liegt der Sibutramingehalt sogar deutlich über der Menge, die im verschreibungspflichtigen, legalen Mittel Reductil enthalten ist. Das Sucht erregende, daher verschreibungspflichtige Ephedrin wirkt in hoher Dosis tödlich. Angeboten wird es im Netz als Kombinationspräparat mit Koffein - wobei die empfohlene Tagesmenge an Koffein dann schnell bei fast 700 mg liegt. Das entspricht in etwa zehn Tassen Kaffee.

[ © aid, Johanna Thelemann ]

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9.) Schöne Zähne helfen - attraktive Gesichter wirken erfolgreich und intelligent

Stars im Showgeschäft haben längst erkannt, dass ein schönes Lächeln und strahlend weiße Zähne wichtige Schlüssel zum Erfolg sind. Aber auch wer nicht ständig vor der Kamera steht, sollte sich bewusst sein, dass ein schönes Gebiss viel zum persönlichen Vorankommen beitragen kann. Studien haben ergeben, dass Menschen mit strahlend weißen Zähnen im Berufsleben schneller Karriere machen und besser verdienen.
Eine Studie der Universität Regensburg zeigte, dass attraktiven Gesichtern die Eigenschaften erfolgreich, intelligent, geselliger und leistungsfähiger zugeschrieben werden. Welchen Eindruck wir von einem Menschen haben, entscheidet sich innerhalb der ersten Sekunden. Dabei spielt das Gesicht eine herausragende Rolle. Ein schönes Gegenüber ist uns sympathisch.
In einer Langzeitstudie der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik wurden regelmäßig Führungskräfte dazu befragt, wie groß sie den Einfluss der äußeren Erscheinung auf die Karriere einschätzen. Die Bedeutung dieses Faktors wurde seit 1986 ständig höher eingestuft. Als die Studie 2005 veröffentlicht wurde, maßen die Befragten der Schönheit erstmals mehr Bedeutung bei als den persönlichen Kontakten. In der Praxis heißt das: Schöne Menschen werden eher zum Vorstellungsgespräch eingeladen, werden eher ausgewählt und haben danach größere Chancen, Karriere zu machen. Besonders bei männlichen Spitzenverdienern macht sich nach den Erkenntnissen der Studie dieses Prinzip bemerkbar. Als schön empfinden wir symmetrische Gesichtszüge, einen schlanken Körper, intakte Haut, eine harmonische Zahnreihe und weiße Zähne.
Schöne Zähne kann jeder haben. Für viele Menschen sind schöne Zähne ein wichtiges Kriterium guten Aussehens. Doch ebenso viele sind mit ihren Zähnen unzufrieden. Dagegen kann man jedoch etwas tun. "Wem die Natur kein perfektes Gebiss geschenkt hat, kann dank moderner Methoden entscheidende Verbesserungen erzielen", erklärt Hans-Peter Küchenmeister, Präsident der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein. "Die moderne Zahnmedizin und -technik bietet viele Möglichkeiten, um schiefe, beschädigte oder verfärbte Zähne wieder strahlend und regelmäßig zu machen."
Verfärbte Zähne können mit Hilfe der professionellen Zahnreinigung und des fachkundigen Bleachings wieder vorzeigbar werden. Beschädigte und krumme Zähne erhalten mit Veneers, hauchdünnen Verblendschalen aus Keramik, eine schöne Optik. Die Investition in ein schönes Lächeln macht sich nicht selten auf Dauer bezahlt: Wer gut aussieht, verdient bei gleicher Qualifikation bis zu 5 Prozent mehr als seine durchschnittlich attraktiven Kollegen. Das fand Daniel Hamermesh von der Universität Texas heraus.

[ ©: DZW  ]

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10.) Neue Hoffnung im Kampf gegen Krebs

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 420.000 Menschen neu an Krebs - mit steigender Tendenz. Erhebliche Fortschritte in der Forschung ermöglichen bei vielen Patienten neue Behandlungsformen.
Pro Jahr sterben etwa 40.000 Menschen in Deutschland an Lungenkrebs - weltweit die Todesursache Nummer eins bei Krebs. "Eine Betreuung von der Raucherentwöhnung über die Therapie bis hin zu einem breiten palliativen Konzept ist wichtig. Dies ist an universitären Krebszentren wie dem Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Köln-Bonn gewährleistet", sagt Professor Dr. Ingo Schmidt-Wolf, Ärztlicher Leiter des CIO in Bonn. Patienten können direkt von aktuellen Forschungsergebnissen profitieren. So gelingt es beispielsweise mit neuen Antikörper-Therapien, das Leben von Patienten mit fortgeschrittem Lungenkrebs zu verlängern. Der Wachstumshemmer Erlotinib unterbricht das Signal zur Zellteilung in der Krebszelle und bremst so das Tumorwachstum. "Ein weiterer Meilenstein in der gezielten Krebstherapie sind die so genannten Angiogenesehemmer wie Bevacizumab, die die Blutzufuhr der Tumorzellen drosseln", sagt Professor Dr. Tilman Sauerbruch, Direktor der Medizinischen Klinik I des Uni versitätsklinikums Bonn. Denn dieser Antikörper verhindert die Neubildung der Blutgefäße, die den Tumor mit Blut versorgen. Solche Antikörper-Therapien werden unter anderem auch bei Darmkrebs eingesetzt.

  [ ©: Ingo.Schmidt-Wolf@ukb.uni-bonn.de ]

 Basics: Mundhöhlenkarzinom  im Zahnlexikon-Online

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11.) Alkohol und Drogen während der Schwangerschaft: Langzeitstudien belegen schädliche Folgen

Alkohol- und Drogenkonsum während der Schwangerschaft ist schädlich für das Kind. Dass die so verursachten Schäden dauerhaft sind, zeigen nun zwei Langzeitstudien von Prof. Hans-Christoph Steinhausen, Ordinarius für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität Zürich und deutschen Forschern.
Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts sind die dramatischen Auswirkungen des Konsums von Alkohol während der Schwangerschaft auf das sich entwickelnde Kind bekannt. Medizinisch werden sie heute als Fetale-Alkohol-Spektrumsstörungen (FASD) bezeichnet. Bei Fällen mit schwerer Schädigung resultieren Kleinwuchs, äussere und innere Missbildungen verschiedenen Grades, geistige Behinderung und verschiedene psychische Störungen, die sich nicht selten als Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) manifestieren.
Obwohl die charakteristischen Missbildungen im Schädel- und Gesichtsbereich sich zurückbilden, bleiben der Kleinwuchs und beim männlichen Geschlecht das Untergewicht bestehen, während bei Frauen das Körpergewicht zunimmt. Besonders bedrückend sind die bleibenden Einschränkungen der geistig-seelischen Entwicklung mit einem hohen Anteil an geistiger Behinderung, stark eingeschränkten Beschäftigungsmöglichkeiten, bleibender Abhängigkeit von Versorgung und zahlreichen Verhaltensauffälligkeiten, unter denen Symptome von ADHS besonders markant sind. Die Menge des täglichen Alkoholkonsums, ab dem mit Schädigungen des ungeborenen Kindes zu rechnen ist, kann zwar noch nicht zweifelsfrei bestimmt werden, doch gilt die Empfehlung, sich auf maximal ein Glas täglich zu beschränken.

Drogenkonsum, Intelligenz und Verhalten

Untersucht wurden Kinder, die gemeinsam mit ihren Müttern in zwei Schweizer Einrichtungen für drogenkranke Mütter in einem Rehabilitationsprogramm stationär betreut wurden. Nebst den Auswirkungen von sogenannt harten Drogen während der Schwangerschaft wurden auch biologische Risiken während der Schwangerschaft, der Geburt und in der Neugeborenperiode sowie einige risikoreiche Umwelt- und Lebensbedingungen erforscht. Zu letzteren zählen u.a. die Grösse des familiären Netzes, Merkmale der Drogenkarriere sowie die Intelligenz und psychische Auffälligkeiten der Mütter. Im Fokus der Fragestellung stand die Entwicklung von Intelligenz und Verhalten der Kinder.
Die mittlere Intelligenz lag in der untersuchten Gruppe von Kindern - die von Säuglingen bis zu Schulkindern reichte - unter der Norm der Bevölkerung, und der Anteil an Kindern mit unterdurchschnittlicher Intelligenz war bedeutsam erhöht. Die sogenannte Handlungsintelligenz stand in einer systematisch negativen Beziehung zum Ausmass des Drogenkonsums während der Schwangerschaft. Diese Negativ-Beziehung war vornehmlich durch den Konsum von Heroin oder Methadon geprägt. Keiner der umweltbedingten Risikofaktoren zeigte eine derartige Beziehung zur Intelligenz. Damit belegt dieser Teil der Studie die ungünstigen Auswirkungen des Drogenkonsums während der Schwangerschaft auf die geistige Entwicklung der Kinder.
Andere Beziehungen zu den untersuchten Risikofaktoren wurden im Falle von Verhaltensauffälligkeiten dieser Kinder aufgedeckt: Es zeigte sich, dass psychische Störungen der Mütter, deren niedriger Bildungsstand sowie ein kleines soziales und familiäres Netz mit Verhaltensauffälligkeiten bei den Kindern einhergingen. Die verschiedenen biologischen Risikofaktoren spielten dabei keine bedeutsame Rolle. Der stärkste Zusammenhang konnte zwischen kindlichen Verhaltensauffälligkeiten und mütterlichen, psychischen Störungen nachgewiesen werden.

[
Kontakt: Prof. Dr. Dr. H.-C. Steinhausen Ärztlicher Direktor Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Universität Zürich Telefon: +41 (0)43 499 27 30, hc.steinhausen@kjpd.uzh.ch  < www.caps.unizh.ch >] 

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12.) 2.900 Euro kostet jeden Deutschen die Gesundheit

Die Ausgaben für Gesundheit in Deutschland sind 2005 um 2,4 Prozent auf 239,4 Milliarden Euro gestiegen. Das sind 10,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden pro Kopf der Bevölkerung 2900 Euro ausgegeben, im Jahr zuvor waren es 2830 Euro. Größter Ausgabenträger mit 135,9 Milliarden Euro - das entspricht einem Anteil von 57 Prozent - war die gesetzliche Krankenversicherung. Deren Ausgaben stiegen leicht überdurchschnittlich um 3,3 Prozent. Noch stärker stiegen allerdings die Leistungsausgaben der privaten Krankenversicherung: um 4,2 Prozent auf 22 Milliarden Euro.
32,4 Milliarden Euro gaben die privaten Haushalte für Gesundheit aus. Pro Kopf der Bevölkerung sind dies gut 405 Euro, die die Bürger aus der eigenen Tasche - etwa für Selbstmedikation oder an Zuzahlungen - bezahlt haben. Der Anstieg liegt bei 1,2 Prozent.

Fast jeder zweite Euro im deutschen Gesundheitswesen wird in der ambulanten Versorgung ausgeben. In etwa konstant blieben 2005 die Ausgaben, die an ambulante Arztpraxen flossen mit 35,2 Milliarden Euro. Fast genauso groß ist der Umsatz der Apotheken mit 34,8 Milliarden Euro. Das meiste Geld fließt stationären Einrichtungen mit 87,4 Milliarden Euro zu. Davon entfallen 62,1 Milliarden Euro auf Krankenhäuser und 18,1 Milliarden Euro auf stationäre Pflege.

[ © Ärztezeitung ]

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13.) Zum Schluss: Schoko aufregender als ein Kuss

Der Geschmack von Schokolade törnt die meisten Menschen mehr an als ein Kuss! Das haben englische Wissenschaftler um Dr. David Lewis von der Middlesex University in einer kleinen Studie herausgefunden. Das erregende Gefühl, wenn Schoko im Mund schmilzt, sei etwa vier Mal so intensiv wie das Vergnügen durch einen leidenschaftlichen Kuss.

Wie die Online-Agentur Ananova berichtet, wurden bei den zwölf Probanden während der Testreihen sowohl die Hirnströme als auch die Herzaktivitäten gemessen. Beim zarten Schmelz der Schokolade kletterte die Herzfrequenz von 60 Schlägen pro Minute auf bis zu 140, und auch das Hirn reagierte viel stärker als beim Kuss.

"Die Resultate haben uns überrascht", so Lewis. "Wir hatten erwartet, dass Schokolade, insbesondere die dunkle, die Herzaktivität steigert, da sie stimulierende Substanzen enthält. Aber die Dauer des Anstiegs und die starken Effekte aufs Gemüt waren einfach verblüffend."

[  © Smi , Ärztezeitung ]

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