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Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 05/2008/ 1. Mai 2008 "Fitness, Wellness und Gesundheit sind den Deutschen einiges wert: Pro
Jahr geben sie insgesamt 60 Milliarden Euro dafür aus. Das geht aus einer Studie
zur Essener Fitnessmesse Fibo hervor. Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(WAZ) berichtet, geben Erwachsene laut der Studie im Schnitt zusätzlich zur
Krankenversicherung 900 Euro im Jahr für Vorsorgeuntersuchungen, alternative
Medizin, Wellness, Sport und Vitamine Ernährung aus." Ihre ZahnNewsLetter Redaktion Inhalt 1.) Krebstest beim Zahnarzt? Die Zusammensetzung von Eiweißen (Proteinen) im Speichel gibt schon sehr früh Hinweise auf ein Tumorgeschehen im Körper. Der US-Forscher Charles Streckfus von der University of Texas Dental Branch in Houston entdeckte, dass bei Brustkrebs-Patientinnen die Werte zweier Tumormarker charakteristisch erhöht waren. Von großer Bedeutung war, dass sich die Proteine gut und bösartiger Tumoren eindeutig unterschieden. Damit werde die Gefahr falscher positiver Diagnosen reduziert. Streckfus zufolge sei bei der Diagnose künftig vor allem der Zahnarzt gefragt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Entnahme von Speichelproben ist schnell, einfach, schmerzlos und kostengünstig. Lagerung und Transport von Speichelproben sind ebenfalls unkompliziert. Die Speichelproben werden jedoch auch in Zukunft andere Diagnosemethoden, wie die Mammographie, Ultraschall und Gewebeproben, nicht ersetzen, sondern höchstens in Form eines Schnelltests ergänzen, bei dem Krebs noch vor der Tumorbildung erkannt werden könnte. Das Problem in der Speicheanalyse besteht darin, dass der Speichelfluss nicht immer gleich ist. Damit schwankt auch die Menge der in der Spucke enthalten Proteine - und der möglichen Markerstoffe. Um trotzdem eine zuverlässige Diagnose möglich zu machen, wollen die Speichelforscher nun erst einmal jene Inhaltsstoffe aufspüren, deren Konzentration stabil bleibt. [ © gekürzt nach einer Meldung der Dental Tribune ] Anfang2.) Nanotechnik kann Zähne heilen Dresdner Max-Planck-Forscher haben entschlüsselt, wie Knochen und Zähne
wachsen. Mit dem Wissen entwickelten sie eine neuartige Zahnpasta, die
empfindliche Zähne schon beim Putzen repariert.
[ ©
Die Welt ] Anfang3.) Sichere Implantate dank gezüchtetem Knochen - neues Verfahren macht Operation überflüssig Wenn es um die "dritten Zähne" geht, entscheiden sich immer mehr Menschen für Zahnimplantate, Experten rechnen mit einem Wachstum von 20 Prozent pro Jahr. In vielen Fällen steht vor dem Einsatz der Implantate jedoch ein Aufbau des von Parodontitis zerstörten Kieferknochens. Bislang wurden hierfür durch eine Operation gewonnenes Knochmaterial aus Kiefer bzw. Becken oder synthetische Knochenersatzmaterialien verwendet. Jetzt berichtet das amerikanische "Journal of Periodontology" von einem schonenden Verfahren zum erfolgreichen Kieferaufbau mit gezüchteten Knochen. Entwickelt wurde die Methode von zwei deutschen Zahnärzten in Zusammenarbeit mit der staatlichen Universität Ohio in Columbus. Für den Aufbau mit körpereigenen Knochen (autologe Augmentation) als Vorbereitung für den Einsatz von Implantaten ist die operative Entnahme von Knochenmaterialien entweder aus der Kiefer- oder der Beckenregion notwendig, letztere unter Vollnarkose. Dieser Eingriff ist wie jede Operation belastend und nicht risikofrei, insbesondere für ältere Patienten. Die Nutzung von Fremdmaterialien (homologe Augmentation) birgt dagegen immer die Gefahr von Abstoßungsreaktionen. In seiner aktuellen Ausgabe berichtet die amerikanische Fachzeitschrift
Journal of Periodontology über eine Fallstudie, bei der die Düsseldorfer
Zahnärzte Prof. Zafiropoulos und Dr. Christian Beaumont eigens gezüchtetes
Knochenmaterial erfolgreich zum Kieferaufbau verwendet haben, um anschließend
Implantate einzusetzen. Dieses Verfahren ist besonders schonend für die
Patienten: Ihnen wird lediglich unter örtlicher Betäubung eine kleine Menge
Knochenhaut entnommen, aus der dann in einem Reinraumlabor neues
knochenbildendes Gewebe gezüchtet wird. Die so gewonnenen knochenbildenden
Zellen werden in ein biologisch abbaubares Grundgerüst (so genannte
Trägervliese) eingebracht, in dem die Zellen in allen Richtungen weiter wachsen
können - zu der Form, die der Zahnarzt benötigt.
Anfang4.) Spritzen waren gestern Nanoemulsionen aus klitzekleinen Sojaöltröpfchen, die mit Teilstücken von Krankheitserregern überzogen werden, könnten bald herkömmliche Impfverfahren wie Spritzen oder Schluckwirkstoffe ablösen. Der Impfstoff wird dabei ganz einfach in das Naseninnere getupft, berichtet das Technologiemagazin Technology Review in seiner Online-Ausgabe. "Die Technik ist bei einer Anzahl verschiedener Krankheiten enorm viel versprechend", meint Mansoor Amiji, Co-Direktor des "Nanomedicine Education and Resarch Consortium" an der Northeastern University, der sich seit Längerem mit dem Thema beschäftigt. Das Grundkonzept des neuen Impfverfahrens stammt eigentlich aus der
Kosmetikindustrie, wo solche Emulsionen entwickelt wurden, um Cremes das
leichtere Durchdringen von Hautporen zu ermöglichen. Und genau diese
Eigenschaft macht die Technik nun auch für Impfstoffe so interessant,
erläutert James Baker, der in den letzten Jahren an der Anpassung der
Technik für den Medizinbereich gearbeitet hat und zu den
Top-Wissenschaftlern auf dem Gebiet gehört. Er leitet das "Michigan
Nanotechnology Institute for Medicine and Biological Sciences" an der
University of Michigan.
Anfang5.) Kieferpressen und Knirschen: Gefahr für die Zahnhälse Etwa 25 Prozent der Erwachsenen leiden unter schmerzempfindlichen Zahnhälsen, meist an Schneidezähnen und vorderen Backenzähnen. Ursachen hierfür können mechanische Überbelastungen durch Kieferpressen und Knirschen sein. Bei diesem meist unbewusst oder im Schlaf stattfindenden Vorgang treten Beißkräfte auf, die bis zu 6-mal höher sind als beim Kauen. Betroffene stehen meist beruflich unter hohem Druck oder sind regelmäßig Stress ausgesetzt. Die dauerhafte Überbelastung der Zahnkronen kann zu Schmelzauflockerungen und -aussprengungen am Zahnhals führen. Wer gleichzeitig mit zu harten Zahnbürsten und falscher Putztechnik die Zähne bürstet riskiert darüber hinaus so genannte keilförmige Defekte. Die Folgen: freiliegende Zahnhälse, sensible Zähne, Zahnhalskaries. "Knirschen und Pressen kann zu starken Schmelzdeformationen führen", bestätigt Dr. Katrin Bekes von der Universität Halle. "Betroffene sollten in Zusammenarbeit mit ihrem Zahnarzt schon vor dem Auftreten offensichtlicher Schmelzdefekte das Putzverhalten überprüfen und korrigieren, damit die überbelastete Zahnhartsubstanz nicht zusätzlich durch zu harte Zahnbürsten und zu starken Putzdruck geschädigt wird." Liegen bereits keilförmige Defekte vor, muss der freiliegende Zahnhals vor kariösen und mechanischen Angriffen geschützt werden. Eine professionelle Beratung bei der häuslichen Mundhygiene hilft Patienten, eine geeignete Putztechnik zu erlernen und die richtigen Mittel zur schonenden Zahnpflege auszuwählen. Außerdem sollten Betroffene Zahnbürsten mit besonders weichen Borsten verwenden und bei der Zahnpasta auf einen wirksamen Kariesschutz und sanfte Putzkörper achten. "Fluoride spielen eine entscheidende Rolle in der Prophylaxe bei freiliegenden Zahnhälsen und keilförmigen Defekten", unterstreicht Bärbel Kiene, elmex Forschung. "Sie unterstützen den Verschluss der offenen Reizleiterkanälchen und verbessern nachweislich die Mineralisation des Dentins. Damit machen sie den Zahnhals gegen Karies resistenter."
Anfang6.) Bis wann sollte man Kinder-Zahnpasta verwenden? Der Wechsel von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen ist der
erste Zeitpunkt für einen Wechsel der Zahnpasta. Die neuen
bleibenden Zähne, die ab etwa sechs Jahren in die Mundhöhle
durchbrechen, brauchen in den ersten Jahren besonderen Schutz. Ihr
Zahnschmelz ist noch nicht vollständig ausgehärtet. Dadurch sind sie
anfälliger für Karies.
Anfang7.) Amalgam - schädlich oder ungefährlich? Seit vielen Jahren wird von Forschung und Medien das Schädigungspotential von Amalgam in der Zahnmedizin kontrovers diskutiert; Berichte von Patienten, die über Beschwerden wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Depressionen, Müdigkeit und Sehstörungen klagen, reißen nicht ab. Vor dem Hintergrund eines Gerichtsverfahrens gegen die Firma Degussa hat der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft im Jahr 1996 das Zentrum für naturheilkundliche Forschung am Klinikum rechts der Isar der TU München mit der Durchführung des interdisziplinären Forschungsprojektes GAT (German Amalgam Trial) beauftragt. In diesem groß angelegten, zwölf Jahre dauernden Projekt untersuchten "schulmedizinische" und "komplementärmedizinische" Einrichtungen in mehreren Teilprojekten das Schädigungspotential von Amalgam, die diagnostischen Möglichkeiten sowie geeignete Therapien. So wurden beispielsweise erstmals die Auswirkungen einer Amalgamentfernung bei Erwachsenen erforscht. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes liegen nun vollständig vor. "Ob und wie schädlich Amalgam wirklich ist, muss aus wissenschaftlicher Sicht sehr differenziert betrachtet werden", erläutert PD Dr. Dieter Melchart, der als Leiter des Zentrums für naturheilkundliche Forschung am Münchner Klinikum rechts der Isar für die Studie verantwortlich war. "Eine eindeutige Aussage, ob es gefährlich oder harmlos ist, können wir daher nicht machen. Wir können jedoch fundiert empfehlen, welche Therapiemöglichkeiten es bei einer subjektiv empfundenen Amalgam-Schädigung gibt." Zunächst befragten die Wissenschaftler rund 5.000 zufällig ermittelte Patienten von Zahnärzten nach ihren Beschwerden. Dabei konnte kein Zusammenhang zwischen der Anzahl der Amalgamfüllungen und dem Auftreten bestimmter Symptome nachgewiesen werden. Bei der Analyse der Fallberichte von Klägern im "Degussa-Verfahren", die zahlreiche Beschwerden im Zusammenhang mit Amalgam angegeben hatten, zeigten sich deutliche Hinweise darauf, dass sowohl zwischen Amalgamversorgung und Auftreten der Symptome als auch zwischen Amalgamsanierung und Besserung der Beschwerden ein zeitlicher Zusammenhang vorliegt. Allerdings geben die Forscher zu bedenken, dass diese Daten aufgrund der methodischen Mängel in den retrospektiv ausgewerteten Fragebögen mit Vorsicht interpretiert werden sollten. Um der Frage nachzugehen, welche Schäden durch geringe Amalgam-Dosen im Körper langfristig und möglicherweise auch unbemerkt entstehen können, untersuchten die Wissenschaftler den Effekt auf verschiedene menschliche Zelltypen. Die Ergebnisse sind, wie Melchart erläutert, nicht eindeutig: "Während sich Monozyten insbesondere gegenüber geringen Dosen von Quecksilber als unempfindlich erwiesen, reagierten Lymphozyten deutlich empfindlicher. Wir haben auch festgestellt, dass sich Zellen nach einer Amalgam-Exposition weniger gut auf Stresssituationen wie Fieber oder Umweltgifte einstellen können." Allerdings seien auch diese Ergebnisse unter Vorbehalt zu sehen: "Die Reaktion der Zellen im Labor muss nicht unbedingt der im menschlichen Körper entsprechen." Ein weiteres Teilprojekt widmete sich den diagnostischen Möglichkeiten, eine Belastung des Organismus durch Amalgam zuverlässig nachzuweisen. Hier zeigte sich, dass die gängigen Testverfahren nicht zwischen Probanden mit Amalgam-Beschwerden und solchen, die keine Beschwerden verspüren oder ganz frei von Amalgam sind, unterscheiden können. Eine Ausnahme bildet die toxikologische Messung von Quecksilber in Speichel und Blut, die zumindest zwischen Amalgamträgern und amalgamfreien Probanden eindeutig differenziert. Die aktuellste, im Journal of Dental Research veröffentlichte Studie vergleicht verschiedene Therapiemöglichkeiten für subjektiv amalgamgeschädigte Patienten. Das Ergebnis war für die Forscher recht überraschend: Einerseits führt die Entfernung der Amalgamfüllungen tatsächlich zu deutlich niedrigeren Quecksilberwerten in Speichel und Blut und auch zu einer klinisch relevanten Verbesserung der subjektiven Beschwerden. Ob eine zusätzliche Ausleitungstherapie durchgeführt wird oder nicht, spielt dabei im übrigen keine Rolle. Andererseits brachte ein spezielles Gesundheitstraining den Betroffenen eine ähnlich positive Linderung ihrer Beschwerden, auch wenn sich die gemessenen Quecksilberwerte dadurch natürlich nicht veränderten. [ ©: PM von http://idw-online.de/pages/de/institution860 ]
Der "Initiative
Prodente" gab der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Dr.
Dietmar Österreich, in diesem Zusammenhang folgendes Interview: Anfang8.)
Transportirrsinn - Die langen Wege der Lebensmittel in Europa Anfang9.) Tag der Zahngesundheit: „Gesund beginnt im Mund – aber bitte mit Spucke!“ Mit dem bewusst etwas lässig formulierten Slogan 2008 „Gesund beginnt im Mund
– aber bitte mit Spucke!“ soll auf die Bedeutung des Speichels für die
Mundgesundheit und weitere diagnostische Möglichkeiten von Allgemeinerkrankungen
aufmerksam gemacht und gleichzeitig die Hemmschwelle heruntergesetzt werden, mit
der einige Menschen diesem Thema begegnen. Wie immer, steht es allen Akteuren in
ganz Deutschland frei, einen eigenen Zugang zum Thema zu entwickeln und das
Aufklärungsziel für die eigene Zielgruppe umzusetzen - die Apotheker
beispielsweise werden vermutlich andere Schwerpunkte formulieren als die Ärzte
oder Zahnärzte. Nach Einschätzung der Vollversammlung bietet das diesjährige
Thema ganz besonders gute Möglichkeiten, gemeinsam am Strang „Prävention“ zu
ziehen, denn Aspekte wie Anfang10.) Björn Steiger Stiftung: eNotfallakte und eMutterpass Die elektronische Patientenakte soll uns künftig von der Wiege bis zur Bahre begleiten. An beiden Punkten im Kreislauf des Lebens setzt die Firma InterComponentWare (ICW) an. Zusammen mit der Björn Steiger Stiftung und deren Handy-Ortungssystem "LifeService 112" kommt eine elektronische Notfallakte zum Einsatz, die überlebenswichtige Daten zum Rettungsarzt schickt, wenn der Notruf von einer registrierten Handy-Nummer ausgelöst wurde. Zusammen mit der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg und sieben niedergelassenen Ärzten geht der elektronische Mutterpass (eMP) in die Erprobung, der das blau-grüne Heft ergänzen soll, das jede Schwangere mit sich führt. Wer sein Mobiltelefon für den Notfallruf registrieren lässt, hat ab sofort die Möglichkeit, eine kostenlose Notfallakte anzulegen, in der für den Notfallarzt wichtige Informationen, aber auch Patientenverfügung, Organspendeausweis und die Kontaktdaten von Angehörigen gespeichert sind. Wird um Hilfe gerufen, lokalisiert die Leitstelle der Feuerwehr zunächst das Handy und schickt dann die wichtigsten Informationen der Notfallakte zu den Sanitätern. Lieferant der eNotfallakte ist ICW, die praktisch den Notfallteil ihrer elektronischen Gesundheitsakte Lifesensor zur Verfügung stellt. Ähnlich wie die Notfallakte ist der elektronische Mutterpass eine "Auskoppelung" der ICW-Gesundheitsakte. Er wird unter Federführung der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg in den nächsten 12 bis 15 Monaten erprobt. An dem Projekt sollen insgesamt 200 Schwangere, sieben niedergelassene Gynäkologen und zwei Geburtshilfestationen in benachbarten Krankenhäusern teilnehmen. Der online verfügbare Mutterpass ist eine exakte Abbildung des 1961 eingeführten Mutterpassheftes, in dem alle Arztbesuche und Untersuchungsergebnisse der Mutter gespeichert werden. Projektleiter Christof Sohn von der Universitäts-Frauenklink betonte den sektorenübergreifenden Informationsaustausch zwischen den niedergelassenen Ärzten und den Krankenhäusern und bezeichnete das Pilotprojekt als einen "entscheidenden Schritt hin zu einer medizinisch optimalen und gleichzeitig individuellen und schwangerenzentrierten Geburtshilfe." Wie bei der Notfallakte ist auch beim elektronischen Mutterpass die Möglichkeit gegeben, für Mütter und Neugeborene eine vollständige Gesundheitsakte anzulegen.Ausführlich unter ...
Anfang11.) ÖKOTEST über Krankenversicherungen: Schon wieder eklatante Fehler Für viele Verbraucher ist ÖKOTEST ein hilfreiches Medium. Wenn das kritische Verbrauchermagazin aus Frankfurt Erdbeerjoghurts und Klopapier vergleicht, trifft es den Kern der Sache. Aber bei komplexeren Themen hat ÖKOTEST häufig ein Kompetenzproblem: Mangelnder Sachverstand und fehlerhafte Recherche führen dann nicht selten zu falschen Testergebnissen. Die neueste Ausgabe (Heft 5-2008) offenbart dieses Problem wieder einmal. Darin stellt ÖKOTEST den Patienten viel zu hohe Kassenleistungen für Zahnbehandlungen in Aussicht. Die von ÖKOTEST genannten Erstattungssätze von 70 bzw. 80 % der Regelleistung sind für Krankenkassen jedoch gar nicht zulässig. Fachleute schütteln verständnislos den Kopf über ÖKOTEST: Bei der Recherche zu Wahltarifen hat das Magazin Kriterien zu Grunde gelegt, die der Gesetzgeber für die Krankenkassen definitiv ausschließt. Für eine Rangliste der Kassen rechnet ÖKOTEST mit veralteten Werten. Und auch das komplizierte Satzungsrecht der gesetzlichen Krankenversicherung hat ÖKOTEST offensichtlich nicht verstanden. "Der Krankenkassenvergleich ist wertlos, die aktuelle Ausgabe von ÖKOTEST gehört ins Altpapier", stellt SECURVITA-Sprecher Norbert Schnorbach mit Bedauern fest. Die Leser von ÖKOTEST werden nicht zum ersten Mal fehlerhaft informiert. Im vergangenen Jahr deckte "FOCUS-MONEY" Mängel beim ÖKOTEST-Krankenkassenvergleich auf. Ein früherer ÖKOTEST-Kassentest war mit Fehlern übersät. ÖKOTEST-Geschäftsführer Jürgen Stellpflug gab damals "Denkfehler" der Redaktion als Erklärung an und verpflichtete sich seinerzeit, die fehlerhaften Tests nicht mehr zu veröffentlichen. "Es ist bedauerlich, dass ÖKOTEST derartige Fehlleistungen auch noch vertuscht und stattdessen Gerichtsprozesse gegen Kritiker anstrengt und mit journalistischen Fouls unter der Gürtellinie reagiert", erklärte Schnorbach. "Sogar dann, wenn solche Fehler die Gesundheit gefährden können, wie bei krebsverdächtigen Neurodermitis-Cremes, die ÖKOTEST mit 'gut' und 'sehr gut' beurteilt und ausgerechnet im Kleinkinder-Ratgeber empfohlen hat."
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12.)
Zum Schluss: Was die
Deutschen glauben, hoffen, fürchten
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