Zahnärztliche NewsLetter Nr. 06/2003/ 1. Juni 2003

Herzlich willkommen bei der neuesten Ausgabe der ZahnNewsLetters. Sollten Sie schon in Urlaub gehen, beachten Sie bitte die Tipps unter 6.) damit es Ihnen nicht so geht, wie unter 12.) beschrieben 


Inhalt

 1.) Zahnbürste: besser weich als hart bei Vielputzern
 2.) "Gute" Bakterien gegen Mundgeruch
 3.) SARS-Infektion durch Zahnersatz?
 4.) Ernährung: Schulkantine contra Schnellimbiss
 5.) Ihr gutes Recht: "Patientenrechte in Deutschland"
 6.) Vor dem Urlaub lieber noch mal zum Zahnarzt
 7.) Schwarzer Tee als Killer von Mundgeruch und Zahnbelag
 8.) Vegetarier leben länger - aber liegt es an der Ernährung?
 9.) Medikamente: Was heißt "vor dem Essen"?
10.) Keine Genehmigung für ambulante Behandlung in der EU erforderlich
11.) Individuelle Beratung rund ums Trinken
12.) Zum Schluss:
In Italien kassieren Hilfspolizisten nicht nur Strafzettel


1.) Zahnbürste: besser weich als hart

Experten berichten, dass immer mehr junge Erwachsene mit ausgeprägtem Mundhygienebewusstsein ihr Zahnfleisch durch zu häufiges Putzen verletzen. Oft spielen auch berufliche Belastungen und Stress eine bedeutende Rolle. Mitverantwortlich für dieses manchmal übertriebene Reinigungsverhalten ist die Furcht vor Mundgeruch (s.u.) und der dadurch bedingten Sorge, bei den Mitmenschen auf Ablehnung zu stoßen.

Professor Matthias Frentzen von der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie der Rheinischen Friedrich-Willhelms-Universit in Bonn: "Bei systematischen Untersuchungen ist festzustellen, dass schon bei 18- bis 2o-Jährigen etwa 25% von Gingivarezessionen (Rückgang des Zahnfleischs) betroffen sind. Mit zunehmendem Alter steigt dieser Anteil beträchtlich."
Die Experten empfehlen deshalb, weiche Zahnbürsten zu verwenden. Denn grundsätzlich sei das Verletzungspotenzial von Zahnbürsten mit einem weichen Bürstenfeld niedriger als das von mittleren oder harten Zahnbürsten, so der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Dietmar Oesterreich.
Weiche Filamente (Einzelborsten) sind empfindlich und verbiegen sich schneller - vor allem bei der "Schrubbtechnik", die oft mit zu hohem Kraftaufwand ausgeführt wird. Frentzen empfiehlt daher die Bass-Technik (Rüttel- und Vibrationsbewegungen). Mit dem Erlernen einer neuen Putzmethode werde oft der Krafteinsatz reduziert. Dabei reinigen weiche Zahnbürsten mindestens genau so gut wie andere - vorausgesetzt, sie werden regelmäßig - morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen - mit der richtigen Zahnputztechnik benutzt. Die Experten betonen weiterhin, dass der regelmäßige Austausch der "verbrauchten" Zahnbürste besonders wichtig sei. Etwa alle zwei Monate sollte die Zahnbürste gewechselt werden, da die Borsten verbraucht sind und ihre ausgefransten Enden das Zahnfleisch verletzen können. Leider wechseln die Deutschen nach einer Studie ihre Bürste statt 6 mal nur 1,6 mal im Jahr! Gehören Sie auch dazu?

[ Quelle: z.T. "Anbiss" inside ]

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2.) "Gute" Bakterien gegen Mundgeruch

Mundgeruch - der Fachmann spricht von Halitosis - gehört zu den Tabu-Themen unserer Gesellschaft. Man hat ihn oder hat ihn nicht und manchmal bildet man sich ihn auch ein (sog. Halitophobie), aber man spricht nicht drüber. Dabei hat die jüngere Forschung auf diesem Gebiet viel erreicht und Sie und/oder Ihr Zahnarzt können in fast Fällen etwas dagegen tun: Innerhalb des Mundbereiches sind fast immer Stoffwechselprodukte von bestimmten gram-negativen Bakterien die eigentliche Geruchsursache, da diese Speisereste, Blut, Zellen und einige chemischen Komponenten des Speichels abbauen. Dieser als bakterielle Aminolyse bezeichneter Vorgang führt zur Entstehung und Freisetzung so genannter VSC (volatile sulfur compounds), welche vom Geruch her von vielen Menschen als unangenehm empfunden werden. Derartige geruchsproduzierende Bakterien finden sich - da besonders ohne Sauerstoff gut gedeihend - in versteckten Höhlungen, wie tiefen kariösen Defekten, Zahnzwischenräumen, tiefen Zahnfleischtaschen und dem hinteren Drittel des Zungenrückens. Nach Literaturangaben klagt etwa ein Drittel über gelegentlichen Mundgeruch; ca. 5 % leiden dauernd darunter. Die Ursachen sind etwa zu 85 % in der Mundhöhle zu suchen. Auch hier hilft besonders die tägliche und gründliche Zahnpflege - incl. des Zungenrückens - um die Bakterien zu beseitigen. Sollten allerdings Löcher in den Zähnen sein oder Sie tiefe Zahnfleischtaschen haben, so nützt diese tägliche Heimarbeit wenig, da weder Bürste, noch Zahnseide oder Munddusche in die Schlupfwinkel kommen - eine zahnärztliche Behandlung bessert meist schlagartig diesen Zustand; keinesfalls aber ein noch so teures Mundwasser!
Über einen neuen Weg zur Bekämpfung der geruchsproduzierenden Bakterien berichtet die Deutsche Zahnarztwoche (
DZW 14/03):
"
Menschen, die am stiefmütterlich behandelten Problem Mundgeruch (Halitosis) leiden, könnten "gute" Bakterien fehlen. Diese Bakterien heften sich vorzugsweise an die Zunge und halten übel riechende Mikroorganismen im Zaum. Wissenschaftler des Forsyth Institute in Boston/Massachusetts behaupten, dass der Atem eher durch ein pro- als mit einem antibakteriellen Mundwasser frisch bleibt. Bruce Paster und seine Kollegen identifizieren die auf der Zunge lebenden Bakterien mit einer Gensequenz-Technik. Bei jenen Personen, die an Mundgeruch litten, fehlten häufig drei Bakterienstämme. Stattdessen beherbergte die Zunge unbekannte Bazillen.
"Die wahrscheinlichste Erklärung der Unterschiede in der bakteriellen Besiedelung im Mundraum liegt darin, wie Bakterien sich an die Zunge binden", sagte Paster. Binden schwefelhaltige Bakterien, führe dies zur schlechten Geruchsbildung. Binden wohlriechende Bakterien, gebe es auch keinen Mundgeruch. Der Unterschied könnte durch verschiedene Faktoren, zum Beispiel die Blutgruppe, verursacht werden und würde auch erklären, warum manche Menschen zu Mundgeruch neigen. In der Studie wurden Personen mit gutem und schlechtem Atem differenziert, indem der Schwefelgehalt im Atem gemessen und mit einem Messgerät eingestuft wurde. Anschließend wurden mit einer genetischen Methode Zungenabstriche analysiert. Insgesamt zählten die Forscher 92 verschiedene Bakterienstämme, von denen 29 bislang unbekannt waren. Für jeden Stamm stellten sie eine genetische Probe her. Damit soll Mundgeruch genauer untersucht und bessere Behandlungsmethoden entwickelt werden. Eine Möglichkeit wäre ein "probiotisches" Mittel auf Basis "guter" Bakterien, die die "schlechten" ersetzen, schreibt die FachzeitschriftNew Scientist. Derzeit bekämpfen Betroffene schlechten Atem zumeist mit antibakteriellem Mundwasser, das Bakterien abtötet. Der üble Geruch kehre aber häufig wieder zurück." 
==> Halitosis

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3.) SARS-Infektion durch Zahnersatz?

Eine unheimliche Seuche bedroht z.Zt. die Welt und hat vielfache Auswirkungen. Unheimlich vor allem deshalb, weil man bisher zuwenig über Entstehung und Verbreitung weiß, unheimlich ebenso, weil Fehleinschätzungen und Spekulationen über SARS die Weltbevölkerung verunsichern: Die Panikmacher haben Hochkonjunktur. Eine zusätzliche Facette in diesem verantwortungslosen Spiel mit den Ängsten der Bevölkerung sind die Äußerungen des Präsidenten der Zahntechnikerinnungen - aber wohl mehr aus einem Eigeninteresse heraus als an einer Verhütung ungeahnter Krankheitsfolgen für Zahnersatz-Patienten. Die Bundeszahnärztekammer schreibt dazu:

08.05.2003 Berlin - Als "verantwortungslose Panikmache" hat die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) die Warnung des Präsidenten der Zahntechnikerinnungen, Lutz Wolf, vor möglicher Ansteckung von Patienten mit dem SARS-Virus über aus China importierten Zahnersatz zurückgewiesen. In einem Zeitungsinterview hatte Wolf behauptet, es bestehe die theoretische Möglichkeit, dass Patienten die Lungenseuche über Zahnersatz aus SARS-gefährdeten Staaten direkt implantiert werde. Nach Aussage des Robert-Koch-Instituts und auf Grund der aktuellen Erkenntnisse der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Überlebensfähigkeit des Virus schließt die Bundeszahnärztekammer eine solche Infizierung unter den Kautelen der für die Zahnarztpraxen vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen über Zahnersatz aus.

"Was Herr Wolf hier treibt, ist ein durchsichtiges Spiel mit der Angst um lästige Konkurrenten auszuschalten. Patienten sollten sich von solchen irreführenden, auf reiner Mutmaßung basierenden Horror-Szenarien nicht verunsichern lassen", erklärt die Bundeszahnärztekammer.

Patienten, die sich informieren möchten, können sich an die kostenfreie Hotline der Bundeszahnärztekammer wenden, die bundesweit unter der Rufnummer 0800-8233283 erreichbar ist. Hier lässt sich die nächstgelegene Patientenberatung erfragen. Oder klicken Sie diesen Text an.

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4.) Ernährung: Schulkantine contra Schnellimbiss

Die richtige Ernährung nimmt eine Schlüsselfunktion bei der langfristigen Kostensenkung im Gesundheitswesen ein. Das wissen auch Politiker und Ernährungsfachleute. Doch der positive Effekt von Aufklärungskampagnen ist umstritten. Untersuchungen zeigen, dass Geschlecht und Lebensstil in Ernährungsfragen eine entscheidende Rolle spielen. Dabei geben die Eltern beim Essen allzu häufig ein schlechtes Vorbild ab. Experten hoffen deshalb auf Verbesserung, wenn - wie jetzt in der Diskussion - Ganztagsschulen mit Mittagsverpflegung eingeführt werden. Allerdings muss das dortige Angebot in Qualität und Preis mit dem schnellen Imbiss von der Straße konkurrieren können.

Wissenschaftler monieren unverändert: "Zu viel Fett, zu wenig Obst und Gemüse!"

"Noch immer verzehren die Deutschen zu viel Fett", bilanziert Gottfried Ulbricht vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke (DIfE). "In den letzten Jahren ist der Fettverzehr trotz intensiver Ernährungsaufklärung insgesamt annähernd gleich geblieben. Zwar werden tierische Fette inzwischen teilweise durch Pflanzenöle ersetzt. Die Fettsäurezufuhr hat sich dadurch allerdings nur geringfügig verändert - ein Grund, die Ernährungsaufklärung besonders in diesem Punkt fortzusetzen und zu intensivieren mit dem Ziel, die Aufnahme gesättigter Fettsäuren, wie sie zum Beispiel sehr reichlich in tierischen Fetten vorliegen, zu reduzieren." Der Durchschnittsdeutsche isst jeden Tag etwa 120 Gramm Fett, so viel wie ein halbes Päckchen Butter. Nach Ansicht der Wissenschaftler am DIfE sind das 50 Prozent zu viel. Ulbricht beobachtet und analysiert auch, wie sich Kampagnen zur Ernährungsaufklärung auswirken und welchen Erfolg sie erzielen. Ein Beispiel: die Kampagne "Fünf am Tag", vor drei Jahren initiiert unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, der Deutschen Krebsgesellschaft und den Landesärztekammern. "Der Verzehr von fünf Portionen Obst beziehungsweise Gemüse pro Tag wurde damals lediglich von 15 Prozent der Verbraucher in Berlin erreicht", berichtet Ulbricht. Dennoch - das zeigen Untersuchungen des DIfE - hat diese Kampagne im wahrsten Sinne des Wortes "Früchte" getragen. Zwischen 2000 und 2001 ist der Verzehr von Obst und Gemüse deutlich gestiegen. 80 Prozent der Bevölkerung wissen inzwischen, wie wichtig Obst und Gemüse für eine gesunde Ernährung sind.

Lebensstil und Ernährung - Langfristige Umstellung bringt Nutzen

Dass in Ernährungsfragen durchaus das Geschlecht, aber auch der Lebensstil eine Rolle spielen, weiß Eva Barlösius vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). "Wir beobachten beispielsweise, dass insbesondere Frauen aus der Mittelschicht auf eine gesunde Ernährung achten." Bei Diäten und Ernährungstrends unterscheidet Barlösius drei Ansätze. "Zum einen gibt es Diäten, bei denen es um die Gewichtabnahme geht. Dann gibt es übergreifende Ernährungskonzepte, die dauerhaft in einen bestimmten Lebensstil integriert werden und die zu einer allgemeinen Steigerung der Lebensqualität beitragen sollen. Hier ist nicht allein das Körpergewicht entscheidend, vielmehr soll das gesamte persönliche Wohlbefinden gefördert werden. Schließlich gibt es solche Diäten, die der Arzt bei bestimmten Krankheiten oder zu deren Prävention anordnet." Die klassischen Frühjahrsdiäten gehören zur ersten Kategorie. "Hier steht eindeutig das Abnehmen im Vordergrund", erklärt Barlösius. Gottfried Ulbricht vom DIfE betont allerdings, dass eine Diät nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie auf eine Langzeitwirkung ausgerichtet ist: "Immer nur kurzfristige Ziele anzupeilen und sich jeden Frühling in eine neue Diät zu stürzen, ist nicht vernünftig. Vielmehr sollte die Diät eine komplett neue Ernährungsweise einleiten. Diesbezüglich haben sich die in den Medien diskutierten Diäten wie die 'Pfundskur' in den letzten Jahren deutlich verbessert - die Verbraucher werden langfristig an neue Verzehrmuster gewöhnt". Und das ist durchaus notwendig - neben der allgemein zu hohen Fettzufuhr und dem geringen Obst- und Gemüseverzehr verzeichnet Ulbricht weitere Ernährungsdefizite: Der Flüssigkeitsbedarf werde nicht immer gedeckt, und auch die Ballaststoffzufuhr sei nicht ausreichend. "Der Tagesbedarf von 25 Gramm (g) Ballaststoffen könnte beispielsweise in Form von 100 g Haferkleie, 140 g weißen Bohnen oder 600 g Roggenbrot gedeckt werden", empfiehlt Ulbricht. "Idealerweise sollte auf eine abwechslungsreiche und vielseitige Kost geachtet werden, die Ballaststoffe aus verschiedenen Lebensmitteln enthält."

Chance für gesündere Ernährung: Schulen mit Gemeinschaftsverpflegung

Wenn Erwachsene sich nicht vernünftig ernähren, ist es wahrscheinlich, dass diese ungünstigen Verzehrmuster auf die Kinder übertragen werden. Denn oft übernimmt der Nachwuchs die schlechten Essgewohnheiten, die ihm in der Familie vorgelebt werden. Daher sprechen sich Ernährungsexperten immer wieder für die Gemeinschaftsverpflegung an Schulen aus. In der derzeit diskutierten Einführung von Ganztagsschulen sieht Eva Barlösius vom WZB eine Einstiegschance für Schulkantinen. "In Ländern wie Schweden und Frankreich - Länder übrigens, die eine hohe Zahl erwerbstätiger Frauen aufweisen - ist diese Form der Versorgung an Schulen besonders verbreitet", erklärt sie. Wie qualitativ hochwertige Gemeinschaftsverpflegung angelegt sein kann, demonstrieren die öffentlichen Kantinen in Österreich: Dort sollen 20 Prozent aller Lebensmittel aus dem ökologischen Anbau stammen. Doch mit der Einführung von Kantinen an sich ist der Weg zur vernünftigeren Ernährung noch nicht beschritten. Gottfried Ulbricht sieht mögliche Schwachstellen: "In den neuen Bundesländern gab es früher mehr Kantinen. Heute versorgen sich die Schüler dort lieber anderweitig. Dafür gibt es zwei Ursachen - zu hohe Preise einerseits und Qualitätsprobleme andererseits." Den Grund für diesen Negativtrend kennt der Ernährungsexperte: "Früher handelte es sich bei den Kantinen um soziale Einrichtungen mit meist eigenen Zubereitungsküchen, heute wird die Versorgung größtenteils über Zentralküchen und mit weiten Speisentransportwegen privatwirtschaftlich organisiert. Das führt häufig zu Qualitätseinbußen." Kommt es also tatsächlich zur flächendeckenden Einführung von Ganztagsschulen und Schulverpflegung, dann ist zuallererst auf die Lebensmittelqualität und geschmackvolles Essen zu achten. Eva Barlösius weiter: "Dies wäre ein wichtiger Schritt für eine verbesserte Gesundheitsvorsorge und eine lohnende Aufgabe für das junge Verbraucherministerium".

Kontakte:
Leibniz-Gemeinschaft: Dr. Frank Stäudner  Tel.: 0 30/ 20 60 49 42  Fax: 0 30/ 20 60 49 55  staudner@wgl.de
DIfE: Dr. Gottfried Ulbricht  Tel.: 03 32 00/ 8 83 38  Fax: 03 32 00/ 8 87 77  presse@mail.dife.de
WZB: Prof. Dr. Eva Barlösius  Tel.: 0 30/ 25 49 15 77  Fax: 0 30/ 25 49 15 56  barloesius@wz-berlin.de 

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5.) Ihr gutes Recht: "Patientenrechte in Deutschland"

Mit der Broschüre "Patientenrechte in Deutschland", herausgegeben von der Bundesregierung, können sich Patienten künftig über ihre Rechte schlau machen. Es ginge dabei nicht um neues Recht, sondern darum, Patienten, aber auch Ärzte und Krankenschwestern, in verständlicher Sprache über geltendes Recht zu informieren, meinte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) bei der Vorstellung des Hefts. Mit der Broschüre liege erstmals eine Patientencharta vor, die von allen Beteiligten des Gesundheitswesens mitgetragen werde. Das Heft mit einer ersten Auflage von 500 000 Stück solle möglichst in allen Wartezimmern, Krankenhäusern und Beratungsstellen ausliegen. Das Info-Heft kann im Internet unter http://www.bmgs.bund.de/download/broschueren/A407.pdf als PDF-Datei kostenlos heruntergeladen oder unter http://www.bmgs.bund.de/ bestellt werden.

[ Quelle: zm 93, Nr. 9, 7.5.2003, (7067)  ]

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6.) Vor dem Urlaub lieber noch mal zum Zahnarzt

Zahnschmerzen sind schlimm. Im Urlaub aber tun sie nicht nur weh, sondern kosten Zeit, die man viel lieber an der Costa verbracht hätte und sie belasten mitunter auch die Urlaubskasse nicht unerheblich, da Chip-Karten deutscher Prägung weitgehend unbekannt sind - Cash, "bar auf die Kralle" ist angesagt. Die Zahnärztekammer Schleswig-Holstein empfiehlt deshalb allen Urlaubern, einen Zahnarztbesuch in die Reisevorbereitungen mit einzuplanen.

Wenn der Zahnarzt weiß, dass es auf große Fahrt geht, wird er bei der Untersuchung auch das kleinste Risiko aus dem Weg räumen, das in absehbarer Zeit das Wohlbefinden eventuell beeinträchtigen könnte.
Dazu zählt die Behandlung von Karies im allerersten Stadium genauso wie die Überprüfung bestehender Füllungen. Zahnstein wird nicht nur aus kosmetischen Gründen entfernt, sondern weil er sich langsam am Zahnhals entlang ins Zahnfleisch schieben und dort Entzündungen auslösen kann. Auch der Zustand des Zahnfleisches lässt Rückschlüsse auf bevorstehende Erkrankungen zu.
Eine Röntgenaufnahme ist vor Urlaubsantritt sehr ratsam, weil oftmals Krankheitsherde im Verborgenen gären, von denen der Patient überhaupt nichts spürt. Wenn sie ausbrechen, ist das meist mit Schmerzen verbunden und eine schnelle Behandlung erforderlich. Dieses Risiko sollte man im Urlaub ausschließen.

Weil man trotz aller Vorsorge nie ganz sicher sein kann, empfiehlt der Zahnarzt auch gern ein wirksames Schmerzmittel. Ebenso eine Tinktur oder Mundspülung gegen Reizungen des Zahnfleisches oder der Mundschleimhaut. Dazu kann es gerade in südlichen Ländern wegen der Kostumstellung oder fremder Gewürze kommen. Auch den Ratschlag, die gewohnten Mittel für die tägliche Mundhygiene von zu Hause mitzunehmen, sollte man nicht in den Wind schlagen. Nicht jedes Präparat ist in jedem Land der Welt erhältlich.
Die tägliche Mundpflege darf im Urlaub keineswegs zu kurz kommen. Die Zahnbürste braucht keinen Urlaub, sondern muss wie immer möglichst nach jeder Mahl zeit zum Einsatz kommen. Besonders aber dann, wenn Zucker mit im Spiel war. Zur Überbrückung kann man in Ausnahmefällen auch mal ein zuckerfreies Kaugummi kauen, weil dadurch der Speichelfluss angeregt wird. Das mineralstoffhaltige Sekret reinigt nicht nur die Zähne sondern kann auch kleinste Schäden am Zahnschmelz wieder reparieren. Allerdings kann noch so kräftiges Kauen niemals die Zahnbürste ersetzen.
Wenn auch Sie sorglos reisen wollen, gehen Sie vorher besser noch mal zum Zahnarzt. Den Termin dafür sollten Sie so rechtzeitig legen, dass eine eventuell erforderliche Behandlung noch vor Reiseantritt abgeschlossen werden kann.

[ Quelle + ©: Zahnärztekammer Schleswig-Holstein ]

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7.) Schwarzer Tee als Killer von Mundgeruch und Zahnbelag

Die Polyphenole im Schwarz-Tee stören unter anderem das Wachstum von Bakterien, die für Mundgeruch zuständig sind. Das haben Zahnmediziner der Universität von Illiois in Chicago herausgefunden. Die Wissenschaftler hatten dazu Bakterien 48 Stunden lang mit Polyphenolen aus Tee behandelt. Je nach Konzentration der verwendeten Polyphenole produzierten die Bakterien bis zu 30 Prozent weniger Schwefelwasserstoffe – die ursächlichen Substanzen von Mundgeruch – oder sie hörten sogar gänzlich auf, sich zu vermehren. Bereits in früheren Studien war nachgewiesen worden, dass schwarzer Tee das Wachstum von Plaquebakterien unterdrückt und den Zahnschmelz härtet, da in ihm natürliche Fluoride enthalten sind.

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8.) Vegetarier leben länger - aber liegt es an der Ernährung?

Vegetarier ist nicht gleich Vegetarier - bei dieser Lebens- und Essensphilosophie gibt es erhebliche Unterschiede.
(Ovo-) Laktovegetarier essen außer pflanzlichen Produkten auch Milch, Milchprodukte und zusätzlich Eier. Diese Ernährungsform gilt unter Ernährungswissenschaftlern als völlig unproblematisch, auch kleine Kinder können bei entsprechend sorgfältiger Auswahl der Nahrungsmittel laktovegetarisch ernährt werden. In Schwangerschaft und Stillzeit ist die laktovegetarische Ernährung ebenfalls kein Problem.
Veganer lehnen jede Art von tierischen Produkten ab: Außer Fleisch und Fisch auch Eier, Milchprodukte und Honig. Meist tragen sie auch keine Lederschuhe. Diese strenge Ernährungsform bedarf einer sehr sorgfältigen Auswahl der Lebensmittel, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Schwangere, Stillende und Kleinkinder sollten nicht vegan leben.
Bekannt ist, dass Vegetarier eine bedeutend höhere Lebenserwartung haben. Wissenschaftlich ist allerdings nicht gesichert, ob dies nur von der Ernährung herrührt, oder ob die allgemeinen Lebensumstände der Vegetarier diesen Effekt bewirken. Die Deutsch Ärztezeitung schreibt dazu am 20.5.:

"Immer ran ans Gemüse - dieses Fazit kann man aus den Daten einer großen Langzeitstudie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg ziehen. Denn danach leben Vegetarier im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung eindeutig länger - auch wenn nicht klar ist wie viel länger.
Für die Studie unter der Leitung von Privatdozentin Dr. Jenny Chang-Claude wurden zwischen 1976 und 1978 die Daten von 1904 Menschen dokumentiert, die mehr oder weniger streng vegetarisch lebten (wie kurz berichtet). 60 Teilnehmer gaben an, außer auf Fleisch auch auf andere tierische Lebensmittel wie Eier oder Milch zu verzichten (Veganer), zwei Drittel mieden zwar Fleisch, aßen aber Eier und Milchprodukte (Ovo-Lakto-Vegetarier) und ein knappes Drittel gab an, gelegentlich kleine Mengen an Fisch oder Fleisch zu essen (moderate Vegetarier). Außer zu ihren Ernährungsgewohnheiten wurden die Teilnehmer auch zum Lebensstil wie körperliche Aktivität und Rauchen befragt.

Statt wie erwartet 100 starben nur 59 Studienteilnehmer

Das wichtigste Ergebnis der Studie: Bis zum Studienende 1999 wären statistisch 100 Todesfälle unter den Teilnehmern zu erwarten gewesen, tatsächlich waren es nur 59. Auch wenn allein die Todesursachen Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen betrachtet wurden, schnitten Vegetarier besser ab als statistisch zu erwarten gewesen wäre.

Auf dem Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und des Instituts für Ernährungswissenschaft des Universität Potsdam, auf dem die Studienergebnisse vor kurzem im Einzelnen präsentiert wurden, nannten die Heidelberger Wissenschaftler mehrere Erklärungsmöglichkeiten für die verringerte Zahl an Todesfällen unter den Vegetariern: So unterschieden sich die Vegetarier von der Normalbevölkerung nicht nur in ihrem Ernährungsverhalten, sondern auch in mehreren anderen täglichen Gewohnheiten. Zum Beispiel rauchten nur etwa fünf Prozent der Studienteilnehmer. In der Normalbevölkerung qualmt nach Zahlen des Europäischen Statistikamtes etwa jeder dritte Deutsche täglich. Und vor allem: nur sieben Prozent der Vegetarier waren übergewichtig, 25 Prozent hatten sogar Untergewicht. In der Durchschnittsbevölkerung ist hingegen jeder zweite deutsche Erwachsene nach Angaben der DGE übergewichtig.
Und noch ein interessantes Studienergebnis präsentierten die Wissenschaftler des DKFZ: Beim Vergleich der drei Vegetarier-Gruppen untereinander hatte der moderate Vegetarismus mit gelegentlichem Fleisch- oder Fischverzehr den günstigsten Effekt auf die Sterblichkeit. Wurde die Sterbewahrscheinlichkeit der strengen Veganer als "1" eingestuft, dann lag die der Ovo-Lakto-Vegetarier bei 0,66 und die der moderaten Vegetarier sogar nur bei 0,60."

[ Quelle + ©:  Deutsch Ärztezeitung schreibt dazu am 20.5. ]

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9.) Medikamente: Was heißt "vor dem Essen"?

Etwa 36.000 Tabletten schluckt jeder Deutsche im Lauf seines Lebens, viele davon falsch. Lenz, die Zeitschrift für die Zielgruppe 50plus, zeigt in ihrer neusten Ausgabe (6/2003), wie Medikamente besser und schneller wirken:
Die meisten Fehler, so Lenz, werden bei der Wahl der Flüssigkeit gemacht, mit der beispielsweise Tabletten eingenommen werden. So vertragen sich viele Medikamente, wie etwa Antibiotika, nicht mit Fruchtsaft. Durch die Säure verlieren sie ihre Stabilität und werden nicht mehr ausreichend vom Körper aufgenommen. Auch Milch ist denkbar ungeeignet. Denn manche Arzneien bilden mit dem Kalzium der Milch unlösliche Salze. Bei eisenhaltigen Medikamenten rät Lenz, diese nie gleichzeitig mit Tee oder Kaffee einzunehmen. Dasselbe gilt auch für Fertigsuppen, Marmelade, Pudding oder Eis. Der Grund: Diese Produkte enthalten meist Eindickungsmittel (Pektine), die mit dem Eisen im Darm eine feste chemische Verbindung eingehen können. Daher sollten Tabletten nur mit Wasser oder Mineralwasser hinuntergeschluckt werden. Je mehr Flüssigkeit, desto besser. Denn so wird das Medikament leichter gelöst und bleibt beim Schlucken nicht in der Speiseröhre stecken.
Sehr oft wird auch die Empfehlung, ein Mittel "vor dem Essen" oder "auf nüchternen Magen" zu nehmen, missverstanden. Denn gemeint ist nicht die Einnahme unmittelbar vor der Mahlzeit, sondern 30 bis 60 Minuten vorher. Das gilt primär für Medikamente, die schnell und konzentriert wirken müssen, wie Antibiotika oder Schmerzmittel. Dabei sind Fette, heiße Speisen sowie eiskalte Getränke auf dem Weg vom Magen zum Darm besonders hinderlich. Umgekehrt, so Lenz, sieht es mit Arzneimitteln aus, bei denen eine langsame Aufnahme erwünscht ist. Sie sollten zum oder direkt nach dem Essen eingenommen werden. Hierzu gehören Mittel gegen Gicht, zur Durchblutungsförderung, viele Herzmedikamente, Blutdruck- und Rheumamittel sowie Psychopharmaka.

[ Jürgen Sinn, Telefon 0221/277 57-0 Telefax 0221/277 57-10 redaktion@lenzmagazin.de  ]

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10.) Keine Genehmigung für ambulante Behandlung in der EU erforderlich

Bedingt durch die Verschiedenartigkeit der staatlichen Gesundheitssysteme - sowohl in der Struktur wie auch im Umfang des Leistungskatalogs - ergeben sich immer wieder dann Probleme, wenn EU-Bürger sich in anderen EU-Staaten ("EU-Ausland") behandeln lassen; dies besonders dann, wenn in dem Staat, wo die ärztlichen Dienstleistungen erbracht werden, ein weitaus umfangreicherer Katalog und eine höhere Gebührenstruktur besteht als in dem originären Land. Mit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (Az: C-385/99) scheint eine Rechtssicherheit geschaffen worden zu sein:
Für eine ambulante Arztbehandlung im EU-Ausland dürfen die gesetzlichen Krankenkassen künftig keine Genehmigung mehr verlangen. Das hat im Mai 2003 der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Fall der Niederlande entschieden, in denen ebenfalls ein Sachleistungssystem besteht. Wie in Deutschland besteht auch in den Niederlanden ein Vertragssystem zwischen Kassen sowie Ärzten und Einrichtungen. Von Notfällen abgesehen wurden Behandlungen bei vertraglich nicht gebundenen Ärzten im In- wie im Ausland nur in Ausnahmefällen und nach vorheriger Genehmigung bezahlt.
Nun stellt das Gericht fest, dass die Ausgestaltung des Gesundheitssystems Sache der einzelnen Staaten bleibt. Doch sie müssen es den "europäischen Grundfreiheiten", dazu gehört die Dienstleistungsfreiheit, anpassen. Nur für Krankenhausbehandlungen ist ein Genehmigungsvorbehalt gerechtfertigt, damit ausreichend Betten auf planbarer Basis vorgehalten werden können. Bei der Arztbehandlung dagegen stünden für die Patienten Wohnortnähe und Vertrauen im Vordergrund. Daher sei kaum vorstellbar, dass so viele Patienten ins Ausland abwandern, dass das Versorgungssystem aus dem Gleichgewicht geraten könnte. Nationale Beschränkungen des Leistungsumfangs blieben allerdings auch bei einer Behandlung im Ausland bestehen, betonten die Europarichter; d.h., Leistungen, die im Heimatland nicht übernommen werden, brauchen die Krankenkassen bei einer Auslandsbehandlung nicht zu erstatten. Bereits 1998 hatte der EuGH den Genehmigungsvorbehalt in zwei Fällen aus Luxemburg verworfen. Dort besteht aber kein Sachleistungsprinzip, vielmehr werden die Kosten einer Behandlung gegen Vorlage der Rechnung erstattet. Politiker und Kassen hatten daher gehofft, diese Urteile seien nicht auf Deutschland übertragbar. Demgegenüber ist das niederländische System dem Deutschen sehr ähnlich.

Dieses Urteil ist nach unserer Auffassung so zu interpretieren: Die Leistungen müssen auch im Inland zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gehören, sonst ist keine Erstattung möglich. Fällt eine ausländische Rechnung höher aus als bei gleicher Leistung im Inland, trägt allein der Versicherte das (Mehr-)Kostenrisiko - ist sie günstiger, so wird nur der tatsächliche Betrag erstattet. Von seiner Kasse kann der Versicherte also maximal nur die Kosten erstattet bekommen, die für die Behandlung im Inland angefallen wären. Außerdem gibt es einen gewissen Abschlag (ca. fünf Prozent), mit dem die höheren Verwaltungskosten und die fehlenden Wirtschaftlichkeitsprüfungen abgegolten werden.

[ Quelle: z.T.:  Ärztezeitung vom 14.5.
Basics: http://www.zahnwissen.de/lexikon_ba-bm.htm#Behandlung_EU]

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11.) Individuelle Beratung rund ums Trinken 

Das Forum Trinkwasser e.V. bietet ab sofort einen neuen unentgeltlichen Online-Beratungsservice für alle, die ihr Trinkverhalten überprüfen möchten. Um gesund und fit zu bleiben ist es wichtig, genug zu trinken. Der Trink-Test findet sich im Internet unter http://www.trinkberater.de - einfach anklicken und den Fragebogen rund ums Trinken ausfüllen. Etwa einen Tag später erhält jeder Teilnehmer per E-Mail eine ausführliche und individuelle Trink- Analyse mit vielen Tipps.
Ernährungswissenschaftler empfehlen, unter normalen Bedingungen täglich 1,5 bis 2 Liter zu trinken. Doch obwohl es die meisten Menschen wissen, trinken sie zu wenig. Es bleibt häufig beim guten Vorsatz. Die Gründe sind vielfältig: Bei dem einen stellt sich tagsüber einfach kein Durstgefühl ein, bei dem anderen liegt es daran, dass trotz Durst gerade kein Getränk in der Nähe ist. Und der Dritte vergisst es einfach über den Trubel des Tages. Dabei haben viele von uns sogar einen noch höheren Flüssigkeitsbedarf: Wer sich zum Beispiel häufiger in klimatisierten Räumen aufhält, Sport treibt oder gerade eine Diät macht. Auch wenn es draußen warm wird, steigen die Wasserverluste des Körpers. Wer zu wenig trinkt, kann sich schlechter konzentrieren und ist auch körperlich weniger fit - das belegen wissenschaftliche Studien. Individuelle Beratung und Informationen können helfen, mehr und richtig zu trinken.
Unter http://www.trinkberater.de werden Fragen rund ums eigene Trinkverhalten gestellt. Die Auswertung aller Antworten erfolgt nach einer von Experten entwickelten Methode. Dazu gibt es Trink-Tipps von Ernährungswissenschaftlern, die auf die jeweilige persönliche Lebenssituation abgestimmt sind und helfen, das persönliche Trinkverhalten zu optimieren.

Den Trinkberater erreicht man auch über die Homepage http://www.forum-trinkwasser.de, die zusätzlich viele Informationen über das Lebensmittel Trinkwasser bereithält.

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12.) Zum Schluss: In Italien kassieren Hilfspolizisten nicht nur Strafzettel

Reisen Sie demnächst in den Urlaub nach Italien? Und haben Sie den Urlaubscheck in Ihrer Zahnarztpraxis versäumt und bekommen ausgerechnet in Bella Italia Zahnschmerzen? Dann interessiert vielleicht folgende Meldung der Online-Agentur Ananova/Ärztezeitung:
"Ohne Anästhesie übten sich im Mittelalter Barbiere und Quacksalber im Zähneziehen. Die Instrumente glichen Marterwerkzeugen. Heute ist jede Zahnarztpraxis mit Hightech ausgerüstet. Vor Scharlatanen ist man deshalb noch lange nicht gefeit:
Die Mitglieder des italienischen Zahnarztverbandes in Rom beklagen die Zunahme von Hobby-Zahnärzten. Vor allem Lehrer, Installateure und Hilfspolizisten ziehen danach Zähne oder fixieren Kronen. Wie die Online-Agentur Ananova berichtet, soll es über 45.000 (!!!) solcher falscher Zahnärzte in Italien geben. Viele besorgen sich Zertifikate aus dem Internet, nennen sich Zahnarzt und eröffnen eine Praxis  - zum Vergleich: In ganz Deutschland praktizieren ca. 60.000 "richtige" Zahnärzte.
"Diese Leute haben keine Idee davon, wie die Zahnmedizin ausgeübt wird und sie haben kein Verständnis für Hygiene. Wer sie besucht, riskiert nicht nur die Gesundheit seiner Zähne", sagt Verbandsmitglied Giuseppe Renzo. Die Dentisten fordern nun, dass sich die Regierung des Problems annehmen soll."

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Verantwortlich: Dr. Klaus de Cassan

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