Zahnärztlicher NewsLetter Nr.
06/2004/ 1. Juni 2004
Herzlich willkommen bei einer weiteren Ausgabe der ZahnNewsLetter.
Ihre ZahnNewsLetter-Redaktion

Inhalt
1.)
Zahnersatz
ab 2005 - große Unkenntnis in der Bevölkerung
2.) Strahlend weißes
Lächeln aus der Drogerie -
Halten Bleaching-Präparate wirklich, was
sie versprechen?
3.) Erst
kauen, dann putzen
4.) Mundspüllösungen:
a) Worauf Verbraucher achten sollten
b) Mit der Teepflanze
Cystus gegen Mundgeruch
5.)
Ratschläge zur Vorbeugung vor Gesichts- und Zahnverletzungen
6.) Bakterien
zunehmend widerstandsfähig gegenüber Medikamenten
7.) Ist unser Gesundheitswesen
nun GUT oder SCHLECHT?
8.) Nur wenige Bürger haben einen Organspendeausweis
9.) Vegetarische Ernährung:
Säurebedingte Zahnschäden durch Gemüse möglich
10.) Broschüre zur Allergieprävention mit Probiotik
11.) Zahnhölzchen und Zahnseide gleichermaßen effektiv
bei der Reinigung
12.) Antioxidantien - "Rostschutz" oder Radikalfänger
13.)
Wenn es ums Vertrauen geht, liegen Ärzte vorn
14.) Vor Behandlung im EU-Ausland sorgfältig informieren
15.) Verbraucherzentrale NRW: Patiententipps für den
Arztbesuch
16.)
Zum Schluss:
Wie würde heute das Märchen "Rotkäppchen" erzählt?

1.)
Zahnersatz
ab 2005 - große Unkenntnis in der Bevölkerung
Bisher haben die
Diskussionen um Praxisgebühr und Zuzahlungen die Meisten glaubend
gemacht, das es dies mit der Gesundheitsreform wohl gewesen sei. Zwar
schmerzlich, aber ertragbar. Doch die "große Reform" auf dem
zahnärztlichen Sektor steht erst noch bevor; in 2004 erfolgte "nur" eine
Umstrukturierung in der Bewertung der einzelnen zahnärztlichen
Leistungen - dies haben die Kieferorthopäden besonders zu spüren
bekommen, wo eine Absenkung teilweise bis zu 40 Prozent stattfand. Ab
2005 ist der große Sektor "Zahnersatz" nicht mehr Bestandteil der
Gesetzlichen Krankenversicherung, eine Beitragszahlung wie bisher mit
Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil entfällt. Aber: Jeder gesetzlich
Versicherte muss sich ab 2005 in einer Pflichtversicherung ("Zahnersatz-Pflicht-Zusatzversicherung")
absichern, ohne Wenn und Aber. Was in den letzten Wochen durch die
Presse geisterte ("Rentner bekommen keinen Zahnersatz mehr") ist
lediglich eine noch nicht behobene Gesetzeslücke, da nicht beschrieben
wurde, wie bei Rentnern und Arbeitslosen der Beitragseinzug erfolgt,
besagt aber keineswegs, dass dieser Personenkreis keinen Zahnersatz mehr
erhält bzw. sich versichern muss!
Nachfolgend wollen wir Ihnen die wichtigsten Neuerung (Stand Mai 2004)
darlegen und schon an dieser Stelle vor einem übereilten Abschluss von
den z.Zt. zahlreich angebotenen Versicherungen warnen:
Jeder Pflichtversicherte muss ab 1.1.2005 eine Zahnersatzversicherung
abschließen - ob weiterhin bei seiner Gesetzlichen oder bei einer
Privaten, ist nicht vorgeschrieben. Diese Versicherung stellt eine Art
Grundversorgung dar und ist in der Regel wie bisher mit einer
Selbstbeteiligung - je nach Bonus(?) und Art der Versorgung - versehen.
Sie beinhaltet einfache Versorgungsformen (siehe weiter unten unter
"befundorientierte Festzuschüsse").
Moderne zahnärztliche Versorgungen bzw. aufwändigere Formen - z.B.
Keramikverblendungen, Inlays, Veneers, Implantate - sind mit dieser
Grundversicherung nicht abgedeckt. Diese Leistungen müssen aus eigener
Tasche bezahlt oder können durch eine weitere Zusatzversicherung bzw.
eine "erweiterte Zahnersatz-Pflicht-Zusatzversicherung" teilweise oder
vollständig abgedeckt werden.
Die Art der Bezuschussung wird vollkommen umgestellt: Gab es bisher
einen prozentualen Anteil auf eine bestimmte Versorgungsform, so gelten
ab 2005 "befundorientierte Festzuschüsse".
Was bedeutet dies? Vereinfacht kann man sagen, dass bisher z.B. bei
einer Lücke von 3 Zähnen zum Ersatz sowohl eine (relativ teure) Brücke
oder eine einfache Modellgussprothese angefertigt werden konnte. Auf die
Kosten für beide Versorgungsformen wurde dann ein entsprechender
bonusabhängiger prozentualer Zuschuss zwischen 50 und 65 % von der Kasse
bezahlt, mit der Konsequenz, das derjenige, der die aufwendigere Art
wählte, auch mehr Geld von der Kasse bekam. Diese Art ändert sich nun
grundsätzlich: Ein gemeinsamer Bundesausschuss aus gesetzlichen
Krankenkassen und Zahnärzten wird erst im Sommer dieses Jahres die
typischen Versorgungsformen ("Zahnersatz-Regelversorgung")
festlegen, auf welche sich dann die Festzuschüsse aufbauen. Erst dann
können präzise Prämien- bzw. Beitragskalkulationen erfolgen. Aber schon
jetzt steht fest, dass derjenige, der eine einfache Versorgungsform
wählt, u.U. nur noch wenig selbst tragen muss.
Über die Höhe der Prämien kann bisher nur spekuliert werden -
Gesetzliche Versicherungen werden wohl bei 10 €/Monat (incl. der
Familienmitglieder) liegen, bezogen auf die befundorientierten
Festzuschüsse. Die Privaten halten sich bedeckt. Hinter der Hand wird
von 15 € (pro Versicherten) und mehr gesprochen, dafür soll aber
wesentlich mehr geboten werden - Minimalversicherungen sind bisher nicht
geplant. Wie gesagt: Alles Spekulationen, denn die Zahlen zu den
befundorientierten Festzuschüsse mit Festlegung der Laborkosten sind
nicht vor Ende November zu erwarten.
Wie oben erwähnt, werden diese Grundversorgungsleistungen durch eine
Pflichtversicherung - egal bei wem - abgedeckt. Nun kommen verstärkt die
Zusatzversicherungen ins Gespräch, welche keine Pflicht sind, sondern
die den Zweck haben, zusätzliche Leistungen abzusichern, um mehr als
eine minimale gesetzliche Zahnersatzversicherung zu bieten.
Bis 2004 konnten derartige Zusatzversicherungen nur bei privaten
Krankenkassen abgeschlossen werden. Neu werden diese nun auch von den
Gesetzlichen angeboten, aber nicht direkt, sondern in Kooperation mit
privaten Versicherungen in Form von einer Art "Gruppenvertrag".
Hierfür wird schon jetzt verstärkt Reklame gemacht und unter Anderem mit
fehlenden Wartezeiten geworben. Doch: Für die Pflichtversicherung
gibt es laut Gesetz keine Wartezeit, bei den Zusatzpaketen sind viele
Wartezeit-Varianten (z.B. Zeitbegrenzung, gestaffelte
Jahreshöchstbegrenzung, sofortige Vollversicherung) möglich. Außerdem
haben Gruppenverträge immer den Nachteil, dass sie kaum eine
individuelle Gestaltungsmöglichkeit bieten.
Warum die Gesetzlichen in den Zusatzversicherungsmarkt so massiv
drängen, hat einen simplen Hintergrund, denn im Prinzip haben sie ja
nichts von diesem Geschäft: Durch die Einbindung in Kooperationsverträge
will man die Versicherten langhaltig an "Ihre" Gesetzliche binden, denn
ein Wechsel in eine günstigere Gesetzliche - so wie in den letzten Jahren
millionenfach geschehen - hätte einen Verlust der bestehenden
Kooperation mit der privaten Zusatzversicherung zur Folge. Dabei ist es
ungewiss, zu welchen Konditionen die neue Gesetzliche die Anwartschaften
an den Zusatzversicherungen übernimmt. Hier sieht es bisher so aus, dass
die Zusatzversicherungspakete (z.T. auch noch mit ärztlichen Varianten
gekoppelt), nur schwer miteinander zu vergleichen sein werden - ebenso
dürften dann faire Anrechnungen alter Verträge bei einem Wechsel nicht möglich
sein.
Aus der komplizierten Materie und dem jetzigen Stand heraus gilt deshalb
unsere Empfehlung, vorerst noch abzuwarten, bei wem die
"Pflichtzusatzversicherung" abgeschlossen wird und beim Abschluss einer
darüber hinaus gehenden Zusatzversicherung "unabhängig" zu bleiben.
Wir werden Sie weiter auf dem Laufenden halten.
Basics:
Gesundheitsreform ab 2004 im Lexikonteil

2.) Strahlend
weißes Lächeln aus der Drogerie -
Halten Bleaching-Präparate wirklich, was sie
versprechen?
Ein Trend aus Amerika schwappt
nach Deutschland: Nicht nur gesund, sondern auch schön müssen Zähne
sein. Das
Zauberwort heißt "Bleaching" und die Werbung verspricht ein strahlend
weißes Lächeln für ein ganzes Jahr. Doch ein
Experte vom Universitätsklinikum Bonn warnt davor, ohne fachliche
Beratung solche Bleaching-Präparate aus Apotheke
und Drogerie anzuwenden. "Oftmals erhält ein Verbraucher bei einer
solchen Selbstbehandlung nicht das von ihm
gewünschte ästhetische Bild", konstatiert Dr. Andreas Braun, Oberarzt
an der Universitätsklinik für Parodontologie,
Zahnerhaltung und präventive Zahnheilkunde.
Auch Zähne unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess. Der
Zahnschmelz wird im Laufe der Jahre dünner und die
dunkleren inneren Zahnschichten treten stärker hervor. Auch färben
Farbstoffe, die sich im Zahnschmelz über die Jahre
ansammeln, die Zähne gelb. "Bei solchen natürlich gelben Zähnen
bewirkt das Bleichmittel eine Aufhellung. Aber bei
Zahnstein und äußeren Belägen durch Nikotin, Rotwein, Kaffee oder Tee
haben sie dagegen keinen Effekt", erklärt
Zahnmediziner Braun. Ferner kaschiert eine Zahnbleichung mitunter auch
Krankheitsbilder, wenn beispielsweise
Entzündungen im Zahninnern die Zähne rot erscheinen lassen. So rät
Oberarzt Braun jedem, vor einem Bleaching erst
einmal die Ursache der Zahnverfärbung mit einem Zahnarzt abzuklären.
Erst nach einer professionell Zahnreinigung und Zahnstein-Entfernung
kann das Bleichmittel auf den nun sauberen Zähnen
richtig greifen. Für eine Selbstbehandlung sind gerade stehenden Zähne
ohne Frontfüllungen und Zahnersatz die beste
Voraussetzung für gleichmäßig weiße Zähne. Denn das Bleichmittel nimmt
keinen Einfluss auf die Farbe von Keramik und
Kunststoff. So erscheinen Kunststoff-Füllungen nach einem Bleaching
dunkel. Liegt ein Bleaching-Streifen nicht exakt auf
den Zähnen auf, so kann er diese nicht überall gleich stark bleichen.
Das Resultat sind unregelmäßig aufgehellte Zähne.
Als Alternative bieten sich hier die Bleaching-Lacke an.
Nach dem Bleaching kommt es häufig vorübergehend zu einer
Überempfindlichkeit der Zähne gegenüber Kälte und Wärme.
Sind Füllungen undicht oder Zähne gerissen, kann das Bleichmittel in
den Zahn eindringen und extreme Schmerzen
verursachen. Auch ist die Menge an Wasserstoffperoxid, dem
eigentlichen Bleichmittel, in der Mundhöhle erhöht. Brennen
oder eine Verfärbung der Mundschleimhaut sind mögliche Folgen. Gelangt
das Wasserstoffperoxid in den Magen, kann es
Magenprobleme verursachen. Auch allergische Reaktionen können
auftreten.
Obwohl keine Langzeitfolgen bekannt sind, rät Zahnmediziner Braun:
"Gesunde, gerade stehende Zähne ohne Beläge oder
Zahnstein sind die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche
Heimbleichung. Da aber die wenigsten ein solches
Idealgebiss haben, sollte sich jeder vor und während einem Bleaching
von seinem Zahnarzt individuell beraten und
gegebenenfalls behandeln lassen..
[
©: E-Mail:
andreas.braun@uni-bonn.de
]
Basics:
Bleichen / Bleaching im Lexikonteil

3.)
Erst kauen, dann putzen
Weniger Gewicht, extrem hohe Haltbarkeit, zuverlässiger Schutz und
lange
Wirksamkeit, angenehmer Geschmack - dies sind nur einige der gegenüber
handelsüblicher Zahnpasta wissenschaftlich nachgewiesenen Vorteile der
neuen Zahnpflege in Tablettenform mit dem Namen Denttabs®.
Die Idee kam Prof. Dr. Peter Gängler, einem der "Erfinder" der neuen
Zahnpflege und Dekan der Wittener Fakultät für Zahn-, Mund und
Kieferheilkunde, vor einigen Jahren bei der Überarbeitung eines
Lehrbuchs für die Zahnmedizin. "Da ist mir aufgefallen, dass es seit
etwa 100 Jahren in diesem Bereich im Grunde keine Innovation mehr
gegeben hat." Nach wie vor putzt ein nicht unbedeutender Teil der
Menschheit seine Zähne allmorgendlich und nach jeder Mahlzeit mit
herkömmlicher Zahncreme.
Die aber hat viele Nachteile, über die man jedoch mangels Alternativen
bisher bereit war, großzügig hinwegzusehen. Da wäre zunächst der hohe
Wasseranteil von mehr als 50 Prozent. Das Wasser macht die Tuben
schwer
und bewirkt zudem, dass "alle Inhaltsstoffe miteinander in Reaktion
treten", sagt Peter Gängler. Weiterer unangenehmer Nebeneffekt ist die
geringe Haltbarkeit der wässrigen Mischung und die damit verbundene
großzügige Beimischung von Konservierungsstoffen. Und da wäre noch die
hohe Reaktionsfreudigkeit des Hauptinhaltsstoffes Fluorid.
Dr. Hendrik Eifler, bei Prof. Gängler 2001 in Witten promovierter
Zahnarzt aus Berlin, griff die Idee auf und startete zunächst
umfangreiche Versuchsreihen mit verschiedenen Granulatmischungen und
Wirkstoffkombinationen. Da aber Granulat als Darreichungsform wenig
geeignet erschien, kam er auf den Gedanken, es einfach in die
praktische
Tablettenform pressen zu lassen - Denttabs® waren geboren. Doch die
praktische Form und gut verträglichen Inhaltsstoffe machen zusammen
noch
kein gutes Zahnpflegeprodukt. Im Praxistest musste sich zeigen, ob das
Gefühl im Mund und der Geschmack "mehrheitsfähig" sind. Auch hier
zeigten sich Denttabs® der Zahnpasta-Konkurrenz mehr als gewachsen.
[
Mail: peter.gaengler@uni-wh.de,
proDentum GmbH, Tel.: 030/49900-80 (Axel Kaiser) ]
Basics:
Zahnpasta im Lexikonteil

4.)
Mundspüllösungen:
a) Worauf
Verbraucher achten sollten
Antibakterielle Mundspüllösungen sind eine sinnvolle Ergänzung zur
täglichen Plaqueentfernung mit der Zahnbürste. Doch nicht jede Lösung
ist frei von Nebenwirkungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine
Forschergruppe der TU Dresden anhand eigener und in der Literatur
dokumentierter Ergebnisse. Demnach sind die plaquehemmenden
Eigenschaften einer Mundspül-Lösung mit Aminfluorid/Zinnfluorid
geeignet, um vor Zahnfleischentzündungen zu schützen.
Entscheidend, so die Forscher aus der Elbmetropole, ist der Einfluss
des Wirkstoffes in der Mundspüllösung auf die Mundflora. Denn neben
schädlichen Bakterien, die Entzündungen auslösen können, kommen in der
Mundhöhle sehr viele nützliche Bakterien vor. Bei langfristiger
Anwendung von stark antibakteriellen Wirkstoffen, z.B. hoch
konzentriertem Chlorhexidin, bestehe die Gefahr, dass das für die
Gesunderhaltung des gesamten Körpers wichtige ökologische
Gleichgewicht der Mundhöhle gestört wird. Weitere Nebenwirkungen
können Verfärbungen der Zähne und der Mundschleimhaut,
Geschmacksirritationen oder Zungenbrennen sein. Hoch konzentrierte
Chlorhexidin-Lösungen sind nach Ansicht der Forschergruppe daher nur
zur kurzfristigen Verwendung geeignet, zum Beispiel wenn die tägliche
Zahnpflege mit Zahnpasta und Zahnbürste vorübergehend eingeschränkt
oder gar nicht möglich ist. Für die dauerhafte Anwendung empfehlen die
Wissenschaftler Aminfluorid/Zinnfluorid. Bakteriologische
Untersuchungen bestätigen, dass diese Wirkstoffkombination
Plaque-Bakterien bekämpft und so eine gesunde Mundflora fördert.
Alkohol wird häufig als Lösungsvermittler in Mundspüllösungen
eingesetzt, was aus wissenschaftlicher Sicht überflüssig erscheint:
"Die Verwendung von Alkohol ist chemisch nicht erforderlich; Alkohol
besitzt keine eigene positive Wirkung“, so das Forscherteam. Es seien
daher alkoholfreie Präparate vorzuziehen. Die Mundspül-Lösung mit der
Wirkstoffkombination Amin-fluorid/Zinnfluorid (z.B. meridol™) ist
alkoholfrei und, so das Fazit des Vergleichs, nicht zuletzt deshalb
„Mittel der Wahl“ für die Langzeitanwendung.
[ Quelle: PM der Fa.
GABA]
Basics:
Mundspüllösungen im Lexikonteil
b) Mit der Teepflanze Cystus gegen
Mundgeruch
Da mag das Gegenüber noch so
nett sein - Mundgeruch ("Halitose") läßt jegliche Sympathie oft
buchstäblich im Keim ersticken. Schuld daran sind in bis zu 90 Prozent
aller Fälle Bakterien in Mund- und Rachenraum. Sie zersetzen
abgestorbene Zellen und Speisereste, die sich zwischen oder in den
Zähnen festgesetzt haben und produzieren dabei übel riechende
Schwefelverbindungen und andere Gase. Seltener liegen die Ursachen
"tiefer": So können Helicobacter-pylori-Infektionen der
Magenschleimhaut mit schlechtem Atem einhergehen. Auch eine
geschädigte Darmschleimhaut kann Mundgeruch verursachen, wenn die
Geruchsmoleküle aus dem Darm in die Blutbahn übergehen und von den
Lungen abgeatmet werden.
Abhilfe verschafft meist eine gründliche Mundhygiene: "Wer unter
Mundgeruch leidet, sollte sich nicht nur nach jedem Essen die Zähne
putzen, sondern außerdem einmal täglich die Zahnzwischenräume mit
Zahnseide säubern und eine Zungenbürste verwenden", erklärt
Zahnmediziner Dr. Christoph Asper aus Zürich. "Scharfe Mundwässer
überdecken den Geruch nur - eine Dauerlösung sind sie nicht." Anders
ist es mit dem Sud aus der Teepflanze Cystus: In Laboruntersuchungen
wurde die gute antimikrobielle Wirksamkeit des leicht harzig
schmeckenden Konzentrats nachgewiesen: Einfach mehrmals am Tag mit
einem halben Glas Sud spülen und anschließend hinunterschlucken. So
wird nicht nur die Mund- sondern auch die Magenflora reguliert. Der
Atem erhält seine natürliche Frische zurück - ohne aufdringlichen
Mentholgeruch. Zur gründlicheren Reinigung empfiehlt Asper außerdem,
die Zungenbürste vorher in den Sud zu tauchen. Positiver Nebeneffekt:
Nicht nur Mundgeruch und Helicobacter pylori-Infektionen verschwinden
nachhaltig - auch Mundentzündungen (Aphthen) haben kaum noch eine
Chance! Zum Mitnehmen für unterwegs gibt es Cystus auch als praktische
Lutschtablette (Mastitabs). Cystus Mastitabs und Sud sind in Apotheken
erhältlich.
[©:
E-Mail:
info@pandalis.com ; Internet:
www.pandalis.com ]
Basics:
Cystus (
Aphthe),
Mundgeruch im Lexikonteil

5.)
Ratschläge zur Vorbeugung vor Gesichts- und Zahnverletzungen
"Ein leichter Aufprall auf einen Auto-Kotflügel hat etwa die
gleichen Folgen wie ein Rechtsausleger vom K.O.-Schläger Klitschko.
Deshalb sollte man beim Skaten im Straßenverkehr einen Mundschutz
tragen. Die Klitschko-Brüder tun dies sogar beim Training," so
Zahnärztekammer-Vizepräsident Hans-Peter Küchenmeister anlässlich des
Weltgesundheitstags 2004. Unter dem Motto "Sicher fahren - gesund
ankommen", machte die schleswig-holsteinische Zahnärzteschaft auf die Vorbeugung vor Zahn- und Kieferverletzungen
im Straßenverkehr, auf der Reise und beim Sport aufmerksam.
"Wir müssen noch an der gesellschaftlichen Akzeptanz arbeiten,
damit junge Menschen ihr strahlendes Lächeln bewahren und vor
Zahnverlusten und Schädelfrakturen geschützt werden." so Prof. Dr.
Christian Splieth, neuer Leiter der Sektion Kinderzahnheilkunde am
Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität in Kiel.
"Nur wenn Mundschutz 'in' ist," appelliert Splieth, "werden auch Kids
und Oldies auf Inline-Skates oder Mountainbikes neben einem Helm auch
einen Mundschutz tragen."
Neue, risikobehaftete Sportarten wie Rollerblading, Skateboarding
oder Mountainbiking führen dazu, dass Verletzungen im Sport und in
der Freizeit immer mehr zunehmen. 46 Prozent aller Sportverletzungen
liegen nach Angaben des Wissenschaftlers oberhalb der Schultern.
"Trägt ein Sportler jedoch einen Zahnschutz," so Splieth, "wird das
Risiko, sich im Mundbereich zu verletzen, etwa dreimal geringer.
Außerdem: Was Sportlern wie den Klitschko-Brüdern, der Boxerin Regina
Halmich oder den deutschen Hockey-Nationalmannschaften recht ist,
sollte jungen und älteren Freizeitsportlern nur billig sein."
Neben den bereits genannten Trendsportarten zählen vor allem die
Kampf- und Kontaktsportarten (jeglicher Ballsport) sowie Radfahren,
Turnen und Skifahren zu den verletzungsintensiven Betätigungen.
Ein Mundschutz erfordert die Abdrucknahme des Kiefers durch einen
Zahnarzt und anschließende Herstellung im Zahntechnischen Labor. Er
besteht aus Ethyl-Vinyl-Acetat und erlaubt eine ungehinderte Mund-
und Nasenatmung, ist geschmacksfrei und hat eine glatte Oberfläche.
Außerdem kann der Sportler damit problemlos trinken und sprechen. Die
Fachwelt stimmt daher darin überein, dass die beste Vorbeugung gegen
schwerwiegende Kiefer- und Zahnverletzungen in einem individuell
angefertigten und vom Zahnarzt eingegliederten Mundschutz besteht.
[ Infos: Zahnärztekammer
Schleswig-Holstein, Frau Gehl, Tel: 0431 / 260926-30, Westring 498,
24106 Kiel
]
Basics:
Mundschutz,
traumatische Zahnverletzungen im Lexikonteil

6.)
Bakterien zunehmend
widerstandsfähig gegenüber Medikamenten
Immer mehr Bakterienstämme sind gegenüber Antibiotika
unempfindlich.
Dadurch verlieren diese Medikamente bei Patienten mit bakteriellen
Infekten ihre Wirkung. Die Entwicklung der ersten Antibiotika in den
20er Jahren des
vergangenen Jahrhunderts revolutionierte die klinische Medizin. Doch
die
einstige Wunderwaffe ist längst stumpf geworden. Viele Bakterien haben
Mechanismen entwickelt, um die Wirkstoffe zu überlisten und sind damit
resistent. "Die Resistenzen haben in den letzten Jahren in
erschreckender Weise zugenommen", betont Professor Dr. med. Georg
Peters, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der
Universität Münster. Waren beispielsweise 1990 noch etwa zwei Prozent
der Bakterien eines
bestimmten Stammes gegen ein Antibiotikum resistent, sind es heute 20
Prozent. So sind etwa in den USA bis zu 70 Prozent der Pneumokokken
gegen Penicillin resistent. Infektionen mit diesen Erregern können mit
Penicillin und anderen herkömmlichen Antibiotika nicht mehr therapiert
werden. "Wir müssen massiv gegensteuern, sonst ist die
Schlacht wie in anderen Ländern verloren", erläutert Professor Peters.
[ E-Mail:
info@medizinkommunikation.org , Internet:
http://www.dgim2004.de ]
Basics:
Resistenz im Lexikonteil

7.)
Ist unser Gesundheitswesen nun GUT oder SCHLECHT?
Da ging unlängst eine
ernüchternde Meldung durch die Gazetten zwischen Flensburg und
Konstanz: Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
liegt das deutsche Gesundheitswesen (Stand 2000, 191 untersuchte
Länder) nur auf Platz 25, hinter Malta, Portugal und Zypern -
Frankreich und Italien haben die "Pool-Position". Bei soviel Kosten
für die Gesundheit bei uns eine vernichtende Kritik - fast noch
schlimmer als die von "Pisa". Und so tönt denn auch der
AOK-Bundesvorsitzende: "Wir bezahlen Mercedes und kriegen Golf". Zu
Recht? Der weltweit anerkannte Kieler Gesundheitsforscher, Prof. Beske
(http://www.igsf.de),
hat versucht, seinerseits eine Analyse zu wagen und lässt an der
WHO-Studie kein gutes Haar: "Die Einstufung der WHO ist inzwischen
international als wissenschaftlich nicht haltbar zurückgewiesen worden
und wird von der WHO nicht weitergeführt. Auch die Vergleichbarkeit
von Daten der OECD wird wissenschaftlich bezweifelt":
“Deutschland hat ein sehr leistungsfähiges Gesundheitswesen
mit einem umfassenden
Leistungskatalog. Müssten die Versicherten mit ihren Beiträgen nicht
auch versicherungsfremde
Leistungen finanzieren wie Haushaltshilfe, Krankengeld bei Erkrankung
des Kindes und Kuren und hätte es keine politischen Entscheidungen mit
einer finanziellen Belastung der gesetzlichen Krankenversicherung und
einer finanziellen
Entlastung anderer Zweige der Sozialversicherung und des Staates
(Verschiebebahnhof)
gegeben, gäbe es auch keine finanziellen Probleme in der gesetzlichen
Krankenversicherung“, so Prof. Dr. med. Fritz Beske, Direktor des IGSF
Kiel,
bei der Vorstellung einer aktuellen Studie1 des Instituts...."
und weiter heißt es:
"In Bezug auf Strukturmerkmale verfügt Deutschland im internationalen
Vergleich
über eine überdurchschnittlich große Zahl an Ärzten, Fachärzten,
Zahnärzten,
Pflegepersonen und Krankenhausbetten und damit über eine
leistungsfähige
Strukturqualität, Grundlage für eine hohe Leistungsfähigkeit des
deutschen
Gesundheitswesens.
-- Ergebnis dieser Leistungsfähigkeit ist u. a., dass Deutschland im
Gegensatz zu
vielen anderen Ländern praktisch keine Wartezeiten im Gesundheitswesen
aufweist. Sowohl nach Ermittlungen der WHO als auch auf Grund einer
Analyse
von 14 Vergleichsländern nimmt Deutschland eine Spitzenstellung
hinsichtlich
geringer Wartezeiten ein.
-- Hinsichtlich der Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit hatte Deutschland
im Jahr
2001 mit 3.566 € nach den USA und der Schweiz und neben Schweden,
Dänemark
und den Niederlanden die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit.
Ursache hierfür dürfte ein vergleichsweise umfassenderer
Leistungskatalog
sein, z. B. mit Kuren, einer umfassenden Rehabilitation,
versicherungsfremden
Leistungen und 100 Prozent Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ohne
Karenztage. Eine schlüssige Untersuchung fehlt."
[Quellen: Eigene Recherchen,
http://www.igsf.de/html/pm98-100.htm ]
Basics:
Gesundheitskosten,
Gesundheitswesen im Lexikonteil

8.)
Nur wenige Bürger haben einen Organspendeausweis
Mehr als 45 Prozent der Deutschen sind bereit, ein Organ zu
spenden. Allerdings haben nur sieben Prozent einen Organspendeausweis.
Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Chirurgischen
Instituts der Universität Köln unter 1000 Bundesbürgern.
Befragt wurden zusätzlich noch 204 Dialysepatienten, die auf der
Warteliste für eine Organtransplantation stehen, und 202
Transplantationsmediziner, heißt es in einer Mitteilung der
Universität Köln.
Auf die Frage, ob sie etwa eine Niere oder einen Teil der Leber einem
genetisch Blutsverwandten spenden würden, antworteten 80 Prozent der
Bevölkerung, 86 Prozent der Ärzte und 90 Prozent der Dialysepatienten
mit ja. Elf Prozent der Bürger sprachen sich dagegen aus, zehn Prozent
der Ärzte waren bei der Lebendspende unentschlossen.
Eine Xenotransplantation (Übertragung von Zellen, Geweben und Organen
vom Tier auf den Menschen) können sich etwa die Hälfte der
Bevölkerung, zwei Drittel der Patienten und 69 Prozent der Ärzte als
Behandlungsverfahren vorstellen, sobald die Verpflanzung von
tierischen Organen oder Organsegmenten ausreichend erforscht ist und
Aussicht auf Erfolg hat.
70 Prozent der Bevölkerung befürchten, dass es bei einer Organspende
zum Missbrauch in Form von Organhandel kommt. Diese
Ansicht teilen sogar 38 Prozent der befragten
Transplantationsmediziner sowie die Hälfte der Patienten, die auf der
Warteliste für ein Organ stehen.
[ ©:
Ärztezeitung ]

9.)
Vegetarische Ernährung:
Säurebedingte Zahnschäden durch Gemüse möglich
"Er hat gar nicht gebohrt!" Solche Aussagen sind nach einem
Zahnarztbesuch heute gar nicht mehr selten. Aktuelle Studien zur
Zahngesundheit zeigen, dass das Auftreten von Karies insgesamt
zurückgeht. Allerdings leiden immer mehr Menschen an nichtkariösen,
säurebedingten Zahnschäden. Diese treten als so genannte Erosionen
oder Zahnhalsläsionen auf, das heißt, das Fehlen oder Abschleifen des
Schmelzes ohne bakterielle Einflüsse mit unterschiedlicher Ursache -
meist aber Säuren aus Nahrungsmitteln. Insbesondere Vegetarier sind
von diesen Zahnschäden betroffen, da sie vor allem mehr Gemüse
verzehren als der Durchschnittsbürger. Dieses Ergebnis stellte Dr.
Regina Purschwitz vom Universitätsklinikum Leipzig während des
Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Ernährung an der Technischen
Universität München vor. Den gesundheitlichen Vorteilen einer
vegetarischen oder auch gemüsebetonten Ernährung steht offenbar ein
erhöhtes Risiko für säurebedingte Zahnschäden gegenüber. Durch eine
konsequente und gründliche Zahnpflege sowie regelmäßigen
zahnärztlichen Kontrollen kann diesen Zahnschäden aber vorgebeugt
werden. Vegetarier sollten daher dieses Risiko kennen und eine
entsprechende Prophylaxe betreiben.
[ ©: Eva Weißen;
aid ]
Basics:
erosionsbedingte Zahnschäden im Lexikonteil

10.)
Broschüre zur Allergieprävention
mit Probiotik
"Probiotik und Allergievorbeugung" heißt eine
neue Patientenbroschüre der Deutschen Haut- und Allergiehilfe in Bonn.
In dem Heft wird über die Entstehung und Häufigkeit von Allergien
informiert und die Bedeutung der Muttermilch für allergiegefährdete
Kinder erläutert. Außerdem wird aufgezeigt, welche Nahrung für
allergiegefährdete Kinder, die nicht gestillt werden können, besonders
gut geeignet ist. Auch wird über den Nutzen von hypoallergener
Folgenahrung, die zusätzlich mit Bifidusbakterien angereichert ist,
informiert.
Bezug: Deutsche Haut- und Allergiehilfe, Gotenstr. 164, 53175
Bonn,
Internet:
http://www.dha-allergien-vorbeugen.de
Basics:
Allergien im Lexikonteil

11.)
Zahnhölzchen und Zahnseide gleichermaßen effektiv bei der Reinigung
Zahnhölzchen und Zahnseide sind ähnlich wirksam bei der Reinigung
der kritischen Zahnzwischenräume (Interdentalräume). Zu diesem
Ergebnis kam eine Untersuchung US-amerikanische Forscher, die Anwendung und
Erfolg beider Hilfsmittel in einer klinischen Studie beobachteten. Bei
der Behandlung der Parodontitis stellt die mechanische
Plaqueentfernung, verbunden mit individuellen oralhygienischen
Maßnahmen, immer noch die effektivste Therapie dar. Zur Reinigung des
schwierig zugänglichen Interdentalraumes werden für den Heimgebrauch
verschiedene Hilfsmittel angeboten. Eine Studie der Universität
Tennessee verglich jetzt die Anwendung von Zahnseide und Zahnhölzchen
bei Parodontitis-Patienten. Es wurden Patienten mit klinischen Zeichen
einer Gingivitis oder milder chronischer Parodontitis ausgewählt. Die
Patienten wurden im korrekten Gebrauch der Hilfsmittel instruiert und
dazu angehalten, sie neben den alltäglichen Mundhygienemaßnahmen
einzusetzen. Mit beiden Methoden konnten die Plaqueindizes deutlich
gesenkt werden; zwischen Zahnhölzchen- und Zahnseide-Gruppe konnten
keine signifikanten Abweichungen gefunden werden. Die Wissenschaftler
gehen daher davon aus, dass beide Hilfsmittel ähnlich effektiv bei der
Verbesserung der Oralhygiene eingesetzt werden können.
[ Quelle: BSMO in FVDZ-Newsletter ]
Basics:
Zahnhölzchen,
Zahnseide im Lexikonteil,
Mundhygiene

12.)
Antioxidantien - "Rostschutz" oder Radikalfänger
Antioxidantien wirken im Körper als Radikalfänger, weil sie
schädigende Angriffe von freien Radikalen auf Zellstrukturen und
Eiweißmoleküle verhindern können. Aufgrund dieser Wirkungsweise
können Antioxidantien das Risiko, an Krankheiten wie Arteriosklerose,
Rheuma, Asthma oder Krebs zu erkranken, senken. Zu den natürlichen
Antioxidantien gehören beispielsweise die Vitamine A, C, E oder
Selen. Besonders gute Lieferanten für Antioxidantien sind Obst und
Gemüse wie z. B. Tomaten, Weintrauben oder Avocados. Antioxidantien
werden inzwischen auch in vielen Kosmetikprodukten eingesetzt, da sie
dazu beitragen können, den Hautalterungsprozess zu verlangsamen. In
Lebensmitteln kommen Antioxidantien zum Einsatz, weil sie Reaktionen
mit Luftsauerstoff - wie z. B. das Ranzigwerden - verhindern.
Durch schädliche Umwelteinflüsse, Rauchen, aber auch durch normale
Stoffwechselprozesse entsteht im Körper so genannter oxidativer
Stress. Dabei werden den Molekülen in den Zellen einzelne Elektronen
entrissen. Durch diesen "Klau" gerät das Molekül aus dem
Gleichgewicht und wird zum freien Radikal. Um seine Balance wieder
herzustellen, entreißt das freie Radikal benachbarten Molekülen ein
Elektron. Dieser Vorgang führt zu einer Kettenreaktion, bei der
letztlich auch wichtige Zellstrukturen und Eiweißmoleküle angegriffen
und geschädigt werden können. An dieser Stelle kommen die
Antioxidantien zum Einsatz, denn sie sind in der Lage, ein Elektron
abzugeben, ohne dabei selbst zum freien Radikal zu werden. Auf diese
Weise bringen die Antioxidantien die freien Radikale wieder ins
Gleichgewicht und bremsen ihre Angriffslust.
[ Quelle: Ipsos GmbH;
k.hoffmann@cpz-online.de ]

13.) Wenn es ums Vertrauen geht,
liegen Ärzte vorn
Feuerwehrleute genießen in Deutschland mit 97 Prozent das höchste
Vertrauen der Bürger. Auf
den weiteren Plätzen folgen Krankenschwestern (94 Prozent), Piloten
(92 Prozent), Apotheker (89 Prozent) und Ärzte (86 Prozent), so das
Ergebnis einer Verbraucherstudie des Magazins"Reader’s Digest".
Über 30 000 Menschen aus 14 europäischen Ländern hatten sich von
September bis November vergangenen Jahres an der repräsentativen
Umfrage beteiligt, 8100 waren es allein in Deutschland.
Autoverkäufer (18 Prozent) und Politiker (acht Prozent)
landeten auf den letzten Plätzen der Vertrauens-Rangliste. Große
Unterschiede gab es unter den Teilnehmerländern vor allem beim
Vertrauen in Schiedsrichter. 48 Prozent der Schweizer und 43 Prozent
der Deutschen bringen diesem Berufsstand ein hohes Vertrauen entgegen,
bei den Portugiesen sind es nur 16 Prozent.
[ ©:
http://www.aerztezeitung.de/ ]

14.) Vor Behandlung im EU-Ausland
sorgfältig informieren
Patienten, die sich im EU-Ausland zahnmedizinisch
behandeln lassen möchten, sollten sich über die genauen Konditionen
und Rahmenbedingungen vorab sorgfältig informieren. Das rät die
Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die auf ihrer Internet-Homepage deshalb
entsprechende Informationen und Ratschläge zusammengestellt hat
(http://www.bzaek.de/service/oav10/artikel.asp?lnr=535 ). Der Vizepräsident der BZÄK, Dr.
Dietmar Oesterreich, empfiehlt den Patienten, bei einer auf den
ersten Blick preiswerteren Behandlung im Ausland nicht ausschließlich
auf mögliche Kosteneinsparungen zu achten: "Häufig setzen
zahnmedizinische Behandlungen eine umfangreiche Diagnostik sowie eine
längere Vorbehandlung voraus und erfordern eine intensive
Nachbetreuung."
Mit Verschiebung der EU-Grenzen Richtung Osten ist ein neuer Markt
entstanden - auch im Gesundheitswesen. Denn ambulante
zahnmedizinische/medizinische Behandlungen im EU-Ausland werden von
den gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der in Deutschland gültigen
Sätze über Kostenerstattung mitfinanziert. Die Kammer rät, sich vor
dem Zahnarztbesuch im Ausland bei der eigenen Krankenkasse kundig zu
machen, welche Zuschüsse für die jeweilige Behandlung gezahlt werden.
Auf der BZÄK-Homepage finden Ratsuchende verschiedene Hinweise,
welche Aspekte bei einer zahnmedizinischen Behandlung im Ausland
besonders beachtet werden sollten. Beim Zahnersatz etwa, nach dessen
Eingliederung nicht selten Nachbehandlungen nötig werden, die sich
über einen längeren Zeitraum erstrecken können. "Hinzu tritt für den
Patienten der Verlust einer auf Kontinuität und Vertrauensverhältnis
basierenden gewachsenen Beziehung zwischen Zahnarzt und Patient",
erläutert der BZÄK-Vizepräsident. Weitere wichtige Hinweise zu einer
Behandlung im EU-Ausland finden sich auf der BZÄK-Homepage. Darüber
hinaus können ratsuchende Patienten sich auch an die
Patientenberatungsstellen der Landes-Zahnärztekammern oder ihren
Zahnarzt wenden.
[ © :
Jette Krämer, Tel.: 030/ 40005-150 ,
presse@bzaek.de ]
Siehe auch unseren Bericht
Zahntourismus mit Problemen und Risiken in einem
früheren ZahnNewsLetter

15.)
Verbraucherzentrale NRW:
Patiententipps für den Arztbesuch
Krank
sein ist teuer geworden: Praxisgebühr, erhöhte Zuzahlungen zu
Medikamenten oder IGeL-Leistungen. Die Verbraucherzentrale
Nordrhein-Westfalen zeigt Ihnen aber nicht nur, welche Kosten auf
Patienten zukommen, sondern alles, was rund um den Arztbesuch wichtig
ist: Wie Sie einen guten Arzt finden, welche Rechte Sie haben und was
Sie tun können, wenn Sie mit der Behandlung unzufrieden sind oder
wegen eines Behandlungsfehlers klagen wollen.
[ Infos:
http://www.verbraucherzentrale-nrw.de/ ; 1. Auflage
2004, 7,80 Euro, 150 Seiten ]
Basics:
Gesundheitsreform ab 2004 im Lexikonteil

16.)
Zum Schluss:
Wie würde heute das Märchen "Rotkäppchen" erzählt?
Einer
der Klassiker der Gebrüder Grimm wurde von Studenten der Universität
Freiburg neu "aufgelegt" und dem Zeitgeschmack angepasst. Wie würde
"Rotkäppchen"
von einem Arzt, einem Politiker, einem Informatiker, einem
Mathematiker, einem Psychologen oder einem Moralisten und Anderen heute erzählt werden?
Mehr dazu unter:
http://www.informatik.uni-freiburg.de/~diesch/rotkaeppchen/
Direkter
WEB-Zugriff auf diesen Letter

Zum Archiv 2001 - 2004
NewsLetter abonnieren
Impressum
Herausgeber: Dr. Klaus de Cassan, GF der ZiiS-GmbH
Verantwortlich: Dr. Klaus de Cassan
Alle Rechte vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung oder
Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der
schriftlichen Zustimmung der ZiiS-GmbH.
Bitte beachten Sie das
Copyright (c) 2001-2004:
Copyright
Abmelden
----------
Der Bezug der ZahnNewsLetter ist kostenlos. Er wird ausschließlich an
User versandt, die sich zuvor
persönlich angemeldet und ein Kennwort
erhalten haben.
Wenn Sie den ZahnNewsLetter abbestellen wollen, so senden Sie bitte eine
E-Mail mit Angabe Ihres Kennwortes und dem Vermerk UNSUBSCRIBE
in der Betreff-Zeile an die Adresse