Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 06/2004/ 1. Juni 2004

Herzlich willkommen bei einer weiteren Ausgabe der ZahnNewsLetter.

Ihre ZahnNewsLetter-Redaktion

Inhalt

 1.) Zahnersatz ab 2005 - große Unkenntnis in der Bevölkerung
 2.) Strahlend weißes Lächeln aus der Drogerie -
       Halten Bleaching-Präparate wirklich, was sie versprechen?

 3.) Erst kauen, dann putzen
 4.) Mundspüllösungen:
       a) Worauf Verbraucher achten sollten
       b) Mit der Teepflanze Cystus gegen Mundgeruch
 5.)
Ratschläge zur Vorbeugung vor Gesichts- und Zahnverletzungen
 6.)
Bakterien zunehmend widerstandsfähig gegenüber Medikamenten
 7.) Ist unser Gesundheitswesen nun GUT oder SCHLECHT?

 8.) Nur wenige Bürger haben einen Organspendeausweis

 9.) Vegetarische Ernährung: Säurebedingte Zahnschäden durch Gemüse möglich
10.) Broschüre zur Allergieprävention mit Probiotik
11.) Zahnhölzchen und Zahnseide gleichermaßen effektiv bei der Reinigung
12.) Antioxidantien - "Rostschutz" oder Radikalfänger
13.) Wenn es ums Vertrauen geht, liegen Ärzte vorn
14.) Vor Behandlung im EU-Ausland sorgfältig informieren
15.) Verbraucherzentrale NRW: Patiententipps für den Arztbesuch
16.)
Zum Schluss: Wie würde heute das Märchen "Rotkäppchen" erzählt?


1.) Zahnersatz ab 2005 - große Unkenntnis in der Bevölkerung

Bisher haben die Diskussionen um Praxisgebühr und Zuzahlungen die Meisten glaubend gemacht, das es dies mit der Gesundheitsreform wohl gewesen sei. Zwar schmerzlich, aber ertragbar. Doch die "große Reform" auf dem zahnärztlichen Sektor steht erst noch bevor; in 2004 erfolgte "nur" eine Umstrukturierung in der Bewertung der einzelnen zahnärztlichen Leistungen - dies haben die Kieferorthopäden besonders zu spüren bekommen, wo eine Absenkung teilweise bis zu 40 Prozent stattfand. Ab 2005 ist der große Sektor "Zahnersatz" nicht mehr Bestandteil der Gesetzlichen Krankenversicherung, eine Beitragszahlung wie bisher mit Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil entfällt. Aber: Jeder gesetzlich Versicherte muss sich ab 2005 in einer Pflichtversicherung ("Zahnersatz-Pflicht-Zusatzversicherung") absichern, ohne Wenn und Aber. Was in den letzten Wochen durch die Presse geisterte ("Rentner bekommen keinen Zahnersatz mehr") ist lediglich eine noch nicht behobene Gesetzeslücke, da nicht beschrieben wurde, wie bei Rentnern und Arbeitslosen der Beitragseinzug erfolgt, besagt aber keineswegs, dass dieser Personenkreis keinen Zahnersatz mehr erhält bzw. sich versichern muss!
Nachfolgend wollen wir Ihnen die wichtigsten Neuerung (Stand Mai 2004) darlegen und schon an dieser Stelle vor einem übereilten Abschluss von den z.Zt. zahlreich angebotenen Versicherungen warnen:
 

Jeder Pflichtversicherte muss ab 1.1.2005 eine Zahnersatzversicherung abschließen - ob weiterhin bei seiner Gesetzlichen oder bei einer Privaten, ist nicht vorgeschrieben. Diese Versicherung stellt eine Art Grundversorgung dar und ist in der Regel wie bisher mit einer Selbstbeteiligung - je nach Bonus(?) und Art der Versorgung - versehen. Sie beinhaltet einfache Versorgungsformen (siehe weiter unten unter "befundorientierte Festzuschüsse").
Moderne zahnärztliche Versorgungen bzw. aufwändigere Formen - z.B. Keramikverblendungen, Inlays, Veneers, Implantate - sind mit dieser Grundversicherung nicht abgedeckt. Diese Leistungen müssen aus eigener Tasche bezahlt oder können durch eine weitere Zusatzversicherung bzw. eine "erweiterte Zahnersatz-Pflicht-Zusatzversicherung" teilweise oder vollständig abgedeckt werden.
Die Art der Bezuschussung wird vollkommen umgestellt: Gab es bisher einen prozentualen Anteil auf eine bestimmte Versorgungsform, so gelten ab 2005 "befundorientierte Festzuschüsse". Was bedeutet dies? Vereinfacht kann man sagen, dass bisher z.B. bei einer Lücke von 3 Zähnen zum Ersatz sowohl eine (relativ teure) Brücke oder eine einfache Modellgussprothese angefertigt werden konnte. Auf die Kosten für beide Versorgungsformen wurde dann ein entsprechender bonusabhängiger prozentualer Zuschuss zwischen 50 und 65 % von der Kasse bezahlt, mit der Konsequenz, das derjenige, der die aufwendigere Art wählte, auch mehr Geld von der Kasse bekam. Diese Art ändert sich nun grundsätzlich: Ein gemeinsamer Bundesausschuss aus gesetzlichen Krankenkassen und Zahnärzten wird erst im Sommer dieses Jahres die typischen Versorgungsformen ("Zahnersatz-Regelversorgung") festlegen, auf welche sich dann die Festzuschüsse aufbauen. Erst dann können präzise Prämien- bzw. Beitragskalkulationen erfolgen. Aber schon jetzt steht fest, dass derjenige, der eine einfache Versorgungsform wählt, u.U. nur noch wenig selbst tragen muss.
Über die Höhe der Prämien kann bisher nur spekuliert werden - Gesetzliche Versicherungen werden wohl bei 10 €/Monat (incl. der Familienmitglieder) liegen, bezogen auf die befundorientierten Festzuschüsse. Die Privaten halten sich bedeckt. Hinter der Hand wird von 15 € (pro Versicherten) und mehr gesprochen, dafür soll aber wesentlich mehr geboten werden - Minimalversicherungen sind bisher nicht geplant. Wie gesagt: Alles Spekulationen, denn die Zahlen zu den befundorientierten Festzuschüsse mit Festlegung der Laborkosten sind nicht vor Ende November zu erwarten.
Wie oben erwähnt, werden diese Grundversorgungsleistungen durch eine Pflichtversicherung - egal bei wem - abgedeckt. Nun kommen verstärkt die Zusatzversicherungen ins Gespräch, welche keine Pflicht sind, sondern die den Zweck haben, zusätzliche Leistungen abzusichern, um mehr als eine minimale gesetzliche Zahnersatzversicherung zu bieten.
Bis 2004 konnten derartige Zusatzversicherungen nur bei privaten Krankenkassen abgeschlossen werden. Neu werden diese nun auch von den Gesetzlichen angeboten, aber nicht direkt, sondern in Kooperation mit privaten Versicherungen in Form von einer Art "Gruppenvertrag". Hierfür wird schon jetzt verstärkt Reklame gemacht und unter Anderem mit fehlenden Wartezeiten geworben. Doch:  Für die Pflichtversicherung gibt es laut Gesetz keine Wartezeit, bei den Zusatzpaketen sind viele Wartezeit-Varianten (z.B. Zeitbegrenzung, gestaffelte Jahreshöchstbegrenzung, sofortige Vollversicherung) möglich. Außerdem haben Gruppenverträge immer den Nachteil, dass sie kaum eine individuelle Gestaltungsmöglichkeit bieten.
Warum die Gesetzlichen in den Zusatzversicherungsmarkt so massiv drängen, hat einen simplen Hintergrund, denn im Prinzip haben sie ja nichts von diesem Geschäft: Durch die Einbindung in Kooperationsverträge will man die Versicherten langhaltig an "Ihre" Gesetzliche binden, denn ein Wechsel in eine günstigere Gesetzliche - so wie in den letzten Jahren millionenfach geschehen - hätte einen Verlust der bestehenden Kooperation mit der privaten Zusatzversicherung zur Folge. Dabei ist es ungewiss, zu welchen Konditionen die neue Gesetzliche die Anwartschaften an den Zusatzversicherungen übernimmt. Hier sieht es bisher so aus, dass die Zusatzversicherungspakete (z.T. auch noch mit ärztlichen Varianten gekoppelt), nur schwer miteinander zu vergleichen sein werden - ebenso dürften dann faire Anrechnungen alter Verträge bei einem Wechsel nicht möglich sein.

Aus der komplizierten Materie und dem jetzigen Stand heraus gilt deshalb unsere Empfehlung, vorerst noch abzuwarten, bei wem die "Pflichtzusatzversicherung" abgeschlossen wird und beim Abschluss einer darüber hinaus gehenden Zusatzversicherung "unabhängig" zu bleiben. Wir werden Sie weiter auf dem Laufenden halten.


 Basics: Gesundheitsreform ab 2004  im Lexikonteil

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2.) Strahlend weißes Lächeln aus der Drogerie -
     Halten Bleaching-Präparate wirklich, was sie versprechen?

Ein Trend aus Amerika schwappt nach Deutschland: Nicht nur gesund, sondern auch schön müssen Zähne sein. Das Zauberwort heißt "Bleaching" und die Werbung verspricht ein strahlend weißes Lächeln für ein ganzes Jahr. Doch ein Experte vom Universitätsklinikum Bonn warnt davor, ohne fachliche Beratung solche Bleaching-Präparate aus Apotheke und Drogerie anzuwenden. "Oftmals erhält ein Verbraucher bei einer solchen Selbstbehandlung nicht das von ihm gewünschte ästhetische Bild", konstatiert Dr. Andreas Braun, Oberarzt an der Universitätsklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und präventive Zahnheilkunde.
Auch Zähne unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess. Der Zahnschmelz wird im Laufe der Jahre dünner und die dunkleren inneren Zahnschichten treten stärker hervor. Auch färben Farbstoffe, die sich im Zahnschmelz über die Jahre ansammeln, die Zähne gelb. "Bei solchen natürlich gelben Zähnen bewirkt das Bleichmittel eine Aufhellung. Aber bei Zahnstein und äußeren Belägen durch Nikotin, Rotwein, Kaffee oder Tee haben sie dagegen keinen Effekt", erklärt Zahnmediziner Braun. Ferner kaschiert eine Zahnbleichung mitunter auch Krankheitsbilder, wenn beispielsweise Entzündungen im Zahninnern die Zähne rot erscheinen lassen. So rät Oberarzt Braun jedem, vor einem Bleaching erst einmal die Ursache der Zahnverfärbung mit einem Zahnarzt abzuklären.
Erst nach einer professionell Zahnreinigung und Zahnstein-Entfernung kann das Bleichmittel auf den nun sauberen Zähnen richtig greifen. Für eine Selbstbehandlung sind gerade stehenden Zähne ohne Frontfüllungen und Zahnersatz die beste Voraussetzung für gleichmäßig weiße Zähne. Denn das Bleichmittel nimmt keinen Einfluss auf die Farbe von Keramik und Kunststoff. So erscheinen Kunststoff-Füllungen nach einem Bleaching dunkel. Liegt ein Bleaching-Streifen nicht exakt auf den Zähnen auf, so kann er diese nicht überall gleich stark bleichen. Das Resultat sind unregelmäßig aufgehellte Zähne. Als Alternative bieten sich hier die Bleaching-Lacke an.
Nach dem Bleaching kommt es häufig vorübergehend zu einer Überempfindlichkeit der Zähne gegenüber Kälte und Wärme. Sind Füllungen undicht oder Zähne gerissen, kann das Bleichmittel in den Zahn eindringen und extreme Schmerzen verursachen. Auch ist die Menge an Wasserstoffperoxid, dem eigentlichen Bleichmittel, in der Mundhöhle erhöht. Brennen oder eine Verfärbung der Mundschleimhaut sind mögliche Folgen. Gelangt das Wasserstoffperoxid in den Magen, kann es Magenprobleme verursachen. Auch allergische Reaktionen können auftreten.
Obwohl keine Langzeitfolgen bekannt sind, rät Zahnmediziner Braun: "Gesunde, gerade stehende Zähne ohne Beläge oder Zahnstein sind die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Heimbleichung. Da aber die wenigsten ein solches Idealgebiss haben, sollte sich jeder vor und während einem Bleaching von seinem Zahnarzt individuell beraten und gegebenenfalls behandeln lassen..

[ ©: E-Mail: andreas.braun@uni-bonn.de  ]

 Basics: Bleichen / Bleaching  im Lexikonteil

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3.) Erst kauen, dann putzen

Weniger Gewicht, extrem hohe Haltbarkeit, zuverlässiger Schutz und lange Wirksamkeit, angenehmer Geschmack - dies sind nur einige der gegenüber handelsüblicher Zahnpasta wissenschaftlich nachgewiesenen Vorteile der neuen Zahnpflege in Tablettenform mit dem Namen Denttabs®. Die Idee kam Prof. Dr. Peter Gängler, einem der "Erfinder" der neuen Zahnpflege und Dekan der Wittener Fakultät für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde, vor einigen Jahren bei der Überarbeitung eines Lehrbuchs für die Zahnmedizin. "Da ist mir aufgefallen, dass es seit etwa 100 Jahren in diesem Bereich im Grunde keine Innovation mehr gegeben hat." Nach wie vor putzt ein nicht unbedeutender Teil der Menschheit seine Zähne allmorgendlich und nach jeder Mahlzeit mit herkömmlicher Zahncreme.
Die aber hat viele Nachteile, über die man jedoch mangels Alternativen bisher bereit war, großzügig hinwegzusehen. Da wäre zunächst der hohe Wasseranteil von mehr als 50 Prozent. Das Wasser macht die Tuben schwer und bewirkt zudem, dass "alle Inhaltsstoffe miteinander in Reaktion treten", sagt Peter Gängler. Weiterer unangenehmer Nebeneffekt ist die geringe Haltbarkeit der wässrigen Mischung und die damit verbundene großzügige Beimischung von Konservierungsstoffen. Und da wäre noch die hohe Reaktionsfreudigkeit des Hauptinhaltsstoffes Fluorid. Dr. Hendrik Eifler, bei Prof. Gängler 2001 in Witten promovierter Zahnarzt aus Berlin, griff die Idee auf und startete zunächst umfangreiche Versuchsreihen mit verschiedenen Granulatmischungen und Wirkstoffkombinationen. Da aber Granulat als Darreichungsform wenig geeignet erschien, kam er auf den Gedanken, es einfach in die praktische Tablettenform pressen zu lassen - Denttabs® waren geboren. Doch die praktische Form und gut verträglichen Inhaltsstoffe machen zusammen noch kein gutes Zahnpflegeprodukt. Im Praxistest musste sich zeigen, ob das Gefühl im Mund und der Geschmack "mehrheitsfähig" sind. Auch hier zeigten sich Denttabs® der Zahnpasta-Konkurrenz mehr als gewachsen.

[ Mail: peter.gaengler@uni-wh.de, proDentum GmbH, Tel.: 030/49900-80 (Axel Kaiser) ]

 Basics: Zahnpasta im Lexikonteil

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4.) Mundspüllösungen:

a) Worauf Verbraucher achten sollten

Antibakterielle Mundspüllösungen sind eine sinnvolle Ergänzung zur täglichen Plaqueentfernung mit der Zahnbürste. Doch nicht jede Lösung ist frei von Nebenwirkungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forschergruppe der TU Dresden anhand eigener und in der Literatur dokumentierter Ergebnisse. Demnach sind die plaquehemmenden Eigenschaften einer Mundspül-Lösung mit Aminfluorid/Zinnfluorid geeignet, um vor Zahnfleischentzündungen zu schützen.
Entscheidend, so die Forscher aus der Elbmetropole, ist der Einfluss des Wirkstoffes in der Mundspüllösung auf die Mundflora. Denn neben schädlichen Bakterien, die Entzündungen auslösen können, kommen in der Mundhöhle sehr viele nützliche Bakterien vor. Bei langfristiger Anwendung von stark antibakteriellen Wirkstoffen, z.B. hoch konzentriertem Chlorhexidin, bestehe die Gefahr, dass das für die Gesunderhaltung des gesamten Körpers wichtige ökologische Gleichgewicht der Mundhöhle gestört wird. Weitere Nebenwirkungen können Verfärbungen der Zähne und der Mundschleimhaut, Geschmacksirritationen oder Zungenbrennen sein. Hoch konzentrierte Chlorhexidin-Lösungen sind nach Ansicht der Forschergruppe daher nur zur kurzfristigen Verwendung geeignet, zum Beispiel wenn die tägliche Zahnpflege mit Zahnpasta und Zahnbürste vorübergehend eingeschränkt oder gar nicht möglich ist. Für die dauerhafte Anwendung empfehlen die Wissenschaftler Aminfluorid/Zinnfluorid. Bakteriologische Untersuchungen bestätigen, dass diese Wirkstoffkombination Plaque-Bakterien bekämpft und so eine gesunde Mundflora fördert.
Alkohol wird häufig als Lösungsvermittler in Mundspüllösungen eingesetzt, was aus wissenschaftlicher Sicht überflüssig erscheint: "Die Verwendung von Alkohol ist chemisch nicht erforderlich; Alkohol besitzt keine eigene positive Wirkung“, so das Forscherteam. Es seien daher alkoholfreie Präparate vorzuziehen. Die Mundspül-Lösung mit der Wirkstoffkombination Amin-fluorid/Zinnfluorid (z.B. meridol™) ist alkoholfrei und, so das Fazit des Vergleichs, nicht zuletzt deshalb „Mittel der Wahl“ für die Langzeitanwendung.
[ Quelle:  PM der Fa. GABA]

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b) Mit der Teepflanze Cystus gegen Mundgeruch

Da mag das Gegenüber noch so nett sein - Mundgeruch ("Halitose") läßt jegliche Sympathie oft buchstäblich im Keim ersticken. Schuld daran sind in bis zu 90 Prozent aller Fälle Bakterien in Mund- und Rachenraum. Sie zersetzen abgestorbene Zellen und Speisereste, die sich zwischen oder in den Zähnen festgesetzt haben und produzieren dabei übel riechende Schwefelverbindungen und andere Gase. Seltener liegen die Ursachen "tiefer": So können Helicobacter-pylori-Infektionen der Magenschleimhaut mit schlechtem Atem einhergehen. Auch eine geschädigte Darmschleimhaut kann Mundgeruch verursachen, wenn die Geruchsmoleküle aus dem Darm in die Blutbahn übergehen und von den Lungen abgeatmet werden.

Abhilfe verschafft meist eine gründliche Mundhygiene: "Wer unter Mundgeruch leidet, sollte sich nicht nur nach jedem Essen die Zähne putzen, sondern außerdem einmal täglich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide säubern und eine Zungenbürste verwenden", erklärt Zahnmediziner Dr. Christoph Asper aus Zürich. "Scharfe Mundwässer überdecken den Geruch nur - eine Dauerlösung sind sie nicht." Anders ist es mit dem Sud aus der Teepflanze Cystus: In Laboruntersuchungen wurde die gute antimikrobielle Wirksamkeit des leicht harzig schmeckenden Konzentrats nachgewiesen: Einfach mehrmals am Tag mit einem halben Glas Sud spülen und anschließend hinunterschlucken. So wird nicht nur die Mund- sondern auch die Magenflora reguliert. Der Atem erhält seine natürliche Frische zurück - ohne aufdringlichen Mentholgeruch. Zur gründlicheren Reinigung empfiehlt Asper außerdem, die Zungenbürste vorher in den Sud zu tauchen. Positiver Nebeneffekt: Nicht nur Mundgeruch und Helicobacter pylori-Infektionen verschwinden nachhaltig - auch Mundentzündungen (Aphthen) haben kaum noch eine Chance! Zum Mitnehmen für unterwegs gibt es Cystus auch als praktische Lutschtablette (Mastitabs). Cystus Mastitabs und Sud sind in Apotheken erhältlich.

[©:  E-Mail: info@pandalis.com ; Internet: www.pandalis.com ]

 Basics:  Cystus ( Aphthe) Mundgeruch im Lexikonteil

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5.) Ratschläge zur Vorbeugung vor Gesichts- und Zahnverletzungen

"Ein leichter Aufprall auf einen Auto-Kotflügel hat etwa die gleichen Folgen wie ein Rechtsausleger vom K.O.-Schläger Klitschko. Deshalb sollte man beim Skaten im Straßenverkehr einen Mundschutz tragen. Die Klitschko-Brüder tun dies sogar beim Training," so Zahnärztekammer-Vizepräsident Hans-Peter Küchenmeister anlässlich des Weltgesundheitstags 2004. Unter dem Motto "Sicher fahren - gesund ankommen", machte die schleswig-holsteinische Zahnärzteschaft auf die Vorbeugung vor Zahn- und Kieferverletzungen im Straßenverkehr, auf der Reise und beim Sport aufmerksam.
"Wir müssen noch an der gesellschaftlichen Akzeptanz arbeiten, damit junge Menschen ihr strahlendes Lächeln bewahren und vor Zahnverlusten und Schädelfrakturen geschützt werden." so Prof. Dr. Christian Splieth, neuer Leiter der Sektion Kinderzahnheilkunde am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität in Kiel. "Nur wenn Mundschutz 'in' ist," appelliert Splieth, "werden auch Kids und Oldies auf Inline-Skates oder Mountainbikes neben einem Helm auch einen Mundschutz tragen."
Neue, risikobehaftete Sportarten wie Rollerblading, Skateboarding oder Mountainbiking führen dazu, dass Verletzungen im Sport und in der Freizeit immer mehr zunehmen. 46 Prozent aller Sportverletzungen liegen nach Angaben des Wissenschaftlers oberhalb der Schultern. "Trägt ein Sportler jedoch einen Zahnschutz," so Splieth, "wird das Risiko, sich im Mundbereich zu verletzen, etwa dreimal geringer. Außerdem: Was Sportlern wie den Klitschko-Brüdern, der Boxerin Regina Halmich oder den deutschen Hockey-Nationalmannschaften recht ist, sollte jungen und älteren Freizeitsportlern nur billig sein."
Neben den bereits genannten Trendsportarten zählen vor allem die Kampf- und Kontaktsportarten (jeglicher Ballsport) sowie Radfahren, Turnen und Skifahren zu den verletzungsintensiven Betätigungen. Ein Mundschutz erfordert die Abdrucknahme des Kiefers durch einen Zahnarzt und anschließende Herstellung im Zahntechnischen Labor. Er besteht aus Ethyl-Vinyl-Acetat und erlaubt eine ungehinderte Mund- und Nasenatmung, ist geschmacksfrei und hat eine glatte Oberfläche. Außerdem kann der Sportler damit problemlos trinken und sprechen. Die Fachwelt stimmt daher darin überein, dass die beste Vorbeugung gegen schwerwiegende Kiefer- und Zahnverletzungen in einem individuell angefertigten und vom Zahnarzt eingegliederten Mundschutz besteht.

[ Infos: Zahnärztekammer Schleswig-Holstein, Frau Gehl, Tel: 0431 / 260926-30, Westring 498, 24106 Kiel ]

 Basics: Mundschutz, traumatische Zahnverletzungen im Lexikonteil

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6.) Bakterien zunehmend widerstandsfähig gegenüber Medikamenten

Immer mehr Bakterienstämme sind gegenüber Antibiotika unempfindlich. Dadurch verlieren diese Medikamente bei Patienten mit bakteriellen Infekten ihre Wirkung. Die Entwicklung der ersten Antibiotika in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts revolutionierte die klinische Medizin. Doch die einstige Wunderwaffe ist längst stumpf geworden. Viele Bakterien haben Mechanismen entwickelt, um die Wirkstoffe zu überlisten und sind damit resistent. "Die Resistenzen haben in den letzten Jahren in erschreckender Weise zugenommen", betont Professor Dr. med. Georg Peters, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Universität Münster. Waren beispielsweise 1990 noch etwa zwei Prozent der Bakterien eines bestimmten Stammes gegen ein Antibiotikum resistent, sind es heute 20 Prozent. So sind etwa in den USA bis zu 70 Prozent der Pneumokokken gegen Penicillin resistent. Infektionen mit diesen Erregern können mit Penicillin und anderen herkömmlichen Antibiotika nicht mehr therapiert werden. "Wir müssen massiv gegensteuern, sonst ist die Schlacht wie in anderen Ländern verloren", erläutert Professor Peters.

[ E-Mail: info@medizinkommunikation.org  , Internet: http://www.dgim2004.de  ]

 Basics: Resistenz im Lexikonteil

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7.) Ist unser Gesundheitswesen nun GUT oder SCHLECHT?

Da ging unlängst eine ernüchternde Meldung durch die Gazetten zwischen Flensburg und Konstanz: Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt das deutsche Gesundheitswesen (Stand 2000, 191 untersuchte Länder) nur auf Platz 25, hinter Malta, Portugal und Zypern - Frankreich und Italien haben die "Pool-Position". Bei soviel Kosten für die Gesundheit bei uns eine vernichtende Kritik - fast noch schlimmer als die von "Pisa". Und so tönt denn auch der AOK-Bundesvorsitzende: "Wir bezahlen Mercedes und kriegen Golf". Zu Recht? Der weltweit anerkannte Kieler Gesundheitsforscher, Prof. Beske (http://www.igsf.de), hat versucht, seinerseits eine Analyse zu wagen und lässt an der WHO-Studie kein gutes Haar: "Die Einstufung der WHO ist inzwischen international als wissenschaftlich nicht haltbar zurückgewiesen worden und wird von der WHO nicht weitergeführt. Auch die Vergleichbarkeit von Daten der OECD wird wissenschaftlich bezweifelt":

“Deutschland hat ein sehr leistungsfähiges Gesundheitswesen mit einem umfassenden Leistungskatalog. Müssten die Versicherten mit ihren Beiträgen nicht auch versicherungsfremde Leistungen finanzieren wie Haushaltshilfe, Krankengeld bei Erkrankung des Kindes und Kuren und hätte es keine politischen Entscheidungen mit einer finanziellen Belastung der gesetzlichen Krankenversicherung und einer finanziellen Entlastung anderer Zweige der Sozialversicherung und des Staates (Verschiebebahnhof) gegeben, gäbe es auch keine finanziellen Probleme in der gesetzlichen Krankenversicherung“, so Prof. Dr. med. Fritz Beske, Direktor des IGSF Kiel, bei der Vorstellung einer aktuellen Studie1 des Instituts...." und weiter heißt es: "In Bezug auf Strukturmerkmale verfügt Deutschland im internationalen Vergleich über eine überdurchschnittlich große Zahl an Ärzten, Fachärzten, Zahnärzten, Pflegepersonen und Krankenhausbetten und damit über eine leistungsfähige Strukturqualität, Grundlage für eine hohe Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitswesens.
-- Ergebnis dieser Leistungsfähigkeit ist u. a., dass Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Ländern praktisch keine Wartezeiten im Gesundheitswesen aufweist. Sowohl nach Ermittlungen der WHO als auch auf Grund einer Analyse von 14 Vergleichsländern nimmt Deutschland eine Spitzenstellung hinsichtlich geringer Wartezeiten ein.
-- Hinsichtlich der Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit hatte Deutschland im Jahr 2001 mit 3.566 € nach den USA und der Schweiz und neben Schweden, Dänemark und den Niederlanden die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit. Ursache hierfür dürfte ein vergleichsweise umfassenderer Leistungskatalog sein, z. B. mit Kuren, einer umfassenden Rehabilitation, versicherungsfremden Leistungen und 100 Prozent Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ohne Karenztage. Eine schlüssige Untersuchung fehlt."

[Quellen:  Eigene Recherchen, http://www.igsf.de/html/pm98-100.htm ]

 Basics: Gesundheitskosten, Gesundheitswesen im Lexikonteil

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8.) Nur wenige Bürger haben einen Organspendeausweis

Mehr als 45 Prozent der Deutschen sind bereit, ein Organ zu spenden. Allerdings haben nur sieben Prozent einen Organspendeausweis. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Chirurgischen Instituts der Universität Köln unter 1000 Bundesbürgern.
Befragt wurden zusätzlich noch 204 Dialysepatienten, die auf der Warteliste für eine Organtransplantation stehen, und 202 Transplantationsmediziner, heißt es in einer Mitteilung der Universität Köln.
Auf die Frage, ob sie etwa eine Niere oder einen Teil der Leber einem genetisch Blutsverwandten spenden würden, antworteten 80 Prozent der Bevölkerung, 86 Prozent der Ärzte und 90 Prozent der Dialysepatienten mit ja. Elf Prozent der Bürger sprachen sich dagegen aus, zehn Prozent der Ärzte waren bei der Lebendspende unentschlossen.
Eine Xenotransplantation (Übertragung von Zellen, Geweben und Organen vom Tier auf den Menschen) können sich etwa die Hälfte der Bevölkerung, zwei Drittel der Patienten und 69 Prozent der Ärzte als Behandlungsverfahren vorstellen, sobald die Verpflanzung von tierischen Organen oder Organsegmenten ausreichend erforscht ist und Aussicht auf Erfolg hat.
70 Prozent der Bevölkerung befürchten, dass es bei einer Organspende zum Missbrauch in Form von Organhandel kommt. Diese Ansicht teilen sogar 38 Prozent der befragten Transplantationsmediziner sowie die Hälfte der Patienten, die auf der Warteliste für ein Organ stehen.

[ ©: Ärztezeitung  ]

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9.) Vegetarische Ernährung: Säurebedingte Zahnschäden durch Gemüse möglich

"Er hat gar nicht gebohrt!" Solche Aussagen sind nach einem Zahnarztbesuch heute gar nicht mehr selten. Aktuelle Studien zur Zahngesundheit zeigen, dass das Auftreten von Karies insgesamt zurückgeht. Allerdings leiden immer mehr Menschen an nichtkariösen, säurebedingten Zahnschäden. Diese treten als so genannte Erosionen oder Zahnhalsläsionen auf, das heißt, das Fehlen oder Abschleifen des Schmelzes ohne bakterielle Einflüsse mit unterschiedlicher Ursache - meist aber Säuren aus Nahrungsmitteln. Insbesondere Vegetarier sind von diesen Zahnschäden betroffen, da sie vor allem mehr Gemüse verzehren als der Durchschnittsbürger. Dieses Ergebnis stellte Dr. Regina Purschwitz vom Universitätsklinikum Leipzig während des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Ernährung an der Technischen Universität München vor. Den gesundheitlichen Vorteilen einer vegetarischen oder auch gemüsebetonten Ernährung steht offenbar ein erhöhtes Risiko für säurebedingte Zahnschäden gegenüber. Durch eine konsequente und gründliche Zahnpflege sowie regelmäßigen zahnärztlichen Kontrollen kann diesen Zahnschäden aber vorgebeugt werden. Vegetarier sollten daher dieses Risiko kennen und eine entsprechende Prophylaxe betreiben.
[ ©: Eva Weißen; aid ]

 Basics: erosionsbedingte Zahnschäden im Lexikonteil

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10.) Broschüre zur Allergieprävention mit Probiotik

"Probiotik und Allergievorbeugung" heißt eine neue Patientenbroschüre der Deutschen Haut- und Allergiehilfe in Bonn.
In dem Heft wird über die Entstehung und Häufigkeit von Allergien informiert und die Bedeutung der Muttermilch für allergiegefährdete Kinder erläutert. Außerdem wird aufgezeigt, welche Nahrung für allergiegefährdete Kinder, die nicht gestillt werden können, besonders gut geeignet ist. Auch wird über den Nutzen von hypoallergener Folgenahrung, die zusätzlich mit Bifidusbakterien angereichert ist, informiert.

Bezug: Deutsche Haut- und Allergiehilfe, Gotenstr. 164, 53175 Bonn,
Internet: http://www.dha-allergien-vorbeugen.de


 Basics: Allergien  im Lexikonteil

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11.) Zahnhölzchen und Zahnseide gleichermaßen effektiv bei der Reinigung

Zahnhölzchen und Zahnseide sind ähnlich wirksam bei der Reinigung der kritischen Zahnzwischenräume (Interdentalräume). Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung US-amerikanische Forscher, die Anwendung und Erfolg beider Hilfsmittel in einer klinischen Studie beobachteten. Bei der Behandlung der Parodontitis stellt die mechanische Plaqueentfernung, verbunden mit individuellen oralhygienischen Maßnahmen, immer noch die effektivste Therapie dar. Zur Reinigung des schwierig zugänglichen Interdentalraumes werden für den Heimgebrauch verschiedene Hilfsmittel angeboten. Eine Studie der Universität Tennessee verglich jetzt die Anwendung von Zahnseide und Zahnhölzchen bei Parodontitis-Patienten. Es wurden Patienten mit klinischen Zeichen einer Gingivitis oder milder chronischer Parodontitis ausgewählt. Die Patienten wurden im korrekten Gebrauch der Hilfsmittel instruiert und dazu angehalten, sie neben den alltäglichen Mundhygienemaßnahmen einzusetzen. Mit beiden Methoden konnten die Plaqueindizes deutlich gesenkt werden; zwischen Zahnhölzchen- und Zahnseide-Gruppe konnten keine signifikanten Abweichungen gefunden werden. Die Wissenschaftler gehen daher davon aus, dass beide Hilfsmittel ähnlich effektiv bei der Verbesserung der Oralhygiene eingesetzt werden können.

[ Quelle:  BSMO in  FVDZ-Newsletter ]

 Basics: Zahnhölzchen, Zahnseide  im Lexikonteil, Mundhygiene

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12.) Antioxidantien - "Rostschutz" oder Radikalfänger

Antioxidantien wirken im Körper als Radikalfänger, weil sie schädigende Angriffe von freien Radikalen auf Zellstrukturen und Eiweißmoleküle verhindern können. Aufgrund dieser Wirkungsweise können Antioxidantien das Risiko, an Krankheiten wie Arteriosklerose, Rheuma, Asthma oder Krebs zu erkranken, senken. Zu den natürlichen Antioxidantien gehören beispielsweise die Vitamine A, C, E oder Selen. Besonders gute Lieferanten für Antioxidantien sind Obst und Gemüse wie z. B. Tomaten, Weintrauben oder Avocados. Antioxidantien werden inzwischen auch in vielen Kosmetikprodukten eingesetzt, da sie dazu beitragen können, den Hautalterungsprozess zu verlangsamen. In Lebensmitteln kommen Antioxidantien zum Einsatz, weil sie Reaktionen mit Luftsauerstoff - wie z. B. das Ranzigwerden - verhindern.
Durch schädliche Umwelteinflüsse, Rauchen, aber auch durch normale Stoffwechselprozesse entsteht im Körper so genannter oxidativer Stress. Dabei werden den Molekülen in den Zellen einzelne Elektronen entrissen. Durch diesen "Klau" gerät das Molekül aus dem Gleichgewicht und wird zum freien Radikal. Um seine Balance wieder herzustellen, entreißt das freie Radikal benachbarten Molekülen ein Elektron. Dieser Vorgang führt zu einer Kettenreaktion, bei der letztlich auch wichtige Zellstrukturen und Eiweißmoleküle angegriffen und geschädigt werden können. An dieser Stelle kommen die Antioxidantien zum Einsatz, denn sie sind in der Lage, ein Elektron abzugeben, ohne dabei selbst zum freien Radikal zu werden. Auf diese Weise bringen die Antioxidantien die freien Radikale wieder ins Gleichgewicht und bremsen ihre Angriffslust.

[ Quelle: Ipsos GmbH; k.hoffmann@cpz-online.de  ]

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13.) Wenn es ums Vertrauen geht, liegen Ärzte vorn

Feuerwehrleute genießen in Deutschland mit 97 Prozent das höchste Vertrauen der Bürger. Auf
den weiteren Plätzen folgen Krankenschwestern (94 Prozent), Piloten (92 Prozent), Apotheker (89 Prozent) und Ärzte (86 Prozent), so das Ergebnis einer Verbraucherstudie des Magazins"Reader’s Digest".

Über 30 000 Menschen aus 14 europäischen Ländern hatten sich von September bis November vergangenen Jahres an der repräsentativen Umfrage beteiligt, 8100 waren es allein in Deutschland.
Autoverkäufer (18 Prozent) und Politiker (acht Prozent) landeten auf den letzten Plätzen der Vertrauens-Rangliste. Große Unterschiede gab es unter den Teilnehmerländern vor allem beim Vertrauen in Schiedsrichter. 48 Prozent der Schweizer und 43 Prozent der Deutschen bringen diesem Berufsstand ein hohes Vertrauen entgegen, bei den Portugiesen sind es nur 16 Prozent.

[ ©: http://www.aerztezeitung.de/ ]

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14.) Vor Behandlung im EU-Ausland sorgfältig informieren

Patienten, die sich im EU-Ausland zahnmedizinisch behandeln lassen möchten, sollten sich über die genauen Konditionen und Rahmenbedingungen vorab sorgfältig informieren. Das rät die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die auf ihrer Internet-Homepage deshalb entsprechende Informationen und Ratschläge zusammengestellt hat (http://www.bzaek.de/service/oav10/artikel.asp?lnr=535 ). Der Vizepräsident der BZÄK, Dr. Dietmar Oesterreich, empfiehlt den Patienten, bei einer auf den ersten Blick preiswerteren Behandlung im Ausland nicht ausschließlich auf mögliche Kosteneinsparungen zu achten: "Häufig setzen zahnmedizinische Behandlungen eine umfangreiche Diagnostik sowie eine längere Vorbehandlung voraus und erfordern eine intensive Nachbetreuung."
Mit Verschiebung der EU-Grenzen Richtung Osten ist ein neuer Markt entstanden - auch im Gesundheitswesen. Denn ambulante zahnmedizinische/medizinische Behandlungen im EU-Ausland werden von den gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der in Deutschland gültigen Sätze über Kostenerstattung mitfinanziert. Die Kammer rät, sich vor dem Zahnarztbesuch im Ausland bei der eigenen Krankenkasse kundig zu machen, welche Zuschüsse für die jeweilige Behandlung gezahlt werden.
Auf der BZÄK-Homepage finden Ratsuchende verschiedene Hinweise, welche Aspekte bei einer zahnmedizinischen Behandlung im Ausland besonders beachtet werden sollten. Beim Zahnersatz etwa, nach dessen Eingliederung nicht selten Nachbehandlungen nötig werden, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken können. "Hinzu tritt für den Patienten der Verlust einer auf Kontinuität und Vertrauensverhältnis basierenden gewachsenen Beziehung zwischen Zahnarzt und Patient", erläutert der BZÄK-Vizepräsident. Weitere wichtige Hinweise zu einer Behandlung im EU-Ausland finden sich auf der BZÄK-Homepage. Darüber hinaus können ratsuchende Patienten sich auch an die Patientenberatungsstellen der Landes-Zahnärztekammern oder ihren Zahnarzt wenden.

[ © : Jette Krämer, Tel.: 030/ 40005-150 , presse@bzaek.de   ]

Siehe auch unseren Bericht
Zahntourismus mit Problemen und Risiken in einem früheren ZahnNewsLetter

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15.) Verbraucherzentrale NRW: Patiententipps für den Arztbesuch

Krank sein ist teuer geworden: Praxisgebühr, erhöhte Zuzahlungen zu Medikamenten oder IGeL-Leistungen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zeigt Ihnen aber nicht nur, welche Kosten auf Patienten zukommen, sondern alles, was rund um den Arztbesuch wichtig ist: Wie Sie einen guten Arzt finden, welche Rechte Sie haben und was Sie tun können, wenn Sie mit der Behandlung unzufrieden sind oder wegen eines Behandlungsfehlers klagen wollen.

[ Infos: http://www.verbraucherzentrale-nrw.de/ ; 1. Auflage 2004, 7,80 Euro, 150 Seiten ]

 Basics: Gesundheitsreform ab 2004  im Lexikonteil

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16.) Zum Schluss: Wie würde heute das Märchen "Rotkäppchen" erzählt?

Einer der Klassiker der Gebrüder Grimm wurde von Studenten der Universität Freiburg neu "aufgelegt" und dem Zeitgeschmack angepasst. Wie würde "Rotkäppchen" von einem Arzt, einem Politiker, einem Informatiker, einem Mathematiker, einem Psychologen oder einem Moralisten und Anderen heute erzählt werden?

Mehr dazu unter:

http://www.informatik.uni-freiburg.de/~diesch/rotkaeppchen/

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