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Zahnärztlicher NewsLetter Nr.
6/2005/ 1. Juni 2005
Ab dem 1. des kommenden Monats (1.7.2005) müssen gesetzlich
Krankenversicherte einen Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung in Höhe von
0,9 Prozent des Bruttogehaltes zahlen - dies ist eine späte Folge der
Gesundheitsreform 2004. Ein Teil davon ist für die Finanzierung des
Zahnersatzes vorgesehen. Zugleich wird der allgemeine Beitragssatz um 0,9
Prozent gesenkt. Da die Arbeitgeber sich an dem Zusatzbeitrag nicht
beteiligen, ergeben sich für Versicherte Mehrkosten in Höhe von letztlich
0,45 Prozent des Bruttoeinkommens. Ein Merkblatt dazu können Sie sich von
der Seite der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung herunterladen:
Download
Ob es für Sie notwendig ist, eine Zahnersatz-Zusatzversicherung
abzuschließen, kann nicht pauschal beantwortet werden und hängt sehr von
Ihrem Mundgesundheitszustand ab. Wenn eine derartige Absicherung auch
keine Pflicht ist, so sollten Sie mit Ihrer Zahnarztpraxis das persönliche
Risiko besprechen und nach einem Vergleich der Tarife und Leistungen sich
so oder so entscheiden.
Ihre ZahnNewsLetter-Redaktion
Inhalt
1.)
Bundestagswahl:
Die Vorstellungen der Parteien zum Gesundheitswesen
2.)
Neues Gerät bei der
"Parodontose"-Behandlung
3.) Gesundheit bei Schwangeren - Neues Kochsalz
mit Folsäurezusatz
4.) Israelische Forscher entwickeln
Zahnarzt-Roboter
5.)
Radiologie: Die neuen Augen der Ärzte
6.)
Über die Muttermilch
entgiften Babys ihre Mütter
7.)
Ausreichendes Trinken
gegen Leistungstiefs
8.)
Stiftungen
Warentest: "Ratgeber Zähne" neu aufgelegt
9.) Neuer Elternratgeber:
Richtige Pflege für Kinderzähne
10.)
Betriebskrankenkassen legen nicht mehr zu
11.)
Nicht versichert - Patient muss für Behandlung trotzdem zahlen
12.) Kaum Interesse an
"Medizinischen Versorgungszentren"
13.)
Privatsphäre im Internet: So werden Sie überwacht
14.)
Zum Schluss:
Ein Prachtkerl dank Hundefutter
1.)
Bundestagswahl: Die
Vorstellungen der Parteien zum Gesundheitswesen
Im Herbst ist Bundestagswahl und
damit auch eine Weichenstellung für unser Gesundheitswesen.
Gesundheits- und Rentenpolitik sowie die Zukunft der
Pflegeversicherung werden die großen Herausforderungen der kommenden
Jahre und Jahrzehnte sein. Daneben gilt es nachhaltig, eine
Entbürokratisierung einzuleiten: Schon jetzt ist in den Praxen eine
unerträgliche Bürokratisierung zu beobachten und die besten
Mitarbeiterinnen werden häufig nicht mehr am Patienten sondern in der
Verwaltung eingesetzt. Zahnarztpraxen berichten, dass bis zu 30
Prozent der Tätigkeit auf reine Verwaltungsarbeit entfällt. Gesundheit
in die Gesundheitssysteme kommt nicht durch mehr Verwaltung, sondern
durch eine verstärkte Eigenverantwortung jedes Einzelnen für sein
höchstes Gut.
Wie die Vorstellungen im Gesundheitswesen aussehen, hat
www.facharzt.de
zusammengetragen. Es ist anzunehmen, dass einiges davon bis zur Wahl
noch "Stimmenfreundlicher" gemacht wird, um nach gewonnener Wahl um so
härter die Ausgangspositionen durchzusetzen.
"Das Unionsmodell der Gesundheitsprämie
sieht eine feste Pauschale von 109 Euro vor, die alle erwachsenen
Krankenkassenmitglieder, unabhängig von ihrem Einkommen, für die
Krankenversicherung zahlen müssen. Die Arbeitgeber steuern noch 60
Euro dazu. Sozial Schwache, bei denen die Prämie von 109 Euro mehr als
sieben Prozent ihres Bruttoeinkommens ausmacht, erhalten einen
steuerfinanzierten Zuschuss und auch die beitragsfreie Versicherung
von Kindern wird aus der Steuerkasse bezahlt. Schätzungen zufolge
wären bis zu 38 Prozent der Bevölkerung von Zuschüssen abhängig.
Die Pauschale soll nach dem Willen von CDU und CSU den derzeit
erhobenen einkommensabhängigen Krankenkassenbeitrag ersetzen. Kritiker
wie der CSU-Politiker Horst Seehofer, bemängeln, dass obere Einkommen
bei einer Kopfpauschale zu stark entlastet würden.
Die FDP hatte das Modell der Gesundheitsprämie bei der
Verabschiedung ebenfalls als "unsozial" kritisiert. Sie fordert mehr
Eigenverantwortung für die Versicherten und die Privatisierung der
gesetzlichen Krankenversicherung. An die Stelle eines
Leistungskatalogs soll eine Grundsicherung für "große Lebensrisiken"
treten. Für darüberhinausgehende Leistungen soll es
Zusatzversicherungen geben. Der Arbeitgeberanteil an der
Krankenversicherung wird ausgezahlt und muss versteuert werden.
Auch in der Pflege soll es nach Vorstellungen der Liberalen eine
verpflichtende Grundsicherung geben sowie frei wählbare private
Zusatzversicherungen. Grundsätzlich wird an eine kapitalgedeckte
Finanzierung gedacht, bei der jeder die Kosten seiner späteren Pflege
selbst anspart. Bedürftige sollen im "Bürgergeld" einen
steuerfinanzierten Zuschuss erhalten.
Rot-Grün favorisiert die Bürgerversicherung. In sie sollen
künftig alle Bürger – auch Beamte, Selbstständige und
Besserverdienende – einbezogen werden. Die Möglichkeit eines Wechsels
ab einer bestimmten Einkommensgrenze in die private
Krankenversicherung soll entfallen. Beide Parteien wollen außerdem
neben dem Erwerbseinkommen auch Kapital- und Zinseinkünfte in die
Finanzierung mit einbeziehen, die SPD will aber Mieteinnahmen außen
vor lassen, während die Grünen diese mit hineinrechnen wollen. Aus den
Mehreinnahmen sollen Beitragssenkungen finanziert werden. Die Grünen
wollen auch mehr Möglichkeiten zu Direktverträgen zwischen
Krankenkassen, Ärzten und Krankenhäusern schaffen. Auch für die Pflege
wird eine Bürgerversicherung angestrebt."
[
Quelle: Kerstin Friedrich in
facharzt.de ]
2.)
Neues Gerät bei der "Parodontose"-Behandlung
Erstmals wird in Deutschland zur Erforschung von
"Parodontose-Bakterien" ein so genannter Durchfluss-Zytometer
verwendet. "Wir sind die erste parodontologische Abteilung in
Deutschland, die über ein solches Gerät verfügt", sagte der Direktor
der Gießener Poliklinik für Parodontologie, Jörg Meyle, bei der
Vorstellung des Geräts. Das 149.000 Euro teure Zytometer, das zunächst
nur in der Forschung und nicht in der Diagnostik eingesetzt werden
soll, hilft bei der genauen Bestimmung von "Parodontose-Bakterien".
Durchfluss-Zytometer, mit denen Zelleigenschaften gemessen werden
können, werden schon lange in anderen Bereichen wie etwa der
Hämatologie eingesetzt. Speziell im Bereich der Parodontose-Forschung
haben die Mediziner es den Angaben zufolge häufig mit sehr
unterschiedlichen Bakterienarten zu tun, die nur mit einem
Durchfluss-Zytometer genau eingeordnet werden können. "Wir wissen noch
nicht genau, warum einige Menschen sehr frühzeitig an "Parodontose"
erkranken und andere gar nicht", erklärte Meyle. "Das kann nicht nur
mit der Mundhygiene zusammenhängen." Es sei bereits klar, dass einige
Formen der Parodontose erblich seien. Um eine adäquate Behandlung zu
gewährleisten, müssen die Forscher die Art der Bakterien genau kennen.
Die Zellen werden in einem komplizierten Verfahren mit farbig
markierten, fluoreszierenden Antikörpern versehen und fließen in einer
Lösung durch den Zytometer hindurch. Da die leuchtenden Antikörper nur
an den passenden Zellen andocken, kann das Gerät mit Hilfe von Lasern
die Zellen farblich sortieren und analysieren. Auf
Computer-Bildschirmen bekommen die Forscher dann ein genaues Abbild
der Proben präsentiert. Der in Gießen eingesetzte Durchfluss-Zytometer
ist in Deutschland zurzeit der kleinste und gleichzeitig
leistungsstärkste seiner Art.
[©:
FVDZ-NewsLetter/Yahoo; erschienen am 17.5.05 ]
Basics:
Parodontitis-Diagnostik auf
www.zahnwissen.de
3.)
Gesundheit bei Schwangeren - Neues Kochsalz mit Folsäurezusatz
Ein neu auf den Markt gebrachtes, mit Folsäure angereichertes
Kochsalz soll Schwangeren dabei helfen, die ausreichende Versorgung
mit dieser zum Vitamin B-Komplex gehörenden Substanz sicher zu
stellen.
"Mit der im Haushalt üblichen Zusatzmenge von zwei Gramm NaCl pro Tag
lässt sich eine gute Basis für eine optimierte Folsäureversorgung
realisieren", erklärte Dr. Franz Götzfried von der Südsalz GmbH,
Heilbronn, bei einem Symposium der Gesellschaft Deutscher
Lebensmitteltechnologie in Lüneburg.
Durch die Supplementierung von Folsäure ließen sich Missbildungen der
Kinder, insbesondere der Spina bifida und Neuralrohrdefekten,
vorbeugen, teilte der Verein Deutsche Salzindustrie mit. Darüber
hinaus werde das Risiko für Herz- und Gefäßkomplikationen in der
Schwangerschaft verringert.
[ © : sth/pm im
zm-Newsletter ]
Basics:
Kochsalzfluoridierung
auf
www.zahnwissen.de
4.)
Israelische Forscher
entwickeln Zahnarzt-Roboter
Israelische Wissenschaftler haben einen Roboter erfunden, der Bohrungen
für Zahnimplantate übernehmen kann. Der israelische Zahnarzt-Roboter
arbeitet schneller und billiger als menschliche Zahnärzte und verursacht
weniger Schmerzen beim Patienten. Bislang haben die Experten ihr neues
System nur an Tieren getestet. Nun erlaubte die US-amerikanische Behörde
für Nahrung und Medizin auch Testeinsätze an Menschen. Wissenschaftler in
Europa und den USA sehen die erfolgreichen Ergebnisse als einen ersten
Schritt hin zu einer automatisierteren Zahnarztpraxis. Dies berichtet das
Wissenschaftsmagazin "New Scientist". Der automatische Bohrer, den die
Firma "Tactile Technologies" im israelischen Rehovot entwickelt hat,
vereinfacht das Setzen von Implantaten im Kiefer. "Er verursacht weniger
Traumata und platziert die Implantate wesentlich präziser", sagt Erfinder
Opher Kinrot. Bisher machten diese Arbeit nur Experten. Zunächst wird ein
Rahmen um den Kiefer gespannt. Dann ertasten sehr kleine Nadeln den
Kieferknochen und geben diese Daten an einen Computer. Dieser kombiniert
sie mit einem eingescannten Bild eines Computertomographen und errechnet
den geeignetsten Ort für eine Bohrung. Der Zahnarzt muss nur noch einen
Knopf drücken, um die Bohrung zu starten. Der Bohrer sucht sich selbst den
Weg. Selbstverständlich kann der Arzt die Bohrung jederzeit abbrechen. Das
System soll etwa 1.000 US-Dollar kosten.
[ © : FVDZ, Tagesspiegel
]
Basics:
Implantate auf
www.zahnwissen.de
5.)
Radiologie: Die neuen Augen der Ärzte
Die Radiologie macht den Körper durchsichtig, liefert Einsichten und
wird zunehmend auch zur Voraussicht eingesetzt. Unsere vielfältigen
Methoden sind "die neuen Augen der Ärzte", erklärt Professor Bernd
Hamm, Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft.
Am 8. November 1895 entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen, Professor an der
Universität Würzburg, die später nach ihm benannten Röntgenstrahlen -
und stieß damit eine rasante Entwicklung an, welche die Diagnostik und
Therapie in der Medizin nachhaltig veränderte. Schon immer hatten sich
die Mediziner Bilder aus dem Körperinneren gewünscht, um Krankheiten
und ihre Ursachen zu erkennen. Durch die Entdeckung von Röntgen wurde
dieser Traum wahr.
Nur zehn Jahre nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen wurde in Berlin
im Jahr 1905 die Deutsche Röntgengesellschaft gegründet. "Vor hundert
Jahren wurde geröntgt, auch heute wird geröntgt - aber es hat sich
enorm viel verändert", erklärt Professor Bernd Hamm, Präsident der
Deutschen Röntgengesellschaft und Direktor des Instituts für
Radiologie am Universitätsklinikum Charité - Campus Mitte.
So dauerte die Röntgenuntersuchung der Hand von Frau Röntgen - nach
der Aufnahme der Hand des Entdeckers selbst die zweite Röntgenaufnahme
überhaupt - damals 49 Minuten. Heute dauert eine Aufnahme
Millisekunden. Auch die Strahlenexposition ist bei einer
konventionellen Röntgenuntersuchung signifikant gesunken. Denn
technische Innovationen waren ein ständiger Begleiter der Radiologie.
1972 leitete der Brite Godfrey N. Hounsfield mit der Entwicklung der
Computertomographie (CT) eine neue Aera in der Bildgebung ein. Nur ein
Jahr später entwickelte der US-Amerikaner Paul Lauterbur die Magnet-
Resonanz-Tomographie (MRT), die ohne Röntgenstrahlung auskommt. Er
wurde dafür zusammen mit dem britischen Wissenschaftler Peter
Mansfield 2003 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Auch der Ultraschall
wird seit den 70er Jahren in der bildgebenden Diagnostik eingesetzt.
"Diese Entwicklungen haben dazu geführt", so Hamm, "dass die
Diagnostik bei den Patienten schneller und deutlich schonender
geworden ist."
Allerdings ist Hamm ein Punkt besonders wichtig: "Die Radiologie ist
zwar ein technikorientiertes Fach aber kein technisches Fach".
Radiologen, so Hamm weiter, seien in erster Linie Ärzte, die Technik
für die Diagnostik einsetzen. Sie entscheiden, welches der
verschiedenen Verfahren am besten geeignet ist, um möglichst schnell
zur Diagnose zu kommen. Um Fortschritte zu erzielen sind daher
Innovationen sowohl im medizinischen als auch im gerätetechnischen
Bereich nötig.
Auch das therapeutische Standbein der Radiologie wird beständig
ausgebaut. Die so genannte interventionelle Radiologie hat sich seit
ihren Anfängen in den sechziger Jahren ebenfalls rasant entwickelt.
Die Überwachung mit radiologischen Verfahren gestattet es den
Radiologen, minimal-invasive Eingriffe beispielsweise an den Gefäßen
vorzunehmen.
Früherkennung und Vorsorge - das ist der entscheidend wichtige Trend
in der modernen Radiologie. Bislang wurde die Bildgebung erst dann
eingesetzt, wenn der Arzt erste Hinweise auf eine Erkrankung hatte.
Ebenso sind die Radiologen gefragt, um den Verlauf einer Behandlung zu
überprüfen. "Demnächst wird Bildgebung zunehmend dafür eingesetzt
werden, um zu untersuchen, ob Patienten möglicherweise eine noch
verborgene Krankheit haben", prophezeit Hamm. Ein Beispiel dafür ist
die Mammographie im Rahmen des Mammographie-Screenings. Eine anderes
Beispiel ist die virtuelle Endoskopie des Dickdarms: Mit dieser
Methode können Radiologen nach Polypen suchen, aus denen später ein
Karzinom werden könnte. Auch Patienten mit unklaren Thoraxschmerzen
können von den modernen Möglichkeiten der Radiologen profitieren: Die
Untersuchung des Herzens mit bildgebenden Verfahren wie CT und MRT
kann Patienten identifizieren, denen Herz-Kreislauf-Erkrankungen
drohen.
Auch die Gerätetechnologie schreitet voran und gestattet inzwischen
Untersuchungen, die vor wenigen Jahren nicht möglich waren. Ein
Beispiel ist die Ganzkörper-Untersuchung, die Dank MRT zunehmend
eingesetzt wird. Allerdings ist nicht in jedem Fall der "Ferrari" aus
dem radiologischen Gerätepark erforderlich: Natürlich bieten unter
den CT-Geräten die so genannten 64-Zeiler der jüngsten Generation bei
Patienten mit einem Polytrauma entscheidende Vorteile. Auch eine
Herzuntersuchung ist mit 64 Zeilen am besten zu bewerkstelligen. Doch
für eine virtuelle Endoskopie oder eine Standard-CT-Untersuchung der
Lunge tun es auch Geräte, die bei einem Durchgang 16 oder 32
Schnittbilder liefern.
Die neuesten High-Tech-Geräte, davon geht Hamm aus, werden allerdings
in der Zukunft nicht mehr in jeder Klinik und Praxis aufgestellt
werden können. "Der Preis ist so niedrig, dass auch der
minderbemittelte Arzt in der Lage ist, sich ein brauchbares
Röntgeninstrumentarium zu beschaffen" - so warb der Hersteller des
"Diaphor R" Anfang des 20. Jahrhunderts für sein Gerät. Solche
Versprechungen können die Hersteller der modernen Geräte nicht mehr
machen. Das neueste MRT-Gerät kostet 1,5 Millionen Euro.
[ ©: Dipl. Biol. Barbara Ritzert,
Ritzert@proscience-com.de ]
Basics: Röntgenologie auf
www.Zahnwissen.de
6.)
Über die Muttermilch
entgiften Babys ihre Mütter
(ots) - Frauen entgiften ihren Körper, indem sie
beim
Stillen die Schadstoffe an ihre Kinder weitergeben. Wie die
Zeitschrift natur+kosmos in ihrer Maiausgabe berichtet, sind die
Folgen wissenschaftlich umstritten.
Zu den Giften, die die Babys verkraften müssen, gehören
Umweltgifte wie DDT, Dioxin und PCB. Diese sind zwar in Deutschland
längst verboten, jedoch sehr langlebig. Sie verteilen sich weiträumig
in der Umwelt, gelangen über die Nahrung in die Tiere und letztlich
reichern sie sich auch im Körper des Menschen an. Mütter haben jedoch
weniger Gifte im Blut als andere Menschen, weil sie die Schadstoffe
über die Nabelschnur und die Muttermilch an ihren Nachwuchs
übertragen.
Allerdings muss das den Babys nicht unbedingt schaden: "Viele
dieser Stoffe sind erst wirksam, wenn sie metabolisiert werden", sagt
der Chemiker Michael Braungart, Leiter des Hamburger Umweltinstituts.
"Bei Neugeborenen aber funktioniert die Leber noch nicht richtig."
Daher rauschten die schädlichen Substanzen bei ihnen zum Teil einfach
durch, ohne ihre schädliche Wirkung entfalten zu können. Auf der
anderen Seite hätten Studien gezeigt, dass Flaschenkinder ein Viertel
weniger PCB im Blut haben als Brustkinder und diese Belastung
deutlich die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigt, berichtet Andres
Gies vom Umweltbundesamt.
Letztlich, da sind sich alle Experten einig, gebe es jedoch keine
Alternative zur Muttermilch. Sie ist so nahrhaft, und das Stillen hat
so viele Vorteile für die Entwicklung des Kindes und auch für die
Mutter, dass man die Schadstoffspuren in Kauf nehmen solle. Vielmehr
müssten neue Chemikaliengesetze dafür sorgen, dass die Vorkommen der
Gifte in der Muttermilch geringer werden.
[ ©: natur + kosmos ;
jan@natur.de ]
7.)
Ausreichendes Trinken
gegen Leistungstiefs
Wer im Büro leicht
unkonzentriert und müde wird,
sollte ausreichend trinken. Gerade bei neuen Herausforderungen im
Beruf ist eine optimale Flüssigkeitszufuhr wichtig. "Die Fähigkeit,
Probleme zu lösen, sinkt bei Flüssigkeitsmangel", erklärt Dr.
Siegfried Lehrl, Medizinpsychologe an der Universität Erlangen. Das
Gehirn ist eines der wasserreichsten Organe und benötigt daher
ständig Flüssigkeitsnachschub, um arbeiten zu können. "Wichtig ist
ausreichendes und häufiges Trinken - am besten, bevor der Durst
kommt", empfiehlt Lehrl. "Als Faustregel sollte daher gelten: Jede
Stunde mindestens 0,1 Liter trinken."
Aber nicht alle Getränke sind gleich gut geeignet. Kaffee und Tee
sind wegen ihrer anregenden Wirkung auf Herz und Kreislauf nur in
Maßen empfehlenswert. Weil Mineralwasser neben der notwendigen
Flüssigkeit auch wichtige Mineralstoffe liefert, ist es ideal fürs
Büro. Diese Stoffe liegen im Mineralwasser in gelöster Form vor und
sind dadurch für das Gehirn besonders schnell verfügbar. Wer im Job
vor einer kniffligen Denkaufgabe steht oder sich viel auf einmal
merken muss, kann seinem Gehirn mit einem Schluck Mineralwasser auf
die Sprünge helfen. Ausführlich erklärt werden die Zusammenhänge
zwischen gedanklicher Leistungsfähigkeit und ausreichendem Trinken in
der Broschüre "Mineralwasser - Mehr trinken, besser denken" der
Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM).
Damit richtiges Trinken auch unter Termindruck und Dauerstress
nicht in Vergessenheit gerät, sollte eine Flasche Mineralwasser immer
griffbereit auf dem Schreibtisch stehen. So erinnert sie daran,
ausreichend zu trinken. Arbeitnehmer können sich das Mineralwasser
von zu Hause mitbringen oder es auf dem Weg zur Arbeit kaufen.
Einfacher ist es natürlich, Wasserkästen für die gesamte Belegschaft
oder die Abteilung liefern zu lassen. Der Beitrag für die
traditionelle Kaffeekasse kann aufgestockt und zur Finanzierung des
Mineralwassers genutzt werden. Vielleicht ist das Unternehmen sogar
bereit, das Projekt zu unterstützen.
Die Broschüre "Mineralwasser - Mehr trinken, besser denken" steht
auf www.mineralwasser.com zum Download bereit.
8.)
Stiftungen Warentest: "Ratgeber Zähne" neu aufgelegt
Er gilt schon als ein Klassiker unter den vielen Ratgern, die sich
mit den Zähnen beschäftigen. Die aktualisierte Broschüre der Stiftung
Warentest bietet einen Überblick über die Vor- und Nachteile klassischer
und moderner Behandlungsmethoden sowie über die aktuellen Erkenntnisse
zur Vorsorge. Durch die Gesundheitsreform hat sich seit 2005 bei der
Kostenübernahme für die Zahnbehandlung einiges geändert. Der Ratgeber
„Zähne“ informiert ausführlich darüber, welchen Eigenanteil Patienten
jetzt leisten müssen. Der Ratgeber „Zähne“ verschafft auf 192 Seiten
einen kompakten und verständlichen Überblick über Zahngesundheit und
Behandlungsmethoden sowie über Zahnersatz und –kosmetik. Antworten auf
Fragen wie nach der Eignung verschiedener Zahnersatzprodukte, für die
Korrektur von Fehlstellungen oder nach potentiellem Eigenleistungsanteil
bieten eine wichtige Grundlage für das spätere Beratungsgespräch mit dem
Zahnarzt. Auch für Konfliktfälle nach einer Behandlung gibt es konkrete
Empfehlungen.
Das Buch kostet 12,90 Euro und ist im Buchhandel oder unter
http://www.stiftung-warentest.de/ erhältlich.
9.)
Neuer Elternratgeber:
Richtige Pflege für Kinderzähne
"Eltern putzen Kinderzähne" heißt eine neue Broschüre des
Vereins für Zahnhygiene (VfZ), die Vätern und Müttern erklärt, wie sie
die Zähne ihrer Kinder richtig pflegen.
Die Broschüre gibt in kompakten Texten und anhand von Fotos Antworten
auf die Fragen, ab wann, wie lange, warum und wie Eltern ihren Nachwuchs
beim Zähneputzen unterstützen sollten.
Karieserkrankungen im Milchzahngebiss seien im Gegensatz zur Karies im
bleibenden Gebiss in den vergangenen zwölf Jahren kaum zurückgegangen,
teilte der VfZ in Berufung auf eine aktuelle Studie der Deutschen
Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (DAJ)
mit. Kinder mit einem kariesfreien Milchzahngebiss hätten jedoch eine
90-prozentige Chance auf lebenslange Zahngesundheit im bleibenden
Gebiss.
Musterexemplar der Broschüre können beim VfZ, Feldbergstraße 40, 64293
Darmstadt, unter der Faxnummer 06151/895198 oder unter
http://www.zahnhygiene-ev.de angefordert werden.
Basics:
Erhaltung von Milchzähnen auf
www.Zahnwissen.de
10.)
Betriebskrankenkassen
legen nicht mehr zu
Der seit Jahren anhaltende Trend der Krankenversicherten zu den
Betriebskrankenkassen (BKK) ist 2004 gestoppt worden. Davon
profitieren die Ersatzkassen: Sie konnten wieder Zuwächse verzeichnen.
2003 meldeten die Betriebskrankenkassen (BKKn) noch einen Zuwachs von
rund 670.000 Mitgliedern. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der
BKK-Mitglieder dagegen erstmals und der Mitgliederschwund bei den
großen Ersatzkassen kam zum Stillstand.
Von der Abwanderung profitierten vor allem große Ersatzkassen. "Die
Wende ist geschafft", hieß es laut einer Umfrage des "Tagesspiegel"
übereinstimmend bei der Barmer Ersatzkasse, der DAK und der
Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) und der Techniker Krankenkasse (TK).
Im Oktober 2004 zählten die rund 200 BKKn 10,3 Millionen Mitglieder
(ohne mitversicherte Familienangehörige), bei den 17 Allgemeinen
Ortskrankenkassen (AOK) waren 18,6 Millionen und bei den sechs
Angestellten-Krankenkassen 15,9 Millionen versichert.
[
Quelle:
zm-Online ]
Basics:
Gesetzliche Krankenversicherung auf
www.Zahnwissen.de
11.)
Nicht versichert - Patient muss für Behandlung trotzdem zahlen
Wer sich ohne Versicherungsschutz ins Krankenhaus begibt, muss die
Behandlungskosten selbst zahlen. Nach einem neuen Urteil
des Bundesgerichtshofs (BGH) gilt dies auch dann, wenn der Patient
irrtümlich glaubt, er sei krankenversichert.
In dem Fall hatte eine Mutter ihre Tochter ins Krankenhaus gebracht -
in der irrigen Annahme, das Kind sei beim Vater mitversichert. Laut
BGH waren die Mutter und das Krankenhaus davon ausgegangen, die Kosten
würden von der Kasse getragen.
Vor dem Hintergrund dieses Irrtums müsse der Behandlungsvertrag aber
entsprechend angepasst werden - was dazu führe, dass die Mutter den
Pflegesatz der Klinik begleichen müsse.
Der BGH stellte klar, dass der Patient sich um den Versicherungsschutz
oder gegebenenfalls um eine Kostendeckung über die Sozialhilfe kümmern
müsse. Der Krankenhausträger habe normalerweise keinen Einblick in die
Verhältnisse des Patienten. Damit muss die Mutter gut 4600 Euro für
den ersten Krankenhausaufenthalt des Kindes bezahlen.
[ Quelle + ©:
Ärztezeitung;
Bundesgerichtshof, Aktenzeichen: III ZR 351/04 ]
12.)
Kaum Interesse an
"Medizinischen Versorgungszentren"
Die von Bundesgesundheitsministerin Ulla
Schmidt (SPD) als "Goldkorn der
Gesundheitsreform" (GKV-Modernisierungsgesetz) gepriesene Möglichkeit,
in
"fachübergreifenden ärztlich geleiteten Einrichtungen" (Definition im
§
95 Abs. 1 SGB V) zu praktizieren, trifft offenbar nicht auf die
politisch
gewünschte Resonanz. Ganze 70 "Medizinische Versorgungszentren" (MVZ)
waren per 31.12.2004 bundesweit
registriert. Davon wurden 55 von Vertragsärzten und 8 von
Krankenhäusern
gegründet. Bei lediglich 3,6 partizipierenden Ärzten im Durchschnitt
pro
MVZ, konstatiert der "Gesundheitspolitische Informationsdienst (gid)"
mit ironischem Unterton, könne das Wort
"Zentrum" bestenfalls die örtliche Lage beschreiben, sicherlich aber
keine
umfassende ärztliche Versorgung nach dem Vorbild einer Poliklinik
versprechen. Die
Gründe für die mehr als schwache Akzeptanz in der Ärzteschaft werden
gesehen in den
zahlreichen Schwachstellen aus gesundheitspolitischer und ökonomischer
Sicht und vor allen Dingen die Inkompatibilität der Regelungen im § 95
Sozialgesetzbuch V mit den weiterhin bestehenden standesrechtlichen
Vorschriften (Zulassungsverordnung, Berufsrecht etc.). Weiter machen
Honorarverteilungsmodalitäten ein derartiges Modell für
"gründungswillige Heilberufler" undurchsichtig und unattraktiv. Hinzu
kämen kartellrechtliche und steuerrechtliche Probleme. Wieder einmal
habe
der Gesetzgeber also "das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt", indem er
diese vorhersehbaren Probleme nicht berücksichtigt und beseitigt
habe.
[FreiFax
Nr. 19 vom 23.5.]
Basics:
Medizinische Versorgungszentren auf
www.zahnwissen.de
13.)
Privatsphäre im Internet:
So werden Sie überwacht
Schweigepflicht
und somit Schutz der Privatsphäre sind das A und O jeder (Zahn-)Arztpraxis.
Selbst Politiker haben es bisher nicht geschafft, diesen
Jahrtausendealten Codex zu knacken, als es z.B. darum ging, beim
großen Lauschangriff das Ohr des Staates in jedes Schlafzimmer zu
bringen und auch jede Arztpraxis durchleuchten zu wollen. Um so mehr
erstaunt es, wie "belauschbar" jeder bei seinen Internetaktivitäten
ist - dies trifft besonders auf Mitarbeiter in Firmen zu zu.
"Als Mitarbeiter in einem restriktiv aufgebauten
Unternehmensnetzwerk hat man mit technischen Mitteln praktisch keine
Möglichkeiten, sich vor allzu neugierigen Vorgesetzten zu schützen.
Nur eine bewusste, verantwortungsvolle Nutzung der Technologie und
organisatorische Regelungen (Betriebsvereinbarungen) durch die
betriebliche Interessenvertretung (Betriebsrat) können der totalen
Überwachung einen Riegel vorschieben oder sie zumindest in die
Illegalität drängen" heißt es einleitend in einer Broschüre der
österreichischen Gewerkschaft für Privatangestellte. Neben allgemeinen
Betrachtungen über die Notwendigkeit der Überwachung aus
Unternehmersicht erläutert die Broschüre laienverständlich technische
Grundlagen von Firmennetzwerken, den Umgang mit Cookies, die
Funktionsweise von Spionageprogrammen und gibt Hinweise zur Qualität
von Passwörtern, welche Online überprüft werden können.
Download der 1,2 MB großen PDF-Broschüre unter.
http://www.gpa.at/news/raecher.pdf
Basics:
Schweigepflicht auf
www.zahnwissen.de
14.)
Zum Schluss: Ein Prachtkerl dank Hundefutter
Über 50 Kilo brachte ein zehnjähriger italienischer Junge auf die Waage.
Viel zuviel, dachten seine Eltern und der Hausarzt, und sie setzten ihn
auf strenge Diät. Doch statt nun abzunehmen wurde der Bub aus Frosinone
immer dicker, berichtet die britische Online-Agentur "Ananova".
Als ihn jetzt der Hund der Familie in den Hintern biss, kam es raus: Der
Junge hatte die ganze Zeit dem Hund das Futter weggegessen.
Doch, er habe schon gemerkt, dass der Hund immer dünner geworden sei,
sagte der Vater in Zeitungsinterviews. Aber er habe keinen Zusammenhang
mit dem Gewicht seines Sohns gesehen. Die Eltern haben den Arzt nun
gebeten, ihren Sohn auf eine weniger strenge Diät zu setzen. (ug)
[ ©:
Ärztezeitung
]
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