Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 6/2005/ 1. Juni 2005

Ab dem 1. des kommenden Monats (1.7.2005) müssen gesetzlich Krankenversicherte einen Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung in Höhe von 0,9 Prozent des Bruttogehaltes zahlen - dies ist eine späte Folge der Gesundheitsreform 2004. Ein Teil davon ist für die Finanzierung des Zahnersatzes vorgesehen. Zugleich wird der allgemeine Beitragssatz um 0,9 Prozent gesenkt. Da die Arbeitgeber sich an dem Zusatzbeitrag nicht beteiligen, ergeben sich für Versicherte Mehrkosten in Höhe von letztlich 0,45 Prozent des Bruttoeinkommens. Ein Merkblatt dazu können Sie sich von der Seite der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung herunterladen: Download
Ob es für Sie notwendig ist, eine Zahnersatz-Zusatzversicherung abzuschließen, kann nicht pauschal beantwortet werden und hängt sehr von Ihrem Mundgesundheitszustand ab. Wenn eine derartige Absicherung auch keine Pflicht ist, so sollten Sie mit Ihrer Zahnarztpraxis das persönliche Risiko besprechen und nach einem Vergleich der Tarife und Leistungen sich so oder so entscheiden.

Ihre ZahnNewsLetter-Redaktion

 


Inhalt

 1.) Bundestagswahl: Die Vorstellungen der Parteien zum Gesundheitswesen
 2.)
Neues Gerät bei der "Parodontose"-Behandlung
 3.) Gesundheit bei Schwangeren - Neues Kochsalz mit Folsäurezusatz
 4.) Israelische Forscher entwickeln Zahnarzt-Roboter
 5.)
Radiologie: Die neuen Augen der Ärzte
 6.)
Über die Muttermilch entgiften Babys ihre Mütter
 7.)
Ausreichendes Trinken gegen Leistungstiefs
 8.)
Stiftungen Warentest: "Ratgeber Zähne" neu aufgelegt
 9.) Neuer Elternratgeber: Richtige Pflege für Kinderzähne
10.)
Betriebskrankenkassen legen nicht mehr zu
11.)
Nicht versichert - Patient muss für Behandlung trotzdem zahlen
12.) Kaum Interesse an "Medizinischen Versorgungszentren"
13.)
Privatsphäre im Internet: So werden Sie überwacht
14.)
Zum Schluss: Ein Prachtkerl dank Hundefutter


1.) Bundestagswahl: Die Vorstellungen der Parteien zum Gesundheitswesen

Im Herbst ist Bundestagswahl und damit auch eine Weichenstellung für unser Gesundheitswesen. Gesundheits- und Rentenpolitik sowie die Zukunft der Pflegeversicherung werden die großen Herausforderungen der kommenden Jahre und Jahrzehnte sein. Daneben gilt es nachhaltig, eine Entbürokratisierung einzuleiten: Schon jetzt ist in den Praxen eine unerträgliche Bürokratisierung zu beobachten und die besten Mitarbeiterinnen werden häufig nicht mehr am Patienten sondern in der Verwaltung eingesetzt. Zahnarztpraxen berichten, dass bis zu 30 Prozent der Tätigkeit auf reine Verwaltungsarbeit entfällt. Gesundheit in die Gesundheitssysteme kommt nicht durch mehr Verwaltung, sondern durch eine verstärkte Eigenverantwortung jedes Einzelnen für sein höchstes Gut.
Wie die Vorstellungen im Gesundheitswesen aussehen, hat www.facharzt.de zusammengetragen. Es ist anzunehmen, dass einiges davon bis zur Wahl noch "Stimmenfreundlicher" gemacht wird, um nach gewonnener Wahl um so härter die Ausgangspositionen durchzusetzen.

"Das Unionsmodell der Gesundheitsprämie sieht eine feste Pauschale von 109 Euro vor, die alle erwachsenen Krankenkassenmitglieder, unabhängig von ihrem Einkommen, für die Krankenversicherung zahlen müssen. Die Arbeitgeber steuern noch 60 Euro dazu. Sozial Schwache, bei denen die Prämie von 109 Euro mehr als sieben Prozent ihres Bruttoeinkommens ausmacht, erhalten einen steuerfinanzierten Zuschuss und auch die beitragsfreie Versicherung von Kindern wird aus der Steuerkasse bezahlt. Schätzungen zufolge wären bis zu 38 Prozent der Bevölkerung von Zuschüssen abhängig.
Die Pauschale soll nach dem Willen von CDU und CSU den derzeit erhobenen einkommensabhängigen Krankenkassenbeitrag ersetzen. Kritiker wie der CSU-Politiker Horst Seehofer, bemängeln, dass obere Einkommen bei einer Kopfpauschale zu stark entlastet würden.

Die FDP hatte das Modell der Gesundheitsprämie bei der Verabschiedung ebenfalls als "unsozial" kritisiert. Sie fordert mehr Eigenverantwortung für die Versicherten und die Privatisierung der gesetzlichen Krankenversicherung. An die Stelle eines Leistungskatalogs soll eine Grundsicherung für "große Lebensrisiken" treten. Für darüberhinausgehende Leistungen soll es Zusatzversicherungen geben. Der Arbeitgeberanteil an der Krankenversicherung wird ausgezahlt und muss versteuert werden.
Auch in der Pflege soll es nach Vorstellungen der Liberalen eine verpflichtende Grundsicherung geben sowie frei wählbare private Zusatzversicherungen. Grundsätzlich wird an eine kapitalgedeckte Finanzierung gedacht, bei der jeder die Kosten seiner späteren Pflege selbst anspart. Bedürftige sollen im "Bürgergeld" einen steuerfinanzierten Zuschuss erhalten.

Rot-Grün favorisiert die Bürgerversicherung. In sie sollen künftig alle Bürger – auch Beamte, Selbstständige und Besserverdienende – einbezogen werden. Die Möglichkeit eines Wechsels ab einer bestimmten Einkommensgrenze in die private Krankenversicherung soll entfallen. Beide Parteien wollen außerdem neben dem Erwerbseinkommen auch Kapital- und Zinseinkünfte in die Finanzierung mit einbeziehen, die SPD will aber Mieteinnahmen außen vor lassen, während die Grünen diese mit hineinrechnen wollen. Aus den Mehreinnahmen sollen Beitragssenkungen finanziert werden. Die Grünen wollen auch mehr Möglichkeiten zu Direktverträgen zwischen Krankenkassen, Ärzten und Krankenhäusern schaffen. Auch für die Pflege wird eine Bürgerversicherung angestrebt."


 [ Quelle: Kerstin Friedrich in facharzt.de ]

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2.) Neues Gerät bei der "Parodontose"-Behandlung

Erstmals wird in Deutschland zur Erforschung von "Parodontose-Bakterien" ein so genannter Durchfluss-Zytometer verwendet. "Wir sind die erste parodontologische Abteilung in Deutschland, die über ein solches Gerät verfügt", sagte der Direktor der Gießener Poliklinik für Parodontologie, Jörg Meyle, bei der Vorstellung des Geräts. Das 149.000 Euro teure Zytometer, das zunächst nur in der Forschung und nicht in der Diagnostik eingesetzt werden soll, hilft bei der genauen Bestimmung von "Parodontose-Bakterien". Durchfluss-Zytometer, mit denen Zelleigenschaften gemessen werden können, werden schon lange in anderen Bereichen wie etwa der Hämatologie eingesetzt. Speziell im Bereich der Parodontose-Forschung haben die Mediziner es den Angaben zufolge häufig mit sehr unterschiedlichen Bakterienarten zu tun, die nur mit einem Durchfluss-Zytometer genau eingeordnet werden können. "Wir wissen noch nicht genau, warum einige Menschen sehr frühzeitig an "Parodontose" erkranken und andere gar nicht", erklärte Meyle. "Das kann nicht nur mit der Mundhygiene zusammenhängen." Es sei bereits klar, dass einige Formen der Parodontose erblich seien. Um eine adäquate Behandlung zu gewährleisten, müssen die Forscher die Art der Bakterien genau kennen. Die Zellen werden in einem komplizierten Verfahren mit farbig markierten, fluoreszierenden Antikörpern versehen und fließen in einer Lösung durch den Zytometer hindurch. Da die leuchtenden Antikörper nur an den passenden Zellen andocken, kann das Gerät mit Hilfe von Lasern die Zellen farblich sortieren und analysieren. Auf Computer-Bildschirmen bekommen die Forscher dann ein genaues Abbild der Proben präsentiert. Der in Gießen eingesetzte Durchfluss-Zytometer ist in Deutschland zurzeit der kleinste und gleichzeitig leistungsstärkste seiner Art.

[©: FVDZ-NewsLetter/Yahoo; erschienen am 17.5.05 ]

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3.) Gesundheit bei Schwangeren - Neues Kochsalz mit Folsäurezusatz

Ein neu auf den Markt gebrachtes, mit Folsäure angereichertes Kochsalz soll Schwangeren dabei helfen, die ausreichende Versorgung mit dieser zum Vitamin B-Komplex gehörenden Substanz sicher zu stellen.
"Mit der im Haushalt üblichen Zusatzmenge von zwei Gramm NaCl pro Tag lässt sich eine gute Basis für eine optimierte Folsäureversorgung realisieren", erklärte Dr. Franz Götzfried von der Südsalz GmbH, Heilbronn, bei einem Symposium der Gesellschaft Deutscher Lebensmitteltechnologie in Lüneburg.
Durch die Supplementierung von Folsäure ließen sich Missbildungen der Kinder, insbesondere der Spina bifida und Neuralrohrdefekten, vorbeugen, teilte der Verein Deutsche Salzindustrie mit. Darüber hinaus werde das Risiko für Herz- und Gefäßkomplikationen in der Schwangerschaft verringert.

[ © : sth/pm im zm-Newsletter ]

 Basics:  Kochsalzfluoridierung auf www.zahnwissen.de

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4.) Israelische Forscher entwickeln Zahnarzt-Roboter

Israelische Wissenschaftler haben einen Roboter erfunden, der Bohrungen für Zahnimplantate übernehmen kann. Der israelische Zahnarzt-Roboter arbeitet schneller und billiger als menschliche Zahnärzte und verursacht weniger Schmerzen beim Patienten. Bislang haben die Experten ihr neues System nur an Tieren getestet. Nun erlaubte die US-amerikanische Behörde für Nahrung und Medizin auch Testeinsätze an Menschen. Wissenschaftler in Europa und den USA sehen die erfolgreichen Ergebnisse als einen ersten Schritt hin zu einer automatisierteren Zahnarztpraxis. Dies berichtet das Wissenschaftsmagazin "New Scientist". Der automatische Bohrer, den die Firma "Tactile Technologies" im israelischen Rehovot entwickelt hat, vereinfacht das Setzen von Implantaten im Kiefer. "Er verursacht weniger Traumata und platziert die Implantate wesentlich präziser", sagt Erfinder Opher Kinrot. Bisher machten diese Arbeit nur Experten. Zunächst wird ein Rahmen um den Kiefer gespannt. Dann ertasten sehr kleine Nadeln den Kieferknochen und geben diese Daten an einen Computer. Dieser kombiniert sie mit einem eingescannten Bild eines Computertomographen und errechnet den geeignetsten Ort für eine Bohrung. Der Zahnarzt muss nur noch einen Knopf drücken, um die Bohrung zu starten. Der Bohrer sucht sich selbst den Weg. Selbstverständlich kann der Arzt die Bohrung jederzeit abbrechen. Das System soll etwa 1.000 US-Dollar kosten.

[ © : FVDZ, Tagesspiegel ]

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5.) Radiologie: Die neuen Augen der Ärzte

Die Radiologie macht den Körper durchsichtig, liefert Einsichten und wird zunehmend auch zur Voraussicht eingesetzt. Unsere vielfältigen Methoden sind "die neuen Augen der Ärzte", erklärt Professor Bernd Hamm, Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft.
Am 8. November 1895 entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen, Professor an der Universität Würzburg, die später nach ihm benannten Röntgenstrahlen - und stieß damit eine rasante Entwicklung an, welche die Diagnostik und Therapie in der Medizin nachhaltig veränderte. Schon immer hatten sich die Mediziner Bilder aus dem Körperinneren gewünscht, um Krankheiten und ihre Ursachen zu erkennen. Durch die Entdeckung von Röntgen wurde dieser Traum wahr.
Nur zehn Jahre nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen wurde in Berlin im Jahr 1905 die Deutsche Röntgengesellschaft gegründet. "Vor hundert Jahren wurde geröntgt, auch heute wird geröntgt - aber es hat sich enorm viel verändert", erklärt Professor Bernd Hamm, Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft und Direktor des Instituts für Radiologie am Universitätsklinikum Charité - Campus Mitte.
So dauerte die Röntgenuntersuchung der Hand von Frau Röntgen - nach der Aufnahme der Hand des Entdeckers selbst die zweite Röntgenaufnahme überhaupt - damals 49 Minuten. Heute dauert eine Aufnahme Millisekunden. Auch die Strahlenexposition ist bei einer konventionellen Röntgenuntersuchung signifikant gesunken. Denn technische Innovationen waren ein ständiger Begleiter der Radiologie. 1972 leitete der Brite Godfrey N. Hounsfield mit der Entwicklung der Computertomographie (CT) eine neue Aera in der Bildgebung ein. Nur ein Jahr später entwickelte der US-Amerikaner Paul Lauterbur die Magnet- Resonanz-Tomographie (MRT), die ohne Röntgenstrahlung auskommt. Er wurde dafür zusammen mit dem britischen Wissenschaftler Peter Mansfield 2003 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Auch der Ultraschall wird seit den 70er Jahren in der bildgebenden Diagnostik eingesetzt. "Diese Entwicklungen haben dazu geführt", so Hamm, "dass die Diagnostik bei den Patienten schneller und deutlich schonender geworden ist."
Allerdings ist Hamm ein Punkt besonders wichtig: "Die Radiologie ist zwar ein technikorientiertes Fach aber kein technisches Fach". Radiologen, so Hamm weiter, seien in erster Linie Ärzte, die Technik für die Diagnostik einsetzen. Sie entscheiden, welches der verschiedenen Verfahren am besten geeignet ist, um möglichst schnell zur Diagnose zu kommen. Um Fortschritte zu erzielen sind daher Innovationen sowohl im medizinischen als auch im gerätetechnischen Bereich nötig.
Auch das therapeutische Standbein der Radiologie wird beständig ausgebaut. Die so genannte interventionelle Radiologie hat sich seit ihren Anfängen in den sechziger Jahren ebenfalls rasant entwickelt. Die Überwachung mit radiologischen Verfahren gestattet es den Radiologen, minimal-invasive Eingriffe beispielsweise an den Gefäßen vorzunehmen.
Früherkennung und Vorsorge - das ist der entscheidend wichtige Trend in der modernen Radiologie. Bislang wurde die Bildgebung erst dann eingesetzt, wenn der Arzt erste Hinweise auf eine Erkrankung hatte. Ebenso sind die Radiologen gefragt, um den Verlauf einer Behandlung zu überprüfen. "Demnächst wird Bildgebung zunehmend dafür eingesetzt werden, um zu untersuchen, ob Patienten möglicherweise eine noch verborgene Krankheit haben", prophezeit Hamm. Ein Beispiel dafür ist die Mammographie im Rahmen des Mammographie-Screenings. Eine anderes Beispiel ist die virtuelle Endoskopie des Dickdarms: Mit dieser Methode können Radiologen nach Polypen suchen, aus denen später ein Karzinom werden könnte. Auch Patienten mit unklaren Thoraxschmerzen können von den modernen Möglichkeiten der Radiologen profitieren: Die Untersuchung des Herzens mit bildgebenden Verfahren wie CT und MRT kann Patienten identifizieren, denen Herz-Kreislauf-Erkrankungen drohen.

Auch die Gerätetechnologie schreitet voran und gestattet inzwischen Untersuchungen, die vor wenigen Jahren nicht möglich waren. Ein Beispiel ist die Ganzkörper-Untersuchung, die Dank MRT zunehmend eingesetzt wird. Allerdings ist nicht in jedem Fall der "Ferrari" aus dem radiologischen Gerätepark erforderlich: Natürlich bieten unter den CT-Geräten die so genannten 64-Zeiler der jüngsten Generation bei Patienten mit einem Polytrauma entscheidende Vorteile. Auch eine Herzuntersuchung ist mit 64 Zeilen am besten zu bewerkstelligen. Doch für eine virtuelle Endoskopie oder eine Standard-CT-Untersuchung der Lunge tun es auch Geräte, die bei einem Durchgang 16 oder 32 Schnittbilder liefern.
Die neuesten High-Tech-Geräte, davon geht Hamm aus, werden allerdings in der Zukunft nicht mehr in jeder Klinik und Praxis aufgestellt werden können. "Der Preis ist so niedrig, dass auch der minderbemittelte Arzt in der Lage ist, sich ein brauchbares Röntgeninstrumentarium zu beschaffen" - so warb der Hersteller des "Diaphor R" Anfang des 20. Jahrhunderts für sein Gerät. Solche Versprechungen können die Hersteller der modernen Geräte nicht mehr machen. Das neueste MRT-Gerät kostet 1,5 Millionen Euro.

[ ©: Dipl. Biol. Barbara Ritzert, Ritzert@proscience-com.de ]

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6.) Über die Muttermilch entgiften Babys ihre Mütter

(ots) - Frauen entgiften ihren Körper, indem sie beim Stillen die Schadstoffe an ihre Kinder weitergeben. Wie die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer Maiausgabe berichtet, sind die Folgen wissenschaftlich umstritten.
Zu den Giften, die die Babys verkraften müssen, gehören Umweltgifte wie DDT, Dioxin und PCB. Diese sind zwar in Deutschland längst verboten, jedoch sehr langlebig. Sie verteilen sich weiträumig in der Umwelt, gelangen über die Nahrung in die Tiere und letztlich reichern sie sich auch im Körper des Menschen an. Mütter haben jedoch weniger Gifte im Blut als andere Menschen, weil sie die Schadstoffe über die Nabelschnur und die Muttermilch an ihren Nachwuchs übertragen.
Allerdings muss das den Babys nicht unbedingt schaden: "Viele dieser Stoffe sind erst wirksam, wenn sie metabolisiert werden", sagt der Chemiker Michael Braungart, Leiter des Hamburger Umweltinstituts. "Bei Neugeborenen aber funktioniert die Leber noch nicht richtig." Daher rauschten die schädlichen Substanzen bei ihnen zum Teil einfach durch, ohne ihre schädliche Wirkung entfalten zu können. Auf der anderen Seite hätten Studien gezeigt, dass Flaschenkinder ein Viertel weniger PCB im Blut haben als Brustkinder und diese Belastung deutlich die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigt, berichtet Andres Gies vom Umweltbundesamt.
Letztlich, da sind sich alle Experten einig, gebe es jedoch keine Alternative zur Muttermilch. Sie ist so nahrhaft, und das Stillen hat so viele Vorteile für die Entwicklung des Kindes und auch für die Mutter, dass man die Schadstoffspuren in Kauf nehmen solle. Vielmehr müssten neue Chemikaliengesetze dafür sorgen, dass die Vorkommen der Gifte in der Muttermilch geringer werden.

[ ©: natur + kosmos ; jan@natur.de ]

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7.) Ausreichendes Trinken gegen Leistungstiefs

Wer im Büro leicht unkonzentriert und müde wird, sollte ausreichend trinken. Gerade bei neuen Herausforderungen im Beruf ist eine optimale Flüssigkeitszufuhr wichtig. "Die Fähigkeit, Probleme zu lösen, sinkt bei Flüssigkeitsmangel", erklärt Dr. Siegfried Lehrl, Medizinpsychologe an der Universität Erlangen. Das Gehirn ist eines der wasserreichsten Organe und benötigt daher ständig Flüssigkeitsnachschub, um arbeiten zu können. "Wichtig ist ausreichendes und häufiges Trinken - am besten, bevor der Durst kommt", empfiehlt Lehrl. "Als Faustregel sollte daher gelten: Jede Stunde mindestens 0,1 Liter trinken."

Aber nicht alle Getränke sind gleich gut geeignet. Kaffee und Tee sind wegen ihrer anregenden Wirkung auf Herz und Kreislauf nur in Maßen empfehlenswert. Weil Mineralwasser neben der notwendigen Flüssigkeit auch wichtige Mineralstoffe liefert, ist es ideal fürs Büro. Diese Stoffe liegen im Mineralwasser in gelöster Form vor und sind dadurch für das Gehirn besonders schnell verfügbar. Wer im Job vor einer kniffligen Denkaufgabe steht oder sich viel auf einmal merken muss, kann seinem Gehirn mit einem Schluck Mineralwasser auf die Sprünge helfen. Ausführlich erklärt werden die Zusammenhänge zwischen gedanklicher Leistungsfähigkeit und ausreichendem Trinken in der Broschüre "Mineralwasser - Mehr trinken, besser denken" der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM).

Damit richtiges Trinken auch unter Termindruck und Dauerstress nicht in Vergessenheit gerät, sollte eine Flasche Mineralwasser immer griffbereit auf dem Schreibtisch stehen. So erinnert sie daran, ausreichend zu trinken. Arbeitnehmer können sich das Mineralwasser von zu Hause mitbringen oder es auf dem Weg zur Arbeit kaufen. Einfacher ist es natürlich, Wasserkästen für die gesamte Belegschaft oder die Abteilung liefern zu lassen. Der Beitrag für die traditionelle Kaffeekasse kann aufgestockt und zur Finanzierung des Mineralwassers genutzt werden. Vielleicht ist das Unternehmen sogar bereit, das Projekt zu unterstützen.

Die Broschüre "Mineralwasser - Mehr trinken, besser denken" steht auf www.mineralwasser.com zum Download bereit.

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8.) Stiftungen Warentest: "Ratgeber Zähne" neu aufgelegt

Er gilt schon als ein Klassiker unter den vielen Ratgern, die sich mit den Zähnen beschäftigen. Die aktualisierte Broschüre der Stiftung Warentest bietet einen Überblick über die Vor- und Nachteile klassischer und moderner Behandlungsmethoden sowie über die aktuellen Erkenntnisse zur Vorsorge. Durch die Gesundheitsreform hat sich seit 2005 bei der Kostenübernahme für die Zahnbehandlung einiges geändert. Der Ratgeber „Zähne“ informiert ausführlich darüber, welchen Eigenanteil Patienten jetzt leisten müssen. Der Ratgeber „Zähne“ verschafft auf 192 Seiten einen kompakten und verständlichen Überblick über Zahngesundheit und Behandlungsmethoden sowie über Zahnersatz und –kosmetik. Antworten auf Fragen wie nach der Eignung verschiedener Zahnersatzprodukte, für die Korrektur von Fehlstellungen oder nach potentiellem Eigenleistungsanteil bieten eine wichtige Grundlage für das spätere Beratungsgespräch mit dem Zahnarzt. Auch für Konfliktfälle nach einer Behandlung gibt es konkrete Empfehlungen.
Das Buch kostet 12,90 Euro und ist im Buchhandel oder unter http://www.stiftung-warentest.de/ erhältlich.

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9.) Neuer Elternratgeber: Richtige Pflege für Kinderzähne

"Eltern putzen Kinderzähne" heißt eine neue Broschüre des Vereins für Zahnhygiene (VfZ), die Vätern und Müttern erklärt, wie sie die Zähne ihrer Kinder richtig pflegen.
Die Broschüre gibt in kompakten Texten und anhand von Fotos Antworten auf die Fragen, ab wann, wie lange, warum und wie Eltern ihren Nachwuchs beim Zähneputzen unterstützen sollten.

Karieserkrankungen im Milchzahngebiss seien im Gegensatz zur Karies im bleibenden Gebiss in den vergangenen zwölf Jahren kaum zurückgegangen, teilte der VfZ in Berufung auf eine aktuelle Studie der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (DAJ) mit. Kinder mit einem kariesfreien Milchzahngebiss hätten jedoch eine 90-prozentige Chance auf lebenslange Zahngesundheit im bleibenden Gebiss.
Musterexemplar der Broschüre können beim VfZ, Feldbergstraße 40, 64293 Darmstadt, unter der Faxnummer 06151/895198 oder unter http://www.zahnhygiene-ev.de angefordert werden.

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10.) Betriebskrankenkassen legen nicht mehr zu

Der seit Jahren anhaltende Trend der Krankenversicherten zu den Betriebskrankenkassen (BKK) ist 2004 gestoppt worden. Davon profitieren die Ersatzkassen: Sie konnten wieder Zuwächse verzeichnen.

2003 meldeten die Betriebskrankenkassen (BKKn) noch einen Zuwachs von rund 670.000 Mitgliedern. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der BKK-Mitglieder dagegen erstmals und der Mitgliederschwund bei den großen Ersatzkassen kam zum Stillstand.
Von der Abwanderung profitierten vor allem große Ersatzkassen. "Die Wende ist geschafft", hieß es laut einer Umfrage des "Tagesspiegel" übereinstimmend bei der Barmer Ersatzkasse, der DAK und der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) und der Techniker Krankenkasse (TK).
Im Oktober 2004 zählten die rund 200 BKKn 10,3 Millionen Mitglieder (ohne mitversicherte Familienangehörige), bei den 17 Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) waren 18,6 Millionen und bei den sechs Angestellten-Krankenkassen 15,9 Millionen versichert.

[ Quelle:  zm-Online ]
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11.) Nicht versichert - Patient muss für Behandlung trotzdem zahlen

Wer sich ohne Versicherungsschutz ins Krankenhaus begibt, muss die Behandlungskosten selbst zahlen. Nach einem neuen Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) gilt dies auch dann, wenn der Patient irrtümlich glaubt, er sei krankenversichert.
In dem Fall hatte eine Mutter ihre Tochter ins Krankenhaus gebracht - in der irrigen Annahme, das Kind sei beim Vater mitversichert. Laut BGH waren die Mutter und das Krankenhaus davon ausgegangen, die Kosten würden von der Kasse getragen.
Vor dem Hintergrund dieses Irrtums müsse der Behandlungsvertrag aber entsprechend angepasst werden - was dazu führe, dass die Mutter den Pflegesatz der Klinik begleichen müsse.

Der BGH stellte klar, dass der Patient sich um den Versicherungsschutz oder gegebenenfalls um eine Kostendeckung über die Sozialhilfe kümmern müsse. Der Krankenhausträger habe normalerweise keinen Einblick in die Verhältnisse des Patienten. Damit muss die Mutter gut 4600 Euro für den ersten Krankenhausaufenthalt des Kindes bezahlen.

[ Quelle + ©: Ärztezeitung;  Bundesgerichtshof, Aktenzeichen: III ZR 351/04  ]

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12.) Kaum Interesse an "Medizinischen Versorgungszentren"

Die von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) als "Goldkorn der Gesundheitsreform" (GKV-Modernisierungsgesetz) gepriesene Möglichkeit, in "fachübergreifenden ärztlich geleiteten Einrichtungen" (Definition im § 95 Abs. 1 SGB V) zu praktizieren, trifft offenbar nicht auf die politisch gewünschte Resonanz. Ganze 70 "Medizinische Versorgungszentren" (MVZ) waren per 31.12.2004 bundesweit registriert. Davon wurden 55 von Vertragsärzten und 8 von Krankenhäusern gegründet. Bei lediglich 3,6 partizipierenden Ärzten im Durchschnitt pro MVZ, konstatiert der "Gesundheitspolitische Informationsdienst (gid)" mit ironischem Unterton, könne das Wort "Zentrum" bestenfalls die örtliche Lage beschreiben, sicherlich aber keine umfassende ärztliche Versorgung nach dem Vorbild einer Poliklinik versprechen. Die Gründe für die mehr als schwache Akzeptanz in der Ärzteschaft werden gesehen in den zahlreichen Schwachstellen aus gesundheitspolitischer und ökonomischer Sicht und vor allen Dingen die Inkompatibilität der Regelungen im § 95 Sozialgesetzbuch V mit den weiterhin bestehenden standesrechtlichen Vorschriften (Zulassungsverordnung, Berufsrecht etc.). Weiter machen Honorarverteilungsmodalitäten ein derartiges Modell für "gründungswillige Heilberufler" undurchsichtig und unattraktiv. Hinzu kämen kartellrechtliche und steuerrechtliche Probleme. Wieder einmal habe der Gesetzgeber also "das Pferd vom Schwanz her aufgezäumt", indem er diese vorhersehbaren Probleme nicht berücksichtigt und beseitigt habe.

[FreiFax Nr. 19 vom 23.5.]

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13.) Privatsphäre im Internet: So werden Sie überwacht

Schweigepflicht und somit Schutz der Privatsphäre sind das A und O jeder (Zahn-)Arztpraxis. Selbst Politiker haben es bisher nicht geschafft, diesen Jahrtausendealten Codex zu knacken, als es z.B. darum ging, beim großen Lauschangriff das Ohr des Staates in jedes Schlafzimmer zu bringen und auch jede Arztpraxis durchleuchten zu wollen. Um so mehr erstaunt es, wie "belauschbar" jeder bei seinen Internetaktivitäten ist - dies trifft besonders auf Mitarbeiter in Firmen zu zu.

"Als Mitarbeiter in einem restriktiv aufgebauten Unternehmensnetzwerk hat man mit technischen Mitteln praktisch keine Möglichkeiten, sich vor allzu neugierigen Vorgesetzten zu schützen. Nur eine bewusste, verantwortungsvolle Nutzung der Technologie und organisatorische Regelungen (Betriebsvereinbarungen) durch die betriebliche Interessenvertretung (Betriebsrat) können der totalen Überwachung einen Riegel vorschieben oder sie zumindest in die Illegalität drängen" heißt es einleitend in einer Broschüre der österreichischen Gewerkschaft für Privatangestellte. Neben allgemeinen Betrachtungen über die Notwendigkeit der Überwachung aus Unternehmersicht erläutert die Broschüre laienverständlich technische Grundlagen von Firmennetzwerken, den Umgang mit Cookies, die Funktionsweise von Spionageprogrammen und gibt Hinweise zur Qualität von Passwörtern, welche Online überprüft werden können.

Download der 1,2 MB großen PDF-Broschüre unter.

                         http://www.gpa.at/news/raecher.pdf

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14.) Zum Schluss: Ein Prachtkerl dank Hundefutter

Über 50 Kilo brachte ein zehnjähriger italienischer Junge auf die Waage. Viel zuviel, dachten seine Eltern und der Hausarzt, und sie setzten ihn auf strenge Diät. Doch statt nun abzunehmen wurde der Bub aus Frosinone immer dicker, berichtet die britische Online-Agentur "Ananova".
Als ihn jetzt der Hund der Familie in den Hintern biss, kam es raus: Der Junge hatte die ganze Zeit dem Hund das Futter weggegessen.
Doch, er habe schon gemerkt, dass der Hund immer dünner geworden sei, sagte der Vater in Zeitungsinterviews. Aber er habe keinen Zusammenhang mit dem Gewicht seines Sohns gesehen. Die Eltern haben den Arzt nun gebeten, ihren Sohn auf eine weniger strenge Diät zu setzen. (ug)

[ ©: Ärztezeitung ]

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