Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 06/2007/ 1. Juni 2007


Inhalt

 1.) Zahnimplantate und Zähneknirschen: Schwachstelle Prothetik (Zahnersatz)
 2.) Ärzte warnen vor Nuckelflaschenkaries
 3.)
Kostenerstattungswahlrecht des Patienten neu geregelt
 4.) Gesundheitswesen - Einfacher als Einkaufen
 5.)
Neuartige Prothesenbürste erregt international Interesse
 6.) Fettleibigkeit - Falscher Ernährung gegensteuern
 7.)
Neue Spezial-Zahnpasta gegen Verfärbungen
 8.)
Gewichtsreduktion - Kohlenhydratarme Diät genauso erfolgreich wie fettarme
 9.)
Medikamentenabhängigkeit - die stille Sucht
10.)
Freie Berufe warnen vor totalem Überwachungsstaat
11.) Urlaubserholung in den Alltag retten
12.)
Patienteninformationen zum Erhalt der Mundgesundheit
13.)
Zum Schluss: Zahnweh
 

 


1.) Zahnimplantate und Zähneknirschen: Schwachstelle Prothetik (Zahnersatz)

Rund 95 Prozent aller Implantate sind nach 5 bis 10 Jahren noch unversehrt an ihrem Platz - die Erfolgsraten der Implantologen können sich sehen lassen, die Verlustraten liegen unter fünf Prozent. Deutlich schlechter ist die Bilanz bei den Kronen, Brücken und Prothesen auf den Implantaten, die im Fachjargon als Suprakonstruktion bezeichnet werden: Bei 20 bis 25 Prozent der Fälle sind in den ersten fünf Jahren Reparaturen oder sogar Neuanfertigungen erforderlich, erklärt Professor Manfred Wichmann, Erlangen, auf dem 20. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Implantologie in München. Ein zu kraftvoller Biss der Patienten, insbesondere beim Zähneknirschen, überfordert die Materialien.

Die Schattenseite der Kaukraft

Endlich wieder kraftvoll zubeißen - das wünschen sich Patientinnen und Patienten nach Zahnverlust, die mit herkömmlichem Zahnersatz Probleme haben. Implantatgetragener Zahnersatz macht dieses kraftvolle Zubeißen wieder möglich.
Doch die wieder gewonnene Kaufähigkeit hat auch Schattenseiten - zumindest für die prothetischen Materialien: "Da die Kaufähigkeit mit Implantaten sehr viel besser ist als bei einer herkömmlichen Prothese, beißen die Menschen auch wieder deutlich fester zu. Dies belastet die Materialien der Kronen, Brücken und Prothesen auf Implantaten mehr als bei einer herkömmlichen prothetischen Versorgung", erklärt Professor Manfred Wichmann von der Poliklinik für zahnärztliche Prothetik der Universität Erlangen-Nürnberg.
Bei einer Brücke, die auf natürlichen Zähnen verankert ist, merken die Patienten sehr schnell, wenn eine Nuss für das Gebiss zu hart ist und die Kaukräfte überfordert: Der eigene Zahn registriert die Kaukräfte über spezifische Rezeptoren im Zahnhalteapparat wesentlich sensibler als ein Implantat. Schutzreflexe begrenzen dann die Kräfte der Kaumuskulatur. Dieser Informationsfluss ist bei Implantaten gekappt. Entsprechend setzt der kraftvolle Biss des Implantatträgers die Materialien der Suprakonstruktionen unter Stress.

Materialien unter Stress

Untersuchungen belegen, dass Komplikationen - beispielsweise Brüche der zahnfarbenen keramischen Verblendschicht bei Brücken - auf eigenen Zähnen nur bei etwa drei Prozent der Patienten auftreten. Bei implantatgetragenen Konstruktionen ist diese Komplikation hingegen mit 15 Prozent fünf Mal häufiger zu beobachten.
Besonders stark wirken die Kaukräfte bei Menschen, die in der Nacht mit den Zähnen pressen oder knirschen. Dieses Phänomen wird von Zahnärzten "Bruxismus" genannt und tritt bei etwa 10 Prozent der Bevölkerung auf. "Dabei wirken Kräfte auf den Zahnersatz ein, welche die willkürliche maximale Kaukraft deutlich überschreiten können", sagt Wichmann. So wurden bei Zähneknirschern Kaukräfte von bis zu 800 Newton gemessen (ein Gewicht von 1 kg entwickelt einen Druck oder Zug von 9,8 Newton.) Diese Kräfte sind bis zu sieben mal höher als die Kräfte beim Kauen von Speisen. Zum Vergleich: Abhängig von der Speisekonsistenz liegt die Kaukraft, die Menschen beim Essen aufwenden müssen, normalerweise zwischen 50 und 100 Newton. Ein im Knochen eingewachsenes Implantat hält dies üblicherweise aus: Es bricht erst aus dem Knochen wenn Kräfte über 1500 Newton einwirken. Doch die maximale Kaukraft kann die Materialien und Komponenten der prothetischen Suprakonstruktion sehr wohl überfordern.

Zähneknirschen berücksichtigen

Wenn Patienten mit den Zähnen knirschen, muss dies bei der prothetischen Versorgung mit implantat- getragenem Zahnersatz daher berücksichtigt werden: "Im Rahmen der Planung kann durch die Positionierung der Implantate, ihre Zahl, Länge und Form die Belastbarkeit der späteren Suprakonstruktion gesteigert werden", sagt Wichmann. "Bei der prothetischen Versorgung können durch die Materialauswahl, die Art der Befestigung (Zementiert/Verschraubt), die Gestaltung der Gerüste und Kauflächen sowie die Verbindung der Implantat untereinander Spitzenbelastungen vermieden und die Widerstandsfähigkeit der Konstruktion positiv beeinflusst werden.
Auch bei der Materialentwicklung sieht Wichmann noch Forschungs- und Entwicklungsbedarf: "Hilfreich wären Keramiken mit besserer Frakturresistenz." Auch weiterentwickelte Kompositmaterialien könnten, prophezeit der Erlanger Prothetiker, "zu einer Renaissance der Kunststoffe im Bereich der Verblendmaterialien führen, wenn sie sich weniger abnutzen und weniger altern als die bislang verfügbaren Werkstoffe."

[ © + für Rückfragen: Prof. Dr. Manfred Wichmann, Erlangen Pressesprecher DGI e.V. Poliklinik für zahnärztliche Prothetik Universität Erlangen-Nürnberg Glückstraße 11 · 91054 Erlangen Tel.: 09131 853-3604 Fax: 09131 853-6781 E-mail: mwichmann@prothetik-erlangen.de  ]

 
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2.) Ärzte warnen vor Nuckelflaschenkaries

Kinderzahnärzte sehen im Dauernuckeln an Trinkflaschen oder Lerntassen die Hauptursache frühkindlicher Karies. "Frühkindliche Karies kann zu schwerwiegenden Entwicklungsstörungen in verschiedenen Bereichen führen", sagte der Leiter der Abteilung Kinderzahnheilkunde des Universitätsklinikums Dresden, Professor Norbert Krämer.

Unbehandelt könne es zur „regelwidrigen Kiefer-Entwicklung“ kommen, die Auswirkungen auf Ernährungsverhalten und Sprachentwicklung habe. Mit einem Kinospot, Plakaten und Aufklebern unter dem Slogan „Zuckerfrei!“ werden Eltern davor gewarnt, Kindern gesüßte Getränke in Nuckelflaschen zu geben.

Zucker gilt als Karies-Auslöser. Er ist idealer Energielieferant für die im Mund vorhandenen 500 Bakterienarten, von denen etwa 30 die Zahnfäule auslösen können. "Kleinkinder, die über Stunden an einem Getränk nuckeln, umspülen damit permanent ihre Zähne", sagte Krämer.

Laut der Aufklärungskampagne des sächsischen Gesundheitsministeriums und der Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege sollte man ab dem ersten Geburtstag – wenn die Kinder Zähne haben – auf gesüßte Getränke und Muttermilch verzichten. Auch sie enthalte den für Zähne schädlichen Milchzucker. Wissenschaftliche Studien gehen davon aus, dass in Deutschland mehr als ein Viertel der Dreijährigen unter frühkindlicher Karies leiden

[ © zm-online.de  ]

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3.) Kostenerstattungswahlrecht des Patienten neu geregelt

Neben viel Schatten enthält das "GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz" mit der teilweisen Liberalisierung des Kostenerstattungswahlrechts des Patienten einen Lichtblick.

Bisherige Rechtslage

Bisher war den Patienten nur die Möglichkeit eröffnet, für den gesamten ambulanten ärztlichen und zahnärztlichen Bereich das Kostenerstattungsverfahren mit einer einjährigen Bindungsdauer zu wählen. Folge dieser Regelung war, dass ein Patient, der eigentlich von dem Kostenerstattungswahlrecht nur im zahnärztlichen Bereich Gebrauch machen wollte, gezwungen war, auch den gesamten ambulanten ärztlichen Bereich für ein Jahr "mitzuwählen".

Neue Rechtslage

Seit 1.4.2007 hat der Patient nunmehr die Möglichkeit, von seinem Kostenerstattungswahlrecht differenzierter Gebrauch machen zu können. Nach der Neuregelung des § 13 Abs. 2 SGB V ist eine Einschränkung der Wahl der Kostenerstattung auf den Bereich der ärztlichen Versorgung, der zahnärztlichen Versorgung, den stationären Bereich oder auf veranlasste Leistungen (z. B. für Physiotherapie) möglich. Der Patient kann demnach jetzt auch isoliert für die zahnärztliche Versorgung Kostenerstattung wählen. Ein Wermutstropfen bleibt aber, da der Gesetzgeber von seinem ursprünglichen Plan Abstand genommen hat, das Kostenerstattungswahlrecht auch für einzelne Behandlungsmaßnahmen für den Patienten zu eröffnen. Der Gesetzgeber konnte sich auch nicht dazu durchringen, die Inländerdiskriminierung im Bereich des Kostenerstattungswahlrechtes bei der Inanspruchnahme von Privatärzten und Privatzahnärzten zu beheben. Hiernach kann ein Versicherter der Gesetzlichen Krankenversicherung im EU-Ausland jeden Arzt und Zahnarzt konsultieren. In Deutschland ist er aber - bis auf eng umgrenzte Ausnahmefälle - gezwungen, einen Vertragsarzt oder Vertragszahnarzt zu konsultieren, da er in aller Regel keine Kostenerstattung bei der Inanspruchnahme eines Privatarztes und Privatzahnarztes bekommt.

Neue Informations- und Beratungspflichten

Versicherte haben ihre Krankenkasse vor Inanspruchnahme der Leistung über das beabsichtigte Kostenerstattungsverfahren zu informieren. Der "Leistungserbringer" hat die Versicherten vor der Behandlung darüber zu beraten, dass Mehrkosten für Leistungen, die nicht in die Leistungspflicht der Krankenkassen fallen, von dem Versicherten zu tragen sind. Über dieses Verfahren kann sich der Versicherte zusätzliche Leistungen einkaufen und Leistungen erlangen, die in ihrem Niveau oberhalb der Kassenleistungen liegen. Der Versicherte hat die erfolgte Beratung gegenüber dem "Leistungserbringer" schriftlich zu bestätigen. Positiv ist auch, dass eine obligatorische Beratung des Versicherten durch seine Krankenkasse im Hinblick auf das Kostenerstattungswahlrecht entfällt

Wahltarife Kostenerstattung

Neben der Änderung der Regelung des § 13 Abs. 2 SGB V wird Krankenkassen die Möglichkeit eröffnet, in ihrer Satzung vorzusehen, dass ihre Versicherten Tarife für Kostenerstattung wählen können. Die Krankenkasse kann dabei die Höhe der Kostenerstattung variieren und hierfür spezielle Prämienzahlungen durch die Versicherten vorsehen. Die neuerdings in § 13 SGB V vorgesehenen besonderen Informations- und Beratungspflichten des Zahnarztes gelten bei diesen Kostenerstattungswahltarifen nicht. Nach § 53 Abs. 8 SGB V beträgt die Mindestbindungsfrist für den Versicherten, der sich für einen Kostenerstattungswahltarif seiner Krankenkasse entscheidet, drei Jahre.

Praktisches Vorgehen bei der Kostenerstattung

Vor der Inanspruchnahme der Leistung, also vor Behandlungsbeginn, muss der Versicherte seine Krankenkasse darüber in Kenntnis setzen, dass er von seinem Kostenerstattungswahlrecht Gebrauch macht. Hierbei hat er die Möglichkeit, die Wahl der Kostenerstattung auf einzelne Leistungsbereiche, also den Bereich der ärztlichen Versorgung, der zahnärztlichen Versorgung (inklusive Kieferorthopädie), den stationären Bereich und auf veranlasste Leistungen (z.B. Arzneimittel) zu beschränken.
Der Zahnarzt muss den Versicherten vor Inanspruchnahme der Leistung, also vor der Behandlung, darüber informieren, dass Kosten, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden, von dem Versicherten zu tragen sind. Der Versicherte hat dabei die erfolgte Beratung gegenüber dem Zahnarzt schriftlich zu bestätigen.
Der Versicherte ist an die Wahl der Kostenerstattung für mindestens ein Jahr gebunden.
Dokumentation des Kostenerstattungswahlrechtes und der erfolgten Beratung: Allein aus Dokumentationsgründen sollte die Ausübung des Kostenerstattungswahlrechts des Versicherten schriftlich erfolgen, auch wenn es im Gesetz schlicht heißt, dass die Krankenkasse "in Kenntnis" zu setzen ist.
Wie ausgeführt, hat der Zahnarzt darüber hinaus den Versicherten vor der Behandlung darüber zu informieren, dass Kosten, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden, von dem Versicherten zu tragen sind. In jedem Fall muss der Versicherte die erfolgte Beratung gegenüber dem Zahnarzt schriftlich bestätigen.

Generelle Information für den Patienten

Zusammen mit dem Hartmannbund und dem Verband Physikalische Therapie hat der Freie Verband deutscher Zahnärzte (FVDZ) eine Patienteninformation zur Neuregelung der Kostenerstattung mit dem Titel "Privatstatus für alle Versicherten" herausgegeben, die als PDF heruntergeladen werden kann.

  [ © + weiter Infos: FVDZ ]

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4.) Gesundheitswesen - Einfacher als Einkaufen

Tote Blindenhunde, Kosmetika auf Kassenkosten, illegal genutzte Chipkarten – Abzocke und Tricksereien kosten die Krankenkassen Milliarden. Doch auch nach der Gesundheitsreform bleiben Betrügereien von Versicherten ein Kinderspiel.

Auf dem Berliner Stadtplan an der Wand kleben zwei Dutzend bunte Punkte. Die roten markieren Arztpraxen, die grünen Apotheken, die gelben Adressen von Versicherten. Daneben stehen Zahlen: Wie häufig war welcher der drei Patienten bei welchem Arzt? Wie oft wurden in den Apotheken wie viele Rezepte eingelöst? Ein verzwicktes Puzzle, über dem Frank Keller gerade brütet. "Der Kommissar" wird der 47-Jährige hier genannt. In seinem früheren Leben war Keller Zielfahnder der Bundespolizei, heute leitet er in der Hamburger Zentrale der Techniker Krankenkasse (TK) die hauseigene Ermittlungsgruppe. Der Auftrag des Ex-Polizisten: Abzocke und Tricksereien auf Kosten der Kasse aufdecken und die verlorenen Millionenbeträge wieder reinholen.
In die Milliarden gehen die Betrügereien jährlich, schätzt die Expertin von TI - der 250 Milliarden Euro schwere deutsche Gesundheitsmarkt weckt Begehrlichkeiten. Die Kassen selbst sind bei den Zahlen vorsichtiger: Rund 1,5 Milliarden Euro wirtschaften sich Betrüger und Abzocker pro Jahr in die eigenen Taschen, schätzt Gernot Kiefer, Vorstand des für den Bereich Korruption federführenden IKK-Bundesverbandes und Leiter der Arbeitsgemeinschaft Abrechnungsmanipulation im Gesundheitswesen.

Die tatsächliche Summe kennt niemand. Eines jedoch ist sicher: Es ist einfach, das undurchsichtige, verworrene System auszutricksen, das nur noch eine kleine Minderheit von hoch spezialisierten Experten begreift, einfacher als Einkaufen - sowohl bei den gesetzlichen als auch bei den privaten Krankenkassen. Übeltäter finden sich bei allen Anbietern von medizinischen Leistungen, bei Ärzten wie bei Pharmaunternehmen, bei Physiotherapeuten wie bei Hebammen.

Zunehmend geraten jetzt auch die Patienten ins Visier der Ermittler. "Wir sprechen viel zu selten von den Patienten selbst, unter denen gibt es auch viele schwarze Schafe", sagt TI-Expertin Bojunga. "Unser Fokus richtet sich inzwischen weniger auf die Leistungserbringer", berichtet auch Michael Michalke, Referent der Abteilung Leistungsmanagement der privaten Kasse DBV-Winterthur. "Es sind nicht selten die Versicherten selbst, die lügen und betrügen."
Was sich raffgierige Versicherte an Gaunereien einfallen lassen, ist an Dreistigkeit und Skurrilität kaum zu überbieten. Krankenkassen berichten von Sehgeschädigten, die für ihren Blindenhund jahrelang Futtergeld kassierten und sogar eine sogenannte "Nachschulung" für den Hund in Höhe von 12 000 Euro abrechneten, obwohl der seit Jahren auf dem Tierfriedhof liegt. Oder von Drogenabhängigen, die nichts Besseres zu tun haben, als einem ganz besonderen Geschäftsmodell nachzugehen: dem stundenweise Verleihen der eigenen Versicherungskarte für ein paar Euro. Oder von Hobby-Tüftlern, die sich auf das Fälschen von Apothekenstempeln und Rezeptblöcken spezialisiert haben.

  [ © + vollständiger Artikel: Handelsblatt ]

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5.) Neuartige Prothesenbürste erregt international Interesse

Mit der neuartigen Trioblanc-Prothesenbürste greifen die Patienten durch gegen Beläge und hartnäckige Reste an ihrer Zahnprothese. Ergonomischer Griff und das große, gebogene Borstenfeld machen die Prothesenreinigung einfach, gründlich und chemiefrei.
Die ideale Bürste für die Dritten ist groß, handlich, gründlich. Statt eines dünnen Stiels hat sie eine Rundung zum Durchgreifen. Lange Borstenzapfen und ein runder Borstenkamm kommen überall hin. Warmes Wasser und die Bürste reichen aus. Sprudeltabletten sind nur noch einmal im Monat nötig; der Prothesenkunststoff wird geschont. Klinisch getestet Die Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik in Heidelberg hat die Wirkung der Bürste 6 Monate lang untersucht.

 [ ©: und Infos http://www.trioblanc.de/  ]

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6.) Fettleibigkeit - Falscher Ernährung gegensteuern

Die Folgen falscher Ernährung könnten das Gesundheitssystem nach Einschätzung der Bundesregierung ohne Umsteuern bald mit 100 Milliarden Euro im Jahr belasten. Dies erklärte der Parlamentarische Verbraucherstaatssekretär Gerd Müller (CSU) auf der Jahrestagung der Lebensmittelwirtschaft. Krankenkassen haben Initiativen gegen Fettleibigkeit gestartet. In Thüringen lehnte der Lehrerverband "Ernährung" als Unterrichtsfach ab.

Schon heute verursachten die Folgen von Krankheiten, die auch durch Ernährung ausgelöst werden, Kosten von etwa 70 Milliarden Euro, sagte der Parlamentarische Verbraucherstaatssekretär Gerd Müller (CSU) auf der Jahrestagung der Lebensmittelwirtschaft. Dazu zählen Herz- und Kreislaufkrankheiten oder Diabetes.
Neben zu wenig Bewegung sind laut Müller vor allem kalorienreiche Getränke, fettreiches Essen und große Portionen bei vielen Kindern und Jugendlichen die Wegbereiter für Übergewicht. Nötig seien eine ausgewogene Ernährung und ein gesünderer Lebensstil.

Verbraucherminister Horst Seehofer (CSU) hat im Mai einen Aktionsplan gegen Übergewicht vorgestellt und will dabei vor allem die Vorsorge und Aufklärung verbessern. Der Verband der Lebensmittelwirtschaft empfiehlt Firmen, ihre Produkte freiwillig mit Angaben über Energie, Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett zu kennzeichnen, sagte der Präsident des Bundes für Lebensmittelrecht und -kunde, Theo Spettmann.

Laut dem sächsischen Sozialministerium bringen etwa sechs Prozent der ABC-Schützen im Freistaat zu viel auf die Waage. Krankenkassen und private Initiativen wollen Übergewicht bei Mädchen und Jungen reduzieren. In Kursen mit den Namen "Moby Dick" und "Oberdicks" sollen die Kinder lernen, durch Herumtoben und richtiges Essen schlank zu werden. "Für Übergewicht bei Kindern sind Familien gemeinsam verantwortlich", sagt Kathleen Beuschel, Sozialpädagogin und Leiterin der Dresdner Gruppe des Netzwerks "Moby Dick".

"Die Rehabilitation in jungen Jahren kann den Teufelskreis bei Adipositas durchbrechen", sagt Kerstin Hillgärtner von der Barmer Ersatzkasse. Die schickt außer Form geratene Kinder seit 2006 in eine Caritas-Klinik in Feldberg im Schwarzwald. Danach motiviert der Hausarzt die Teilnehmer drei Jahre lang. Die Techniker Krankenkasse hat in Nordrhein-Westfalen das Modellprojekt "Obeldicks" angeschoben.

Trotz immer mehr dicker Schüler lehnt der Thüringer Lehrerverband ein Unterrichtsfach "Ernährung" strikt ab. Es sei "zu kurz gesprungen", bei jedem Problem die Einrichtung eines neuen Schulfachs zu fordern, sagte der Landesvorsitzende Rolf Busch am Rande des Thüringer Lehrertages. Um dem Problem des Übergewichts vieler Kinder Herr zu werden, fordert der Verband, an jeder Schule einen Lehrer zum Ernährungsexperten zu machen. Mit thematischen Elternabenden müsse verstärkt versucht werden, Mütter und Väter für das Thema zu sensibilisieren.

 [ ©: zm-online , jr/dpa ]

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7.) Neue Spezial-Zahnpasta gegen Verfärbungen

Gepflegte Zähne ohne Verfärbungen sind für immer mehr Menschen ein Kriterium für Attraktivität. Zudem sind gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch eine wichtige Voraussetzung für das allgemeine Wohlbefinden. Manche Nahrungs- und Genussmittel wie Kaffee, Tee, Rotwein oder Tabak verursachen jedoch oberflächliche Verfärbungen auf den Zähnen, die auch bei sehr guter häuslicher Mundhygiene nur schwer entfernt werden können.

Die Basis für die Wiederherstellung der natürlichen Zahnfarbe und die Entfernung aller Ablagerungen ist die professionelle Zahnreinigung (PZR) in der Zahnarztpraxis. Doch schon wenige Wochen nach einer PZR können, beispielsweise durch den regelmäßigen Konsum von Tee, wieder sichtbare Verfärbungen auftreten. Um den optimalen Pflegezustand nach einer PZR möglichst lange aufrecht zu erhalten, gibt es jetzt die neue elmex Intensivreinigung, eine Spezial-Zahnpasta gegen Verfärbungen. Ihre spezielle Kombination aus Putz- und Polierkörpern sorgt für die Entfernung der oberflächlichen Ablagerungen und poliert gleichzeitig. Die natürliche Zahnfarbe wird somit erhalten. Durch die Politur werden die Zähne spürbar sauber und glatt, sodass neuer Zahnbelag (Plaque) weniger leicht anhaften kann. Darüber hinaus macht hochwirksames Aminfluorid den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Karies. Die neue Zahnpasta ist frei von Konservierungsstoffen, chemischen Aufhellern und Enzymen.
Die 1- bis 2-mal wöchentliche Anwendung des Produktes für jeweils 3 Minuten ist ausreichend, um die natürliche Zahnfarbe zu erhalten. Besonders effektiv ist die regelmäßige Verwendung nach der professionellen Zahnreinigung. Sie entspricht auch der Empfehlung zahnmedizinischer Experten: 1- bis 2-mal pro Woche sollte die normale Zahnpasta für den täglichen Gebrauch durch eine Spezial-Zahnpasta mit hoher Reinigungsleistung ersetzt werden. Dies ermöglicht den Erhalt der natürlichen Zahnfarbe und höchste Sauberkeit bei größtmöglicher Schonung der Zähne.
Die Wirksamkeit und Effizienz der elmex Intensivreinigung ist wissenschaftlich belegt. So wurden Reinigungs- und Polierleistung anhand internationaler Standardverfahren untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Spezial-Zahnpasta eine höhere Reinigungsleistung und ein höheres Polier-Potenzial aufweist als eine Zahnpasta für den täglichen Gebrauch und marktübliche Spezial-Zahnpasten gegen Verfärbungen. Mit ihren wissenschaftlich geprüften Produkteigenschaften sorgt sie für den Erhalt der natürlichen Zahnfarbe und gesunder Zähne. Die Zahnpasta ist in Apotheken erhältlich.

[ ©: GABA , E-Mail: presse@gaba.com ]

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8.) Gewichtsreduktion - Kohlenhydratarme Diät genauso erfolgreich wie fettarme

Wer überflüssige Pfunde abnehmen möchte, muss seine Energiezufuhr reduzieren. Darüber sind sich alle Experten einig. Strittig ist jedoch, ob eine Reduktion der Fette oder der Kohlenhydrate sinnvoller ist. Wissenschaftler der Tufts Universität in Boston sind der Ansicht, dass sowohl fettarme als auch kohlenhydratarme Diäten zum gewünschten Erfolg führen. In einer kontrollierten Studie mit 29 leicht übergewichtigen Erwachsenen verglichen sie eine kohlenhydratreiche Diät (60 Energieprozent) mit niedrigem Fettgehalt (20 Energieprozent) mit einer so genannten Low-Carb-Diät, die wenig Kohlenhydrate mit niedriger Blutzuckerwirksamkeit (40 Energieprozent) und mehr Protein und Fett (jeweils 30 Energieprozent) enthielt.
Während der gesamten Studiendauer von einem Jahr ergaben sich keine signifikanten Unterschiede bei den Wirkungen beider Diätformen auf Gewicht, Körperzusammensetzung, Blutwerte und Durchhaltevermögen. Die Studienteilnehmer mit Low-Carb-Diät verloren im ersten Halbjahr zwar ein Kilogramm mehr, nahmen aber im zweiten Halbjahr schneller wieder zu. Am Ende war die Gewichtsabnahme bei beiden Gruppen mit knapp acht Kilogramm gleich hoch. Die medizinischen Parameter wie Cholesterinspiegel und Blutzuckerwerte verbesserten sich bei beiden Diätvarianten gleichermaßen. Diese Studie zeigt also erneut, dass es beim Abnehmen nicht entscheidend ist, ob man Kohlenhydrate oder Fette reduziert.
Ausschlaggebend ist vielmehr, dass die Ernährungsumstellung langfristig praktiziert wird. Und das gelingt erfahrungsgemäß am besten mit einer abwechslungsreichen Ernährung ohne gravierende Einschränkungen der Lebensmittelauswahl.

[ ©: aid , Dr. Maike Groeneveld ]

 
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9.) Medikamentenabhängigkeit - die stille Sucht

Vor einem leichtfertigen Um gang mit Medikamenten warnt die Bundesärztekammer. „Wir erliegen zu oft der Illusion, dass mit einer Tablette alle möglichen Befindlichkeitsstörungen beseitigt werden können. Dieses unreflektierte Reparaturbedürfnis verhindert eine ursachengerechte Therapie und kann schnell zu einer Gewöhnung, schlimmstenfalls zu einer Abhängigkeit von Medikamenten führen", warnte Dr. Astrid Bühren, Vorsitzende des Ausschusses „Sucht und Drogen" der Bundesärztekammer, bei der Vorstellung des Leitfadens Medikamente - schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit.

Der in Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und Fachleuten des Suchthilfesystems sowie Vertretern von Patientenorganisationen erarbeitete Leitfaden soll zu einer frühen Erkennung suchtgefährdeter Patientinnen und Patienten beitragen und Ärztinnen und Ärzten Hilfestellung bei der Behandlung einer bereits bestehenden Medikamentenabhängigkeit geben.

Jeder sechste erwachsene Bundesbürger versucht mindestens einmal pro Woche, mit einem Medikament sein Befinden zu verbessern. Dazu gehören insbesondere Schlaf-, Beruhigungs- und Schmerzmittel. Der oft schleichende Prozess einer Abhängigkeit wird von der Außenwelt kaum bemerkt. Experten schätzen, dass inzwischen etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland medikamentenabhängig sind. Mit dem Alter steigt die Gefährdung; Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. „Ärzte sollten daher bei der Verordnung solcher Arzneimittel sowohl auf die Verschreibungsdauer, als auch die verordneten Mengen achten und Vorsicht bei Wiederholungsrezepten sowie Doppelverordnungen walten lassen", so Bühren. Weitere Informationen auf der Internetseite der Bundesärztekammer unter www.bundesaerztekammer.de

[ ©: DZW  ]

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10.) Freie Berufe warnen vor totalem Überwachungsstaat

Vor einer lückenlosen Überwachung des Einzelnen durch den Staat bis in die letzten Winkel seiner Privat- und Intimsphäre haben die Freien Berufe in Berlin gewarnt. Sie kritisierten unter dem Dach des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) die Regierungspläne zur Ausweitung der Abhörmöglichkeiten durch Polizei, Zollfahndung und Geheimdienste, die selbst vor der ärztlichen Schweigepflicht nicht mehr halt machen. Auch Steuerberater, Psychotherapeuten, Journalisten und Wirtschaftsprüfer könnten ihren Mandanten künftig keinen Vertrauensschutz mehr garantieren. Nur Geistliche, Strafverteidiger und Abgeordnete sollen von dieser Aufweichung ausgenommen werden.

"Dieser Einbruch in die angestammten Bürgerrechte ist durch mögliche Gefahrenabwehr nicht zu rechtfertigen", betonte BFB-Präsident Dr. Ulrich Oesingmann bei der Bundespressekonferenz. Der Staat dürfe sich nicht vom Rechtsstaat zum Präventivstaat wandeln. Konkret würden solche Ziele auf Betreiben des Bundesinnenministers mit dem Referentenentwurf zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und dem Gesetzentwurf zum Zollfahndungsdienstegesetz verfolgt.

"Es ist nicht einzusehen, dass wir, die wir seit 2400 Jahren unser ärztliches Geheimnis haben, jetzt zu 'Vertrauten zweiter Klasse' gemacht werden sollen", verdeutlichte der Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Dr. Dr. Jürgen Weitkamp. "Das widerspricht allem, was sich mit der Medizinertradition des hippokratischen Eides seit Anbeginn unserer europäischen Kultur verbindet. Das bisschen, das wir noch an Freiheit und Vertrauensschutz haben, lässt sich nicht dadurch verteidigen, dass man es ad absurdum führt." Weitkamp brachte das Paradoxon auf den Punkt: "Wie will man etwas schützen, wenn man es wegnimmt?".

Ein besonders drastisches Beispiel dafür sei, hob auch Oesingmann hervor, dass schon ein Arzt, der Muslime unter seinen Patienten hat, künftig als terrorverdächtig gelten und entsprechend überwacht werden könnte.

Der Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer, Dr. Christoph Fuchs, warf Schäuble vor, mit solchen Maßnahmen das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient endgültig zu zerstören.

Als "ungeheuren Schatz" bezeichnete der Präsident des Deutschen Anwaltvereins, Hartmut Kilger, die per Grundgesetz geschützten Individualrechte des Bürgers, die es zu verteidigen gelte. Mehr Eingriff in die Privatsphäre sei einfach nicht mehr tragbar. Auch der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes, Michael Konken, warnte vor einer Aushöhlung der Bürgerrechte.

Die fünf Vertreter der Freien Berufe stellten klar, dass es ihnen nicht um Privilegien für bestimmte Berufsgruppen gehe, sondern um die Rechte der Bürger. Sie müssten vor den Eingriffen des Staates in ihre privatesten Angelegenheiten auch weiter geschützt bleiben.

  [ ©: zm-online , ck/pm  ]

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11.) Urlaubserholung in den Alltag retten

Telefonate, Termine und unerledigte Post - nach dem Urlaub landen viele schnell wieder auf dem Boden des Alltags. Damit man länger erholt bleibt, hat die DAK ein Drei-Stufen-Programm entwickelt: Aktivität, Erholung und Fitkost.

Aktivität ist der erste Schritt, am besten schon im Urlaub. "Wer in den schönsten Wochen des Jahres mit leichtem Joggen, Yoga oder Schwimmen beginnt, kann sein neues Hobby leichter in den Alltag einbauen", erläutert Sportexperte Uwe Dresel. Damit der Körper entspanne, eigne sich regelmäßige, aber sanfte Bewegung.

Schritt zwei: Erholung. "Nehmen Sie sich jeden Tag 15 Minuten Zeit für sich selbst. Das senkt den Stresspegel erheblich", rät Diplompsychologe Frank Meiners. Die Seele baumeln lassen - dies kann man etwa mit Lieblingsmusik, einem gutes Buch oder in Gesellschaft von Freunden.

Richtiges Essen ist der dritte Bestandteil des Wellness-Programms. Dabei steht laut DAK eine ausgewogene Fitkost mit genügend Obst und Gemüse im Vordergrund. Es dürfe auch mal genascht werden. Wer sich alles verkneife, könne nicht wirklich entspannen. Zuviel Süßes mache hingegen schnell matt und angeschlagen

  [ ©: zm-online , jr/pm 
]

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12.) Patienteninformationen zum Erhalt der Mundgesundheit

Kompetent, leicht verständlich und wissenschaftlich abgesichert: Die neuen Patienteninformationen von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Deutscher Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) bieten verläßliche Aufklärung bei vielen Fragen zu Erhalt und Wiederherstellung der persönlichen Mundgesundheit. Sie wenden sich an den Patienten und unterstützen den Zahnarzt bei seiner Aufklärung in der Praxis. Dabei liefern sie anschauliche Darstellungen, Illustrationen und die wichtigsten Fakten zu den verschiedenen Themenfeldern. "Die Patienteninformationen basieren auf den aktuellen wissenschaftlichen Stellungnahmen der DGZMK und den vorhandenen gemeinsamen Leitlinien", so das verantwortliche Vorstandsmitglied der DGZMK, Dr. Lutz Laurisch. Die ersten vier der von BZÄK und DGZMK fertig gestellten Patienteninformationen werden Zahnärzten jetzt zur Nutzung in ihren Praxen angeboten und stehen im Internet auf den Homepages der beiden zahnärztlichen Organisationen auch für die breite Öffentlichkeit (www.bzaek.de  sowie www.dgzmk.de) zum Download bereit.
Im medialen Zeitalter sind zahlreiche Informationen zu zahnärztlichen Diagnose- und Therapiemaßnahmen für Zahnarzt und Patient zugänglich. "Aufgabe der BZÄK und DGZMK ist es, sich dem berechtigten Informationsbedürfnis zuzuwenden und gleichzeitig für eine entsprechend fachlich wissenschaftliche Absicherung sowie unabhängige Beurteilung der Informationen zu sorgen", unterstreicht der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Dietmar Oesterreich. In enger Kooperation nehmen BZÄK und DGZMK ihre Verantwortung als Ratgeber der Patienten wahr und unterstützen das in vielen Umfragen bewiesene Vertrauen zum Zahnarzt.
Die ersten Patienteninformationen stehen zu folgenden Themen zur Verfügung: "Operative Entfernung von Weisheitszähnen", "Fluoridierung zur Kariesprävention", "Fissurenversiegelung" und "Parodontalbehandlung". Insgesamt sind die Patienteninformationen von BZÄK und DGZMK in sechs Themengruppen unterteilt. Sie werden in Zukunft ständig erweitert und reichen vom "Grundlagenwissen" über die "Prophylaxe" und "Zahnerhaltung" hin zu "Parodontalerkrankungen", "Zahnersatz" und "Kieferorthopädie".

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13.) Zum Schluss: Zahnweh

Das Zahnweh, subjektiv genommen,
ist ohne Zweifel unwillkommen.
Doch hat's die gute Eigenschaft,
dass sich dabei die Lebenskraft,
die man nach außen oft verschwendet,
auf einen Punkt nach innen wendet
und hier energisch konzentriert.
 
Kaum wird der erste Stich verspürt,
kaum fühlt man das bekannte Bohren,
das Rucken, Zucken und Rumoren,
und aus ist's mit der Weltgeschichte.
Vergessen sind die Kursberichte,
die Steuern und das Einmaleins.

Kurz, jede Form gewohnten Seins,
die sonst real erscheint und wichtig,
wird plötzlich wesenlos und nichtig.
Ja, selbst die alte Liebe rostet.
Man weiß nicht, was die Butter kostet.
Denn einzig in der engen Höhle
des Backenzahnes weilt die Seele,
und unter Toben und Gebraus
reift der Entschluss: Der Zahn muss raus.

Erich Kästner

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