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Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 07/2004/ 1. Juli 2004 Herzlich willkommen bei einer weiteren Ausgabe der ZahnNewsLetter.
Unter dem Punkt
1.) finden Sie neuste Infos zu
dem, was in Sachen Zahnersatz ab 2005 auf gesetzlich Versicherte zukommt.
Inhalt
1.) Zahnersatz-Verhandlungen für
nächstes Jahr: Der Patient ist der Gewinner!
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Versorgung: Modellguss in Verbindung mit 4 Kronen: Gesamtkosten derzeit 1608 € %-Zuschuss derzeit 804 € Festzuschuss ab 2005 810 € |
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Befund: Ober- und Unterkiefer sind zahnlos
Versorgung: Vollprothesen:
Gesamtkosten derzeit 1040 €
%-Zuschuss derzeit 520 €
Festzuschuss ab 2005 535 €
Alle Angaben: KZBV;
Infos zu den einzelnen Fachbegriffen im
Zahnwissen-Lexikon
Stellungnahmen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und der
Gesetzlichen Krankenkassen:
KZBV-Vorsitzender Dr. Jürgen Fedderwitz zum Abschluss der Verhandlungen
im Gemeinsamen Bundesausschuss:
"Gesetzlich Krankenversicherte werden auch im nächsten Jahr mit
ihrer prothetischen Versorgung nicht schlechter gestellt sein als
bisher. Wir freuen uns, dass uns auf dieser Grundlage heute eine
wichtige und gute Weichenstellung für die Zukunft gelungen ist." Das
sagte heute der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen
Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Jürgen Fedderwitz, nach Abschluss der
Verhandlungen im Gemeinsamen Bundesausschuss. Verhandelt worden war
die ab dem kommenden Jahr geltende Regelversorgung mit Zahnersatz für
gesetzlich Versicherte.
"Der Patient wird nicht schlechter gestellt sein als bisher. In
den allermeisten Fällen ändert sich für den Patienten künftig gar
nichts. Allerdings kann er im Festzuschusssystem im nächsten Jahr
auch Versorgungen wählen, für die er bisher keinen Zuschuss seiner
Krankenkasse erhalten hat", betonte der KZBV-Vorsitzende. Er fügte
hinzu: "Wir wissen heute: Die Angst vor dem, was im nächsten Jahr auf
die Versicherten zukommt, ist unbegründet. Die Festzuschüsse sichern
ihm erhebliche Vorteile. Denn er hat künftig größere Wahlfreiheit. Er
kann am medizinischen Fortschritt direkt teilhaben. Er kann sich
beispielsweise für eine Implantatversorgung entscheiden und bekommt
auch dafür seinen Festzuschuss. Außerdem wird das System
transparenter für alle Beteiligten."
Zuversichtlich zeigte sich Fedderwitz nach dem Ausgang der
Verhandlungen auch darüber, dass die Zahnersatzversicherung, die ab
dem nächsten Jahr auf die Versicherten zukommt, bezahlbar sein wird:
"Auch wenn der Monatsbeitrag jetzt noch nicht feststeht, so wird er
sich deutlich unter zehn Euro, nach unseren Berechnungen etwa bei
sechs Euro liegen." Gleichzeitig riet Fedderwitz den Versicherten
dringend davon ab, schon jetzt eine überstürzte Entscheidung für
einen speziellen Versicherungsanbieter zu treffen: "Da wird vonseiten
der Versicherer momentan mit der Unsicherheit der Menschen gespielt.
Das ist unseriös. Erst im Herbst dieses Jahres werden alle
Voraussetzungen für die Zahnersatzversicherung geklärt sein. Erst
dann sollte der Versicherte auch prüfen und entscheiden."
Gemeinsame Presseerklärung der
Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Krankenkassen:
Die jetzt vom gemeinsamen Bundesausschuss
(G-BA) getroffenen
vorläufigen Beschlüsse zur Festlegung der befundorientierten
Festzuschüsse für Zahnersatz setzen nach Ansicht der Spitzenverbände
der gesetzlichen Krankenkassen den gesetzlichen Auftrag weitgehend
richtig um, das bisherige hohe Leistungsniveau der gesetzlichen
Krankenversicherung im Bereich Zahnersatz auf die ab 01.01.2005
geltenden neuen Regelungen zu übertragen und zu erhalten. Dies sei im
Interesse der Versicherten eine gute Entscheidung. Nur noch in
einzelnen Punkten gebe es Nachbesserungsbedarf, um allen Versicherten
gerecht zu werden.
Die getroffenen Festlegungen der einzelnen Festzuschüsse seien
formal noch vorläufige Beschlüsse. Die Kassen gehen jedoch davon aus,
dass diese am 14. Juli durch einen rechtsverbindlichen Beschluss in
Kraft gesetzt werden.
Zahnärzte und Kassen seien sich grundsätzlich darin einig gewesen,
dass durch die neuen Festzuschüsse das bisherige Leistungsniveau der
gesetzlichen Krankenversicherung erhalten bleiben soll.
Es werde 2005 darauf ankommen, dass die 54.000 Zahnärzte die
getroffenen Regelungen beim einzelnen Patienten auch in diesem Sinne
anwenden. Darauf werden die Kassen genau achten.
[ Quellen:
http://www.kzbv.de,
http://www.g-k-v.com ]
Basics:
Gesundheitsreform (GRG),
Bürgerversicherung,
Kopfpauschale im Lexikonteil
![]()
Muskuläre Verspannungen im Kopf-
und Nackenbereich gehen oft einher mit
Zähneknirschen und -pressen. Ursache oder Wirkung ist nicht immer klar
und für den Betroffenen zweitrangig. Helfen kann ein vom Zahnarzt
angepasster Kunststoffüberzug, der fachsprachlich Okklusionsschiene
heißt. Diese wird auf die Zähne aufgebracht und verhindert das
Zähneknirschen dadurch, dass sie die Aktivität der Muskeln und damit
die
Überlastung senkt.
Für eine Okklusionsschiene nimmt der Zahnarzt einen Abdruck der oberen
und unteren Zahnreihe des Patienten und stellt ein Modell sowie ein
Registrat her, um den Zusammenbiss der Zahnreihen zu kennzeichnen. Das
ist die Grundlage der Okklusionsschiene für eine der Zahnreihen, die
genau an die 2. Zahnreihe angepasst sein muss. Die Schiene muss gut
und
fest sitzen (Retention) und darf sich während des Gebrauchs nicht
ändern, damit die Anpassung an die 2. Zahnreihe (Okklusion) erhalten
bleibt.
Üblicherweise stellt der Zahntechniker Schienen für den Zahnarzt
entweder aus Kunststoffpulver und -flüssigkeit her (Heiß- oder
Kaltpolymerisation) oder aus erwärmter Kunststofffolie
(thermoplastisches Verfahren). Der Patient kann den Unterschied in der
Herstellung daran erkennen, ob die Schiene sich mit leichter Kraft
verbiegen lässt (thermoplastisches Verfahren) oder nicht
(Polymerisation). In den Augen der Zahnärzte galt das
Retentionsvermögen
von thermoplastisch hergestellten Schienen lange Zeit als
unzureichend.
Sie standen im Ruf, nach kurzem Gebrauch nur noch wenig auf den Zähnen
zu halten. Da die Patienten diese Art der Schienen aber als angenehmer
empfinden, entwickelte man in den letzten Jahren Materialien, die
diesen
Nachteil nicht mehr besitzen.
[©:
Dr. Thomas Reiber,
prothetik@medizin.uni-leipzig.de ]
Basics:
Bruxismus im Lexikonteil
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Verlorenes Knochengewebe kann heute sicher und mit geringen
Komplikationsraten durch Transplantate ersetzt werden. Bei Tumoren im
Gesichtsbereich und in der Mundhöhle ist die
lebensrettende Operation kompliziert und kann bei fortgeschrittenen
Geschwulsten im wahrsten Sinn des Wortes zum teilweisen
Gesichtsverlust
führen: Mitunter müssen Teile eines Kiefers, andere knöcherne
Strukturen
des Gesichtes und wichtige Weichteilstrukturen wie Zunge, Mundboden
oder
Wange entfernt werden. Auch bei komplizierten Verletzungen oder
Fehlbildungen im Gesicht sind die Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen gefordert, das Gesicht
ihrer Patienten zu wahren oder wiederherzustellen.
Durch ein ganzes Bündel von Maßnahmen können die Experten inzwischen
die
funktionellen und ästhetischen Folgen solcher Eingriffe mindern und
somit die Lebensqualität der Kranken weitestgehend erhalten:
Neue Operationsverfahren und bessere Möglichkeiten der
Operationsplanung sorgen für schonendere Eingriffe, bei denen nach
Möglichkeit Knochengewebe, Nervenbahnen und Blutgefäße erhalten werden
- verlorenes Knochengewebe kann durch eine Transplantation
körpereigenen
Knochens ersetzt werden.
"Die Eingriffe sind heute mit hoher Sicherheit und geringen
Komplikationsraten durchführbar", resümiert Prof. Dr. Dr. Michael
Ehrenfeld von der Ludwig-Maximilians-Universität München zahlreiche
Studien.
Gleichwohl erproben die MKG-Chirurgen verschiedene neue Strategien, um
den Patienten die Gewebe-Entnahme in der Zukunft zu ersparen: Das Ziel
ist, körpereigene Knochenzellen des Patienten in der Kulturschale oder
im Körper nachwachsen zu lassen. Stammzellen, Wachstumsfaktoren und
Gewebezüchtung (Tissue engineering) sind derzeit die "heißen"
Forschungsbereiche in der MKG-Chirurgie:
Wachstumsfaktoren. Die kurz BMPs (Bone-morphogenic Proteins)
genannten
Faktoren, die das Knochenwachstum anregen, sind ein Schwerpunkt. In
der
Kulturschale sorgen diese Stoffe dafür, dass die Zellen verstärkt
Knochengrundsubstanz bilden und Mineralsalze einlagern.
Stammzellen aus Fettgewebe. Vorläuferzellen, aus denen Knochen- und
Muskelzellen entstehen, können inzwischen aus verschiedenen Geweben,
beispielsweise auch aus Fettgewebe, gewonnen werden.
Anregung zur Reifung. Eine Forschergruppe von der Universität
Münster berichtet, dass die mechanische Stimulation der Zellen in der
Kulturschale die Produktion bestimmter Proteine und die
Biomineralisation fördert. "Diese Strategie könnte die Möglichkeit
eröffnen, Knochen in vitro reifen zu lassen", erklären die
Wissenschaftler.
Trägerstoffe. Ein wichtiger Faktor des Tissue Engineering sind die
dreidimensionalen Trägersubstanzen, so genannte Scaffolds, auf denen
die
Zellen heranreifen und sich vermehren. Erprobt werden dabei die
unterschiedlichsten Stoffe, beispielsweise Hydroxylapatit, Kollagen,
Trikalziumphosphat oder Kalziumkarbonat. Die Materialien sollen nicht
nur - unterstützt von Wachstumsfaktoren - die Vermehrung der Zellen
anregen, sondern müssen auch biologisch abbaubar sein.
Allerdings zeichnet sich bislang noch nicht ab, welche
Trägersubstanzen
am geeignesten sind - das Rennen ist auf diesem Gebiet noch lange
nicht
entschieden.
[
Infos: Barbara Ritzert,
ritzert@proscience-com.de ]
Basics:
Knochenersatzmaterialien,
Transplantat im Lexikonteil
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Die ästhetisch-kosmetischen Ansprüche der Patienten sind eindeutig:
Heute sollen auch „reparierte“ Zähne möglichst natürlich aussehen und
„perlweiß“ sein. Drei Experten aus Hochschule, Praxis und Industrie
beurteilen den gegenwärtigen Ästhetik- und Bleaching-Trend in der
Zahnmedizin und diskutieren über Möglichkeiten und Grenzen der
modernen direkten Füllungstherapie:
Prof. Dr. Bernd Klaiber, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung
und Parodontologie an der Universität Würzburg,
Dr. Klaus de Cassan
(Herausgeber dieses ZahnNewsLetters), in eigener Praxis in Südbaden
niedergelassen und Prof. Dr. Jean-Francóis Roulet, der 2003 vom
Universitätsklinikum Charité der Humboldt-Universität Berlin zur
Industrie (Ivoclar
Vivadent AG) wechselte und seitdem die Abteilung „Forschung und
Entwicklung clinical“ leitet.
Lesen Sie mehr dazu unter:
http://www.dentalmagazin.de/beitrag.asp?id=912&pid=4
oder
Gesamtbeitrag downloaden
[ Quelle:
http://www.dentalmagazin.de ]
Basics:
Ästhetische Zahnmedizin ,
Bleichen/Bleaching ,
Komposite im Lexikonteil
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Die Kauoberfläche der Backenzähne
besteht besonders bei Kindern und Jugendlichen aus z.T. tiefen
Furchen (Fissuren), welche sich mit einer Zahnbürste nur schwer oder
gar nicht reinigen lassen. Hiergegen kann in einer Zahnarztpraxis nach
gründlicher Säuberung und Vorbehandlung des Zahnes eine Versiegelung
mit einem Methacrylat-basierten Kunststoff erfolgen. Wichtig bei
dieser Maßnahme ist, dass sie rechtzeitig, bald nach dem Durchbruch
erfolgt: Wenn der Zahn noch völlig gesund oder nur leicht
oberflächlich erkrankt ist. Trotz Kunststoff-Schutz muss die tägliche
Zahnreinigung beibehalten werden. Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen
sind ebenfalls nötig, um Materialbeschädigungen rechtzeitig zu
erkennen und zu beheben. Eine intakte Versiegelung verhindert, dass
Bakterien in die Zahnfissuren eindringen und darin den Zahn entkalken
- dies führt letztendlich zur "Fissurenkaries" und muss durch eine
aufwendigere Zahnfüllung behandelt werden. Die Lebensdauer einer
Versiegelung wird mit 7 bis 10 Jahren angegeben. Aber: Die
Versiegelung eignet sich nicht bei jedem Patienten - besonders bei den
hochgefährdeten Jugendlichen zeigt sie wenig Wirkung, wenn nicht sogar
eine Verschlechterung der Situation. Die
Zahnärztlichen
Mitteilungen schreiben dazu:
"Die Fissurenversiegelung eignet sich entgegen der
bisherigen Aussagen wahrscheinlich nicht als das Mittel der Wahl zur
generellen Kariesprophylaxe. Diese Aussage ist jetzt das Ergebnis
einer Studie, die Christine Heyduck, Universität Greifswald, im Rahmen
ihrer Dissertation gemeinsam mit Prof. Dr. Christian Splieth, Kiel,
durchgeführt hatte.
In einer dreijährigen Longitudinaluntersuchung an über 400
Schulkindern im Alter von zwölf bis 15 Jahren stellte Heyduck fest,
dass die Versiegelung nur bei Kindern mit eher moderatem Kariesrisiko
einen echten Vorteil innerhalb von drei Jahren im Vergleich zur
Kontrollgruppe ohne Versiegelung brachte. Dagegen reduzierte eine
Versiegelung bei Kindern mit hohem Kariesvorkommen und schlechter
Mundhygiene nicht erkennbar das Kariesrisiko. Diese Untersuchung wurde
mit dem Wrigley-Prophylaxepreis ausgezeichnet, der der Autorin
anlässlich der DGZ-Tagung in Wuppertal verleihen wurde." (sp)
Basics:
Fissurenversiegelung im Lexikonteil
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Dass zuckerfreie Kaugummis gut für die Zähne sind, hat sich
herumgesprochen. Seit kurzem gibt es auch für Bonbon-Fans den
ultimativen Zahnpflege Tipp: Wrigley's Extra Drops. Die Bonbons in
drei Geschmacksrichtungen sind eine leckere Alternative für die
Mundhygiene unterwegs. Sie helfen immer dann, wenn man neben dem
regelmäßigen Zähneputzen auch zwischendurch etwas Gutes für seine
Zähne tun will, aber lieber kein Kaugummi kauen möchte.
Die Wirkung der Zahnpflegebonbons beruht vor allem auf einer
Stimulierung des Speichelflusses. Dieser neutralisiert Kariessäuren an
der Zahnoberfläche, die nach dem Essen entstehen. Dadurch steigt der
pH-Wert im Mund wieder an. "Wenn es nach einer Mahlzeit nicht möglich
ist, die Zähne zu putzen und kein Kaugummi zur Hand ist, sind die
Drops eine gute Alternative zur Kariesvorsorge", empfiehlt
Kariesforscher Professor Joachim Klimek von der Universität Gießen.
Außerdem sind die neuen Drops zuckerfrei und enthalten den natürlichen
Zuckeraustauschstoff Xylit.
[ Quelle:
http://www.wrigley-pressestelle.de ]
Basics:
"Aktion
Zahnfreundlich" im Lexikonteil
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7.)
Atkins-Diät: Weniger Kohlenhydrate - ist das gesund?
Die neuesten Trend-Diäten heißen Atkins und South-Beach.
Das Prinzip beider Diäten besteht darin,
kohlenhydratreiche Lebensmittel, also Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis,
Süßigkeiten und Kuchen vom Speiseplan zu
verbannen. Deshalb werden sie auch als Low-Carb-Diäten (low carb =
wenig Kohlenhydrate) bezeichnet. Süßes Obst
und einige stärkereiche Gemüsearten fehlen ebenfalls fast völlig.
Stattdessen nehmen eiweißreiche Lebensmittel,
wie Eier, Fleisch und Fisch, einen größeren Raum im Speiseplan ein. Um
Nährstoffmängel zu vermeiden, empfiehlt
Atkins Nahrungsergänzungsmittel passend zur Diät. Diese
Ernährungsweise führt zu einem Mangel an Kohlenhydraten,
die Gehirn und Nerven ständig mit Energie beliefern. Um die
Energieversorgung dennoch zu gewährleisten, baut der
Körper Fettreserven ab. Dabei entstehen jedoch belastende
Abbauprodukte, die zu unerwünschten Nebenwirkungen
führen wie schlechtem Mundgeruch, Kreislaufproblemen auf Grund von
Unterzuckerung und langfristig zu einer
höheren Belastung der Nieren.
Jahrelang wurde behauptet, die fett- und eiweißreiche Atkins-Diät
begünstige Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Aktuelle Studien mit stark übergewichtigen Patienten zeigen jedoch
eher einen günstigen Effekt auf den
Fettstoffwechsel. Die Studienteilnehmer nahmen mit der
kohlenhydratarmen Diät anfangs zwar schneller ab, hatten
aber nach einem Jahr etwa die gleiche Gewichtsabnahme zu verzeichnen
wie die Vergleichsgruppe mit üblicher
fettarmer Diät. Allerdings fiel es den Probanden offensichtlich
leichter, die Atkins-Diät durchzuhalten, da sie
vermutlich weniger Hunger hatten. Diese Daten sollten jedoch nicht zur
Annahme verleiten, die Atkins-Diät sei zu
empfehlen, denn es fehlen noch weitere Studien zu den langfristigen
Auswirkungen auf andere Gesundheitsparameter
wie die Nierenfunktion. Aus den bisherigen Untersuchungen lässt sich
aber durchaus folgern, dass eine moderate
Senkung der Kohlenhydratmenge vor allem bei stark Übergewichtigen
Vorteile bringen kann. Insbesondere Backwaren
aus Weißmehl, weißer Reis und gesüßte Getränken liefern nur Kalorien
ohne weitere Nährstoffe und sind daher aus
ernährungsphysiologischer Sicht nicht zu empfehlen. Auf Obst und
Vollkornprodukte sollte allerdings entgegen den
Vorstellungen von Atkins nicht verzichtet werden. Weitere
Informationen finden Sie auf
www.was-wir-essen.de in
der Rubrik "Gesund essen" unter "In der Diskussion".
[©: aid, Dr.
Maike Groeneveld ]
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Stoffliche Lebensmittel-Risiken, wie Dioxin- oder
Acrylamidbelastungen,
haben in der öffentlichen Wahrnehmung einen hohen Stellenwert. Aber es
sind oft die mikrobiellen Risiken, die für die Gesundheit von größerer
Bedeutung sind. Rund 2 Millionen Menschen sterben nach Angaben der
Weltgesundheitsorganisation jährlich weltweit durch verdorbene
Lebensmittel. Selbst im hoch-technisierten Deutschland werden jedes
Jahr
rund 200.000 Erkrankungen gemeldet, mehr als 60.000 davon durch
Salmonellen verursacht. Fachleute gehen davon aus, dass die
tatsächliche
Zahl der Erkrankungen um einen Faktor 10 bis 20 höher liegt. Die
Kosten,
die dem Gesundheitswesen nur durch Salmonellen-Erkrankungen entstehen,
beziffert die Europäische Union auf drei Milliarden Euro jährlich.
"Lebensmittelinfektionen", so der Präsident des BfR, Professor Andreas
Hensel, auf dem 5. Weltkongress Lebensmittelinfektionen und
-intoxikationen, "sind ein globales Problem. Nur wenn wir
international
einheitlich hohe Maßstäbe an die hygienische Qualität unserer
Lebensmittel anlegen, können wir auf Dauer verhindern, dass neue
Erreger
an Bedeutung gewinnen oder regional ausgerottete Krankheiten wieder
aufleben".
Der Grundsatz: "Global denken, aber lokal angepasst handeln", gilt
auch
bei der Abwehr von Lebensmittelinfektionen und -intoxikationen. In den
Ländern der Europäischen Union, in Japan, Australien und den USA sind
die lebensmittelhygienischen Probleme anders gelagert als in den
anderen
asiatischen und den afrikanischen Ländern. Durch die
Einführung des "Farm to Fork"-Konzepts, das die Lebensmittelhygiene
prozessbegleitend vom Futtermittel für das Tier bis zum
verzehrsfertigen
Lebensmittel auf dem Teller des Verbrauchers etabliert, haben sich die
Risiken in den Industrieländern verlagert. Während in der Verarbeitung
durch hohe Hygienestandards und die Einführung des "Hazard Analysis
and
Critical Control Point (HACCP)"-Konzepts das Gefahrenpotential
deutlich
gesunken ist, gibt es nach wie vor Probleme bei der Sanierung der
Tierbestände: Lebensmittel liefernde Tiere können Krankheitserreger
tragen, ohne selbst klinische Symptome zu zeigen. Die Belastung mit
den
Keimen wird deshalb häufig übersehen; geeignete Sanierungsmaßnahmen
stehen oft nicht zur Verfügung. Neben den Lebensmittel liefernden
Tieren
sind vor allem die Lagerung und die Zubereitung sensible Bereiche im
Hinblick auf spätere Lebensmittelinfektionen. Das belegen zahlreiche
epidemiologische Untersuchungen. Kritisch sind vor allem unter Vakuum
oder Schutzgas verpackte empfindliche Lebensmittel mit einer
Haltbarkeit
von bis zu 3 Wochen. In derart verpackten Fisch- und Fleischprodukten,
insbesondere in Aufschnittware, können sich während langer Lagerzeiten
Listerien so stark vermehren, dass damit belastete Lebensmittel
geeignet
sind, Erkrankungen auszulösen.
Ein weiterer kritischer Punkt ist die Rekontamination von
Lebensmitteln
bei der Zubereitung. Untersuchungen zur Gemeinschaftsverpflegung als
Quelle von Lebensmittelinfektionen legen dar, dass besonders das
abendliche erneute Aufwärmen von Speisen, die für den Mittagstisch
zubereitet wurden und aufgetragen waren, risikoreich ist. Vor allem
toxinbildende Erreger wie Bacillus cereus haben so
Lebensmittelinfektionen ausgelöst. Diese Keime stellen gerade in
Lebensmitteln, die der Verbraucher als relativ sicher einschätzt, wie
Reis, Möhren oder Erbsen, eine Gefahr dar. Ähnliches wie für die
Gemeinschaftsverpflegung gilt vermutlich auch für den Privathaushalt.
Allerdings gibt es hierzu wenig dokumentierte Fälle, weil Einzelfälle
selten gemeldet werden.
Mit der Erweiterung des europäischen Binnenmarktes könnten
Krankheiten
erneut aufflammen, die in der Europäischen Union als besiegt galten:
So
warnten die am Kongress teilnehmenden Lebensmittelhygieniker etwa vor
einer Rückkehr der Trichinellose. In einigen Regionen der neuen
Mitgliedstaaten ist die Trichinen-Befallsrate von Schweinen
vergleichsweise hoch. Deshalb wird befürchtet, dass mit Trichinen
verseuchtes Schweinefleisch zum Verbraucher gelangen könnte. Hier gilt
es, das Risiko für den Verbraucher kurzfristig durch den Aufbau eines
lückenlosen Überwachungssystems und die Sanierung der Viehbestände
einzudämmen.
Auch der wachsende globale Handel mit Lebensmitteln und die
Veränderungen des heimischen Speisezettels bergen neue Risiken mit
altbekannten Erregern. Nicht nur Schnittsalate, sondern auch andere
pflanzliche Lebensmittel, die roh verzehrt werden, wie
Kichererbsenbrei
oder Mandeln, können mit Salmonellen belastet und damit eine Quelle
für
Lebensmittelinfektionen sein. In den Ländern Asiens sind Aquakulturen
häufig in Einzugsgebieten von Ballungsräumen angesiedelt. Fisch und
Meeresfrüchte aus diesen Regionen können deshalb durch Cholera-Erreger
oder Hepatitis A-Viren aus Abwässern verunreinigt sein. Vor allem
Shrimps, Muscheln oder Tintenfische sollten deshalb grundsätzlich
nicht
roh verzehrt werden. Hier gilt, wie immer auf Reisen, der Wahlspruch
englischer Touristen des 19 Jahrhunderts: Kochen, Schälen oder
Vergessen
- cook it, peel it or forget it!
[ ©: Dr. Irene Lukassowitz, Bundesinstitut für Risikobewertung ]
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9.) Lebensmittelkontrolle in Deutschland - Keine Einheit in Sicht
Bundesweit überprüfen derzeit 2.311 Inspekteure die Einhaltung der
Hygienevorschriften im
Lebensmittelbereich. Das geht aus einer kürzlich veröffentlichten
Statistik des Landesverbandes der
Lebensmittelkontrolleure Baden-Württemberg in der Fachzeitschrift "Der
Lebensmittelkurier" hervor. Dabei fällt
die Lebensmittelkontrolle in den einzelnen Bundesländern
möglicherweise sehr unterschiedlich aus, da die Anzahl
der Prüfer im Verhältnis zur Einwohnerzahl, aber auch zur Zahl der zu
überwachenden Betriebe deutlich abweicht.
Durchschnittlich stehen jedem Lebensmittelkontrolleur statistisch rund
35.000 Einwohner und 464 zu überwachende
Betriebe gegenüber. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern
sind jedoch groß. Ein Beispiel: In
Sachsen-Anhalt überwachen 120 Kontrolleure 32.000 Betriebe. Die
gleiche Anzahl Inspekteure muss in
Rheinland-Pfalz dagegen mehr als doppelt so viele Unternehmen, rund
84.000, prüfen. Die tatsächlich
durchgeführten Betriebskontrollen stimmen mit diesen Angaben überein:
In Sachsen-Anhalt wurden im Jahr 2001 über
80 Prozent der Betriebe geprüft, während die Kontrolleure aus
Rheinland-Pfalz mit Stichproben nur etwa 30
Prozent erreichten. Dabei stellten die Inspekteure in beiden
Bundesländern in 20 Prozent der geprüften Firmen
hygienische Mängel fest.
In Bremen sind entweder die hygienischen Zustände besonders schlecht
oder die Prüfer besonders streng: Mit einer
personellen Besetzung nahe am Bundesdurchschnitt inspizierten die
Hanseaten jährlich nur 44 Prozent ihrer rund
7.000 Betriebe, entdeckten dabei jedoch in fast 70 Prozent der Fälle
hygienische Mängel. Lebensmittelkontrolle
in Deutschland ist Ländersache. Die EU-Kommission kritisiert schon
lange diese föderale Zersplitterung. Eine vom
Bundesministerium für Verbraucherschutz erarbeitete Allgemeine
Verwaltungsvorschrift zu diesem Thema, die ein
bundeseinheitliches Handeln sicherstellen soll, wurde bereits im
Dezember 2003 vom Kabinett beschlossen und
sollte im Juni den Bundesrat passieren. Überraschend wurde am 11. Juni
2004 die Beschlussvorlage wieder von der
Tagesordnung abgesetzt. In der Begründung hieß es, in den Ländern
entstünde ein erheblicher zusätzlicher
Personal- und Finanzbedarf. Dies sei angesichts der angespannten
Haushaltslage der Länder nicht zu akzeptieren.
Ohne die Zustimmung des Bundesrates kann das Verbraucherministerium
keine bundeseinheitliche Regelung erlassen.
Auf diese Weise ist eine länderübergreifende Lebensmittelüberwachung
noch lange nicht in Sicht.
[ ©: aid, Dr.
Ursula Krämer und Heike Heinrichs ]
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Schönheitschirurgen sind so fleißig wie noch
nie. Die Zahl der jährlichen „plastischen“ Operationen hat sich von
1990 bis 2002 von 109.000 auf 660.000 mehr als versechsfacht. Diese
Zahlen
gehen auf Angaben der Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen
(VDPC) zurück und schließen auch Korrekturen nach Unfällen mit ein.
2002 betraf fast die Hälfte der Operationen die Brust (24,3 %) und
das Gesicht (22,7 %) – ein deutlicher Hinweis, dass die Skalpell-
Künstler sich eher um Schlupflider, Nasenhöcker und unvollkommene
Busen als um Unfallfolgen gekümmert haben. Etwa zwei Drittel der
Eingriffe wurden in öffentlichen Krankenhäusern durchgeführt, die
restlichen in Praxen und Belegkliniken.
[ Quelle:
http://www.GesundheitPro.de ]
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Wer viele Medikamente benötigt, soll sich über
jede Zuzahlung in der Apotheke eine Quittung ausstellen lassen,
empfiehlt das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Die seit Anfang
des Jahres gültige Zuzahlungsregelung besagt, dass niemand mehr als
zwei Prozent des jährlichen Familieneinkommens dafür aufwenden muss.
Für chronisch Kranke liegt die Grenze bei einem Prozent. Auch die
Zuzahlungen für mitversicherte Familienangehörige wie Ehegatten und
Kinder über achtzehn Jahre – jüngere sind grundsätzlich befreit –
sind anrechenbar.
Damit die Krankenkassen die Quittungen anerkennen,
muss neben der Art der Leistung auch der Name des Patienten angegeben
sein.
[ Quelle: E-Mail:
pirhalla@wortundbildverlag.de ]
Basics:
Zuzahlung im Lexikonteil
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Alkoholfreies Bier stimuliert die Milchsekretion bei stillenden
Müttern - von Alkohol ist dagegen dringend abzuraten. Denn Alkohol
hemmt die Milchabgabe und zudem gelangen etwa 10 Prozent der von der
Stillenden konsumierten Menge über die Muttermilch in den Organismus
des Säuglings, der im Vergleich zu einem Erwachsenen doppelt so lange
braucht, um den Schadstoff zu eliminieren.
Im Gegensatz zur Schwangerschaft schädigt mäßiger oder gelegentlicher
Alkoholkonsum der Mutter während der Stillzeit das Kind aber nicht,
schreiben die Gynäkologen Dr. Renate L. Bergmann und ihre Kollegen von
der Charité Berlin in der "Pädiatrischen Praxis".
Auf das einmalige Angebot gering alkoholhaltiger Brustmilch
reagiert der Säugling meist mit heftigem Saugen, trinkt aber nur
kleinere Mengen und verfällt anschließend in eine kürzere Schlafphase
als sonst.
[ ©: 2004
http://www.medaustria.at ]
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13.) Immunisierung gegen Karies
Einen breiten Raum bei
Anfragen an unsere Redaktion nimmt die Frage ein, wie es mit einer
"Impfung gegen Karies aussieht". Wir hatten das Thema vor einem Jahr
schon einmal aufgegriffen (==>
http://www.ziis.de/newsletter_07_03.htm) und können auch heute nur
resümieren, dass sich in der Praxis noch nicht viel geändert hat. Wohl
aber tut sich viel in der Forschung derart, dass die Grundstrukturen
klarer und die Zielrichtungen der Forschung deutlicher werden und
vielleicht doch in absehbarer Zeit eine Immunität gegen Karies
Wirklichkeit werden könnte. Bis dahin können aber nach Ansicht von
Experten noch einige Jahre, wenn nicht sogar ein Jahrzehnt vergehen.
Denn selbst, wenn eine Laborwirkung im Reagenzglas und Tierversuch
festgestellt wird, ist es noch ein langer Weg bis zur Praxisreife - und
wie es dann mit den Kosten aussieht, steht auf einem anderen Blatt.
Nachfolgenden Beitrag geben wir gekürzt nach einer Analyse von Dr.
Alexander Huwig, Schaan/Lichtenstein, wieder:
Karies wird verursacht von Bakterien wie
Streptococcus mutans oder Lactobacillus-Arten, die in komplexen
Anordnungen, den Biofilmen, zusammen mit anderen nicht
Karies-erzeugenden Bakterien leben und in der Regel nicht mit Blut in
Kontakt kommen. Sollte es dennoch auf Grund kleiner Gewebsverletzungen
zum Eindringen in die Blutbahn kommen, wird eine Immunreaktion
ausgelöst, da die Bakterien als fremd erkannt werden. Entsprechend
werden verschiedene Immunglobuline gebildet. Ausgerechnet jene
Antikörper, die gegen die Bakterien gerichtet sind, gelangen aber nicht
vom Blut, in das sie abgegeben worden sind, in den Speichel. Daher würde
keine aktive Immunisierung, bei der die Impfung mit
abgeschwächten Krankheitserregern durchgeführt wird, Erfolg haben.
Möglich wäre jedoch eine passive Immunisierung, bei der direkt
Abwehrstoffe, eben Antikörper, verabreicht werden. Die Impfung würde
allerdings nicht wie bei Tetanus ins Muskelgewebe erfolgen, sondern in
den Mund, zum Beispiel mit einer entsprechenden Antikörper enthaltende
Mundspüllösung. Diese Stoffe arbeiten sich dann durch den Biofilm zu den
Karieserregern vor und binden diese an. Somit wären die Erreger für den
Verzehr durch körpereigene Fresszellen markiert, die wiederum im
Speichel nicht vorkommen. Daher müssten die Antikörper mit einem
antimikrobiellen Mittel versehen werden, das direkt nach Bindung an die
Erreger wirken könnte. Die Antikörper würden somit für die spezifische
Erkennung der Karieserreger eingesetzt und das antimikrobielle Mittel
für deren Vernichtung. Dieses Verfahren würde den direktesten Weg zu
einer Immunität gegen Karieserreger darstellen.
[ Quelle: DZW-Spezial 5/04 ]
Basics:
Kariesimpfung im Lexikonteil,
http://www.ziis.de/newsletter_07_03.htm
![]()
Chinesische Heilkräutertees aus der Apotheke sind
häufig mit Schwermetallen und Pestiziden verseucht. Das meldet das
GREENPEACE MAGAZIN in seiner neuesten Ausgabe. Es beruft sich dabei
auf Analyseergebnisse eines Arztes aus Sulzheim, der Tees im
Medizinischen Labor Bremen (MLHB) untersuchen ließ. Alle 80
getesteten chinesischen Tees waren - je nach Schadstoff - bis zu
hundert Mal höher mit Schwermetallen und Pestiziden belastet als
Vergleichsproben von Heil- und Wildpflanzen aus Deutschland und
Amazonien. Unter anderem fanden sich Blei, DDT, Cadmium und das als
Rattengift verwendete Schwermetall Thallium. Beispielsweise enthielt
eine Rezeptur gegen Depressionen 621,1 Mikrogramm Cadmium - der
deutsche Grenzwert liegt bei 200 Mikrogramm.
Der Allgemeinmediziner Rainer Pließ war misstrauisch geworden,
nachdem eine schwangere Patientin nach Einnahme eines Heilkräutertees
mit Pusteln und Hautrötungen bei ihm erschien. Daraufhin kaufte der
oberfränkische Arzt, der selbst alternative Heilverfahren anwendet,
in vier Apotheken Heilkräutermischungen aus der traditionellen
chinesischen Medizin (TCM) und schickte sie ins MLHB. "Ich will die
traditionelle chinesische Medizin nicht in Verruf bringen, sondern
meine Patienten schützen", sagt Pließ und fordert, alle chinesischen
Heilmittelpräparate aus dem Verkehr zu ziehen, bis nachgewiesen sei,
dass sie unbelastet sind.
"Bis zu einem Viertel der Ware ist Ausschuss", räumt der Apotheker
und Großhändler für chinesische Heilkräuter Eberhard Hilsdorf im
GREENPEACE MAGAZIN ein. Seine Firma Herbasin lässt alle Chargen
testen. Dabei werden regelmäßig Schimmelpilze und hohe
Schadstoffbelastungen entdeckt. Manche der rund 2000 Arten von Samen,
Wurzeln, Blättern und Extrakten aus China seien zeitweise nur
verseucht zu haben. Die könne er dann nicht anbieten, sagt Hilsdorf.
[ © : GREENPEACE
MAGAZIN-Redakteurin Andrea Hösch, Tel.: 040/30618-214 oder mobil:
0175-4137670 ]
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"Auf Augenhöhe mit Ärzten und Krankenhäusern" sollen privat Versicherte
in Zukunft kommunizieren können. Das möchte der Verband der privaten
Krankenversicherungen mit ihren neuen Web-Portal
http://www.derprivatpatient.de erreichen. Dazu gehört nach Meinung der
Privaten auch die Kontrolle der Arztabrechnung – ermöglicht durch ein
online-Prüfmodul, in das der Patient Daten aus seiner Rechnung eingeben
kann.
So heißt es dann auf der Site: "Die Arztrechnung sollte – wie jede andere
Rechnung auch – geprüft und die Bezahlung nur bei sachlich und rechnerisch
korrekter Ausführung vorgenommen werden. Ansonsten besteht Anspruch auf
Korrektur. Die Rechnung sollte vor allem auf Plausibilität und Formalien
geprüft werden. Hierzu zählen das Datum der Leistungserbringung, die
Nummer und Bezeichnung der Leistung einschließlich einer in der
Leistungsbeschreibung gegebenenfalls genannten Mindestdauer, der Betrag,
der Steigerungssatz, der Minderungsbetrag bei stationärer Leistung, evtl.
Art der Entschädigung und / oder Auslage."
Bei der Prüfung seine die Fragen hilfreich: "Wurde die Leistung erbracht?
Ist die Rechnung, sind die Steigerungssätze nachvollziehbar und in der
Höhe gerechtfertigt?" Und weiter: "Die Rechnung sollte erst nach der
Überprüfung, die gegebenenfalls Ihre Versicherung übernimmt, beglichen
werden."
Ab 2005 wartet die Site mit einem weiteren brisanten Modul auf: Dann
finden Patienten dort die Fallzahlen aller Deutschen Krankenhäuser.
[ ©:
http://www.facharzt.de ]
Basics:
Private
Versicherung im Lexikonteil
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Über kaum ein anderes Thema lässt sich so
vortrefflich streiten wie über die richtige Ernährung (siehe auch
Punkt 7.). Selbst die
Meinungen der Wissenschaftler gehen häufig weit auseinander. Dagmar
von Cramm aus dem Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Ernährung
(DGE) rät in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift FÜR SIE (29. Juni
2004): "Lassen Sie sich bloß nicht verrückt machen."
Die Buchautorin und Diplom-Ernährungswissenschaftlerin plädiert
für ein einfaches Pyramiden-Modell: "Viel Getreide, Gemüse, Obst und
Nüsse, mäßig Milchprodukte, Fisch, Fleisch und Eier, dazu hochwertige
Fette wie Pflanzenöle und sparsam Zucker." Auch Kartoffeln seien ein
wichtiges Nahrungsmittel, betont sie und widerspricht damit einer
aktuellen Studie der beiden Mediziner Walter Willett und Meir
Stampfer von der US-Universität Harvard, nach der die braune Knolle
möglichst aus der Küche verbannt werden sollte.
Hier scheiden sich wieder einmal die Geister. Die
wissenschaftlichen Diskussionen haben aber auch zu neuen
Erkenntnissen geführt, die heute allgemein anerkannt sind. Einige
Beispiele: Eier steigern den Cholesterin-Spiegel viel weniger als
angenommen. Eisberg- und Kopfsalat, die lange als Inbegriff gesunder
Ernährung galten, haben sich nährstoffmäßig als Nullnummern erwiesen.
Butter kann gesunde ungesättigte Fettsäuren enthalten -
vorausgesetzt, sie stammt von Kühen, die mit Rapssamen gefüttert
wurden. Und sogar der viel gescholtene Kaffee hat - in Maßen
genossen - positive Effekte: Er beugt Gallensteinen vor, fördert die
Fettverdauung und erweitert die Herzkranzgefäße.
[ Quelle: FÜR SIE,
Nikola.Pfeiffer@fuer-sie.de ]
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In Rom kommt ein Mann zum Arzt und lässt sich untersuchen.
"Wie viel rauchen Sie?" fragt der Arzt.
"50 Zigaretten am Tag!" ist die Antwort.
"Zuviel! - Was trinken Sie?"
"Wein - morgens ein Gläschen, mittags zwei und abends drei!"
"Zuviel! - Und wie ist das mit der Liebe?"
"Zweimal im Monat!"
"Zuwenig" sagt der Arzt. "So alt sind Sie doch noch nicht, da
müssten Sie doch wenigstens zweimal pro Woche..."
"Das kann schon sein", antwortet der Patient, "wenn ich wie Sie
Arzt in Rom wäre. Aber ich bin Bischof von Mailand!"
[ Quelle: © http://www.dr-walser.ch/index.html?witz.htm ]
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