Zahnärztliche NewsLetter Nr. 08/2003/ 1. August 2003
Herzlich willkommen bei der neuesten Ausgabe der ZahnNewsLetters. Auch die
Redaktion macht einen Kurzurlaub in der erfrischenden Kühle der Schweizer Alpen.
Deshalb erhalten Sie den Letter diesmal früher als gewohnt.
Allen Daheimgebliebenen "frohes Schaffen und gesundes Schwitzen" und denen, die
ebenfalls unterwegs sind, einen erholsamen Urlaub - wo auch immer Sie sich
befinden!
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Zucker ist einer der hauptverantwortlichen Nährstoffe für die
Entstehung von
Karies, besonders dann, wenn er in kleinen Mengen verteilt
über den Tag oder unmittelbar vor dem Schlafen gehen verzehrt wird -
Tatsachen, die heute (fast) schon zum Allgemeingut gehören. Weniger
bekannt ist allerdings, dass es viele Lebensmittel gibt, denen man
nicht ansieht, dass sie Zucker enthalten. Oder hätten Sie gewusst,
dass z.B. Kakao-Instantpulver zu 70 - 80
% aus Zucker besteht? Zucker wird als billiger Rohstoff und "Geschmacksaufwerter" auch in solchen Lebens- und Genussmitteln eingesetzt, in denen man ihn nicht bzw. ihn nicht in so hohem Ausmaß vermutet. So isst jeder Bundesbürger durchschnittlich pro Jahr rund 25 kg "versteckten" Zucker. Diese Menge nimmt er unbewusst durch Getränke, Eis, Konfitüren, Obstkonserven, Backwaren und pharmazeutische Produkte zu sich. Zum Vergleich: "nur" etwas 11 kg Zucker werden bewusst gegessen. Beispiele für versteckten Zucker:
Nach dem deutschen Lebensmittelgesetz heißt "zuckerfrei" lediglich, dass
in diesem Produkt kein
Haushaltszucker
(Rübenzucker, Saccharose)
enthalten ist; wohl aber können andere vergärbare - und damit potentiell
Karies auslösende -
Kohlenhydrate darin enthalten sein.
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Die
"Zahnputzwelt" ist nicht mehr in Ordnung, wenn man
Medienberichten und einigen Wissenschaftlern glaubt: Da wurde jahrzehntelang
gepredigt "Nach dem Essen - Zähneputzen nicht vergessen!" und nun soll
das ganze auf einmal nicht mehr stimmen. Hintergrund: Immer häufiger
beobachten Zahnärzte bei jugendlichen Patienten und auch bei den "Vielputzer-Erwachsenen",
dass der Zahnschmelz an den Front- und kleinen Backenzähnen beschädigt
ist - ja manchmal sogar ganz fehlt. Unfähig, noch mit Genuss etwas
Süßes oder Saures, etwas Warmes oder Kaltes zu sich nehmen zu können,
erscheinen diese Leidgeplagten Mitmenschen dann in der Praxis und
wundern sich, wenn der Zahnarzt an den Zahnputzgewohnheiten etwas
auszusetzen hat, wo doch in dieser Richtung alles perfekt zu sein
scheint.
Zahnmediziner der Universität Göttingen haben diese "erosionsbedingten
Zahnschäden" - so heißt das Malheur fachmännisch - ausführlich
untersucht und kommen zu dem Schluss, dass es besser ist, nach dem
Essen mit dem Putzen noch eine halbe bis eine ganze Stunde zu warten:
"(ukg) Wer sich direkt nach dem Genuss von sauren
Getränken oder
Lebensmitteln die Zähne putzt, hat einen drei bis fünffach
gesteigerten
so genannten Zahnhartsubstanzzabtrag. Wer dagegen mindestens 30 bis 60
Minuten wartet und dann erst die Zahnbürste zum Einsatz bringt, schont
seine Zähne. Das haben jetzt Zahnmediziner der Universität Göttingen -
Bereich Humanmedizin in einer Studie herausgefunden. Für ihre Arbeit
erhielten sie einen Preis der Firma Wrigley für Forschungen, die sich
insbesondere mit dem Einfluss des Speichels auf die Veränderungen in
der
Mundhöhle beschäftigen. Der Preis ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert
und wurde auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für
Zahnerhaltung (DGZ) in München am 6. Juni 2003 verliehen. Titel der
prämierten Untersuchung von Prof. Dr. Thomas Attin (Direktor Abteilung
Zahnerhaltung, Präventive Zahnheilkunde und Parodontologie - Bereich
Humanmedizin) und Susan Siegel: "Einfluss unterschiedlich langer,
intraoraler Remineralisationsphasen auf den Bürstabtrag von
demineralisiertem Dentin". Die Arbeit ist eine Teilstudie eines von
der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes, das sich
mit der Vermeidung von Erosionsschäden der Zähne befasst.
In der Studie trugen elf Freiwillige je sechs sterilisierte Proben aus
Zahnmaterial für 21 Tage im Mund. Diese Zahnproben wurden in
herausnehmbare Schienen eingepasst. Jeden Tag (vormittags und abends)
nahmen die Testpersonen die Schienen aus dem Mund und legten sie für
90
Sekunden in ein handelsübliches Erfrischungsgetränk mit einem pH-Wert
von 2,9. Die Zahnproben wurden dann nach einem vorgegebenen zeitlichen
Schema mit einer elektrischen Zahnbürste und Zahnpasta gebürstet. Zum
Abschluss des Versuches wurde der Substanzverlust an der
Probenoberfläche mit einem Profilometer gemessen. "Dabei zeigte sich,
dass der Abtrag geringer war, wenn die Teilnehmer mit dem Zähneputzen
30
bis 60 Minuten warteten," sagt Prof. Thomas Attin. Der Abtrag des
Zahnschmelzes wird leichter, wenn so genannte säurebedingte
Erosionsschäden an den Zähnen bestehen. Solche Schäden werden je nach
Studie insgesamt bei zehn bis 20 Prozent der untersuchten Personen
beobachtet. Zunehmend haben auch Kinder und Jugendliche solche
Erosionen. Allerdings zeigen Studien auch, dass aufgrund verbesserter
Vorbeugemaßnahmen die Zähne wesentlich länger im Mund verbleiben und
nicht ausfallen. Der mit den Zahnerosionen verbundene Verlust an
Zahnhartsubstanz stellt daher (zukünftig) ein größer werdendes
zahnmedizinisches Problem dar.
Für die Entstehung von Erosionen werden innere (intrinsische) und
äußere
(extrinsische) Faktoren verantwortlich gemacht. Zu den intrinsischen
Faktoren gehören zum Beispiel der Reflux (Rückfluss) von Magensäure
und
das häufige Erbrechen bei Bulimia- beziehungsweise
Anorexia-nervosa-Patienten. Extrinsische Faktoren, die zur Entstehung
von Zahnerosionen beitragen, sind unter anderem der häufige Genuss
saurer Lebensmittel oder Medikamente. Zu den sauren Lebensmitteln
müssen
auch Getränke gezählt werden. Sie weisen teilweise einen erheblichen
Anteil an Fruchtsäuren auf, die eine Demineralisation von Zahnschmelz
bedingen können. Durch die Säureeinwirkung kommt es zu einer Zerstörung des
kristallinen
Gefüges der äußeren Schichten von säureexponiertem Zahnschmelz und
Dentin, so dass die obersten Schichten der Zahnhartsubstanzen
teilweise
direkt in Lösung gehen. Außerdem gehen die Zahnhartsubstanzdefekte auf
einen verminderten Abnutzungswiderstand (Abrasionsresistenz) der durch
den erosiven Angriff erweichten äußeren Zahnschichten zurück. Diese
demineralisierte Zahnoberfläche kann dann beim Zähnebürsten oder beim
Kauen von abrasiven Nahrungsbestandteilen verstärkt abgetragen werden.
Das verzögerte Zähneputzen soll dazu dienen, die demineralisierten,
das
heißt erweichten Zahnoberflächen durch Kalzium- und Phosphat-Ionen im
Speichel zu remineralisieren, so dass die Zahnoberfläche wieder
widerstandfähiger wird."
[ Weitere Infos: Universität Göttingen - Bereich
Humanmedizin, Abt. Zahnerhaltung, Präventive Zahnheilkunde und
Parodontologie, Prof. Dr. Thomas Attin, Robert-Koch-Str. 40, 37075
Göttingen, Tel.: 0551/39 - 2884 ]
Doch jede Medaille hat zwei Seiten und so könnten vorgenannte Empfehlungen auch ein "Schuss nach Hinten" sein, denn derartige Ratschläge beziehen sich nur auf die Teile der Bevölkerung, die "sehr gut bis übertrieben Putzen". So stellt denn auch der Berliner Kammerpräsident klar:
Lieber bald nach dem Essen
Zähneputzen als gar nicht!
Mit aller Achtung vor wissenschaftlichen Erkenntnissen, die für
Forschung und Entwicklung im Fachgebiet Zahn-, Mund-
und Kieferheilkunde wichtig sind, sieht die Zahnärztekammer Berlin bei
manchen Ergebnissen eher Gefahren als Nutzen für
die Mundgesundheit. Kammerpräsident Dr. Christian Bolstorff: „Die
gerade durch die Medien laufenden Hinweise, man
solle nach dem Essen 30 bis 60 Minuten warten, ehe man Zähne putzt,
sind nicht wirklich alltagsnah: Wer den Berichten
entnommen hat, dass zu frühes Zähneputzen sogar den Zahnschmelz
schädige, könnte meinen, es sei besser, gar nicht zu
putzen als zu früh nach der Mahlzeit. Wer hat schon morgens nach dem
Frühstück rund eine Stunde Zeit bis zum Zähneputzen
vor dem anschließenden Weg zur Arbeit?“
Schon lange sei bekannt, dass Säuren den Zahnschmelz aufrauen, weshalb
nicht zuletzt die Berliner Kammer vor einiger Zeit
auch den Tipp gegeben hatte, nach sehr sauren Lebensmitteln den Mund
nach der Mahlzeit z.B. mit Milch oder einer
fluoridhaltigen Mundspülung auszuspülen, um die Belastung etwas zu
neutralisieren. Nach kurzem Abwarten könne man
dann die Zähne putzen. „ Wer aus Zeitmangel das Zähneputzen aus Sorge,
man könne seinen Zahnschmelz zerstören, lieber
unterlässt und nach dem Frühstück mit Belägen auf den Zähnen ans
Fließband, ins Büro oder ins Klassenzimmer geht,
schadet den Zähnen mehr als ihnen zu nutzen. Dann nämlich entwickeln
sich Zahnbeläge, deren schädlicher Effekt anhaltend
ist.“ Er sei froh, so Dr. Bolstorff, dass sich das „Nach dem Essen
Zähneputzen“ mittlerweile in der Bevölkerung vielfach
durchgesetzt und dazu beigetragen habe, dass die Zahngesundheit der
deutschen Bevölkerung im europäischen Vergleich an
so guter Stelle stehe. Vor Fehlreaktionen müsse er daher warnen: „Wenn
man Zeit hat, mit dem Zähneputzen zu warten, soll
man diese nutzen. Ansonsten gilt nach wie vor: Lieber bald nach dem
Essen Zähne putzen als gar nicht!“
Basics:
erosionsbedingten Zahnschäden,
Zahnärztliche
NewsLetter Nr. 06/2003/ 1. Juni 2003
Zahnersatz ist die Leistung, die die Bevölkerung
am ehesten durch Abschluss einer privaten Zusatzversicherung
ausgleichen würde, falls sie aus dem Leistungskatalog der
gesetzlichen Krankenversicherung gestrichen wird. Dies ist das
Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Continentale
Krankenversicherung a.G. in Zusammenarbeit mit dem
Meinungsforschungsinstitut Emnid im Rahmen der Continentale-Studie
2003. 69 Prozent der Bundesbürger würden eine entsprechende
Zusatzversicherung abschließen.
Der Streichung von Vorsorgeuntersuchungen oder Leistungen im
Pflegefall würden jeweils 63 Prozent durch privaten Schutz begegnen.
Eine private Versicherung beim Krankengeld ziehen 55 Prozent in
Erwägung, falls es hier zu Einschränkungen kommt. Den direkten Zugang
zu Fachärzten würden sich 47 Prozent über eine Zusatzversicherung
sichern, falls er abgeschafft oder erschwert würde.
Zwischen den Generationen gibt es bedeutende Unterschiede. Bei den
unter 40-jährigen würden 80 Prozent eine Zusatzversicherung für
Zahnersatz abschließen (40 Jahre und älter: 64 Prozent) und 75
Prozent für das Krankengeld (47 Prozent). Vorsorgeuntersuchungen
würden 67 Prozent privat absichern (61 Prozent), Pflegeleistungen 65
Prozent (62 Prozent) und den direkten Zugang zu Fachärzten nur 45
Prozent (48 Prozent).
Basics:
http://www.die-gesundheitsreform.de/index.4ml
http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/themen/gesundheit/eck.cfm
Es soll mit diesem Beitrag
keine erneute Diskussion über das Für und Wider von Amalgamfüllungen
eröffnet werden, denn dieser Streit bewegt sich mehr auf emotionaler
als auf wissenschaftlicher Ebene und ist auch unter dem Gesichtspunkt
"ein reparierter Zahn soll wieder so aussehen, wie er einmal war" zu
sehen:
Wie sieht es aber aus, wenn sich Patienten nach dem Legen einer
derartigen Füllung in ihrer Gesundheit beeinträchtigt sehen? Hat nach
dem
Medizinproduktegesetz die Klage gegen den Amalgamhersteller (nicht
den Zahnarzt!) Aussicht auf Erfolg? Die
Zahnarztwoche
schreibt am 9.7. dazu:
Immer wieder versuchen Zahnärzte, Patienten mit Amalgam-Versorgungen
über den Verdacht eines Zusammenhangs mit Allgemeinerkrankungen dazu
zu bewegen, bei nachgewiesener
Amalgamunverträglichkeit (muss durch
einen Facharzt erfolgen) vom Amalgamhersteller Schadenersatz zu
fordern. Solche Gerichtsverfahren liefen jahrelang, sie werden
überwiegend zurückgewiesen. Nun hat das Oberlandesgericht (OLG)
Frankfurt (Main) ebenfalls negativ entschieden:
Eine an Multipler Sklerose erkrankte Zahnpatientin hat ohne Erfolg
einen Hersteller des Zahnfüllstoffes Amalgam auf Schadenersatz und
Schmerzensgeld verklagt. Das OLG Frankfurt wies in einem letzte Woche
bekannt gewordenen Urteil die Klage mit der Begründung zurück, es
stehe nicht fest, dass die Krankheit der Klägerin auf ihre
Amalgam-Zahnfüllung zurückzuführen sei.
Die Patientin war nach verschiedenen Zahnbehandlungen an einer
Quecksilbervergiftung erkrankt, die bei ihr angeblich Multiple Sklerose und
Unfruchtbarkeit verursachte. Vor Gericht musste sie jedoch
eingestehen, dass sie vorher bereits sieben Amalgamfüllungen anderer
Hersteller erhalten hatte.
Schon aus diesem Grund konnten die Richter eine Ursächlichkeit des von
dem beklagten Unternehmen hergestellten Füllstoffs nicht feststellen.
Nach dem derzeitigen Stand der Forschung sei ein Zusammenhang zwischen
Multipler Sklerose, Unfruchtbarkeit und der Quecksilberfreisetzung aus Amalgam ohnehin "eher als unwahrscheinlich anzusehen".
(Az:: 3 U 30/2000)
"Jenseits aller Ratschläge, sich mehr zu bewegen, ist die Frage,
was nun dick macht, noch immer umstritten. Lange ging man davon aus,
dass Fett fett macht. Doch trotz gesunkenen Fettanteils in der Nahrung
hat die Zahl der Übergewichtigen in den letzten zwanzig Jahren weiter
zugenommen: Dies nennt man das amerikanische Paradoxon.
Ernährungsexperten wie der Münchner Bestsellerautor Ulrich Strunz weisen
zudem darauf hin, dass bestimmte Fettgruppen (so Butter oder die so
genannten Transfette in Fertiggerichten) schädlich, andere aber
(Olivenöl, Lachs, Nüsse) geradezu lebensnotwendig sind.
So sind nun vor allem Kohlenhydrate als Ursache der
Gewichtszunahme ausgemacht worden. Zuletzt belegten dies zwei im "New
England Journal of Medicine" veröffentlichte Studien: Wer sich einer
Diät unterzog, bei der die Kohlenhydrate reduziert wurden, verlor im
Vergleichzeitraum durchschnittlich vier Kilo mehr als diejenigen, die
das Fett reduzierten. Aber auch hier gilt es, zu unterscheiden: Auf
Kohlenhydrate aus Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkorn sollte man
nicht verzichten. Der Bonner Professor Lentze und das
Verbraucherschutzministerium empfehlen die so genannte optimierte
Mischkost: Reichlich pflanzliche Lebensmittel, mäßig tierische
Lebensmittel, wobei auf eine Portion Seefisch pro Woche nicht verzichtet
werden sollte."
Schokolade ist für die meisten ein
unverzichtbarer Helfer in allen Lebenslagen: Jede vierte Frau und
jeden fünften Mann überfällt die Schoko-Lust, wenn sie sich für
etwas belohnen wollen - das ergab eine Exklusiv-Umfrage im Auftrag
der Frauenzeitschrift FÜR SIE (Heft 16/03, EVT: 15.07.03). Für die
repräsentative Umfrage interviewte das Meinungsforschungsinstitut
Gewis 1.061 Frauen und Männer zwischen 20 und 60 Jahren. Ob Nuss-,
Zartbitter- oder weiße Schokolade : 23 Prozent der Frauen futtern
die Kalorienbombe als Trostspender, das brauchen nur neun Prozent
der Männer.
Gefeit gegen Schoko-Attacken sind nur vier Prozent der Frauen und
acht Prozent der Männer. Das schont zwar die Figur, doch entgeht
ihnen einiges. Denn erwiesenermaßen macht Schokolade tatsächlich
glücklich!
Das liegt unter anderem an einer speziellen Aminosäure der
Kakaobutter, die im Gehirn in das Glückshormon
Serotonin umgewandelt
wird. Außerdem kann zumindest dunkle Schokolade sogar richtig gesund
sein: Sie enthält Stoffe, die das Herz schützen und den Stoffwechsel
ankurbeln. Nach neuen Untersuchungen soll Schokolade sogar bei
Husten helfen.
Aus gesundheitlicher Sicht spricht nichts gegen das Naschen,
solange es sich in Grenzen hält. "Bei Erwachsenen sind bis zu zwei
Tafeln Schokolade pro Woche in Ordnung, wenn die Ernährung insgesamt
stimmt", sagt der Ernährungspsychologe Professor Joachim Westenhöfer
in FÜR SIE.
Und wenn die Gier nach Schokolade übermächtig wird, empfiehlt die
FÜR SIE diese SOS-Strategie: Eine Prise Salz auf der Zunge vertreibt
den Heißhunger auf Süßes blitzschnell.
Einleitung
Quacksalber verstehen es sehr gut, sich menschliche Schwächen zunutze
zu machen. Sie verkaufen ihre Produkte nicht deshalb, weil sie
qualitativ hochwertig sind, sondern weil sie es gut verstehen, ihr
Publikum zu beeinflussen. So gibt es eine Menge Leute die sich auf
chronisch Kranke, die verzweifelt auf der Suche nach Heilung oder
Linderung sind, spezialisiert haben. Da wird dann gelogen und
getäuscht was Zeug hält, im Gegenzug werden dafür wichtige
Informationen wie z.B. über die tatsächlichen (Neben-)Wirkung
vorenthalten. Das Ziel ist der Geldtransfer vom Rat und Hilfesuchenden
zum Geschäftemacher und dafür ist diesen Leute jedes Mittel recht. Wir
geben ihnen nun zehn Regeln an die Hand, die Ihnen helfen sollen nicht
auf Quacksalber hereinzufallen.
1. Denken sie daran, dass Quacksalberei nur
selten verschrobenen wirkt.
Quacksalber drücken sich oft wissenschaftlich aus und zitieren aus
wissenschaftlichen Quellen (wenn auch nicht immer richtig). Manche von
ihnen haben eine seriöse wissenschaftliche Ausbildung hinter sich,
sind dann aber von diesem Weg abgekommen.
2. Hören sie nicht auf Praktiker, ...
....die ihnen erzählen, dass die meisten Krankheiten durch falsche
Ernährung verursacht werden oder durch die Einnahme von
nahrungsergänzenden Stoffen geheilt werden können. Es gibt zwar
Krankheiten, die tatsächlich ernährungsbedingt sind, die meisten sind
es aber nicht. Zudem sind Krankheiten, bei denen die Ernährung eine
Rolle spielt, nicht durch die Einnahme von Vitaminen zu behandeln,
sondern durch eine Umstellung der Ernährung.
3. Hüten sie sich vor Anekdoten,
Empfehlungen und Referenzen
Wenn jemand behauptet, durch unorthodoxe Methoden geheilt worden zu
sein, dann fragen sie sich und wenn möglich auch ihren Arzt, ob es
auch eine andere Erklärung für die Genesung geben kann. Die meisten
einmalig auftretenden, nicht chronischen Krankheiten vergehen mit der
Zeit von selbst, und die meisten chronischen Krankheiten weisen
symptomfreie Perioden auf. Die meisten Menschen, die von Krebs geheilt
wurden, haben sich sowohl seriöser als auch unorthodoxer Behandlung
unterzogen, führen ihre Genesung jedoch auf letztere zurück. Manche
Beweise sind reine Erfindung.
4. Hüten sie sich vor pseudomedizinischer
Ausdrucksweise
Anstatt ihre Krankheit zu behandeln, wird ihnen ein Quacksalber evtl.
vorschlagen, ihren Körper zu "entgiften", ihn "chemisch ins
Gleichgewicht zu bringen", seine "nervliche Energie" freizusetzen, ihn
"in Harmonie mit der Natur zu bringen" oder angebliche "Schwächen"
verschiedener Organe zu korrigieren. Die Anwendung von Methoden, die
nicht messbar sind, macht es möglich, von Erfolgen zu sprechen, obwohl
tatsächlich gar nichts getan und erreicht wurde.
5. Fallen sie nicht auf paranoide
Behauptungen herein
Nicht konventionelle Praktiker behaupten oft, dass die Schulmedizin,
Arzneimittelhersteller und der Staat sich gegen sie verschworen haben,
um alles, was sie vertreten, zu unterdrücken. Für solche Theorien
wurde noch nie ein Beweis angetreten. Es spricht auch wider jegliche
Logik, dass eine Vielzahl von Menschen die Entwicklung von
Behandlungsmethoden bekämpfen würde, die eines Tages ihnen selbst oder
einem geliebten Menschen helfen könnten.
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Basics:
Ganzheitliche Zahnmedizin
Mineralwasser ist die erste Wahl, um den
Flüssigkeits- und Mineralienverlust durch das Schwitzen bei den
sommerlich hohen Temperaturen auszugleichen, informiert heute Diplom
Diätassistentin Klaudia Pütz von der Gesellschaft für
Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Ohne eine einzige
Kalorie liefert das kühle Nass dem Körper die lebensnotwenigen
Mineralstoffe, die dieser ausschwitzt. Da die Mineralstoffe im
Mineralwasser in gelöster Form vorliegen, kann der Körper sie
besonders gut aufnehmen. Besonders empfehlenswert ist natriumreiches
Mineralwasser. Natrium beschleunigt die Flüssigkeitsaufnahme aus dem
Magen-Darm-Trakt und damit den Flüssigkeitsersatz. Ein Blick aufs
Etikett beim Einkauf lohnt sich, das richtige auszuwählen: Es sollte
über 200 Milligramm Natrium pro Liter enthalten. Leitungswasser aus
dem heimischen Hahn ist im Gegensatz dazu meist mineralstoffarm.
Mineralwasser ist Leitungswasser aus ernährungswissenschaftlicher
Sicht deutlich überlegen. Es wird direkt am Quellort abgefüllt und
häufiger und exakter geprüft als Leitungswasser. Leitungswasser ist
dagegen kritisch zu betrachten. Alleine im Jahr 2002 fanden sich nach
unserer Dokumentation in Zeitungen 356 Berichte über
"Trinkwasservorfälle", stellt Sven-David Müller, Sprecher der
Gesellschaft fest. Die Trinkwasserproblematik reichte dabei von
mikrobieller Belastung des Trinkwassers bis zu erhöhtem Nitratgehalt.
Für geschmackliche Abwechslung sorgt die Mischung mit Fruchtsäften
wie Apfel, Trauben-, Kirsch- oder Johannisbeersaft. Dabei sollte
jedoch der Energiegehalt dieser Getränke im Auge behalten werden.
Stark zuckerhaltige Limonaden, Cola, Energiedrinks, alkoholische
Getränke, Kaffee und schwarzer Tee scheiden als Durstlöscher aus, so
Pütz.
Um die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit aufrecht zu
erhalten, muss über den Durst getrunken werden, betont Pütz, die im
Sommer täglich zwei bis 2,5 Liter Flüssigkeitsaufnahme empfiehlt.
Denn wenn der Durst kommt, ist es fast zu spät und der Körper leidet
bereits unter akutem Wassermangel. Der Kreislauf macht schlapp, der
Blutdruck fällt und es kann zu Verdauungsproblemen bis zur
Verstopfung kommen, warnt Pütz. Bei Hitze und körperlicher
Anstrengung verdunstet der Körper Wasser über die Haut, um seine
Temperatur zu senken. Schon bei einem Flüssigkeitsverlust von nur
zwei Prozent des Körpergewichts sinkt das Leistungsvermögen. Später
lassen Konzentration und Koordination nach. Selbst trockene Büroluft
oder starker Wind können den Flüssigkeitsbedarf sogar verdoppeln.
Trotz unseres hohen Körperwassergehalts von 60 bis 80 Prozent
verfügen wir über keine Flüssigkeitsreserven, die bei Bedarf
aktiviert werden könnten, erklärt Pütz. Neben dem Wasser in den
Lebensmitteln sollten Erwachsene mindestens zwei bis zweieinhalb
Liter täglich trinken. Um den Flüssigkeitshaushalt im Lot zu halten,
ist es günstig, mindestens alle zwei Stunden ein Glas Mineralwasser
zu trinken. Je nach Mineralstoffgehalt und Kohlensäurezusatz
schmecken die verschiedenen Wasser ganz unterschiedlich. Die
Kohlensäure hat darüber hinaus noch ganz andere Fähigkeiten: Sie
trägt im Magen zur Sättigung bei, sie reinigt im Mund die
Geschmackspapillen, fördert durch das Prickeln die Durchblutung und
regt den Speichelfluss an. Eine Erfrischung stellt sich schnell ein.
Ein Glas Wasser zwischen den Menügängen sorgt dafür, dass die Zunge
sensibler und feiner auf Geschmacksunterschiede reagiert, so Pütz
abschließend. Weitere Informationen zu Themen aus der
Ernährungsmedizin unter
http://www.ernaehrungsmed.de .
Saures Aufstoßen nach dem Essen, ein brennendes Gefühl hinter dem
Brustbein oder im Rachen - alltägliche, gewöhnliche Ereignisse, die
fast jeder irgendwann erlebt hat. Da hat sich die Magensäure mal in
die falsche Richtung auf den Weg gemacht. "Reflux" nennen die Ärzte
das Symptom und die Amerikaner sagen "heartburn" = "Herzbrennen"
dazu und hielten es noch vor wenigen Jahren für eine harmlose
Störung, nicht der Rede Wert. Anders heute: Von einer "Epidemie Reflux" spricht die "Münchener Medizinische Wochenschrift" und widmet
fast eine ganze Ausgabe dem buchstäblich brennenden Problem.
Experten bezeichnen Sodbrennen als eine neue Volkskrankheit und
malen seine möglichen Folgen mit düsteren Farben an die Wand. Was ist
geschehen?
Ärzte in Europa und den USA registrieren seit einigen Jahren eine
dramatische Zunahme des Sodbrennens bei ihren Patienten. Heute leiden
zehnmal so viele Menschen unter einer Reflux-Krankheit der
Speiseröhre ("Reflux-Ösophagitis", englisches Fachkürzel: GERD) wie
vor 30 Jahren. Besonders stark hat die Zahl der davon betroffenen
Frauen zugenommen. Während früher viermal mehr Männer unter
Sodbrennen litten, liegt das Geschlechterverhältnis heute bereits bei
eins zu eins. Die Ursache für die Zunahme liegt nach wie vor im
Dunklen. Viele Experten sehen den Grund in der Stressbelastung des
modernen Lebens und in den veränderten Ernährungsgewohnheiten
(Junkfood!).
Der Anteil der unter Reflux leidenden Menschen wird auf zwischen
18 und 40 Prozent der Bevölkerung geschätzt. Solche Schätzungen sind
jedoch ausgesprochen vage, weil Patienten mit Sodbrennen nur relativ
selten ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. So ergab die Befragung von
162 Patienten einer allgemeinärztlichen Praxis in Nordbayern: Bei 51
Prozent der Patienten, die ihren Arzt wegen anderer Beschwerden
aufgesucht hatten, lag eine Reflux-Krankheit vor. Die häufigsten
Beschwerden waren andauernde Heiserkeit und nächtliche Hustenanfälle.
Der saure Magensaft ist aber auch Gift für Kehlkopf, Zähne und
Atemwege: Die hochsteigende Magensäure kann die Stimmbänder
angreifen, den Zahnschmelz ruinieren und eine Bronchitis verursachen.
Zum Glück lässt sich die Reflux-Krankheit heute mithilfe moderner
Medikamente sehr gut behandeln. Der so genannte H2-Blocker
Ranitidin-ratiopharm bewirkt bei den meisten Betroffenen rasch eine
Beseitigung der lästigen Beschwerden wie saures Aufstoßen oder
Sodbrennen. Im Gegensatz zu anderen H2-Blockern muss Ranitidin nicht
streng nach der Uhr eingenommen werden, die Einnahme muss auch nicht
zu den Mahlzeiten erfolgen.
Gute Kunde für Allergiker: Die Etikettierungspflicht für Zusatzstoffe in Lebensmitteln und Getränken wird ausgeweitet.
Mit der Novellierung der 20 Jahre alten Etikettierungs-Richtlinie
wird die sogenannte 25-Prozent-Regel abgeschafft. Diese machte in der
Vergangenheit eine Kennzeichnung von Zutaten erst ab einem Anteil von
25 Prozent des fertigen Produkts erforderlich. Allergien auslösende
Inhaltsstoffe müssen künftig schon ab einem Anteil von zwei Prozent
ausgewiesen werden.
Das Europäische Parlament (EP) hat somit noch vor der Sommerpause in
zweiter Lesung die neue Etikettierungs-Richtlinie verabschiedet.
Demnach wird eine Liste zur Kennzeichnung von Zutaten
zusammengestellt, die Allergien oder andere Unverträglichkeiten
auslösen können. Hierzu zählen zum Beispiel Eier-, Fisch- und
Sojaerzeugnisse oder Schwefeldioxid und Sulfite. Neu in die Liste
aufgenommen wurden auch Sellerie und Senf. Diese
Etikettierungsvorschriften sollen auch für alkoholische Getränke
gelten.
"Ein großer Erfolg für den Verbraucherschutz," kommentiert die grüne
Europaabgeordnete Hiltrud Breyer die erreichten Änderungen. Jetzt
müssen Zutaten grundsätzlich auch dann deklariert werden, wenn sie im
Laufe eines Herstellungsprozesses verwendet, sodann jedoch wieder
herausgefiltert werden. Hiervon betroffen sind vor allem Brauereien
und Winzer, die teilweise Eiweiß und Fischderivate im
Produktionsprozess verwenden. Für diese Stoffe soll es keine
Ausnahmeregelungen mehr geben. Der EP-Berichterstatterin Christa Klaß
(CDU) geht dies zu weit. Technische Hilfsstoffe bei der Produktion,
die beim Endprodukt nachweislich keine Auswirkungen mehr haben,
sollten nach Meinung von Klaß von der Kennzeichnungspflicht
ausgenommen werden.
Die Deutsche BKK hat in Kooperation mit der
Volkswagen Bank direct und mehreren Medizinern verschiedene, in
individuell wählbaren Leistungspaketen zusammengefasste Präventions-
und Therapieleistungen zur Ergänzung des gesetzlichen
Leistungskatalogs entwickelt. Wettbewerber aus der privaten
Assekuranz können die Ergänzungen zur Verfügung stellen, wobei im
Wesentlichen die Prinzipien der gesetzlichen Krankenversicherung
gelten können. "Die Zeit ist reif, die Eigenverantwortung des
Versicherten zu stärken und ihm zusätzliche Wahlmöglichkeiten zu
bieten", so Ralf Sjuts, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der
Deutschen BKK. Kern dieses neuartigen Versicherungsschutzes ist ein
als durchgängiger Basisbaustein verstandenes Vorsorge-Paket. In ihm
werden innovative Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
bereitgestellt. Enthalten sind zum Beispiel zusätzliche
Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche, die von vielen
Kinderärzten gefordert werden.
Erwachsene können von der sportmedizinischen Vorsorge bis hin zu
erweiterten Leistungen in der Krebsvorsorge ein umfassendes
Präventionsangebot erhalten. Der Gesundheits-Check ab 35 Jahren wird
beispielsweise um eine Lungenfunktionsprüfung und eine umfangreiche
Blutuntersuchung erweitert. Pragmatisch abgerundet wird das Ganze
durch verschiedene Leistungen zur individuellen Zahnprophylaxe sowie
eine umfassende Auslandsreise-Krankenversicherung. Gestützt auf
dieses Basispaket kann jeder gesetzlich Krankenversicherte in
weiteren Ausbaumodulen seinen Versicherungsschutz Schritt für Schritt
um die zusätzliche Kostenübernahme durch die Versicherungspartner für
Sehhilfen, Zahnersatz und alternative Heilmethoden erweitern. Die
Versicherten erhalten einen Versicherungsschutz, der zu ihrer
Lebensführung passt und ihre individuellen Bedürfnisse in der
Gesundheitsvorsorge berücksichtigt.
Weitere Infos unter:
http://www.diebkk.de/deutschebkk/presse.nsf/
Die
Krone des "King of Rock'n'Roll" kommt unter den Hammer - komplett mit
dem Rest seines rechten Backenzahns. 26 Jahre nach dem Tod von Elvis
Presley bietet das Online-Auktionshaus eBay das Stück aus dem
Sängermund für ein Startgebot von 100.000 Dollar an. Dazu gehören
ferner eine Haarlocke des ersten Idols der Teenagergeneration sowie
eine limitierte Gold-LP mit der Aufnahme seines berühmten Hits "Love
me tender".
Der überkronte Zahn gehörte ursprünglich Linda Thompson, einer von
Elvis' Freundinnen. Er wurde vom Elvis Presley Museum gekauft, bevor
er in den Besitz eines Unternehmers aus Florida gelangte, der jetzt
seine Elvis-Schätze über eBay zum Verkauf anbietet.
Wie der Konservator der Kollektion, Anthony DeFontes, mitteilte, gibt
es für den Zahn bereits Interessenten. Darunter sei eine europäische
Firma, die aus dem Zahn DNA extrahieren wolle, um Elvis zu klonen.
Doch der derzeitige Besitzer sei an dem Angebot nicht interessiert.
Für ihn gebe es "nur einen Elvis".
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