Zahnärztliche NewsLetter Nr. 08/2003/ 1. August 2003

Herzlich willkommen bei der neuesten Ausgabe der ZahnNewsLetters. Auch die Redaktion macht einen Kurzurlaub in der erfrischenden Kühle der Schweizer Alpen. Deshalb erhalten Sie den Letter diesmal früher als gewohnt.
Allen Daheimgebliebenen "frohes Schaffen und gesundes Schwitzen" und denen, die ebenfalls unterwegs sind, einen erholsamen Urlaub - wo auch immer Sie sich befinden!


Inhalt

 1.) Versteckter Zucker in Lebensmitteln
 2.) Zähneputzen hat Zeit - Oder?
 3.) Zahnersatz nicht mehr in der Gesetzlichen?
 4.) Schmerzensgeld vom Amalgamhersteller?
 5.) Ideal: Optimierte Mischkost
 6.) Schoko-Sucht: Jede vierte Frau braucht den süßen Kick
 7.) Hüten Sie sich vor Quacksalbern
 8.) Nur wer viel und richtig trinkt, bringt volle Leistung!
 9.) Sodbrennen kann fatale Folgen haben / Immer mehr Frauen betroffen
10.) EU: Allergiker werden besser geschützt
11.) Ein neues Versicherungskonzept - mehr Eigenverantwortung 
12.) Zum Schluss: Elvis lebt (bald als Klon)


1.) Versteckter Zucker in Lebensmitteln

Zucker ist einer der hauptverantwortlichen Nährstoffe für die Entstehung von Karies, besonders dann, wenn er in kleinen Mengen verteilt über den Tag oder unmittelbar vor dem Schlafen gehen verzehrt wird - Tatsachen, die heute (fast) schon zum Allgemeingut gehören. Weniger bekannt ist allerdings, dass es viele Lebensmittel gibt, denen man nicht ansieht, dass sie Zucker enthalten. Oder hätten Sie gewusst, dass z.B. Kakao-Instantpulver zu  70 - 80 % aus Zucker besteht?

Zucker wird als billiger Rohstoff und "Geschmacksaufwerter" auch in solchen Lebens- und Genussmitteln eingesetzt, in denen man ihn nicht bzw. ihn nicht in so hohem Ausmaß vermutet. So isst jeder Bundesbürger durchschnittlich pro Jahr rund 25 kg "versteckten" Zucker. Diese Menge nimmt er unbewusst durch Getränke, Eis, Konfitüren, Obstkonserven, Backwaren und pharmazeutische Produkte zu sich. Zum Vergleich: "nur" etwas 11 kg Zucker werden bewusst gegessen. Beispiele für versteckten Zucker:

  • Senf                                 9 - 19 %
  • Tomaten-Ketchup           19 - 25 %
  • Trockenfrüchte                58 - 89 %
  • Kakao-Instantpulver        70 - 80 %

Nach dem deutschen Lebensmittelgesetz heißt "zuckerfrei" lediglich, dass in diesem Produkt kein Haushaltszucker (Rübenzucker, Saccharose) enthalten ist; wohl aber können andere vergärbare - und damit potentiell Karies auslösende - Kohlenhydrate darin enthalten sein.

Basics : Aktion zahnfreundlich, Karies, Zucker

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2.) Zähneputzen hat Zeit - Oder?

Die "Zahnputzwelt" ist nicht mehr in Ordnung, wenn man Medienberichten und einigen Wissenschaftlern glaubt: Da wurde jahrzehntelang gepredigt "Nach dem Essen - Zähneputzen nicht vergessen!" und nun soll das ganze auf einmal nicht mehr stimmen. Hintergrund: Immer häufiger beobachten Zahnärzte bei jugendlichen Patienten und auch bei den "Vielputzer-Erwachsenen", dass der Zahnschmelz an den Front- und kleinen Backenzähnen beschädigt ist - ja manchmal sogar ganz fehlt. Unfähig, noch mit Genuss etwas Süßes oder Saures, etwas Warmes oder Kaltes zu sich nehmen zu können, erscheinen diese Leidgeplagten Mitmenschen dann in der Praxis und wundern sich, wenn der Zahnarzt an den Zahnputzgewohnheiten etwas auszusetzen hat, wo doch in dieser Richtung alles perfekt zu sein scheint.
Zahnmediziner der Universität Göttingen haben diese "erosionsbedingten Zahnschäden" - so heißt das Malheur fachmännisch - ausführlich untersucht und kommen zu dem Schluss, dass es besser ist, nach dem Essen mit dem Putzen noch eine halbe bis eine ganze Stunde zu warten:
 

"(ukg) Wer sich direkt nach dem Genuss von sauren Getränken oder Lebensmitteln die Zähne putzt, hat einen drei bis fünffach gesteigerten so genannten Zahnhartsubstanzzabtrag. Wer dagegen mindestens 30 bis 60 Minuten wartet und dann erst die Zahnbürste zum Einsatz bringt, schont seine Zähne. Das haben jetzt Zahnmediziner der Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin in einer Studie herausgefunden. Für ihre Arbeit erhielten sie einen Preis der Firma Wrigley für Forschungen, die sich insbesondere mit dem Einfluss des Speichels auf die Veränderungen in der Mundhöhle beschäftigen. Der Preis ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert und wurde auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) in München am 6. Juni 2003 verliehen. Titel der prämierten Untersuchung von Prof. Dr. Thomas Attin (Direktor Abteilung Zahnerhaltung, Präventive Zahnheilkunde und Parodontologie - Bereich Humanmedizin) und Susan Siegel: "Einfluss unterschiedlich langer, intraoraler Remineralisationsphasen auf den Bürstabtrag von demineralisiertem Dentin". Die Arbeit ist eine Teilstudie eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes, das sich mit der Vermeidung von Erosionsschäden der Zähne befasst.

In der Studie trugen elf Freiwillige je sechs sterilisierte Proben aus Zahnmaterial für 21 Tage im Mund. Diese Zahnproben wurden in herausnehmbare Schienen eingepasst. Jeden Tag (vormittags und abends) nahmen die Testpersonen die Schienen aus dem Mund und legten sie für 90 Sekunden in ein handelsübliches Erfrischungsgetränk mit einem pH-Wert von 2,9. Die Zahnproben wurden dann nach einem vorgegebenen zeitlichen Schema mit einer elektrischen Zahnbürste und Zahnpasta gebürstet. Zum Abschluss des Versuches wurde der Substanzverlust an der Probenoberfläche mit einem Profilometer gemessen. "Dabei zeigte sich, dass der Abtrag geringer war, wenn die Teilnehmer mit dem Zähneputzen 30 bis 60 Minuten warteten," sagt Prof. Thomas Attin. Der Abtrag des Zahnschmelzes wird leichter, wenn so genannte säurebedingte Erosionsschäden an den Zähnen bestehen. Solche Schäden werden je nach Studie insgesamt bei zehn bis 20 Prozent der untersuchten Personen beobachtet. Zunehmend haben auch Kinder und Jugendliche solche Erosionen. Allerdings zeigen Studien auch, dass aufgrund verbesserter Vorbeugemaßnahmen die Zähne wesentlich länger im Mund verbleiben und nicht ausfallen. Der mit den Zahnerosionen verbundene Verlust an Zahnhartsubstanz stellt daher (zukünftig) ein größer werdendes zahnmedizinisches Problem dar.

Für die Entstehung von Erosionen werden innere (intrinsische) und äußere (extrinsische) Faktoren verantwortlich gemacht. Zu den intrinsischen Faktoren gehören zum Beispiel der Reflux (Rückfluss) von Magensäure und das häufige Erbrechen bei Bulimia- beziehungsweise Anorexia-nervosa-Patienten. Extrinsische Faktoren, die zur Entstehung von Zahnerosionen beitragen, sind unter anderem der häufige Genuss saurer Lebensmittel oder Medikamente. Zu den sauren Lebensmitteln müssen auch Getränke gezählt werden. Sie weisen teilweise einen erheblichen Anteil an Fruchtsäuren auf, die eine Demineralisation von Zahnschmelz bedingen können. Durch die Säureeinwirkung kommt es zu einer Zerstörung des kristallinen Gefüges der äußeren Schichten von säureexponiertem Zahnschmelz und Dentin, so dass die obersten Schichten der Zahnhartsubstanzen teilweise direkt in Lösung gehen. Außerdem gehen die Zahnhartsubstanzdefekte auf einen verminderten Abnutzungswiderstand (Abrasionsresistenz) der durch den erosiven Angriff erweichten äußeren Zahnschichten zurück. Diese demineralisierte Zahnoberfläche kann dann beim Zähnebürsten oder beim Kauen von abrasiven Nahrungsbestandteilen verstärkt abgetragen werden. Das verzögerte Zähneputzen soll dazu dienen, die demineralisierten, das heißt erweichten Zahnoberflächen durch Kalzium- und Phosphat-Ionen im Speichel zu remineralisieren, so dass die Zahnoberfläche wieder widerstandfähiger wird."
[ Weitere Infos: Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin, Abt. Zahnerhaltung, Präventive Zahnheilkunde und Parodontologie, Prof. Dr. Thomas Attin, Robert-Koch-Str. 40, 37075 Göttingen, Tel.: 0551/39 - 2884 ]

Doch jede Medaille hat zwei Seiten und so könnten vorgenannte Empfehlungen auch ein "Schuss nach Hinten" sein, denn derartige Ratschläge beziehen sich nur auf die Teile der Bevölkerung, die "sehr gut bis übertrieben Putzen". So stellt denn auch der Berliner Kammerpräsident klar:

Lieber bald nach dem Essen Zähneputzen als gar nicht!

Mit aller Achtung vor wissenschaftlichen Erkenntnissen, die für Forschung und Entwicklung im Fachgebiet Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde wichtig sind, sieht die Zahnärztekammer Berlin bei manchen Ergebnissen eher Gefahren als Nutzen für die Mundgesundheit. Kammerpräsident Dr. Christian Bolstorff: „Die gerade durch die Medien laufenden Hinweise, man solle nach dem Essen 30 bis 60 Minuten warten, ehe man Zähne putzt, sind nicht wirklich alltagsnah: Wer den Berichten entnommen hat, dass zu frühes Zähneputzen sogar den Zahnschmelz schädige, könnte meinen, es sei besser, gar nicht zu putzen als zu früh nach der Mahlzeit. Wer hat schon morgens nach dem Frühstück rund eine Stunde Zeit bis zum Zähneputzen vor dem anschließenden Weg zur Arbeit?“

Schon lange sei bekannt, dass Säuren den Zahnschmelz aufrauen, weshalb nicht zuletzt die Berliner Kammer vor einiger Zeit auch den Tipp gegeben hatte, nach sehr sauren Lebensmitteln den Mund nach der Mahlzeit z.B. mit Milch oder einer fluoridhaltigen Mundspülung auszuspülen, um die Belastung etwas zu neutralisieren. Nach kurzem Abwarten könne man dann die Zähne putzen. „ Wer aus Zeitmangel das Zähneputzen aus Sorge, man könne seinen Zahnschmelz zerstören, lieber unterlässt und nach dem Frühstück mit Belägen auf den Zähnen ans Fließband, ins Büro oder ins Klassenzimmer geht, schadet den Zähnen mehr als ihnen zu nutzen. Dann nämlich entwickeln sich Zahnbeläge, deren schädlicher Effekt anhaltend ist.“ Er sei froh, so Dr. Bolstorff, dass sich das „Nach dem Essen Zähneputzen“ mittlerweile in der Bevölkerung vielfach durchgesetzt und dazu beigetragen habe, dass die Zahngesundheit der deutschen Bevölkerung im europäischen Vergleich an so guter Stelle stehe. Vor Fehlreaktionen müsse er daher warnen: „Wenn man Zeit hat, mit dem Zähneputzen zu warten, soll man diese nutzen. Ansonsten gilt nach wie vor: Lieber bald nach dem Essen Zähne putzen als gar nicht!“

[ Für Rückfragen: Dr. Christian Bolstorff, Präsident der Zahnärztekammer Berlin, Tel.: 030 / 84108850, Gemeinsame Pressestelle der Berliner Zahnärzte, Birgit Dohlus, Tel.: 030 / 3012 7886, info@zahndienst.de  ]

Basics: erosionsbedingten Zahnschäden,
            Zahnärztliche NewsLetter Nr. 06/2003/ 1. Juni 2003

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3.) Zahnersatz nicht mehr in der Gesetzlichen?

Sicher ist es erst am 1.1.2005 - oder vielleicht doch erst später? - , ob der seit 1975 in den gesetzlichen Kassen verankerte Zahnersatz aus Sparzwängen wieder herausgenommen wird und privat abzusichern sei. Sicher scheint nach der Meinung von Verfassungsexperten schon jetzt zu sein, dass die Herausnahme keine größeren juristischen Probleme bereiten wird. Erhebliche Zweifel hat die Redaktion jedoch bei den Beträgen zur "Zwangs-Zahnersatz-Zusatzversicherung". So war von politischen Gruppierungen ein Betrag von maximal 9.- €/Monat zu hören, der sich aber inzwischen als "schöngerechnet" herausstellte. Verantwortliche Stellen haben zu der Frage bisher geschwiegen - bleibt nur zu hoffen, dass der Beitrag - einer Silvester-Rakete gleich - nicht zum 1.1.2005 in den Himmel steigt.
Eine Emnid-Umfrage befasst sich mit den Wünschen der Bevölkerung zu dieser Frage:

Zahnersatz ist die Leistung, die die Bevölkerung am ehesten durch Abschluss einer privaten Zusatzversicherung ausgleichen würde, falls sie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gestrichen wird. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Continentale Krankenversicherung a.G. in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Emnid im Rahmen der Continentale-Studie 2003. 69 Prozent der Bundesbürger würden eine entsprechende Zusatzversicherung abschließen. Der Streichung von Vorsorgeuntersuchungen oder Leistungen im Pflegefall würden jeweils 63 Prozent durch privaten Schutz begegnen. Eine private Versicherung beim Krankengeld ziehen 55 Prozent in Erwägung, falls es hier zu Einschränkungen kommt. Den direkten Zugang zu Fachärzten würden sich 47 Prozent über eine Zusatzversicherung sichern, falls er abgeschafft oder erschwert würde.
Zwischen den Generationen gibt es bedeutende Unterschiede. Bei den unter 40-jährigen würden 80 Prozent eine Zusatzversicherung für Zahnersatz abschließen (40 Jahre und älter: 64 Prozent) und 75 Prozent für das Krankengeld (47 Prozent). Vorsorgeuntersuchungen würden 67 Prozent privat absichern (61 Prozent), Pflegeleistungen 65 Prozent (62 Prozent) und den direkten Zugang zu Fachärzten nur 45 Prozent (48 Prozent).

[ Weitere Infos : Die Continentale, Telefon 0231 / 919-2236, presse@continentale.de ]

Basics: http://www.die-gesundheitsreform.de/index.4ml
            http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/themen/gesundheit/eck.cfm

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4.) Schmerzensgeld vom Amalgamhersteller?

Es soll mit diesem Beitrag keine erneute Diskussion über das Für und Wider von Amalgamfüllungen eröffnet werden, denn dieser Streit bewegt sich mehr auf emotionaler als auf wissenschaftlicher Ebene und ist auch unter dem Gesichtspunkt "ein reparierter Zahn soll wieder so aussehen, wie er einmal war" zu sehen:
Wie sieht es aber aus, wenn sich Patienten nach dem Legen einer derartigen Füllung in ihrer Gesundheit beeinträchtigt sehen? Hat nach dem Medizinproduktegesetz die Klage gegen den Amalgamhersteller (nicht den Zahnarzt!) Aussicht auf Erfolg? Die
Zahnarztwoche schreibt am 9.7. dazu:

Immer wieder versuchen Zahnärzte, Patienten mit Amalgam-Versorgungen über den Verdacht eines Zusammenhangs mit Allgemeinerkrankungen dazu zu bewegen, bei nachgewiesener Amalgamunverträglichkeit (muss durch einen Facharzt erfolgen) vom Amalgamhersteller Schadenersatz zu fordern. Solche Gerichtsverfahren liefen jahrelang, sie werden überwiegend zurückgewiesen. Nun hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt (Main) ebenfalls negativ entschieden:
Eine an Multipler Sklerose erkrankte Zahnpatientin hat ohne Erfolg einen Hersteller des Zahnfüllstoffes Amalgam auf Schadenersatz und Schmerzensgeld verklagt. Das OLG Frankfurt wies in einem letzte Woche bekannt gewordenen Urteil die Klage mit der Begründung zurück, es stehe nicht fest, dass die Krankheit der Klägerin auf ihre Amalgam-Zahnfüllung zurückzuführen sei.
Die Patientin war nach verschiedenen Zahnbehandlungen an einer Quecksilbervergiftung erkrankt, die bei ihr angeblich Multiple Sklerose und Unfruchtbarkeit verursachte. Vor Gericht musste sie jedoch eingestehen, dass sie vorher bereits sieben Amalgamfüllungen anderer Hersteller erhalten hatte. Schon aus diesem Grund konnten die Richter eine Ursächlichkeit des von dem beklagten Unternehmen hergestellten Füllstoffs nicht feststellen. Nach dem derzeitigen Stand der Forschung sei ein Zusammenhang zwischen Multipler Sklerose, Unfruchtbarkeit und der Quecksilberfreisetzung aus Amalgam ohnehin "eher als unwahrscheinlich anzusehen".
(Az:: 3 U 30/2000)

[ Quelle Zahnarztwoche 28/03  ]

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             Der Hysterie geopfert

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5.) Ideal: Optimierte Mischkost

"Jenseits aller Ratschläge, sich mehr zu bewegen, ist die Frage, was nun dick macht, noch immer umstritten. Lange ging man davon aus, dass Fett fett macht. Doch trotz gesunkenen Fettanteils in der Nahrung hat die Zahl der Übergewichtigen in den letzten zwanzig Jahren weiter zugenommen: Dies nennt man das amerikanische Paradoxon. Ernährungsexperten wie der Münchner Bestsellerautor Ulrich Strunz weisen zudem darauf hin, dass bestimmte Fettgruppen (so Butter oder die so genannten Transfette in Fertiggerichten) schädlich, andere aber (Olivenöl, Lachs, Nüsse) geradezu lebensnotwendig sind.
So sind nun vor allem Kohlenhydrate als Ursache der Gewichtszunahme ausgemacht worden. Zuletzt belegten dies zwei im "New England Journal of Medicine" veröffentlichte Studien: Wer sich einer Diät unterzog, bei der die Kohlenhydrate reduziert wurden, verlor im Vergleichzeitraum durchschnittlich vier Kilo mehr als diejenigen, die das Fett reduzierten. Aber auch hier gilt es, zu unterscheiden: Auf Kohlenhydrate aus Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkorn sollte man nicht verzichten. Der Bonner Professor Lentze und das Verbraucherschutzministerium empfehlen die so genannte optimierte Mischkost: Reichlich pflanzliche Lebensmittel, mäßig tierische Lebensmittel, wobei auf eine Portion Seefisch pro Woche nicht verzichtet werden sollte."

[ ©: WeltamSonntag vom 6.7.03  ]

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6.) Schoko-Sucht: Jede vierte Frau braucht den süßen Kick

Schokolade ist für die meisten ein unverzichtbarer Helfer in allen Lebenslagen: Jede vierte Frau und jeden fünften Mann überfällt die Schoko-Lust, wenn sie sich für etwas belohnen wollen - das ergab eine Exklusiv-Umfrage im Auftrag der Frauenzeitschrift FÜR SIE (Heft 16/03, EVT: 15.07.03). Für die repräsentative Umfrage interviewte das Meinungsforschungsinstitut Gewis 1.061 Frauen und Männer zwischen 20 und 60 Jahren. Ob Nuss-, Zartbitter- oder weiße Schokolade : 23 Prozent der Frauen futtern die Kalorienbombe als Trostspender, das brauchen nur neun Prozent der Männer.
Gefeit gegen Schoko-Attacken sind nur vier Prozent der Frauen und acht Prozent der Männer. Das schont zwar die Figur, doch entgeht ihnen einiges. Denn erwiesenermaßen macht Schokolade tatsächlich glücklich!
Das liegt unter anderem an einer speziellen Aminosäure der Kakaobutter, die im Gehirn in das Glückshormon Serotonin umgewandelt wird. Außerdem kann zumindest dunkle Schokolade sogar richtig gesund sein: Sie enthält Stoffe, die das Herz schützen und den Stoffwechsel ankurbeln. Nach neuen Untersuchungen soll Schokolade sogar bei Husten helfen.
Aus gesundheitlicher Sicht spricht nichts gegen das Naschen, solange es sich in Grenzen hält. "Bei Erwachsenen sind bis zu zwei Tafeln Schokolade pro Woche in Ordnung, wenn die Ernährung insgesamt stimmt", sagt der Ernährungspsychologe Professor Joachim Westenhöfer in FÜR SIE.
Und wenn die Gier nach Schokolade übermächtig wird, empfiehlt die FÜR SIE diese SOS-Strategie: Eine Prise Salz auf der Zunge vertreibt den Heißhunger auf Süßes blitzschnell.

[ Nikola Pfeiffer, Redaktion FÜR SIE, E-Mail: nikola.pfeiffer@fuer-sie.de  ]

Basics: Aktion zahnfreundlich, Karies, Zucker

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7.) Hüten Sie sich vor Quacksalbern

Allein schon die Geschichte der Medizin belegt es seit Jahrtausenden: Quacksalberei ist allgegenwärtig, zieht den Leuten das Geld aus Tasche und führt häufig zur Verschlechterung des Krankheitsbilds. Aus Scham wird dann meist darüber geschwiegen oder aber, sollte nach dem Zufallsprinzip eine Spontanheilung eintreten, so ist dieser "Erfolg" ein gefundenes Fressen für die Regenbogenpresse und diverse Fernsehmagazine. Nicht ohne Hintergrund sagt eine Lebenserfahrung: "Der Räuber fordert 'Geld ODER Leben,' aber Quacksalber nehmen 'Geld UND Leben!'"
Wir von der Redaktion der ZahnNewsLetter sind seit Jahren bemüht Ihnen sachliche Hintergründe und Infos zu liefern, haben aber immer wieder bei Leseranfragen mit Dingen zu kämpfen, die in die Schublade "Quacksalberei" eingeordnet werden sollte.
Eine beachtenswerten Überblick zu Quacksalbern & Co. gibt die Internetadresse http://www.schmerzselbsthilfe.de/schmerz/therapie , von welcher wir nachfolgend Auszüge wiedergeben. Generell empfehlen wir Ihnen auch die anderen Inhalte dieser nicht durch Sensationen, sondern durch saubere Recherchen glänzenden Seite - gerade im Internet nicht allzu häufig anzutreffen:

Einleitung
Quacksalber verstehen es sehr gut, sich menschliche Schwächen zunutze zu machen. Sie verkaufen ihre Produkte nicht deshalb, weil sie qualitativ hochwertig sind, sondern weil sie es gut verstehen, ihr Publikum zu beeinflussen. So gibt es eine Menge Leute die sich auf chronisch Kranke, die verzweifelt auf der Suche nach Heilung oder Linderung sind, spezialisiert haben. Da wird dann gelogen und getäuscht was Zeug hält, im Gegenzug werden dafür wichtige Informationen wie z.B. über die tatsächlichen (Neben-)Wirkung vorenthalten. Das Ziel ist der Geldtransfer vom Rat und Hilfesuchenden zum Geschäftemacher und dafür ist diesen Leute jedes Mittel recht. Wir geben ihnen nun zehn Regeln an die Hand, die Ihnen helfen sollen nicht auf Quacksalber hereinzufallen.

1. Denken sie daran, dass Quacksalberei nur selten verschrobenen wirkt.
Quacksalber drücken sich oft wissenschaftlich aus und zitieren aus wissenschaftlichen Quellen (wenn auch nicht immer richtig). Manche von ihnen haben eine seriöse wissenschaftliche Ausbildung hinter sich, sind dann aber von diesem Weg abgekommen.

2. Hören sie nicht auf Praktiker, ...
....die ihnen erzählen, dass die meisten Krankheiten durch falsche Ernährung verursacht werden oder durch die Einnahme von nahrungsergänzenden Stoffen geheilt werden können. Es gibt zwar Krankheiten, die tatsächlich ernährungsbedingt sind, die meisten sind es aber nicht. Zudem sind Krankheiten, bei denen die Ernährung eine Rolle spielt, nicht durch die Einnahme von Vitaminen zu behandeln, sondern durch eine Umstellung der Ernährung.

3. Hüten sie sich vor Anekdoten, Empfehlungen und Referenzen
Wenn jemand behauptet, durch unorthodoxe Methoden geheilt worden zu sein, dann fragen sie sich und wenn möglich auch ihren Arzt, ob es auch eine andere Erklärung für die Genesung geben kann. Die meisten einmalig auftretenden, nicht chronischen Krankheiten vergehen mit der Zeit von selbst, und die meisten chronischen Krankheiten weisen symptomfreie Perioden auf. Die meisten Menschen, die von Krebs geheilt wurden, haben sich sowohl seriöser als auch unorthodoxer Behandlung unterzogen, führen ihre Genesung jedoch auf letztere zurück. Manche Beweise sind reine Erfindung.

4. Hüten sie sich vor pseudomedizinischer Ausdrucksweise
Anstatt ihre Krankheit zu behandeln, wird ihnen ein Quacksalber evtl. vorschlagen, ihren Körper zu "entgiften", ihn "chemisch ins Gleichgewicht zu bringen", seine "nervliche Energie" freizusetzen, ihn "in Harmonie mit der Natur zu bringen" oder angebliche "Schwächen" verschiedener Organe zu korrigieren. Die Anwendung von Methoden, die nicht messbar sind, macht es möglich, von Erfolgen zu sprechen, obwohl tatsächlich gar nichts getan und erreicht wurde.

5. Fallen sie nicht auf paranoide Behauptungen herein
Nicht konventionelle Praktiker behaupten oft, dass die Schulmedizin, Arzneimittelhersteller und der Staat sich gegen sie verschworen haben, um alles, was sie vertreten, zu unterdrücken. Für solche Theorien wurde noch nie ein Beweis angetreten. Es spricht auch wider jegliche Logik, dass eine Vielzahl von Menschen die Entwicklung von Behandlungsmethoden bekämpfen würde, die eines Tages ihnen selbst oder einem geliebten Menschen helfen könnten.

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Basics: Ganzheitliche Zahnmedizin
 

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8.) Nur wer viel und richtig trinkt, bringt volle Leistung!

Mineralwasser ist die erste Wahl, um den Flüssigkeits- und Mineralienverlust durch das Schwitzen bei den sommerlich hohen Temperaturen auszugleichen, informiert heute Diplom Diätassistentin Klaudia Pütz von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Ohne eine einzige Kalorie liefert das kühle Nass dem Körper die lebensnotwenigen Mineralstoffe, die dieser ausschwitzt. Da die Mineralstoffe im Mineralwasser in gelöster Form vorliegen, kann der Körper sie besonders gut aufnehmen. Besonders empfehlenswert ist natriumreiches Mineralwasser. Natrium beschleunigt die Flüssigkeitsaufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt und damit den Flüssigkeitsersatz. Ein Blick aufs Etikett beim Einkauf lohnt sich, das richtige auszuwählen: Es sollte über 200 Milligramm Natrium pro Liter enthalten. Leitungswasser aus dem heimischen Hahn ist im Gegensatz dazu meist mineralstoffarm. Mineralwasser ist Leitungswasser aus ernährungswissenschaftlicher Sicht deutlich überlegen. Es wird direkt am Quellort abgefüllt und häufiger und exakter geprüft als Leitungswasser. Leitungswasser ist dagegen kritisch zu betrachten. Alleine im Jahr 2002 fanden sich nach unserer Dokumentation in Zeitungen 356 Berichte über "Trinkwasservorfälle", stellt Sven-David Müller, Sprecher der Gesellschaft fest. Die Trinkwasserproblematik reichte dabei von mikrobieller Belastung des Trinkwassers bis zu erhöhtem Nitratgehalt.
Für geschmackliche Abwechslung sorgt die Mischung mit Fruchtsäften wie Apfel, Trauben-, Kirsch- oder Johannisbeersaft. Dabei sollte jedoch der Energiegehalt dieser Getränke im Auge behalten werden. Stark zuckerhaltige Limonaden, Cola, Energiedrinks, alkoholische Getränke, Kaffee und schwarzer Tee scheiden als Durstlöscher aus, so Pütz.
Um die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten, muss über den Durst getrunken werden, betont Pütz, die im Sommer täglich zwei bis 2,5 Liter Flüssigkeitsaufnahme empfiehlt. Denn wenn der Durst kommt, ist es fast zu spät und der Körper leidet bereits unter akutem Wassermangel. Der Kreislauf macht schlapp, der Blutdruck fällt und es kann zu Verdauungsproblemen bis zur Verstopfung kommen, warnt Pütz. Bei Hitze und körperlicher Anstrengung verdunstet der Körper Wasser über die Haut, um seine Temperatur zu senken. Schon bei einem Flüssigkeitsverlust von nur zwei Prozent des Körpergewichts sinkt das Leistungsvermögen. Später lassen Konzentration und Koordination nach. Selbst trockene Büroluft oder starker Wind können den Flüssigkeitsbedarf sogar verdoppeln. Trotz unseres hohen Körperwassergehalts von 60 bis 80 Prozent verfügen wir über keine Flüssigkeitsreserven, die bei Bedarf aktiviert werden könnten, erklärt Pütz. Neben dem Wasser in den Lebensmitteln sollten Erwachsene mindestens zwei bis zweieinhalb Liter täglich trinken. Um den Flüssigkeitshaushalt im Lot zu halten, ist es günstig, mindestens alle zwei Stunden ein Glas Mineralwasser zu trinken. Je nach Mineralstoffgehalt und Kohlensäurezusatz schmecken die verschiedenen Wasser ganz unterschiedlich. Die Kohlensäure hat darüber hinaus noch ganz andere Fähigkeiten: Sie trägt im Magen zur Sättigung bei, sie reinigt im Mund die Geschmackspapillen, fördert durch das Prickeln die Durchblutung und regt den Speichelfluss an. Eine Erfrischung stellt sich schnell ein. Ein Glas Wasser zwischen den Menügängen sorgt dafür, dass die Zunge sensibler und feiner auf Geschmacksunterschiede reagiert, so Pütz abschließend. Weitere Informationen zu Themen aus der Ernährungsmedizin unter http://www.ernaehrungsmed.de .

[ Quelle ots; Sven-David Müller, presse@ernaehrungsmed.de  ]

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9.) Sodbrennen kann fatale Folgen haben / Immer mehr Frauen betroffen

Saures Aufstoßen nach dem Essen, ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein oder im Rachen - alltägliche, gewöhnliche Ereignisse, die fast jeder irgendwann erlebt hat. Da hat sich die Magensäure mal in die falsche Richtung auf den Weg gemacht. "Reflux" nennen die Ärzte das Symptom und die Amerikaner sagen "heartburn" = "Herzbrennen" dazu und hielten es noch vor wenigen Jahren für eine harmlose Störung, nicht der Rede Wert. Anders heute: Von einer "Epidemie Reflux" spricht die "Münchener Medizinische Wochenschrift" und widmet fast eine ganze Ausgabe dem buchstäblich brennenden Problem. Experten bezeichnen Sodbrennen als eine neue Volkskrankheit und malen seine möglichen Folgen mit düsteren Farben an die Wand. Was ist geschehen?

Ärzte in Europa und den USA registrieren seit einigen Jahren eine dramatische Zunahme des Sodbrennens bei ihren Patienten. Heute leiden zehnmal so viele Menschen unter einer Reflux-Krankheit der Speiseröhre ("Reflux-Ösophagitis", englisches Fachkürzel: GERD) wie vor 30 Jahren. Besonders stark hat die Zahl der davon betroffenen Frauen zugenommen. Während früher viermal mehr Männer unter Sodbrennen litten, liegt das Geschlechterverhältnis heute bereits bei eins zu eins. Die Ursache für die Zunahme liegt nach wie vor im Dunklen. Viele Experten sehen den Grund in der Stressbelastung des modernen Lebens und in den veränderten Ernährungsgewohnheiten (Junkfood!).
Der Anteil der unter Reflux leidenden Menschen wird auf zwischen 18 und 40 Prozent der Bevölkerung geschätzt. Solche Schätzungen sind jedoch ausgesprochen vage, weil Patienten mit Sodbrennen nur relativ selten ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. So ergab die Befragung von 162 Patienten einer allgemeinärztlichen Praxis in Nordbayern: Bei 51 Prozent der Patienten, die ihren Arzt wegen anderer Beschwerden aufgesucht hatten, lag eine Reflux-Krankheit vor. Die häufigsten Beschwerden waren andauernde Heiserkeit und nächtliche Hustenanfälle. Der saure Magensaft ist aber auch Gift für Kehlkopf, Zähne und Atemwege: Die hochsteigende Magensäure kann die Stimmbänder angreifen, den Zahnschmelz ruinieren und eine Bronchitis verursachen.
Zum Glück lässt sich die Reflux-Krankheit heute mithilfe moderner Medikamente sehr gut behandeln. Der so genannte H2-Blocker Ranitidin-ratiopharm bewirkt bei den meisten Betroffenen rasch eine Beseitigung der lästigen Beschwerden wie saures Aufstoßen oder Sodbrennen. Im Gegensatz zu anderen H2-Blockern muss Ranitidin nicht streng nach der Uhr eingenommen werden, die Einnahme muss auch nicht zu den Mahlzeiten erfolgen.

[ Quelle: Stroebel Communications, Email: gerd.roeckl@t-online.de   ]

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10.) EU: Allergiker werden besser geschützt

Gute Kunde für Allergiker: Die Etikettierungspflicht für Zusatzstoffe in Lebensmitteln und Getränken wird ausgeweitet.

Mit der Novellierung der 20 Jahre alten Etikettierungs-Richtlinie wird die sogenannte 25-Prozent-Regel abgeschafft. Diese machte in der Vergangenheit eine Kennzeichnung von Zutaten erst ab einem Anteil von 25 Prozent des fertigen Produkts erforderlich. Allergien auslösende Inhaltsstoffe müssen künftig schon ab einem Anteil von zwei Prozent ausgewiesen werden.
Das Europäische Parlament (EP) hat somit noch vor der Sommerpause in zweiter Lesung die neue Etikettierungs-Richtlinie verabschiedet. Demnach wird eine Liste zur Kennzeichnung von Zutaten zusammengestellt, die Allergien oder andere Unverträglichkeiten auslösen können. Hierzu zählen zum Beispiel Eier-, Fisch- und Sojaerzeugnisse oder Schwefeldioxid und Sulfite. Neu in die Liste aufgenommen wurden auch Sellerie und Senf. Diese Etikettierungsvorschriften sollen auch für alkoholische Getränke gelten.
"Ein großer Erfolg für den Verbraucherschutz," kommentiert die grüne Europaabgeordnete Hiltrud Breyer die erreichten Änderungen. Jetzt müssen Zutaten grundsätzlich auch dann deklariert werden, wenn sie im Laufe eines Herstellungsprozesses verwendet, sodann jedoch wieder herausgefiltert werden. Hiervon betroffen sind vor allem Brauereien und Winzer, die teilweise Eiweiß und Fischderivate im Produktionsprozess verwenden. Für diese Stoffe soll es keine Ausnahmeregelungen mehr geben. Der EP-Berichterstatterin Christa Klaß (CDU) geht dies zu weit. Technische Hilfsstoffe bei der Produktion, die beim Endprodukt nachweislich keine Auswirkungen mehr haben, sollten nach Meinung von Klaß von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen werden.

[ Quelle + ©: taf; http://www.aerztezeitung.de/ vom 18.07   ]

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11.) Ein neues Versicherungskonzept - mehr Eigenverantwortung

Da ist jahrzehntelang palavert worden, da sind mit einer Regelmäßigkeit "Jahrhundertgesetze" auf den Weg gebracht worden und lernten noch nicht einmal Laufen, da sind Leistungserbringer verunglimpft worden und ... , doch alles hat wenig gebracht - die Mitgliedsbeiträge laufen den Gesetzlichen davon. Hauptübel ist nach unserer Meinung - von ein paar zaghaften Regelungen abgesehen - die mangelnde Einbindung des "mündigen Bürgers", des Versicherten in die Kosten des Gesundheitswesens. Auch nach neusten Verhandlungsergebnissen kann man  sich nach unserer Meinung nicht darauf beschränken, Kosten zu verlagern und Patienten mit höheren Zuzahlungen und Eigenbeteiligungen zu belasten. Dies wäre eine reine Kostendämpfung. Ohne eine echte Strukturreform werde allenfalls eine Atempause erreicht, um dann wenig später wieder über Geld zu reden - das nächste "Reförmchen" steht vor der Tür.  Einen neuen und aus unserer Sicht vielversprechenden Weg beschreitet die Deutsche BKK:

Die Deutsche BKK hat in Kooperation mit der Volkswagen Bank direct und mehreren Medizinern verschiedene, in individuell wählbaren Leistungspaketen zusammengefasste Präventions- und Therapieleistungen zur Ergänzung des gesetzlichen Leistungskatalogs entwickelt. Wettbewerber aus der privaten Assekuranz können die Ergänzungen zur Verfügung stellen, wobei im Wesentlichen die Prinzipien der gesetzlichen Krankenversicherung gelten können. "Die Zeit ist reif, die Eigenverantwortung des Versicherten zu stärken und ihm zusätzliche Wahlmöglichkeiten zu bieten", so Ralf Sjuts, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen BKK. Kern dieses neuartigen Versicherungsschutzes ist ein als durchgängiger Basisbaustein verstandenes Vorsorge-Paket. In ihm werden innovative Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bereitgestellt. Enthalten sind zum Beispiel zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche, die von vielen Kinderärzten gefordert werden.
Erwachsene können von der sportmedizinischen Vorsorge bis hin zu erweiterten Leistungen in der Krebsvorsorge ein umfassendes Präventionsangebot erhalten. Der Gesundheits-Check ab 35 Jahren wird beispielsweise um eine Lungenfunktionsprüfung und eine umfangreiche Blutuntersuchung erweitert. Pragmatisch abgerundet wird das Ganze durch verschiedene Leistungen zur individuellen Zahnprophylaxe sowie eine umfassende Auslandsreise-Krankenversicherung. Gestützt auf dieses Basispaket kann jeder gesetzlich Krankenversicherte in weiteren Ausbaumodulen seinen Versicherungsschutz Schritt für Schritt um die zusätzliche Kostenübernahme durch die Versicherungspartner für Sehhilfen, Zahnersatz und alternative Heilmethoden erweitern. Die Versicherten erhalten einen Versicherungsschutz, der zu ihrer Lebensführung passt und ihre individuellen Bedürfnisse in der Gesundheitsvorsorge berücksichtigt.

Weitere Infos unter: http://www.diebkk.de/deutschebkk/presse.nsf/

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12.) Zum Schluss: Elvis lebt (bald als Klon)

Die Krone des "King of Rock'n'Roll" kommt unter den Hammer - komplett mit dem Rest seines rechten Backenzahns. 26 Jahre nach dem Tod von Elvis Presley bietet das Online-Auktionshaus eBay das Stück aus dem Sängermund für ein Startgebot von 100.000 Dollar an. Dazu gehören ferner eine Haarlocke des ersten Idols der Teenagergeneration sowie eine limitierte Gold-LP mit der Aufnahme seines berühmten Hits "Love me tender".
Der überkronte Zahn gehörte ursprünglich Linda Thompson, einer von Elvis' Freundinnen. Er wurde vom Elvis Presley Museum gekauft, bevor er in den Besitz eines Unternehmers aus Florida gelangte, der jetzt seine Elvis-Schätze über eBay zum Verkauf anbietet.
Wie der Konservator der Kollektion, Anthony DeFontes, mitteilte, gibt es für den Zahn bereits Interessenten. Darunter sei eine europäische Firma, die aus dem Zahn DNA extrahieren wolle, um Elvis zu klonen. Doch der derzeitige Besitzer sei an dem Angebot nicht interessiert. Für ihn gebe es "nur einen Elvis".

[ New York (AFP); http://de.news.yahoo.com/030709/286/3j5bb.html ]

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