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Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 8/2005/ 1. August 2005 Herzlich willkommen bei einer weiteren Ausgabe des ZahnNewsLetters.
Allen Daheimgebliebenen "frohes Schaffen und gesundes Schwitzen" und
denen, die fern der Arbeit sind, einen erholsamen Urlaub - wo auch immer
Sie sich befinden!
Inhalt 1.) Unerwünschte Wirkungen von Zahnbleichmitteln: Immer vorher den Zahnarzt konsultieren "Weiße Zähne" sind IN, egal wie alt der Besitzer dieser Beißerchen ist. Die vor Jahren aus Amerika herübergeschwappte Zahnverschönerung hat sich inzwischen auch im deutschsprachigen Raum etabliert und so manchem Patienten zu einer subjektiven Zahnverschönerung verholfen. In unserem Zahnlexikon können Sie sich ausführlich unter dem Stichwort "Bleichen" informieren und auch lesen, dass diese Aufhellung im Prinzip nach heutigem Wissensstand ungefährlich ist, wenn man die Grundregeln beachtet und nicht auf eigene Faust seine Zähne im strahlenden Weiß erscheinen lässt. Das Schweizer "Bundesamt für Gesundheit" (BGA) hat jüngst eine deutliche Warnung vor unbeaufsichtigtem Bleichen herausgegeben, welche wir der "Zahnarztwoche" (DZW) entnommen haben:
"Das Schweizer "Bundesamt für Gesundheit" (BGA) empfiehlt, angesichts
der Tatsache, dass "weiße Zähne voll im Trend liegen" und das Angebot
an Bleichmitteln rasant wächst, regelmäßiges "Zahnbleaching nicht ohne
vorherige Konsultation des Zahnarztes" durchzuführen. "Falsch
angewendet stellen Zahnbleichmittel ein Gesundheitsrisiko dar", heißt
es in der BGA-Veröffentlichung aus der Schweiz. "Eine gesunde
Mundhöhle und eine korrekte Anwendung der Produkte zur Aufhellung der
Zähne sind wichtige Bedingungen, damit der Gesundheitsschutz
gewährleistet ist." Anfang2.) Rostocker "Wundermittel" lässt Knochen wachsen Mit einer neuartigen Substanz gelingt es, Knochen im
menschlichen Körper zu regenerieren. Entstehen etwa bei
Zahn-Operationen Verluste an Knochensubstanz im Kiefer, so lassen sich
diese durch das neue Material schließen. Dabei fungiert die Substanz
nicht einfach als Lückenfüller, sondern regt den Körper an, die
Verluste aus eigener Kraft zu ersetzen. Entwickelt wurde die Substanz
durch die Rostocker Firma Artoss, eine Ausgründung der Universität
Rostock, und der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und
Plastische Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Rostock. Im
Januar wurde die Substanz für den Markt zugelassen, seitdem kommt sie
auch Patienten zugute. Bundesweit fanden sich bereits rund 400
Anwender. Derzeit kümmert sich die Firma um den Vertrieb in der ganzen
Europäischen Union. "Zunächst einmal brauchen wir ein Loch - und dann
so genannte Startersubstanzen, die dem Körper gewissermaßen die Idee
geben, Knochen an der Stelle wachsen zu lassen, wo er fehlt",
beschreibt Professor Dr. Dr. Dr. h.c. Karsten Gundlach, Direktor der
Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische
Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Rostock, die Funktionsweise
der neuen Substanz. Gundlach bezeichnet sie augenzwinkernd als
"Wunderstoff", weil sie nicht einfach dazu dient, beispielsweise nach
einer Zahn-Operation das entstandene Loch zu füllen, sondern weil die
Substanz aus Kalzium und Phosphat dafür sorgt, dass der Körper es von
selbst vornimmt. "Und körpereigene Substanzen sind immer besser als
Fremdmaterial", so Professor Gundlach. Die einmal eingebrachte
Substanz wird nach und nach wieder abgebaut. Begonnen wurde mit der
Entwicklung des Stoffs bereits vor sechs Jahren in der Rostocker
Zahnklinik. Vor zwei Jahren gründete sich die Firma Artoss aus, um die
Substanz eigenständig zu vermarkten. Im Januar erfolgte die Zulassung
für den Markt. "Das Feedback ist erschlagend", sagt Dr. Walter Gericke,
Geschäftsführer von Artoss. Binnen weniger Monate fanden sich etwa 400
Anwender bundesweit. Jetzt peilt die Firma den EU-Markt an - und auf
lange Sicht den Weltmarkt. Die Zulassung für 25 Länder hat Gericke
bereits in der Tasche. Derzeit arbeiten bei Artoss sieben Mitarbeiter,
aber noch in diesem Jahr solle das Personal aufgestockt werden, so
Gericke. "Das neue Produkt ist viel besser als das, was sonst auf dem
Markt ist", lobt Professor Gundlach, der die Substanz in Rostock als
erster anwendete. "Wir haben seit Februar zwischen 30 und 40 Patienten
behandelt. Die Ergebnisse sind sehr gut, das Material lässt sich
hervorragend verarbeiten und ist überaus gewebeverträglich", so
Gundlach. Vor allem werde die Substanz bei kleineren Defekten
eingesetzt - entstanden etwa durch Parodontose, der, so Professor Dr.
Dr. Kai-Olaf Henkel, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Mund-,
Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, häufigsten Erkrankung der
erwachsenen Bevölkerung. Aber auch größere Reparationen seien möglich:
Nach der Entfernung von Tumoren oder Zysten sei es gelungen, selbst
hühnereigroße Defekte repariert worden. Anfang3.) Patienten wünschen Qualität und Beratung beim Zahnarzt
4.) Strahlende Mineralwässer - nicht geeignet für Säuglinge Mineralwasser, das mit dem Zusatz "Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" versehen ist, sollte kein Uran enthalten. Dieses Fazit zieht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), nachdem es die Urangehalte von Mineralwässern gesundheitlich bewertet hat. "Uran ist, wie andere Schwermetalle auch, ab bestimmten Konzentrationen giftig. Da Säuglinge besonders empfindlich reagieren, müssen bei ihnen strengere Maßstäbe angelegt werden als bei Erwachsenen", sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Für den Gehalt von Uran in Mineralwasser gibt es bisher keinen Grenzwert. Die Weltgesundheitsorganisation geht für Erwachsene davon aus, dass Urangehalte im Trinkwasser bis 15 µg je Liter aus gesundheitlich Sicht tolerierbar sind. Bis eigene Höchstmengen für Mineralwasser festgelegt werden, kann dieser Trinkwasserwert nach Ansicht des BfR hilfsweise angewendet werden. Die Untersuchungsbehörden der Bundesländer hatten über 1.500 Proben von Mineralwässern aus Deutschland auf ihren Gehalt an Uran untersucht. Uran ist ein auf der Erde weit verbreitetes giftiges und radioaktives Schwermetall. Uranverbindungen können daher natürlicher Bestandteil von Gesteinen und Mineralien sowie von Wasser, Boden und Luft sein. Spuren von Uran sind daher auch in vielen Lebensmitteln und natürlich auch in Wasser nachweisbar. Wie alle Schwermetalle kann Uran, wenn der Körper größere Mengen davon aufnimmt, auch die Funktion der Nieren beeinträchtigen. Der Mensch und insbesondere Säuglinge, als eine der empfindlichsten Bevölkerungsgruppen, sollten daher so wenig Uran wie möglich aufnehmen. Eine Quelle der Uranaufnahme sind natürliche Mineralwässer. Bei seiner Passage durch die verschiedenen Gesteins- und Bodenschichten kann das Wasser dort vorkommende Uranverbindungen aufnehmen. Nach Auffassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Belastung von Trinkwasser bis 15 µg je Liter für Erwachsene gesundheitlich akzeptabel. Das BfR geht davon aus, dass auch bei dem Genuss von Mineralwasser mit Urangehalten bis zu dieser Menge mit keiner gesundheitlichen Gefährdung des Verbrauchers gerechnet werden muss. Die Behörden der Bundesländer haben bei ihrer Untersuchung von Mineralwässern aus deutschen Brunnen festgestellt, dass rund 97 % der 1.530 Proben dieser Anforderung genügen. Zunehmend wird Mineralwasser aber auch zur Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet. Hier sind strengere Maßstäbe anzulegen. Da Säuglinge besonders empfindlich auf Schwermetalle und damit auch auf Uran reagieren, sollte aus Vorsorgegründen in Mineralwässern, die speziell als "Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" ausgelobt werden, kein Uran enthalten sein. Immerhin erfüllen noch 44 % der untersuchten Mineralwässer diese Anforderung. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Homepage (http://www.bfr.bund.de/cm/208/uran_in_mineralwasser.pdf). Anfang5.) Was so alles für die Zähne gut ist Löcher in den Zähnen - sprich Karies - bekommt man von
Kohlenhydraten wie Zucker oder Stärke unter Anwesenheit von Bakterien.
Sind die Zuckerwaren besonders klebrig und die Mundhygiene nicht
optimal, so haben es die Kariesbakterien besonders leicht, mittels der
von ihnen produzierten Säuren die Zahnoberfläche zu entkalken. An
dieser schon lange bekannten Tatsache hat sich auch bis heute nichts
geändert. Wir wundern uns dann immer wieder über "Studien", die
entweder verharmlosen oder genau das Gegenteil behaupten. Jüngste
"Verdummung" ist die Behauptung, dass Rosinen gut für die Zähne seien. Fazit: Glauben Sie nicht alles
was gedruckt ist - wir bemühen uns weiterhin, Ihnen Tatsachen ohne
finanzielle Interessen zu vermitteln. Und wenn Sie auf der Suche nach
zahnfreundlichen Produkten sind, so schauen Sie doch mal bei dem
"Zahnmännchen mit dem Schirm" vorbei:
http://www.zahnmaennchen.de/produkte/prod_start.htm - garantiert nicht
von der Zuckerindustrie gesponsert! Anfang6.) Schmerzmittelinfos sollen aktualisiert werden: Bald verschärfte Warnhinweise
[ sth/dpa in zm Newsletter ] Anfang7.) "Praxisgebühr" - wie mit Sprache Politik gemacht wird (fst). Mit den geplanten Bundestagswahlen herrscht in den Sprachlaboren der Parteien Hochbetrieb. Denn mit Sprache wird Politik gemacht. Welche Botschaft auch immer vermittelt werden soll - der Begriff "Reform" darf nicht fehlen. Dabei ist "Reform" zu
einem Hülsenbegriff für jedes beliebige Vorhaben von Politikern
geworden, sagt der Frankfurter Sprachwissenschaftler Professor Horst
Dieter Schlosser. Willy Brandt hatte als Ziel einer Reform noch
ausgegeben, sie solle das Leben der Menschen verbessern. Heute dagegen
meint eine "Reform" im Politikerjargon meist die Schlechterstellung von
Bürgern oder Arbeitnehmern. Schlosser analysiert seit vielen Jahren den
politischen Sprachgebrauch - und hat deutliche Veränderungen
festgestellt. So wird statt "Sozialstaat" immer häufiger von
"Sozialsystemen" gesprochen, die "gesichert" werden sollen. "Der an sich
schon abstrakte und wandlungsfähige Begriff ‚Sozialstaat‘ wird durch
einen noch abstrakteren ersetzt, der gar nichts mehr über die konkreten
Inhalte aussagt", sagte Schlosser der "Ärzte Zeitung". Verschleiern und
Tarnen - das ist auch das Ziel der Wortwahl von Gesundheitspolitikern.
Anfang8.) Deutsche sparen auch an der Gesundheit (ots) - Die Deutschen haben ihr Gesundheitsverhalten in den vergangenen zwölf Monaten infolge der Gesundheitsreform deutlich verändert und mit großer Mehrheit (77%) eine oder mehrere "Sparmaßnahmen" ergriffen. Nach eigenen Angaben verzichteten 40 Prozent der Bevölkerung im Krankheitsfall auf Medikamente und griffen stattdessen auf altbewährte "Hausmittel" zurück. 15 Prozent nahmen weniger rezeptpflichtige Medikamente ein, um Zuzahlungen einzusparen; 21 Prozent kauften weniger rezeptfreie Medikamente. 23 Prozent haben ihr Medikamenten-Einnahmevolumen zwar nicht grundsätzlich reduziert, aber auf preisgünstigere Arzneimittel zurückgegriffen. Gleichzeitig setzt sich die in Deutschland seit Jahren rückläufige Tendenz zum Arztbesuch unvermindert fort: Gaben 1998 noch 56 Prozent der Deutschen an, gleich zum Arzt zu gehen, wenn sie sich unwohl fühlen oder spüren, dass sie krank werden, so sind dies aktuell nur noch 29 Prozent (Vorjahr: 35%). Rund 20 Prozent der Bundesbürger verschoben auf Grund der Praxisgebühr eigentlich sinnvolle Arztbesuche oder unterließen diese ganz. Insgesamt sind die Bundesbürger bezüglich der Entwicklungen im Gesundheitswesen nach wie vor stark verunsichert und erleben ein turbulentes Durcheinander der verschiedenen Reformansätze und Beteiligten. Dies ergab jetzt die groß angelegte Studie "Health Care Monitoring 2005" des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG zum deutschen Gesundheitsmarkt. 1.504 Bundesbürger ab 16 Jahren wurden dazu repräsentativ befragt. Gesundheit wird zunehmend selbst organisiert Die Selbstmedikationsbereitschaft der Deutschen liegt auf hohem
Niveau: 56 Prozent versuchen sich, wann immer es geht, zunächst mit
rezeptfreien Medikamenten selbst zu helfen. Die monatlichen Ausgaben für
rezeptfreie Medikamente (OTC-Präparate) haben sich im vergangenen Jahr
durchschnittlich um 10% erhöht. Der Apotheker schlüpft zunehmend in eine
beratende Rolle und der Gang in die Apotheke wird zum "kleinen
Arztbesuch zwischendurch". Dem preisgünstigen Kauf von rezeptpflichtigen
Medikamenten über Internet- oder Versandapotheken sind mittlerweile 20
Prozent der Deutschen gegenüber aufgeschlossen. Sechs Gesundheitstypen Im Rahmen des "Health Care Monitoring 2005" wird auch eine neue Gesundheitstypologie vorgestellt. Demnach lässt sich die Bevölkerung im Hinblick auf Gesundheitseinstellungen und Gesundheitsverhalten trennscharf in sechs Typen einteilen: "Informierte" (17%), "Souveräne" (16%), "Ängstliche" (14%), "Bequeme" (21%), "Nachlässige" (15%) und "Desinteressierte" (18%). Die verschiedenen Gruppen unterscheiden sich sehr deutlich hinsichtlich ihrer Informiertheit über gesundheitliche Themen, der Einstellungen und Aktivitäten bei der Behandlung und Gesundheitsvorsorge sowie in ihrer Beziehung zum Gesundheitssystem insgesamt.
Anfang9.)
Ärztliche
Behandlungsfehler unter der Lupe Anfang10.) Der neue "Apothekenkatalog" vergleicht die Preise rezeptfreier Medikamente (ots) - Apothekenkunden können im neuen Verbrauchermagazin die
Preise rezeptfreier Arzneimittel vergleichen - die Preisbindung dieser
Produkte ist seit 2004 aufgehoben. Helga Kühn-Mengel, die
Patientenbeauftragte der Bundesregierung, begrüßt "mehr Wettbewerb im
Dienste der Verbraucher" und fordert die Kunden auf, ihren Apotheker
nach preisgünstigeren Medikamenten zu fragen. Das
Apotheker-Pflichtblatt "Pharmazeutische Zeitung" hält die Debatte
jedoch für "fragwürdig und polemisch". Anfang11.) Ist in Fastfood alles drin, was der Körper braucht? - Der Fastfood-Check (aid) - Eine ausgewogene Ernährung ist der Schlüssel zum
Wohlbefinden. Immer häufiger wird jedoch außer Haus gegessen und der
Trend zum Essen auf die Schnelle ist ungebrochen. Kann Fastfood den
Bedürfnissen unseres Körpers und den Ansprüchen an eine gesunde
Ernährung gerecht werden? Ein kleiner Check mit der
aid-Ernährungspyramide soll Aufschluss darüber geben. Dass Fastfood generell Dick macht, scheint ein Ammenmärchen zu
sein. Die
Ärztezeitung schreibt in einem Kommentar von Thomas Müller dazu: Anfang
12.)
Tag der Zahngesundheit
2005: "Gesund beginnt im Mund - und zwar zuhause" Am 25. September ist es wieder soweit: Der
"Tag der Zahngesundheit" wird bundesweit mit Events auf das Thema
Mundhygiene aufmerksam machen. Krankenkassen,
Landesarbeitsgemeinschaften, Gesundheitsämter und auch viele Zahnärzte
organisieren zu diesem Zeitpunkt ihre eigenen Veranstaltungen, an
denen wieder zahlreiche Besucher teilnehmen und über die viele Medien
– vom Regionalblatt über Tageszeitungen und Zeitschriften bis zum
Hörfunk und Fernsehen – berichten werden. Um Interessierten eine
bessere Orientierung und gleichzeitig den Veranstaltern eine größere
öffentliche Wahrnehmung zu ermöglichen, hat der Aktionskreis "Tag der
Zahngesundheit" eine Homepage eingerichtet – mit einem Verzeichnis von
Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiets. Anfang13.)
"Explodierende
Arzneimittelkosten" - Ministerium wirft Selbstverwaltung klägliches
Versagen vor Anfang
14.)
Zum Schluss: Dr. Frankensteins Wiedergeburt Anfang
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