Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 08/2006/ 1. August 2006

Ein "Eckpunktepapier" zur Gesundheitsreform ist verabschiedet worden und soll nun mit Leben erfüllt werden. Fragt sich nur mit welchem und wie die eigentlichen Akteure dazu stehen. Nach einem ersten Augenschein fehlt es wiederum an richtungweisenden Reformen und die nächste kräftige Beitragserhöhung ist für 2007 schon angekündigt. Also doch nur wieder ein neues Spargesetz? Fortschritte in der Medizin zum Nulltarif? Ein längeres Leben ohne Gesundheitsmehrkosten? All dies wohl kaum, aber eins lässt uns hoffen: Die geplante Privatisierung der Folgekosten von Piercings und Tätowierungen ist der große Wurf und dürfte auf Dauer die Kassen merklich entlasten. Ein Tor, um im Jargon der vergangenen WM zu bleiben, der da von einem "faulen Kompromiss" spricht! Ach so, da war doch noch das Wort von unserer Bundeskanzlerin: Merkel sagte im RTL-Sommerinterview, die Beiträge würden dann "über längere Zeit nicht steigen". Sie mögen es ja vielleicht glauben - wir sind da etwas zurückhaltender. Zu oft waren schon solche Glücksbotschaften von höchster Stelle zu hören.
Und zur Eigenverantwortung jedes Einzelnen für seine Gesundheit schreibt die Rheinische Post so treffend: "Wer grundsätzlich die ersten Euro an Krankenkosten selbst zahlen muss oder am Jahresende einen Teil seiner Beiträge zurückerstattet bekommt, hat einen Anreiz, seine Zähne besser zu pflegen und maßvoller zu leben. Solche Tarife für alle hat Ministerin Ulla Schmidt den Kassen bisher verboten. Das zu ändern, wäre eine echte Gesundheitsreform gewesen".

Ihre ZahnNewsLetter Redaktion


Inhalt

 1.) Obst und Gemüse beugt Mund- und Rachenkrebs vor
 2.) Kieferorthopädie - Sinnvoll oder Luxus?
 3.)
Monat der Mundgesundheit: Diabetes - Aufklärung durch den Zahnarzt ist selten
 4.) Die meisten Patienten schätzen eine Lokalanästhesie ohne Injektion
 5.)
Nur wenige Patienten wollen von ihrem Arzt eine Quittung
 6.) Gesundheitswettbewerb in der EU - Bronze für Deutschland
 7.) Mineralwasser ist das beliebteste nichtalkoholische Getränk der Deutschen

 8.)
Leichter Sommergenuss - Blattsalate in der Ernährung
 9.)
Liste zuzahlungsfreier Arzneimittel im Internet
10.)
Zahnhygiene nutzt auch Haustieren mit Mundgeruch
11.)
Deutsche Schlusslicht bei gesunder Ernährung
12.)
Obst und Gemüse verlieren an Nährwert
13.)
Zum Schluss: zuckersüße Erfrischungsgetränke
 


1.) Obst und Gemüse beugt Mund- und Rachenkrebs vor

Mundhöhlenkrebs steht weltweit an 6.Stelle der am stärksten verbreiteten, bösartigen Erkrankungen. Die Entstehung erfolgt in 80 bis 90 % der Fälle aus einer vorher intakten Schleimhaut (ohne sog. Präkanzerosen). Das häufigste in der Mundhöhle vorkommende Karzinom ist das besonders bösartige verhornte Plattenepithelkarzinom. Die geschätzte Zahl der jährlichen Neuerkrankungen in Deutschland ist bei Männern mit etwa 7.800 mehr als doppelt so hoch wie bei Frauen (etwa 3.000). Damit stehen Krebserkrankungen der Mundhöhle und des Rachens für die Männer hinsichtlich der Erkrankungshäufigkeit an achter Stelle. Ihr Anteil an krebsbedingten Sterbefällen beträgt 3,5%. Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer bei vergleichsweise niedrigen 58, für Frauen bei 63 Jahren. Diese auf früheren Datenbasen beruhenden Zahlen dürften sich nach Schätzungen des Autors in den nächsten Jahren nach unten angleichen (starke Zunahme des Tabakkonsums beim weiblichen Geschlecht).

Das Risiko an Mundhöhlenkrebs zu erkranken, ist im hohen Maße vom sozialen Status der Menschen und seinen Lebensgewohnheiten abhängig: Patienten mit Tumor im Mundraum haben im Vergleich zu Durchschnittsbürgern ein deutlich niedrigeres Bildungsniveau, waren längere Zeit arbeitslos und sind in größerer Zahl allein stehend. 90% der Tumorpatienten haben nur eine niedrige Schulbildung (Hauptschulabschluss oder ähnliches). Einen Abschluss mit Abitur können dagegen nur weniger als sechs Prozent der Untersuchungsteilnehmer vorweisen. Ebenfalls auffällig ist die im Vergleich zur Durchschnittsquote doppelt so hohe Arbeitslosigkeit bei den betroffenen Patienten sowie der mit einem Fünftel bemessene Anteil an Personen im Vorruhestand. Menschen mit Parodontitis (Zahnfleischentzündungen) entwickeln doppelt so häufig Präkanzerosen (mögliche Krebsvorstufen) und viermal so oft Mundhöhlenkarzinome wie Menschen ohne ernsthafte Zahnfleischerkrankungen.

Nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung dürfte es sich bei der Entstehung der Karzinome um ein multifaktorielles Geschehen handeln; verschiedene Risikofaktoren werden beschrieben, im Vordergrund stehen dabei der chronische Tabak- und Alkoholkonsum (sog. maligne Trias: "Rauchen, Saufen und nicht Putzen").

Zur Vorbeugung schreibt die Ärzte Zeitung:
"Wer täglich Obst und Gemüse isst, hat ein geringeres Erkrankungsrisiko für Mund-, Rachen-, Kehlkopf- oder Speiseröhrenkrebs. Dabei profitieren eher Männer als Frauen von einem solchen Ernährungsverhalten.
Das ist ein Ergebnis der europaweiten European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC)-Studie. Die Forscher analysierten die Ernährungsgewohnheiten und Lebensumstände von 130 633 Männern und 215 271 Frauen ("Cancer Causes and Control" 17, 2006, 957).
Innerhalb des Nachbeobachtungszeitraums von fast sechs Jahren erkrankten 255 Männer und 97 Frauen erstmals an Mund-, Rachen-, Kehlkopf- oder Speiseröhrenkrebs.
Nach den Daten der EPIC-Studie sinkt das Risiko für diese Krebsarten pro 80 Gramm täglich verzehrtem Obst und Gemüse durchschnittlich um neun Prozent. Bei Männern verringerte sich das Krebsrisiko um zwölf Prozent, während es sich bei Frauen um vier Prozent verminderte.
Die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Auftreten der Erkrankungen führen die Forscher darauf zurück, daß die Männer weniger Obst und Gemüse essen als Frauen. Männer profitierten daher besonders vom erhöhten Obst- und Gemüseverzehr. Besonders Menschen mit niedrigem Obst- und Gemüsekonsum sollten ihre tägliche Verzehrmenge zu erhöhen, so die Forscher.".


 [ Quellen: Ärzte Zeitung , eigene Recherchen  ]

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2.) Kieferorthopädie - Sinnvoll oder Luxus?

"Stiftung Warentest" nimmt im "test" vom Juli 2006 die kieferorthopäden Behandlungen unter die Lupe, berichtet über die verschiedenen kieferorthopädischen Maßnahmen und deren Kosten. Der uns vorliegende Artikel, der als gute Orientierungshilfe gilt und für alle Eltern empfehlenswert ist, bei deren Kindern in absehbarer Zeit eine derartige Behandlung ansteht, kann im Internet abgerufen werden unter: "Kieferorthopädie - Schöne Zähne für Ihr Kind" (2,- €). Wir vermitteln Ihnen nachfolgend eine Leseprobe.

"Bei etwa jedem zweiten Kind und Jugendlichen ist eine kieferorthopädische Korrektur erforderlich, wenn die bleibenden Zähne nach und nach die Milchzähne verdrängen. Eltern stehen dann häufig vor der Frage, ob die Grundversorgung, die die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren, für ihre Kinder ausreicht. Kieferorthopädische Extras, die schöner aussehen oder angenehmer zu tragen sind, müssen die Versicherten privat bezahlen. Oft gilt das auch für moderne Behandlungsmethoden, die über die Grundversorgung hinausgehen, medizinisch aber durchaus sinnvoll sein können – die Behandlung zum Beispiel beschleunigen. Doch die Kieferorthopäden sind gehalten, auf Kassenkosten ausschließlich „zweckmäßig, ausreichend und wirtschaftlich“ zu behandeln. Das heißt im Klartext: Wenn zwei Behandlungsmethoden medizinisch gleichwertig sind, ist die preiswertere zu wählen.
Kindern und Jugendlichen bis zu 18 Jahren steht eine Kieferkorrektur auf Kassenkosten zu, wenn sie eine Zahnfehlstellung haben, die Beißen, Kauen, Sprechen oder Atmen erheblich beeinträchtigt oder zu beeinträchtigen droht. Kieferorthopäden stufen Patienten in fünf kieferorthopädische Indikationsgruppen ein. Innerhalb dieser gibt es fünf Schweregrade von „leichter“ bis „extrem stark ausgeprägter“ Zahn- oder Kieferfehlstellung. Die Krankenkasse zahlt erst ab Grad drei – bei „ausgeprägten“ Fehlstellungen. Leicht schiefe Zähne zum Beispiel oder ein leichter Überbiss gehören zu den Indikationsgruppen eins und zwei. Sie gelten nicht als erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigung. Da Korrekturen in solchen Fällen vorwiegend kosmetischen Zwecken dienen, sind sie aus eigener Tasche zu bezahlen. Das gilt auch, wenn Patienten der kieferorthopädischen Indikationsgruppen drei bis fünf eine bequemere oder schönere Lösung wünschen. ...."   weiter ...

Auch der Bund der Deutschen Kieferorthopäden (BDK) begrüßt die sachliche Untersuchung und sagt:
"Er zeigt die Komplexität unseres Faches sehr gut auf und gibt Eltern einen guten Leitfaden, sich zu informieren, und ihnen nicht zuletzt das beruhigende Gefühl, bei den Kieferorthopäden in unserem Land auch mit Blick auf deren Beratung zu Kosten und Nutzen in guten Händen zu sein."

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3.) Monat der Mundgesundheit: Diabetes - Aufklärung durch den Zahnarzt ist selten

Vielen Diabetikern ist nicht bewusst, dass eine Parodontitis zu den häufigen Folgeerkrankungen gehört, bzw. dass sich umgekehrt Parodontitis negativ auf den Diabetes auswirken kann. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid, die im Rahmen des "Monats der Mundgesundheit" vorgestellt wurde.

Allein in Deutschland gibt es ca. sechs Millionen diagnostizierte Diabetiker, die Dunkelziffer beläuft sich nach Schätzungen aber auf acht Millionen. Die Stoffwechselerkrankung kann schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Augen-, Nieren- und Nervenschäden, das diabetische Fußsyndrom aber auch Parodontitis nach sich ziehen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag von Colgate-Palmolive wurden 1.500 Patienten mit Typ-II-Diabetes über ihre Kenntnisse zu den möglichen Begleiterkrankungen, ihrer Einstellung zur Oralprophylaxe und Erfahrung mit der gesundheitlichen Aufklärung durch den Arzt befragt. Zwar wusste die überwiegende Mehrheit der Befragten, dass Diabetes im Zusammenhang mit anderen Krankheiten steht. Doch nur 36 Prozent gaben eine Entzündung des Zahnhalteapparats als mögliche Folge ihrer Grunderkrankung an. Am häufigsten wurden genannt: Augenerkrankungen (92 Prozent), Erkrankungen der Füße (83 Prozent) und Herzerkrankungen (75 Prozent). Zudem wussten nur 38 Prozent, dass Parodontitis den Diabetes negativ beeinflussen kann.

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) sieht daher einen großen Aufklärungsbedarf zur Wechselwirkung von Diabetes und Mundraumerkrankungen. Als weiteres Ergebnis dieser Umfrage wurde ein hohes Engagement bezüglich der Mundhygiene ermittelt: 61 Prozent gaben an, Vorbeugemaßnahmen gegen Parodontitis durchzuführen oder diese beim Zahnarzt in Anspruch zu nehmen. Knapp die Hälfte der Befragten besucht zwei Mal pro Jahr den Zahnarzt für Kontrolluntersuchen, doch nur 26 Prozent lässt regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen. "Dies zeigt angesichts der Risikosituation dieser Patienten noch präventive Potenziale", betont Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der BZÄK. Die Emnid-Studie hat zudem ergeben, dass die Aufklärung über die Wechselbeziehungen zwischen Diabetes und Parodontitis selten vom Zahnarzt vorgenommen wird: Lediglich 13% der Befragten gaben an, dass sie in der Zahnarztpraxis informiert worden sind. "Hier besteht akuter Handlungsbedarf", betont der medizinisch-wissenschaftliche Leiter von Colgate-Palmolive, Michael Warncke. Im Rahmen des diesjährigen "Monats der Zahngesundheit" ist auch eine Broschüre mit dem Titel "Alles in Balance? - Diabetes und Mundgesundheit" erschienen. Hier erhalten Patienten umfangreiche Informationen über die Wechselbeziehungen zwischen Diabetes und Parodontitis; ==>  www.monat-der-mundgesundheit.de

 [  FVDZ-NewsLetter  ]

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4.) Die meisten Patienten schätzen eine Lokalanästhesie ohne Injektion

Zu den interessanten Neuheiten der IDS 2005 zählte das Parodontal-Gel Oraqix von Dentsply DeTrey, Konstanz. Es eröffnet die Möglichkeit zur Lokalanästhesie ohne Injektion bei der vorbeugenden Parodontalbehandlung. Unter den ersten Anwendern in Deutschland waren die Zahnärzte Benedikt und Stefanie Stehmann. Im Folgenden schildern sie ihre Erfahrungen mit dem neuen Präparat.
„Das zur IDS 2005 vorgestellte Parodontal-Gel Oraqix enthält als aktive Bestandteile die beiden bewährten Lokalanästhetika Lidocain und Prilocain. Dank der besonderen Formulierung als thermoreversibles Gel ist das Präparat bei Raumtemperatur flüssig, bildet jedoch unter dem Einfluss der Körpertemperatur eine festere Gelstruktur aus. So kann Oraqix, statt der Injektion mit einer Spritze, mit einem stumpfen Applikator leicht in den Parodontalsulkus eingebracht werden. Es lässt sich daher speziell für die Lokalanästhesie bei Kürettagen und Wurzelglättungen verwenden.
Oraqix hat sich in unserer Praxis auf Anhieb einen festen Platz erobert. Aus der Parodontaltherapie ist es nicht mehr wegzudenken. Denn das Parodontal-Gel gibt uns die Möglichkeit, in vielen Fällen, in denen eine Anästhesie nötig ist, ohne eine Injektion auszukommen.
Für eine ganze Reihe von Patienten verknüpft sich die Vorstellung von einem Zahnarztbesuch immer noch unmittelbar mit der Spritze. Sie stellt sogar eine Hemmschwelle bei der Entscheidung für notwendige Maßnahmen dar. Gerade Parodontalbehandlungen werden gern einmal als unnötig oder aufschiebbar angesehen. Dabei lässt sich mit einer konsequenten Kombination aus häuslicher Mundhygiene, professioneller Zahnreinigung und – falls nötig – subgingivaler Kürettage so mancher Zahnverlust vermeiden oder zumindest viele Jahre hinauszögern.
Genau hier entfaltet Oraqix eine psychologische Wirkung auf den Patienten, die kaum überschätzt werden kann. Eine schmerzarme Therapie ohne Spritze – das hat viele Patienten überzeugt. Die konsequente Parodontalbehandlung inklusive Recall wird jetzt bereitwilliger akzeptiert, was die Erfolgschancen deutlich erhöht. Dies stärkt nicht zuletzt die Prophylaxe als einen unserer Praxisschwerpunkte.
Das Parodontal-Gel wird einfach aus einem stumpfen Applikator in den Sulkus gegeben und sorgt nach einer Einwirkzeit von 30 Sekunden für eine Anästhesie, welche mit rund 20 Minuten Wirkdauer für die Behandlung eines Quadranten meist vollkommen ausreicht. Bei Bedarf applizieren wir einfach ein zweites Mal.
Im Anschluss an die Behandlung verbleibt beim Patienten keinerlei Taubheitsgefühl. Selbst umfangreiche Kürettagen und Wurzelglättungen können ohne Behinderung durch das Gel und bei effektiver Schmerzausschaltung durchgeführt werden. Dies wird auch durch mehrere klinische Studien (siehe Literaturkasten) unterstrichen.
Ein beispielhafter Fall aus unserer Praxis zeigt die typische Reaktion besonders deutlich: Bei einer Patientin wurde in einer Sitzung auf der linken Seite eine Leitungsanästhesie für das Legen einer Füllung und auf der rechten Seite eine Lokalanästhesie mit Oraqix für eine Parodontalbehandlung vorgenommen. Ihre anschließende Beurteilung: Die Betäubung links sei unangenehm gewesen, auf der rechten Seite dagegen angenehm. Schmerzen habe sie nicht verspürt, es habe „nur etwas geruckelt“. In der Parodontaltherapie stellt sich Oraqix für uns als echtes Zaubermittel dar.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Zahnarztbesuch für viele Patienten ein erfreulicheres Ereignis darstellt. Denn erstmals können wir jetzt anästhesieren, ohne durch die Injektion gleich zu Anfang der Behandlung einen stechenden Schmerz hervorzurufen. Nach der Sitzung verlassen die Patienten die Praxis ohne das bekannte unangenehme Taubheitsgefühl. Diese Vorteile werden als eine wirklich neue zahnärztliche Leistung hoch geschätzt.

 [ ©: Zahnärzte Benedikt Stehmann und Stefanie Stehmann, Castrop-Rauxel in DZW ]

 Basics: Lokalanästhesie  im  Zahnlexikon-Online

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5.) Nur wenige Patienten wollen von ihrem Arzt eine Quittung

(juk). Nach dem Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage würden es 68 Prozent der GKV-Versicherten begrüßen, wenn ihnen ihr Arzt automatisch jedes Quartal eine Patientenquittung ausstellen würde. Nur elf Prozent der 1005 Befragten gaben allerdings an, den Arzt, das Krankenhaus oder die Krankenkasse schon einmal um ein solche Kostenübersicht gebeten zu haben.

Das Ergebnis passt zu Erfahrungen, die 2002/2003 bei einem Modellversuch in Rheinhessen gemacht wurden: Im Schnitt wollten damals nur zehn Prozent der Patienten eine Kostenübersicht haben. Drei Jahre später scheint das Interesse nicht größer zu sein, obwohl Patienten inzwischen einen Anspruch auf die Quittung haben. "Bei Ärzten ist das kein großes Thema", faßt Sprecher Andreas Daniel die Erfahrung der KV Westfalen-Lippe zusammen.

Gründe für das laue Interesse nennt die Umfrage nicht. "In die Ursachenforschung sind wir nicht gegangen", sagt Dr. Daniel Dettling, Vorstandsvorsitzender der Politikberatungsorganisation berlinpolis, die die Befragung in Auftrag gab. Aus den Antworten läßt sich ableiten, daß die Mehrheit der Patienten nichts von ihrem Recht auf Quittung weiß. "Die Kassen müßten die Versicherten mehr informieren", so KBV-Sprecher Dr. Roland Stahl.

[ © : Ärztezeitung ]

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6.) Gesundheitswettbewerb in der EU - Bronze für Deutschland

Beim Europäischen Gesundheitskonsumentenindex (EGKI) 2006 gab es für Deutschland Bronze. Den ersten und zweiten Platz beim Vergleich der Gesundheitssysteme der 26 EU-Länder belegten Frankreich und die Niederlande.

Das Leistungsangebot und der Zugang zur medizinischen Versorgung sind in Deutschland europaweit Spitze. In Punkto Patientenrechte und -information hingegen kann sich das deutsche Gesundheitssystem zum Beispiel von den Niederlanden noch ein Scheibchen abschneiden.
Auf Platz 3 landete das deutsche Gesundheitssystem dem EGKI zufolge jedoch unter anderem, weil in Deutschland die zahnärztliche Versorgung zum Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenversicherung gehört. Top ist aus Sicht des HCP zudem, dass Patienten Zuschüsse für Verordnungen erhalten und die Arzneimittelversorgung immer auf dem neuesten Stand ist. Auch mit dem Fehlen von Wartlisten und dem Recht auf eine (zahn)ärztliche Zweitmeinung konnte Deutschland punkten.

Zu bemängeln sei hingegen, dass es in Deutschland kein Patientenrechtsgesetz gib und es an aktuellen und verständlichen Infos zu Arzneimitteln mangelt. Auch hätten Deutsche das Nachsehen zum Beispiel im Vergleich zu Finnen, Esten oder Schweden in Bezug auf die Qualität bestimmter medizinischer Leistungen. So erzielten die nordischen Länder bessere Ergebnisse bei den Sterberaten nach Brust- oder Darmkrebs oder hinsichtlich des Auftretens von Infektionen mit multiresistenten Staphylokokken-Erregern.

Erstmals hat das in Brüssel ansässige schwedische Unternehmen Health Consumer Powerhouse (HCP) die Gesundheitssysteme aller 25 EU-Länder sowie der Schweiz einer kritischen Prüfung aus Sicht der Patienten unterzogen. Neben Befragungen von Patientenorganisationen und Verantwortlichen aus dem Gesundheitsbereich zog das HCP offizielle Quellen, wie die WHO und die OECD, zu Rate.

Der Ländervergleich erfolgte anhand der Kategorien "Patientenrechte und -information", "Wartezeiten", "medizinische Qualität", Leistungsangebot" und "Arzneimittel". Für Arne Bjrönberg, der für den Index verantwortlich zeichnet, wurde dabei deutlich: "Gesundheitssysteme mit einer langen Tradition und einem Mix aus öffentlich-rechtlicher und privater Finanzierung bieten den besten Service aus dem Blickwinkel der Verbraucher."

[©: ps, zm-online.de ]

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7.) Mineralwasser ist das beliebteste nichtalkoholische Getränk der Deutschen

(OTS) Knapp drei Viertel der Deutschen (73 Prozent) trinken mindestens einmal täglich Mineralwasser. Damit ist Wasser das mit Abstand beliebteste und meistgetrunkene alkoholfreie Getränk in Deutschland. Auf Platz zwei folgen Fruchtsäfte, die von rund 13 Prozent der Deutschen mindestens einmal täglich getrunken werden. Cola-Getränke belegen mit acht Prozent den dritten Platz. Das sind zentrale Ergebnisse der neuen stern-Studie TrendProfile zum Thema alkoholfreie Getränke, repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ab 14 Jahre.
Mehr als 90 Prozent der Wassertrinker konsumieren hauptsächlich Wasser mit Kohlensäure, 35 Prozent von ihnen bevorzugen wenig Kohlensäure und 17 Prozent genießen in erster Linie stilles Wasser. Dabei unterscheiden sich die Wasser-Trinkgewohnheiten von Männern und Frauen deutlich: Männer bevorzugen Wasser mit Kohlensäure, Frau-en dagegen eher mit wenig oder ganz ohne Kohlensäure. Als wichtigstes Motiv für den Mineralwasserkonsum wird der Beitrag zur gesunden Ernährung angegeben (81 Prozent). Mehr als jeder Dritte trinkt Wasser dabei nicht als Durstlöscher, sondern häufig zwischendurch, bevor Durst überhaupt entsteht. Jeder Vierte ist beim Mineralwasserkonsum offen für neue Geschmacksrichtungen und probiert generell gern neue Wassersorten aus.
Zu Cola-Getränken und Limonaden greifen grundsätzlich eher Männer als Frauen. Außerdem werden Cola-Getränke von den unter 30-Jährigen überdurchschnittlich häufig getrunken, der Wasserkonsum nimmt mit zunehmendem Alter zu.
Gerolsteiner (83 Prozent) und Apollinaris (82 Prozent) sind die bekanntesten und sympatischsten Mineralwassermarken. Bei der Verwendung liegt jedoch die Discountmarke Werretaler von Aldi vorn. Mit 23 Prozent ist dies das am häufigsten getrunkene Mineralwasser in Deutschland. Bei Cola-Getränken und Limonade dominiert Coca-Cola die Beliebtheit und die Verwendung, dicht gefolgt von Pepsi und der Aldi-Marke River Cola.

[©: stern-Studie "Alkoholfreie Getränke", Ulrike Woltering, E-Mail: woltering.ulrike@guj.de  ]

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8.) Leichter Sommergenuss - Blattsalate in der Ernährung

(aid) - Wer im Sommer auf die schlanke Linie achten will oder auch nur so dem Körper etwas Gutes tun mag, liegt mit Salat genau richtig. Knackige Sommersalate wie Kopf- und Eisbergsalat, Kraussalat oder Lollo Rossa sind ein kalorienarmer und gleichzeitig gesunder Sommergenuss. Die grünen oder rot-grünen Blätter versorgen den Organismus mit Beta-Carotin, Vitamin B1, B2, und B6 sowie Vitamin C. Vor allem Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor und Magnesium sowie das „blutbildende“ Spurenelement Eisen sind in einer Portion Salat enthalten.
Der Energiegehalt der meisten Salatarten liegt gerade bei 15 bis 20 Kilokalorien pro 100 Gramm. Trotz seines Wasserreichtums sättigt Salat gut, denn die in ihm enthaltenen Ballaststoffe quellen im Darm und beeinflussen auch die Verdauung positiv. Günstig für den Stoffwechsel ist ebenfalls der relativ niedrige Natrium- und der hohe Kaliumgehalt, der eine Entwässerung („Entschlackung“) des Körpers fördert. Da Salat roh verzehrt wird, gehen keine Vitamine und Mineralstoffe durch Erhitzen oder Kochen verloren. Vor allem die satt grünen Salatblätter enthalten wertvolle Inhaltsstoffe. Abgesehen von den äußeren Blättern, die mehr Nitrat und Schadstoffe enthalten können, sollten sie deshalb nach Möglichkeit mitverwendet werden. Der „Salat-Teller“ ist glücklicherweise in vielen Kantinen und Restaurants nicht mehr nur als Beilage, sondern auch als Hauptgericht Dauergast auf der Speisekarte. Mit einem kalorienarmen Essig-Öl-Dressing steht einer leichten und gesunden Ernährung also auch in der Mittagspause oder im Urlaub nichts entgegen.

aid, Ira Schneider ]

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9.) Liste zuzahlungsfreier Arzneimittel im Internet

Patienten können sich ab sofort im Internet über zuzahlungsfreie Arzneimittel informieren. Die entsprechende Liste ist unter www.gkv.info (im ganz rechten Kasten) abrufbar und gilt für alle gesetzlich Versicherten.

Die Informationen werden alle zwei Wochen aktualisiert. Seit Anfang Juli entfällt bei mehr als 2.000 Arzneimitteln die bislang übliche Zuzahlung von fünf bis zehn Euro. Hintergrund ist der Preiskampf der Generikahersteller, der durch das seit Mai geltende Arzneimittel-Sparpaket der großen Koalition ausgelöst wurde.

Zuzahlungsbefreiungen sieht das Gesetz bei Mitteln vor, deren Preis 30 Prozent unter dem von den Kassen bezahlten Festbetrag liegt. Da Versicherte verstärkt zu diesen günstigen Mitteln greifen sollen, erwartet der Gesetzgeber Einsparungen für die Kassen.

Für alle Präparate, die von den Kassen nicht ausdrücklich von der Zuzahlung befreit wurden, gelten weiterhin die mit der Gesundheitsreform Anfang 2004 eingeführten Zuzahlungsregelungen.

[ ©: zm-online.de ]

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10.) Zahnhygiene nutzt auch Haustieren mit Mundgeruch

Zu Claudia Kellermeier kommen täglich besorgte Hunde- und Katzenbesitzer, alle mit derselben Frage: "Mein Tier riecht aus dem Maul - ist das normal?" Claudia Kellermeier ist Tierärztin und Leiterin der Zahnsprechstunde an der Klinik und Poliklinik für kleine Haustiere der Freien Universität Berlin, und ihre Diagnose lautet: Mundgeruch bei Tieren ist weit verbreitet, doch harmlos ist er nicht. Er deutet immer auf gesundheitliche Probleme mit den Zähnen hin. "Erstes Anzeichen und ein sicheres Indiz ist der Mundgeruch. Manche Tiere fressen auch nicht mehr richtig oder haben Probleme zu kauen. Viele Katzen führen die Pfote ans Mäulchen, als ob sie versuchten, sich etwas aus den Zwischenräumen der Zähne zu entfernen", so Claudia Kellermeier.
Die Tierärztin erforscht Mundgeruch bei Haustieren. In einer Studie untersuchte die Wissenschaftlerin gemeinsam mit ihrer Kollegin, Veterinärmedizinerin Bärbel Rühe, die Ursache des unangenehmen Atems an 100 Hunden. Diese verglichen sie mit dem Phänomen beim "Zweibeiner": Bei 70 Prozent der geplagten Menschen liegt der Ursprung des unangenehmen Atems in der Mundhöhle, nämlich an Belägen auf der Zunge.
Auf der Spur des faulen Odems unternahmen die Tierärztinnen zunächst einen Riechtest, um zu klären, ob der eigenen Nase bei der Diagnose zu trauen ist. Sie schnupperten den Tieren dicht am Maul entlang, klassifizierten die Probanden nach vier Geruchsgraden und rückten ihnen dann mit wissenschaftlichem Gerät zu Leibe, einem "Halimeter". Mit dem Halimeter werden flüchtige Schwefelverbindungen im menschlichen Mund gemessen. Diese entstehen aus der Tätigkeit von Bakterien, die dort siedeln und helfen, Eiweiß zu verdauen. Bauen die Bakterien jedoch zu viel Eiweiß ab, bilden sie schwefelhaltige Stoffwechselprodukte - diese nehmen wir als Mundgeruch wahr. Um herauszufinden, ob das auch für Hunde gilt, bauten die Veterinärmedizinerinnen den Halimeter für die Vierbeiner um und maßen die Konzentration von Schwefel in den Mäulern: Tatsächlich wiesen sie die chemischen Verbindungen nach, und das in weit höheren Mengen als bei Menschen. Kein Wunder, dass der strenge Geruch viele Tierhalter bekümmert. Weitere Untersuchungen ergaben, dass es grundsätzlich die gleichen Bakterien bei Tier und Mensch sind, die die übel riechenden Verbindungen produzieren. "Das Ergebnis der Studie war eindeutig: Es gibt einen direkten Zusammenhang von Geruch und Gesundheit der Zähne - bei allen Hunden, bei denen wir Mundgeruch wahrgenommen haben, konnten wir erhöhte Schwefelverbindungen im Maul nachweisen, und alle diese Hunde hatten Zahnprobleme", berichtet Claudia Kellermeier. Im Unterschied zum Menschen sind bei Hunden aber nicht die Zungen Bakterienherd, sondern ausschließlich die Zahnfleischtaschen.
Auch bei Tieren sind Plaque und Zahnbelag eine Ursache schwerer Zahnerkrankungen: Das Zahnfleisch kann sich entzünden, sogar zurückbilden, und die Zähne ausfallen. 80 Prozent der Hunde und Katzen über zwei Jahre haben zumindest erste Anzeichen von Schädigungen der Zahnhalterung. In diesen Fällen sollten Besitzer ihre Vierbeiner in die Hände eines Tierarztes geben, damit dieser die Beläge mit einem Ultraschallgerät entfernt - das lassen sich Hunde und Katzen aber nur unter Narkose gefallen. Damit sich die Haustiere nicht allzu häufig einer solchen kleinen Operation unterziehen müssen, können Tierbesitzer die bakteriellen Störenfriede entfernen - das geht wie beim Menschen am besten mit Zähneputzen. "Auch bei Tieren sollte man auf die Putzrichtung und die richtige Technik achten", rät Claudia Kellermeier: "Man muss aber nicht dreimal täglich putzen, einmal genügt". Die Tierärztin hält selbst einen Hund und eine Katze und weiß, dass es ratsam ist, bereits im Welpenalter mit der Zahnpflege zu beginnen - eine betagte Katze fährt schon einmal die Krallen aus, wenn Frauchen oder Herrchen auf einmal zum Zähneputzen anrückt. Das Maul ihres Vierbeiners sollten die Besitzer mit einer kleinen, weichen Bürste putzen oder mit einer Tierzahnbürste. Falls der Vierbeiner die Bürste nicht mag, genügt es für den Anfang, die Zähne mit einem weichen Tuch um den Finger abzureiben. Für Tierhalter, die ihren Lieblingen noch nicht regelmäßig die Zähne putzen, gilt: der eigenen Nase trauen und den strengen Geruch aus dem Maul ernst nehmen. Die erste Diagnose ist so einfach wie zuverlässig - und ein künstliches Gebiss gibt es für Haustiere noch nicht.

 [
©: Kerrin Zielke, E-Mail: kellermeier.claudia@vetmed.fu-berlin.de  ]
 

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11.) Deutsche Schlusslicht bei gesunder Ernährung

Die Deutschen achten weniger auf gesunde Ernährung als ihre europäischen Nachbarn. Das ist das Ergebnis einer Umfrage in der Schweiz, Deutschland, Belgien und den Niederlanden für die Studie "Gesund leben 2006".
Insgesamt hat das Thema gesunde Ernährung für die befragten Europäer jedoch an Bedeutung gewonnen. In Deutschland halten 69 Prozent gesunde Ernährung für außerordentlich oder sehr wichtig - in den Niederlanden sind es immerhin 85 Prozent.

Spitzenreiter sind die Deutschen lediglich beim Verzehr von Fertignahrung. So gaben über 43 Prozent der deutschen Männer an, gelegentlich, häufig oder gar ausschließlich Fertiggerichte, Tiefgefrorenes oder Konserven zu essen. Im Vergleich: Nur gut neun Prozent der holländischen Männer greifen häufig zu Fertigprodukten.
Dafür leben in den Niederlanden die größten Schleckermäuler: Jeder Holländer isst 5,1 Mal pro Woche Süßigkeiten, während sich die Deutschen mit 4,2 Mal begnügen.
Frischen Salat essen am häufigsten die Schweizer (98 Prozent). Bioware wird am seltensten in Belgien gekauft. Immerhin 41 Prozent der dort Befragten gaben an, nie organische Produkte zu erwerben. In Deutschland sind lediglich 18 Prozent der Befragten Bioverweigerer.
Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Research Plus im Auftrag der Firma Bauknecht mehr als 2.400 Menschen zwischen 18 und 55 Jahren.

[ © : sth/dpa in zm-online ]

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12.) Obst und Gemüse verlieren an Nährwert

(ots) - Ernährungswissenschaftler schlagen Alarm: Untersuchungen haben ergeben, dass die Qualität von Obst und Gemüse erheblich abgenommen hat und unser Grundbedarf an wichtigen Vitaminen und Nährstoffen nicht mehr abgedeckt wird. Die Auswirkungen dieser mangelhaften Ernährung auf unsere Gesundheit sind beträchtlich. Alternativen sind gefordert: Nach Ansicht vieler Ernährungswissenschaftler könnten hochwertige Nahrungsergänzungsmittel die Mängel in der Ernährung ausgleichen.
Betrachtet man das Sortiment der Supermärkte, steht einer gesunden Ernährung nichts im Wege. Doch weit gefehlt: Untersuchungen belegen, dass der Nährstoffgehalt unserer Lebensmittel rapide abnimmt und eine gesunde Ernährung auf dieser Basis kaum noch möglich ist. Das Problem ist nicht neu, bereits 1997 kam der bekannte Ernährungswissenschaftler und Sportmediziner Prof. Dr. Heinz Liesen zu der Erkenntnis, dass die Qualität unserer Ernährung hinsichtlich der wichtigen Inhaltsstoffe stark rückläufig ist. Die Folge: unsere normale Ernährung deckt schon seit Jahren nicht mehr den eigentlichen Grundbedarf unseres Körpers an Vitaminen und vielen anderen Mikronährstoffe. Die Ergebnisse der Untersuchungen sind mehr als erschreckend, denn in vielen Fällen gingen die Anteile lebenswichtiger Mineralien um mehr als 50 Prozent zurück. Der Eisengehalt bei Spinat nahm zum Beispiel um 60 Prozent ab, Brokkoli verlor rund 75 Prozent seines Kalziums und der Anteil von Natrium in Stangenbohnen ist nahezu Null. Was uns aus den Regalen der Supermärkte entgegenstrahlt, ist demnach mehr Schein als Sein, und Äpfel und Bananen lassen sich nach dieser Untersuchung kaum noch als Lebensmittel bezeichnen, denn der Verlust an Vitamin C bei Äpfeln beträgt runde 80 Prozent und Bananen verlieren satte 92 Prozent an Vitamin B 6.
Der englische Ernährungswissenschaftler David Thomas sieht die Ursachen für den Qualitätsverlust bei Obst und Gemüse in der modernen Landwirtschaft. Immer mehr Kunstdünger auf den Feldern beschleunige zwar das Wachstum, aber die wichtigen Mineralien und Spurenelemente würden nicht mitgeliefert, und der Boden sei in dieser Hinsicht schon längst ausgelaugt. Professor Tim Lang von der Thames Valley University bringt es auf den Punkt: "Die Züchter haben Produkte entwickelt, die hübsch aussehen und lange lagerungsfähig sind. Doch das Wichtigste haben sie vernachlässigt - Mineralien und Spurenelemente."
Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für eine gesunde Ernährung fünfmal am Tag frisches Obst und Gemüse zu essen, erscheint auf der Basis der Untersuchungen mehr als zweifelhaft. Bei den meisten Nahrungsmitteln würde selbst die doppelte Menge nicht ausreichen um den Grundbedarf an Nährwerten abzudecken. Wie wichtig aber eine gesunde Ernährung ist, zeigt eine im Februar 1999 veröffentlichte Studie der US Ärztekammer. Sie belegt, dass gerade die B-Vitamine das Risiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls mehr als halbieren können. Ähnlich verhält es sich beim Vitamin C. Es fördert Immunität gegen Infektionskrankheiten, vermindert Cholesterin auf natürliche Weise, beschleunigt die Wundheilung und bekämpft Gefäßerkrankungen. Schätzungen zufolge geben die Krankenkassen jährlich 60-80 Milliarden Euro für die Behandlung von ernährungsbedingter Erkrankungen aus. Tendenz steigend. Diese Zahlen sind nicht nur volkswirtschaftlich gesehen erschreckend, sondern dahinter verbergen sich gesundheitliche Probleme von Millionen, die an chronischen Erkrankungen leiden.
Einen Weg aus dieser Misere können Nahrungsergänzungsmittel weisen. Viele Ernährungswissenschaftler räumen bereits heute diesen Mitteln einen hohen Stellenwert bei einer ausgewogenen Ernährung ein. "Durch ihre hohe Konzentration an lebenswichtigen Vitalstoffen können Nahrungsergänzungsmittel die Mängel in der Ernährung ausgleichen und damit zu einer gesünderen Lebensweise beitragen." meint Prof. Dr. Heinz Liesen. Wer seine Ernährung mit diesen Präparaten aufwerten will, sollte aber unbedingt auf Qualität achten. Denn es ist nicht alles Gold was glänzt. Vitamine und andere Mikronährstoffe sind sehr empfindlich und erfordern bei ihrer Gewinnung spezielle Verarbeitungstechniken. Das weiß auch Frank Felte, Inhaber von Natura Vitalis, der mit seinen Produkten seit Jahren am Markt erfolgreich ist. "Was zählt ist die Qualität. Man sollte unbedingt darauf achten, dass die Produkte nur natürliche Stoffe enthalten und nicht synthetisch hergestellt sind. Das eine gesunde Ernährung viel frisches Obst und Gemüse enthalten sollte, bleibt unbestritten, aber eine Aufwertung durch qualitativ hochwertige Nahrungsergänzungsmittel erscheint auf der Basis der Untersuchungen mehr als sinnvoll."

[ © : Natura Vitalis GmbH , E-Mail: t.toppmoeller@ssp-kk.de ]

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13.) Zum Schluss: zuckersüße Erfrischungsgetränke



Quelle: Lipton

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