|
Zahnärztlicher NewsLetter Nr.
08/2006/ 1. August 2006
Ein "Eckpunktepapier" zur Gesundheitsreform ist verabschiedet worden und soll
nun mit Leben erfüllt werden. Fragt sich nur mit welchem und wie die
eigentlichen Akteure dazu stehen. Nach einem ersten Augenschein fehlt es
wiederum an richtungweisenden Reformen und die nächste kräftige Beitragserhöhung
ist für 2007 schon angekündigt. Also doch nur wieder ein neues Spargesetz?
Fortschritte in der Medizin zum Nulltarif? Ein längeres Leben ohne
Gesundheitsmehrkosten? All dies wohl kaum, aber eins lässt uns hoffen: Die
geplante Privatisierung der Folgekosten von Piercings und Tätowierungen ist der
große Wurf und dürfte auf Dauer die Kassen merklich entlasten. Ein Tor, um im
Jargon der vergangenen WM zu bleiben, der da von einem "faulen Kompromiss"
spricht! Ach so, da war doch noch das Wort von unserer Bundeskanzlerin: Merkel
sagte im RTL-Sommerinterview, die Beiträge würden dann "über längere Zeit nicht
steigen". Sie mögen es ja vielleicht glauben - wir sind da etwas
zurückhaltender. Zu oft waren schon solche Glücksbotschaften von höchster Stelle
zu hören.
Und zur Eigenverantwortung jedes Einzelnen für seine Gesundheit schreibt die
Rheinische Post so treffend: "Wer grundsätzlich die ersten Euro an Krankenkosten
selbst zahlen muss oder am Jahresende einen Teil seiner Beiträge zurückerstattet
bekommt, hat einen Anreiz, seine Zähne besser zu pflegen und maßvoller zu leben.
Solche Tarife für alle hat Ministerin Ulla Schmidt den Kassen bisher verboten.
Das zu ändern, wäre eine echte Gesundheitsreform gewesen".
Ihre ZahnNewsLetter Redaktion
Inhalt
1.)
Obst
und Gemüse beugt Mund- und Rachenkrebs vor
2.)
Kieferorthopädie - Sinnvoll oder Luxus?
3.)
Monat der Mundgesundheit: Diabetes -
Aufklärung durch den Zahnarzt ist selten
4.)
Die meisten Patienten schätzen eine Lokalanästhesie ohne Injektion
5.)
Nur wenige Patienten wollen von ihrem Arzt eine
Quittung
6.)
Gesundheitswettbewerb in der EU - Bronze für Deutschland
7.) Mineralwasser ist das beliebteste
nichtalkoholische Getränk der Deutschen
8.)
Leichter Sommergenuss - Blattsalate
in der Ernährung
9.)
Liste zuzahlungsfreier Arzneimittel im Internet
10.)
Zahnhygiene nutzt auch Haustieren mit Mundgeruch
11.) Deutsche Schlusslicht bei
gesunder Ernährung
12.)
Obst und Gemüse verlieren an Nährwert
13.)
Zum Schluss: zuckersüße
Erfrischungsgetränke
1.)
Obst und Gemüse beugt Mund- und Rachenkrebs vor
Mundhöhlenkrebs steht weltweit an 6.Stelle der am stärksten
verbreiteten, bösartigen Erkrankungen. Die Entstehung erfolgt in 80
bis 90 % der Fälle aus einer vorher intakten Schleimhaut (ohne sog.
Präkanzerosen). Das häufigste in der Mundhöhle vorkommende Karzinom
ist das besonders bösartige verhornte Plattenepithelkarzinom. Die
geschätzte Zahl der jährlichen Neuerkrankungen in Deutschland ist
bei Männern mit etwa 7.800 mehr als doppelt so hoch wie bei Frauen
(etwa 3.000). Damit stehen Krebserkrankungen der Mundhöhle und des
Rachens für die Männer hinsichtlich der Erkrankungshäufigkeit an
achter Stelle. Ihr Anteil an krebsbedingten Sterbefällen beträgt
3,5%. Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer bei
vergleichsweise niedrigen 58, für Frauen bei 63 Jahren. Diese auf
früheren Datenbasen beruhenden Zahlen dürften sich nach Schätzungen
des Autors in den nächsten Jahren nach unten angleichen (starke
Zunahme des Tabakkonsums beim weiblichen Geschlecht).
Das Risiko an Mundhöhlenkrebs zu erkranken, ist im hohen
Maße vom sozialen Status der Menschen und seinen Lebensgewohnheiten
abhängig: Patienten mit Tumor im Mundraum haben im Vergleich zu
Durchschnittsbürgern ein deutlich niedrigeres Bildungsniveau, waren
längere Zeit arbeitslos und sind in größerer Zahl allein stehend.
90% der Tumorpatienten haben nur eine niedrige Schulbildung
(Hauptschulabschluss oder ähnliches). Einen Abschluss mit Abitur
können dagegen nur weniger als sechs Prozent der
Untersuchungsteilnehmer vorweisen. Ebenfalls auffällig ist die im
Vergleich zur Durchschnittsquote doppelt so hohe Arbeitslosigkeit
bei den betroffenen Patienten sowie der mit einem Fünftel bemessene
Anteil an Personen im Vorruhestand. Menschen mit Parodontitis
(Zahnfleischentzündungen) entwickeln doppelt so häufig Präkanzerosen
(mögliche Krebsvorstufen) und viermal so oft Mundhöhlenkarzinome wie
Menschen ohne ernsthafte Zahnfleischerkrankungen.
Nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung dürfte es sich bei der
Entstehung der Karzinome um ein multifaktorielles Geschehen handeln;
verschiedene Risikofaktoren werden beschrieben, im Vordergrund
stehen dabei der chronische Tabak- und Alkoholkonsum (sog. maligne
Trias: "Rauchen, Saufen und nicht Putzen").
Zur Vorbeugung schreibt die
Ärzte Zeitung:
"Wer täglich Obst und Gemüse isst, hat ein geringeres
Erkrankungsrisiko für Mund-, Rachen-, Kehlkopf- oder
Speiseröhrenkrebs. Dabei profitieren eher Männer als Frauen von
einem solchen Ernährungsverhalten.
Das ist ein Ergebnis der europaweiten European Prospective
Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC)-Studie. Die Forscher
analysierten die Ernährungsgewohnheiten und Lebensumstände von 130
633 Männern und 215 271 Frauen ("Cancer Causes and Control" 17,
2006, 957).
Innerhalb des Nachbeobachtungszeitraums von fast sechs Jahren
erkrankten 255 Männer und 97 Frauen erstmals an Mund-, Rachen-,
Kehlkopf- oder Speiseröhrenkrebs.
Nach den Daten der EPIC-Studie sinkt das Risiko für diese Krebsarten
pro 80 Gramm täglich verzehrtem Obst und Gemüse durchschnittlich um
neun Prozent. Bei Männern verringerte sich das Krebsrisiko um zwölf
Prozent, während es sich bei Frauen um vier Prozent verminderte.
Die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Auftreten der
Erkrankungen führen die Forscher darauf zurück, daß die Männer
weniger Obst und Gemüse essen als Frauen. Männer profitierten daher
besonders vom erhöhten Obst- und Gemüseverzehr. Besonders Menschen
mit niedrigem Obst- und Gemüsekonsum sollten ihre tägliche
Verzehrmenge zu erhöhen, so die Forscher.".
[
Quellen:
Ärzte Zeitung
, eigene Recherchen ]
Basics:
Mundhöhlenkarzinom
im
Zahnlexikon-Online
2.)
Kieferorthopädie - Sinnvoll oder Luxus?
"Stiftung Warentest" nimmt im "test"
vom Juli 2006 die kieferorthopäden Behandlungen unter die Lupe,
berichtet über die verschiedenen kieferorthopädischen Maßnahmen und
deren Kosten. Der uns vorliegende Artikel, der als gute
Orientierungshilfe gilt und für alle Eltern empfehlenswert ist, bei
deren Kindern in absehbarer Zeit eine derartige Behandlung ansteht,
kann im Internet abgerufen werden unter: "Kieferorthopädie
- Schöne Zähne für Ihr Kind" (2,- €). Wir vermitteln Ihnen
nachfolgend eine Leseprobe.
"Bei etwa jedem zweiten Kind und Jugendlichen ist eine
kieferorthopädische Korrektur erforderlich, wenn die bleibenden Zähne nach und
nach die Milchzähne verdrängen. Eltern stehen dann häufig vor der Frage, ob die
Grundversorgung, die die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren, für ihre Kinder
ausreicht. Kieferorthopädische Extras, die schöner aussehen oder angenehmer zu
tragen sind, müssen die Versicherten privat bezahlen. Oft gilt das auch für
moderne Behandlungsmethoden, die über die Grundversorgung hinausgehen,
medizinisch aber durchaus sinnvoll sein können – die Behandlung zum Beispiel
beschleunigen. Doch die Kieferorthopäden sind gehalten, auf Kassenkosten
ausschließlich „zweckmäßig, ausreichend und wirtschaftlich“ zu behandeln. Das
heißt im Klartext: Wenn zwei Behandlungsmethoden medizinisch gleichwertig sind,
ist die preiswertere zu wählen.
Kindern und Jugendlichen bis zu 18 Jahren steht eine Kieferkorrektur auf
Kassenkosten zu, wenn sie eine Zahnfehlstellung haben, die Beißen, Kauen,
Sprechen oder Atmen erheblich beeinträchtigt oder zu beeinträchtigen droht.
Kieferorthopäden stufen Patienten in fünf kieferorthopädische Indikationsgruppen
ein. Innerhalb dieser gibt es fünf Schweregrade von „leichter“ bis „extrem stark
ausgeprägter“ Zahn- oder Kieferfehlstellung. Die Krankenkasse zahlt erst ab Grad
drei – bei „ausgeprägten“ Fehlstellungen. Leicht schiefe Zähne zum Beispiel oder
ein leichter Überbiss gehören zu den Indikationsgruppen eins und zwei. Sie
gelten nicht als erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigung. Da Korrekturen in
solchen Fällen vorwiegend kosmetischen Zwecken dienen, sind sie aus eigener
Tasche zu bezahlen. Das gilt auch, wenn Patienten der kieferorthopädischen
Indikationsgruppen drei bis fünf eine bequemere oder schönere Lösung wünschen.
...."
weiter ...
Auch der Bund der Deutschen Kieferorthopäden (BDK) begrüßt die sachliche
Untersuchung und sagt:
"Er zeigt die Komplexität unseres Faches sehr gut auf und gibt Eltern einen
guten Leitfaden, sich zu informieren, und ihnen nicht zuletzt das beruhigende
Gefühl, bei den Kieferorthopäden in unserem Land auch mit Blick auf deren
Beratung zu Kosten und Nutzen in guten Händen zu sein."
Basics:
Kieferorthopädie
im
Zahnlexikon-Online
3.)
Monat der Mundgesundheit: Diabetes - Aufklärung durch den Zahnarzt ist
selten
Vielen Diabetikern ist nicht bewusst, dass eine Parodontitis zu den
häufigen Folgeerkrankungen gehört, bzw. dass sich umgekehrt
Parodontitis negativ auf den Diabetes auswirken kann. Zu diesem
Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des
Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid, die im Rahmen des "Monats der
Mundgesundheit" vorgestellt wurde.
Allein in Deutschland gibt es ca. sechs Millionen diagnostizierte Diabetiker,
die Dunkelziffer beläuft sich nach Schätzungen aber auf acht Millionen. Die
Stoffwechselerkrankung kann schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Augen-, Nieren-
und Nervenschäden, das diabetische Fußsyndrom aber auch Parodontitis nach sich
ziehen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag
von Colgate-Palmolive wurden 1.500 Patienten mit Typ-II-Diabetes über ihre
Kenntnisse zu den möglichen Begleiterkrankungen, ihrer Einstellung zur
Oralprophylaxe und Erfahrung mit der gesundheitlichen Aufklärung durch den Arzt
befragt. Zwar wusste die überwiegende Mehrheit der Befragten, dass Diabetes im
Zusammenhang mit anderen Krankheiten steht. Doch nur 36 Prozent gaben eine
Entzündung des Zahnhalteapparats als mögliche Folge ihrer Grunderkrankung an. Am
häufigsten wurden genannt: Augenerkrankungen (92 Prozent), Erkrankungen der Füße
(83 Prozent) und Herzerkrankungen (75 Prozent). Zudem wussten nur 38 Prozent,
dass Parodontitis den Diabetes negativ beeinflussen kann.
Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) sieht daher einen großen Aufklärungsbedarf
zur Wechselwirkung von Diabetes und Mundraumerkrankungen. Als weiteres Ergebnis
dieser Umfrage wurde ein hohes Engagement bezüglich der Mundhygiene ermittelt:
61 Prozent gaben an, Vorbeugemaßnahmen gegen Parodontitis durchzuführen oder
diese beim Zahnarzt in Anspruch zu nehmen. Knapp die Hälfte der Befragten
besucht zwei Mal pro Jahr den Zahnarzt für Kontrolluntersuchen, doch nur 26
Prozent lässt regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen. "Dies
zeigt angesichts der Risikosituation dieser Patienten noch präventive
Potenziale", betont Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der BZÄK. Die
Emnid-Studie hat zudem ergeben, dass die Aufklärung über die Wechselbeziehungen
zwischen Diabetes und Parodontitis selten vom Zahnarzt vorgenommen wird:
Lediglich 13% der Befragten gaben an, dass sie in der Zahnarztpraxis informiert
worden sind. "Hier besteht akuter Handlungsbedarf", betont der
medizinisch-wissenschaftliche Leiter von Colgate-Palmolive, Michael Warncke. Im
Rahmen des diesjährigen "Monats der Zahngesundheit" ist auch eine Broschüre mit
dem Titel "Alles in Balance? - Diabetes und Mundgesundheit" erschienen. Hier
erhalten Patienten umfangreiche Informationen über die Wechselbeziehungen
zwischen Diabetes und Parodontitis; ==>
www.monat-der-mundgesundheit.de
[
FVDZ-NewsLetter ]
Basics:
Diabetes
im
Zahnlexikon-Online
4.)
Die meisten Patienten
schätzen eine Lokalanästhesie ohne Injektion
Zu den interessanten Neuheiten der IDS 2005 zählte das
Parodontal-Gel Oraqix von Dentsply DeTrey, Konstanz. Es eröffnet die
Möglichkeit zur Lokalanästhesie ohne Injektion bei der vorbeugenden
Parodontalbehandlung. Unter den ersten Anwendern in Deutschland
waren die Zahnärzte Benedikt und Stefanie Stehmann. Im Folgenden
schildern sie ihre Erfahrungen mit dem neuen Präparat.
„Das zur IDS 2005 vorgestellte Parodontal-Gel Oraqix enthält als
aktive Bestandteile die beiden bewährten Lokalanästhetika Lidocain
und Prilocain. Dank der besonderen Formulierung als
thermoreversibles Gel ist das Präparat bei Raumtemperatur flüssig,
bildet jedoch unter dem Einfluss der Körpertemperatur eine festere
Gelstruktur aus. So kann Oraqix, statt der Injektion mit einer
Spritze, mit einem stumpfen Applikator leicht in den
Parodontalsulkus eingebracht werden. Es lässt sich daher speziell
für die Lokalanästhesie bei Kürettagen und Wurzelglättungen
verwenden.
Oraqix hat sich in unserer Praxis auf Anhieb einen festen Platz
erobert. Aus der Parodontaltherapie ist es nicht mehr wegzudenken.
Denn das Parodontal-Gel gibt uns die Möglichkeit, in vielen Fällen,
in denen eine Anästhesie nötig ist, ohne eine Injektion auszukommen.
Für eine ganze Reihe von Patienten verknüpft sich die Vorstellung
von einem Zahnarztbesuch immer noch unmittelbar mit der Spritze. Sie
stellt sogar eine Hemmschwelle bei der Entscheidung für notwendige
Maßnahmen dar. Gerade Parodontalbehandlungen werden gern einmal als
unnötig oder aufschiebbar angesehen. Dabei lässt sich mit einer
konsequenten Kombination aus häuslicher Mundhygiene, professioneller
Zahnreinigung und – falls nötig – subgingivaler Kürettage so mancher
Zahnverlust vermeiden oder zumindest viele Jahre hinauszögern.
Genau hier entfaltet Oraqix eine psychologische Wirkung auf den
Patienten, die kaum überschätzt werden kann. Eine schmerzarme
Therapie ohne Spritze – das hat viele Patienten überzeugt. Die
konsequente Parodontalbehandlung inklusive Recall wird jetzt
bereitwilliger akzeptiert, was die Erfolgschancen deutlich erhöht.
Dies stärkt nicht zuletzt die Prophylaxe als einen unserer
Praxisschwerpunkte.
Das Parodontal-Gel wird einfach aus einem stumpfen Applikator in den
Sulkus gegeben und sorgt nach einer Einwirkzeit von 30 Sekunden für
eine Anästhesie, welche mit rund 20 Minuten Wirkdauer für die
Behandlung eines Quadranten meist vollkommen ausreicht. Bei Bedarf
applizieren wir einfach ein zweites Mal.
Im Anschluss an die Behandlung verbleibt beim Patienten keinerlei
Taubheitsgefühl. Selbst umfangreiche Kürettagen und Wurzelglättungen
können ohne Behinderung durch das Gel und bei effektiver
Schmerzausschaltung durchgeführt werden. Dies wird auch durch
mehrere klinische Studien (siehe Literaturkasten) unterstrichen.
Ein beispielhafter Fall aus unserer Praxis zeigt die typische
Reaktion besonders deutlich: Bei einer Patientin wurde in einer
Sitzung auf der linken Seite eine Leitungsanästhesie für das Legen
einer Füllung und auf der rechten Seite eine Lokalanästhesie mit
Oraqix für eine Parodontalbehandlung vorgenommen. Ihre anschließende
Beurteilung: Die Betäubung links sei unangenehm gewesen, auf der
rechten Seite dagegen angenehm. Schmerzen habe sie nicht verspürt,
es habe „nur etwas geruckelt“. In der Parodontaltherapie stellt sich
Oraqix für uns als echtes Zaubermittel dar.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Zahnarztbesuch für viele
Patienten ein erfreulicheres Ereignis darstellt. Denn erstmals
können wir jetzt anästhesieren, ohne durch die Injektion gleich zu
Anfang der Behandlung einen stechenden Schmerz hervorzurufen. Nach
der Sitzung verlassen die Patienten die Praxis ohne das bekannte
unangenehme Taubheitsgefühl. Diese Vorteile werden als eine wirklich
neue zahnärztliche Leistung hoch geschätzt.
[
©:
Zahnärzte Benedikt Stehmann und Stefanie Stehmann, Castrop-Rauxel
in
DZW ]
Basics:
Lokalanästhesie im
Zahnlexikon-Online
5.)
Nur wenige Patienten wollen von ihrem
Arzt eine Quittung
(juk). Nach dem Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage
würden es 68 Prozent der GKV-Versicherten begrüßen, wenn ihnen ihr Arzt
automatisch jedes Quartal eine Patientenquittung ausstellen würde. Nur
elf Prozent der 1005 Befragten gaben allerdings an, den Arzt, das
Krankenhaus oder die Krankenkasse schon einmal um ein solche
Kostenübersicht gebeten zu haben.
Das Ergebnis passt zu Erfahrungen, die 2002/2003 bei einem Modellversuch
in Rheinhessen gemacht wurden: Im Schnitt wollten damals nur zehn
Prozent der Patienten eine Kostenübersicht haben. Drei Jahre später
scheint das Interesse nicht größer zu sein, obwohl Patienten inzwischen
einen Anspruch auf die Quittung haben. "Bei Ärzten ist das kein großes
Thema", faßt Sprecher Andreas Daniel die Erfahrung der KV
Westfalen-Lippe zusammen.
Gründe für das laue Interesse nennt die Umfrage nicht. "In die
Ursachenforschung sind wir nicht gegangen", sagt Dr. Daniel Dettling,
Vorstandsvorsitzender der Politikberatungsorganisation berlinpolis, die
die Befragung in Auftrag gab. Aus den Antworten läßt sich ableiten, daß
die Mehrheit der Patienten nichts von ihrem Recht auf Quittung weiß.
"Die Kassen müßten die Versicherten mehr informieren", so KBV-Sprecher
Dr. Roland Stahl.
[ © :
Ärztezeitung ]
Basics:
Patientenquittung im
Zahnlexikon-Online
6.)
Gesundheitswettbewerb
in der EU - Bronze für Deutschland
Beim Europäischen Gesundheitskonsumentenindex (EGKI) 2006 gab es für
Deutschland Bronze. Den ersten und zweiten Platz beim Vergleich der
Gesundheitssysteme der 26 EU-Länder belegten Frankreich und die
Niederlande.
Das Leistungsangebot und der Zugang zur medizinischen Versorgung
sind in Deutschland europaweit Spitze. In Punkto Patientenrechte und
-information hingegen kann sich das deutsche Gesundheitssystem zum
Beispiel von den Niederlanden noch ein Scheibchen abschneiden.
Auf Platz 3 landete das deutsche Gesundheitssystem dem EGKI zufolge
jedoch unter anderem, weil in Deutschland die zahnärztliche
Versorgung zum Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenversicherung
gehört. Top ist aus Sicht des HCP zudem, dass Patienten Zuschüsse
für Verordnungen erhalten und die Arzneimittelversorgung immer auf
dem neuesten Stand ist. Auch mit dem Fehlen von Wartlisten und dem
Recht auf eine (zahn)ärztliche Zweitmeinung konnte Deutschland
punkten.
Zu bemängeln sei hingegen, dass es in Deutschland kein
Patientenrechtsgesetz gib und es an aktuellen und verständlichen
Infos zu Arzneimitteln mangelt. Auch hätten Deutsche das Nachsehen
zum Beispiel im Vergleich zu Finnen, Esten oder Schweden in Bezug
auf die Qualität bestimmter medizinischer Leistungen. So erzielten
die nordischen Länder bessere Ergebnisse bei den Sterberaten nach
Brust- oder Darmkrebs oder hinsichtlich des Auftretens von
Infektionen mit multiresistenten Staphylokokken-Erregern.
Erstmals hat das in Brüssel ansässige schwedische Unternehmen Health
Consumer Powerhouse (HCP) die Gesundheitssysteme aller 25 EU-Länder
sowie der Schweiz einer kritischen Prüfung aus Sicht der Patienten
unterzogen. Neben Befragungen von Patientenorganisationen und
Verantwortlichen aus dem Gesundheitsbereich zog das HCP offizielle
Quellen, wie die WHO und die OECD, zu Rate.
Der Ländervergleich erfolgte anhand der Kategorien "Patientenrechte
und -information", "Wartezeiten", "medizinische Qualität",
Leistungsangebot" und "Arzneimittel". Für Arne Bjrönberg, der für
den Index verantwortlich zeichnet, wurde dabei deutlich:
"Gesundheitssysteme mit einer langen Tradition und einem Mix aus
öffentlich-rechtlicher und privater Finanzierung bieten den besten
Service aus dem Blickwinkel der Verbraucher."
[©:
ps, zm-online.de ]
7.)
Mineralwasser ist das beliebteste nichtalkoholische Getränk der
Deutschen
(OTS) Knapp drei Viertel der Deutschen (73 Prozent) trinken
mindestens einmal täglich Mineralwasser. Damit ist Wasser das mit
Abstand beliebteste und meistgetrunkene alkoholfreie Getränk in
Deutschland. Auf Platz zwei folgen Fruchtsäfte, die von rund 13 Prozent
der Deutschen mindestens einmal täglich getrunken werden. Cola-Getränke
belegen mit acht Prozent den dritten Platz. Das sind zentrale Ergebnisse
der neuen stern-Studie TrendProfile zum Thema alkoholfreie Getränke,
repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ab 14 Jahre.
Mehr als 90 Prozent der Wassertrinker konsumieren hauptsächlich Wasser
mit Kohlensäure, 35 Prozent von ihnen bevorzugen wenig Kohlensäure und
17 Prozent genießen in erster Linie stilles Wasser. Dabei unterscheiden
sich die Wasser-Trinkgewohnheiten von Männern und Frauen deutlich:
Männer bevorzugen Wasser mit Kohlensäure, Frau-en dagegen eher mit wenig
oder ganz ohne Kohlensäure. Als wichtigstes Motiv für den
Mineralwasserkonsum wird der Beitrag zur gesunden Ernährung angegeben
(81 Prozent). Mehr als jeder Dritte trinkt Wasser dabei nicht als
Durstlöscher, sondern häufig zwischendurch, bevor Durst überhaupt
entsteht. Jeder Vierte ist beim Mineralwasserkonsum offen für neue
Geschmacksrichtungen und probiert generell gern neue Wassersorten aus.
Zu Cola-Getränken und Limonaden greifen grundsätzlich eher Männer als
Frauen. Außerdem werden Cola-Getränke von den unter 30-Jährigen
überdurchschnittlich häufig getrunken, der Wasserkonsum nimmt mit
zunehmendem Alter zu.
Gerolsteiner (83 Prozent) und Apollinaris (82 Prozent) sind die
bekanntesten und sympatischsten Mineralwassermarken. Bei der Verwendung
liegt jedoch die Discountmarke Werretaler von Aldi vorn. Mit 23 Prozent
ist dies das am häufigsten getrunkene Mineralwasser in Deutschland. Bei
Cola-Getränken und Limonade dominiert Coca-Cola die Beliebtheit und die
Verwendung, dicht gefolgt von Pepsi und der Aldi-Marke River Cola.
[©:
stern-Studie "Alkoholfreie Getränke", Ulrike Woltering, E-Mail:
woltering.ulrike@guj.de ]
8.)
Leichter Sommergenuss - Blattsalate in der Ernährung
(aid) - Wer im Sommer auf die schlanke Linie achten will oder auch nur so dem
Körper etwas Gutes tun mag, liegt mit Salat genau richtig. Knackige Sommersalate
wie Kopf- und Eisbergsalat, Kraussalat oder Lollo Rossa sind ein kalorienarmer
und gleichzeitig gesunder Sommergenuss. Die grünen oder rot-grünen Blätter
versorgen den Organismus mit Beta-Carotin, Vitamin B1, B2, und B6 sowie Vitamin
C. Vor allem Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor und Magnesium sowie das „blutbildende“
Spurenelement Eisen sind in einer Portion Salat enthalten.
Der Energiegehalt der meisten Salatarten liegt gerade bei 15 bis 20 Kilokalorien
pro 100 Gramm. Trotz seines Wasserreichtums sättigt Salat gut, denn die in ihm
enthaltenen Ballaststoffe quellen im Darm und beeinflussen auch die Verdauung
positiv. Günstig für den Stoffwechsel ist ebenfalls der relativ niedrige
Natrium- und der hohe Kaliumgehalt, der eine Entwässerung („Entschlackung“) des
Körpers fördert. Da Salat roh verzehrt wird, gehen keine Vitamine und
Mineralstoffe durch Erhitzen oder Kochen verloren. Vor allem die satt grünen
Salatblätter enthalten wertvolle Inhaltsstoffe. Abgesehen von den äußeren
Blättern, die mehr Nitrat und Schadstoffe enthalten können, sollten sie deshalb
nach Möglichkeit mitverwendet werden. Der „Salat-Teller“ ist glücklicherweise in
vielen Kantinen und Restaurants nicht mehr nur als Beilage, sondern auch als
Hauptgericht Dauergast auf der Speisekarte. Mit einem kalorienarmen
Essig-Öl-Dressing steht einer leichten und gesunden Ernährung also auch in der
Mittagspause oder im Urlaub nichts entgegen.
[© aid,
Ira Schneider ]
9.)
Liste zuzahlungsfreier Arzneimittel im Internet
Patienten können sich ab sofort im Internet über
zuzahlungsfreie Arzneimittel informieren. Die entsprechende Liste ist
unter www.gkv.info
(im ganz rechten Kasten) abrufbar und gilt für alle gesetzlich
Versicherten.
Die Informationen werden alle zwei Wochen aktualisiert. Seit Anfang Juli
entfällt bei mehr als 2.000 Arzneimitteln die bislang übliche Zuzahlung von fünf
bis zehn Euro. Hintergrund ist der Preiskampf der Generikahersteller, der durch
das seit Mai geltende Arzneimittel-Sparpaket der großen Koalition ausgelöst
wurde.
Zuzahlungsbefreiungen sieht das Gesetz bei Mitteln vor, deren Preis 30 Prozent
unter dem von den Kassen bezahlten Festbetrag liegt. Da Versicherte verstärkt zu
diesen günstigen Mitteln greifen sollen, erwartet der Gesetzgeber Einsparungen
für die Kassen.
Für alle Präparate, die von den Kassen nicht ausdrücklich von der Zuzahlung
befreit wurden, gelten weiterhin die mit der Gesundheitsreform Anfang 2004
eingeführten Zuzahlungsregelungen.
[
©:
zm-online.de ]
10.)
Zahnhygiene
nutzt auch Haustieren mit Mundgeruch
Zu Claudia Kellermeier kommen täglich besorgte Hunde- und Katzenbesitzer,
alle mit derselben Frage: "Mein Tier riecht aus dem Maul - ist das normal?"
Claudia Kellermeier ist Tierärztin und Leiterin der Zahnsprechstunde an der
Klinik und Poliklinik für kleine Haustiere der Freien Universität Berlin, und
ihre Diagnose lautet: Mundgeruch bei Tieren ist weit verbreitet, doch harmlos
ist er nicht. Er deutet immer auf gesundheitliche Probleme mit den Zähnen hin.
"Erstes Anzeichen und ein sicheres Indiz ist der Mundgeruch. Manche Tiere
fressen auch nicht mehr richtig oder haben Probleme zu kauen. Viele Katzen
führen die Pfote ans Mäulchen, als ob sie versuchten, sich etwas aus den
Zwischenräumen der Zähne zu entfernen", so Claudia Kellermeier.
Die Tierärztin erforscht Mundgeruch bei Haustieren. In einer Studie untersuchte
die Wissenschaftlerin gemeinsam mit ihrer Kollegin, Veterinärmedizinerin Bärbel
Rühe, die Ursache des unangenehmen Atems an 100 Hunden. Diese verglichen sie mit
dem Phänomen beim "Zweibeiner": Bei 70 Prozent der geplagten Menschen liegt der
Ursprung des unangenehmen Atems in der Mundhöhle, nämlich an Belägen auf der
Zunge.
Auf der Spur des faulen Odems unternahmen die Tierärztinnen zunächst einen
Riechtest, um zu klären, ob der eigenen Nase bei der Diagnose zu trauen ist. Sie
schnupperten den Tieren dicht am Maul entlang, klassifizierten die Probanden
nach vier Geruchsgraden und rückten ihnen dann mit wissenschaftlichem Gerät zu
Leibe, einem "Halimeter". Mit dem Halimeter werden flüchtige
Schwefelverbindungen im menschlichen Mund gemessen. Diese entstehen aus der
Tätigkeit von Bakterien, die dort siedeln und helfen, Eiweiß zu verdauen. Bauen
die Bakterien jedoch zu viel Eiweiß ab, bilden sie schwefelhaltige
Stoffwechselprodukte - diese nehmen wir als Mundgeruch wahr. Um herauszufinden,
ob das auch für Hunde gilt, bauten die Veterinärmedizinerinnen den Halimeter für
die Vierbeiner um und maßen die Konzentration von Schwefel in den Mäulern:
Tatsächlich wiesen sie die chemischen Verbindungen nach, und das in weit höheren
Mengen als bei Menschen. Kein Wunder, dass der strenge Geruch viele Tierhalter
bekümmert. Weitere Untersuchungen ergaben, dass es grundsätzlich die gleichen
Bakterien bei Tier und Mensch sind, die die übel riechenden Verbindungen
produzieren. "Das Ergebnis der Studie war eindeutig: Es gibt einen direkten
Zusammenhang von Geruch und Gesundheit der Zähne - bei allen Hunden, bei denen
wir Mundgeruch wahrgenommen haben, konnten wir erhöhte Schwefelverbindungen im
Maul nachweisen, und alle diese Hunde hatten Zahnprobleme", berichtet Claudia
Kellermeier. Im Unterschied zum Menschen sind bei Hunden aber nicht die Zungen
Bakterienherd, sondern ausschließlich die Zahnfleischtaschen.
Auch bei Tieren sind Plaque und Zahnbelag eine Ursache schwerer
Zahnerkrankungen: Das Zahnfleisch kann sich entzünden, sogar zurückbilden, und
die Zähne ausfallen. 80 Prozent der Hunde und Katzen über zwei Jahre haben
zumindest erste Anzeichen von Schädigungen der Zahnhalterung. In diesen Fällen
sollten Besitzer ihre Vierbeiner in die Hände eines Tierarztes geben, damit
dieser die Beläge mit einem Ultraschallgerät entfernt - das lassen sich Hunde
und Katzen aber nur unter Narkose gefallen. Damit sich die Haustiere nicht allzu
häufig einer solchen kleinen Operation unterziehen müssen, können Tierbesitzer
die bakteriellen Störenfriede entfernen - das geht wie beim Menschen am besten
mit Zähneputzen. "Auch bei Tieren sollte man auf die Putzrichtung und die
richtige Technik achten", rät Claudia Kellermeier: "Man muss aber nicht dreimal
täglich putzen, einmal genügt". Die Tierärztin hält selbst einen Hund und eine
Katze und weiß, dass es ratsam ist, bereits im Welpenalter mit der Zahnpflege zu
beginnen - eine betagte Katze fährt schon einmal die Krallen aus, wenn Frauchen
oder Herrchen auf einmal zum Zähneputzen anrückt. Das Maul ihres Vierbeiners
sollten die Besitzer mit einer kleinen, weichen Bürste putzen oder mit einer
Tierzahnbürste. Falls der Vierbeiner die Bürste nicht mag, genügt es für den
Anfang, die Zähne mit einem weichen Tuch um den Finger abzureiben. Für
Tierhalter, die ihren Lieblingen noch nicht regelmäßig die Zähne putzen, gilt:
der eigenen Nase trauen und den strengen Geruch aus dem Maul ernst nehmen. Die
erste Diagnose ist so einfach wie zuverlässig - und ein künstliches Gebiss gibt
es für Haustiere noch nicht.
[
©:
Kerrin Zielke, E-Mail:
kellermeier.claudia@vetmed.fu-berlin.de
]
11.)
Deutsche
Schlusslicht bei gesunder Ernährung
Die Deutschen achten weniger auf
gesunde Ernährung als ihre europäischen Nachbarn. Das ist das
Ergebnis einer Umfrage in der Schweiz, Deutschland, Belgien und den
Niederlanden für die Studie "Gesund leben 2006".
Insgesamt hat das Thema gesunde Ernährung für die befragten Europäer
jedoch an Bedeutung gewonnen. In Deutschland halten 69 Prozent
gesunde Ernährung für außerordentlich oder sehr wichtig - in den
Niederlanden sind es immerhin 85 Prozent.
Spitzenreiter sind die Deutschen lediglich beim Verzehr von
Fertignahrung. So gaben über 43 Prozent der deutschen Männer an,
gelegentlich, häufig oder gar ausschließlich Fertiggerichte,
Tiefgefrorenes oder Konserven zu essen. Im Vergleich: Nur gut neun
Prozent der holländischen Männer greifen häufig zu Fertigprodukten.
Dafür leben in den Niederlanden die größten Schleckermäuler: Jeder
Holländer isst 5,1 Mal pro Woche Süßigkeiten, während sich die
Deutschen mit 4,2 Mal begnügen.
Frischen Salat essen am häufigsten die Schweizer (98 Prozent).
Bioware wird am seltensten in Belgien gekauft. Immerhin 41 Prozent
der dort Befragten gaben an, nie organische Produkte zu erwerben. In
Deutschland sind lediglich 18 Prozent der Befragten Bioverweigerer.Für
die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Research Plus im
Auftrag der Firma Bauknecht mehr als 2.400 Menschen zwischen 18 und
55 Jahren.
[ © : sth/dpa in
zm-online ]
Basics: Ernährungsempfehlungen im
Zahnlexikon-Online
12.)
Obst und Gemüse verlieren an Nährwert
(ots) -
Ernährungswissenschaftler schlagen Alarm: Untersuchungen haben
ergeben, dass die Qualität von Obst und Gemüse erheblich abgenommen
hat und unser Grundbedarf an wichtigen Vitaminen und Nährstoffen
nicht mehr abgedeckt wird. Die Auswirkungen dieser mangelhaften
Ernährung auf unsere Gesundheit sind beträchtlich. Alternativen sind
gefordert: Nach Ansicht vieler Ernährungswissenschaftler könnten
hochwertige Nahrungsergänzungsmittel die Mängel in der Ernährung
ausgleichen.
Betrachtet man das Sortiment der Supermärkte, steht einer gesunden
Ernährung nichts im Wege. Doch weit gefehlt: Untersuchungen belegen,
dass der Nährstoffgehalt unserer Lebensmittel rapide abnimmt und
eine gesunde Ernährung auf dieser Basis kaum noch möglich ist. Das
Problem ist nicht neu, bereits 1997 kam der bekannte
Ernährungswissenschaftler und Sportmediziner Prof. Dr. Heinz Liesen
zu der Erkenntnis, dass die Qualität unserer Ernährung hinsichtlich
der wichtigen Inhaltsstoffe stark rückläufig ist. Die Folge: unsere
normale Ernährung deckt schon seit Jahren nicht mehr den
eigentlichen Grundbedarf unseres Körpers an Vitaminen und vielen
anderen Mikronährstoffe. Die Ergebnisse der Untersuchungen sind mehr
als erschreckend, denn in vielen Fällen gingen die Anteile
lebenswichtiger Mineralien um mehr als 50 Prozent zurück. Der
Eisengehalt bei Spinat nahm zum Beispiel um 60 Prozent ab, Brokkoli
verlor rund 75 Prozent seines Kalziums und der Anteil von Natrium in
Stangenbohnen ist nahezu Null. Was uns aus den Regalen der
Supermärkte entgegenstrahlt, ist demnach mehr Schein als Sein, und
Äpfel und Bananen lassen sich nach dieser Untersuchung kaum noch als
Lebensmittel bezeichnen, denn der Verlust an Vitamin C bei Äpfeln
beträgt runde 80 Prozent und Bananen verlieren satte 92 Prozent an
Vitamin B 6.
Der englische Ernährungswissenschaftler David Thomas sieht die
Ursachen für den Qualitätsverlust bei Obst und Gemüse in der
modernen Landwirtschaft. Immer mehr Kunstdünger auf den Feldern
beschleunige zwar das Wachstum, aber die wichtigen Mineralien und
Spurenelemente würden nicht mitgeliefert, und der Boden sei in
dieser Hinsicht schon längst ausgelaugt. Professor Tim Lang von der
Thames Valley University bringt es auf den Punkt: "Die Züchter haben
Produkte entwickelt, die hübsch aussehen und lange lagerungsfähig
sind. Doch das Wichtigste haben sie vernachlässigt - Mineralien und
Spurenelemente."
Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für
eine gesunde Ernährung fünfmal am Tag frisches Obst und Gemüse zu
essen, erscheint auf der Basis der Untersuchungen mehr als
zweifelhaft. Bei den meisten Nahrungsmitteln würde selbst die
doppelte Menge nicht ausreichen um den Grundbedarf an Nährwerten
abzudecken. Wie wichtig aber eine gesunde Ernährung ist, zeigt eine
im Februar 1999 veröffentlichte Studie der US Ärztekammer. Sie
belegt, dass gerade die B-Vitamine das Risiko eines Herzinfarktes
oder Schlaganfalls mehr als halbieren können. Ähnlich verhält es
sich beim Vitamin C. Es fördert Immunität gegen
Infektionskrankheiten, vermindert Cholesterin auf natürliche Weise,
beschleunigt die Wundheilung und bekämpft Gefäßerkrankungen.
Schätzungen zufolge geben die Krankenkassen jährlich 60-80
Milliarden Euro für die Behandlung von ernährungsbedingter
Erkrankungen aus. Tendenz steigend. Diese Zahlen sind nicht nur
volkswirtschaftlich gesehen erschreckend, sondern dahinter verbergen
sich gesundheitliche Probleme von Millionen, die an chronischen
Erkrankungen leiden.
Einen Weg aus dieser Misere können Nahrungsergänzungsmittel weisen.
Viele Ernährungswissenschaftler räumen bereits heute diesen Mitteln
einen hohen Stellenwert bei einer ausgewogenen Ernährung ein. "Durch
ihre hohe Konzentration an lebenswichtigen Vitalstoffen können
Nahrungsergänzungsmittel die Mängel in der Ernährung ausgleichen und
damit zu einer gesünderen Lebensweise beitragen." meint Prof. Dr.
Heinz Liesen. Wer seine Ernährung mit diesen Präparaten aufwerten
will, sollte aber unbedingt auf Qualität achten. Denn es ist nicht
alles Gold was glänzt. Vitamine und andere Mikronährstoffe sind sehr
empfindlich und erfordern bei ihrer Gewinnung spezielle
Verarbeitungstechniken. Das weiß auch Frank Felte, Inhaber von
Natura Vitalis, der mit seinen Produkten seit Jahren am Markt
erfolgreich ist. "Was zählt ist die Qualität. Man sollte unbedingt
darauf achten, dass die Produkte nur natürliche Stoffe enthalten und
nicht synthetisch hergestellt sind. Das eine gesunde Ernährung viel
frisches Obst und Gemüse enthalten sollte, bleibt unbestritten, aber
eine Aufwertung durch qualitativ hochwertige
Nahrungsergänzungsmittel erscheint auf der Basis der Untersuchungen
mehr als sinnvoll."
[ © :
Natura Vitalis GmbH , E-Mail:
t.toppmoeller@ssp-kk.de ]
13.)
Zum Schluss: zuckersüße Erfrischungsgetränke

Quelle: Lipton
Basics: versteckter
Zucker im
Zahnlexikon-Online
Direkter
WEB-Zugriff auf diesen Letter

Zum Archiv 2001 - 2006
NewsLetter abonnieren
Impressum
Herausgeber: Dr. Klaus de Cassan, GF der ZiiS-GmbH
Verantwortlich: Dr. Klaus de Cassan
Alle Rechte vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung oder
Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der
schriftlichen Zustimmung der ZiiS-GmbH.
Bitte beachten Sie das
Copyright (c) 2001-2006:
Copyright
Abmelden
----------
Der Bezug der ZahnNewsLetter ist kostenlos. Er wird ausschließlich an
User versandt, die sich zuvor
persönlich angemeldet und ein Kennwort
erhalten haben.
Wenn Sie den ZahnNewsLetter abbestellen wollen, so senden Sie bitte eine
E-Mail mit Angabe Ihres Kennwortes und dem Vermerk UNSUBSCRIBE
in der Betreff-Zeile an die Adresse
|