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Zahnärztlicher NewsLetter Nr.
08/2007/ 1. August 2007
"Von der seit dem 1. April bestehenden Rückkehrmöglichkeit in die GKV machen
weit weniger Nichtversicherte Gebrauch als von der Bundesregierung vorausgesagt.
Nach einer Umfrage der "Mitteldeutschen Zeitung" sind es bundesweit nur einige
Tausend. Die Regierung hatte mit 200.000 bis 400.000 gerechnet. Bei der Barmer
Ersatzkasse und der Techniker Krankenkasse sind es nach Angaben der Zeitung
bundesweit jeweils etwa 1.000 Rückkehrer. Die DAK zählte 2.000 und die
bundesweit vier größten Betriebskrankenkassen zusammen 500 Rückkehrer."
(aus der zm-Online)
Wegen der Ferienzeit erscheint dieser NewsLetter ausnahmsweise 1 Woche früher.
Auch wir wünschen Ihnen einen erlebnisreichen und erholsamen Urlaub und
vielleicht auch mal eine Woche ohne Regen!
Ihre ZahnNewsLetter Redaktion
Inhalt
1.)
Säure-Attacken können
Milchzähnen schaden / Neuer Selbsttest gibt Eltern Klarheit
2.)
25 Prozent der Kinder vereinen 60 Prozent der Karies auf sich
3.)
Kau Dich fit - Kaugummi gegen Stress und Anspannung
4.) Bundesbürger vernachlässigen
Gesundheitsvorsorge
5.)
Milch ist nicht für jeden
eine Wohltat!
6.) Arzneien -
Wechselwirkungen verbreiteter als angenommen
7.)
Die größten Irrtümer beim Abnehmen:
Mit Fasten nimmt man am schnellsten ab
8.)
Mehr als 11.000 Arzneimittel sind
zuzahlungsbefreit
9.)
Zahnmediziner schulen Altenpfleger -
Neuer Exklusivvertrag in Baden Württemberg
10.)
Öko-Test nimmt
Krankenkassen-Wahltarife unter die Lupe
11.)
Zum Schluss: 30 Millionen Euro von der
Zahnfee
1.)
Säure-Attacken können Milchzähnen schaden / Neuer Selbsttest gibt
Eltern Klarheit
Viele Kinder werden falsch ernährt. Ihre Zähne sind deshalb durch
Säure-Attacken gefährdet. Noch immer wird die Gefahr unterschätzt,
die das ständige Trinken von sauren Getränken verursacht. Ein neuer
Selbsttest der elmex Forschung im Internet hilft, Eltern Hinweise
für die richtige Mundhygiene der Kinderzähne zu geben.
Dass Süßigkeiten für Zähne gefährlich sind, wenn sie ständig gegessen werden,
ist bekannt. Nach wie vor weiß ein Großteil der Eltern aber noch nicht, dass
auch säurehaltige Erfrischungsgetränke und saure Bonbons den Milchzähnen schaden
können: Bei übermäßigem Trinken oder exzessivem Lutschen können die darin
enthaltenen Säuren den Zahnschmelz angreifen und sogar auflösen. Hier gilt es,
auf ein gesundes Verhalten bei der Kinderernährung zu achten. Wichtig ist auch,
dass die Eltern eine gründliche Mundhygiene des Kindergebisses sowie einen
regelmäßigen Zahnarztbesuch ihres Kindes gewährleisten. "Milchzähne sind wichtig
für die allgemeine gesunde Entwicklung des Kindes und dienen als Platzhalter für
die später nachrückenden bleibenden Zähne", erklärt Bärbel Kiene von der elmex
Forschung. "Geschädigte Milchzähne können die gesamte Gesundheit der Kinder und
ihrer bleibenden Zähne beeinträchtigen."
Gefahren drohen Kinderzähnen aber auch durch falsche und mangelhafte
Mundhygiene. So tauchten in jüngster Zeit wieder irreführende Aussagen darüber
auf, wie und ab wann Milchzähne gepflegt werden sollen. Falsche Ratschläge
können die Zahngesundheit der Kinder nachhaltig schädigen. "Bereits ab dem
ersten Milchzahn sollte geputzt werden", rät Bärbel Kiene, "zunächst einmal
täglich und ab dem zweiten Geburtstag zweimal pro Tag mit einer kleinen Menge
Kinder-Zahnpasta." Ganz wichtig: Die Kinder-Zahnpasta sollte immer Fluoride
enthalten. Diese spielen eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung von Karies
- eine Erkenntnis, die unter Zahnmedizinern als unstrittig gilt und
wissenschaftlich abgesichert ist.
Den Selbsttest finden Sie im Internet unter
www.zahngesundheit-aktuell.de/Kindertest
[ ©
PM der
GABA
GmbH ]
Basics: Mundhygiene
,
Erosionsbedingte Zahnschäden auf
www.Zahnwissen.de
2.)
25 Prozent der Kinder vereinen 60 Prozent der Karies auf sich
Die Mundhygiene hat in Kindergärten und Schulen vom
Rhein bis zur Oder einen hohen Stellenwert. Mit rund 6,6 Millionen
Prophylaxeimpulsen wurden Kinder, Jugendliche, Eltern und Pädagogen
zu Themen rund um die Mundgesundheit informiert und motiviert, wie
es in einer Dokumentation der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für
Jugendzahnpflege e. V. (DAJ,
www.daj.de), Bonn,
heißt.
Der Polarisation der Karies (etwa 25 Prozent der Kinder und
Jugendlichen vereinen ein hohes Kariesaufkommen von über 60 Prozent
auf sich) wurde in zweifacher Hinsicht Rechnung getragen: Zum einen
nahmen 154.000 Kinder und Jugendliche mit hohem Kariesrisiko an
spezifischen Programmen mit einer besonders intensiven Betreuung
teil. Außerdem wurden auch Jugendliche in 7. bis 10. Klassen in
Einrichtungen, in denen das durchschnittliche Kariesrisiko
überproportional hoch ist, gruppenprophylaktisch betreut; dies waren
im Berichtszeitraum 98.000 Schüler.
Ein wichtiges Element der Gruppenprophylaxe ist die Einbeziehung
der Eltern. Insgesamt fanden etwa 7.800 Elterninformationsveranstaltungen in der
Gruppe beziehungsweise über 22.000 Einzelberatungen statt.
Der spielerische Umgang mit Zahnarztstuhl, Absauger und Bohrer wurde 170.000
Kindern in zahnärztlichen Praxen oder Einrichtungen des Öffentlichen
Gesundheitsdienstes vermittelt; in der Mehrzahl handelte es sich um
Kindergartengruppen. Diese Besuche dienen der spielerischen Gewöhnung an
regelmäßige Kontrolluntersuchungen beziehungsweise einem Abbau eventueller
Ängste vor der Situation beim Zahnarzt.
Die Gabe von Fluoriden in Form von Gelees, Lösungen, Lacken oder Tabletten ist
über das tägliche Zähneputzen mit fluoridierter Zahnpasta hinaus ein bewährtes
Mittel gegen Karies. Diese Fluoride erhielten im Rahmen der Gruppenprophylaxe
787.000 Personen. Es wurden durchschnittlich 11,2 Prozent der in den
Einrichtungen gemeldeten Kinder von drei bis zwölf Jahren erreicht.
Knapp 3,7 Millionen Kinder/Jugendliche nahmen an einer Reihenuntersuchung zur
Inspektion der Mundhöhle und als Motivationsimpuls teil. Knapp die Hälfte der
Maßnahmen entfiel auf die Grundschule.
Getragen wurde die Arbeit in der Gruppenprophylaxe von ca. 500 Zahnärzten des
Öffentlichen Gesundheitsdienstes, 1.200 Prophylaxe-Fachkräften und fast 10.500
niedergelassenen Zahnärzten.
[ gekürzt
nach einer Meldung der DZW ]
Basics: Gruppenprophylaxe
im
Zahnlexikon-Online
3.)
Kau Dich fit - Kaugummi
gegen Stress und Anspannung
Über 90 % der 14- bis 49-Jährigen kennen ihn aus ihrer
Alltagserfahrung. Jeder Mensch empfindet die kleinen Anspannungen
des Alltags allerdings anders und greift auf unterschiedliche Mittel
zurück, um mit ihnen umzugehen. Eine unkomplizierte Methode ist
Kaugummikauen. Für viele Menschen dient es als einfaches Ventil, um
Anspannungen abzubauen.
Stress ist eine körperliche Reaktion auf emotionale, physische,
soziale oder mentale Reize. Die meisten Menschen sind nahezu täglich
mit Stress konfrontiert. Sei es als unmittelbare Antwort auf
einmalige Begebenheiten oder als chronisch anhaltende Reaktion auf
eine länger andauernde, schwierige Situation. Stress-Symptome sind
ein erhöhter Ausstoß des Hormons Adrenalin, Herzrasen,
Bluthochdruck, ein höherer Cholesterinspiegel im Blut sowie Muskel-
und Nervenanspannung. Welche Auswirkungen Stress auf den Menschen
hat, hängt allerdings von der jeweiligen Person ab. So gibt es
Unterschiede hinsichtlich der individuellen Stresstoleranz und des
Umgangs mit Stress – jeder Mensch entwickelt verschiedene Methoden,
um Stress zu bewältigen.
In vielen Fällen kann Kaugummikauen dazu beitragen, alltägliche
Stress-Situationen und den Alltagsdruck zu mildern. „Kaugummi
scheint bei der Stressbewältigung zu helfen. Die Belastung wird als
deutlich geringer empfunden, was die Leistungsfähigkeit steigert und
die Angst vor dem Versagen mindert“, erklärt Prof. Dr. Martin Korte,
Hirnforscher an der TU Braunschweig. Erste Belege dafür lieferte der
amerikanische Psychologe Dr. Harry Levi Hollingworth bereits im Jahr
1939. Der Wissenschaftler von der renommierten Columbia-Universität
in New York kam in seiner Studie „Die Psychodynamik des Kauens“ zu
dem Ergebnis, dass Kauen die Menschen bei der Arbeit entspannt.
[
PM der
Fa. Wrigley ]
Basics: Kaugummi
im
Zahnlexikon-Online
4.)
Bundesbürger
vernachlässigen Gesundheitsvorsorge
Trotz der hohen Bedeutung des Themas "Prävention" gehen die Deutschen im
Alltag nicht besonders pfleglich mit ihrer Gesundheit um: deutlich mehr als die
Hälfte der Bundesbürger (61%) bekennt, sich bisher nicht ausreichend um
gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen zu kümmern. Dies zeigt die vom
Marktforschungs- und Beratungsinstitut psychonomics AG (Köln) veröffentlichte
Studie "Health Care Monitoring 2007" zum Themenschwerpunkt "Prävention". 1500
Bundesbürger ab 16 Jahren wurden repräsentativ zu ihrem Gesundheitsverhalten und
zu ihren Einstellungen zu Gesundheitsthemen befragt.
Männer sind besondere "Vorsorgemuffel"
Nachlässiges Gesundheitsverhalten und fehlendes Präventions-bewusstsein
äußern sich vor allem im Auslassen von - dem Alter nach empfohlener und
erstattungsfähiger - Check-ups bzw. Früherkennungs-Untersuchungen. Lediglich
zwei Drittel der Deutschen nehmen diese regelmäßig wahr. Als besondere "Muffel"
in Sachen Gesundheitsprävention erweisen sich der Studie zufolge die Männer:
nicht einmal jeder zweite geht zu den von den gesetzlichen Krankenkassen
empfohlenen Krebsvorsorge-Untersuchungen.
ber auch andere Präventivmaßnahmen werden vernachlässigt: die Hälfte der
Deutschen (52%) unternimmt - wider besseres Wissen - nur wenig oder gar nichts,
um den Stress im Alltag zu verringern und fast jeder Zweite (44%) treibt nur
wenig oder gar keinen Sport. Immerhin bemühen sich die meisten Bundesbürger
(78%) eigenen Angaben zufolge aber um eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Als
psychosoziale Ursachen des mangelnden Präventionsverhaltens erweisen sich unter
anderem die Verdrängung von Krankheits- und Vergänglichkeitsängsten ("was ich
nicht weiß, macht mich nicht heiß"), das Gefühl der Überforderung ("ich müsste,
aber ich kann nicht") wie auch die Abwehr zunehmender gesellschaftlicher
Forderungen nach einem "gesundem Leben"; letztere werden häufig als
unangemessene Einmischung und Disziplinierung erlebt ("ich lasse mir nicht
sagen, was ich zu tun und wie ich zu leben habe").
"Die große Herausforderung für die Gesundheitspolitik und die verschiedenen
Akteure im Gesundheitssystem besteht darin, solche Präventions-Barrieren zu
erkennen und attraktive Lösungen dafür anzubieten. Dabei sollten auch
unterschiedliche Gesundheitstypen in der Bevölkerung berücksichtigt werden.",
sagt Anja Schweitzer, Leiterin der HealthCare Forschung der psychonomics AG.
Geschieht dies nicht, so die Expertin, "drohen viele wichtige und gut gemeinte
Präventionsprogramme zu scheitern".
[ PM der psychonomics AG ;
ansgar.metz@email.de ]
5.)
Milch ist nicht für jeden eine Wohltat!
Für ca. 10 Mio. Menschen in Deutschland ist Milch keine Wohltat, sondern eine
Ursache für Unwohlsein, Bauchschmerzen und Durchfall. Sie leiden unter
Milchzuckerunverträglichkeit auch bekannt als Laktoseintoleranz. Ursache dafür
ist ein Mangel des Laktase-Enzyms, der dazu führt, dass Milchzucker unverdaut
bleibt. Das Laktase-Enzym, spaltet den Milchzucker (Laktose) in seine
Bestandteile und macht ihn erst dadurch für den Körper verwertbar.
Die Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention e.V. hat jetzt eine
neue Broschüre zu diesem Thema herausgegeben. Sie enthält Antworten auf die
dringlichsten Fragen der Betroffenen bezüglich Symptomen, Ursachen,
Therapiemöglichkeiten und Ernährung. Eine persönliche Einkaufshilfe im Innenteil
der Broschüre, die den Laktosegehalt gängiger Lebensmittel abbildet, erleichtert
den täglichen Einkauf.
Während Laktoseintolerante in der Vergangenheit viele Lebensmittel und
Speisen meiden mussten, da sie Milchzucker enthalten, erleichtert heute die
Einnahme von Laktase das Leben entscheidend. Entsprechende Präparate sind
freiverkäuflich in Drogerien und Apotheken erhältlich. Sie führen das fehlende
Laktase-Enzym von außen zu und ermöglichen die Verdauung der Laktose. Eine
strenge Diät wird überflüssig. Insbesondere unterwegs ist Laktoseintoleranz
sonst eine große Belastung, da viele Lebensmittel versteckt Milchzucker
enthalten. Sogar Süßstofftabletten, Gewürzmischungen und Medikamente können
Laktose beinhalten. Durch die Präparate sind die Betroffenen auch vor einem
knochenschädigenden Kalziummangel bewahrt, der durch die Meidung von
Milchprodukten leicht entsteht.
Besonders häufig von Laktoseintoleranz sind Menschen mit chronischen
Erkrankungen des Magen-Darmtraktes sowie Senioren betroffen. Sehr verbreitet ist
dies auch unter Menschen aus Asien und Afrika.
Interessenten können die Broschüre "Wenn Milch krank macht ..." kostenlos bei
der Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention e.V., Mariahilfstraße
9, 52062 Aachen, Email: info@fet-ev.eu,
anfordern oder unter
www.fet-ev.eu downloaden
[
PM der Fachgesellschaft für Ernährungstheraphie und Prävention e.V. ]
6.)
Arzneien -
Wechselwirkungen verbreiteter als angenommen
Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln sind verbreiteter als
bisher angenommen. Etwa 5.000 mit unterschiedlichem Schweregrad sind
bislang bekannt, 20 Prozent davon sind schwerwiegend. Das meldet die
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).
Am häufigsten seien Wechselwirkungen bei älteren Patienten, die
viele Medikamente einnehmen oder wenn verschiedene Ärzte und
Apotheken an der Versorgung beteiligt sind. Die Arzneistoffgruppe
mit den meisten Wechselwirkungen sind Rheumamittel, berichtet die
ABDA. Ebenfalls problematisch seien viele Medikamente gegen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zum Beispiel Digitalis,
Calciumkanalblocker oder Diuretika.
Wechselwirkungen seien aber auch bei rezeptfreien Medikamenten
möglich. So könne Johanniskraut die Wirkung der Antibabypille
beeinträchtigen, Kalzium die Wirkung von Medikamenten gegen
Osteoporose hemmen.
[
©: zm-Online ]
Basics:
Pharmakon im
Zahnlexikon-Online
7.)
Die größten Irrtümer
beim Abnehmen - Mit Fasten nimmt man am schnellsten ab
Beim Fasten baut der Körper nicht nur das Fett aus den Fettzellen ab,
sondern auch die Muskeln. Dadurch verbraucht der Körper weniger Energie.
Richtig durchgeführtes (Heil-)Fasten kann allerdings ein Einstieg ins
Abnehmen sein. Manche machen dabei erstmals die Erfahrung, dass man sich
auch ohne Nahrung wohlfühlen kann. Die Geschmackssinne werden geschärft
und das Essen schmeckt nach dem so genannten Fastenbrechen viel
intensiver. Diese Erfahrungen können eine anschließende
Ernährungsumstellung erleichtern. Den besten Effekt erreicht man, wenn
man das Fasten in Form eines Urlaubs (Fastenwandern) oder eines Kurlaubs
unter fachlicher Anleitung durchführt und sich nach den Fastentagen ein
bis zwei Wochen Zeit nimmt, um neue Ernährungsgewohnheiten zu erlernen
und zu festigen.
[ aid-PM ]
8.)
Mehr als 11.000 Arzneimittel sind zuzahlungsbefreit
(ots) Für mehr als 11.000 Arzneimittel sind Patienten
aller Krankenkassen von der gesetzlichen Zuzahlung befreit. Nach
Berechnungen der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
sind seit dem 1. Juli 2007 genau 11.226 Medikamente von dieser Regelung
betroffen. Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der zuzahlungsfreien
Arzneimittel somit mehr als verfünffacht.
"Wir Apotheker freuen uns darüber, dass der Geldbeutel der Patienten
geschont wird", sagt ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf: "Inzwischen
wissen die Versicherten, dass nicht die Apotheken, sondern die
Krankenkassen von den Zuzahlungen profitieren. In der Apotheke soll
schließlich die Beratung über Risiken und Nebenwirkungen statt die
Aufklärung über Zuzahlungen und Befreiungen im Vordergrund stehen."
Das Gesundheitsreformgesetz AVWG aus dem Jahr 2006 ermöglicht es den
Krankenkassen, Nachahmermedikamente (Generika) von der Zuzahlung zu befreien,
wenn ihr Abgabepreis mindestens 30 Prozent unter dem so genannten Festbetrag
liegt. Am 1. Juli 2006 hatte die ursprüngliche Liste rund 2.100
zuzahlungsbefreite Präparate enthalten. Die aktuelle Tabelle ist im Internet
unter www.aponet.de zu
finden. Bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln müssen Patienten im
Normalfall 10 Prozent der Kosten selbst tragen, mindestens 5 und höchstens 10
Euro. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind befreit.
Auch Erwachsene sind von weiteren Zuzahlungen befreit, soweit diese bereits 2
Prozent ihrer jährlichen Bruttoeinnahmen übersteigen. Bei chronisch Kranken ist
diese Belastungsgrenze bei 1 Prozent erreicht. Unter
www.aponet.de ist ein einfach
zu bedienender Zuzahlungsbefreiungsrechner zu finden.
[ PM der
www.abda.de ]
Basics:
Pharmakon im
Zahnlexikon-Online
9.)
Zahnmediziner schulen Altenpfleger
in Hessen
Die Landeszahnärztekammer Hessen startet im Rahmen eines Pilotprojekts
gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Frankfurt die Mundhygiene-Intensivschulung von
Pflegern hessischer Seniorenheime. Ziel ist es, die Mundgesundheit älterer und
pflegebedürftiger Menschen nachhaltig zu verbessern.
Das Pilotprojekt wird im Rahmen zunächst in zwei Altenpflegeheimen in Frankfurt
durchgeführt. In der auf ein Jahr angelegten Studie wird untersucht, wie sich
die wiederholte intensive Schulung der Pfleger auf die Mundgesundheit der
Bewohner auswirkt.
Die ersten Schulungen fanden im Juni statt. Pfleger informierten sich, warum
regelmäßige Mundhygiene und zahnmedizinische Betreuung als Teil der Altenpflege
so wichtig sind und wie man diese Pflege im Alltag einfach und praktikabel
sicherstellt.
So ist zum Beispiel der mit einer Schaumstoffrolle vergrößerte Griff der
Zahnbürste für ältere Menschen leichter zu handhaben. Spezielle
Prothesenzahnbürsten können die Mundhygiene im Pflegebereich ebenso erleichtern
wie elektrische Zahnbürsten.
Die Landeszahnärztekammer Hessen hat es sich zur Aufgabe gemacht, in der
Öffentlichkeit ein Bewusstsein für Mundgesundheit im Alter zu schaffen.
Langfristig ist geplant, in ganz Hessen Schulungen für das Pflegepersonal und
auch für Zahnärzte verstärkt Fortbildungen in der Alterszahnheilkunde
anzubieten.
Neuer Exklusivvertrag in
Baden Württemberg
Die zahnärztliche Behandlung von Behinderten in vollstationären Einrichtungen
wird mit zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen verbessert. Das sieht in
Baden-Württemberg der ab so fort gültige Exklusivvertrag zwischen der AOK und
der KZV vor.
"Durch die Erweiterung der Vorsorgemaßnahmen wird der zahnärztliche
Behandlungserfolg nachhaltig gesichert und Folgeerkrankungen werden reduziert",
so Dr. Rolf Hoberg, Chef der AOK Baden-Württemberg.
Versicherte haben grundsätzlich Anspruch auf eine Zahnsteinentfernung im Jahr.
Der Vertrag erweitert diese Leistung für behinderte Menschen in bestimmten
stationären Einrichtungen um eine zusätzliche Entfernung harter und weicher
Zahnbeläge im Jahr. Darüber hinaus kann nunmehr zweimal pro Jahr eine
Fluoridierung der Zähne im Zusammenhang mit der Zahnsteinentfernung erbracht
werden.
"Zahnfleischentzündungen und parodontale Schädigungen der Zähne bei behinderten
Menschen können so reduziert werden, die Zahnärztinnen und Zahnärzte können sich
noch intensiver und noch individueller um diese Menschen kümmern", sagte Dr. Ute
Maier, Vize-Vorsitzende der KZV Baden-Württemberg.
Insgesamt neun Zahnarztpraxen, die neun vollstationäre Einrichtungen in
Baden-Württemberg betreuen, nehmen vom Start an an dem Vertrag teil. Rund 3.000
behinderte AOK-Versicherte werden dadurch ergänzende Prophylaxemaßnahmen
erhalten, deren Kosten bis zu 100.000 Euro pro Kalenderjahr von der AOK
Baden-Württemberg übernommen werden.
[ ©:
PM der
zm-Online ]
Basics:
Gerostomatologie im
Zahnlexikon-Online
10.)
Öko-Test nimmt Krankenkassen-Wahltarife unter die Lupe
Die gesetzlichen Krankenkassen preisen derzeit ihre neuen Sondertarife an.
Tatsächlich ist das Sparpotenzial bei einigen Angeboten enorm, ergab jetzt ein
Test des Frankfurter Verbrauchermagazins Ökotest. Dies gilt vor allem bei
Ausnutzung einer Kombination aus Selbstbeteiligungs- und Beitragsrückgewähr.
Allerdings gibt es solche Schnäppchen derzeit nur bei wenigen Anbietern. Stolze
92 Angebote kamen im Ranking auf den ersten Platz. So können Kunden etwa bei der
BIG, bei der Techniker Krankenkasse und der IKK Niedersachsen durch eine
Kombination von Selbstbehalts- und Beitragsrückgewährtarifen ganze 900 Euro im
Jahr sparen. Bei der Novitas sind es 600 Euro. Voraussetzung für die günstigen
Bedingungen: man wird nicht ernstlich krank. Hingegen ist der Einstieg in einen
Wahltarif und damit eine dreijährige Bindung an die Kasse bei teuren Anbietern
nicht empfehlenswert. So liegt der persönliche Beitragssatz bei der AOK Berlin
und der AOK Saarland auch nach Ausnutzung der neuen Bonustarife teilweise bei
über acht Prozent. Generell sollten Versicherte vor dem Einstieg in einen
Wahltarif bei ihrer Kasse erst einmal den Wechsel in eine günstigere
Krankenkasse prüfen. Damit sparten nämlich gerade die Kunden teurer Kassen oft
mehr als durch den Einstieg in einen Wahltarif.
Mehr:
http://www.oekotest.de
[ PM der
Zahnarztwoche
]
11.)
Zum Schluss: 30
Millionen Euro von der Zahnfee
Für die herausgefallenen Milchzähne ihrer Kinder zahlen die
Briten jährlich 20 Millionen Pfund (etwa 30 Millionen Euro), wie eine
Untersuchung herausgefunden hat. Innerhalb einer Generation hat sich der Wert
der Milchzähne danach mehr als verdreifacht.
Der Brauch, dass die Zahnfee Milchzähne einsammelt und dafür Münzen hinterlässt,
ist nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Deutschland bekannt. Experten
des britischen Unternehmens The Children’s Mutual, einem Anbieter für auf Kinder
abgestimmte Treuhänderfonds, haben jetzt ermittelt, dass britische Eltern für
die Milchzähne ihrer Kinder heute 500 Prozent mehr bezahlen als noch vor 25
Jahren.
Im Vergleich dazu seien die Lebenshaltungskosten nur um 150 Prozent gestiegen,
wie die Online-Agentur Ananova berichtet. Im Durchschnitt erhalten britische
Kinder für einen heraus gefallenen Zahn umgerechnet etwa 1,60 Euro.
[ ©
Ärztezeitung ]
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