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Zahnärztlicher NewsLetter Nr.
09/2006/ 1. September 2006
"Die Mehrheit der Deutschen glaubt nicht daran, dass die Gesundheitsreform in
der derzeit diskutierten Form umgesetzt wird. Letztendlich werde es eine völlig
andere Lösung geben." Dies ist ein Ergebnis einer repräsentativen Befragung der Continentale Krankenversicherung in Zusammenarbeit mit dem
Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest. "Die Pläne für die Gesundheitsreform
werden nach wie vor von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. Zu persönlichen
Einschnitten für ein zukunftssicheres Gesundheitswesen ist die Bevölkerung
außerdem mehrheitlich nicht bereit: 41 Prozent der Buerger würden solche
Einschnitte hinnehmen, 57 Prozent lehnen es ab. Besonders deutlich ist die
Ablehnung bei Ostdeutschen (65 Prozent) und Frauen (62 Prozent). Eine Mehrheit,
die zu Einschnitten bereit ist, gibt es nur bei Befragten mit Abitur (57
Prozent) und einem Haushaltsnettoeinkommen von 2.500 Euro oder mehr (52
Prozent)."
Wir meinen: "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" hilft
sicherlich nicht weiter wenn es darum geht, ein finanziell marodes
Gesundheitssystem für die Zukunft fit zu machen.
Ihre ZahnNewsLetter Redaktion
Inhalt
1.)
Studie: Eltern
putzen Zähne ihrer Kleinkinder zu kurz
2.)
Chip soll Zähne neu wachsen lassen
3.)
Kein Schmerzensgeld für abgebrochenen
Zahn
4.)
Raucher haben häufiger Schmerzen
5.)
Kontrolle des Essverhaltens - sind kleine Sünden
okay?
6.)
Lippen-Kiefer-Gaumenspalten heute im Schulalter meist schon
unsichtbar
7.) „Tag der Zahngesundheit“ am 25.
September: „Hip Hop für die Zähne“
8.)
Honig - nicht nur ein Lebensmittel
9.)
Allergien: Jede dritte Verpackung enthält Latex
10.)
Rotwein soll Schlafhormone
enthalten
11.) Witzig, lebensnah und
sogar gesund: Die sechs besten Kinderbücher zum Thema Gesundheit
12.)
Nahrungsergänzungsmittel: Nutzbringer
oder Nieten?
13.)
Zum Schluss: Wir haben es schon immer
gewusst ;-)
1.)
Studie: Eltern putzen Zähne ihrer Kleinkinder zu kurz
Englische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Mütter
die Zähne ihrer Kleinkinder zu kurz putzen. Die durchschnittliche
Putzdauer für die Frontzähne beträgt zehn Sekunden, für die
Seitenzähne 13 Sekunden. Die übrige Zeit vergeht mit anderen
Aktivitäten wie Ausspülen, Kauen auf der Zahnbürste und Sonstigem.
Das ist das Ergebnis einer Pilotstudie, bei der Eltern gebeten
wurden, über einen Zeitraum von 24 Stunden jedes Zähneputzen bei
ihrem Kleinkind vom jeweiligen anderen Elternteil mit einer
Videokamera filmen zu lassen. 89 Prozent der Eltern putzten den
durchschnittlich 2,5 Jahre alten Kindern die Zähne zweimal täglich.
Hauptsächlich wurden die Zähne von der Mutter geputzt. Die meisten
Eltern beurteilten die Zahnpflege bei ihren Kindern als sehr
effektiv und als nicht verbesserungsbedürftig. Die Untersucher waren
überrascht, hatten sie doch eine gründlichere Zahnpflege durch die
Eltern angenommen. Das Ziel sollte sein, die Kleinkinderzähne
zweimal täglich drei Minuten lang mit System zu putzen. Die
Gewohnheiten hinsichtlich des Zähneputzens entwickeln sich in den
ersten Lebensjahren eines Kindes. Daher werden die Eltern in fast
alle Gruppenprophylaxe-Programme mit einbezogen. Möglicherweise in
noch nicht ausreichendem Maße.
[ ©:
FVDZ-NewsLetter, Quintessenz online ]
Basics:
Mundhygiene
im
Zahnlexikon-Online
Basics:
Kinder
auf
www.zahnwissen.de
2.)
Chip soll Zähne neu
wachsen lassen
(BSMO) Kanadische Wissenschaftler entwickeln derzeit
einen Chip, der das Wachstum von Zähnen und Knochen stimulieren
soll. Dazu wird niedrig intensiver, gepulster Ultraschall (LIPUS)
verwendet. Erstmalig scheint es gelungen zu sein, das Wachstum von
Knochen und Zähnen zu stimulieren.
Die Wissenschaftler von der Faculty of Engineering der University of
Alberta, Kanada haben einen Chip entwickelt, der niedrig intensiven,
gepulsten Ultraschall (LIPUS) nutzt. Auf die Idee kam Dr. El-Bialy
nach Versuchen mit Kaninchen. In einer publizierten Studie zeigte
er, dass Ultraschall eine stimulierende Wirkung auf das Zahnwachstum
hat. Auch beim Menschen konnte dieser Effekt beobachtet werden. Hier
konnte durch LIPUS bei Patienten mit hemifazialer Mikrosomie das
Knochenwachstum stimuliert werden.
Die Forscher entwickeln derzeit einen Miniatur-Chip, der bequem von
den Patienten im Mund getragen werden kann. Ein kabelloser
Ultraschallgeber macht dies möglich. Der Chip kann an Brackets oder
herausnehmbaren Kunststoffkronen befestigt werden. Ein Energiesensor
soll sicherstellen, dass der Ultraschall das Behandlungsgebiet von
Zahnwurzel und Knochen erreicht. "Ist eine Wurzel defekt, kann diese
nun fixiert werden", meint Dr. El-Bialy. Hiervon könnten auch
Patienten mit Wurzelresorptionen profitieren. Die Wissenschaftler
arbeiten nun daran, den Prototypen innerhalb der nächsten zwei Jahre
zur Marktreife zu entwickeln.
[
©:
FVDZ-NewsLetter, University of Alberta, Juni 2006 ]
3.)
Kein Schmerzensgeld für abgebrochenen Zahn
Ein abgebrochener Zahn hat es bis vor den Bundesgerichtshof (BGH)
geschafft. Dessen Besitzer hatte im Restaurant einen Grillteller
gegessen, auf dem unter anderem Hackfleischröllchen lagen. Beim Kauen
der Röllchen brach dem Gast ein Zahn ab, seiner Meinung nach, weil
sich darin ein "harter Fremdkörper", mutmaßlich ein kleiner Stein,
befunden habe. Der Gast forderte vom Restaurant deshalb den
Eigenanteil an seiner zahnärztlichen Behandlung in Höhe von 500 Euro
zurück, dazu ein angemessenes Schmerzensgeld und eine Garantie dafür,
dass der Wirt auch für zukünftige Folgeschäden aus diesem Malheur zu
zahlen habe. Das Amtsgericht wies die Forderungen zurück, das
Landgericht die Berufung des Klägers ebenfalls. Auch der BGH verwarf
die Klage. Der Gast müsse beweisen, was er behaupte. Doch das könne er
nicht. Denn das Steinchen aus dem Hackfleischröllchen ist bis heute
verschwunden, vermutlich verschluckt von dem Gast selbst
[
FVDZ-NewsLetter
, Aktenzeichen: VIII ZR 283/05, Frankfurter
Allgemeine Zeitung ]
4.)
Raucher haben häufiger
Schmerzen
(BSMO) Das Wahrnehmen von Schmerzen ist individuell verschieden.
Während der eine Patient während eines Eingriffs fast vom Stuhl
springt, zuckt ein anderer nicht mit der Wimper. Englische Forscher
haben nun eine weitere Erklärung der individuellen Unterschiede
gefunden: Das Rauchen. Forscher berichten immer wieder über gute
Gründe, gar nicht erst mit dem Rauchen anzufangen. Ein britisches
Team fügt nun einen weiteren hinzu. Epidemiologen der University of
Southampton untersuchten mögliche Zusammenhänge zwischen Rauchen und
Schmerzenempfindung. Dazu werteten sie Fragebögen von 12.907 Briten
im Alter zwischen 16 und 64 Jahren aus, in denen unter anderem
Angaben zu Schmerzen innerhalb der vergangenen zwölf Monate an
Rücken, Nacken und den Extremitäten sowie zu Rauchgewohnheiten,
körperlicher Aktivität bei der Arbeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit und
Stress erfasst wurden. 6.513 Teilnehmer gaben an, in der
Vergangenheit geraucht zu haben und 3.184 waren zum Zeitpunkt der
Befragung Raucher.
Für die ehemaligen und aktuellen Raucher ergab sich im Vergleich zu
den Teilnehmern, die nie geraucht hatten, ein höheres Risiko für
Schmerzen. Besonders ausgeprägt war der Unterschied bei "Schmerzen,
die normale Aktivitäten verhindern". Hier wurde das Risiko durch das
Rauchen um das bis zu 1,6-fache erhöht. Das Geschlecht und die Art
der Arbeit hatten keinen Einfluss auf das Ergebnis.
Die Autoren der Studie haben zwei Erklärungen für diese Ergebnisse.
Zum einen könnten die pharmakologischen Effekte einiger
Inhaltsstoffe von Zigaretten zu Grunde liegen. So könnte
beispielsweise das Nikotin die Schmerzverarbeitung im Gehirn
verändern oder die Blutversorgung der Muskeln stören. Ein anderer,
ganz banaler Grund könnte darin liegen, dass Menschen mit einer
niedrigeren Schmerzschwelle schneller zur Zigarette greifen als
Schmerzunempfindliche.
[
©:
FVDz-NewsLetter , nach Information der Online-Ausgabe von
Annals of the Rheumatic Diseases
]
Basics:
Schmerzen im
Zahnlexikon-Online
5.)
Kontrolle des Essverhaltens - sind kleine
Sünden okay?
(aid) - Klischees und Vorurteile gibt es viele. Aber was ist
dran, am Klischee der unkontrollierten, zügel- und hemmungslosen
Übergewichtigen? Nicht viel! Sie sind oft sehr streng zu sich selbst und
versuchen sich stark zu kontrollieren, indem sie die natürlichen Signale
von Hunger, Appetit und Sättigung "überhören" und so das Essen
einschränken. Das funktioniert allerdings nur kurzfristig und bewirkt
oft das Gegenteil.
In einigen Untersuchungen zeigte sich, dass solche disziplinierten und
gezügelten Esser in einer Stresssituation mehr essen, als Menschen, die
sich über den Kaloriengehalt der Nahrung nicht so viele Gedanken machen.
Das nennt man Gegenregulation. Wer sich nach dem
Alles-oder-Nichts-Prinzip zum Beispiel vornimmt, nie wieder Schokolade
zu essen, setzt sich einem sehr hohen Druck aus. Hält man diesem Druck
nicht mehr Stand und nascht doch ein Stückchen Schokolade, führt das zu
Frust, Enttäuschung und möglicherweise zu einer Fressattacke. Wer sich
allerdings vornimmt, pro Woche eine Tafel Schokolade weniger zu essen
als bisher, lässt sich genügend Freiraum, setzt sich aber auch klare
Grenzen. Das erleichtert das Durchhalten. Darum sollte Kindern Süßes
nicht grundsätzlich verboten werden, da dies zum heimlichen Naschen
reizt.
Eine strenge Kontrolle des Essverhaltens macht sich zum Beispiel durch
häufig durchgeführte Diäten bemerkbar. Sie helfen nicht bei der
langfristigen Kontrolle des Körpergewichts und die Entstehung einer
Essstörung wie Magersucht oder Bulimie kann gefördert werden. Anders ist
dies bei der flexiblen Kontrolle des Essverhaltens. Die Maßnahmen sind
weniger einschneidend und man geht in kleinen Schritten vor. Das hilft,
das Gewicht langfristig zu halten. Wer abnehmen will, sollte darum nicht
zu streng zu sich selbst sein. Eine kleine Kaloriensünde zwischendurch
ist nicht nur lecker sondern hebt auch die Stimmung.
[ © :
aid , Daniela
Umbreit ]
Basics:
Ernährungsempfehlungen im
Zahnlexikon-Online
6.)
Lippen-Kiefer-Gaumenspalten heute im Schulalter meist schon
unsichtbar
(ots) - Eines von 600 Babys wird mit einer
Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (LKG-Spalte) geboren. Trotzdem ist das
Bild einer klaffenden Oberlippe in der Öffentlichkeit heute so gut
wie verschwunden. Eine früh einsetzende Behandlung in mehreren
Schritten verschließt den Defekt von Mund und Rachen nicht nur,
sondern macht ihn äußerlich auch fast unsichtbar. Zuerst wird in der
Regel der Spalt in der Lippe bereits im Alter zwischen drei und
sechs Monaten verschlossen, berichtet das Apothekenmagazin "Baby und
Familie".
Im zweiten Lebensjahr operieren die Ärzte den Gaumen. Der Verschluss
von Knochenlücken folgt meist erst, wenn die Milchzähne ersetzt
sind. Konnte in früheren Zeiten eine LKS-Spalte ein lebenslanges
Stigma bedeuten, gibt es heute für Betroffene kaum noch
Karrierehindernisse.
Selbst in Hollywood kam schon ein LKS-Junge groß raus: Filmstar
Joaquin Phoenix brachte es unter anderem zum Film-Kaiser von Rom
("Gladiator") und verkörpert jetzt den großen Johnny Cash ("Walk the
Line") im Kino.
[©:
Apothekenmagazin "Baby und Familie" 8/2006,
www.GesundheitPro.de ]
Basics:
Lippen-Kiefer-Gaumenspalten im
Zahnlexikon-Online
7.)
"Tag der Zahngesundheit" am 25. September: "Hip Hop für die Zähne"
Eine bisher noch nicht besonders beachtete Gruppe steht in diesem
Jahr im Blickpunkt der Aktionen rund um den „Tag der Zahngesundheit“ am
25. September: die Jugendlichen. Mit vielfältigen Aktivitäten,
Veranstaltungen und Aktionen wollen die rund 30 Mitglieder im
Aktionskreis „Tag der Zahngesundheit“ vor allem die Jugendlichen selbst
erreichen und sie zu Eigenverantwortung für ihre Zahngesundheit
motivieren – aber auch Eltern, ärztliche Kollegen, Kontaktpersonen in
Schule und Ausbildung und natürlich die breite Öffentlichkeit sollen
angesprochen werden, um die Jugendlichen bei der Erhaltung ihrer
Zahngesundheit zu unterstützen.
In den Jahren zwischen 12 und 16 sind die Jugendlichen aus der Sicht der
Zahnärzte in einer wichtigen Altersphase: Während sich die Zahngesundheit der
12-Jährigen in den letzten Jahren ganz außerordentlich verbessert hat, besteht
die Gefahr, dass diese Erfolge in der Zeit des nachfolgenden Umbruchs in der
Lebenssituation der Jugendlichen wieder verloren gehen: Epidemiologische Studien
bestätigen auch im internationalen Vergleich für Deutschland einen Spitzenplatz
der 12-jährigen Jugendlichen hinsichtlich des deutlichen Rückgangs der Karies -
Untersuchungen bei den 15-Jährigen ergaben einen Anstieg des Kariesbefalls
insbesondere im Zahnzwischenraumbereich.
Medizinisch gesehen erleben die meisten Jugendlichen in dieser Altersphase
deutliche Veränderungen an ihrem Körper – damit einher gehen auch Veränderungen
im Bereich des Mundes und der Zähne. Die Zähne des bleibenden Gebisses sind
vollständig durchgebrochen und bedürfen einer intensiven Pflege, um vor Zahn-
und entzündlichen Erkrankungen des Zahnhalteapparates geschützt zu werden. Waren
am Beginn der Wechselgebissphase die Kauflächen am stärksten durch Karies
gefährdet, sind es nun insbesondere die Zahnzwischenräume. Auch entzündliche
Erkrankungen des Zahnfleisches (Gingivitis) und des Zahnhalteapparates
(Parodontitis) sind nunmehr von gößerer Bedeutung. Psychologische Veränderungen
und vor allem solche im sozialen Bereich setzen im Leben der jungen Menschen
aber nicht selten neue Prioritäten: Partnersuche wird ein wichtiges Thema, die
Anerkennung in der Gruppe, Attraktivität und auch die mögliche Sorge um eine
zufrieden stellende Zukunft. Die damit verbundenen Aktivitäten lassen ein Thema
wie „Zahnpflege“ manchmal deutlich in den Hintergrund treten. Auch
risikoorientierte Lebensstile, wie Rauchen, anderer Drogenkonsum und falsche
Ernährung haben Auswirkungen auf die Mundgesundheit. Auf diese gilt es nicht nur
früh genug hinzuweisen, sondern aktiv Einfluss darauf zu nehmen - dies
natürlicherweise in einem Verbund mit weiteren Aktivitäten zur Prävention und
Gesundheitsförderung. So ist der Kampf gegen Überernährung und gegen die Zunahme
des Diabetes Typ 2 bereits bei Jugendlichen ein wichtiger Schritt für die
Vermeidung von Zahnkaries und vor allen Dingen von im weiteren Erwachsenenalter
auftretenden entzündlichen Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis).
Gleichzeitig ist dies aber auch ein wichtiger Beitrag der Zahnmedizin für die
Erhaltung der allgemeinen Gesundheit. Mit dem Thema „Hip Hop für die Zähne“ will
der Aktionskreis „Tag der Zahngesundheit“ genau hier ansetzen: Wer schöne und
gesunde Zähne haben und einen guten Eindruck beim Lächeln und Flirten
hinterlassen möchte, also „hip“ bzw. „in“ sein möchte, muss dafür auch etwas tun
(„hop“) und seine Zähne regelmäßig pflegen. Die Bedeutung eines gepflegten
Lächelns für die Kommunikation nimmt auch in jugendnahen Medien eine größere
Rolle als je zuvor ein – hier sieht der Aktionskreis eine große Chance, über das
Eigeninteresse der jungen Leute an attraktiven Zähnen auch ihre
Eigenverantwortung für die Pflege dieser Zähne zu optimieren.
Im Rahmen der auf den 8. September 2006 gelegten zentralen Pressekonferenz
zum Tag der Zahngesundheit 2006 in Dortmund werden die Bundeszahnärztekammer und
die zahnmedizinische Wissenschaft in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der
Kinder- und Jugendärzte die Situation der Zahngesundheit der Jugendlichen
darstellen und Wege aufzeigen, diese zu verbessern bzw. die naturgesunden Zähne
über die Jugendzeit in die Erwachsenenzeit hinein zu erhalten. Den ganzen
September über wird es auch dieses Jahr wieder in ganz Deutschland vielfältige
Veranstaltungen der unterschiedlichsten Anbieter geben, von Zahnärzten über
Ärzte und Apotheker bis hin zu Schulen, Krankenkassen, Initiativen und
Gemeindeaktionen, die sich alle für die Verbesserung der Mundgesundheit, nicht
zuletzt für die Unterstützung der Jugendlichen bei der Erhaltung ihrer gesunden
Zähne engagieren. Ab Mitte August wird auch die Website
www.tag-der-zahngesundheit.de wieder regelmäßig über aktuelle Veranstaltungen
und Themen berichten. Auch wenn der eigentliche „Tag der Zahngesundheit“ seit
1991 immer der 25. September ist: Inzwischen hat diese Aktion eine derart große
Eigendynamik entwickelt und tausende von kleineren und größeren Aktivitäten
entstehen lassen, dass diese sich längst über den ganzen September verteilen und
damit dem Thema nachhaltig eine breite Öffentlichkeit geben. Die Idee von 1991,
einen solchen „Tag der Zahngesundheit“ zu etablieren, ist nach 15 Jahren zu
einer enormen Erfolgsgeschichte auch über die zahnärztlichen Organisationen
hinaus geworden und hat in der Vergangenheit viele wichtige Impulse zu jeweils
ganz unterschiedlichen Jahresschwerpunktthemen gesetzt.
[Pressestelle „Tag der Zahngesundheit“ Dr. Matthias
Lehr / Birgit Dohlus Telefon: 030 / 3082 4682, Mail:
info@zahndienst.de ]
8.)
Honig - nicht nur ein Lebensmittel
(aid) - Er ist streichfähig, zähfließend oder dünnflüssig und es gibt ihn in
unzähligen Geschmacksrichtungen: Raps, Lindenblüte, Akazie, Edelkastanie und
viele mehr. Die Rede ist von Honig. Doch Honig ist nicht nur ein Lebensmittel,
sondern jüngsten Forschungsberichten zufolge auch ein Heilmittel. Forscher der
Universitätskinderklinik in Bonn berichten über positive Erfahrungen mit einem
Wundbehandlungsmittel auf der Basis von Honig. Selbst chronische Wunden, die mit
multiresistenten Bakterien infiziert waren, heilten oft binnen weniger Wochen.
Da Mediziner in Kliniken immer öfter mit Keimen konfrontiert werden, die gegen
gängige Antibiotika resistent sind, nutzen inzwischen zwei Dutzend Kliniken in
Deutschland die speziellen Wundbehandlungsmittel mit Honig. Es handelt sich
hierbei um spezielle Medizinprodukte, die mit sterilisiertem australischem Honig
hergestellt werden.
Haushaltsüblicher Honig sollte nicht für die Wundbehandlung eingesetzt werden,
denn er kann Sporen von Krankheitserregern (u. a. von Clostridien) enthalten.
Die heilende Wirkung des Honigs basiert auf einem Enzym, das die Bienen ihm
während der Erzeugung zusetzen. Dieses Enzym sorgt dafür, dass im Honig
permanent geringe Mengen Wasserstoffperoxid entsteht, das antimikrobiell wirkt.
Dies erklärt auch die vielbeschworene Wirkung des Honigs als Hausmittel bei
Halsentzündungen und Erkältungen. Das Enzym ist jedoch hitze- und
lichtempfindlich. Deshalb sollte Honig nicht über 40 Grad Celsius erwärmt und
dunkel gelagert werden.
[© aid,
Dr. Maike Groeneveld ]
Basics: versteckter
Zucker im
Zahnlexikon-Online
9.)
Allergien: Jede dritte Verpackung enthält Latex
Die adhäsiven Eigenschaften von Latex erleichtern das
Verpacken von Nahrungsmitteln. Doch das Allergen tritt häufig auf die
Speisen über, berichtet das Deutsche Ärzteblatt und verweist auf eine
englische Studie.
In heutigen Supermärkten gibt es kaum noch ein Produkt, das unverpackt
verkauft wird. Der Zusatz von Latex wirkt sich dabei materialsparend aus, da
sich die mit dem Naturgummi beschichteten Folien leicht an die Nahrungsmittel
anlegen. Aus lebensmittelhygienischen Gründen mag das unproblematisch sein, für
Latex-Allergiker, deren Zahl in den letzten Jahren zugenommen hat – 1 bis 6
Prozent der britischen Bevölkerung sollen sensibilisiert sein – kann dies jedoch
unter Umständen einen schwere Asthmaanfall auslösen.
Die Food Standards Agency, eine von der britischen Regierung im Jahr 2000
eingesetzte Verbraucherschutzbehörde, hat 21 Typen von Verpackungen auf ihren
Latexgehalt untersuchen lassen, schreibt das Deutsche Ärzteblatt. Darunter:
Süßigkeiten, Obst und Gemüse, Fleisch, Gebäck und Milchprodukte.
Mit einer besonderen Messeinrichtung gelang es dem britischen Forschungsinstitut
Leatherhead Food International Latex, bereits niedrigste Konzentrationen ab 5
bis 10 ng/ml nachzuweisen. Und die Gruppe um Joanna Topping wurde fündig. Sieben
von 21 Kontaktmaterialien enthielten Latex, das in unterschiedlicher Menge auch
an die Nahrungsmittel abgegeben wurde. Die höchste Konzentration enthielten
Schokoladenkekse mit einer Konzentration von 20ng/ml. In der Verpackung betrug
die Konzentration sogar 85ng/ml. Noch mehr Latex enthielt die Verpackung von
Eiskrem mit 370ng/ml. Das Eis selbst war aber nur mit 14ng/ml belastet.
Ein Dermatologe und Berater der Latex Allergy Support Group, einer britischen
Patientenorganisation, nannte laut Deutschem Ärzteblatt die Ergebnisse
signifikant und forderte eine Deklarierungspflicht von Latex in Verpackungen,
was angesichts der Risiken verständlich ist. Die Food Standards Agency, die am
ehesten einen Vorstoß in diese Richtung unternehmen könnte, äußerte sich dagegen
zurückhaltend und forderte weitere Untersuchungen.
[
©:
ck/DÄB,
zm-online.de ]
Basics:
Latex im
Zahnlexikon-Online
10.)
Forschung:
Rotwein soll Schlafhormone enthalten
Italienische Forscher haben einen Hinweis darauf gefunden, warum Rotwein
viele Menschen müde macht. Die Trauben mehrerer bekannter Weinsorten, darunter
Nebbiolo, Merlot und Cabernet Savignon, enthalten einer Studie der Universität
Mailand zufolge hohe Anteile des Schlafhormons Melatonin. Melatonin wird sonst
in der Zirbeldrüse von Säugetieren produziert und trägt dazu bei, den
Tages-Nacht-Rhythmus von Tieren und Menschen zu steuern.
„Der Melatonin-Gehalt im Wein könnte dabei helfen, die innere Uhr zu regulieren,
so wie es das von der Zirbeldrüse produzierte Melatonin bei Säugetieren tut",
meint der Leiter der Untersuchung, Marcello Iriti. Die Studie liefert auf jeden
Fall eine Erklärung dafür, warum viele Menschen nach Rotwein eine Bettschwere
überkommt.
Alkohol als Schlafmittel ist allerdings sehr umstritten. Bier und Rotwein
fördern zwar oftmals das Einschlafen, führen aber zu einem unruhigen, wenig
erholsamen Schlaf und häufig zum Aufwachen während der Nacht.
[
©:
Praxisteam aktuell, August 2006
]
11.)
Witzig, lebensnah und sogar gesund: Die sechs besten Kinderbücher zum
Thema Gesundheit
(ots) - Geschichten prägen, gute Geschichten sogar ein
Leben lang. Welche Geschichten zum Thema Gesundheit unbedingt weiter
empfohlen werden sollten, fragten die Zeitschrift Familie&Co und der
BKK Bundesverband Experten, die es wissen müssen: Kinder, Eltern,
Großeltern, Erzieher und Autoren. Unter der Schirmherrschaft von
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt starteten sie im April den
Kinderbuchwettbewerb "Fit von klein auf". Aus den über 460
Einsendungen wählte eine Expertenjury unter der Leitung des Autors
und Malers Janosch nun die sechs besten Bücher für Kinder zwischen
drei bis neun Jahren aus, um gesund zu werden oder gesund zu
bleiben.
Gesundheitsförderung mit Spaß und Information "Diese Kinderbücher
zeigen, wie leicht sich Spaß und Information über Gesundheit
miteinander verbinden lassen", erläutert die Schirmherrin des
Wettbewerbs, Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. "Sie sind
eine wahre Ideenfundgrube für Themen rund um Gesundheit." Die sechs
prämierten Bücher beweisen, Gesundheitserziehung funktioniert ohne
den erhobenen pädagogischen Zeigefinger, wenn man auf Fantasie,
Einfühlungsvermögen und Alltagsrealität setzt. Damit die Buchtipps
der kleinen und großen Experten möglichst viele Interessierte
erreichen, geben Familie&Co und der BKK Bundesverband ein
kostenloses Heft mit Leseproben heraus. "Wir wollen das Thema
Gesundheit spielerisch ins Kinderzimmer tragen. Denn
Gesundheitserziehung ist nicht ernst und anstrengend. Schon die
Titel lassen uns schmunzeln und machen Lust zum Lesen bzw.
Vorlesen," beschreibt K.-Dieter Voß, Vorstand beim BKK Bundesverband
die Zielsetzung der BKK Initiative. Das Kinderleseheft kann unter
praevention@bkk-bv.de
kostenlos angefordert werden.
Folgende Bücher wurden ausgezeichnet:
Lauren Child: Nein! Tomaten ess ich nicht! Carlsen Verlag 2002.
15 Euro. Ab 4 Jahre. 32 Seiten. ISBN 3-551-51574-3
Erwin Grosche, Heike Herold: 3x täglich pusten. Geschichten zum
Gesund werden. Gabriel Verlag 2006. 8,90 Euro. Ab 6 Jahre. 128
Seiten. ISBN 3-522-30092-0
Nele Moost, Annet Rudolph: Alles wieder gut! oder Wie der kleine
Rabe zu seinem Namen kommt. Esslinger Verlag J. F. Schreiber 1999. 7.
Auflage 2002. 12,90 Euro. Ab 3 Jahre. 32 Seiten. ISBN 3-480-20389-2
Toon Tellegen, Gerda Dendooven: Doktor Deter. NP-Buchverlag 2003.
14,90 Euro. Ab 9 Jahre. 94 Seiten. ISBN 3-85326-268-6
Henriette Wich, Daniel Napp: Heute gehe ich ins Krankenhaus. Kleine
Sachgeschichten zum Vorlesen. Ellermann Verlag 2004. 8,50 Euro. Ab 3
Jahre. 36 Seiten. ISBN 3-7707-5932-X
Jujja Wieslander, Sven Nordqvist: Mama Muh braucht ein Pflaster.
Oetinger Verlag 2006. 12 Euro. Ab 4 Jahre. 32 Seiten.
ISBN 3-7891-7319-3.
Basics: Informationsmaterial im
Zahnlexikon-Online
12.)
Nahrungsergänzungsmittel: Nutzbringer oder Nieten?
(ots) In Deutschland sind sie
auf dem Vormarsch, im Ausland wie zum Beispiel Amerika, Frankreich
oder Japan haben sie sich bereits etabliert:
Nahrungsergänzungsmittel. Das sind auf Naturbasis erstellte
Tabletten, Säfte oder Dragees, die dem Körper das geben sollen, was
ihm angeblich fehlt: zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe,
Ballaststoffe. Von einigen Wissenschaftlern als "unnötig"
verteufelt, wächst die Gemeinde der Benutzer, die auf diese Produkte
schwören. Wie aber soll der Verbraucher sich in dem breiten Angebot
orientieren?
Anita Zilken, Ernährungswissenschaftlerin bei der AOK bringt es auf
den Punkt: "Alle lebenswichtigen Nährstoffe bekommt der Mensch
gratis über die Nahrung, wenn er gesund und abwechslungsreich isst.
Dabei gilt: reichlich Obst und Gemüse verzehren - am besten fünfmal
am Tag." Genau hier sehen die Vertreter der Nahrungsergänzung das
Problem: Wer isst täglich fünfmal Obst und Gemüse? Und die
Volksdrogen Nikotin und Alkohol sowie Stress und Umweltgifte setzen
dem Organismus ebenfalls zu. Der Streit bleibt akademisch: Unsere
Ernährung könnte theoretisch gesund sein - tatsächlich ist sie es
aber meist nicht.
Sollte mit dieser Einsicht ein Verbraucher zu
Nahrungsergänzungsprodukten greifen wollen, tut sich ein neues
Problem auf. Für ihn wird es immer schwieriger, sich in dem
ausufernden Angebot zu orientieren. Tatsächlich tauchen viele
Anbieter ebenso schnell auf, wie sie wieder vom Markt verschwinden.
Eine Konstante in der Branche ist dagegen das Essener Unternehmen
Natura Vitalis. Inhaber Frank Felte: "Nahrungsergänzungsprodukte
setzen sich, wie überall, nur durch, wenn die Qualität stimmt."
Ständige Qualitätskontrollen, unter anderem durch vereidigte
Sachverständige, sind für seriöse Anbieter deshalb
selbstverständlich.
Tatsächlich lohnt sich vor dem Kauf ein kritischer Blick aufs
Kleingedruckte. Die Deklarierungen geben nämlich Auskunft über die
Qualität eines Produkts. Zum Beispiel spielt es eine Rolle, ob
synthetische Wirkstoffe Verwendung finden und wie viel Zusatz- und
Füllstoffe eingesetzt werden. "Ich rate den Verbrauchern, sehr genau
auf die Inhaltsstoffe zu achten. Wer trotzdem unsicher ist: seriöse
Hersteller sind in der Lage, Rückfragen fundiert zu beantworten."
Vorsicht ist auch bei allzu vollmundigen Werbesprüchen geboten. Das
Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat
ausgerechnet, dass bei einigen Spirulina-Produkten mit hohem
Proteingehalt geworben wird. Im konkreten Fall hätte man 250
Tabletten einnehmen müssen, um den angegeben Wert erreichen zu
können. Branchenkenner Felte: "Spirulina ist tatsächlich ein
wunderbarer Rohstoff, wie ihn die Natur nur ganz selten bietet.
Solche Geschäftspraktiken schaden darum dem Image des Produktes."
Und das ist ungebrochen positiv.
Zu dieser Einsicht kam jetzt auch die NASA. Sie sucht noch immer
nach einem schlüssigen und ausgewogenen Ernährungskonzept für ihre
Langzeit-Astronauten, das die Raumfahrer mit Nährstoffen und Energie
versorgt - ohne logistische und technische Probleme zu machen. So
könnte aus dem Nahrungsergänzungsmittel ein ganz normales
Nahrungsmittel werden. Für eine garantiert ausgewogene und gesunde
Ernährung.
[ © :
www.presse-naturavitalis.de ]
13.)
Zum Schluss: Wir
haben es schon immer gewusst ;-)
Schöne Paare zeugen eher ein Mädchen
"Das erste Kind eines schönes Paares wird nach einer neuen
britischen Studie eher ein Mädchen als ein Junge. Demnach ist die
Wahrscheinlichkeit, dass attraktive Eltern als erstes eine Tochter
bekommen, um 26 Prozent höher als die Geburt eines Sohnes, wie die
britische Zeitung "Sunday Times" berichtete.
Begründet wurde die Theorie mit den unterschiedlichen
"Evolutionsstrategien", die die Geschlechter im Laufe der
Menschheitsgeschichte zum Überleben entwickelt hätten.
"Schöne Eltern bekommen mehr Töchter als hässliche Eltern, weil
physische Attraktivität vererbbar ist, und weil Töchter davon mehr
profitieren als Söhne", sagte der Leiter der Studie, Dr. Satoshi
Kanazawa von der London School of Economics.
Bei männlichem Nachwuchs komme es eher auf den sozialen Status des
Vaters an, bei Töchtern dagegen auf das gute Aussehen. Die Erhebung
stützt sich auf die Daten von mehr als 20 000 US-Amerikanern."
Und ganz zum Schluss noch der neueste Bankerwitz:
Eine Flasche im Keller ist schlichtweg zu wenig, zwei Flaschen im
Vorstand aber viel zu viel.
[ © :
dpa /
Ärztezeitung ]
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