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Zahnärztlicher NewsLetter Nr.
09/2008/ 1. September 2008
Am 25. September findet in Deutschland zum 18. Mal der Tag der
Zahngesundheit statt. Ziel des Aktionstages ist es, breite Bevölkerungsschichten
darüber zu informieren, wie man durch die richtige Pflege in jedem Alter Zahn-
und Munderkrankungen vorbeugen kann. "Gesund beginnt im Mund - aber bitte mit
Spucke" - lautet das diesjährige Motto zum Tag der Zahngesundheit.
Weiter unter Punkt 1.)
Ihre ZahnNewsLetter Redaktion
Inhalt
1.)
Bei Mundtrockenheit droht Gefahr für die Zähne
2.)
Ungesunde Folgen: Initiative Kiefergesundheit rät zu "Mund zu"
3.)
Forscher entdecken neues Bakterium im Mund
4.) Kopfschmerztherapie in der Steinzeit:
Kaugummis aus Birkenpech
5.)
Vier Punkte helfen, damit
aus Kleinkindern keine Dicken werden
6.)
Im Haushalt lauern die größten Bazillenschleudern
7.)
Nicht jeder verträgt Milch! - Neue Internetseite zur Milchzuckerunverträglichkeit
8.)
Du sollst nicht naschen - Irrtümer
der traditionellen Ernährungserziehung
9.)
Neue "Kidcheck-Studie": Der Ranzen darf ruhig etwas
schwerer sein
10.)
Oktober 2008 ist „Monat der
Mundgesundheit“
11.)
Zum Schluss: Elektronische Zunge erkennt
Weine wie ein Sommelier
1.)
Bei
Mundtrockenheit droht Gefahr für die Zähne
Immer mehr Deutsche leiden an Mundtrockenheit. Inzwischen sind fast
40% der 50-Jährigen betroffen. Lässt der Speichelfluss nach, schwindet
die Lebensqualität. Auch die Zahngesundheit gerät in Gefahr - was
verbesserte Zahnpflege notwendig macht.
25% aller Bundesbürger sind von Mundtrockenheit betroffen - Tendenz steigend.
Die häufigste Ursache: regelmäßige Medikamenten-Einnahme, die als Nebenwirkung
die Leistung der Speicheldrüsen herabsetzen kann. Mehr als 400 Medikamente sind
für diese Nebenwirkung bekannt, darunter Arzneimittel gegen
Herz-Kreislauf-Beschwerden, gegen Diabetes sowie Psychopharmaka. Außerdem wirken
sich bei bestimmten Tumorbehandlungen Bestrahlungen im Kopf-Hals-Bereich negativ
auf den Speichelfluss aus.
Die Folgen sind unangenehm: Zunge, Mundschleimhaut und Lippen trocknen aus,
können Risse bekommen und brennen. Außerdem neigen sie zu Entzündungen oder zu
Blutungen. Betroffene haben oft Schwierigkeiten beim Sprechen, Kauen und
Schlucken. Sie können Mundgeruch bekommen. Und ihre Zähne sind gefährdet: "Da
weniger Speichel den Zahnschmelz vor Säureangriffen schützt, nimmt das
Kariesrisiko zu. Außerdem kann säurehaltige Nahrung den Zahnschmelz so noch
leichter angreifen", erläutert Dr. Andrea Engl, elmex Forschung.
Mit verbesserter Mundhygiene lässt sich dieses Risiko eindämmen. Die Expertin
rät, jeden Abend nach dem Zähneputzen eine Zahnspülung mit Aminfluorid zu
verwenden. "Wichtig ist auch, dass Betroffene einmal pro Woche eine
Intensivfluoridierung durchführen, zum Beispiel mit einem hoch konzentrierten
Fluoridgel." Ein Beratungsgespräch beim Zahnarzt sei auf jeden Fall sinnvoll.
Um den Speichelfluss anzuregen, sollte man trotz der Beschwerden konsistente und
ballaststoffeiche Nahrung zu sich nehmen. Auch zuckerfreie Kaugummis fördern die
Speichelproduktion. Generell gilt: viel und regelmäßig trinken - am besten
Wasser und ungesüßten Tee, der den Zähnen nicht schadet und dafür sorgt, dass
die Mundhöhle besser befeuchtet wird.
[ ©
PM der Fa. GABA ; presse@gaba.com ]
2.)
Ungesunde Folgen:
Initiative Kiefergesundheit rät zu "Mund zu"
Bei aller Aufmerksamkeit für gesunde Körperhaltung bei Kindern:
Das Thema 'natürlicher Mundschluss' bleibt meist außen vor. Ein ständig offener
Mund ist aber keineswegs "typisch Kind", sondern ein Fehlverhalten, das Folgen
haben kann. Aus Anlass des Tages der Zahngesundheit (25. September) empfiehlt
die Initiative Kiefergesundheit eindringlich, verstärkt auf unnötig
offengehaltene Kindermünder zu achten. Die Kinder sollten mit einem freundlichen
"Mund zu" daran erinnert werden, dass der Mund normalerweise geschlossen bleiben
soll. Was früher als "gute Erziehung" galt, hat auch zahngesundheitlich große
Bedeutung: Der Mund ist von Natur aus ein Feucht-Biotop und kann nur dann
ordnungsgemäß arbeiten, wenn er nicht austrocknet, wie dies bei offen gehaltenen
Mündern der Fall ist. Ein ausgetrockneter Mund fördert das Entstehen von Karies
und Zahnfleischentzündungen und ein offener Mund Atemwegserkrankungen.
Üblicherweise liegt bei offenem Mund die Zunge auch nicht entspannt am
Oberkiefer, den sie dabei formt, sondern hinter den Zähnen im Unterkiefer, der
durch den Zungendruck unerwünscht vergrößert wird. Die Folge: Verschiebungen im
Kieferwachstum, die später in der Regel mit einer "Spange" korrigiert werden
müssen. Die Kinder leiden optisch unter einer "schlappen Lippe", medizinisch
unter einer ungesunden Gesichtsverformung, und der Gesichtsausdruck verändert
sich ungünstig.
Zumeist ist es eine Angewohnheit, wenn Kinder Lippe und
Unterkiefer schlaff hängen lassen. Dann kann man dies durch liebevolles, aber
konsequentes Erinnern korrigieren. Für die Kinder ist dies eine große Hilfe.
Eine möglicherweise gestörte Nasenatmung kann mit einem einfachen spielerischen
Test geprüft werden: Kann das Kind einen großen Schluck Wasser sehr lange im
Mund festhalten, spricht dies dafür, dass die Nasenatmung an sich funktioniert
und das Kind sie nur verlernt hat. Sie sollte, aus Infektionsschutzgründen, dann
regelrecht trainiert werden. Kann das Kind den Wasserschluck nicht festhalten,
sollte ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden. Informationen zum Thema
"Mund zu" gibt es bei den Kieferorthopäden und unter
www.milchzahnseite.de
.
[ ©
info@zahndienst.de
]
Basics: Kieferorthopädie
auf
www.Zahnwissen.de
3.)
Forscher entdecken neues
Bakterium im Mund
Wissenschaftler haben eine neue Bakterienart im Mund von Menschen
entdeckt. Dies könne helfen, Karies und Zahnfleischerkrankungen zu
verstehen und bessere Behandlungsmethoden zu entwickeln, teilte die
britische Gesellschaft für allgemeine Mikrobiologie in Reading mit.
Karies und Paradontitis sind nach Angaben der Gesellschaft die die
häufigsten bakteriellen Erkrankungen bei Menschen.
Auch im Mund von Gesunden befinden sich zahlreiche Mikroben, darunter
Viren, Pilze und Bakterien. "Bakterien sind am häufigsten: Davon sind
100 Millionen in jedem Milliliter Spucke. Im Mund finden sich mehr als
600 unterschiedliche Arten", erklärte Studienleiter Dr. William Wade vom
Londoner King's College. Erst die Hälfte von diesen sei bislang benannt.
Die Forscher untersuchten gesundes Mundgewebe und Tumoren. Dabei
entdeckten sie ein zuvor unbekanntes Bakterium der Gattung Prevotella.
Diese Gattung kommt üblicherweise im Menschen vor und wird mit
Munderkrankungen sowie Infektionen in anderen Teilen des Körpers in
Verbindung gebracht. Die Wissenschaftler nannten die neue Art Prevotella
histicola, "Gewebebewohner".
Interessant sei, dass auch diese Mundbakterien sowohl in gesunde Zellen
als auch in Krebszellen eindringen könnten.
[
©:
Ärztezeitung / dpa ]
Basics: Mundflora im
Zahnlexikon-Online
4.)
Kopfschmerztherapie in
der Steinzeit: Kaugummis aus Birkenpech
Sie aßen mit den Fingern, heizten mit offenem Feuer und kannten auch
kein Metall: Die Bauern der Jungsteinzeit besaßen als Handwerkzeug nur
Steinbeil, Feuersteinklinge und Knochenmeißel. "Doch die damaligen
Menschen sind uns näher, als wir es uns vorstellen können", sagt
Archäologe Rüdiger Kelm. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass
Steinzeitmenschen sauber und ordentlich waren. Um schöner zu wohnen,
schmückten sie ihre Wohnungen sogar mit Blumen: Das beweisen frische
Blüten, die sie in den feuchten Lehmputz ihrer Hauswände gedrückt
hatten.
Kelm betreut in Albersdorf (Kreis Dithmarschen) den Nachbau eines
norddeutschen Steinzeitdorfs. Obwohl es über das Leben vor 5000 Jahren
keine Augenzeugenberichte gibt, ist das heutige Wissen über den Alltag
der sogenannten Bauernsteinzeit (Neolithikum) keine Fantasterei, sondern
Ergebnis ernsthafter Forschung, erklärt der Wissenschaftler.
So fanden Chemiker bei Bodenuntersuchungen in den Resten von Häusern
unter anderem nur sehr niedrige Phosphatwerte, während es außerhalb
einige Stellen mit deutlich höheren Werten gab. Daraus folgerten die
Wissenschaftler, dass die Steinzeitler ihren Wohnbereich aufräumten, um
ihn mit Reisigbesen zu fegen und sauber zu halten. Als "Toilette"
nutzten sie den Dachüberstand draußen an der Hauswand.
Die Menschen in der Jungsteinzeit (3500-1700 v.Chr.) lebten in
Großfamilien zusammen. "Es war eine durchweg junge Gesellschaft,
mindestens die Hälfte waren Kinder", sagt Kelm. Doch auch die Alten
starben damals nach unseren Maßstäben jung: Die durchschnittliche
Lebenserwartung der Männer betrug 33 Jahre, die der Frauen 30 Jahre.
Durch Analyse der Knochen entdeckte man, dass die Kinder damals bis zu
einem Alter von drei bis vier Jahren an der Brust ernährt wurden. Erst
danach mussten sie sich das Essen mit den anderen Familienmitgliedern
teilen, litten auch sie unter Hunger und Mangelerscheinungen.
Ernährten sich die Jäger der Alt- und Mittelsteinzeit zu 90 Prozent vom
Fleisch, lebten die Menschen der Jungsteinzeit "bäuerlich" und löffelten
schon morgens einen Brei: Meist aus Gerste, nur selten aus Weizen, und
ab der Bronzezeit auch aus Hafer, das Ganze angereichert mit Erbsen,
Bohnen oder Fleisch. "Knochenabfälle aus Bauernsiedlungen der
Jungsteinzeit zeigen uns, dass zuerst ein sehr großer Anteil Jagdwild
dabei war", erzählt Kelm. Doch das Verhältnis änderte sich sehr schnell,
bis am Ende überwiegend Haustiere in den Kochtopf wanderten: Rinder,
Schafe, Ziegen und Schweine. Dazu kamen Störe und andere Fische, die
nicht nur mit Fischspeeren, sondern auch mit Netzen und Reusen gefangen
wurden.
Besonders für ältere Steinzeitmenschen waren die Mahlzeiten nicht
unbedingt eine richtige Freude, meint Kelm. Da die Menschen mit dem
gemahlenen Getreide gleichzeitig das abgeriebene Gesteinsmehl aus den
"Mörsern" kauten, wurden die Zähne so stark abgerieben, bis nur noch
kurze Stümpfe übrig waren. "Da war ein Brei sicher ein Vorteil, denn der
geht einfacher zu essen." Trotzdem müssen die Menschen damals ständig
Schmerzen gehabt haben. "Zahn- und Kopfschmerzen, wie wir es uns gar
nicht vorstellen können." Wie gingen sie damit um? "Es gibt Hinweise,
dass sie Kaugummis aus Birkenpech kauten: Die haben eine betäubende
Wirkung." Außerdem bauten die Menschen schon in der Steinzeit Mohn an.
"Daraus kann man Schmerzmittel herstellen."
[
©:
Ärztezeitung / dpa ]
5.)
Vier Punkte helfen,
damit aus Kleinkindern keine Dicken werden
Übergewicht bei Kindern ist in Deutschland ein ernsthaftes Problem. 15
Prozent der Drei- bis 17-Jährigen sind übergewichtig, 6,3 Prozent sogar adipös,
wie die aktuelle Studie KiGGS des Robert-Koch-Instituts ergeben hat. Der
Grundstein fürs Übergewicht wird meist im Vorschulalter gelegt. Eine
frühzeitigen Vorbeugung ist daher von entscheidender Bedeutung, betont die
Stiftung Kindergesundheit aus München.
Dicke Kinder laufen Gefahr, übergewichtige Erwachsene zu werden. Sie sind
anfälliger für Infektionen, haben Skelettschäden oder eine schlechte Haltung.
Ihr Risiko für hohen Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, koronare Herzerkrankungen
und Gicht ist erhöht. Auch Fettleber und Gallensteine ebenso wie Gelenkprobleme
oder die Entstehung von Typ-2-Diabetes werden durch Übergewicht begünstigt.
Überflüssige Pfunde verkürzen auch die Lebenserwartung: In einer großen
dänischen Studie wurden die späteren Erkrankungsraten von 276 835 Schulkindern
untersucht. Die Zusammenhänge sind eindeutig: Hatte ein siebenjähriger Junge 2
kg Körpergewicht zu viel, lag sein Risiko, als Erwachsener eine koronare
Herzkrankheit zu bekommen, um sieben Prozent höher als bei einem
normalgewichtigen Kind. 5 kg zu viel im Alter von 13 Jahren steigerten die
Gefahr für Herz und Kreislauf sogar um 15 Prozent.
"Rumsitzen, süße Getränke und Fastfood machen Kinder dick!", betont Professor
Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. Nicht zu
vernachlässigen sind aber weitere Faktoren wie die familiäre Veranlagung. Wenn
beide Eltern übergewichtig sind, besteht eine 80-prozentige Wahrscheinlichkeit,
dass auch ihre Kinder übergewichtig werden. Zudem sind Kinder aus Familien mit
Migrationshintergrund häufiger übergewichtig als Kinder aus deutschen Familien.
Ebenso haben Kinder aus sozial benachteiligten Familien ein erhöhtes Risiko,
dick zu werden.
Mit einer Diät lassen sich Übergewicht und Adipositas meist nur für kurze Zeit
beeinflussen. "Unter den heutigen Lebensumständen fällt es ausgesprochen schwer,
Gewicht zu verlieren und noch schwerer, das erreichte niedrigere Gewicht zu
halten. Statt gegen Übergewicht zu behandeln, sollte daher versucht werden, die
Entstehung von vornherein zu verhindern. Die Stiftung Kindergesundheit empfiehlt
zur Prävention:
* Kinder, die als Säuglinge überfüttert werden, werden auch später mehr
essen, als sie brauchen. Deshalb sollte schon bei Säuglingen eine rasche und zu
frühe Gewichtszunahme vermieden werden. Dieses Ziel wird mit Stillen am ehesten
erreicht. Bei der Flaschenfütterung sollten Eltern auf die empfohlenen
Mengenangaben achten.
* Wichtig ist regelmäßige körperliche Aktivität zu Hause und in der
Kindertagesstätte. Kinder müssen, so oft es geht, hinaus an die frische Luft zum
Toben, Rennen, Klettern.
* Strikt zu begrenzen ist die Zeit vor dem Bildschirm, also vor dem
Fernsehgerät, dem Computer oder anderen elektronischen Medien. Kinder unter drei
Jahren sollten überhaupt nicht fernsehen, danach sollten sie bis zur Einschulung
maximal 45 Minuten pro Tag vor dem Bildschirm verbringen.
* Kinder brauchen mehr Obst und Gemüse, als sie heute verzehren und sie
sollten weniger energiedichte Speisen, Softdrinks und Fastfood zu sich nehmen.
Sie brauchen auch reichlich zu trinken, allerdings keine gesüßten Getränke oder
süße Säfte, sondern Wasser, Tee oder verdünnte Säfte.
Weitere Informationen im Internet unter:
www.tigerkids.de
www.kindergesundheit.de
www.powerkids.de
[
©
Ärztezeitung ]
6.)
Im Haushalt lauern die
größten Bazillenschleudern
Staubsauger, Waschmaschine, Kühlschrank und Geschirrhandtücher -
was jeder Mensch für den Inbegriff von Hygiene hält, ist häufig eine
Brutstätte hinterhältiger Krankheitserreger. Das
Männer-Lifestylemagazin "Men's Health" zitiert eine Studie
englischer Forscher von der University of Bath, wonach sich etwa in
dem Auffangbeutel eines Staubsaugers Millionen von Darmbakterien und
Salmonellen tummeln und dort bis zu zwei Monate überleben können.
Bei einer schlechten Abluft-Filterung kann außerdem
allergieauslösender Milbenkot durch die Wohnung gewirbelt werden.
Der Fußboden sieht dann zwar sauber aus, aber wirklich rein ist er
nicht. Abhilfe schafft nur ein modernes Filter-System - und vor
allem volle Deckung beim Leeren des Staubbehälters.
Auch die Waschmaschine ist nach Untersuchungen von Experten ein behagliches
Nest für zahlreiche Bazillen. Und sie lieben gerade die vermeintlich umwelt- und
energieschonenden Waschtemperaturen von 30 oder 40 Grad. "Unter diesen
Bedingungen können sich Erreger wie Staphylococcus aureus bestens vermehren,"
sagt der Hygiene-Experte Professor Martin Exner von der Universität Bonn. Diese
Keime könnten unter anderem Hautinfektionen, Lungenentzündung und Blutvergiftung
auslösen. Exner rät darum dringend, insbesondere Handtücher und Unterwäsche bei
mindestens 60 Grad zu waschen, um die Krankheitserreger unschädlich zu machen.
Und bei niedrigeren Temperaturen sollte man unbedingt einen Hygienespüler
verwenden und die Wäsche anschließend möglichst schnell trocknen, idealerweise
in der Sonne, denn UV-Strahlung tötet Bakterien.
Die lauern jedoch überall im Haushalt - und vor allem in der Küche. So leben
beispielsweise in einem Kühlschrank bis zu 11,4 Millionen Keime pro
Quadratzentimeter. Darum sollte man Lebensmittel - vor allem Gemüse - stets
verschlossen halten und verdorbene Nahrung sofort wegwerfen. Wichtig sind
außerdem eine Temperatur von fünf Grad und eine wöchentliche Reinigung des
Geräts, auch wenn der Kühlschrank über eine antibakterielle Beschichtung
verfügt.
Überhaupt ist die Küche offenbar ein Hochsicherheitstrakt - und das nicht nur,
weil man sich mit dem Brotmesser schneiden kann. "85 Prozent aller
Geschirrhandtücher sind unhygienisch. Ein Fünftel ist mit
Escherichia-coli-Bakterien belastet," warnt Professor Exner. Diese Keime sind
zwar in der Regel harmlos, können bei manchen Menschen aber Darmerkrankungen und
Harnwegsinfektionen verursachen. "Wechseln Sie die Geschirrhandtücher
wöchentlich und waschen Sie diese bei 60 Grad," rät Exner. "Sonst bilden sich
Bakterien, die Sie aufs Geschirr übertragen."
Insbesondere in Männerhaushalten ist im Übrigen generell Vorsicht vor
Bakterien geboten - egal was man anfasst. Denn nach einer Untersuchung der
Gesellschaft für Konsumforschung verzichtet jeder 10. Mann nach dem
Toilettengang aufs Händewaschen - und verteilt so Millionen Fäkal-Keime in der
Wohnung. Da hilft dann auch ein moderner Filterbeutel im Staubsauger nicht mehr.
[
©: Men's
Health ]
7.)
Nicht jeder verträgt
Milch! - Neue Internetseite zur Milchzuckerunverträglichkeit
In Deutschland ist für circa 10 - 15% der Bevölkerung Milch keine
Wohltat, sondern der Auslöser von Unwohlsein, Bauchschmerzen und
Durchfall. Sie leiden unter einer Lactoseintoleranz, auch bekannt als
Milchzuckerunverträglichkeit. Ursache dafür ist ein Lactasemangel, der
dazu führt, dass Milchzucker unverdaut bleibt. Lactase ist das Enzym,
das den Milchzucker (Lactose) verdaut.
Informationen rund um das Thema Milchzuckerunverträglichkeit bietet die
Internetseite
www.leben-s.de. Dort werden ausführlich die Ursachen von
Verdauungsbeschwerden, sowie die verschiedenen Arten und Folgen eines
Lactasemangels erläutert. Des Weiteren werden verschiedene Testmethoden
vorgestellt, die einen Mangel an Lactase aufdecken können. Ein
Lactasemangel-Selbsttest bietet auf Basis einer spezifischen
Fragenauswahl eine erste Einschätzung, ob eine
Milchzuckerunverträglichkeit vorliegt. Für Betroffene bietet die Seite
weiterhin eine Einkaufshilfe zum Ausdrucken und Mitnehmen. Dort ist der
Milchzuckergehalt gängiger Lebensmittel aufgeführt. Mit Hilfe dieser
Übersicht erkennen die Betroffenen die Lebensmittel, die für sie
unverträglich sind und können somit die Einkäufe mit ihren Bedürfnissen
abstimmen.
Bei einer Lactoseintoleranz muss aber nicht gänzlich auf Milchprodukte
verzichtet werden. Durch die Einnahme von Lactase-Produkten wird von außen das
körpereigene Enzym zugeführt, das zur Verdauung von Milchzucker benötigt wird.
Entsprechende Präparate sind freiverkäuflich in Drogerien und Apotheken
erhältlich. Diese machen eine strenge Diät entbehrlich und bewahren Betroffene
vor einem knochenschädigenden Kalziummangel, der durch die Meidung von Milch und
Milchprodukten leicht entstehen kann. Auch auf Urlaubsreisen oder bei einem
Restaurantbesuch kann die Milchzuckerunverträglichkeit eine große Belastung
sein, da die Mahlzeiten nicht selbst zubereitet werden und viele Lebensmittel
versteckt Milchzucker enthalten. Durch die Einnahme von Lactase-Präparaten
können die Betroffenen das Essen wieder unbeschwert genießen.
[
©: PM
www.leben-s.de/
]
Basics:
Zucker im
Zahnlexikon-Online
8.)
Du sollst nicht naschen - Irrtümer der traditionellen
Ernährungserziehung
Tatsache ist: Süßwaren und fette Snacks sind
ernährungsphysiologisch überflüssig. Darüber hinaus verdrängen sie
wesentlich wertvollere Lebensmittel. Wenn der Bauch voll ist mit Keksen,
dann passt kein Jogurt oder Apfel mehr in den Magen.
Gängige Praxis in vielen Familien, die sich gesunde Ernährung auf die
Fahne schreiben wollen, ist es deshalb, das Naschen komplett zu
verbieten. Das hat sich bis heute allerdings nicht bewährt. Kinder
lieben den süßen Geschmack. Er ist ihnen nämlich von der Muttermilch her
noch in bester Erinnerung. "Verbote" machen diese Geschmacksrichtung nur
interessanter. Besser ist es, sie möglichst von dem Thema abzulenken und
Positives zu betonen, also "Du darfst so viel Obst und Gemüse essen, wie
du magst". Im Umgang mit Süßigkeiten und Snacks ist es wichtig, ein
gesundes Maß zu finden. Denn sie sind in der so genannten "Optimierten
Mischkost" durchaus geduldet. Hilfreich ist es, klare Spielregeln
festzulegen, wie nur einmal täglich eine bestimmte Menge zu naschen oder
Süßes nie unmittelbar vor den Mahlzeiten zu essen. Auf keinen Fall
sollten Süßigkeiten oder andere "Extras" als Belohnung oder
Trostpflaster eingesetzt werden.
Viele Erwachsene kämpfen heute mit "Kummerspeck", weil sie als Kinder
gelernt haben, sich bei Unwohlsein, Kummer oder Stress mit etwas "Süßem"
zu trösten. Die physiologische Reaktion auf Stress, Schmerz und Kummer
wäre Appetitlosigkeit. "Kummerspeckler" essen jedoch in diesen
Situationen verstärkt.
Auch sollten Kinder nicht unnötig in Versuchung geführt werden.
Süßwarenvorräte sind, wenn überhaupt nötig, keinesfalls in
Kinderreichweite aufzubewahren. Und selbstverständlich gelten die
vereinbarten Regeln auch für Eltern!
[ ©:
PM aid ; Silke Hoffmann ]
9.)
Neue "Kidcheck-Studie": Der Ranzen darf ruhig etwas schwerer sein
Die Warnung vor "überladenen" Schulranzen ist wissenschaftlich nicht zu
begründen. Das hat eine Studie an der Universität des Saarlandes ergeben, in der
die Belastung von Kindern mit leichtem und mit schwerem Ranzen verglichen wurde.
Alle Jahre wieder tauchen zum Schulbeginn in den Medien Meldungen auf, die vor
zu schweren Schulranzen warnen. Unter anderen sind es Krankenkassen,
Ministerien, TÜV und sogar Ärzteorganisationen, die nicht müde werden, Eltern
und Lehrern einzutrichtern, dass zu schwere Ranzen die Wirbelsäulen der Kinder
ruinieren. Alle Warnungen enthalten einen ähnlichen Richtwert: Der gepackte
Ranzen dürfe nicht schwerer als zehn bis zwölf Prozent des Körpergewichts sein,
um irreparable Haltungsschäden zu vermeiden. Sogar das Deutsche Institut für
Normung legt in der DIN-Norm 58124 fest: "Der gefüllte Ranzen sollte am Ende
nicht mehr als zehn Prozent des Körpergewichts des Kindes wiegen."
Woher aber kommt diese Empfehlung? Selbst die Experten beim Institut für Normung
in Berlin wissen es nicht. Der Wert steht seit vielen Jahren in der Norm, lässt
sich wissenschaftlich aber nicht begründen und wird dennoch ständig ungeprüft
verbreitet. In einer Studie hat jetzt das Kidcheck-Team der Universität des
Saarlandes überprüft, wie schwerere Schulranzen auf den Körper von Kindern
einwirken. Beim interdisziplinären Kidcheck-Projekt untersuchen Orthopäden,
Neurologen, Humanbiologen, Sportwissenschaftler und Physiotherapeuten seit 1999
Kinder und Jugendliche auf Haltungsschwächen und -schäden und erstellen bei
Bedarf Trainings- und Therapiepläne.
"Im Durchschnitt hatte jeder Ranzen ein Gewicht, das bei 17,2 Prozent des
Körpergewichts der Kinder lag", erläutert Dr. Oliver Ludwig, der
wissenschaftliche Leiter des Kidcheck. "Selbst ein schwererer Ranzen wird eine
gesunde kindliche Wirbelsäule nicht schädigen. Dazu wirkt das Gewicht viel zu
kurz auf den Rücken ein", erläutert Professor Dr. Eduard Schmitt, der ärztliche
Leiter des Kidcheck. Der Orthopäde betont, ein kurzfristig getragener schwererer
Ranzen könne sogar die Rumpfmuskulatur bewegungsarmer Kinder trainieren.
Da fast 50 Prozent aller Kinder so schwache Bauch- und Rückenmuskeln haben, dass
sie sich nicht dauerhaft gerade halten können - wie weitere Kidcheck-Studien
gezeigt haben -, muss jedes Training zur Kräftigung willkommen sein. Schwache
Rumpfmuskeln können die Wirbelsäule nicht im gewünschten Maß fixieren. Diese
schwingt daher beim Gehen und Laufen stark hin und her und wird ungünstig
belastet. Doch ein schwererer Ranzen führte selbst bei den muskelschwächeren und
molligeren Kinder zu keinen signifikanten Ermüdungserscheinungen der
Rumpfmuskulatur. "Selbst bei schlaffer Muskulatur wirkt ein Ranzen zu kurz auf
den Rücken ein, um die passiven Strukturen wie Wirbelbogen- Gelenke, Bänder und
Bandscheiben schädigen zu können", sagt Studien- Leiter Oliver Ludwig.
Nicht Schulranzen, aber Schulmöbel können zu Haltungsschäden führen. Viele
Mädchen und Jungen sitzen nicht nur stundenlang in der Schule, sondern danach
noch am Computer und vorm Fernseher. Ein Großteil treibt keinen Sport und bewegt
sich nur selten im Freien. "Ihr Haltungs- und Bewegungsapparat ist daher völlig
unzureichend trainiert", macht Professor Eduard Schmitt klar. Diese Schwäche
kann die Stabilität der Wirbelsäule beeinträchtigen. Nachhaltig geschädigt wird
sie jedoch durch stundenlanges Sitzen. Bei Kindern wachsen die Wirbelkörper noch
und reagieren sehr empfindlich auf einseitige Belastung. "Sitzt ein Kind
dauerhaft nach vorn gebeugt, werden vorwiegend die vorderen Abschnitte der
Wirbelkörper belastet. Dadurch wird ihr Wachstum an dieser Stelle frühzeitig
gestoppt, hinten wachsen die Wirbel jedoch weiter. Dadurch entwickelt sich
zunehmend eine Rundrückenform. Diese Haltungsschwäche wird schließlich zu einem
Haltungsschaden, der nicht mehr zu beheben ist", erklärt der Kidcheck-
Orthopäde.
Internet: www.kidcheck.de
10.)
Oktober 2008 ist „Monat der Mundgesundheit“
Colgate und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) erklären den Oktober 2008 zum
„Monat der Mundgesundheit“. Die Aufklärungskampagne beschäftigt sich in diesem
Jahr mit einer der häufigsten Erkrankungen des Zahnhalteapparates: der
Parodontitis.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass das Wissen in der deutschen
Bevölkerung über Ursachen, Behandlung und Vorbeugung unzureichend ist. Die
Folgen einer unbehandelten Parodontitis beeinträchtigen aber nicht nur die
Gesundheit des Zahnhalteapparates, sondern können die Gesundheit des gesamten
Körpers negativ beeinflussen. Mit der richtigen Prophylaxe ist es jedoch
möglich, das Risiko, an Parodontitis zu erkranken, deutlich zu senken. Deshalb
sollen Patienten mehr für dieses Thema sensibilisiert werden. Ziel der
diesjährigen Kampagne ist es daher, über Parodontitis aufzuklären und ein
Bewusstsein für die Notwendigkeit der Vorsorge zu schaffen.
„Parodontitis: Die unbekannte Volkskrankheit? Das sollten Sie wissen“ heißt
der Ratgeber, den Colgate in Zusammenarbeit mit der Bundeszahnärztekammer (BZÄK)
zum diesjährigen „Monat der Mundgesundheit“ veröffentlicht. Auf zwölf Seiten
informiert die Broschüre über häufige Ursachen der Parodontitis und klärt über
mögliche Gesundheitsfolgen auf. In einem praktischen Selbsttest kann der Leser
überprüfen, wie hoch sein persönliches Risiko ist, an Parodontitis zu erkranken.
Außerdem beschreibt der Ratgeber erste Anzeichen und Symptome, die auf eine
mögliche Erkrankung des Zahnhalteapparates hindeuten. Der Leser erhält darüber
hinaus Tipps, wie er sich mit gezielter Mundhygiene und professioneller
Unterstützung durch den Zahnarzt erfolgreich langfristig vor
Zahnfleischentzündung und Parodontitis schützen kann.
Der „Monat der Mundgesundheit“ ist eine alljährliche Initiative von Colgate
in allen Ländern der EU und findet in Kooperation mit den jeweiligen
Zahnärzteorganisationen statt. In Deutschland führen Colgate und die
Bundeszahnärztekammer ihre erfolgreiche Zusammenarbeit bereits in das achte
Jahr. Primäres Ziel der Kooperation ist es, die Mundgesundheit in Deutschland
dauerhaft zu verbessern. Im Mittelpunkt der Initiative steht dabei die
konsequente Aufklärung über Maßnahmen der Vorbeugung der wichtigsten
Erkrankungen in der Mundhöhle – Karies und Parodontitis. Im Rahmen der Aktion
verlost Colgate auch dieses Mal wieder 1.000 Gutscheine für eine Professionelle
Zahnreinigung (PZR) im Wert von je 75 Euro.
Weitere Informationen rund um den „Monat der Mundgesundheit“ und den Selbsttest
zum persönlichen Parodontalerkrankungsrisiko gibt es im Internet unter
www.monat-der-mundgesundheit.de und
www.bzaek.de.
[
©: PM der
Bundeszahnärztekammer ]
Basics:
Mundgesundheit im
Zahnlexikon-Online
11.)
Zum Schluss: Elektronische Zunge erkennt Weine wie ein Sommelier
(Weinkellner)
Ein deutsch-spanisches Forscherteam hat eine "elektronische Zunge"
entwickelt, die nicht nur die Rebsorte, sondern selbst den Jahrgang
eines Weines herausschmecken kann.
Das Gerät verfügt über sechs Sensoren, die für bestimmte Weinsorten
charakteristische Substanzen aufspüren, wie die Wissenschaftler in der
britischen Fachzeit für Chemie "The Analyst" online vorab berichten. So
misst die Apparatur den Gehalt unter anderem von Säure, Zucker und
Alkohol. Anhand dieser Parameter ließen sich der Jahrgang und die
Rebsorte feststellen.
Die elektronische Zunge ermögliche der Weinindustrie eine rasche
Qualitätskontrolle. Proben müssten nicht mehr in Labors eingeschickt
werden, betonen Cecilia Jiménez-Jorquera vom Barcelona-Institut für
Mikroelektronik und ihre Kollegen von der Universität Aachen und dem
Forschungszentrum Jülich. Außerdem könne die Erfindung dazu beitragen,
Betrügereien bei der Auszeichnung von Jahrgängen und Rebsorten
aufzudecken. Das tragbare Gerät könne kostengünstig hergestellt werden.
Der Artikel steht online frei zugänglich auf der Webseite von "The
Analyst"
http://www.rsc.org/delivery/
[
©:
Ärztezeitung
]
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