Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 10/2004/ 1. Oktober 2004

Herzlich willkommen bei einer weiteren Ausgabe der ZahnNewsLetter.
Außer Verwirrung und Ratlosigkeit gibt es an der "Zahnersatz-Front ab 2005" nichts neues zu berichten. Klar ist bislang nur, dass die ursprüngliche Idee von Angela Merkel, den Zahnersatz quasi als Vorläufer der Kopfpauschalen über fixe Prämien abzusichern, vom Tisch ist. Nachdem Rentenversicherungsträger und Bundesagentur für Arbeit sich mit schwammigen Argumenten geweigert hatten, solche Prämien einzutreiben, und die Krankenkassen deswegen zusätzlichen Verwaltungsaufwand vermuten, hatte sich auch die Union von ihrem Plan distanziert. Doch auch die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat bisher noch nichts "Sozialverträgliches" als Alternative zu Stande gebracht. Schmidts Plan läuft auf eine Beitragserhöhung auf Seiten der Versicherten um 0,45 Prozentpunkte heraus. Welche Beitragssatzsenkungen dem gegenüber stehen, ist noch ungewiss, wie die jüngsten Prognosen zeigen. So wird es wohl - vor allem unter dem Eindruck der mäßigen bis schlechten jüngsten Wahlergebnisse der großen Volksparteien - ab 2005 für den Versicherten keine gravierenden Änderungen geben. Nicht zur Disposition steht (bisher!) das neu eingeführte System der Festzuschüsse (http://www.ziis.de/newsletter_07_04.htm#1).
Weiter steht ein hausgemachtes Problem schon jetzt an, wovor wir schon mehrmals gewarnt hatten:
500.000 Kassenmitglieder haben bisher eine private Zahnersatz-(Zusatz-)Versicherung abgeschlossen. Verbandschef Christian Weber bestritt die Aussage von Gesundheitsstaatssekretärin Marion Caspers-Merk, nach der die Versicherer signalisiert haben, bei einer Gesetzesänderung die Versicherten aus ihren Verträgen zu entlassen. Man müsse zunächst abwarten, wie die Regelung aussehe. Erst dann könne man sehen, ob sie mit den Verträgen kompatibel sei. «Man wird sicher eine Versichertenfreundliche Lösung finden», sagte Weber.

Ihre ZahnNewsLetter-Redaktion


Inhalt

 1.) Hohes Defizit bei der Behandlung von Zahnfleischerkrankungen
 2.) Erneut belegt: Elektrisches Putzen wirksamer als von Hand
 3.) Tissue engineering - "künstliches Gewebe aus dem Reagenzglas"
 4.)
Neuentwicklung: Alternative zur Vollnarkose
 5.)
Gesundheitswert von Frühstücksflocken & Co zweifelhaft
 6.) Ernährungsempfehlungen aus zahnärztlicher Sicht
 7.)
Praxisgebühr erhöht Nachfrage nach Professioneller Zahnreinigung (PZR)
 8.)
Hoffentlich nicht nötig: Zuckerkügelchen gegen Zahnschmerz
 9.) Salbei: Gewürz, Teekraut und Heilpflanze - Erste Wahl bei Halsschmerzen
10.) Obst und Gemüse statt Pillen und Pulver
11.) Neuer Schnelltest - in 30 Minuten werden Allergien abgeklärt
12.) Lebensmittel - ohne Zusatzstoffe läuft nichts
13.)
Zum Schluss: Hypnose gratis via Internet


1.) Hohes Defizit bei der Behandlung von Zahnfleischerkrankungen

Entzündungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis, der Laie spricht von "Parodontose") treten in unterschiedlicher Ausprägung auf und können zum Verlust von Zähnen führen. Der Krankheitsverlauf ist jedoch nicht zwingend vorgegeben, sondern neben sorgfältiger Mundhygiene abhängig von der Veranlagung (Disposition) des Patienten. So kann die gleiche Bakterienmenge - je nach Entzündungsneigung des Patienten - ganz unterschiedliche Schweregrade einer Parodontitis hervorrufen. Eine zahnmedizinische Behandlung bei Entzündungsvorgängen am Zahnfleisch ist immer erforderlich, da diese chronischen Infektionsherde neben den örtlichen Entzündungsvorgängen auch allgemeinkörperliche Störungen - teils in erheblichem Umfang - hervorrufen können. Unterstützend und zur Vorbeugung für den "Hausgebrauch" gibt es verschiedene medizinische Mundspüllösungen, wobei in jüngster Zeit ein neues , effektives Produkt auf dem Markt erschienen ist, welches aber nur auf zahnärztliche Verordnung therapiebegleitend gebraucht werden darf: meridol® Chlorhexidin 0,2%ig enthält neben einem bakterienhemmenden Wirkstoff zusätzlich das aus der Kariesprophylaxe bekannte Fluorid und führt so zusätzlich zu einer Stärkung der freiliegenden Wurzelabschnitte ("Zahnhälse"). Wegen der starken antibakteriellen Wirkung sollte das Produkt höchstens über einen Zeitraum von 2 Wochen - nach ärztlicher Verschreibung - angewandt werden, um die natürlichen und lebenswichtigen Bakterien der Mundhöhle nicht zu sehr zu schädigen.
Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie wurden ein erschreckendes Defizit bei der Behandlung von Zahnfleischerkrankungen offenkundig. Die Ursachen hierfür sind vielschichtig, liegen aber vor allem in einem von Verwaltung geprägten Beantragungssystem vor einer Zahnfleischbehandlung und einer unzureichenden Vergütung durch die Krankenkassen.


"Die Zahl der Parodontitisbehandlungen in Deutschland entspricht bei weitem nicht dem tatsächlichen Bedarf. 40 bis 50 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden an einer Erkrankung des Zahnhalteapparates, wobei mehr als 15 Prozent Zahnfleischtaschen von mehr als sechs Millimetern aufweisen. Behandelt werden mit insgesamt 717.000 Fällen in 2002 nur knapp 1,5 Prozent der Erkrankten.
Diese alarmierende Feststellung traf die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DGP) bei Ihrer Pressekonferenz anlässlich der Jahrestagung 2004 in Dresden. Therapiebedarf sieht die DGP bei etwa 25 Millionen Erwachsenen. Bei ihnen haben sich bereits Zahnfleischtaschen von vier und mehr Millimetern Tiefe gebildet. Diese Entzündungen des Zahnhalteapparates – richtig als Parodontitis und nicht als Parodontose bezeichnet - können zum Zahnverlust führen.
Angesichts dieses auch durch die demographische Entwicklung noch zunehmenden Behandlungsbedarfs haben die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde mit den zahnärztlichen Fachgesellschaften, der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und der Bundeszahnärztekammer die Zahnheilkunde jetzt nach befund- und patientenorientierten Kriterien neu ausgerichtet. „Die Neubeschreibung soll eine präventionsorientierte, ursachengerechte und strukturerhaltende Therapie sichern“, lautet die vom DGP-Präsidenten, Prof. Dr. Thomas Hoffmann, wiedergegebene Definition. „Ziel ist, invasive, substanzopfernde Maßnahmen zu reduzieren und die Lebensqualität durch Erhalt der Mundgesundheit zu verbessern“, so Hoffmann.
Hierbei gilt es, den individuellen Behandlungsbedarf möglichst frühzeitig festzustellen. Am Beginn einer Therapie steht zunächst die Basisdiagnostik mit dem seit 2004 neu als Kassenleistung etablierten Parodontalen Screening Index (PSI). Er gibt erste Informationen über den Schweregrad der Erkrankung sowie den möglichen individuellen Behandlungsbedarf. In der folgenden präventiven Betreuungsphase sind die Reduzierung der patientenbezogenen Risikofaktoren, die Optimierung des Mundhygieneverhaltens und die Compliance (Therapietreue) des Patienten von großer Bedeutung. „Wir können unser Ziel jedoch nur dann optimal verwirklichen, wenn unsere Patienten von der Notwendigkeit ihrer Mitverantwortung überzeugt sind und kontinuierlich mitarbeiten“, lautet das Fazit von Hoffmann.


Nur drei Prozent gehen zur Erhaltungstherapie

Anlass zur Sorge geben hier Daten aus der repräsentativen populationsbasierten SHIP-Studie (Study of Health in Pomerania), die Prof. Dr. Thomas Kocher von der Zahnklinik der Universität Greifswald vorstellte. Innerhalb von fünf Jahren sei bei zehn Prozent der Bevölkerung eine Parodontalbehandlung durchgeführt worden. Aber nur drei dieser zehn Prozent gingen regelmäßig zur Erhaltungstherapie bei ihrem Zahnarzt, so Kocher. Gerade diese Maßnahmen seien für den Langzeiterfolg extrem wichtig. Die Studie zeige auch, dass die vermehrte Durchführung von Parodontalbehandlungen den Zahnverlust verringerte. Stärkster Risikofaktor für Parodontitis ist Rauchen. Der Gesundheitszustand der Mundhöhle eines Rauchers sei vergleichbar mit dem eines zehn Jahre älteren Nichtrauchers. Auch Stress wirke sich nachteilig auf die paro-dontale Situation aus.
Die Spitzenverbände der Krankenkassen und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung haben zum 1. Januar 2004 die Struktur der Parodontalbehandlung für die Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) neu gefasst. Dr. Jürgen Fedderwitz, amtierender Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, sieht darin einen fachlich vertretbaren Einstieg in eine moderne systematische Therapie von Parodontalbehandlungen im Rahmen der GKV. Nicht zuletzt lassen die ohnehin nicht ausreichenden Finanzmittel und die Verpflichtung zur Wirtschaftlichkeit eine individuell optimale, am "sta-te-of-the-art" ausgerichtete Parodontalbehandlung nicht zu. Wenn Patienten von der rasanten Weiterentwicklung der Zahnheilkunde profitieren wollen, führe kein Weg an einer stärkeren finanziellen Selbstbeteiligung vorbei."

[ Quellen: Dr. Stefan Hartwig, GABA GmbH, s.hartwig@gaba-dent.de; fischer@dkcommunications.de (auch © der Graphik)]

 Basics:  Mundspüllösungen, Parodontitis  im Lexikonteil

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2.) Erneut belegt: Elektrisches Putzen wirksamer als von Hand

Wie beim Rasieren - Nass oder Trocken - gibt es auch beim Zähneputzen zwei Welten: Was ist besser, Hand- oder Elektrisch?. Grundsätzlich können bei richtiger Technik und der entsprechenden Dauer mit beiden Hilfsmitteln ebenbürtige Resultate erzielt werden. Allerdings "verzeihen" die Elektrischen eher eine falsche Zahnputztechnik, da sie vieles automatisch "von alleine" machen. Gerade Menschen, die bisher falsch geputzt haben, werden sich mit einer Elektrischen besser tun. Und vergessen Sie eines nicht: Die richtige Zahnputztechnik zu erlernen ist eine Sache, diese aber auch auf Dauer beizubehalten, eine andere. Kinder und Jugendliche werden (fast) immer eine Elektrische bevorzugen - und älteren Menschen nehmen die Elektrischen Bewegungen ab, die sie häufig nicht mehr selbst durchführen können. Unter Kostenaspekten liegen die Handzahnbürsten eindeutig vorn - obwohl sich auch hier die Preise, sieht man einmal von der Grundanschaffung ab, - immer mehr angleichen. Nicht etwa, dass die Ersatzköpfe der Elektrischen wesentlich billiger würden - neue Handzahnbürstenmodelle erreichen lässig den Preis der elektrischen Borstenköpfe.
Beide Systeme - egal mit welcher Technik und Ausdauer angewandt - können aber eines nicht: Den Zahn an allen Stellen vollständig reinigen. Hierfür müssen weitere Hilfsmittel angewandt werden - und oft kann nur eine professionelle Zahnreinigung in gewissen Abständen diesen Mangel beseitigen.
Eine neue Studie - veröffentlicht im FVDZ-NewsLetter (2.9.) - bestätigt die Überlegenheit eines elektrischen Systems mit 2 Borstenköpfen:

"(BSMO) Neue elektrische Zahnbürsten mit zwei oszillierenden Köpfen sind in der klinischen Anwendung deutlich effektiver als die Reinigung mit einer Handzahnbürste, wie eine US-amerikanische Studie jetzt nachweisen konnte. Die Effektivität elektrischer Zahnbürsten bei der Zahnreinigung ist bereits in einigen Studien demonstriert worden. Mitarbeiter der University of Kansas-Missouri und der Procter & Gamble Company stellten jetzt ein neues Produkt vor, das mit zwei beweglichen Köpfen arbeitet, wobei ein Kopf oszilliert und der andere eine Bewegung entlang der Längsachse durchführt. Die Forscher verglichen die Gründlichkeit der Plaqueentfernung nach ein- und dreiminütigem Putzen mit dem vorgestellten Gerät (Crest SpinBrush Pro®, The Procter & Gamble Company) sowie einer handelsüblichen Handzahnbürste (Lion Dentor Systema®, Lion Co.) in einer klinischen Studie. Dabei wurde in einer randomisierten Blindstudie bei 40 Testpersonen der Plaqueindex vor und nach einmaligem Gebrauch (jeweils für ein und drei Minuten) der Zahnbürsten bestimmt. Der Plaquebefall wurde anhand der Turesky-Modifikation des Quigley-Hein-Index dokumentiert. Die statistische Auswertung erfolgte mit Hilfe von ANOVA und t-Test. Im Fall der Handzahnbürste wiesen die Probanden zu Beginn der Studie einen durchschnittlichen Plaqueindex von 2,99 auf, nach Putzen ergab sich eine Verbesserung um 0,43 (1 min.) und 0,62 (3 min.). Für die elektrische Zahnbürste hingegen fand sich eine Verbesserung um 0,61 (1 min.) und 0,93 (3 min.) bei einem Ausgangswert von 2,98. Die Abweichungen waren zu beiden Zeitpunkten signifikant. Zudem wurde deutlich, dass die Plaqueentfernung in beiden Fällen nach 3-minütigem Putzen deutlich effektiver war als nach 1-minütigem Putzen. Die Autoren empfehlen aufgrund dieser Ergebnisse die Anwendung elektrischer Zahnbürsten mit dem vorgestellten neuen Design und weisen auf die starke Verbesserung des Erfolges nach 3-minütiger Putzdauer hin.."

[©: FVDZ-NewsLetter; Williams, K et al.: One- and 3-Minute Plaque Removal by a Battery-Powered Versus a Manual Toothbrush. J Periodontol 2004;75:1107-1113 ]

 Basics: Special: Mundhygiene im Lexikonteil

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3.) Tissue engineering - "künstliches Gewebe aus dem Reagenzglas"

Vor geraumer Zeit machte eine Boulevard-Pressemeldung darauf aufmerksam, dass es gelungen sei, einen Unterkiefer im Rücken eines Mannes zu züchten und diesen dann wieder an Ort und Stelle einzupflanzen. Der Mann sei heute wieder in der Lage, "Würstchen" zu essen und auch sonst seinen Kiefer normal zu gebrauchen. Welche medizinische Technik steckt hinter dieser Meldung, die insofern inkorrekt ist, als es sich nicht um einen kompletten Unterkiefer, sondern nur um einen großen Teil davon handelte? Verantwortlich für solche völlig neuen Gewebszüchtungen ist das sog. Tissue engineering, welches bisher nur von Zahnfleischzüchtungen bekannt war: Körpereigenes Gewebe wird nach entsprechender Vorbehandlung, im Körper selbst auf sog. Trägersubstanzen in Form und Größe gezüchtet und dann an der gewünschten Stelle eingepflanzt. Beim Züchten von neuem Knochen läuft, vereinfacht ausgedrückt, folgendes ab: Unter örtlicher Betäubung werden mehrere, etwa ein Quadratzentimeter große und einen Millimeter dünne, Stücke Knochenhaut vom eigenen Kiefer abgelöst und mit dem eigenem Körperblut vermischt im Labor zu dreidimensionalen Knochenchips herangezüchtet. In etwa fünf bis acht Wochen entstehen so Fingernagelgroße "Knochenchips" mit jeweils etwa 1,5 Millionen vitaler Knochenzellen. Mehrere dieser Chips werden dem Patienten dann eingesetzt und verwachsen innerhalb von 4-5 Monaten sowohl miteinander, als auch mit dem vorhandenem Kieferknochen und stimulieren zusätzlich die körpereignen Knochenneubildung. Da es sich komplett um körpereigenes Gewebe handelt, sind zum Einheilen ideale Vorraussetzungen gegeben. Langzeituntersuchungen zu dieser bestechenden, aber extrem teuren "Knochenanzucht" liegen bisher noch nicht vor - deshalb kann diese Sensationsmeldung aus der Boulevardpresse zur Zeit auch nur als ein temporärer Einzelerfolg angesehen werden.
Bei dem "Unterkiefer aus dem Reagenzglas" wurde die oben beschriebene Knochenzüchtung modifiziert. Die
Zahnarztwoche legt die medizinische Hintergründe dar:

"Einem Team um Patrick Warnke und Hendrik Terheyden von der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universität Kiel ist es in einer spektakulären Behandlung erstmals gelungen, unter Verwendung einer modifizierten Tissue-Engineering-Technik einen Teil eines menschlichen Unterkiefers nachzuzüchten (Lancet, Band 364, S. 766, 2004). Dem heute 56-jährigen Patienten hatte ein Tumor vor neun Jahren Teile des Gesichts zerstört. Im Verlauf der Therapie hatten Chirurgen damals unter anderem den gesamten zahntragenden Teil des Unterkiefers entfernen müssen.
Jahrelang konnte der Patient deshalb nur Suppe und Haferschleim zu sich nehmen. Dass er jetzt zum Beispiel wieder Würstchen essen kann, verdankt er einer völlig neuen Technik, die nach zehnjähriger Erprobung in Tierversuchen jetzt zum ersten Mal am Menschen angewandt wurde. Das Team um Patrick Warnke und Hendrik Terheyden von der MKG-Klinik der Christian-Albrechts-Universität Kiel hat den fehlenden Teil des Unterkiefers im Körper des Patienten aus dessen eigenem Gewebe herangezüchtet. Dafür war es in diesem Fall nicht nötig, wie sonst üblich, der Hüfte oder anderen Körperteilen körpereigene Knochenfragmente zu entnehmen.
Der neue Unterkiefer wuchs in einem Zeitraum von sieben Wochen, geschützt von einem Titangeflecht, aus dem Knochenmark des Mannes und zugesetzten Knochenmineralien sowie Wachstumsfaktoren am seitlichen Oberkörper des Patienten im Musculus latissimus dorsi heran. Die so gewonnene Kieferstruktur wurde dann samt dem sie umgebenden Muskelgewebe in das Gesicht des Patienten implantiert.
„Der Vorteil dieser Methode ist, dass wir ein passgenaues Implantat herstellen konnten“, so Warnke. Dazu hatten die Wissenschaftler den Schädel des Patienten mit Hilfe dreidimensionaler Aufnahmen aus dem Computertomographen vermessen. Auf der Grundlage dieser Daten wurde dann das fehlende Stück mit Hilfe eines computergestützten Design-Verfahrens exakt rekonstruiert.
Trotz des Erfolgs schränkt der Chirurg allerdings ein, dass das neue Verfahren bisher erst an diesem einen Patienten geglückt sei. Das Prinzip müsse nicht immer funktionieren, gab er zu bedenken. Auch seien seit der Operation erst wenige Wochen vergangen. „Wir müssen den Patienten noch etwa ein Jahr weiter untersuchen, um sicher zu sein.“
Immerhin konnten die Kieler Ärzte damit erstmals den Nachweis führen, dass es mit Hilfe des viel gepriesenen Tissue Engineering, bei dem Gewebe gezielt für spezielle Zwecke gezüchtet wird, durchaus möglich ist, Knochensubstanz nach exakten Formvorgaben nachzuzüchten – zumindest dann, wenn die Anzucht im Körper stattfindet.

[ ©: DZW 36/04  ]

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4.) Neuentwicklung: Alternative zur Vollnarkose

Wissenschaftler der University of Newcastle upon Tyne (http://www.ncl.ac.uk) haben eine sicherere Sedierungsalternative zur Vollnarkose entwickelt. Das neue Verfahren kombiniert das Sedativ Midazolam mit zwei lokalen Anästhetika. Tests zeigten, dass das diese Kombination in 93 Prozent der Fälle erfolgreich war.
An der Erprobung in der Queensway Anxiety Management Clinic (http://www.anxietymanagement.co.uk) nahmen mehr als 600 Kinder mit extremen Dentalproblemen teil, die sonst im Krankenhaus unter Vollnarkose behandelt worden wären. Die Kinder, deren Zustand oder Angstgefühle eine lokale Betäubung unmöglich machten, verspürten während der Sedation laut BBC keine Schmerzen. Die Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Anaesthesia veröffentlicht. Obwohl die Kinder während der Behandlung bei Bewusstsein blieben, konnten sie sich danach nicht an nichts erinnern. Es wurden nicht nur die Risiken einer Vollnarkose vermieden. Auch die Sedierung erfolgte in einem Behandlungsstuhl. Das Team testete drei neue Sedierungsverfahren an Kindern, die an die Queensway Anxiety Management Clinic verwiesen worden waren. In jener Gruppe, die eine Kombination von Stickoxid, Sevoflurane und einer Midazolam- Injektion erhalten hatten, schlossen 249 von 267 Kindern die Behandlung erfolgreich ab. Der Entwickler des Verfahrens, Paul Averley, erklärte, dass man gezeigt habe, dass die Sedierung mit einem intravenös verabreichten Wirkstoff und inhalierten Wirkstoffen gute Ergebnisse erzielte und zu keinen Nebenwirkungen führte.


[ Quelle:
sp/pte in zm-online vom 3.9. ]

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5.) Gesundheitswert von Frühstücksflocken & Co zweifelhaft

(aid) - Serienhelden von Biene Maja bis Yu-Gi-Oh auf der Verpackung, Spielbeigaben wie Sammelfiguren oder Sticker sind sie für Kinder attraktiv und locken zum Kauf. Gesundheitsfördernde Zusätze sollen vor allem die Eltern überzeugen. Bei vielen der so genannten funktionellen Lebensmittel für Kinder handelt es sich um Frühstückscerealien und Milchprodukte. Darüber hinaus gibt es aber auch Süßwaren, Getränke und Wurstwaren, die mit einzelnen, überwiegend Mikronährstoffen angereichert wurden. Laut einer Untersuchung des Forschungsinstitutes für Kinderernährung in Dortmund (FKE) wird meistens mit Vitaminen der B-Gruppe und Calcium, gefolgt von den Vitaminen C und E beziehungsweise Eisen angereichert. Aus wissenschaftlicher Sicht bestehen Zweifel, ob zugesetzte Substanzen in gleicher Weise vom Körper aufgenommen werden wie Wirkstoffe, die von Natur aus in Lebensmitteln enthalten sind. Außerdem kann es, je nach Verzehrsmenge, zu einer Überversorgung und damit verbunden zu unerwünschten Wirkungen kommen. So kann beispielsweise ein Zuviel an Calcium die Aufnahme anderer wichtiger Mineralstoffe wie z. B. Magnesium verringern. Der aid infodienst weist darauf hin, dass nicht einzelne spezielle Lebensmittel sondern eine ausgewogene, vollwertige Ernährungsweise mit viel frischem Gemüse, Salat, Obst, Vollkorn- und kalorienarmen Milchprodukten, ergänzt durch Fleisch und Fisch und eine geringe Menge vor allem an pflanzlichem Öl die empfehlenswerte Ernährungsform ist, die zu einer gesunden Kindesentwicklung beiträgt. Funktionelle oder nährstoffangereicherte Lebensmittel sind für gesunde Kinder nicht nötig. Lediglich gelegentlich oder z. B. bei Unverträglichkeiten können sie gezielt eingesetzt werden und einen Beitrag zur Gesundheit leisten. Calciumreiche Mineralwasser oder mit Calcium angereicherte Fruchtsäfte können bei Milchunverträglichkeit zur Versorgung mit diesem Mineralstoff beitragen. Ein Kinderjoghurt, süße Flakes oder Riegel zählen dagegen zu den Süßigkeiten. Sie enthalten viel Zucker aber wenig Ballaststoffe und sind daher kein gesundes Frühstück. Außerdem enthalten Kinderlebensmittel oft Aromastoffe, sind teuer und aufwändig verpackt.
[ Quelle: Doris Decker, http://www.aid.de ]

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6.) Ernährungsempfehlungen aus zahnärztlicher Sicht

Ernährungsempfehlungen gibt es viele. Bekannte Organisationen sind die Deutsche Gesellschaft für Ernährung oder aid. Meist haben derartige Empfehlungen aber den Nachteil, dass sie sich nicht mit speziellen zahnärztlichen Forderungen befassen. In den Zahnärztlichen Mitteilungen vom 1.9.2004 wurde die lesenswerte Titelgesichte diesem Thema gewidmet. Nachfolgend geben wir ihnen einen Auszug; den vollständigen Artikel können Sie unter zm 17/2004 nachlesen:

Das Stillen fördern. Neben anderen wichtigen Gesundheitsvorzügen verhindert das Stillen - sofern nicht übermäßig lang gestillt wird - das Entstehen von Nuckelflaschenkaries. Verhindern, dass Kinder mit einer Flache gesüßten Inhalts zu Bett gebracht werden
Jugendliche und Erwachsene: Mindestens 1,5 Liter ungesüßte Flüssigkeiten am Tag trinken (z.B. Wasser oder ungesüßte Früchtetees); dabei nur in Maßen Kaffee oder schwarzen Tee, keine hochfrequente Einnahme von Fruchtsäften, Fruchtschorlen, Limonaden, Cola-Getränken und Ähnlichem
Verminderter Konsum von Softdrinks. Diese können in hohem Maße zur Entstehung von Karies und Säure-Erosionen beitragen
Der größte Anteil der Hauptmahlzeiten soll aus gegarter Stärke, wie Getreideprodukten (Brot), Reis, Nudeln, Kartoffeln und Mais, bestehen
Fünfmal täglich "eine "Handvoll" Obst oder Gemüse, wobei eine Portion durch Obst- oder Gemüsesaft ersetzt werden kann
Sich für eine Ernährungsweise einsetzen, die Mundkrebs verhindert: Übermäßiger Alkoholkonsum (besonders "harte Sachen") und (ernährungsunabhängig) Nikotin sollten vermieden werden
Zwei bis drei Portionen Milch oder deren Produkte täglich
Ein- bis zweimal wöchentlich Seefisch
Zwei- bis dreimal wöchentlich Fleisch, zwei bis dreimal Wurst, bis zu drei Eier
Täglich maximal 40g Streich- und Koch-Fett
Selten zucker-, stärke- und fetthaltige Produkte, wie gesüßte Milchprodukte, Süßigkeiten; salzige Genussmittel, wie Kartoffelchips, Cracker, Flakes, Erdnuss-Flips und Ähnliches. Der Konsum von gesüßten Nahrungsmitteln/Getränken soll auf viermal täglich beschränkt werden. Freie (hinzugefügte) Zucker ("Leckereien") bleiben dabei unter einem 10 %-Anteil an der Gesamtaufnahme
sparsam salzen. Immer fluoridiertes Jodsalz zum Kochen und Salzen verwenden

 Basics:  Ernährungsempfehlungen auf Zahnwissen.de

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7.) Praxisgebühr erhöht Nachfrage nach Professioneller Zahnreinigung (PZR)

Deutliche Auswirkungen auf die Zahnarztbesuche hat die Einführung der Praxisgebühr: 24 Prozent der Befragen gaben in einer Emnid-Umfrage im Auftrag von Colgate an, sie wollten ihre Besuche beim Zahnarzt deswegen künftig einschränken. Und 11 Prozent geben an, dass sie nur noch dann gehen wollen, wenn sie Schmerzen haben. Doch gerade die Praxisgebühr und immer höhere Eigenkostenanteile führen dazu, dass die Vorsorge hoch im Kurs steht. Denn die Patienten wollen kostspielige Behandlungen nach Möglichkeit vermeiden. So nehmen beispielsweise immer mehr Menschen private Vorsorgemaßnahmen wie die professionelle Zahnreinigung (PZR) in Anspruch. Rund 61 Prozent aller Befragten gaben an, schon einmal eine PZR in Anspruch genommen zu haben.

[ Quelle: DZW]

 Basics: Professionelle Zahnreinigung im Lexikonteil

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8.) Hoffentlich nicht nötig: Zuckerkügelchen gegen Zahnschmerz

Hausmittelchen gegen Zahnschmerzen gibt es viele. Das bekannteste ist wohl die Gewürznelke, welche zerkaut oder ein Teil davon in das schmerzende Zahnloch gelegt werden sollte. Sollten Sie mehr auf homöopathischen Mitteln stehen, so hat die Ärztezeitung ein paar andere Mittelchen parat. Um es aber gleich vorweg zu nehmen: Einen Zahnarztbesuch erspart Ihnen auch die Homöopathie nicht, denn ohne Ursachenbeseitigung läuft in der Zahnheilkunde praktisch nichts.

Zur Überbrückung bis zum Zahnarzttermin sind bei Zahnschmerzen homöopathische Globuli eine gute Alternative zu Schmerzmitteln. Bei den oft durch Wärme ausgelösten Beschwerden, die sich durch kaltes Wasser oder an der frischen Luft bessern, rät der Zahnarzt Dr. Wolfgang Blien aus Illmensee zu Belladonna C30, Bryonia C30 oder Pulsatilla C6. Davon sollen alle zehn Minuten fünf Globuli eingenommen werden - insgesamt bis zu sechsmal.
Belladonna sei besonders geeignet bei Schmerzen, die sich durch Ruhe bessern, Bryonia bei Beschwerden, die durch Druck auf dem Zahn gelindert werden, und Pulsatilla bei Schmerzen, die sich durch kalte Anwendungen bessern.
Bei Schmerzen nach dem Zahnarztbesuch (Füllungen) helfen Arnica D30 und Nux vomica D30 in einer Dosis von dreimal drei Globuli pro Tag an bis zu drei Tagen.

 Basics:  Gesundheitsreform  im Lexikonteil

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9.) Salbei: Gewürz, Teekraut und Heilpflanze - Erste Wahl bei Halsschmerzen

(aid) - Salbei wird nicht nur als Gewürz, sondern auch als Teekraut und Heilpflanze bereits seit hunderten von Jahren gerühmt: "Wie kann ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?" lautet ein medizinischer Merkvers aus dem 13. Jahrhundert. Der Name Salbei ist vom lateinischen "salvare" abgeleitet, was soviel bedeutet wie heilen. Dies beruht vor allem auf dem Salbeiöl, das insbesondere in den Blättern enthalten ist. Das ätherische Öl verhindert das Wachstum von Bakterien, Viren und Schimmelpilzen. Im Salbei enthaltene Gerbstoffe wirken entzündungshemmend. Bekannt ist Salbei vor allem als Gurgelmittel bei Halsschmerzen in Form von Tee oder verdünnter Tinktur und als Halsschmerzbonbon. Salbei hilft aber auch nach dem Genuss fetter Speisen bei der Verdauung und gegen Blähungen sowie gegen übermäßiges Schwitzen in Stresssituationen oder in den Wechseljahren. Er wirkt appetitanregend und blutreinigend. Sein leicht bitterer Geschmack lässt sich durch Honig etwas abmildern. Auch äußerlich kann man Salbei anwenden: bei Druckstellen durch Zahnprothesen, Zahnfleischgeschwüren und -schwund. Salbei findet also eine vielseitige Anwendung: Ob als heilende Tinktur, aromatisches Gewürz, als wohlschmeckender Tee oder linderndes Halsbonbon. Und auch fürs Auge hat der Salbei einiges zu bieten, insbesondere der lavendelblau bis tiefviolettblau blühende Sommersalbei macht sich hervorragend im Beet oder auf dem Balkon.

[ ©: aid ; Eva Weißen  ]

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10.) Obst und Gemüse statt Pillen und Pulver

(aid) - Seit jeher suchen die Menschen nach Möglichkeiten, den Alterungsprozess aufzuhalten und möglichst lange fit und gesund zu bleiben. So genannte Anti-Aging-Produkte versprechen jung zu bleiben bis ins hohe Alter. Doch Pillen und Pulver sind in der Regel nur teure Augenwischerei und nützen gar nichts. Altern ist vor allem auch eine Frage des Lebensstils. Das Prinzip ist einfach: "Das Geheimnis, sein Leben zu verlängern, besteht darin, es nicht zu verkürzen". Es gilt als wissenschaftlich gesichert, dass Umwelteinflüsse, Stress, Bewegungsmangel und einseitige Ernährung die Zellstrukturen schädigen und dadurch den Alterungsprozess beschleunigen. Wer sich dagegen ausgewogen ernährt, mäßig trinkt, nicht raucht und ausreichend Sport treibt, hat bessere Chancen, gesund alt zu werden. Die Ernährung wird als wichtiger Faktor angesehen, der zur Gesundheit und Funktionsfähigkeit eines Organismus in jedem Lebensalter beiträgt. Eine maßgebliche Ursache für chronische Alterskrankheiten ist Überernährung in vorangegangenen Lebensjahren. Zudem können sich Ernährungsmängel langfristig auswirken. Eine unzureichende Kalziumaufnahme in den früheren Lebensjahren begünstigt z. B. die Entstehung von Osteoporose. Eine anhaltend zu geringe Ballaststoffzufuhr führt beispielsweise zu Darmträgheit und Verstopfung. Überernährung und Ernährungsmängel können auch gleichzeitig auftreten. Für das Altern sind freie Radikale verantwortlich. Diese entstehen im ganz normalen Stoffwechsel der Zelle, z. B. bei der Energiegewinnung, gelangen aber auch über Umweltgifte und Rauchen in unseren Körper. Sie beschleunigen die Zerstörung der Zellen. So genannte Antioxidantien können diese Reaktion unterbrechen. Dies sind vor allem Beta-Carotin, die Vitamine C und E und das Spurenelement Selen. Wirksamer als Pillen und Pulver sind Antioxidantien aus frischen Lebensmitteln wie Gemüse und Obst. Fünf mal Gemüse und Obst am Tag reichen da schon aus: Zwei Portionen Gemüse (ein Salat, Gemüsebeilage, Rohkost), zwei Portionen Obst (Obst ins Müsli, Obst zwischendurch) und ein Glas Gemüse- oder Obstsaft täglich und Jahr für Jahr sind eine gute Vorraussetzung für eine längeres und gesünderes Leben.

[
©: Heike Rapp, aid
]

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11.) Neuer Schnelltest - in 30 Minuten werden Allergien abgeklärt

BERLIN (eis). Ein weltweit erster Allergie-Schnelltest ermöglicht es Haus- und Kinderärzten, ihre Patienten auf Allergien zu screenen (wir haben kurz berichtet). Das Verfahren ist einfach wie ein Schwangerschaftstest und liefert binnen 30 Minuten verläßliche Ergebnisse. Im Oktober kommt das Produkt auf den Markt.
Der Test FastCheckPoc ist vom Unternehmen Diagnostic Science & Technology GmbH aus Schwerin in Kooperation mit der Charité entwickelt worden. Mit zwei Tropfen Blut des Patienten in einem Verdünnungsmittel wird dabei eine Membran benetzt, wie Professor Torsten Zuberbier vom Allergie-Centrum-Charité der "Ärzte Zeitung" berichtet hat.
Auf der Membran haften Allergene. Binden sich Antikörper aus dem Blut des Patienten an die Antigene, dann wird ein Kreuz sichtbar. Zwei Test-Kits werden angeboten, mit je zwölf Inhalations- oder zwölf Nahrungsmittel-Allergenen.
In Vergleichstests mit einem etabliertem IgE-Bestimmungsverfahren (Pharmacia Cap) seien die Ergebnisse zu 90 bis 100 Prozent identisch gewesen, so Zuberbier. Der neue Test ersetze nicht die quantitativen Haut- und Labortests.
"Erstmals können damit jetzt aber Hausärzte flächendeckend ein Allergie-Screening machen", so der Allergologe. Er rät zum Test bei Patienten mit Schnupfen über mehr als zwei Wochen, längerdauerndem/anfallsartigem Husten oder bei Hauterscheinungen wie Neurodermitis.

Weitere Infos: http://www.fastcheckpoc.com

[ Quelle: Ärztezeitung vom 24.9.  ]

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12.) Lebensmittel - ohne Zusatzstoffe läuft nichts

Kennen Sie ein verpacktes Lebensmittel, wo keine kryptischen Bezeichnungen auf der Verpackung stehen? Wohl kaum, denn nach dem europäischen und auch deutschen Lebensmittelrecht muss "aufgedruckt sein, was drin ist". Aber wie es nun mal Gesetze so an sich haben, muss manchmal nicht die ganze Wahrheit auf der Verpackung stehen (z.B. "zuckerfrei", obwohl Zucker drin ist), oder es erscheinen Bezeichnungen, die mit "E" beginnen ("E 605" sollte nicht dabei sein, aber mit dem Ausdruck könnten Sie wenigstens was anfangen ;-) ) oder die Zusatzstoffe sind zwar verständlich aufgedruckt, aber Sie können deren Bedeutung und Nebenwirkungen nicht einschätzen.
Abhilfe schafft in diesen Fällen die WEB-Site:

                                          http://www.zusatzstoffe-online.de/

welche Ihnen ausführlich und in einem verständlichen Deutsch erklärt, Wie, Was und Warum Was in den Lebensmitteln ist. Wir meinen, einen Klick wert.
 


13.) Zum Schluss: Hypnose gratis via Internet

 Zahnbehandlungen unter Hypnose gelten als eines der Mittel, um auch ängstliche Patienten zu einem Eingriff zu bewegen. Doch die meisten Kassen machen da nicht mit und lassen die Behandlung aus eigener Tasche zahlen. Vielleicht hilft Ihnen aber das WEB weiter, denn ein indischer Guru verhilft Ihnen zu einer Gratis-Hypnose via Internet:
Fr. J. H. Rabailkal aus Bombay lässt zum Selbstversuch bitten. "Setzen Sie sich bequem, verdunkeln Sie den Raum und lassen Sie alles von sich fallen. ....". Weiter geht es unter:

                                             http://www.rabailkal.com/hypnose.htm

Jetzt müssen Sie nur die passende Praxis mit Internetanschluss am Behandlungsstuhl finden ;-)

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