Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 10/2005/ 1. Oktober 2005

Die Sommerpause ist vorüber - Sie sehen dies allein schon an dem Umfang der nachfolgenden Meldungen. Wir hoffen, Ihnen wieder Einiges an neuen Infos bieten zu können.

Ihre ZahnNewsLetter-Redaktion


Inhalt

 1.) Zähne und Psyche: Wenn Probleme auf die Zähne schlagen
 2.)
Schweiz: Implantat kostengünstiger als Brücke
 3.)
"Kalter Laser" statt konventionellem "Bohren"?
 4.) Mundgesundheit bei Kindern und Jugendlichen weiter auf Erfolgskurs
 5.)
Kassen: 1,4 Milliarden weniger Ausgaben für Zahnersatz in 2005
 6.) Fruktose-Getränke - Modernes Süßungsmittel als Dickmacher entlarvt
 7.) Bund der Versicherten: Zahnzusatzversicherungen überflüssig

 8.)
Auf dem Prüfstand: Zahnzusatzversicherungen
 9.) Langes Leben kostet - ob mit oder ohne Praxisgebühr
10.)
Deutsches Gesundheitssystem im Ländervergleich an der Spitze
11.) „Das Geheimnis um die verschwundenen Zahnbürsten“
12.)
Teilkronen halten noch länger als Inlays
13.) Meinen Arzt wähle ich aus!
14.) Alternative Heilmethoden - Oft nicht wirksam
15.) Vor 1.500 Jahren war Karies kein Problem
16.)
Zum Schluss: Selbsternannte Experten


1.) Zähne und Psyche: Wenn Probleme auf die Zähne schlagen

Etwa jede fünfte Bundesbürger knirscht mit den Zähnen. Dies kann zu nachhaltigen Schäden an Zähnen und Kiefergelenk führen. Grund für das Zähneknirschen ist oft eine unbewusste Anspannung der Kaumuskulatur, die wiederum sehr häufig auf Stress beziehungsweise unverarbeitete persönliche Konflikte zurückzuführen ist. Um Zähne und Kiefergelenk zu schützen, wird Betroffenen in der Regel vom Zahnarzt eine Kunststoffschiene angefertigt. Damit wird aber lediglich den Folgen des Zähneknirschens vorgebeugt, wie Prof. Dr. Stephan Doering betont, der vor kurzem am Universitätsklinikum Münster (UKM) die bundesweit einzige Professur für Psychosomatik in der Zahnheilkunde übernommen hat. Von seiner früheren Wirkungsstätte in Innsbruck her hat er ein schon länger bekanntes, aber bislang kaum genutztes Verfahren mit nach Münster gebracht, und zwar die Biofeedback-Behandlung.

Dabei werden den Patienten kleine Elektroden über dem Kaumuskel auf die Wange geklebt und die Muskelanspannung an einen Computer übertragen. Am Monitor können die Patienten die jeweilige Anspannung genau verfolgen und lernen, sie durch gezielte Entspannungsübungen abzubauen. Zur zusätzlichen Sicherheit wird ihnen aber zunächst noch das Tragen einer Schiene empfohlen. Vor dem Hintergrund der großen Zahl der Betroffenen dürfte diese Methode auch gesundheitsökonomisch von großer Bedeutung sein, hilft sie doch, hohe Folgekosten für entsprechende zahnärztliche Behandlung zu drosseln. Das Zähneknirschen ist jedoch nur einer der Schwerpunkte des neuen Lehrstuhlinhabers, der strukturell an die Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und inhaltlich an die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des UKM angebunden ist.

A propos Kosten. Viele Menschen stecken hohe Summen in immer neue Zahnprothesen, weil sie mit den alten einfach nicht zurechtkommen. Dennoch will das Gefühl, dass der Zahnersatz drückt, brennt oder sonstige Probleme bereitet, einfach nicht weichen - auch wenn eine ganze Reihe von Zahnärzten, die deswegen konsultiert wurden, einhellig beteuern, dass alles optimal sitzt. Etwa ein bis zwei Prozent aller Patienten, die mit einer Prothese versorgt werden, haben sich auch nach drei Monaten noch nicht daran gewöhnt. Ursache ist in solchen Fällen meistens eine psychogene Prothesenunverträglichkeit, das heißt der eigentliche Grund für die Probleme liegt nicht im Zahnersatz selbst, sondern in dessen "Verarbeitung" im Gehirn. Dabei können vorangegangene Schmerzerlebnisse, aber auch seelische Belastungen eine Rolle spielen. Für solche Patienten ist die Ambulanz für Psychosomatik in der Zahnheilkunde am UKM eine wichtige Anlaufstation.

Vor einem eingehenden Gespräch werden die Ratsuchenden aber oftmals erst einmal in den Zahnarztstuhl gebeten. Hier schaut ihnen Privatdozentin Dr. Anne Wolowski, Oberärztin der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und zahnärztliche Leiterin der Ambulanz für Psychosomatik in der Zahnheilkunde, erst einmal fachfraulich in den Mund, um auszuschließen, dass die Probleme nicht möglicherweise doch mit der Prothese selbst beziehungsweise Veränderungen im Zahn- Mund- oder Kieferbereich zu tun haben. Ist dies nicht der Fall, wird in einem etwa einstündigen Gespräch nach möglichen psychischen Ursachen gefahndet und dem Patienten eine entsprechende psychotherapeutische Weiterbehandlung in Wohnortnähe empfohlen.

Ganz ähnlich wird auch bei Patienten verfahren, die sich an die Klinik wegen permanenter Schmerzen wenden, für die bislang aus zahnärztlicher Sicht keine Ursache gefunden werden konnte. Dies kann unterschiedliche Gründe haben. So verweist Doering beispielsweise auf das "Schmerzgedächtnis" im Gehirn, in dem längst vergangene Schmerzreize unnötig gespeichert werden und den Betroffenen den Schmerz weiter erleben lassen, obwohl die organische Ursache längst behoben ist. Bei dieser Form der Chronifizierung von Schmerzen können seelische Faktoren mitunter eine wichtige Rolle spielen. Den Ursachen psychogener Schmerzen und Prothesenunverträglichkeit näher auf die Spur zu kommen, ist auch Ziel der Forschungsaktivitäten Doerings. Weiteres großes Thema in der Forschung ist für ihn die Psychoneuroimmunologie, das heißt die Beeinflussung der körpereigenen Abwehr durch psychische Prozesse. Doering interessiert diese Frage insbesondere im Hinblick auf den Heilungsverlauf bei Parodontitis ("Zahnfleischentzündung").

[ gekürzt nach ©: idw/Doering ]

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2.) Schweiz: Implantat kostengünstiger als Brücke

Mit Einführung der Festzuschüsse in Deutschland ab 2005 wurden auch Implantate - oder besser das, was durch den Einsatz von Implantaten "verhindert" wird - Bestandteil der vertragszahnärztlichen Versorgung und so für weite Bevölkerungskreise leichter zugänglich. Trotzdem ist das Implantat selbst, welches nicht Bestandteil der Festzuschussregelung ist, scheinbar teuer. Eine Kosten-Nutzen-Rechnung aus der Schweiz widerlegt diese Annahme. Wenn auch Schweizer Verhältnisse nicht unbedingt auf Deutschland übertragbar sind, so soll die nachfolgende Meldung nicht die augenblicklichen Kosten, sondern auch andere Aspekte vergleichen, welche durchaus auch für das Schweizer Nachbarland zutreffen.

(BSMO) In der Schweiz erzielt die Implantatrekonstruktion beim Einzelzahnersatz ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis als die konventionelle dreigliedrige Brücke. Das belegt eine retrospektive ökonomische Auswertung in der Privatpraxis. Innerhalb eines Behandlungszeitraums von 1-4 Jahren waren bei der Implantatrekonstruktion zwar mehr Sitzungen notwendig als bei der dreigliedrigen Brücke. Die gesamte Behandlungszeit unterschied sich für die beiden Versorgungsformen jedoch kaum: Sie betrug 4,8 bzw. 5,1 Stunden. Während für die Behandlung von Komplikationen bei der Brücke und beim Implantat sehr ähnliche Beträge aufgewendet werden mussten, fielen die Laborkosten bei der erstgenannten Methode signifikant höher aus. Vor allem aus diesem Grund war die Brücke auch insgesamt teurer als das Implantat. Selbst bei Berücksichtigung von Nebenkosten für jeden Besuch lagen die Gesamtkosten für das Implantat bei durchschnittlich 3.623 Schweizer Franken (ca. 2.300 Euro), für die Brücke hingegen bei 4.178 Schweizer Franken (ca. 2.700 Euro). Die Analyse basiert auf den ökonomischen Daten von 37 Patienten, die 41 konventionelle dreigliedrige Bücken erhalten hatten, und 52 Betroffenen, die mit 59 Einzelkronen versorgt worden waren. Die Entscheidung über die Art der Versorgung war jeweils individuell in Abhängigkeit von zahnärztlichen Überlegungen und der Präferenz des Patienten getroffen worden. Die Autoren analysierten die Vorbereitungsphase, die rekonstruktive Phase und ggf. notwendige Behandlungen von Komplikationen, so dass sich ein Beobachtungszeitraum von 1-4 Jahren ergab. Zu den erfassten ökonomischen Parametern gehörte die Anzahl der Zahnarztbesuche, die Zeit am Behandlungsstuhl und die Kosten für die Behandlung, die Implantatkomponenten sowie das Labor. Die Beträge richteten sich nach den Tarifbestimmungen zwischen der schweizerischen Zahnärztegesellschaft und den Versicherungen. Die Arbeitsgruppe schließt aus ihrem Ergebnis, dass speziell bei Patienten mit nicht oder minimal gefüllten Zähnen sowie ausreichend Knochengewebe unter ökonomischen Gesichtspunkten eine Implantatrekonstruktion ratsam ist.


[©:  BSMO/FVDZ vom 18.8.05 ]

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3.) "Kalter Laser" statt konventionellem "Bohren"?

Der Begriff "Laser" wird von Laien im Zusammenhang mit der Zahnheilkunde als DIE Revolution bei der Behandlung - besonders beim "Bohren" - angesehen, ohne zu wissen, dass der Einsatz auch heute noch in den Kinderschuhen steckt. Entsprechend hoch sind auch die Reaktionen auf Meldung in den Medien zu "neuen Laserverfahren" um z.B. "schmerzlos Bohren" zu können. Neu entwickelt wurde eine Technologie, welche mit sog. Laserblitzen im Femto-Sekunden-Bereich arbeitet (Wir berichteten schon 2002 darüber). Diese Maßeinheit ist eine unvorstellbar kurze Zeit: Eine Femto-Sekunde ist der milliardste Teil einer millionstel Sekunde oder griffiger ausgedrückt: Setzt man eine Femto-Sekunde zu einer "normalen" Sekunde in Beziehung, so entspricht das dem Verhältnis von einer Sekunde zu 32 Millionen Jahren.
Hintergrund dieser unvorstellbar kurzen Zeit ist die Tatsache, dass mit herkömmlicher Lasertechnologie bei der Anwendung an der harten Zahnsubstanz im Pico-Sekunden-Bereich durch die schlagartige Hitzeentwicklung zwar krankhafte Zahnsubstanz entfernt, aber auch gesunder Zahn Wärme-geschädigt wird.
Im Rahmen eines Forschungsprojekts arbeitet das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) derzeit an der Frage, wie sicher die medizinisch aus der Augenheilkunde bekannte Technik ist:
  Wie können Praxispersonal und Patienten vor der Laserstrahlung optimal geschützt werden?
  Da beim Laserabtragen von Karies beim Einsatz dieser Technik sehr feine Partikel und Gase entstehen, die unmittelbar mit den Schleimhäuten der Mundhöhle und der Atemorgane in Kontakt treten, müssen besondere Absaug- und Ablufttechniken entwickelt werden, um Sicherheit für Patient und Arzt zu gewährleisten.
  Weiter ist bekannt, dass bei der Bearbeitung von Werkstoffen mit dieser Laserstrahlung ungewollt ionisierende Strahlung (Röntgenstrahlung) entstehen kann. Daher ist abzuklären, ob bei der Zahnbehandlung überhaupt eine ionisierende Strahlung anfällt und wie hoch ggf. deren Dosis ist.
In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützten Projekt (Laufzeit bis Herbst 2007) werden Daten für die Sicherheitsbeurteilung und die Auslegung von Schutzmaßnahmen gesammelt. Daraus wird ein Informations- und Schulungsmodul für den sicheren Umgang mit dem Femtosekundenlaser erarbeitet.
Allerdings: Die Methode ist nach unserem Kenntnisstand bei gesundem Zahnschmelz hundertmal langsamer als konventionelles Bohren. Selbst kariöse Zähne, deren krankes Material sehr viel weicher ist, benötigen noch die zehnfache Zeit. Der Traum von der schmerzfreien Laserbehandlung beim Legen einer Füllung darf wohl noch länger weitergeträumt werden.

[ Quellen :  zahn-online , eigene Recherchen ]

 Basics: Lasereinsatz in der Zahnheilkunde  auf www.zahnwissen.de

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4.) Mundgesundheit bei Kindern und Jugendlichen weiter auf Erfolgskurs

Die neuesten Ergebnisse der zum vierten mal bundesweit erhobenen Studie zum Zahngesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen in Deutschland - Epidemiologische Begleituntersuchungen zur Gruppenprophylaxe 2004 - stellte die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege e. V. (DAJ) der Presse in Berlin vor. Mit dem erfreulichen Kariesrückgang verbesserte Deutschland weiterhin seine Position in der Spitzengruppe der europäischen Länder.
Dabei zeigte sich, dass die vielfältigen Bemühungen aller an der zahnmedizinischen Prophylaxe Beteiligten - der Eltern, Erzieher, Lehrer, Zahnärzte, Prophylaxefachkräfte und natürlich der Kinder und Jugendlichen selbst - sich gelohnt haben. Die nachfolgenden Ergebnisse wurden auch durch den nicht unbeträchtlichen Mitteleinsatz der Gesetzlichen Krankenkassen für die zahngesundheitliche Prävention der Versicherten bis zum 18. Lebensjahr in Höhe von 435 Mio. Euro möglich.
Bei den Schulanfängern lag der Kariesrückgang in den letzten zehn Jahren durchschnittlich bei 25 %. Der Karies-Index, der die Zahl der kariösen bzw. wegen Karies gefüllten oder extrahierten Milchzähne widerspiegelt (der sog. dmft- Wert für das Milchgebiss), lag bundesweit bei 2,16.
Besonders hoch fiel der Kariesrückgang bei den 12-Jährigen aus: In den letzten zehn Jahren ging er um 60 % zurück! Der mittlere Karies-Index (der DMF-T-Wert für das bleibende Gebiss) fiel von 2,44 auf 0,98. In dieser Gruppe wurde bereits in der Hälfte der Bundesländer der von der WHO für 2010 in Europa geforderte Wert von 1,0 unterschritten.
Erstmalig wurde 2004 die Gruppe der 15-Jährigen untersucht, um die Veränderung der Zahngesundheit für die bisher in Deutschland für Jugendliche angebotene (Gruppen-)Prophylaxe abzubilden: Der mittlere DMF-T-Wert lag bei 2,05.
Zur Erfolgsgeschichte der Prophylaxe in Deutschland haben unterschiedliche Faktoren aus den Bereichen "häusliche Prophylaxe", Gruppenprophylaxe in Gemeinschaftseinrichtungen und Individualprophylaxe in der Zahnarztpraxis als sich ergänzende Bausteine beigetragen. Aufklärungsaktionen führten zu intensiverer Nutzung präventiver Maßnahmen: Zähne putzen - mindestens einmal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta - sowie Fluoride in Tabletten, Haushaltssalz und besonders Lacken sowie Fissurenversiegelungen von Backenzähnen trugen zur deutlichen Reduktion von kariösen Defekten bei.
"Erfreulich ist auch die steigende Zahl naturgesunder Gebisse in allen Altersgruppen," so der Studienleiter Prof. Dr. Klaus Pieper, Universitätszahnklinik Marburg, "aber immer noch ist bei den Schulanfängern fast die Hälfte der kariösen Milchzähne nicht mit einer intakten Füllung versorgt." Der Wissenschaftler appellierte an die Eltern, die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen bei ihrem Zahnarzt einzuhalten.

Wenngleich in allen Altersgruppen nach wie vor eine deutliche Polarisierung des Kariesvorkommens zu verzeichnen war (wenige Kinder haben ein hohes Kariesaufkommen), so konnte erstmalig nachgewiesen werden, dass vom allgemeinen Kariesrückgang nicht nur die Kinder mit geringer Karieserfahrung, sondern auch die Gruppe der Kinder mit hohem Kariesrisiko in gleicher Weise profitiert.
Dr. Dietmar Oesterreich, alternierender DAJ-Vorsitzender und Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, wies auf mögliche Ursachen für die Polarisierung des Kariesaufkommens hin: "Eine wichtige Rolle spielen sozioökonomische Faktoren und Bildung, die sich in dem besseren Abschneiden der Zahngesundheit bei Gymnasiasten wiederspiegeln. Auffallend sind außerdem", so Oesterreich weiter, "Unterschiede in der soziodemographischen Entwicklung, der verstärkten Migration von Familien in bestimmte Regionen sowie die teils noch mangelhafte Aufklärung der Eltern z. B. über den Zusammenhang von ständigem Nuckelflaschengebrauch und Karies. Von großer Bedeutung ist auch die mangelhafte Inanspruchnahme zahnärztlicher Leistungen, beginnend im zweiten Lebensjahr des Kindes, die zukünftig eine verstärkte Vernetzung zwischen Zahnärzten, Kinderärzten und Gynäkologen erfordern wird."
Zur Verbesserung der Mundgesundheit bei Jugendlichen hat die DAJ eine Kampagne konzipiert, deren Fotomotive, Graphikdesign und Sprache vermitteln, dass gesunde und gepflegte Zähne ein "Statussymbol" innerhalb der Clique und Ausdruck von Lebensfreude und Selbstbewusstsein darstellen. Die Kampagne soll andere altersgerechte und vernetzte Präventionsstrategien im Rahmen der Gruppen- und Individualprophylaxe ergänzen.
"Es ist wichtig," so Bernd Wiethardt, alternierender Vorsitzender der DAJ, "trotz der erzielten Erfolge ein Nachlassen der Bemühungen zu vermeiden." Er zitierte dazu Prof. Dr. Marthaler aus Zürich: "Man muss den Tiger "Karies" hinter Gittern halten; wann immer man die Gitter nicht pflegt, bricht das Zahnraubtier wieder aus.".

[ © u. weitere Infos: Frau Dr. Christiane Goepel, info@daj.de ]

 Basics:  DAJ , DMF-T , Prophylaxe   auf  www.zahnwissen.de

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5.) Kassen: 1,4 Milliarden weniger Ausgaben für Zahnersatz in 2005

Die Kassen werden ihre Ausgaben für den Zahnersatz in diesem Jahr drastisch senken. Davon geht der Chef des Bundesverbandes der Innungskrankenkassen (IKK), Rolf Stuppardt, aus. Wie er sagte, wird die gesetzliche Krankenversicherung für Brücken und Kronen nur 2,1 bis 2,2 Milliarden Euro ausgeben. Im vergangenen Jahr waren es 3,6 Milliarden Euro. Grund dafür ist nach Stuppardts Worten, dass sich die Finanzierung geändert hat. In früheren Jahren trugen die Kassen einen prozentualen Anteil am Zahnersatz, seit Anfang des Jahres 2005 zahlen sie nur einen festen Betrag - den so genannten befundorientierten Festzuschuss. Dadurch soll der Patient auch Geld erhalten, wenn er eine Lücke mittels Implantat schließen will. "Es war nie geplant, mit dem System auch Geld zu sparen", sagte Stuppardt. Doch nun tritt dieser Fall ein, weil der reguläre Zahnersatz offenbar gleichzeitig für viele Bürger teurer geworden ist, wie Verbraucherverbände berichten. Außerdem drängten Zahnärzte die Bürger verstärkt dazu, Leistungen privat abzurechnen. Stuppardt verlangte daher, die Festzuschussregeln erneut zu überarbeiten. Die Zahnärzte dagegen sprechen von Übergangsproblemen. Das Sozialministerium verweist auf eine Studie, die im Herbst vorliegen und genau zeigen soll, wie das neue System wirkt und ob die Bürger stärker belastet worden sind.

Zusätzlich melden die "Stuttgarter Nachrichten":

Die IKK Direkt fordert den sofortigen Stopp des Festzuschussmodells für Zahnersatz. Grund: Acht Monate nach der Einführung von Festzuschüssen für Zahnersatz seien die Ausgaben der Krankenkassen in diesem Bereich um 36 Prozent zurückgegangen. Das berichten die "Stuttgarter Nachrichten". Damit führe das System zu Leistungseinschränkungen und trage zum Sozialabbau bei, kritisiert die Kasse, die rund 170.000 Versicherte betreut. "In Deutschland darf man den Kontostand nicht am Lachen der Menschen erkennen dürfen", betonte IKK-Vorstand Ralf Hermes.

Der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, Peter Kuttruff, bestätigt laut Bericht in etwa die Zahlen der IKK Direkt, macht allerdings weitere Gründe für den Rückgang aus. So habe die Einführung der Praxisgebühr die Zahl der Zahnarztbesuche "erheblich" reduziert. Ein weiterer Grund für die Zurückhaltung sei die wirtschaftliche Lage. Behandlungen, die nicht akut notwendig seien, würden aufgeschoben. Außerdem hätten im Zuge der letzten Gesundheitsreform viele gesetzlich Krankenversicherte eine private Zusatzpolice abgeschlossen. Doch werden diese erst nach einer bestimmten Wartezeit wirksam. Kuttruff hält das Festzuschussmodell für viel gerechter als das prozentuale. "Die Inhalte sind richtig, aber der bürokratische Aufwand ist kaum zu handhaben".

Rolf Hoberg, Vorsitzender der AOK Baden-Württemberg sagte der Zeitung: "Wir müssen genau hinsehen, dass sich hier keine Entwicklung anbahnt, die die Zahnversorgung verschlechtert." Er forderte von den Ärzten mehr Transparenz. Ein Gutteil der Patienten sei verunsichert, wie viel der Zahnarzt nach der Behandlung abrechne.


[
©: FVDZ/ facharzt.de / Süddeutsche Zeitung / Stuttgarter Nachrichten  ]

 Basics:  Festzuschüsse  auf  www.zahnwissen.de

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6.) Fruktose-Getränke - Modernes Süßungsmittel als Dickmacher entlarvt

(aid) - Süßungsmittel mit hohem Fruktoseanteil erhöhen das Körpergewicht. Was Experten aufgrund von Langzeitstudien schon länger vermuten, wurde kürzlich durch eine neue Untersuchung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DifE) bestätigt. In der Studie erhielten Labortiere Getränke, die entweder mit normalem Zucker, Fruktose oder Süßstoff gesüßt waren. Diese Getränke entsprachen in ihrer Zusammensetzung üblichen Softdrinks, jedoch ohne Kohlensäure. Das Ergebnis: Mäuse, die das mit Fruktose gesüßte Getränk tranken, nahmen im Untersuchungszeitraum von 2,5 Monaten doppelt so viel zu wie die anderen Labortiere und ihre Leber lagerte mehr Fett ein. Dies ist umso erstaunlicher, als diese Tiere weniger aßen und insgesamt nicht mehr Kalorien aufnahmen als ihre Käfiggesellen. Fruktose wird unabhängig von Insulin verwertet und in der Leber direkt in Fette umgewandelt. Die Forscher vermuten, dass Fruktose den Stoffwechsel beeinflusst und auf diese Weise die Anreicherung von Körperfett fördert. Ein weiteres Ergebnis erstaunte die Forscher. Die Tiere, die den mit Süßstoff gesüßten Null-Kalorien-Softdrink tranken, entwickelten während der Studie einen stark erhöhten Insulinspiegel. Für dieses Phänomen gibt es noch keine Erklärung.

In den letzten zwei bis drei Jahrzehnten werden Erfrischungsgetränke zunehmend mit fruktosereichem Maissirup gesüßt. Allein in den USA stieg der Verzehr dieses Maissirups in einem Zeitraum von 20 Jahren um das Zehnfache. In Europa werden Softdrinks jedoch vorwiegend noch mit normalem Zucker gesüßt.

[ ©: aid, Dr. Maike Groeneveld ]

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7.) Bund der Versicherten: Zahnzusatzversicherungen überflüssig

Der Bund der Versicherten steht den neuen Zahnzusatzversicherungen skeptisch gegenüber. Zwar zahlen die Krankenkassen nur noch Festzuschüsse bei vielen Zahnersatzbehandlungen, aber die Verbraucherschützer halten die Policen für reine Luxusversicherungen, die keineswegs notwendig sind. Die bessere Alternative wäre nach Meinung des Bundes der Versicherten, regelmäßig etwas Geld anzusparen, um die Zuzahlungen für Kronen oder Prothesen selbst finanzieren zu können.
Keinesfalls zu empfehlen seien Zahnzusatzversicherungen, die nur im Paket mit weiteren Zusätzen wie Brille, Heilpraktiker oder Auslandreisekrankenversicherung angeboten werden. Wer sich dennoch für eine solche Versicherung entscheidet, sollte die Bedingungen äußerst genau prüfen. Positiv wäre, wenn die Gesellschaft auf Gesundheitsprüfung und Wartezeiten verzichtet. Auch das Eintrittsalter sollte kein Hindernis sein.

Besonders auf Fallen im Kleingedruckten weist der Bund der Versicherten hin. Oft besteht Versicherungsschutz ausschließlich, wenn Zahnersatz erstmals angeraten und angefertigt wird. Für Zähne, die bei Vertragsabschluss fehlen, besteht kein Versicherungsschutz oder die Versicherer verlangen hohe Beitragszuschläge. Außerdem werden häufig allein Kronen, Brücken und Prothesen erstattet. Moderne Inlays sind bei vielen Anbietern vom Versicherungsschutz ausgenommen.

[ ©:  facharzt.de]

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8.) Auf dem Prüfstand: Zahnzusatzversicherungen

Immer mehr Menschen denken über private Zusatzversicherungen für Zahnbehandlung nach. Entscheidend ist bei jeder Zusatzversicherung die Frage: Wie viel Geld bekomme ich, wenn an meinen Zähnen etwas gemacht werden muss?
Die private Zusatzversicherung erstattet immer einen Prozentsatz der anfallenden Kosten. Wichtig ist deshalb, worauf sich dieser Prozentsatz bezieht. Am sinnvollsten und überschaubarsten sind die Tarife, die sich am gesamten Rechnungsbetrag beteiligen. Bezieht sich der prozentuale Zuschuss nur auf den Kassenanteil, wird es heikel. Denn wer ein Bonus-Heft führt, bekommt mehr Geld von der gesetzlichen Kasse als jemand ohne Bonus-Heft. Und das hieße, dass die private Kasse dann weniger zahlt und denjenigen "bestraft", der seine Zähne gut pflegt und das mit dem Bonus-Heft auch dokumentieren kann.
Außerdem wichtig: Welche Leistungen sind versichert? Zahlt die private Kasse auch für aufwändigere Maßnahmen wie Implantate oder für kosmetisch eigentlich nicht notwendige Maßnahmen, beispielsweise an hinteren Zähnen? Und zahlt sie auch, wenn der Zahnarzt mehr berechnet als den Kassensatz, weil die Behandlung sehr aufwändig ist? Diese Punkte sollten geklärt sein, wobei gilt: je weniger Einschränkungen, umso besser. Wichtig sind neben der Höhe der Erstattung auch die Wartezeiten. Wer heute eine Versicherung abschließt, kann sich nicht gleich morgen das Gebiss rundum sanieren lassen. Meistens werden erst sechs bis acht Monate nach Vertragsschluss die ersten Rechnungen bezahlt.
Entscheidend bei der Antragstellung ist auch, dass der Kunde genau Auskunft über den Zustand seines Gebisses gibt. Schlechte Zähne erhöhen die Prämie, weil der Versicherer dann mit einem Risikozuschlag kalkuliert. Wer jedoch bei den Fragen mogelt, riskiert den Versicherungsschutz. Denn solche Falschangaben führen fast immer dazu, dass die Versicherung im Fall einer Zahnbehandlung den Vertrag anfechten kann und nicht zahlen muss. Deshalb gilt: Die Anträge sollten immer sehr gewissenhaft und absolut ehrlich ausgefüllt werden, damit der Versicherungsschutz nicht gefährdet wird.

[ © Yahoo/FVDZ v. 22.09.05 ]

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9.) Langes Leben kostet - ob mit oder ohne Praxisgebühr

(ots) - Das teure Gut Gesundheit wird noch viel teurer. Höheres Durchschnittsalter der Gesellschaft, längeres Lebensalter des Einzelnen, wachsender Pflegebedarf beschleunigen die Ausgaben. Hinzu kommt ein medizinischer Fortschritt, der die Zeitspanne zwischen der Diagnose schwerer Erkrankungen und dem Tod immer größer werden lässt, was unsere Lebensqualität hebt, aber auch die Kosten in die Höhe treibt. Fachleute schätzen, dass wir bald schon bereit sein werden, ein Viertel unseres verfügbaren Einkommens für die Gesundheit auszugeben. Wenn das stimmt, dann ist die Praxisgebühr von zehn Euro ein Witz. Als Steuerungsinstrument für Zurückhaltung beim Arztbesuch hat man ihr nie viel zugetraut - zu Recht, wie sich nun zeigt. Ein künftig bezahlbares Gesundheitssystem erfordert ehrlichere Reformen. Neu muss verhandelt werden, welche Leistung in einen solidarisch finanzierten Katalog und welche in den Bereich individueller Vereinbarung gehört. Neu muss überlegt werden, wie man den gesundheitsbewussten Patienten honorieren kann. Neu muss man abwägen, wie viel Freiheit ins System passt, ohne dass die ökonomisch Schwachen alleinige Opfer medizinischer Rationierung werden. Dass längst rationiert wird, streiten nur Politiker ab (und selbst unter ihnen immer weniger).  

 [ ©:   Torsten Casimir, Rheinische Post, (0211) 505-2303 ]

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10.) Deutsches Gesundheitssystem im Ländervergleich an der Spitze

"Deutschland hat im internationalen Vergleich nachweislich ein umfassendes, ein preiswertes und damit ein überdurchschnittlich effizientes Gesundheitswesen", erklärte Prof. Fritz Beske, Leiter des Kieler Instituts für Gesundheits-System-Forschung (IGSF) heute in Berlin. Beske stellte ein 479-seitiges Gutachten vor, in dem das deutsche Gesundheitssystem mit den Modellen von 14 führenden Industrienationen verglichen wird.

Oft sei das deutsche Gesundheitswesen von seinen Kritikern als teuer und ineffizient bezeichnet worden. "Mercedes zahlen und VW fahren – kaum ein anderer Slogan ist in den letzten Jahren so häufig für das Verhältnis von Preis und Leistung im deutschen Gesundheitswesen benutzt worden", erläuterte Beske. Der Beweis für diese Behauptung sei jedoch nie erbracht worden. Oft würden in der Diskussion auch andere Länder als Beispiel für ein besser finanziertes oder funktionierendes Gesundheitswesen genannt. "Meist werden dabei jedoch nur Einzelaspekte hervorgehoben. Die Gesamtschau und der Vergleich aller Kosten und Leistungen fehlen."
Beske liefert nun diesen Vergleich: "Im Vergleich von 14 führenden Industrienationen hat Deutschland das höchste Versorgungsniveau bei Gesundheitsleistungen und ein überdurchschnittlich hohes Niveau bei Geldleistungen im Gesundheitswesen." Deutschland habe beispielsweise mit einer hohen Hausarzt-, Facharzt- und Zahnarztdichte sowie einer hohen Krankenhauskapazität, freier Arzt- und Krankenhauswahl und vergleichsweise geringen Zuzahlungen bei der Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitswesens praktisch keine Barrieren für den Zugang zum Gesundheitswesen.
Dies führt zu einer hohen Patientenzufriedenheit, nicht zuletzt auch darum, weil Wartezeiten auf Leistungen im Gesundheitswesen in Deutschland weltweit am geringsten sind. Der Leistungskatalog beispielsweise bei Heil-, Hilfs- und Arzneimitteln sei in Deutschland überdurchschnittlich ausgestaltet und mit relativ geringen Zuzahlungen verbunden.
Deutschland wende aber gleichzeitig weniger finanzielle Mittel für das Gesundheitswesen auf als der Durchschnitt vergleichbarer Länder. "Die Pro-Kopf-Ausgaben der Gesundheits- und Geldleistungen in Deutschland betragen 3.560 Euro im Jahr. Höhere Pro-Kopf-Ausgaben haben Schweden, Österreich, die Niederlande, Dänemark und die Schweiz", berichtet Beske über seine Analyse. Das teuerste Gesundheitswesen hätten die USA mit Pro-Kopf-Ausgaben von 6.195 Euro. Geringere Pro-Kopf-Ausgaben hätten Japan, Frankreich, Kanada, Belgien, Australien und Großbritannien. "Die geringsten Pro-Kopf-Ausgaben hat Italien mit 2.187 Euro. In einigen Ländern mit geringen Pro-Kopf-Ausgaben lässt die unvollständige Datenlage allerdings den Schluss zu, dass die Ausgaben für das Gesundheitswesen höher sind, womit sich die Position von Deutschland weiter verbessern würde."

Beskes Fazit: "Es gibt kein perfektes Gesundheitswesen, nicht zuletzt darum, weil Missbrauch nicht ausgeschlossen werden kann. Diese Studie zeigt, dass mit dieser Einschränkung das deutsche Gesundheitswesen zu den effizientesten Gesundheitswesen der Welt gehört, wenn es in Verbindung mit dem hohen Versorgungsniveau nicht das effizienteste Gesundheitswesen überhaupt ist". Dies werde jedoch nicht überall gern gehört werden: "Es ist zu hoffen, dass nicht durch Reformen oder durch das, was als Reform bezeichnet wird, unser patientenfreundliches, effizientes Gesundheitswesen Schaden leidet oder ganz zerstört wird."

 Ausführlichere Infos

 [
©http://www.facharzt.de ]

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11.) „Das Geheimnis um die verschwundenen Zahnbürsten“

Kein Interesse am Zähneputzen, statt dessen lieber Zeichentrickfilme anschauen? Was vielen Eltern bei ihren Kleinen bekannt vorkommt, muss sich nicht zwangsläufig ausschließen. Denn der neue Lehrfilm „Das Geheimnis um die verschwundenen Zahnbürsten“ setzt die tägliche Prophylaxe kindgerecht ins Bild:

Jonas und seine Schwester Lisa bemerken eines Abends das spurlose Verschwinden ihrer Zahnbürsten, auch der Rest der Zeichentrickstadt vermisst seine Zahnputzutensilien – Grund für den Bürgermeister zu verkünden: „Das Zähneputzen muss leider ausfallen!“ Bald ist klar, dass die berüchtigte Eierkopfbande hinter dem dreisten Diebstahl steckt. Doch Jonas und sein treuer Hund Willi nehmen ihre Spur auf. Sie schaffen es mit zahnärztlicher Unterstützung und einer sprechenden Zahnbürste, die Prophylaxemuffel und Zahnbürstendiebe von der Wichtigkeit einer gründlichen Mundhygiene zu überzeugen.
Die Macher (LAGZ Bayern) des knapp 15 Minuten langen Films haben alle wesentlichen Aspekte der Kinderprophylaxe in die unterhaltsame Geschichte eingebunden – von der schädlichen Wirkung durch Süßigkeiten über die systematische Zahnreinigung nach der KAI-Putzmethode bis zu Fluoridierungsmaßnahmen und dem regelmäßigen Zahnarztbesuch. Nach der eigentlichen Story in bester Krimi-Manier fasst die sprechende Zahnbürste noch einmal die wichtigsten Kriterien zur Vorsorge mit den „Vier Sternen am Zahnhimmel“ (Zähneputzen, Kariesschutz, zahngesunde Ernährung, Zahnarztbesuch) zusammen. So gelingt es dem peppigen Lehrstück, Kindern spielerisch und in bunten Bildern den Nutzen der täglichen Prophylaxe nahe zu bringen.
Der Zeichentrickspaß „Das Geheimnis um die verschwundenen Zahnbürsten“ für Kinder ab 4 Jahren folgt nicht nur modernen pädagogischen Maßstäben, sondern ist auch auf dem aktuellen Medium DVD mit individueller Kapitelwahl über die Menü-Funktion erhältlich.
Bundesweit vertrieben wird jetzt der Film vom Verein für Zahnhygiene e.V., Feldbergstraße 40, 64293 Darmstadt, wo er ab sofort unter Fax: 06151-895 198 zum Preis von 14,90 € zu beziehen ist.
 
Für weitere Informationen: Verein für Zahnhygiene e.V.
Dr. Matthias Lehr
Feldbergstraße 40
D-64293 Darmstadt
Tel.: 06151-894 814
Fax: 06151-895 198

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12.) Teilkronen halten noch länger als Inlays

Haltbarkeitsstudien über die Verweildauer von zahnärztlichen Restaurationen über einen längeren Zeitraum sind in der Literatur nur wenige zu finden. Einer der Spezialisten auf diesem Gebiet ist der Kölner Professor Dr. Thomas Kerschbaum. Unter seiner Leitung wurde jüngst eine Studie von Dr. Thomas Haberkorn veröffentlicht, welche die Haltbarkeit zwischen Inlays und Teilkronen über einen Zeitraum von 15 bzw. 20 Jahren untersuchte:

Teilkronen erzielen aufgrund der längeren Verweildauer und geringeren Verlustquote bessere Ergebnisse als Goldinlays, doch haben auch letztere sehr gute Überlebenschancen. Prinzipiell beide Arten des Zahnersatzes zuverlässige und dauerhafte Restaurationsarten dar. Deswegen sollte sich die Auswahl danach richten, wie groß der Schaden am Zahn ist. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie von Dr. Thomas Haberkorn aus dem Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität zu Köln, die unter der Leitung von Professor Dr. Thomas Kerschbaum durchgeführt wurde.
Während bei so genannten Goldgussinlays Anteile der Zahnflächen erhalten bleiben, wird diese bei Teilkronen in größerem Umfang aus Metall gestaltet. Deswegen empfiehlt sich eine Teilkrone erst bei größeren Schäden. Ein Nachteil ist allerdings, dass die Kosten für Inlays von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden, da diese Zahnfüllungen zur privatärztlichen Versorgung zählen. Viele Kassenpatienten sind dennoch mit Inlays versorgt, umgekehrt besitzen viele Privatpatienten auch Teilkronen.

15 Jahre nach der zahnärztlichen Behandlung sind noch achtzig Prozent des Zahnersatzes funktionsfähig, nach weiteren fünf Jahren verringert sich diese Zahl um sieben Prozent. Dabei schneiden Teilkronen wesentlich besser ab als Inlays. Die Verweilwahrscheinlichkeit einer Teilkrone liegt nach 15 Jahren zwanzig Prozent über der einer großen Goldfüllung.

Gründe für den Verlust von Inlays und Teilkronen sind vor allem neue Karies und mangelnde Befestigung. Behandlungen der Pulpa eines Zahnes, beispielsweise an der Zahnwurzel, stellen eine weitere Ursache dar. Gelegentlich sind Brüche der Zähne oder Risse, bzw. Löcher in der Kaufläche Gründe für den Wegfall des Zahnersatzes. Insgesamt gehen auf diese Weise rund zehn Prozent des Zahnersatzes verloren, dabei sind Teilkronen und Inlays gleichermaßen betroffen. Nach ihrem Verlust können sie jedoch beide Füllungsarten in den meisten Fällen erneuert werden. Die Fälle, bei denen die Zähne gezogen werden müssen, liegen bei Teilkronen und Inlays jeweils unter einem Prozent.

[©: Regina Owert , t.kerschbaum@uni-koeln.de ]

 Basics:  Inlay , Teilkrone  auf  www.zahnwissen.de

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13.) Meinen Arzt wähle ich aus!

NAV-Stiftung: Freie Arztwahl für Patienten sehr wichtig

BERLIN (fst). Die freie Arztwahl ist für Patienten ein hohes Gut, das sie nicht aufgeben wollen. Das ist ein Kernergebnis einer Studie der Brendan-Schmittmann-Stiftung des NAV-Virchowbundes. Dazu wurden in 28 Arztpraxen über 3.600 Fragebögen an Patienten verteilt. Etwa jeder vierte Patient sandte den Bogen zurück. Fast 94 Prozent der antwortenden Patienten stimmten der Aussage zu: "Die freie Arztwahl ist für mich unverzichtbar". 4,24 Prozent hielten die freie Wahl für nachrangig. Keine Kompetenz billigen Patienten den Politikern bei der Frage zu, ob diese die Finanzierungsprobleme in der GKV lösen können. Nur zwei Prozent vertrauen der Lösungskompetenz von Politiker, 72 Prozent haben kein, 23 Prozent haben ein eingeschränktes Vertrauen.

[ ©: Ärztezeitung ]

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14.) Alternative Heilmethoden - Oft nicht wirksam

Etwa zwei Drittel der Bundesbürger vertrauen mittlerweile auf Medizin und Therapieverfahren der Naturheilkunde - Tendenz steigend. Die Gründe sind vielfältig: enttäuschende Behandlungsergebnisse der Schulmedizin, wenig Verständnis oder eilige Abfertigung von behandelnden Ärzten. Der Markt für Naturheilverfahren ist groß und unübersichtlich. Die meisten Ausbildungswege sind nicht geregelt: Weder durch Vereine/Verbände noch durch Gesetze und Verordnungen. Und auch die Wirksamkeit vieler Therapien ist umstritten. Die STIFTUNG WARENTEST hat für mehr als 50 Therapieformen verschiedene Anwendungsgebiete untersucht. Ergebnis: Nur etwa ein Drittel dieser Verfahren bietet auch sichere und nachweisbar gute Effekte für die Gesundheit.
Um die Wirksamkeit von mehr als 50 Verfahren der komplementären Medizin zu überprüfen, hat die STIFTUNG WARENTEST Fachliteratur und Studien gesichtet und bewertet. Ergebnis: Etwa zwei Drittel der untersuchten Verfahren haben keine nachweisbaren Auswirkungen auf die Gesundheit und sind als Therapie daher nicht oder nur wenig geeignet. Einige Verfahren können aber als Ergänzung zur Schulmedizin durchaus dazu beitragen Krankheiten zu lindern oder zu heilen.

Beispiel Akupunktur

Durch die Hautreizung mit Nadeln können bestimmte Schmerzzustände und auch Übelkeit aufgrund verschiedener Ursachen wirksam behandelt werden. Das gilt unter anderem für die Fibromyalgie, Kniegelenkarthrose, Rückenschmerzen und Tennisellenbogen. Bei richtiger Anwendung sind die Risiken der Behandlung gering. Für viele andere Beschwerden fehlt aber ein Nachweis über die Wirksamkeit dieser Therapie. So bringt der Einsatz von Akupunktur bei Asthma, Geburtsschmerzen, Tinnitus und auch bei der Raucherentwöhnung keinen Erfolg.

Handbuch "Die Andere Medizin"

Eine detaillierte Beschreibung zu den mehr als 50 untersuchten Therapieverfahren liefert das neue Handbuch "Die Andere Medizin" der STIFTUNG WARENTEST. Es sagt, wo die die einzelnen Methoden herkommen, was sie erreichen wollen und welche wissenschaftlichen Studien es jeweils zur Wirksamkeit gibt. Darüber hinaus beschreibt das Handbuch, wie die einzelnen Therapien ablaufen und woran Patienten seriöse Heiler erkennen. Das Handbuch hat 336 Seiten und kostet 34 Euro.

Kommentar des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte zu dem Handbuch: "Mit diesem Urteil werden Millionen von Patienten verunsichert, die sich erfolgreich homöopathisch behandeln lassen."

[ © http://www.stiftung-warentest.de/  ]

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15.) Vor 1.500 Jahren war Karies kein Problem

Gräberfunde aus der Ukraine beweisen: Richtige Ernährung verhindert Karies

Bei Ausgrabungen in der Umgebung von Kharkov sind Archäologen auf Gräberfelder aus der Zeit zwischen 400 und 800 n.Chr. gestoßen. Und die Zähne der Menschen der Kasar Khagnat Kultur interessieren Prof. Dr. Wolfgang Arnold von der Universität Witten/Herdecke: "Die hatten alle keine Karies, obwohl sie sich sehr unterschiedlich ernährt haben und Zahnbürsten damals sicher unbekannt waren." Wie also kann man sich die gesunden Zähne erklären? Die Ernährung der frühmittelalterlichen Menschen ist an ihren Zähnen noch gut zu erkennen, erklärt Prof. Arnold: "Wir haben im Prinzip zwei Gruppen: Die einen haben sich vorwiegend von Getreide ernährt. Deren Zähne waren - wie man so sagt - bis auf die Felge abgekaut. Denn das Getreide wurde in Sandsteinmühlen gemahlen und das grobe Getreidemehl schleift die Zähne runter." Die andere Gruppe hat weichen Fisch und weiches Fleisch gegessen. Deren Zähne sind nur wenig abgenutzt. Aber beide haben keine Karies. Da bleibt für Prof. Arnold nur eine Erklärung: "Unsere Ernährung heute ist schuld. Früher haben sich die Zähne noch beim Kauen selber reinigen können, weil viel mehr rohe und harte Gegenstände gekaut werden mussten. Heute sind viel mehr Kohlenhydrate in der Ernährung versteckt und sie ist weicher und wer isst schon wirklich viel rohes Gemüse oder Müsli, das nicht in Milch eingeweicht ist?" Das Getreide, bzw. die darin enthaltenen Kohlehydrate hätten, so Prof. Arnold weiter, die Zähne zwar auch schädigen können. Aber die übrige Ernährung habe das ausgeglichen. Seine Empfehlung für die richtige, zahngesunde Ernährung heute lautet denn auch: Mehr Rohkost. "Wir essen zuviel Fastfood und Tiefkühlkost. Selber frisch kochen und nicht alles totkochen, das hilft viel". Außerdem rät er: Die Zahnbürste zwei bis drei Mal pro Tag einsetzen und regelmäßig Fluor zuführen, um die Zähne zu schützen.

[ © u. weitere Infos: Prof. Dr. Wolfgang Arnold, 02302/926-658, wolfa@uni-wh.de ]

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16.) Zum Schluss: Selbsternannte Experten

Es war einmal ein Schäfer, der in einer einsamen Gegend seine Schafe hütete. Plötzlich tauchte in einer großen Staubwolke ein nagelneuer Cherokee Jeep auf und hielt direkt neben ihm. Der Fahrer des Jeeps, ein junger Mann in Brioni Anzug, Cerutti Schuhen, Ray Ban Sonnenbrille und einer YSL Krawatte steigt aus und fragt ihn: "Wenn ich errate, wie viele Schafe sie haben, bekomme ich dann eins?" Der Schäfer schaut den jungen Mann an, dann seine friedlich grasenden Schafe, und sagt ruhig "In Ordnung".
Der junge Mann parkt den Jeep, verbindet sein Notebook mit dem Handy, geht im Internet auf die NASA-Seite, scannt die Gegend mit Hilfe seines GPS Satellitennavigationssystems, öffnet eine Datenbank und 60 Excel Tabellen mit einer Unmenge Formeln. Schließlich druckt er einen 150 seitigen Bericht auf seinem Hi-Tech-Minidrucker, dreht sich um und sagt: "Sie haben hier exakt 1586 Schafe." Der Schäfer sagt: "Das ist richtig, suchen Sie sich ein Schaf aus."
Der junge Mann nimmt ein Schaf und lädt es in den Jeep ein. Der Schäfer schaut ihm zu und sagt: "Wenn ich Ihren Beruf errate, geben Sie mir das Schaf dann zurück?" Der junge Mann antwortet: "Klar, warum nicht." Der Schäfer sagt: "Sie sind Unternehmensberater." "Das ist richtig, woher wissen Sie das?" will der junge Mann wissen. "Sehr einfach," sagt der Schäfer, "erstens kommen Sie hierher, obwohl sie niemand gerufen hat. Zweitens wollen Sie ein Schaf als Bezahlung haben dafür, dass Sie mir etwas sagen, was ich ohnehin schon weiß, und drittens haben Sie keine Ahnung von dem, was ich hier mache, denn Sie haben sich meinen Hund ausgesucht!"
Aus:
                   "Von schwarzen und weißen Schafen"

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