Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 11/2004/ 1. November 2004

Herzlich willkommen bei einer weiteren Ausgabe der ZahnNewsLetter. CDU und CSU streiten weiter um die Gesundheitsreform und merken dabei gar nicht, wie ihr Geplänkel am Bürger vorbeigeht. So schreibt denn auch die "Mitteldeutsche Zeitung" so treffend: "Theoretisch scheint es nahezu unmöglich, dass eine sachgerechte Reform der deutschen Krankenversicherung ausgerechnet in der Mitte zu finden sein soll - in der Mitte zwischen Merkels Kopfpauschale einerseits und Stoibers Willen andererseits, an einkommensabhängigen Beiträgen festzuhalten; in der Mitte auch zwischen beiderlei Machtansprüchen und Prestigegelüsten. Die Union sucht das Ei des Kolumbus. Es ist gut und lobenswert, dass sich eine Opposition rechtzeitig Gedanken macht darüber, was sie nach einer Regierungsübernahme wohl täte. Nur es muss dem Land dienen, nicht der Partei." - Wie wahr!

Ihre ZahnNewsLetter-Redaktion


Inhalt

 1.) Mundgesundheit bei Kindern und Jugendlichen mit einem gravierenden Schönheitsfehler
 2.) Zahnpasten - manchmal ein gefährlicher Abrieb der Zähne
 3.) Fissurenversiegelung - jetzt auch unter Feuchtigkeit möglich
 4.)
Trend zur Vollkeramik ungebrochen - die DGÄZ informiert
 5.)
Elterntipps zur Kariesvorbeugung bei Kindern
 6.) Eine neue Bürste zur Pflege der Zahnzwischenräume
 7.) Chipkartenbetrügern geht es an den Kragen
 8.) Aktuelle Zukunftsstudie "Gesundheit 2034" vorgestellt
 9.) Wähler aller Parteien lehnen einheitlichen Krankenkassen-Beitrag ab
10.) Wie ist das nun mit den Beitragssenkungen bei den Gesetzlichen?
11.) Functional Food mit "freundlichen Bakterien"
12.) Ernährungstipps bei der Einnahme von Antibiotika
13.) Zusatzversicherungen für Zahnersatz sollen gekündigt werden können
14.)
Zum Schluss: Deutschland - weltweit konkurrenzlos


1.) Mundgesundheit bei Kindern und Jugendlichen mit einem gravierenden Schönheitsfehler

Von Dick bis Diabetes: Kranke Kinder sind zu einem herausragenden Medienthema geworden. Die Formel "Gesunde Kinder = gesunde Gesellschaft" bestimmt den Ton der Berichterstattung. Um Kinder fit und gesund zu machen, sind zukunftsweisende und kreative Methoden zur Prävention notwendig. Und wie sieht es mit der Zahngesundheit aus?

Die Mundgesundheit bei Jungendlichen hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert und so zeigen heute nur noch 15 - 20 % der Jugendlichen bei Reihenuntersuchungen einen krankhaften zahnärztlichen Befund. Ein Beweis dafür, dass die vielfältigen Prophylaxebemühungen über Jahrzehnte sehr erfolgreich waren. Leider beinhalten diese Zahlen einen "Schönheitsfehler", denn die Schere zwischen Jugendlichen wird immer größer: Immer mehr Karies verteilt sich auf immer weniger Jugendliche! Eine Aussage, die sich im statistischen Durchschnitt nicht niederschlägt, aber Verantwortliche vor große Fragen und bisher unlösbare Probleme stellt. Fest steht, dass der Bildungsgrad und die soziale Schicht die Hauptfaktoren sind, um eine Prophylaxe erfolgreich werden zu lassen.

Prof. Dr. N. Krämer von der deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde sagt zu dieser Problematik: "Wir sehen in unseren Praxen immer mehr Kinder mit Entwicklungsrückständen, motorischen, sprachlichen und kognitiven Defiziten, die zu neuen Volkskrankheiten zu werden drohen. Vor allem in sozial schwachen Familien nehmen diese Probleme zu. Durch die Verweigerung der Fortpflanzung in weitesten Bevölkerungskreisen - bei Gebildeten, Erfolgreichen, Akademikern - nimmt der Nachwuchs aus der sozialen Unterschicht prozentual überproportional zu. Auffällige Defizite in der Lebensweise (Rauchen, Alkohol, Drogen, Fettleibigkeit bereits bei Kindern, extreme Fehlernährung, Bewegungsmangel) finden sich konzentriert bei Hauptschülern, die auch kaum intellektuell ansprechbar sind. In der sozialen Unterschicht gilt Gesundheitserziehung wenig - Hamburger, Cola, Zigaretten, Alkohol sind selbst bei 10-jährigen "normal" - so sind denn auch Wurzelkanalbehandlungen oder umfangreiche Zahnfleischerkrankungen keine Seltenheit - häufig hilft nur noch eine Behandlung in Narkose."

Damit tut sich aber ein neues Problem auf, welches die Krankenkassen zum Teil schon in ihren neu eingeführten Bonusprogrammen berücksichtigen: Wenn bestimmte Gruppen alle Kosten verursachen und diejenigen die Kosten tragen, die nichts oder sehr wenig zurück bekommen, gerät der Sozialauftrag der Verfassung ins Wanken. Womit ausgedrückt werden soll, dass eine Gesundheitsreform auch eine Gesellschaftsreform beinhalten muss. Aber ist diese auch nur im Ansatz durchsetzbar, wenn sich heute schon der Streit in einer Praxisgebühr und den Zuzahlungen zum Zahnersatz erschöpft?

 Basics:  Prävention, Prophylaxe  im Lexikonteil

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2.) Zahnpasten - manchmal ein gefährlicher Abrieb der Zähne

(ots) - Per Verordnung müssen Hersteller auf Zahncremetuben auflisten, welche Substanzen ihre Produkte enthalten. Freiwillig ist dagegen die Angabe des RDA-Wertes - eine nützliche Information, wenn man sie zu lesen weiß.
RDA steht für "Radioaktive Dentin Abrasion" und bildet das Maß für die abreibende Wirkung einer Zahncreme. Denn neben der Entfernung von Verfärbungen und Belägen kann es beim Zähneputzen auch zu einem Abrieb (= Abrasion) des knochenähnlichen Dentins kommen, wenn die deckende Schmelzschicht nicht mehr vorhanden ist, oder Teile der Zahnwurzel frei liegen. Natürlich sind das pro Bürsteneinsatz verschwindend geringe Mengen, aber da die Menschen heute ihre natürlichen Zähne immer länger behalten, kann sich dieser Abrieb über Jahrzehnte summieren und zu einem ernsthaften Problem werden. Dies betrifft vor allem Zahnhälse, die durch einen Rückgang des Zahnfleisches freigelegt und besonders empfindlich werden. Deshalb sollte man ausschließlich Zahncremes mit niedrigem RDA-Wert verwenden, denn je niedriger der Wert, desto geringer der Abrieb. Die meisten handelsüblichen Zahncremes liegen mit einem RDA-Wert um 70 im Bereich eines mittleren Abriebs, als stark abrasiv werten Zahnmediziner Produkte mit einem Wert über 100 und raten von deren Verwendung dringend ab. Einige Zahnweißzahncremes setzen zur Entfernung von Verfärbungen sogar auf RDA-Werte von bis zu 150.
Ein gewisser Abrieb ist allerdings notwendig, um Ablagerungen zu entfernen. Durch eine ausgewogene Rezeptur kann die Abrasion einer Zahncreme verringert werden, ohne damit eine große Einbuße des Reinigungspotentials hervorzurufen.
Prophylaxeexperten empfehlen, Produkte mit einem RDA-Wert um 30 (z. B. Nur 1 Tropfen medizinisches Zahncreme Konzentrat). Diese entfernen Beläge und Verfärbungen genauso zuverlässig wie Produkte mit höherer Abrasivität, schonen aber die Zahnsubstanz und leisten auch auf diesem Wege einen wichtigen Beitrag für eine lang anhaltende Zahngesundheit.

[©: One Drop Only GmbH ; christiane.stoltenhoff@pronomen.de  ]

 Basics: Abrasivität, RDA-Wert, Special: Mundhygiene im Lexikonteil

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3.) Fissurenversiegelung - jetzt auch unter Feuchtigkeit möglich

Die Fissurenversiegelung gilt als eine seit Jahrzehnten bewährte Methode zur Vorbeugung vor Karies bei Kindern und Jugendlichen. Sie stößt aber mit herkömmlichen Materialien an ihre Grenzen, wenn das Versiegelungsmaterial - eine Art "Kunststoffkleber" - nicht unter absolut trockenen Verhältnissen auf den Zahn aufgebracht werden kann. Entweder hält die Versiegelung gar nicht - was noch das kleinere Übel wäre - oder es bilden sich zwischen Zahnoberfläche und Kunststoff feine Mikrospalte, welche den Kariesbakterien ideale Lebensbedingungen geben und so den zu schützenden Zahn erst recht faulen lassen. Doch Dank eines neuen Materials scheint diese Verarbeitungsschwäche gebannt zu sein:
Nahezu ohne Randspaltbildung können Fissuren jetzt mit einer neuen Generation von Fissurenversiegelern verschlossen werden. Ein in den USA entwickelter WetBond-Fissurenversiegeler - Embrace™ - geht durch sein verbessertes feuchtigkeitsliebendes Polymer mit der feuchten Zahnoberfläche eine chemische Verbindung ein. Die Bindung integriert das Versiegelungsmaterial in die Zahnoberfläche und bildet eine haltbare, schützende Schicht, die Absplitterung und Rissbildung widersteht. Nach dem Aushärten ist der Rand zwischen Versiegeler und Zahnoberfläche aufgrund der zahnintegrierenden neuen Technologie weder sichtbar noch kann er mit einer Sonde ertastet werden. Durch die kontinuierliche Fluoridfreisetzung bietet Embrace einen zusätzlichen Schutz vor Karies.
Weitere Infos unter:

                http://www.gaba-dent.de/dental_profi/embrace_wetbond.html

 Basics: Fissurenversiegelung  im Lexikonteil

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4.) Trend zur Vollkeramik ungebrochen - die DGÄZ informiert

Ästhetisch erscheinende Zähne sind wichtig für soziale Kontakte. Ein Lächeln signalisiert Selbstsicherheit, Wohlbefinden und Jugendlichkeit. Die Menschen verknüpfen heute damit weitestgehend Erwartungen an eine hohe Lebensqualität. Makellose Zähne, ein gewinnendes Lächeln stehen in den Vorstellungen für körperliche Gesundheit, für soziale Kompetenz und beruflichen Erfolg – das sind wichtige Wertmarken unserer heutigen Gesellschaft.

Westerburg (ots) - Metallfreie, keramische Dentalmaterialien erfreuen sich bei Patienten zunehmender Beliebtheit. Lag ihr Anteil 2002 noch bei etwa 25%, kamen die modernen Vollkeramiken 2003 in ästhetisch orientierten Praxen bei ca. 40% aller Zahnersatz- und Zahnrestaurationsmaßnahmen zum Einsatz*.
Den Grund für die gestiegene Nachfrage sieht Reusch, Präsident der DGÄZ, nicht nur im zunehmenden ästhetischen Anspruch der Patienten, sondern auch in den breiten Einsatzmöglichkeiten der neuen Keramiken. Bislang konnten aus dem ästhetischen Material Teil- und Vollkronen sowie Veneers, Inlays und kleine Brücken hergestellt werden. Mit den neuen, extrem stabilen Zirkonoxid-Hochleistungskeramiken, wie zum Beispiel Cercon, ist es jetzt auch aber möglich, größere Zahnlücken
ohne die Verwendung von Metallen zu schließen. Bis zu drei- und viergliedrige Brücken können aus dem so genannten "weißen Gold" angefertigt werden. So sind inzwischen auch umfangreiche Komplettsanierungen der Zahnreihen ganz mit Keramik möglich. Bei anspruchsvoller Verarbeitung des Materials kann niemand den Unterschied zur natürlichen Zahnsubstanz erkennen. Farbe sowie die lichtoptischen Eigenschaften der natürlichen Zahnsubstanz lassen sich nahezu perfekt kopieren. Was viele Patienten ebenfalls als großen Vorteil empfinden: Die hohe Bioverträglichkeit von Keramik. Das Material hat keinerlei allergenes Potential.

Schonende Therapie mit Haltbarkeitsgarantie

Defekte an den Zähnen kann der spezialisierte Zahnarzt mit Vollkeramik außerdem sehr viel schonender behandeln als mit herkömmlichen Dentalmaterialien. Keramik wird so stabil geklebt, dass selbst eine kleine angesetzte Ecke den hohen Kaukräften langfristig standhält. Für eine klassische Versorgung mit Metall müsste dagegen eine statische Verankerung geschaffen und der Zahn entsprechend umfangreich abgeschliffen werden. "Das verschlechtert die Langzeitprognose für den Zahn unter Umständen erheblich", so Dr. Reusch. Hinsichtlich der Lebensdauer können sich keramische Teilkronen, Veneers oder Inlays dagegen bei qualifiziertem Einsetzen durch den entsprechend geschulten Zahnarzt längst mit den klassischen Versorgungen messen. Erste Langzeiterfahrungen aus den Reihen der DGÄZ belegen eine Haltbarkeit von 10 Jahren und länger. Auf die neuen Hochleistungskeramiken geben führende Hersteller inzwischen sogar eine Haltbarkeitsgarantie. Vollkeramik ist für Dr. Reusch deshalb der Trend, der die Zukunft der Zahnheilkunde auch weiterhin maßgeblich mitbestimmen wird.
* Schätzungen aus den Reihen der DGÄZ

[ Quelle: ots; Dr. Hans-Otto Bermann, E-Mail: dgaezpresse@aol.com , www.dgaez.de  ]

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5.) Elterntipps zur Kariesvorbeugung bei Kindern

Infolge gezielter Vorbeugungsmaßnahmen wachsen heute viele Kinder mit größtenteils gesunden Zähnen auf ( auch  1.). Dennoch tritt die Karies bei etwa 20 Prozent der Kinder immer noch sehr häufig auf. Vermehrt warnen Zahnärzte aber auch vor besonderen Gefahren, durch die die Zähne von Kindern an Karies erkranken können. Das sind vor allem Nuckelflaschen mit gesüßten Getränken, die Säuglingen und Kleinkindern mit ins Bett gelegt werden. Karies bereits bei den Milchzähnen ist dadurch so gut wie vorprogrammiert. Später sind es dann häufig Süßigkeiten, die vermehrt und unkontrolliert über den Tag verteilt gegessen werden. Auch zuckerhaltige und von Kindern besonders bevorzugte Speisen und Getränke wie Tomatenketchup, Limo oder Cola können den Zähnen auf Grund des hohen Zuckeranteils sehr zusetzen.
Was kann man also tun, um die Zähne von Kindern vom Durchbruch des ersten Milchzahnes an gesund zu erhalten? Antworten auf viele Fragen, die in diesem Zusammenhang zur zahngesunden Ernährung und zur Zahnpflege immer wieder gestellt werden, gibt jetzt eine neue Broschüre der Informationsstelle für Kariesprophylaxe. Sie informiert ferner über die Karies vorbeugende Wirkung von Fluoriden, über den Nutzen von fluoridiertem Speisesalz und was es mit diesem Salz sonst noch auf sich hat. Außerdem gibt sie wertvolle Tipps zur regelmäßigen Kontrolle, Vorsorge und Kostenübernahme durch die Krankenkassen.
Die Broschüre „Elternbrief - Fragen und Antworten zur Kariesvorbeugung“ kann gegen Einsendung eines mit 0,56 Euro frankierten Freiumschlages (DIN lang oder DIN A 6) angefordert werden bei der
Informationsstelle für Kariesprophylaxe,
Postfach 1352,
64503 Groß-Gerau
Herausgeber: daz@kariesvorbeugung.de , Internet: www.Kariesvorbeugung.de

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6.) Eine neue Bürste zur Pflege der Zahnzwischenräume

Zur Reinigung des als besonders kritisch angesehen Gebietes zwischen zwei Zähnen - sog. Interdentalraum - stehen als Hilfsmittel neben Zahnseide unter anderem medizinische Zahnhölzchen und Interdentalraumbürsten zur Verfügung. Mit beiden Methoden können die Plaqueindizes deutlich gesenkt werden; zwischen Zahnhölzchen- und Zahnseide-Gruppe konnten bei Untersuchungen keine signifikanten Abweichungen gefunden werden. Interdentalraumbürsten gelten als besonders effektiv, da sie auch schwer zugängliche Oberflächenkonkavitäten (z. B. bei Wurzeleinziehungen) reinigen, die von Zahnseide nicht erreicht werden können. Einfache Zahnstocher sind hingegen als weniger effektive Hilfsmittel mit erhöhtem Verletzungspotential anzusehen.

Innovativ sind die neuen Zahnzwischenraumbürsten aus der elmex Forschung. Die so genannten Interdentalbürsten überzeugen nicht nur durch ein ausgeklügeltes Design, sondern reinigen auch deutlich besser als herkömmliche Bürsten. Zu diesem Ergebnis kommt das Team von Privatdozent Dr. Christof Dörfer von der Universität Heidelberg: „Die neuen Interdentalbürsten haben im Unterschied zu herkömmlichen Zahnzwischenraumbürsten einen dreieckigen Querschnitt. Sie sind damit optimal an die Form des Zahnzwischenraumes angepasst. Die Bürsten reinigen dadurch viel gründlicher und lassen sich leichter benutzen.“ Die elmex Interdentalbürsten gibt es in sechs verschiedenen Größen mit Außendurchmessern von zwei bis acht Millimetern und größenspezifischer Farbcodierung. Dreiecksschnitts mühelos in jede Lücke.
Weiter Infos: http://www.gaba-dent.de/

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7.) Chipkartenbetrügern geht es an den Kragen

Nach der AOK Bremen hat ab Oktober auch die Techniker Krankenkasse als erste bundesweite Kasse die so genannte Verax-Liste in Arztpraxen eingeführt. Damit werden Karten erkannt, die als verloren, gestohlen oder überzählig gemeldet sind.
Entwickelt wurde das System von der CompuGROUP aus Koblenz. Es basiert auf der Idee, alle Versichertenkarten zu registrieren und diejenigen als ungültig zu markieren, für die Ersatz ausgestellt wurde. Diese Daten werden ständig aktualisiert, an alle Arztpraxen weitergegeben und dort mit den Karten der Patienten abgeglichen.
Profitieren können von dem System Kassen und Ärzte gleichermaßen. Die TK rechnet, mit der neuen Software jährlich über 20 Millionen Euro einsparen zu können. Die Investitionen in den Start der neuen Software sollen schon im ersten Jahr wieder reingeholt werden. Und die Ärzte bauen darauf, dass erbrachte Leistungen künftig bezahlt werden und falsche Arzneimittelausgaben nicht zu Lasten ihrer Budgets gehen.
Schätzungen zufolge entsteht durch Chipkartenbetrug den gesetzlichen Kassen und den Vertragsärzten ein Schaden in Höhe von jährlich jeweils einer Milliarde Euro. Chipkartenbetrüger sind häufig medikamentenabhängig, haben keine Aufenthaltserlaubnis oder sind PKV-Versicherte, die ihre Beitragsrückerstattung nicht gefährden wollen.
Bislang hatten sich Vertragsärzte dagegen gewehrt, gegen diese Art des Betrugs vorzugehen. Die beste Möglichkeit dafür - die Ausweiskontrolle - störe das Vertrauensverhältnis zu ihren Patienten, lautete die alte Argumentation. Mit der neuen Software sind sie diese Sorgen los. Der Computer prüft Gültigkeit der Karte und Zuzahlungsbefreiung und druckt bei Fehlermeldung automatisch ein Anschreiben der Kasse mit dem Verweis auf eine kostenlose 0800-Telefonnummer aus.
Nach Angaben des Anbieters wird die Verax-Liste auch mit dem Wechsel auf elektronische Gesundheitskarten nicht obsolet. Im Gegenteil: Die Liste sei ein erster Schritt dahin. Sie überprüft Patientendaten.

[ Quelle: Ärztezeitung]

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8.) Aktuelle Zukunftsstudie "Gesundheit 2034" vorgestellt

Jules Verne war seiner Zeit mit seinen Romanen weit voraus und kannte noch keine Hightech-Apparate sondern nur seine wegweisende Phantasie. Heute kann man sich selbstverständlich nicht mehr allein auf Visionen verlassen, sondern muss diese auch untermauern. Die Fa. ratiopharm hat eine renommierte Forschungsgruppe damit beauftragt, herauszufinden, wie unsere Gesundheits-Landschaft in 30 Jahren aussehen könnte. Wir meinen: Lesenswert, obwohl auch wir wissen: "Denn erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt":

Können Sie sich vorstellen, Ihre Verwandten im Altersheim in Indien zu besuchen? Oder eine genetisch veränderte Möhre zu essen, die genau die Vitamine enthält, die Ihnen ein Computer empfohlen hat? Das klingt ziemlich absurd, könnte aber schon bald Realität sein. Diese und noch weitere Szenarien entwirft die aktuelle Zukunftsstudie "Gesundheit 2034", die das Trendbüro Hamburg und ratiopharm gemeinsam durchgeführt haben. Die Studie hat untersucht, wie sich in den nächsten 30 Jahren der Bereich Gesundheit verändern wird. Henrike Zock hat die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst:

Soviel ist sicher für die Experten aus Wissenschaft, Medien und Wirtschaft: Der Begriff Gesundheit tritt in eine neue Phase. Er wird zum Synonym für das gute - das ideale Leben. Professor Peter Wippermann vom Trendbüro Hamburg: Das, was sich verändert ist, dass wir versuchen, noch gesünder zu sein als wir schon sind und dass wir auf keinen Fall krank werden wollen. Das hängt damit zusammen, dass unsere Gesellschaft überaltert, das heißt in 30 Jahren sind wir im Schnitt zehn Jahre älter - aber wir fühlen uns etwa 15-20 Jahre jünger. Deshalb ist eines der wichtigsten Erkenntnisse gewesen, dass Gesundheit der große Megatrend sein wird - der Wachstumsmotor in 30 Jahren.
Was das nun konkret bedeutet, stellen die visionären Denker in verschiedenen Szenarien in der Zukunftsstudie dar. Beispielsweise wird sich nach ihrer Meinung die wirtschaftliche Situation in Europa verschärfen und das Thema Outsourcing bei Gesundheitsleistungen an Bedeutung gewinnen:
Wir haben natürlich einen extrem hohen Pflegebedarf in der Zukunft; es wird eine Zuwendungsindustrie geben, die nach globalen Maßstäben organisiert ist. Das heißt, es ist durchaus sinnvoll, in die jetzigen Urlaubsländer wie Dominikanische Republik oder Sri Lanka zu fliegen, um sich dort pflegen zu lassen und Geld zu sparen und dann Weihnachten wieder nach Hause zu fliegen.
Die Experten sehen in Zukunft ein Drei-Klassen-System in der Medizin: Als Basis eine staatlich garantierte Grundversorgung, dann zusätzlich ein Premium-Angebot im Krankheitsmarkt sowie einen dritten, ganz neuen Gesundheitsmarkt.
Was dazu kommen wird ist die mentale Gesundheit, also Anti-Stress zum Beispiel, keine Depressionen. Insofern gehen wir davon aus, das nach der Wellness-Welle die "Oneness-Welle" kommt: One wie eins, also das Einheitliche, und dann diese Kette Fitness - Wellness - Oneness. Und das ist der wirklich explodierende Markt.

Wer neugierig geworden ist und mehr über das Gesundheit in Zukunft wissen will, kein Problem: Die Zukunftsstudie "Gesundheit 2034" ist als Buch im Handel erhältlich und kostet 19,95 Euro.

[ Quelle: ECC Healthcare, henrike.zock@ecc-group.com  ]

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9.) Wähler aller Parteien lehnen einheitlichen Krankenkassen-Beitrag ab

Ein einheitlicher Krankenkassen-Beitrag findet bei den Deut­schen zurzeit keine Mehrheit. Dass dies auf Wähler aller Parteien zutrifft, zeigt eine Umfrage der Bertelsmann Stiftung unter 3.100 Bürgern zu verschiedenen Reform-Optionen in der Gesundheitspolitik. 58 Prozent der SPD- und 57 Prozent der CDU/CSU-Wähler bewerten das Modell als ungerecht. Auch 61 Prozent der Grünen-Wähler und 53 Prozent der PDS-Wähler können sich mit dieser Reformoption nicht anfreunden. Unter den FDP-Wählern sind etwa gleich viele Befürworter und Gegner. "Eine beschäftigungsfördernde Wirkung von Kopf- oder Gesundheitspauschalen über eine Abkoppelung der Gesundheits- von den Arbeitskosten ist der Bevölkerung offensichtlich schwer zu vermitteln", sagt Jan Böcken, Projektleiter bei der Bertelsmann Stiftung.
Die Mehrheit der Deutschen befürwortet eine Ausweitung der gesetzlichen Krankenversiche­rung auf Selbstständige, Beamte und Gutverdiener. Auch dies gilt für Wähler aller Parteien. 76 Prozent der SPD-Wähler stimmen einer Ausweitung ebenso zu wie 61 Prozent der CDU/CSU-Wähler, 73 Prozent der Grünen-Wähler, 54 Prozent der FDP-Wähler und 82 Pro­zent der PDS-Wähler. "Die parteipolitischen Ziele von CDU und FDP und die Präferenzen ihrer Wähler klaffen bei dieser Frage auseinander", so Jan Böcken.
Die Möglichkeit, alle Einkommensarten in die Berechnung des Krankenkassen-Beitrags einzubeziehen, spaltet die Wähler in "klassische" Rechts-Links-Kategorien: SPD-Wähler finden dies mit 58 Prozent mehrheitlich gerecht, bei den Grünen-Wählern sind es 65 Prozent und bei den PDS-Wählern 64 Prozent. Die Wähler der CDU/CSU finden die Einbeziehung von Einkommen aus Mieten, Zinseinkünften oder selbstständiger Arbeit mit 56 Prozent mehrheitlich ungerecht. Bei den FDP-Wählern sind es knappe 52 Prozent.
Die Finanzierungsreform der Krankenversicherung ist erklärtes Wahlkampfthema für die Bundestagswahl 2006. "Vor diesem Hintergrund ist die Diskrepanz zwischen den Einschätzungen der Wähler und den Inhalten einiger innerparteilicher Konzepte erstaunlich", kommentiert Jan Böcken. Je näher aber der Wahltermin rücke, desto mehr würden die Positionen vermutlich zur Deckung kommen. Es sei zu hoffen, dass die zentralen Anforderungen an eine Reform dabei nicht vernachlässigt werden. Bei der politischen Diskussion um mehr Gerechtigkeit in der Finanzierung des Gesundheitswesens müssten der Versichertenkreis, die Beitragsgestaltung, die Bemessungsgrundlage und die beitragsfreie Mitversicherung von Familienangehörigen gleichermaßen zur Debatte gestellt werden. Die Diskussion dürfe sich aber nicht auf Einnahmebasis beschränken: "Das würde den Reformdruck auf der Kostenseite verringern. Auch dort muss die Reformdebatte weitergehen", so Böcken.

[ ©: Jan Böcken, Telefon: 0 52 41 / 81-81 462 , http://www.bertelsmann-stiftung.de ]

 Basics:  Bürgerversicherung, Kopfpauschale im Lexikonteil

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10.) Wie ist das nun mit den Beitragssenkungen bei den Gesetzlichen?

Schon grotesk, was sich die Politik mit dem "Gesundheitsreform-Placebo" so alles leistet. Da ist von einer Senkung der Lohnnebenkosten die Rede, dafür sollen die Versicherten ab Juli 2005 noch mal um 1% tiefer in die Tasche greifen. Zwar wurden den Bürgern per Gesetz zahlreiche Zuzahlungen aufgebürdet und ganze Leistungen gestrichen, aber die sich daraus ergebenden Einsparungen scheinen samt und sonders in der Verwaltung des Chaos aufzugehen. Gerade die Gesetzlichen KK klagen über mangelnde Rücklagen - so wie sie die Aufsichtsbehörde vorschreibt - oder sind verschuldet. Außerdem haben die Kassen das Potenzial für Beitragssenkungen bereits vollständig weitergegeben - Frau Ulla Schmidt sieht aber noch ein großes Potential für Beitragssenkungen. Grund für die schlechte finanzielle Lage sind die hohe Arbeitslosigkeit sowie Kürzungen bei Löhnen und Gehältern. Interessant in diesem Zusammenhang die jüngst erschienene Studie des Kieler "Fritz Beske Institut für Gesundheits-System-Forschung" mit dem Titel „Zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung“, welches die finanziellen Auswirkungen der politischen Entscheidungen der vergangenen 27 Jahre untersucht und veröffentlicht hat. Das Fazit der Studie: Wenn nicht über Jahrzehnte hinweg Lasten anderer Zweige der sozialen Sicherung und des Staates auf die GKV überwälzt worden wären, hätten die gesetzlichen Krankenkassen heute deutlich niedrigere Beitragssätze. Ohne die Finanzierung der systemfremden Leistungen läge der durchschnittliche Beitragssatz für das Jahr 2004 nach Berechungen des Instituts nicht bei 14,1 Prozent, sondern bei 11,8 Prozent! Danach werden der Gesetzlichen Krankenversicherung durch die Leistungsverschiebung zu Gunsten anderer Sozialversicherungszweige allein in diesem Jahr acht Milliarden Euro entzogen, im nächsten Jahr sogar knapp elf Milliarden Euro. Allein die Folgen der Arbeitsmarktgesetze (Hartz I bis Hartz IV) kosten die Kassen 2004 rund 1,6 Milliarden Euro und 2005 knapp drei Milliarden Euro. Weitere 1,4 Beitragssatzpunkte sind mit den wirtschaftlichen Folgen der Wiedervereinigung zu erklären.
Und das ist noch nicht das Ende: Der Freiburger Wirtschaftsprofessor Bernd Raffelhüschen erwartet, dass die gesetzlichen Krankenkassen ihre Beiträge bald auf breiter Front anheben müssen: Der Gesundheitsexperte rechnet mit einem Anstieg der Beitragssätze auf über 15 Prozent. Begründen tut er dies mit der auch für uns wahrscheinlichen Annahme, dass der Spareffekt durch die zusätzliche Krankenkassengebühr ("Praxisgebühr") bald verpufft sein wird - man gewöhnt sich halt an die Eintrittsgebühr beim Doktor.

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11.) Functional Food mit "freundlichen Bakterien"

Weltweit stellt der Markt für Functional Food ein Wachstumspotenzial von 230 Milliarden US Dollar dar. Das Umsatzvolumen liegt in Deutschland (2004) bei knapp einer Milliarde Euro, Tendenz steigend. Das Marktpotential wird auf 5,5 bis 6 Milliarden Euro geschätzt, was einem Anteil von 5-10 Prozent des Nahrungsmittelvolumens insgesamt entsprechen würde. In der EU nehmen insbesondere Milchprodukte mit 65 Prozent den größten Anteil des "Functional Food" Marktes ein. Vor allem probiotische Joghurts und Probiotikdrinks erobern die Kühlregale der Supermärkte. Sie versprechen Fitness, Gesundheit und Wohlbefinden und sollen vor verschiedenen Krankheiten schützen. Für bestimmte probiotische Stämme sind Effekte gefunden worden wie Reduktion von Beschwerden bei Milchunverträglichkeit, das verminderte Auftreten von Durchfällen bei Antibiotikagabe und ein vermindertes Auftreten und reduzierte Beschwerden bei infektiösen Darmerkrankungen von Kindern und bei Reisenden in tropische Länder. Die Gabe bestimmter fermentierter Milchprodukte führte auch zu einer Senkung des Blutdrucks.
TU-Wissenschaftler fanden einen schonenden Weg, Milchsäurebakterien möglichst unbeschadet durch den Verdauungstrakt bis in den Darm zu schleusen, damit sie dort die ihnen zugeschriebene gesundheitsfördernde Wirkung entfalten können:

Ein viel versprechender Ansatz bestand darin, die Bakterienzellen vor dem Trocknen einem Umweltstress durch hohen hydrostatischen Druck auszusetzen. Dadurch wird in den Zellen die Synthese so genannter Schockproteine ausgelöst, die an der Reparatur von Zellschäden beteiligt sind. Eine Vorbehandlung der Bakterienzellen bei 37 °C mit einem Druck von 100 MPa (das entspricht etwa 1000 Atmosphären) führte anschließend zu einer höheren Überlebensrate bei 60 °C. Eine Untersuchung angefärbter Bakterienzellen im Durchflusszytometer bestätigte, dass bei den druckvorbehandelten Zellen weniger Membranschäden auftreten und dadurch ein vorübergehender Hitzeschutz einsetzt. Der druckinduzierte Schutzeffekt wird offenbar durch die Synthese eines bakteriellen Schockproteins erreicht.

· Functional Food: "funktionelle" Lebensmittel, die durch Zugabe bestimmter Nährstoffe so verändert wurden, dass sie einen besonderen zusätzlichen Nutzen für die Gesundheit haben sollen (z.B. probiotisches Joghurt, Brot mit Omega-3-Fettsäuren)

· Probiotika: Lebensmittel mit lebenden Mikroorganismen (z. B. Milchsäurebakterien in Joghurt oder Kefir), denen positive Auswirkungen auf die Darmflora und die Gesundheit zugeschrieben werden. Neue Studien zeigen, daß Probiotika die seit Jahrzehnten zunehmende Allergierate bei Kindern senken können; auch spezielle hypoallergene Babynahrung kann Allergien weitgehend verhindern. Das Stillen mindestens bis zum sechsten Lebensmonat beugt Allergien allerdings nach wie vor am besten vor

· Präbiotika: Lebensmittel, denen Ballaststoffe wie bestimmte Fruchtzucker zugesetzt wurden, die das Bakterienwachstum im Darm gezielt fördern und damit die Verdauung unterstützen sollen

Weitere Informationen erteilen: Prof. Dr. Dietrich Knorr und Dipl.-Ing. Edwin Ananta, Fakultät III Prozesswissenschaften, Institut für Lebensmitteltechnologie und Lebensmittelchemie, Fachgebiet Lebensmittelbiotechnologie und -prozesstechnik, Königin-Luise-Straße 22, 14195 Berlin, Tel.: 030/314-71250, Fax: 030/832 7663, E-Mail edwin.ananta@tu-berlin.de  oder Dr. Ilka Grötzinger , mail@nutrigenomik.de

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12.) Ernährungstipps bei der Einnahme von Antibiotika

Viele kranke Patienten möchten sich begleitend zu einer Antibiotika-Therapie besonders gesund ernähren - mit viel Obst und Ballaststoffen -, um so schneller wieder auf die Beine zu kommen. Dies kann jedoch buchstäblich nach hinten losgehen.

Da nämlich durch Antibiotika bekanntlich auch die normalen Darmbakterien verringert werden, binden dann nicht verdaute Kohlenhydrate das ebenfalls vermehrt vom Dickdarm freigesetzte Wasser und es kann zu häufigen Stuhlgängen kommen. Daher sollten Patienten zusätzlich zu Antibiotika die richtige Diät wählen:
So sollten Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an schlecht verdaulichen Kohlenhydraten, wie sie in vielen Früchten vorhanden sind, gemieden werden, ebenso Süßungsmittel mit Fruchtzucker und Sorbitol sowie Karotten, Kohl, Bohnen und anderes faserreiches Gemüse.

[ Quelle: Ärztezeitung ]

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13.) Zusatzversicherungen für Zahnersatz sollen gekündigt werden können

Die Bundesregierung sieht in ihrem Gesetzentwurf ein Sonderkündigungsrecht für die Versicherten vor. Die Kündigung wird dabei zum Ende des jeweiligen Monats wirksam, in dem sie bei der Versicherungsgesellschaft eingeht. Einen Anspruch auf Kündigung haben die Versicherten allerdings erst, wenn der Regierungsentwurf auch tatsächlich Gesetz ist. Damit wird jedoch nicht vor Dezember gerechnet. Die Versicherungsgesellschaften haben aber signalisiert, dass sie sich gegenüber den Kunden kulant verhalten wollen.

                                    aktuelle Infos dazu aus dem Ministerium

[ Quelle: WISO ]

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14.) Zum Schluss: Deutschland - weltweit konkurrenzlos

Ein Amerikaner und ein Deutscher wollen um die Wette bauen.
Nach vier Wochen ruft der Amerikaner an und sagt:
"Nur noch zehn Tage - dann feiern wir Richtfest"
Sagt der Deutsche: "Nur noch zehn Formulare - dann können wir anfangen"

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