Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 11/2006/ 1. November 2006

"Es gibt Sätze, die bleiben haften wie Pattex. "Wir zahlen Mercedes, fahren aber Golf" ist so ein Satz. Gemünzt war die Aussage auf das deutsche Gesundheitswesen. Ihr Autor: Professor Karl W. Lauterbach.
Der jüngste Gesundheitsbericht der Bundesregierung und des Robert-Koch-Instituts ist ein weiterer Beleg dafür, dass diese undifferenzierte These falsch ist. Die Studie verdeutlicht, dass von 1993 bis 2003 die Kosten für das hiesige Gesundheitswesen im Vergleich der OECD-Industrieländer am langsamsten gestiegen sind.
Dennoch hat seit fünf Jahren - im Jahr 2001 stellte der Sachverständigenrat sein Gutachten zur "Über-, Unter- und Fehlversorgung" vor - der Vergleich von Golf und Mercedes die Debatten in der Gesundheitspolitik immer wieder geprägt. So sehr hat sich die Behauptung in die Hirne eingebrannt, daß IQWiG-Leiter Professor Peter Sawicki im vergangenen Jahr regelrecht überrascht war, als Deutschland bei einem Sechs-Länder-Vergleich den ersten Platz belegte.
Andere Studien, etwa des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) oder des Fritz-Beske-Instituts, kamen zum gleichen Schluss: Deutschland ist führend, was den Zugang zu medizinischen Leistungen und den Umfang des Leistungskatalogs in der GKV angeht.

Mit der Gesundheitsreform soll noch eine Schippe draufgelegt werden: Ambulante und stationäre Reha für die Geriatrie sollen Pflichtleistung werden, gleiches gilt für Impfungen und Mutter-Kind-Kuren. Mehr Geld soll aber nicht ins System kommen. Politiker wollen die Bürger glauben machen, man könne Mercedes fahren, aber nur für einen Golf zahlen."

Florian Staek, Ärztezeitung

Wir meinen: nicht das einzige Märchen, was mancher Politiker landauf, landab zum Besten gibt. Aber hören wir nicht alle gerne Märchen? Der herbei geredete mündige Bürger lässt grüßen.

Ihre ZahnNewsLetter Redaktion


Inhalt

 1.) Zahnfehlstellungen keine Ursache für gestörte Kiefergelenkfunktionen
 2.) Zirkoniumdioxid erstmalig für KFO-Geräte und PAR-Schienen
 3.)
Parodontitis erhöht Gesundheitsrisiko bei Diabetes und für Herzinfarkt
 4.) Elektrischer Strom beschleunigt die Wundheilung
 5.)
Neu auf dem Markt: Zahncreme und Zahnseide in und auf einer Tube
 6.) Kinder- und Jugendgesundheitsstudie: Wie gesund, fit und fidel?
 7.)
Spezielle Zahncreme für das Wechselgebiss
 8.)
Buchtipps für die Kleinen - zwei lesenswerte Neuerscheinungen
 9.)
PC-Lernsoftware "Milli-Metha: Meine Zähne"
10.)
Erkältungsrisiko bestimmen
11.) Schnuller als Infektionsquelle und Lebensretter
12.)
Schmerzbewältigung in verschiedenen Kulturen
13.)
Zum Schluss: Englisch für Einsteiger
 

 


1.) Zahnfehlstellungen keine Ursache für gestörte Kiefergelenkfunktionen

Aber:
Zusammenhang von Kopf- und Kieferschmerzen und höherer Bildung

Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Zahnfehlstellungen und einer Störung der Kiefergelenkfunktion ist nicht nachweisbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forschergruppe unter Leitung von Prof. Dr. Dietmar Gesch, Lehrstuhlinhaber für Kieferorthopädie an der Universität Witten/Herdecke, bei der Auswertung der sogenannten SHIP-Studie. Erkennbare Risikofaktoren bezögen sich vielmehr auf das Geschlecht und den sozioökonomischen Status. Demnach leiden Frauen und Angehörige höherer Bildungsschichten häufiger an Kieferbeschwerden und dadurch verursachten Kopf- und Gesichtsschmerzen.

Ob für das Auftreten so genannter temporomandibulärer Dysfunktionen (TMD) wirklich Fehlstellungen der Zähne verantwortlich gemacht werden können, hatte die Forschergruppe um Gesch im Rahmen der umfassendsten bevölkerungsbasierten Feldstudie untersucht, die jemals in Deutschland durchgeführt wurde. Bei der Untersuchung „Study of Health in Pomerania“ (SHIP) ging es um den Gesundheitszustand der Bevölkerung in Vorpommern. Die repräsentative Studie, die human- und zahnmedizinische Fragestellungen verknüpfte, umfasste ab 1997 zwei Erhebungsphasen. An der ersten Phase („SHIP-0“) nahmen 4.310 zufällig ausgewählte Männer und Frauen im Alter von 20 bis 79 Jahren teil, von denen in der zweiten Phase („SHIP-1“) bis Juni 2006 3.277 Teilnehmer nachuntersucht werden konnten.

Die Ergebnisse beider Untersuchungsstaffeln, zwischen denen ein Zeitraum von fünf Jahren lag, zeigen, dass Menschen mit Zahnfehlstellungen kein erhöhtes Risiko haben, auch Kiefer- und Gesichtsschmerzen zu bekommen. Anders verhielt es sich mit den Merkmalen Schulbildung und Geschlecht. Hier ließ sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen diesen Faktoren und dem Auftreten von Kiefergelenksymptomen beobachten. Gut Ausgebildete leiden doppelt so häufig und Frauen 1,5-mal häufiger an TMD als die übrige Bevölkerung. Auf der anderen Seite – auch das ein Ergebnis der Studie – gibt es sogar Zahnfehlstellungen, die das TMD-Risiko senken können: Eine lückige Zahnstellung ohne Zahnverlust, aber auch das Zähneknirschen erweisen sich als Faktoren, die weniger häufig mit Kiefergelenkproblemen verbunden sind.
„Ganz offensichtlich sind andere Ursachen als Zahnfehlstellungen an der Entstehung von temporomandibulären Dysfunktionen beteiligt“, resümiert Gesch, der seine Ergebnisse im Sommer in Wien der Fachöffentlichkeit vorstellte. Welche Ursachen das sind, lasse sich den bisherigen Auswertungen allerdings nicht entnehmen. Sie sollen nun in einer bereits bestehenden wissenschaftlichen Kooperation mit der University of Michigan in Ann Arbor/USA erforscht werden.

[ ©: Die Zahnarztwoche ]

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2.) Zirkoniumdioxid erstmalig für KFO-Geräte und PAR-Schienen

Zirkoniumdioxid ist biokompatibel und weiß, ist sicher, haltbar und klinisch bewährt. Als Gerüstwerkstoff für Kronen und Brücken ist die Hochleistungskeramik seit Jahren im zahnmedizinischen Einsatz. Unter der Produktbezeichnung ortho-circ® stellt das Dr. Hinz KFO-Labor (Herne) jetzt eine System-Innovation vor, mit der die unbestrittenen Vorteile der Hochleistungskeramik erstmalig auch für KFO-Geräte und PAR-Schienen genutzt werden. Metallfreie Verankerungen, biokompatible Retainer und Lückenhalter für kieferorthopädische Behandlungen sowie Adhäsivbrücken und Stabilisierungsschienen für die PAR-Therapie sind die ersten Geräte in einem umfassenden System-Konzept des Herner Fachlaboratoriums. Die Behandlungsmittel werden in einem aufwendigen Verfahren aus DIGIZON® Zirkoniumdioxid-Rohlingen gefräst.

Die Vorteile der Hochleistungskeramik gegenüber anderen Materialien sind eindeutig: metall- und allergiefrei, biokompatibel, geringe Temperaturleitfähigkeit, chemische Stabilität, Zahnfarben ähnliches Aussehen, sichere Klebehaftung sowie hohe Passgenauigkeit und Belastbarkeit. Darüber hinaus zeichnet sich ortho-circ® durch geringere Plaqueanlagerungen und bessere Mundhygienemöglichkeiten aus.

Nach dem heutigen Stand der Technik können aus dem neuen Material überwiegend passive, aber auch aktive KFO-Behandlungsmittel hergestellt werden. "Dazu gehören festsitzende Retainer für obere und untere Frontzähne, festsitzende Lückenhalter für fehlende Seitenzähne, Adhäsivbrücken für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Ringverankerungen für Seitenzähne", erläutert Prof. Hinz. In der Parodontologie sind die ortho-circ®-Schienen im Rahmen von PAR-Behandlungen und -Operationen indiziert.

[ weitere Infos:  prof.hinz@t-online.de ]

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3.) Parodontitis erhöht Gesundheitsrisiko bei Diabetes und für Herzinfarkt

(ots) - Eine Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) beeinträchtigt die allgemeine Gesundheit und erhöht die Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen deutlich. An Parodontitis erkrankte Diabetiker und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen riskieren sogar schwere oder lebensgefährliche Komplikationen.

Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben Zahnfleischprobleme, meist ohne es zu wissen. Die bakteriell verursachte Entzündung des Zahnfleisches (Gingivitis), verursacht durch unzureichend entfernte Plaque am Zahnfleischsaum, kann im fortgeschrittenen Stadium zu einer Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) führen - eine ernst zu nehmende Erkrankung, die die Allgemeingesundheit beeinträchtigen und bei Risikogruppen zu schweren Komplikationen führen kann. Zu diesen Risikogruppen zählen vor allem Diabetiker und Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.
Studien belegen, dass Diabetiker, vor allem solche mit schlecht eingestellten Blutzuckerwerten, ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Parodontalerkrankung haben. Meist verläuft bei den Betroffenen die Erkrankung in schwererer Ausprägung als bei Nicht-Diabetikern. Besonders gefährdet sind Diabetiker über 40, denn die Schwere der Parodontitis nimmt mit längerer Dauer des Diabetes mellitus zu. Darüber hinaus kann eine Infektion des Zahnhalteapparates, wie alle Infektionen, zu Schwierigkeiten bei der Kontrolle des Blutzuckerspiegels führen und damit die Einstellung der Blutzuckerwerte erschweren.
Bakterien als Auslöser für Thrombosen und Infarkte Zudem ist Parodontitis auch ein Risikoindikator für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So gilt es als gesichert, dass Entzündungen des Zahnhalteapparates im Zusammenhang stehen mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Arteriosklerose. Auslöser sind die an einer Parodontitis beteiligten Bakterien, die bei der häuslichen Mundhygiene oder bei zahnärztlichen Eingriffen in die Blutbahn gelangen und zu Thrombosen und Infarkten führen können. Außerdem wurde in Studien nachgewiesen, dass der komplexe entzündliche Prozess einer Parodontitis das Risiko für einen Schlaganfall deutlich erhöhen kann. Vor einer selteneren, aber potenziell lebensbedrohlichen Komplikation warnt Dr. Ruth Hinrichs, wissenschaftliche Projektleiterin der meridol Forschung: "Besonders gefährlich ist das durch eine Parodontitis erhöhte Risiko einer Entzündung der Herzinnenhaut oder Herzklappe (Endokarditis). Rund acht Prozent aller Fälle der häufig tödlich verlaufenden Endokarditis stehen im Zusammenhang mit einer Erkrankung von Zähnen, Zahnfleisch oder Zahnhalteapparat."
Zu den Risikogruppen, deren Allgemeinerkrankung in einer Wechselbeziehung mit einer Parodontalerkrankung steht, gehören auch Dialysepatienten, Transplantationspatienten oder Menschen mit Bluthochdruck. Dabei kann die Krankheit selbst, aber auch die eingenommenen Medikamente, die Mundgesundheit ungünstig beeinflussen. Beispielsweise können bestimmte Medikamente gegen Bluthochdruck Veränderungen des Zahnfleisches zur Folge haben, die eine vermehrte Plaqueansammlung und damit die Entstehung einer Gingivitis begünstigen.
Plaqueentfernung als wichtigste Prophylaxemaßnahme Ruth Hinrichs empfiehlt betroffenen Patienten, vor dem Beginn einer Behandlung oder Operation den Zahnarzt zu konsultieren. "Wird bei dieser Untersuchung eine Gingivitis oder Parodontitis diagnostiziert, ist neben frühzeitiger Therapie auch eine optimale häusliche Mundhygiene unabdingbar. Hier sollte der Zahnarzt als Ergänzung zur täglichen Plaque-Entfernung mit Zahnpasta und Zahnbürste antibakterielle Mundspül-Lösungen empfehlen, die die Plaqueansammlung reduzieren. So können bestehende Entzündungen verringert und kann neuen Reizungen vorgebeugt werden."

Studien haben gezeigt, dass die kombinierte Anwendung von Zahnpasta und Mundspül-Lösung mit der Wirkstoffkombination Aminfluorid/Zinnfluorid besonders wirksam ist. Neben der täglichen Mundhygiene und regelmäßigen Zahnarztbesuchen sollte mindestes zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung (PZR) durchgeführt werden. Alle Maßnahmen, vorbeugende wie therapeutische, müssen zwischen den betreuenden Fachärzten und dem Zahnarzt abgesprochen werden.

 [  ©: presse@gaba.com ]

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4.) Elektrischer Strom beschleunigt die Wundheilung

Die Heilung von Wunden kann mit elektrischem Strom beschleunigt werden. Das hat ein Team von Wissenschaftlern aus vier Nationen in einer Laborstudie nachgewiesen. Die Forscher konnten mit Hilfe von Strom die Bewegungen der Zellen kontrollieren und beeinflussen, wie schnell die Wunde heilen sollte, schreibt das Magazin "Nature" (442, 2006, 457). Mit den Resultaten könnten neue Behandlungsmethoden für chronische Wunden und andere Verletzungen entwickelt werden, sagte Dr. Min Zhao von der Universität von Aberdeen.
Bei der Wundheilung setzen verletzte Zellen Substanzen frei, die gesunde Zellen anlocken. Lagern sich diese an das Gewebe der Wundränder an, beginnt sich die Wunde zu schließen.

Bereits im 19. Jahrhundert wurde entdeckt, dass in der Umgebung von Wunden schwache elektrische Ströme fließen. Biologen nehmen an, dass die elektrischen Felder bei der Heilung als Lotsen fungieren und die Zellen an den Ort lenken, an dem sie gebraucht werden.

 [ sth/ÄZ , zm-online ]

 Basics: Wundheilung  im  Zahnlexikon-Online

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5.) Neu auf dem Markt: Zahncreme und Zahnseide in und auf einer Tube

miradent aus dem Hause Hager & Werken bietet mit dem neuen Produkt "Mirafluor" einen optimalen Einstieg in die professionelle Zahnhygiene; dies besonders auf Reisen: Die einzigartige Kombination einer hochwertigen, fluoridierten Zahncreme (Aminfluorid) mit einer in Chlorhexidin getränkten Zahnseide (PTFE-beschichtet) unterstützt die tägliche Mundhygiene – auch in den Zahnzwischenräumen.
Chlorhexidin als antimikrobieller Wirkstoff spielt neben dem Aminfluorid eine zentrale Rolle bei der Kariesprävention. Während Chlorhexidin die Karies verursachenden Keime reduziert, erhöht Aminfluorid die Resistenz der Zahnhartsubstanz (durch Ausbildung einer Kalziumfluorid-Schutzschicht).

[ weitere Infos (mit kleinem Film): http://www.miradent.de  ]

 Basics:
Mundhygiene auf Zahnwissen.de

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6.) Kinder- und Jugendgesundheitsstudie: Wie gesund, fit und fidel?

Bei einer Rumpfbeuge erreichen 43 % aller 4- bis 17-Jährigen in Deutschland nicht das Fußsohlenniveau. 15 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren sind übergewichtig. Unter einer allergischen Erkrankung leiden aktuell 16,7 % aller Kinder im Alter bis zu 17 Jahren. Bei 21,9 % aller 11- bis 17-Jährigen findet man Auffälligkeiten beim Essverhalten. Das sind einige der ersten Ergebnisse von KiGGS, der Kinder- und Jugendgesundheitsstudie des Robert Koch-Instituts, die am 25.09.2006 der Fachöffentlichkeit vorgestellt wurde. Mit 17.641 Teilnehmern liefert die europaweit einmalige Studie erstmals ein umfassendes Bild von der Gesundheit der Heranwachsenden in Deutschland, das alle Altersstufen umfasst und auch Laborbefunde einschließt. KiGGS wurde durch die Bundesministerien für Gesundheit sowie für Bildung und Forschung finanziert.

"Die KiGGS-Ergebnisse sind die Basis für eine bundesweite Gesundheitsberichterstattung zu Kindern und Jugendlichen und liefern Ansatzpunkte für gezielte Interventionen und Präventionsstrategien", sagte Bärbel-Maria Kurth, Studienleiterin und im Robert Koch-Institut Leiterin der Abteilung für Gesundheitsberichterstattung und Epidemiologie, bei der Eröffnung des Symposiums. "Erstmals gibt es nun verknüpfbare Daten aus den verschiedenen Ebenen des gesundheitlichen Geschehens der Heranwachsenden", unterstreicht Bärbel-Maria Kurth.

So sind zum Beispiel Übergewicht und Adipositas häufiger bei Kindern aus sozial benachteiligten Schichten, bei Kindern mit Migrationshintergrund und bei Kindern, deren Eltern ebenfalls übergewichtig sind. Bei Jugendlichen mit Essstörungen ist der Anteil der Auffälligen mit niedrigem sozioökonomischem Status mit 27,6 % fast doppelt so hoch wie der in der oberen Sozialschicht (15,5 %). Die als auffällig Klassifizierten weisen höhere Quoten an psychischen Auffälligkeiten und Depressivitätsneigung auf. Sie sind weniger zufrieden mit ihrem Körperselbstbild, rauchen mehr und berichten häufiger über die Erfahrung sexueller Belästigung. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, bereits im frühen Jugendalter über Essstörungen aufzuklären, Betroffene frühzeitig zu erkennen und Hilfsangebote zielgerichtet zu erweitern.

[ Weitere Informationen: www.kiggs.de ]

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7.) Spezielle Zahncreme für das Wechselgebiss

(ots) - Während des Zahnwechsels sollten Kinder eine andere Zahnpasta verwenden als in den ersten sechs Lebensjahren. Wenn nämlich im Alter von 6 bis 12 Jahren die Milchzähne nach und nach durch die bleibenden Zähne ersetzt werden, ist ein besonderer Kariesschutz für die neuen bleibenden Zähne erforderlich. Denn ihr Zahnschmelz ist noch nicht vollständig ausgehärtet und reagiert schnell auf Entkalkung durch Säuren. Deshalb sind die bleibenden Zähne zunächst kariesanfälliger.
Die neue elmex® Junior Zahnpasta trägt den Anforderungen des Zahnwechsels Rechnung: Sie reinigt gründlich und schonend und bietet wirksamen Kariesschutz. Ihre Fluoridkonzentration ist deutlich höher als jene von Kinder-Zahnpasten. Denn mit dem Fluoridanteil einer Zahnpasta für Milchzähne (maximal 500 ppm) können die bleibenden Zähne nicht ausreichend mineralisiert werden. elmex® Junior Zahnpasta enthält 1.400 ppm Fluorid aus Aminfluorid, das zahlreichen wissenschaftlichen Studien zufolge besonders gut wirkt. Es verteilt sich schnell auf der Zahnoberfläche und bildet dort eine fest haftende Deckschicht, die noch Stunden nach dem Zähneputzen den Zahnschmelz vor Säureangriffen schützt.
Wichtig ist neben geeigneten Wirkstoffen auch der Geschmack. Vielen Kindern schmecken Erwachsenen-Zahnpasten zu scharf. Um den Wechsel von einer Zahnpasta für Milchzähne zu einer Zahnpasta mit höherem Fluoridgehalt zu erleichtern, besitzt das neue Produkt einen angenehm milden Geschmack, der die jungen Verwender zum regelmäßigen Zähneputzen motiviert.

[ ©: GABA GmbH ]

 Basics:  Zahnpasta  im  Zahnlexikon-Online

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8.) Buchtipps für die Kleinen - zwei lesenswerte Neuerscheinungen

"Blubb - der Doktorfisch: Das Abenteuer vom Zahnfelsen"

ist eine spannende Abenteuergeschichte rund um den Zahnfelsen, die Kindern auf lustige Art und Weise die Zahnhygiene näher bringt. Das Buch enthält eine spannende Abenteuergeschichte, beschäftigt sich ausführlich mit der Kinderzahnpflege ("Kinderzahnpflege leicht gemacht"), enthält ein Glossar zu den wichtigsten Begriffen rund um die Karies (unter Mitwirkung der ZahnNewsLetter-Redaktion) und ist auch dann hilfreich, wenn es ins Ausland geht ("Zahnweh im Ausland - ein Sprachführer in 5 Sprachen).
Das Buchmotto "Aufklärung durch Erklärung" zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Werk, ohne belehrend zu wirken. So bietet es Eltern und Kindern eine gute Möglichkeit, die Thematik der Kinderzahnhygiene zu verstehen und anzuwenden.

[ "Das Abenteuer um den Zahnfelsen". Das neue Kinderlehrbuch für Zahnhygiene (Gebundene Ausgabe) von Ulmer (Vorwort), Siegfried Oberhofer, de Cassan (Glossar), Nicole Gebhardt (Illustrator); Kinderbuch für Kinder zwischen 2 u. 10 Jahren, September 2006, ISBN: 3000195777 , € 15.90 ; http://www.aquataris-ohg.de/  ]


"Herr Wolke und der FC Toby"

Was haben Zähne mit Fußball zu tun? Dieses Buch gibt Auskunft:
Herr Wolke entdeckt in einer vorüber ziehenden Wolke den sechsjährigen Toby, der sein Fußballspiel wegen heftiger Zahnschmerzen abbrechen muss. Auf Tobys Wunsch kommt Herr Wolke zu ihm. Mit Hilfe seines Traumzaubersalzes dreht Herr Wolke die Zeit um ein Jahr zurück - in die Zeit, als Tobys Zahn noch heile war. Danach unternehmen die beiden eine Abenteuerreise zu Tobys Zähnen. Dort begreift Toby auf spannende und lustige Weise, dass seine Zähne wie eine Fußballmannschaft funktionieren. Herr Wolke kann Tobys Schmerzen nicht lindern, dazu bedarf es der Hilfe von Zahnarzt Dr. Papille. Aber er hilft Toby, Bewusstsein und Verantwortung für seine Zähne zu entwickeln.
Jede (r) Leser (in) des "Herr Wolke Buches" hat die Chance, Herrn Wolke eines Tages auch leibhaftig zu begegnen. Herr Wolke wird verkörpert von dem renommierten Clown und Entertainer Sven Pawlitschko (Cirque de Soleil, Pomp Duck and Circumstances, Varietétheater Palazzo), der zu den Pionieren der Clowns-Visiten für kranke Kinder in Deutschland zählt. Außerdem ist er künstl. Leiter des Berliner Vereins www.clownsprechstunde.de  sowie Clowns-Botschafter des Bayerischen Partnervereins Clown-Projekt e.V.. Nicht zuletzt gibt er Seminare und Supervisionen für Kinderärzte. Der Autor Rolf Barth (www.rolf-barth.de) betreibt in Berlin seit vielen Jahren ein Zauber-Mitmach-Theater für Kinder - Addis Zaubärbühne. Außerdem schreibt er Drehbücher und arbeitet als Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten.

[ Rolf Barth: "Herr Wolke und der 1. FC Toby" Was haben Zähne mit Fußball zu tun? Dieses Buch gibt Auskunft! Kinderbuch für Kinder ab 4 Jahren, Oktober 2006, ISBN 3938625252 , € 9.95 ;  www.traum-salon.de/index1.html ]

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9.) PC-Lernsoftware "Milli-Metha: Meine Zähne"

Da kommt Freude auf beim Zahnarztbesuch: Denn die neue PC-Lernsoftware "Milli-Metha: Meine Zähne" macht Kinder zu neugierigen Entdeckern der Mundhöhle und weckt Lust am täglichen Zähneputzen. Installiert auf einem PC in der Praxis können sich die kleinen Patienten spielerisch mit dem Thema Mundgesundheit auseinandersetzen: Vom Ausfüllen der eigenen Patientenkarteikarte über das Prophylaxe-Quiz, spannenden Spielen rund um schädliche Karies und zahngesunde Ernährung bis zum Führen eines Zahntagebuchs oder dem Üben der KAI-Putztechnik am Bildschirm - der Ausflug mit "Milli-Metha: Meine Zähne" in die Welt der gesunden Zähne gerät für alle Kinder ab 5 Jahren zum kurzweiligen, interaktiven Abenteuer!

Die PC-Lernsoftware ist für Zahnarztpraxen ab sofort beim Verein für Zahnhygiene e.V. (VFZ), Liebigstraße 25, 64293 Darmstadt, Fax: 06151-13737-30 zum Preis von 19,99 Euro erhältlich.

[ weitere Infos ]

 Basics:  zahnärztliche Kinderbücher

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10.) Erkältungsrisiko bestimmen

Herbstzeit ist Erkältungszeit. Wer wissen will, wie gut sein Immunsystem in Form ist, kann den DAK-Erkältungs-Check machen.
Anhand von 16 Fragen klärt der Test, wie stark die Abwehrkräfte sind. Abgeklärt wird unter anderem, wie man sich ernährt, ob man raucht und ob man sich ausreichend Entspannung gönnt.
Wer mehr als drei Fragen mit "Ja" beantwortet, riskiert laut DAK eine Erkältung und sollte gegensteuern. Etwa durch viel Bewegung an der frischen Luft und vitaminreiche Ernährung.

Die Checkliste im Internet: www.dak.de , Rubrik: Gesundheit und Medizin

 [
©: zm-online, sth/pm  ]
 

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11.) Schnuller als Infektionsquelle und Lebensretter

Britische Forscher haben jüngst den Schnuller als Lebensretter identifiziert: Eine Untersuchung zeigt, dass bei Babys, die mit Schnuller schlafen, die Gefahr des plötzlichen Kindstod signifikant geringer ist.

Doch leider kann der Schnuller auch eine nicht zu unterschätzende Infektionsquelle für das Baby sein. Wichtig ist deshalb, dass Eltern den Schnuller als mögliche Quelle für die Übertragung von Bakterien ernst nehmen. Nicht nur, weil er manchmal zu Boden fällt, sondern weil viele Eltern ihn zur vermeintlichen Säuberung ablecken und so ihre eigenen Kariesbakterien im Mund an das Baby weitergeben.
Die Gefahr einer frühzeitigen Übertragung von Kariesbakterien, lässt sich deutlich reduzieren, indem die Eltern ihre eigene Mundgesundheit verbessern. Die Keimzahl im Mund lässt sich durch geeignete Mittel aus der Apotheke (z.B. Chlorhexamed Gel) vermindern.

[
©: SPECTATOR DENTISTRY , www.gsk-consumer.de ]

 Basics:   Festzuschüsse für Zahnersatz  auf Zahnwissen.de

 

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12.) Schmerzbewältigung in verschiedenen Kulturen

Wenn der türkische Patient auf die Frage, wo es weh tut, klagt, ihm tue alles weh, er sei schließlich krank, kann das den deutschen Arzt leicht überfordern. Unterschiedliche Kulturen gehen mit Schmerz ganz unterschiedlich um. Wie sie das tun, hat PD Dr. Norbert Kohnen (Universität Düsseldorf) untersucht. "Der Umgang mit Schmerz ist abhängig von der Kontrollüberzeugung", so sein Fazit beim Deutschen Schmerzkongress. Während Deutsche, Nordeuropäer und Amerikaner Rat beim Fachmann suchen und sich davon individuelle Kontrolle über den Schmerz erhoffen, sind die Menschen in Mittelmeerstaaten mit der Überzeugung aufgewachsen, nur die Familie könne helfen. Sie äußern ihren Schmerz daher ganz anders. "Deswegen ist bei der Untersuchung ausländischer Patienten eine transkulturelle Kompetenz gefordert", so Dr. Kohnen. "Nimmt der Arzt auf diese Unterschiede keine Rücksicht, sind Stress und Hilflosigkeit die Folgen, die wiederum mit erhöhter Schmerzempfindlichkeit einhergehen."

Jeder Patient ist ein Informant. Ob seine Information ankommt, hängt vom Adressaten ab: Kommt ein deutscher Patient zum deutschen Arzt, liegen die Verhältnisse günstig: Untersucher und Informant haben den gleichen kulturellen Hintergrund und die gleiche Sozialisation. Bei beiden ähneln sich Erziehung, Werte, Normen, Symbole und Verhalten, ihre Assoziationen resultieren aus einem gemeinsamen Erleben gesellschaftlicher Strukturen wie Familie, Freundeskreis und Arbeitswelt. "Klagt der Patient beim Arzt darüber, dass 'ihm eine Laus über die Leber gelaufen ist', dann wissen beide um den Sinn der Aussage", erläutert Dr. Kohnen. Diese günstigen Verhältnisse finden sich bei der Vorstellung fremdländischer Patienten nicht. Klagt ein türkischer Patient darüber, dass "er seinen Kopf erkältet hat", dann weiß der Arzt nicht, dass damit gemeint ist "Ich bin dabei durchzudrehen". Auch verstehen Ärzte oft die Reaktion ihrer fremdländischen Patienten auf Krankheit und Schmerz nicht. "Besonders auffällig ist das bei den verschiedenen Schmerzäußerungen fremdländischer Patienten", so Kohnen.

Deutsche Ärzte haben aus ihrer soziokulturellen Sicht eine Vorstellung, welche Schmerzäußerungen und welche Schmerzbewältigungen angebracht und welche unangemessen sind. Ihre Erfahrungen beziehen sich in der Regel aber nur auf eine Ethnie, nämlich die eigene Bevölkerung. Diese einseitige Sicht kann zu Verständigungsschwierigkeit und Fehlurteilen bei der Behandlung ausländischer Patienten führen. Empirische Daten zeigen, dass jede Kultur gemäß ihrer eigenen Werte und Normen Schmerzbewältigungsstrategien entwickelt: Iren ziehen sich zurück, weil es unfein ist, Schmerz zu äußern; Nordamerikaner suchen so früh wie möglich den Arzt auf, schildern ihm die Beschwerden ohne emotionale Regung, damit er sofort eine rationale Behandlung einleiten kann; Juden erdulden den Schmerz, weil Gott ihnen so ein Zeichen geben will; Italiener äußern Schmerzen laut und deutlich, damit ihnen die familiäre Anteilnahme zukommt, Philippinos fügen sich fatalistisch in ihr Schicksal.

"Man kann unterscheiden zwischen individualorientierten (Deutsche, Briten, Iren, Nordeuropäer und Nordamerikaner) und familienorientierten Gesellschaften (Italiener, Türken, Mittelmeervölker, Asiaten)", erläutert der Forscher. Familienorientierte Gesellschaften sind überzeugt, Krankheit und Schmerz nur mit Hilfe der Familie bewältigen zu können. Patienten werden notwendigerweise von vielen Angehörigen begleitet. Sie haben eine hohe externale Kontrollüberzeugung, während Patienten aus individualorientierten Gesellschaften überzeugt sind, sich selbst helfen zu können, indem sie der Vernunft folgend fachärztlichen Rat einholen.

Diese Bedingungen muss ein Arzt bedenken, denn das Verweigern der erlernten kulturellen Bewältigungsstrategien führt zu Hilflosigkeit, Verzweiflung, zu erhöhtem Stress und damit zu größerer Schmerzempfindlichkeit. "Transkulturelle Kommunikation ereignet sich im Zuhören, Erfassen und Erlernen andersartiger, wenn auch laienhafter Erklärungsweisen von Krankheit und Schmerz", unterstreicht Dr. Kohnen. Er fordert Ärzte auf, sich in die Erlebniswelten ihrer fremdländischen Patienten einzudenken. Viele in fremden Traditionen erzogenen Patienten haben z.B. die Vorstellung, ihre Krankheit sei ein individuelles Ereignis. "Sie verstehen deshalb nicht, dass sie nun eine Krankheit haben sollen, die mit ein und demselben Begriff belegt wird, die auch ihr Nachbar hat. Es ist doch ihre ganz individuelle Krankheit", erläutert Dr. Kohnen. Individualisieren und nicht generalisieren heiße deshalb die Devise.

[ © und Ansprechpartner: pdn.kohnen@t-online.de  ]

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13.) Zum Schluss: Englisch für Einsteiger

Um auf dem internationalen Wirtschaftsmarkt Erfolg zu haben, bedarf es einer grundlegenden Kenntnis an gehobener englischer Sprachkenntnis. Für den Alltag reichen jedoch folgende Ausdrucksweisen vollkommen:

- That have you so thought! (Das hast du dir so gedacht!)
- Give not so on! (Gib nicht so an!)
- Heaven, ass and thread! (Himmel, Arsch und Zwirn!)
- How much watch is it ? (Wieviel Uhr ist es ?)
- Jack-look-in-the-air (Hans-guck-in-die-Luft)
- Us runs the water in the mouth together. (Uns läuft das Wasser im Mund zusammen.)
- Human being Meier! (Mensch Meier!)
- I only understand railstaition... (Ich versteh' nur Bahnhof...)
- It is me sausage! (Es ist mir Wurst!)
- My dear Mister singing-club! (Mein lieber Herr Gesangsverein!)
- Now we sit quite beautiful in the ink... (Jetzt sitzen wir ganz schön in der Tinte...)
- Oh double you! (Oh weh!)
- That makes you so fast nobody after. (Das macht dir so schnell keiner nach.)
- Your English is under all pig! (Dein Englisch ist unter aller Sau!)
- Slow going is all truck's beginning. (Müßiggang ist aller Laster Anfang.)
- Now can come what wants. (Nun kann kommen was will.)
- to have a jump in the dish (einen Sprung in der Schüssel haben)
- to have much wood before the cottage (viel Holz vor der Hütte haben)
- to have not all cups in the board (nicht alle Tassen im Schrank haben)
- together-hang-less (zusammenhanglos)

Natürlich sollte man auch die schönen Orte Deutschlands immer parat haben...

- Ass-monkey-castle (Aschaffenburg)
- Bathroom-rich-echo (Bad Reichenhall)
- Double-you-upper-valley (Wuppertal)
- How's bathing (Wiesbaden)
- Raw-stick (Rostock)
- Rectal-town (Darmstadt)
- Spice-castle (Würzburg)
- Theremouth (Dortmund)
- To-Sitdown-home (Hockenheim)
- Top-of-the-train (Zugspitze)

[ © : ari auf einer Mailing-Liste ]
 

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