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Zahnärztlicher NewsLetter Nr.
12/2004/ 1. Dezember 2004
Herzlich willkommen bei einer weiteren Ausgabe des ZahnNewsLetters. Die
neuen
Festzuschüsse für Zahnersatz können pünktlich zum 1.1.2005 in Kraft
treten. Die Neuregelung sieht weiter vor, dass Beschäftigte und Rentner
vom 1. Juli 2005 an einen Sonderbeitrag für den Zahnersatz von 0,45
Prozentpunkten auf ihren Beitrag zahlen müssen. Arbeitgeber und Rentenkassen
beteiligen sich daran nicht. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt
bemerkte in einer Pressemitteilung, dass mit der "Neuregelung" alles
gerechter und unbürokratischer werde. Sie betonte "die Menschen haben auch
in Zukunft einen umfassenden Anspruch auf Leistungen". Die Krankenkassen
seien durch das frisch verabschiedete Gesetz verpflichtet, ihren
allgemeinen Beitragssatz per 1. Juli 2005 um 0,9 Prozentpunkte abzusenken,
um die insgesamt entstehende Mehrbelastung der Versicherten zu
kompensieren. Denjenigen, die bereits private Zahnersatz-Verträge
abgeschlossen hätten, werde ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt. Wir
hoffen, dass eine Sozialpolitikerin mit ihren Prognosen einmal Recht hat -
leider hat die Vergangenheit oft das Gegenteil bewiesen. Unter
http://www.zahnwissen.de/~festzu2005.htm haben wir Ihnen eine leicht
verständliche Übersicht der
Festzuschüsse zusammengestellt, welche ständig ergänzt, durch
Beispiele erweitert und etwaigen Änderungen/Unkorrektheiten angepasst wird.
Wieder ein Jahr setzt zum Endspurt an. Uns gibt dies Gelegenheit, Ihnen
für die Aufmerksamkeit beim Lesen des ZahnNewsLetters zu danken und Ihnen
eine stressfreie Vorweihnachtszeit zu wünschen. Für die Feiertage selbst
wünschen wir Ihnen die Ruhe und Besinnlichkeit, die Sie geplant haben -
siehe auch Punkt 14.) - und
natürlich weiterhin eine gute (Zahn-)Gesundheit!
Ihre ZahnNewsLetter-Redaktion
Inhalt
1.)
Magnesiummangel ist ein weiterer Risikofaktor für
Zahnfleischerkrankungen
2.)
Zähne, Zahnarzt, Schwangerschaft - was ist zu
beachten?
3.) Saurer Regen in der Mundhöhle - Zahnerosionen
und was dagegen hilft
4.) Auch Zahnschmerzen folgen bestimmten Regeln -
Zahnschmerzen vor allem in der Backe
5.)
Zahnseide zweckentfremdet - für die Füße
6.)
Umfrageergebnis: Zahnseide beliebter als erwartet
7.) Bonusheft spart auch
künftig bares Geld
8.) Nun kommt der Rausch auch
aus der Tüte - Alcopops in Pulverform umgehen Sondersteuer
9.)
Deutsche müssen mehr trinken - weniger als zwei Liter ist
gesundheitsschädlich
10.) Glykämischer Index - Tabellenwerte nicht
zuverlässig
11.)
Für
privat Krankenversicherte oder solche mit Zusatzversicherung: Kennen
Sie PeKaVau.de?
12.)
Zwei mit einer
Prise: Jodsalz mit Fluorid
13.) Zuzahlungen: Quittungen
sammeln - bares Geld sparen - Online ausrechnen
14.)
Gesunde Festtage: Die 11 Gebote
15.)
Lichtblick nicht nur für Allergiker: Ab Dezember genauere
Inhaltsangaben bei Fertigprodukten
16.)
Zum Schluss:
PISA-Test für lange Abende
und ein besonderer Adventskalender
Erläuterungen zu
Fachbegriffen unter
http://www.zahnwissen.de
1.)
Magnesiummangel ist ein
weiterer Risikofaktor für Zahnfleischerkrankungen
Von den Entdeckern der mittelalterlichen Seefahrt
war bekannt, dass ihnen die Zähne ausfielen, wenn sie nicht genügend
Frischobst auf ihren langen Reisen gebunkert hatten. Diesen Zustand
nannten die Holländer "Scheurbek", was so viel wie "wunder Mund" heißt
und heute unter dem Namen "Skorbut" bekannt ist. Inzwischen kennt man
zahlreiche weitere Risikofaktoren für Zahnfleischerkrankungen, wobei
aber bei den meisten bis heute noch nicht die wissenschaftlichen
Zusammenhänge gänzlich bekannt sind. Ein neuer Faktor scheint ein
chronischer Magnesium-Mangel zu sein. Die Zahnarztwoche berichtet (zum
besseren Verständnis leicht abgeändert):
Schwere und Ausmaß der Parodontitits hängen auch
vom Versorgungsgrad mit Magnesium ab. Eine mangelnde
Magnesium-Versorgung geht mit schwereren Symptomen von
Zahnfleischerkrankungen einher. Daher könnte eine langfristige
nahrungsbasierte Verbesserung der Magnesiumzufuhr das Auftreten dieser
Volkskrankheit senken, so das Ergebnis einer Studie an der Uni
Greifswald auf Grund einer Zufallsstichprobe der Allgemeinbevölkerung,
in der nach Risikofaktoren für Parodontitis gesucht wurde. 4.290
Personen im Alter von 20 bis 80 Jahren nahmen an der „Study of Health in
Pomeranien (SHIP)“ teil. In dieser Studie wurden neben allgemein- und
zahnmedizinischen Untersuchungen auch umwelt- und sozioökonomische
Faktoren berücksichtigt.
Ausmaß und Schwere der Parodontitis wurden durch
Zahnfleischtaschen-Tiefe und Anzahl der verbliebenen Zähne registriert.
Die Blutkonzentration von Magnesium und Kalzium wurden in Beziehung zu
den krankhaften Befunden gesetzt. Aus der Studie wurden alle Teilnehmer
mit der Einnahme von magnesiumhaltigen Medikamenten ermittelt (n = 72)
und eine Analyse zur Magnesiumwirkung durchgeführt. (n = 144
Kontrollen), so ein Studienbericht von Dr. P. Meisel et. al. (Prof. Dr.
Thomas Kocher, Greifswald).
Mit 41 Prozent der Untersuchten wies ein hoher Anteil der Teilnehmer ein
Magnesium-Defizit auf. Die Magnesium-Konzentration im Blut war positiv
mit einem besserem Zahnfleischzustand verbunden; Kalzium hat eher einen
gegenteiligen Effekt. In zahlreichen Regressionsanalysen (sehr
allgemeines statistisches Verfahren) wurde die schützende
Magnesium-Wirkung unter Kontrolle der bekannten Risikofaktoren wie
Alter, Geschlecht, Rauchen, Bildung usw. bestätigt. Eine kontrollierte
Paaranalyse (Vergleich zwischen den beiden Gruppen) ergab, dass
Teilnehmer, die anamnestisch die Einnahme magnesiumhaltiger Arzneien
angegeben hatten, im Vergleich zu Kontrollpersonen gleichen Alters,
gleichen Geschlechts, gleichen Raucherstatus und gleicher Schulbildung
signifikant weniger Verlust von Zahnhalteapparat-Strukturen und
Zahnfleischtaschen-Tiefe und dementsprechend mehr Zähne aufwiesen.
[
Quellen:
DZW
]
Basics:
Parodontitis-Risikofaktoren im Lexikonteil
2.)
Zähne, Zahnarzt,
Schwangerschaft - was ist zu beachten?
Eine Behandlung in der Schwangerschaft sollte
sich - von Notfällen abgesehen - auf das medizinisch Notwendige
beschränken. Ausgenommen davon sind Routineeingriffe, wie
Untersuchungen, Zahnsteinentfernungen, professionelle Prophylaxe usw.
. Bedingt durch die Hormonumstellung, eine veränderte
Plaquezusammensetzung und immunologische Lage, nehmen besonders
Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) - mit zwei Spitzenwerten im 5. u.
8. Schwangerschaftsmonat - zu, wobei die Auswirkungen bei schon
bestehenden Erkrankungen (Gingivitiden und Parodontiden) besonders
groß sind. Hier bestehen nachgewiesene Zusammenhänge zwischen einer
Parodontitis und einer Frühgeburt, wenn auch die wissenschaftlichen
Zusammenhänge noch nicht abschließend geklärt sind. Auch bedingt eine
naturbedingte Übelkeit in den ersten Monaten eine nicht mehr optimale
Mundhygiene mit der Folge einer Karieszunahme und evtl. sind noch
zusätzlich Erosionen durch Erbrochenes zu befürchten. Ebenso tragen
kleinere Zwischenmahlzeiten, eine geänderte Nahrungszusammensetzung,
eine Verringerung des Speichelflusses und ein erniedrigter pH-Wert zu
einer Erhöhung der Kariesanfälligkeit bei.
Die Zahnarztwoche gibt den aktuellen Stand der medizinischen
Empfehlungen wieder:
Die Einnahme von Medikamenten
sollte in der Schwangerschaft auf ein Minimum reduziert werden.
"Allerdings nehmen 70 bis 80 Prozent aller Schwangeren im ersten
Drittel in Unkenntnis der Gravidität Medikamente ein, also in jenem
Zeitraum, in dem die Organogenese stattfindet", so Prof. Dr. Martin
Ulm, Leiter der Beratungsstelle, Universitätsklinik für
Frauenheilkunde, Medizinische Universität Wien.
Generell sollten bei Schwangeren nur Medikamente eingesetzt werden,
die sich in jahrelanger Anwendung als unbedenklich er wiesen haben.
Die Dosierung ist auf ein (therapeutisch sinnvolles) Minimum zu
reduzieren. "Da die Abschätzung eines Missbildungs-Risikos vor allem
bei Kombinationstherapien schwierig ist, sollte einer Monotherapie der
Vorzug gegeben werden", betont der Experte.
Zu den Medikamenten, die in der Schwangerschaft vom Zahnarzt am
häufigsten verschrieben werden, zählen Antibiotika. Dies
erklärt sich dadurch, dass Infektionen während der Schwangerschaft das
ungeborene Kind gefährden können. Sie gelten als Hauptursache für
vorzeitigen Blasensprung und vorzeitige Wehen. Eine entsprechende
Behandlung ist daher unerlässlich.
Generell gilt, dass neu entwickelte Antibiotika nur mit größter
Zurückhaltung gegeben werden sollten. Mittel der ersten Wahl sind
Penicilline, Cephalosporine und Makrolid-Antibiotika. "Makrolide
zeigen eine gute Wirksamkeit gegenüber den Keimen der Mundflora,
darüber hinaus ist ihre Plazentagängigkeit geringer, als diejenige von
Penicillin und Cephalosporinen", erläutert Ulm. Der Einsatz von
Amoxicillin kann ebenfalls als unbedenklich angesehen werden.
Metronidazol zeigte im Tierversuch eine mutagene und kanzerogene
Wirkung, dies konnte laut dem Experten beim Menschen aber nicht
nachvollzogen werden. Während der gesamten Schwangerschaft ist die
Verabreichung von Aminoglykosiden, Gyrasehemmern, Chloramphenicol,
Tetrazyklinen und Sulfonamiden kontraindiziert. Weiterhin dürfen
Nitroimidazole sowie Rifampicin im ersten Trimenon nicht gegeben
werden.
Am häufigsten werden während der Gravidität Schmerzmittel
eingenommen. Die Einnahme erfolgt meist durch Selbstmedikation und in
Unkenntnis der Schwangerschaft. Als Mittel der Wahl sind bei
Schwangeren Anilinderivate (Paracetamol, Phenazon, Propyphenazon)
anzusehen. Aspirin sollte im letzten Drittel nicht gegeben werden. Die
Verwendung von Lokalanästhetika (örtliche Betäubung) der AmideKlasse (Articain,
Bupivacain, Etidocain, Lidocain, Mepivacain, Prilocain) sowie der
Ester-Klasse (Procain) ist während der gesamten Schwangerschaft
zulässig. Die am besten untersuchten Lokalanästhetika sind dabei
Lidocain und Procain, so der Wiener Wissenschaftler.
"Die lokale Applikation von Mitteln mit dem gefäßverengenden
Adrenalinzusatz ist als unbedenklich zu werten, es sollte jedoch eine
Konzentration von 1 :200.000 nicht überschritten werden", so Ulm. Die
Verwendung von Noradrenalin und Felypressin ist kontraindiziert.
Durch radiologische Untersuchungen ("Röntgenaufnahmen") im
Mund-Kiefer-Bereich ist in der Regel nicht mit einer Schädigung des
Ungeborenen zu rechnen.
[©:
DZW, 44/04 ]
Basics:
Behandlung in der Schwangerschaft im Lexikonteil
3.)
Saurer Regen in der
Mundhöhle - Zahnerosionen und was dagegen hilft
Die mechanische Abnutzung von durch
Säureeinwirkung erweichter Zahnhartsubstanz, bevor diese durch den
Speichel wieder gehärtet wurde - der Fachmann spricht von einer
Erosion - ist weiter im Zunehmen begriffen. Woran liegt es und wie
kann man sich davor schützen? "Doktors Kolumne" aus der Rheinischen
Post beleuchtet die Hintergründe und gibt Ratschläge zur Vermeidung:
"Zahnschmelz, die äußere Schicht des sichtbaren Zahnes, ist die
härteste Substanz des menschlichen Körpers. immer wiederkehrende
Säureattacken - nach dem Prinzip "steter Tropfen höhlt den Stein" -
können diesen Panzer jedoch allmählich zerstören. Auch eine Karies
entsteht durch Säuren. Bakterien in den klebrigen Zahnbelägen (Plaque)
verdauen Zucker aus der Nahrung und als Endprodukt dieses Prozesses
entstehen Säuren genau dort, wo die Beläge haften und nicht
rechtzeitig entfernt wurden.
Zähne verlieren Form und Größe
Anders verhalten sich die Zähne bei saurer Dauerberieselung. Säuren
aus der Ernährung oder durch Rückfluss des sauren Mageninhalts
zerstören ebenfalls die Zähne, jedoch nicht nur an den Stellen, an
denen die Plaque haftet, sondern überall dort, wo der "saure Regen"
auf die Zähne trifft. Ähnlich wie Wind und Wetter allmählich Berge
abtragen können, verlieren Zähne bei stetiger Säurebelastung Form,
Glanz und Größe - Zahnerosionen sind ein zunehmendes Problem.
Der Zahnarzt unterscheidet zwischen äußeren und inneren Einflüssen.
Äußere sind heutzutage hauptsächlich ernährungsbedingt und haben ihre
Ursache manchmal in einem übertriebenen Gesundheitsbewusstsein. Obst,
besonders Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen und Grapefruits, und
auch Äpfel und Kiwis sind stark säurehaltig. besonders sauer sind
Obstsäfte und Vitamin-C-Präparate sowie einige Bestandteile von
Medikamenten, wie zum Beispiel Aspirin. Besonders saure Sünden sind
Wein, Sekt und insbesondere die bei Jugendlichen beliebten Alcopops
genauso, wie viele Sport- und Erfrischungsgetränke.
Auch innere Einflüsse haben eine zunehmende Bedeutung: Säuren aus dem
Magen können bei schwacher oder kurzer Speiseröhrenmuskulatur
zurückfließen. Der Patient bemerkt dies durch häufiges Sodbrennen. Am
schwersten jedoch sind Personen mit Ess-Brechstörungen betroffen.
Säuren neutralisieren - Zähne schützen -
verzögertes Zähneputzen
Bei allen säurebedingten Zahnschäden gilt: Betroffene Patienten
sollten unbedingt Säuren vermeiden. Das Verdünnen der Säuren mit
Wasser bringt nur einen sehr begrenzten Effekt. Effektiver reduziert
Calcium in Milchprodukten, beispielsweise Joghurt und Buttermilch,
sowie Calciumzusatz in einigen Säften die schädliche Wirkung.
Besonders wirksam sind zahnhärtende Fluoride. Eine aktuelle der
Universität Gießen belegt, dass diese Fluoride in höherer
Konzentration als bei der Kariesvermeidung einsetzt werden müssen -
selbstverständlich täglich und regelmäßig. Möglichst soll die
Zahnpflege nicht direkt nach einem Säureangriff erfolgen, denn
angelöste Kristalle im Zahnschmelz halten dem Bürstendruck nicht
stand. Aufwendige Wiederherstellungen der Zähne machen erst dann Sinn,
wenn die Zähne nicht mehr der sauren Dauerberieselung ausgesetzt
sind."
[
©: Dr.
Jürgen Zitzen, Pressereferent der KZV Nordrhein in "Rheinische Post" /
5.11.04 ]
Basics:
Erosion im Lexikonteil
4.)
Auch Zahnschmerzen folgen
bestimmten Regel - Zahnschmerzen vor allem in der Backe
Besonders angegriffene Backenzähne
sind Verursacher von Zahnschmerzen. Bei den Patienten eines zahnärztlichen
Notdienstes in Köln ist allein Zahn Nummer 46 in gut zehn Prozent der
Fälle der Schuldige. Dieser sechste Zahn im rechten Unterkiefer, von vorne
ab gezählt, ist damit allein für fast so viele Notbesuche beim Zahnarzt
verantwortlich wie alle Schneide- und Eckzähne zusammen (zwölf Prozent).
Es rächt sich also qualvoll, bei der Zahnpflege den hinteren Kieferbereich
zu vernachlässigen. Das ist eine Lehre, die aus der Untersuchung von Dr.
Kivanç Tunca vom Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der
Universität zu Köln gezogen werden kann.
Wird gefragt, als wie schwer sie ihre Schmerzen empfinden, entpuppen sich
ältere gegenüber jüngeren Leidenden als abgeklärter. Erheblich weniger
beurteilen ihr Zahnweh als "stark". Als "sehr stark" ordnet kein einziger
Patient, der älter als 55 Jahre ist seine Schmerzen ein, während dies etwa
bei den Frauen zwischen 18 und 44 Jahren ein Viertel tun, bei den Männern
dieser Altersgruppe sind es 14 Prozent. Wahrscheinlich führt die
gesammelte Lebens- und Leidenserfahrung älterer Patienten, die schon viele
Beschwerden kennen gelernt haben, zu einer milderen Beurteilung ihrer
Schmerzen.
Bei der Beziehung zwischen Mundhygiene und sozialer Schichtzugehörigkeit
zeigt sich die Tendenz, dass die Mundpflege mit steigendem sozialen
Herkunftsmilieu ernster genommen wird. Bei Vertretern der Unterschicht ist
der Hygienezustand im Mundraum, festgestellt am Gebisszustand und am
Ausmaß von Zahnbelag und Zahnfleischentzündungen, "mäßig bis
verbesserungsbedürftig", in der Oberschicht "mäßig bis gut". Vertreter der
Unterschicht sind gegenüber solchen der Oberschicht in der Stichprobe der
Notfallpatienten stärker vertreten, als es den Verteilungen in der
Normalbevölkerung entspricht. Ein Grund hierfür liegt darin, dass diese
Patienten regelmäßige zahnärztliche Kontrollen seltener nutzen. Außerdem
lassen sie, bis sie sich zum Besuch des Notdienstes durchringen, knapp
zwei Tage mehr verstreichen. Für diese Befunde könnte aber neben einer
lascheren Einstellung auch Hemmungen aufgrund finanzieller Überlegungen
ausschlaggebend sein, so Dr. Tunca.
[ Quelle: idw, Volker Weinl, Professor Dr. Michael Noack,
michael.noack@medizin.uni-koeln.de
]
5.)
Zahnseide zweckentfremdet - für die Füße
Zahnseide gilt als unentbehrliches Hilfsmittel
dann, wenn es um die penible Säuberung der Zahnzwischenräume geht. Dass
es durchaus auch noch andere Verwendungen dafür geben kann, haben wir
in den Zahnärztlichen Mitteilung nachlesen können - ein Selbstversuch
scheiterte "mangels Masse":
Eingewachsene Fußnägel sind ein häufiges Problem, das vor allem die
Großzehen betrifft. Ein besonderer Tipp, im Frühstadium den Nagelrand
wieder aus dem Zehengrund anzuheben, kommt aus Südkorea. Ohne
Lokalanästhesie wird ein Stück Zahnseide quer unter den eingewachsenen
Nagelrand eingezogen und vorsichtig nach proximal (zur Fußinnenseite)
geschoben. Die seitliche Ecke der Nagelplatte, einschließlich Spikulum
(Spitze), wird damit abgeteilt.
Es gibt keine Beschränkungen des Patienten in den täglichen
Aktivitäten. Sollte die Zahnseide herausrutschen oder verschmutzen,
wird sie ersetzt. Sonst verbleibt sie, bis die seitliche Spitze der
Nagelplatte das Hyponychium (das Nagelbett distal des Möndchens u. der Nageltasche; nicht an der Nagelbildung beteiligt)
erreicht. Darüber hinaus wird der Patient angewiesen, eine korrekte
Nagelpflege durchzuführen oder durchführen zu lassen. Bislang konnte
man damit viele Patienten erfolgreich behandeln, ohne dass
Komplikationen aufgetreten wären. Die Schmerzen werden sofort
beseitigt. Das gesplintete Spikulum wächst heraus ohne den Nagelfalz zu
verletzen.
Fazit: Die Nagelkanten-Separation mithilfe von Zahnseide ist eine
einfache Behandlungsmethode für eingewachsene Fußnägel im
Anfangsstadium.
[ Quelle: sp/pd in
Zahnärztliche
Mitteilungen 21/2004 ]
6.)
Umfrageergebnis: Zahnseide
beliebter als erwartet
(ots) - Zahnpflege ja, aber bitte nicht zu kompliziert. Nach dieser
Devise
scheinen Deutschlands Männer ihre Mundhygiene auszurichten. Das legen
die Ergebnisse einer Internetumfrage zum Thema Zahnseide nahe, die
das Mundhygiene-Unternehmen One Drop Only in Auftrag gab.
Obwohl Zahnärzte immer wieder mahnen, wie wichtig Zahnseide für
die Reinigung der Zahnzwischenräume ist, gab etwa die Hälfte der
männlichen Befragten an, nie zu dem reinigenden Faden zu greifen.
Meistgenannte Begründung für diese Abstinenz: Die Anwendung sei zu
aufwendig.
Weitaus geduldiger erscheinen Deutschlands Frauen: Drei von vieren
greifen laut Umfrage zumindest gelegentlich zum Faden im Dienste der
Zahngesundheit.
Dass Frauen mehr Wert auf ihre Mundhygiene legen, haben frühere
Studien bereits gezeigt. Überraschend für die Auftraggeber der
aktuellen Befragung war hingegen die insgesamt hohe Akzeptanz von
Zahnseide: Immerhin 66 Prozent der 2.058 Befragten gaben an,
Zahnseide zu verwenden. In älteren Umfragen lag der Anteil bei
maximal zehn Prozent.
Also eine Trendwende in der Zahnhygiene? "Das Bewusstsein für den
Stellenwert heimischer Prophylaxe hat sich verbessert", konstatiert
Andi Kison, Zahnarzt aus Potsdam. "Vielleicht setzen die Patienten
endlich um, was wir Zahnärzte seit Jahren predigen." Für diese
Annahme spricht, dass 59 Prozent derjenigen, die zur Zahnseide
greifen, dies auf Anraten ihres Zahnarztes tun.
Einen wichtigen Impuls für die offenbar gestiegene Akzeptanz von
Zahnseide sieht Andi Kison auch in der Innovationsbereitschaft der
Industrie: "Einige Hersteller haben endlich mit neuartigen Geräten
darauf reagiert, dass vielen Menschen die herkömmliche Zahnseide zu
unpraktisch ist."
Eine dieser innovativen Zahnseiden ist der One Drop Only Pocket
Flosser, ausgestattet mit Xylit-beschichtetem Faden, einfachem
Spannmechanismus und hygienischer Schutzkappe. So muss die Zahnseide
nicht mehr mühsam zwischen den Fingern gespannt werden.
[ Quelle: One Drop Only,
christiane.stoltenhoff@pronomen.de ]
Basics:
Special Mundhygiene
auf Zahnwissen.de
7.) Bonusheft
spart auch künftig bares Geld
(ots) - Auch wenn Kassenpatienten von
Juli 2005 an für den
Zahnersatz einen Sonderbeitrag zahlen sollen, gilt das Bonusheft
weiter: Auch künftig erhalten Versicherte, die ihre Zähne regelmäßig
vom Arzt kontrollieren lassen, höhere Zuschüsse zu Kronen, Brücken
und Prothesen. Wer in diesem Jahr noch nicht beim Zahnarzt war,
sollte daher jetzt einen Termin für eine Vorsorgeuntersuchung
vereinbaren, rät die Techniker Krankenkasse (TK). Wichtig: Die
Untersuchung ins Bonusheft eintragen lassen, um so bei späterem
Zahnersatz bares Geld zu sparen.
Bis Ende des Jahres zahlen die Krankenkassen einen prozentualen
Zuschuss zu den Kosten, die der Zahnarzt im so genannten Heil- und
Kostenplan veranschlagt hat. Vom 1. Januar 2005 an werden die
prozentualen Zuschüsse abgelöst durch Festzuschüsse, die sich nach
dem jeweiligen Befund richten. Die Festzuschüsse umfassen 50 Prozent
des Betrags, der für die jeweilige Behandlung (Regelversorgung)
festgelegt ist. War der Patient in den letzten fünf Jahren regelmäßig
beim Zahnarzt, erhöht sich der Festzuschuss auf 60 Prozent. Wer in
den vergangenen zehn Jahren keinen Vorsorgetermin verpasst hat,
erhält sogar einen Festzuschuss von 65 Prozent.
Wesentlicher Vorteil der Neuregelung: Der Patient erhält in jedem
Fall seinen Festzuschuss, auch wenn er sich für einen Zahnersatz
entscheidet, der von der Regelversorgung abweicht. Möchte er zum
Beispiel lieber eine implantatgetragene Brücke anstelle einer
herausnehmbaren Prothese, erhält er dafür den Festzuschuss für die
ansonsten erforderliche Regelversorgung.
[ Quelle: TK Techniker Krankenkasse,
Dorothee.Meusch@TK-online.de ]
Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen betonen, dass
durch die Neuregelung das bisher hohe Leistungsniveau im Bereich des
Zahnersatzes erhalten worden sei. Die festgeschriebene Regelversorgung
entspräche weitgehend der heutigen (Grund-)Versorgung. Die Patienten
würden nicht gezwungen sein, in eine teurere Versorgung auszuweichen.
Basics:
Bonus im Lexikonteil
8.)
Nun kommt der Rausch auch
aus der Tüte - Alcopops in Pulverform umgehen Sondersteuer
(aid) - Alkohol aus der Tüte - das könnte in Zukunft der Renner auf
jeder Party sein. Denn neuerdings sind alkoholische Mixgetränke in
Pulverform auf dem Markt. Experten warnen vor den Gefahren dieser
Mode-Drinks, die denen von Alcopops in der Flasche entsprechen: Durch
den süßen Geschmack nehmen junge Menschen den hohen Alkoholgehalt, der
in etwa einem doppelten Schnaps pro Drink entspricht, kaum wahr.
Blackberry Wodka, Tropical White Rum, Limette White Rum und Blutorange
Wodka sind die Geschmacksrichtungen, die derzeit angeboten werden. Wird
der Inhalt der Tüte z. B. in 250 Milliliter kaltes Wasser gerührt,
ergibt dies ein Getränk mit einem Alkoholgehalt von 4,8 Prozent. Der
Absatz der herkömmlichen Alcopops ist auf Grund der zum 1. August 2004
eingeführten Sondersteuer und des Flaschenpfands stark gesunken. Da die
Steuer nur für flüssige alkoholische Mixgetränke gilt, kann sie mit der
Pulverform umgangen werden. Die Erhöhung der Preise soll Jugendliche vor
den Risiken der Alcopops schützen, die bei den Produkten aus der Tüte
nicht geringer sind. Nach einer Befragung der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA) trinken mehr als ein Drittel der 14-
bis 17-Jährigen ein- bis mehrmals im Monat, 12 Prozent sogar mindestens
einmal pro Woche, das Kultgetränk. Demnach ist der Konsum bei
minderjährigen Jugendlichen, an die die Abgabe von Alcopops durch das
Jugendschutzgesetz verboten ist, sogar höher als der von jungen
Erwachsenen ab achtzehn Jahren. Der frühzeitige Griff zur Flasche oder
jetzt auch zur Tüte kann u. a. zu Konzentrationsstörungen führen, da
Alkohol die Nervenzellen im sich noch entwickelnden Gehirn schädigt,
warnen Mediziner.
[ Quelle:
aid, Heike Heinrichs ]
9.)
Deutsche müssen mehr trinken - weniger als zwei Liter ist
gesundheitsschädlich
Mehr als die Hälfte der Bundesbürger (51 Prozent) trinkt täglich weniger
als zwei Liter Flüssigkeit und gefährdet damit langfristig ihre
Gesundheit. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Emnid-Umfrage
unter bundesweit 2.000 Menschen, die die Essener Betriebskrankenkasse
ktp in Auftrag gegeben hat.
Frauen seien stärker betroffen als Männer, berichtete die Kasse: Während
56 Prozent der Männer angaben, mehr als zwei Liter täglich zu trinken,
waren dies bei den Frauen nur 42 Prozent. Je älter die Menschen werden,
desto weniger trinken sie. 52 Prozent der 14- bis 29-Jährigen gaben
einen Konsum von mehr als zwei Litern an, dagegen waren es bei den
Senioren über 60 Jahren nur noch 44 Prozent. Menschen, die dauerhaft zu
wenig trinken, riskieren ernsthafte Erkrankungen wie Nierensteine und
Thrombosen.
[
©:
zm-online
; sp ]
10.)
Glykämischer Index -
Tabellenwerte nicht zuverlässig
(aid) - Tabellenwerte zum Glykämischen Index –
dem so genannten Glyxfaktor – sind kein verlässlicher Maßstab für die
Blutzuckerwirksamkeit von Mahlzeiten. Dies ist das Ergebnis einer
Studie der Universität Frederiksberg in Dänemark. Die Forscher
protokollierten den Blutzuckerverlauf bei 28 gesunden jungen Männern
nach dem Verzehr von 13 verschiedenen, in Europa typischen
Frühstücksmahlzeiten und verglichen die Messdaten mit aus Tabellen
errechneten Werten. Die Mahlzeiten hatten den gleichen
Kohlenhydratgehalt, unterschieden sich aber in ihrem Fett-, Protein-
und Energiegehalt. Der gemessene glykämische Index, also die Wirkung
der Mahlzeit auf den Blutzuckerspiegel, wich in den meisten Fällen
deutlich von den Tabellenwerten ab. Bei einem typisch deutschen
Frühstück bestehend aus Mischbrot, Butter und Käse betrug der Messwert
ein Drittel des Tabellenwertes. Der gemessene glykämische Index wurde
durch den Fettgehalt der Mahlzeit stark beeinflusst. Mahlzeiten mit
geringem Fettgehalt, zum Beispiel Cornflakes mit fettarmer Milch,
hatten einen relativ hohen glykämischen Index und entsprachen am
ehesten den Tabellenwerten. Den höchsten Glyxwert hatte ein typisch
englisches Frühstück: Porridge mit Apfelmus. Diese Studie zeigt, dass
Tabellenwerte zum glykämischen Index den Blutzuckerverlauf nur ungenau
voraus sagen, wenn die Lebensmittel als Bestandteil zusammengesetzter
Mahlzeiten verzehrt werden. Die Forscher bezweifeln deshalb den
praktischen Nutzen solcher Tabellen als Kriterium für die Auswahl von
Lebensmitteln.
Siehe auch:
Der Glyx-Faktor im ZahnNewsLetter Nr.12/2003
[ ©: Dr. Maike Groeneveld,
aid ]
11.)
Für privat Krankenversicherte oder solche mit Zusatzversicherung: Kennen
Sie PeKaVau.de?
Wenn mann oder frau den Namen liest, denkt man unwillkürlich an
eine WEB-Site für Klippschüler - aber weit gefehlt. Unter dieser
Adresse befindet sich ein ausgezeichnetes und sogar noch kostenloses
Programm zum Download für privat Vollversicherte, für
Beihilfe-Berechtigte, für gesetzlich Versicherte mit privater
Zusatz-Police, sowie für gesetzlich Versicherte nach
Erstattungsmodell. Wir
meinen, 4,2 MB, die sich lohnen.
Weitere Infos und kostenloser, werbefreier Download:
http://www.pekavau.de/
12.)
Zwei mit einer Prise: Jodsalz mit Fluorid
Mit einem Marktanteil von mehr als 60 Prozent
ist fluoridiertes Speisesalz, das als Jodsalz mit Fluorid erhältlich
ist, jetzt das am meisten verwendete Haushaltsspeisesalz in
Deutschland. 13 Jahre nach der Einführung dieses Kombinationssalzes
ist Deutschland somit auf gutem Wege, dem Beispiel der Schweiz zu
folgen, wo Jodsalz mit Fluorid schon seit Jahrzehnten zu den
Standardmaßnahmen der Karies- und Kropfprophylaxe zählt und heute
einen Marktanteil von 88 Prozent am gesamten
Haushaltsspeisesalz-Absatz einnimmt.
Fluoridiertes Speisesalz darf jetzt auch im Kanton Stadt Basel
verwendet werden, nachdem im Vorjahr die seit 1959 erlaubte
Fluoridierung des Trinkwassers wieder aufgehoben wurde. Außerdem darf
dieses Salz in der Schweiz auch in Betrieben der Lebensmittelindustrie
und der Gemeinschaftsverpflegung verwendet werden. Allerdings wird von
dieser Möglichkeit in der Praxis noch wenig Gebrauch gemacht. In
anderen Nachbarstaaten kann sich fluoridiertes Speisesalz dagegen nur
zögerlich durchsetzen. In Frankreich ist der Marktanteil infolge
mangelnder Aufklärung der Bevölkerung von anfangs 50 Prozent (1986)
auf 27 Prozent im Jahr 2003 zurückgegangen. Auch in Schulküchen, in
denen das Salz eingesetzt werden darf, ist der Trend aus den gleichen
Gründen rückläufig. In Österreich sind derzeit erst 6 Prozent des
verkauften Haushaltsspeisesalzes fluoridiert, während der Anteil an
Jodsalz 93 Prozent beträgt (Deutschland 78 Prozent). In der
Tschechischen Republik behindern erhebliche Preisunterschiede die
Verbreitung von Jodsalz mit Fluorid.
Derzeit beträgt der Marktanteil dort schätzungsweise 5 Prozent. Eine
erfreuliche Entwicklung nimmt Jodsalz mit Fluorid dagegen in Spanien,
wo innerhalb weniger Jahre ein Marktanteil von 10 Prozent erreicht
wurde und die Akzeptanz beim Verbraucher überaus hoch ist.
Studien haben in den vergangenen Jahren nachgewiesen, dass die Wirkung
von Fluorid vor allem auf dem Kontakt mit der Zahnoberfläche beruht.
Dies sollte nach Ansicht mit der Informationsstelle für
Kariesprophylaxe ein Hauptargument bei der Verbraucheraufklärung sein.
Bereits sehr niedrige Fluoridkonzentrate (ab 0,1 ppm) in der Mundhöhle
können einen kariesprophylaktischen Effekt auslösen. Solche
Konzentrationen werden während und einige Minuten nach dem Verzehr von
mit fluoridiertem Salz zubereiteten Speisen erreicht. Auf Grund der
vorliegenden klinischen Erfahrung ist davon auszugehen, dass je nach
Kariesrisiko bei täglicher Zufuhr von fluoridiertem Speisesalz in
Kombination mit der täglichen Anwendung von fluoridhaltiger Zahnpasta
und gewissenhafter Zahnpflege eine Hemmung des Karieszuwachses um bis
zu 50 Prozent erreicht werden kann.
Hinzu kommt die Schutzwirkung von Jodsalz gegen durch Jodmangel
bedingte Schilddrüsenkrankheiten, die in Deutschland immer noch sehr
verbreitet sind. Dabei reichen bereits fünf Gramm Jodsalz täglich aus,
um das Joddefizit in der Nahrung auszugleichen und
Schilddrüsenkrankheiten zu verhindern. Aus diesem Grund sollte Jodsalz
mit Fluorid jedem Verbraucher empfohlen werden.
[ ©:
DZW 46/04 ]
Basics:
Speisesalzfluoridierung im Lexikonteil
13.)
Zuzahlungen: Quittungen sammeln - bares Geld sparen - Online ausrechnen
(ots) - Patienten, die in diesem Jahr schon mehrfach
Praxisgebühren und Zuzahlungen zu Medikamenten oder Therapien bezahlt
haben, sollten ihre persönliche Belastungsgrenze im Auge behalten.
Denn die Obergrenze für alle Zuzahlungen pro Jahr liegt für
gesetzlich Krankenversicherte bei zwei Prozent der jährlichen
Familien-Bruttoeinnahmen. Schwerwiegend chronisch Kranke müssen
maximal ein Prozent bezahlen. Wer die Grenze erreicht, kann sich bei
seiner Krankenkasse von weiteren Zuzahlungen für dieses Jahr befreien
lassen. Wenn man bereits über seine persönliche Belastungsgrenze
hinaus zugezahlt hat, kann man sich das zuviel bezahlte Geld
wiederholen: einfach einen Antrag auf Erstattung stellen.
Die Techniker Krankenkasse (TK) bietet unter
https://www.tk-online.de/
im
Internet einen Belastungsrechner an, der einfach und bequem für alle
gesetzlichen Kassen
ermittelt, bis zu welcher Höhe Versicherte zuzahlen müssen. Der
Online-Rechner berücksichtigt neben den Einkommen der Versicherten
(zum Beispiel Arbeitsentgelt, Rente, Pensionen, Mieteinnahmen und
Zinsen) auch die gesetzlichen Freibeträge für Familienangehörige und
berechnet daraus die persönliche Höchstgrenze.
14.)
Gesunde Festtage: Die 11 Gebote
(ots) - Jedes Jahr dieselbe Bescherung: Zum Schluss wird das Fest
zum
Frust. Nach der wochenlangen Lauferei nach Geschenken und den
tagelangen Koch- und Backvorbereitungen weicht die Weihnachtsstimmung
oft der schieren Erschöpfung. Damit es nicht soweit kommt, hier elf
praktische Tipps:
1. Frische Lebensmittel rechtzeitig bestellen. Einkaufen "Last
minute" am frühen Heiligabend ist Gift fürs Fest. Kaufen Sie alles,
was keine Kühlung braucht, schon Tage vorher ein und bestellen Sie
alles, was frisch sein muss, rechtzeitig beim Metzger, beim
Gemüsemann oder im Fischladen. Das schont Ihre Nerven.
2. Notwendige Rezepte vom Arzt besorgen. Denken Sie daran: Auch
Ihr Arzt möchte in Ruhe feiern. Wenn Sie verschreibungspflichtige
Mittel benötigen, z.B. Maxalt (Wirkstoff: Rizatriptan) gegen
Migräneattacken, die häufig auch an Festtagen auftreten, sollten Sie
ihn rechtzeitig um ein Rezept bitten.
3. Noch vor dem Fest für den Zahnarzt-Termin sorgen. "Murphys
Gesetze" sagen nämlich: Ein Marmeladenbrot fällt immer auf die
Marmeladenseite, und Zahnweh kriegt man immer dann, wenn der Zahnarzt
nicht greifbar ist.
4. Hausapotheke auffüllen. Gegen das drohende Sodbrennen nach
dem
schweren Essen hilft ein Säure bindendes Mittel, gegen das ebenfalls
häufige Festtagsleiden Verstopfung sollten Sie unbedingt die bewährte
Verdauungshilfe Dulcolax mit dem erprobten Wirkstoff Bisacodyl im
Haus haben.
5. Brandunfällen vorbeugen. Adventskranz oder Weihnachtsbaum
mit
brennenden Kerzen sollten Sie auf keinen Fall auch nur für kürzeste
Zeit unbeaufsichtigt lassen. Kaufen Sie den Christbaum erst kurz vor
Weihnachten, damit er noch relativ frisch ist und lassen Sie ihn
möglichst lange im Freien. Das verzögert das Austrocknen. Ein
Feuerlöscher, ein Wassereimer oder ein Eimer mit Sand sollte für den
Notfall stets griffbereit stehen.
6. Sich nicht verheben. Das Schleppen von Geschenken und
Vorräten
schlägt leicht aufs Kreuz, also Vorsicht! Ein schnell wirkendes
entzündungshemmendes Schmerzmittel (z.B. Thomapyrin Schmerztabletten)
sollte sicherheitshalber im Haus sein.
7. Mit Köpfchen genießen. Wandeln Sie Omas schwere Rezepte ab:
Zur
fetten Gans gehören möglichst leichte Beilagen. Am Tag nach dem
schweren Braten sorgen Rohkost und Obst für Luft im überlasteten
Bauch.
8. Wein statt Bier, das rat ich Dir! Gönnen Sie sich etwas
Gutes,
sparen Sie nicht an gutem Wein. Laut wissenschaftlichen Studien haben
Weintrinker ein geringeres Risiko, an Krebs zu erkranken oder einen
Herzinfarkt zu erleiden als Bier- und Schnapstrinker.
9. Exotische Vitamine hamstern. Vor allem die Vitamine A und C
geben Ihrem Immunsystem einen Kick. Frisch gepresster Orangensaft,
Bananen, Ananas und "Exoten" wie Kiwi, Litschi, Papayas oder Mango
sorgen für reichliche Versorgung damit.
10. Tausend Schritte tun. Ganz gleich, wie das Wetter ist: Ein
ausgedehnter Spaziergang aktiviert den Kreislauf, verbrennt
überschüssiges Fett und bietet eine gute Gelegenheit für ein
harmonisches Gespräch mit dem Partner oder der Familie.
11. Zuhause feiern, nicht auf der Autobahn. Vermeiden Sie lange
Besuchsfahrten zur "buckligen Verwandtschaft"! Feiern Sie nur mit
Menschen, die Sie wirklich gern um sich haben.
Frohes Fest!
[ ©: Gerd Röckl,
presseundpr@stroebel-communications.de ]
15.)
Lichtblick nicht nur für Allergiker: Ab Dezember genauere Inhaltsangaben
bei Fertigprodukten
Am 25. November 2004 trat die EU-Richtlinie
2003/89/EG in Kraft. Sie verpflichtet Lebensmittelhersteller dazu,
auf den Produktverpackungen die Zutaten und bei zusammengesetzten
Zutaten auch deren Bestandteile genauer und ausführlicher als bisher
anzugeben. Laut Institut Fresenius, unter anderem spezialisiert auf
Lebensmittelanalysen, wird damit die Sicherheit für Allergiker bei
der Auswahl von Fertiglebensmitteln entscheidend verbessert. Sinnvoll
werde die neue Richtlinie aber erst durch wirksame Kontrollen: "Mit
empfindlichen analytischen Untersuchungsmethoden, die zum Teil noch
entwickelt werden, kann man allergenen Bestandteilen auch in stark
verarbeiteten Produkten auf die Spur kommen. Denn schon kleinste
Mengen allergener Stoffe können für Allergiker riskant sein."
Nahrungsmittelallergien sind Überempfindlichkeitsreaktionen
betroffener Personen gegen ansonsten harmlose Lebensmittel oder deren
Bestandteile. Es handelt sich dabei um eine falsche bzw. Überreaktion
des körpereigenen Immunsystems gegen bestimmte Proteine in
Lebensmitteln. Klinisch manifestierte Nahrungsmittelallergien lassen
sich bei etwa 1-3% der Erwachsenen und 4-6% der Kinder und
Jugendlichen finden. Trotz sorgfältiger Auswahl ihrer Nahrungsmittel
erleiden viele Betroffene häufig allergische Reaktionen, da das Allergie-auslösende Lebensmittel oft nicht erkennbar ist. Allergene
Lebensmittel können u. a. unbeabsichtigt verzehrt werden wegen
unzureichender Angaben der Bestandteile von Lebensmitteln in
Fertigpackungen, aber auch durch unbeabsichtigte und technisch
unvermeidbare Kontaminierung während der Herstellung eigentlich
unproblematischer Lebensmittel.
Künftig müssen folgende potenziell allergene
Lebensmittelbestandteile im Zutatenverzeichnis angegeben werden, wenn
sie als Zutaten bei der Herstellung von Lebensmitteln verwendet
werden. Dies gilt auch für allergene Bestandteile von
zusammengesetzten Lebensmitteln und alkoholischen Getränken:
Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel etc.)
sowie daraus hergestellte Erzeugnisse; Krebstiere und
Krebstiererzeugnisse; Eier und Eiererzeugnisse; Fisch und
Fischerzeugnisse; Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse; Soja und
Sojaerzeugnisse; Milch und Milcherzeugnisse (einschließlich Laktose);
Schalenfrüchte (Mandel, Haselnuss, Walnuss, Kaschunuss, Pecannuss,
Paranuss, Pistazie, Macadamianuss, Queenslandnuss) sowie daraus
hergestellte Erzeugnisse; Sellerie und Sellerieerzeugnisse; Senf und
Senferzeugnisse; Sesamsamen und Sesamsamenerzeugnisse; Schwefeldioxid
und Sulfite von mehr als 10 mg/kg.
Für besonders wichtig halten die Analysefachleute von Institut
Fresenius, dass durch die neue Richtlinie die so genannte "25-
Prozent-Regel" abgeschafft wird: "Diese Regel besagte, dass
Bestandteile von zusammengesetzten Zutaten, die weniger als 25% des
Gewichts des Enderzeugnisses ausmachen, nicht zwingend angegeben
werden mussten. Beispiel: Enthält ein Eintopf Wurststücke, dann
müssen die Inhaltsstoffe der Wurst künftig auch dann angegeben
werden, wenn die Wurst insgesamt weniger als ein Viertel des
Produktgewichts ausmacht. Außerdem wurden bisher manche Zutaten nur
sehr grob mit Klassennamen angegeben. Da stand dann beispielsweise
einfach nur "pflanzliches Öl" auf dem Etikett. Wegen seiner
allergenen Bestandteile muss jetzt z. B. Erdnussöl konkret genannt
werden. Ähnliches gilt für Deklarationen wie "Früchte", "Gewürze",
"Gemüse" oder "natürlicher Aromastoff". Die übergreifenden
Klassennamen "Früchte" und "Gemüse" werden ganz abgeschafft. Die
anderen allgemeinen Klassennamen wird man trotz einiger Ausnahmen
wohl demnächst ebenfalls kaum noch finden. Lebensmittelallergiker
können also jetzt mit viel mehr Sicherheit einkaufen."
[ ©: INSTITUT
FRESENIUS , Steffen Walter , Telefon: 0 61 28 74 44 09 ]
Basics:
Allergie im Lexikonteil
16.)
Zum Schluss:
PISA-Test für lange Abende
und ein besonderer
Adventskalender
Können Sie den modifizierten PISA-Test bestehen, den wir auf einer
Mailing-Liste gefunden haben? Er ist eigentlich
ganz einfach und trotzdem kann er Sie für Stunden beschäftigen.
Kombination und Geduld sind gefragt.
Laden Sie sich den Test als PDF-Datei von unserem Server:
PISA-Test
Sollten Sie die Lösungen partout nicht finden, so senden Sie uns
bitte eine
Wenn Sie den Test überraschend schnell bestehen, so dürfen
Sie sich abends ab 18.00 Uhr an einem besonderen Adventskalender den Kopf
zerbrechen. Unter dem URL:
http://www.mathekalender.de/können Sie Online jeden Tag ein
Fensterchen öffnen und vielleicht am 24. einen Laptop gewinnen.
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