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Zahnärztlicher NewsLetter Nr.
12/2007/ 1. Dezember 2007
"Obwohl man im Netz inzwischen -zig Portale findet, die allesamt die
Qualität von Ärzten und Praxen beurteilen, vertrauen die Patienten bei der
Arztwahl weiterhin auf Empfehlungen von "Mund-zu-Mund". Dies geht aus einer
Umfrage der Bertelsmann Stiftung hervor: Über 58 Prozent der befragten Personen
haben eigenen Angaben zufolge ihren Hausarzt nach der Empfehlung eines Freundes
oder Kollegen ausgewählt. Ein weiteres Viertel hörte auf den Rat der Familie,
resümiert der Nachrichtendienst "änd". Nur 27 Prozent ließen sich vom
Telefonbuch oder dem Branchenverzeichnis zu ihrem Hausarzt lotsen, sechs Prozent
wurden über das Praxisschild auf den Allgemeinmediziner aufmerksam. Nur rund
vier Prozent der Befragten gaben an, bei der Arztwahl den Rat oder die
Informationen einer Krankenkasse berücksichtigt zu haben." (aus
zm-online.de)
Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit und fröhliche
Weihnachtstage!
Ihre ZahnNewsLetter Redaktion
Inhalt
1.) Qualität
moderner Füllungsmaterialien hat sich deutlich verbessert
2.)
Zahngesunde Ernährung - die 10 häufigsten Irrtümer
3.) Rotwein kann die
Ästhetik von zahnfarbenen Füllungen gravierend beeinflussen
4.) Werbesprüche unter der Lupe: Alles
zuckerfrei oder was?
5.)
Die Miesmuschel als Vorbild
6.)
Zahnersatz - Die Nulltarif-Mogelpackung
7.)
Steuern sparen mit Zahnersatz
8.)
Broschüre: Vom richtigen Umgang mit
Antibiotika
9.)
Richtig Fieber messen - Tipps für die
Zeit nach den Quecksilberthermometern
10.)
Viel Wasser zu trinken hält
Kinder schlank
11.)
Zum Schluss: Advent, Advent!
1.)
Qualität moderner Füllungsmaterialien hat sich deutlich verbessert
Schäden an den sichtbaren Front- und Seitenzähnen sind für viele Menschen ein
Albtraum. Das strahlende, makellose Lachen ist dahin, aufwändige und teure
Behandlungsverfahren stehen an. Und zu allem Übel geht auch noch gesunde
Zahnsubstanz verloren, weil der Zahn für die Füllung präpariert werden muss.
Dank erheblicher Fortschritte in der modernen Zahnmedizin gehören solche
Szenarien heutzutage weitgehend der Vergangenheit an.
Die beste Möglichkeit, Zahnschäden zu verhindern, ist eine regelmäßige und
sorgfältige Zahnpflege und Mundhygiene sowie die Vorsorgeuntersuchungen beim
Zahnarzt zweimal jährlich. Treten dennoch Zahnschäden auf, etwa infolge einer
Karies oder auch durch Unfälle, stehen schonende Behandlungsverfahren im
Vordergrund. Zudem legen immer mehr Menschen bei Zahnbehandlungen Wert auf
ästhetisch ansprechende, zahnfarbene Versorgungen. Moderne Füllungsmaterialien
tragen diesen Ansprüchen zunehmend Rechnung. "Welches Füllungsmaterial in Frage
kommt, hängt unter anderem von der Gebiss-Situation, der Lage und Größe der
Zahnschäden oder möglichen Allergien gegen Inhaltsstoffe der Materialien ab.
Über den Einsatz geeigneter Füllungsmaterialien muss der Zahnarzt individuell
entscheiden", erklärt Professor Thomas Attin, Direktor der Klinik für
Präventivzahnmedizin, Parodontologie und Kariologie der Universität Zürich.
Für die direkte Versorgung stehen für den Front- und Seitenzahnbereich
hochwertige Kompositkunststoffe zur Verfügung, mit denen die überwiegende Anzahl
der Defekte versorgt werden kann. Bei ausgedehnten Defekten der kaubelasteten
Backenzähne kommen auch Inlays oder Teilkronen etwa aus Keramik oder
goldhaltigen Legierungen zum Einsatz. Bei schwerzugänglichen Bereichen ist
gegebenenfalls die Verwendung vom Amalgam angezeigt. Im Vergleich zu Inlays und
Teilkronen sind die plastischen Kompositmaterialien zum Teil zeit- und
kostengünstiger anzuwenden, da keine Laborarbeiten zum Anfertigen des Werkstücks
anfallen. Die Anwendung von Kompositkunststoffen setzt eine sorgfältige
Verarbeitung durch den Zahnarzt voraus, um die Schrumpfung auszugleichen, die
bei der Aushärtung des Materials entsteht. Die Schrumpfung kann zum Auftreten
von Randspalten führen und den Klebeverbund des Materials zum Zahn lösen. Bei
unzureichender Mundhygiene könne durch diese Spalten Bakterien eindringen und
erneut Karies auslösen (Sekundärkaries). Durch Weiterentwicklungen ist es
gelungen, die Schrumpfung beständig zu verringern und die Festigkeit noch weiter
zur erhöhen. Moderne Komposite haben außerdem eine hohe ästhetische Qualität.
Die neueste Generation enthält beispielsweise spezielle Füllkörper, die das
Licht ähnlich streuen wie die natürlichen Zähne. Dadurch ist die Herstellung
naturidentischer Füllungen möglich, die von der natürlichen Zahnsubstanz fast
nicht mehr zu unterscheiden sind.
Die Haftung der Komposite am Zahn erfolgt durch spezielle Kleber, so genannte
Adhäsive. Darauf wird schichtweise der Kompositkunststoff aufgetragen und mit
speziellem Licht gehärtet. "Moderne Adhäsive erlauben bei sachgerechter
Anwendung einen dichten und stabilen Verbund zum Zahn. Somit sind sowohl im
Front- als auch Seitenzahnbereich Füllungen möglich, die eine hohe Sicherheit
bieten", so Attin.
Eine zurzeit verfolgte Idee ist es, so genannte bioaktive Adhäsive zu
verwenden, die zusätzlich antibakteriell sind und einen Großteil der unter
Umständen noch verbliebenen Kariesbakterien abtöten können. Langzeitstudien
müssen zeigen, ob dadurch die Lebensdauer von Füllungen erhöht werden kann.
[ ©
PM
Deutsches Grünes Kreuz ]
Basics: Ästhetische
Zahnmedizin im
Zahnlexikon-Online
2.)
Zahngesunde Ernährung -
die 10 häufigsten Irrtümer
1. Brauner Zucker ist
gesünder als weißer
Brauner Zucker ist weniger stark gereinigter Rohzucker, der
allerdings keine nennenswerte Menge an Vitaminen oder Mineralstoffen
enthält. Er ist dementsprechend genauso gesund oder ungesund wie
weißer Zucker.
2. Wer viel Zucker isst, bekommt die
Zuckerkrankheit (Diabetes)
Ein so simpler Zusammenhang existiert nicht. Allerdings ist diese
Aussage wiederum indirekt richtig. Zuckerkonsum fördert das
Übergewicht und Übergewicht kann Diabetes zur Folge haben.
3. Tee ist schlecht für die Zähne
Das Gegenteil ist die Wahrheit. Auch wenn er Verfärbungen
verursacht, haben viele Inhaltsstoffe eine positive Wirkung. Dazu
gehört Fluorid, das den Schmelz schützt und Enzyme, die die
Umwandlung von Stärke in Zucker stoppen.
4. Ein Apfel nach dem Essen ersetzt die
Zahnbürste
Das wäre schön einfach, doch zur Zahnpflege ist er völlig
ungeeignet. Zwar entfernt er oberflächliche Beläge, doch kritische
Stellen, beispielsweise in den Zahnzwischenräumen, erreicht er
nicht. Obendrein greifen seine Säuren den Schmelz an, sein Zucker
liefert den Kariesbakterien Nahrung.
5. Statt Zähneputzen hilft auch ein
Kaugummi
Weit gefehlt: Viele Kaugummis enthalten Zucker, der von Bakterien in
schädliche Säuren umgewandelt wird. Aber auch so genannte
Zahnpflegekaugummis, die zuckerfrei sind, können Zahnbeläge nicht
ausreichend entfernen. Allerdings regen sie den Speichelfluss an,
sodass Säuren im Mund schneller neutralisiert werden.
6. Alte Menschen brauchen irgendwann
"Dritte Zähne"
Experten sehen das anders: Mit der richtigen Pflege und bewusster
Ernährung können die natürlichen Zähne durchaus ein Leben lang
halten.
7. Das Milchzahngebiss der Kinder braucht
keine intensive Pflege - es fällt doch eh aus!
Schäden durch Karies an Milchzähnen können durchaus die folgenden
Zähne krank machen. Zahnlücken stören außerdem die Sprachentwicklung
und das Kieferwachstum des Kindes.
8. Manche Menschen haben wegen ihrer
Erbanlagen schlechte Zähne
So einfach funktioniert die Natur nicht: Heute wissen Forscher, dass
auch die Gene einen gewissen Anteil zum Kariesrisiko beitragen. Doch
wichtige Faktoren wie Ernährung, Pflege, Lebensweise und Alter
spielen eine nicht minder bedeutende Rolle.
9. Nur durch den Verzehr von Zucker
entsteht Karies
Neben Zucker sind auch kohlehydrathaltige Speisen eine Ursache für
Karies. Denn Stärke kann bereits im Mund durch Enzyme im Speichel in
Zucker umgewandelt werden. Eine regelmäßige Zahnpflege ist also
unverzichtbar.
10. "Zuckerfrei" bedeutet "ohne Zucker"
Neben dem Haushaltszucker gibt es noch weitere Zuckerarten
(beispielsweise Traubenzucker, Fruchtzucker, Malzzucker, Milchzucker
etc.), die der Gesetzgeber nicht als Zucker im engeren Sinne
definiert hat. Lebensmittel, die mit dem Aufdruck "zuckerfrei"
verkauft werden, dürfen also lediglich keinen Rohrzucker enthalten.
Siehe auch Punkt 4.)
Tipp:
Auf der "Zahnmännchen-Seite",
von welcher wir vorstehende Tipps übernommen haben, finden Sie eine Vielzahl von
weiteren Infos und Hinweise zu Genussmitteln, die als "Zahnfreundlich"
betrachtet werden.
Basics: Ernährungsempfehlungen
aus zahnärztlicher Sicht und weitere Fachausdrücke
im
Zahnlexikon-Online
3.)
Rotwein kann die Ästhetik von zahnfarbenen Füllungen gravierend
beeinflussen
Mundspüllösungen haben nur einen geringen Einfluss
auf die farbliche Veränderung von zahnfarbenen Füllungsmaterialien
(Komposite), so Dr. Frank Falkensammer et. al., Universitätsklinik
für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Graz, auf dem Österreichischen
Zahnärztetag aufgrund colorimetrischer Analysen. Dem gegenüber steht
die Einwirkung von Getränkelösungen, vor allem Rotweine führen zu
gravierenden Veränderungen. Bezogen auf die Kompositmaterialklassen
erscheinen selbstadhäsive Befestigungszemente auf Lösungseinflüsse
stärker zu reagieren als Füllungs- und Befestigungskomposite.
Die Verwendung von Kompositmaterialien in der restaurativen
Zahnheilkunde hat gleichzeitig mit den Erfolgen der
Vollkeramiktechnologie in den vergangenen Jahren immer mehr an
Stellenwert gewonnen. Die daraus resultierende Überschwemmung des Markts
mit Kompositmaterialien für die unterschiedlichen Einsatzgebiete in der
Zahnheilkunde fordere aber eine verstärkte klinische Untersuchung dieser
Materialien.
Mehr unter
http://www.dzw-archiv.de/
[
©
Die Zahnarztwoche ]
Basics: Komposite
im
Zahnlexikon-Online
4.)
Werbesprüche unter der
Lupe: Alles zuckerfrei oder was?
„Zuckerfrei“, „ohne Kristallzucker“ heißt es inzwischen auf vielen
Lebensmittelverpackungen. Einfach etwas Süßes zu essen und das Naschen zu
genießen, scheint in Verruf geraten zu sein. Den Verbraucher quält beim Essen
öfter das schlechte Gewissen. Wie sonst ist es zu erklären, dass immer mehr
Stoffe, die ein schlechtes Image haben könnten wie Fett oder Zucker, aus den
Produkten verschwinden? – Manchmal verschwinden sie auch gar nicht, sie werden
nur durch „Verwandte“ ersetzt.
Die Aufschriften „zuckerfrei“ oder „mit weniger Zucker“ oder „ohne Zuckerzusatz“
prangen z. B. auf Kaugummis, Bonbons, Weingummi, Getränken, Milchprodukten und
Frühstückscerealien (Müsli und andere). Die Zutatenliste – sie steht oft auf der
Seitenlasche oder Rückseite der Verpackung und meistens klein gedruckt – verrät,
was alternativ verwendet wurde.
„Zucker“ kann vieles sein
Die Kennzeichnung ist beim Thema „Zucker“ für Nicht-Fachleute möglicherweise
schwer nachzuvollziehen. Zu den Zuckerarten zählen:
* der Haushaltszucker (z. B. der weiße Zucker aus dem Zuckerstreuer),
* der Fruchtzucker / Fruktose (ja, auch Fruchtzucker ist Zucker!),
* der Milchzucker / Laktose (z. B. natürlicherweise in Milchprodukten
enthalten),
* der Traubenzucker / Glukose (z. B. als Traubenzucker-Täfelchen),
* Glukosesirup,
* brauner Zucker und andere wie Dextrose und Maltodextrin. Sogar
* Honig (fast reiner Zucker!) und
* eingedickte Fruchtsirupe werden dazu gerechnet.
Ein „zuckerfreier“ Kaugummi dagegen enthält als Süßungsmittel die
Zuckeraustauschstoffe Sorbit und Mannit sowie die Süßstoffe Aspartam und
Acesulfam K. Diese Süßungsmittel gehören zu zwei grundsätzlich verschiedenen
Gruppen.
Lesen Sie weiter ...
und
Sind Fruchtzucker, Milchzucker und Traubenzucker besonders wertvoll?
[ gekürzt nach einer Mitteilung von
www.talkingfood.de
]
Basics: Zucker
im
Zahnlexikon-Online
5.)
Die Miesmuschel als Vorbild
Die Miesmuschel macht es mit ihrer Haftbeständigkeit im Meerwasser vor: Ein
bionischer Feuchtkleber könnte für bessere Haftung von Zahnimplantaten sorgen.
Mit dieser Idee gewann die Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische
Gesichtschirurgie (MKG) des Klinikums der J. W. Goethe-Universität Frankfurt
(Main) gemeinsam mit anderen Projekten den Innovationspreis Medizintechnik 2007.
Statt sich mit Nadel und Faden abzumühen, könnten Chirurgen in einigen Jahren
einfach zu Klebstoff greifen, um Implantate mit körpereigenem Gewebe zu
verschweißen, ganz ohne belastende Naht.
Die Meeresbewohner sind den Chemikern einen großen Schritt
voraus. Im Laufe der Evolution haben sie einen Kleber entwickelt, der im (Salz-)Wasser
härtet und dort lange beständig ist, er besitzt eine hohe Festigkeit und ist
zudem elastisch. Miesmuscheln haften an jeder denkbaren Oberfläche, ob an
porösem Gestein oder am glatten Schiffsrumpf. Auf Metall sitzen sie besonders
fest und lassen sich selbst von Teflon kaum noch entfernen, auf dem sonst kaum
etwas hält.
Für die starke Verbindung sorgt ein Protein. IFAM-Chemiker
können die entscheidenden Teile der Substanz synthetisch herstellen. Sie haben
daraus bereits zusammen mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA einen
Klebstoff entwickelt, der in der bemannten Raumfahrt für alltägliche Reparaturen
eingesetzt werden soll. Um auch in der Medizin helfen zu können, ist eine
weitere Zutat nötig: ein Wachstumsprotein, das sich ebenfalls synthetisch mit
der klassischen Technik der Festphasenpeptidsynthese herstellen lässt. Es soll
das Wachstum fördern, damit sich das körpereigene Gewebe – in diesem Fall das
Zahnfleisch – besonders eng an das Implantat bindet. Als dritte Komponente kommt
ein klassisches Polymer als Trägersubstanz hinzu.
Zahnimplantate werden bisher ohne Klebstoff im Kieferknochen verankert. Das
führt immer wieder dazu, dass zwischen Zahnfleisch und Metall Hohlräume bleiben,
durch die Bakterien eindringen und Entzündungen verursachen können. Ein
Klebstoff, der das Zahnfleisch fest mit dem Implantat verbindet, wäre eine
Barriere gegen die aggressiven Keime. Herkömmliche Produkte eignen sich
allerdings nicht dafür, denn sie lösen sich im feuchten Milieu über kurz oder
lang auf. Bestes Beispiel dafür ist die geklebte Tasse, die nach einigen
Reinigungsgängen in der Spülmaschine wieder in Scherben zerfällt. Deshalb haben
sich die Fraunhofer-Experten in der Natur umgeschaut und bei den Miesmuscheln
eine patente Lösung gefunden.
[
gekürzt nach einer
PM der DZW
]
Basics: Implantat im
Zahnlexikon-Online
6.)
Zahnersatz - Die
Nulltarif-Mogelpackung
Zahnersatz zum “Nulltarif” heißt es werbewirksam immer wieder von
Anbietern aus der Dentalbranche. Dabei wird suggeriert, dass
Patienten den Zahnersatz gänzlich umsonst bekommen. Hier heißt es
genau hinsehen, rät die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin (KZV)
in einer Pressemitteilung, denn oft trügt der Schein und der
Nulltarif gerät zur Mogelpackung.
Die KZV weist darauf hin, dass sich derartige Angebote in der Regel
lediglich auf die Regelversorgung beziehen. Das heißt konkret:
Brücken und Kronen aus Nichtedelmetall (im sichtbaren
Frontzahnbereich weiß verblendet, im Seitenzahnbereich metallfarben)
oder etwa herausnehmbaren Zahnersatz mit Klammerbefestigung. Und:
Voraussetzung hierfür ist ein regelmäßig geführtes Bonusheft über 10
Jahre und ein damit einhergehender Bonus von 30 Prozent.
“Damit wird verschleiert, dass darüber hinaus gehende Leistungen vom
Versicherten übernommen werden müssen, das ist unseriös”, sagt der
Vorstandsvorsitzende der KZV Berlin, Dr. Jörg-Peter Husemann.
“Versorgungsformen wie Implantate, Inlays oder Vollkeramikbrücken
fallen in den Bereich der Eigenleistungen - auch bei den
Zahndiscountern”, so Husemann. “Wir wissen uns einig mit diversen
Verbraucherschutzorganisationen, auch die weisen auf diesen
Etikettenschwindel hin.” Vergessen wird dabei oft, dass diese
Lockangebote nur zustande kommen, weil der Zahnersatz in
Billiglohn-Ländern wie Polen, Türkei oder China hergestellt wird,
und dies zum Teil unter fragwürdigen sozialen oder hygienischen
Bedingungen. Angesichts der dieses Jahr notwendig gewordenen
Rückrufaktionen von in China hergestelltem und mit Giftstoffen
versehenem Kinderspielzeug und Zahnpasta wird deutlich, wie kritisch
dieses Thema zu behandeln ist. “Zahnersatz und zahnmedizinische
Produkte sind eben keine Ware wie jede x-beliebige, sondern das
Ergebnis einer individuellen zahnmedizinischen Behandlung, bei der
das Vertrauensverhältnis zwischen Zahnarzt und Patient genauso
unabdingbar ist wie die hohen Qualitätsstandards von einheimischen
Zahntechnikern”, so Husemann.
Hier ist auch abzuwägen, inwieweit sich einzelne Krankenkassen
fahrlässig verhalten, indem sie ihren Versicherten unverblümt zu
Billigzahnprodukten aus dem Ausland raten. Auch, wenn man
globalisierte Produktionsbedingungen nicht ausblenden kann, aber
Nulltarif gibt’s eben selten zum Nulltarif. “Chinesische Zahncreme
und chinesisches Kinderspielzeug wurden zum Glück zurückgezogen,
ansonsten hätte man gewünscht, dass es wie Blei in den Regalen
liegen bleibt”, so Husemann.
[
PM der
KZV-Berlin ]
Basics: Sparen
beim Zahnersatz auf Zahnwissen.de
7.)
Steuern sparen mit
Zahnersatz
Zähne werden schon mal außergewöhnlich belastet, wenn man daran
denkt, was sie so im Laufe des Lebens zu leisten haben. Doch Zähne
können auch selbst eine außergewöhnliche Belastung darstellen, zumindest
in steuerlicher Hinsicht: In den nächsten Wochen werden wieder
zahlreiche Steuerzahler über ihrer Steuererklärung brüten. Leider
übersehen viele dabei die Rubrik „außergewöhnliche Belastung“, für die
sie ihrer Ansicht nach nichts zu bieten haben.
Dabei ist die Liste der „außergewöhnlichen Belastungen“, die sich Steuer
mindernd auswirken können, lang und vielfältig. „Kosten für Zahnersatz,
Zahnkronen oder Zahnfüllungen aus Gold oder Keramik können durchaus zu
einer solchen Belastung laut Gesetz werden und sind daher steuerlich
absetzbar“, teilt dazu jetzt die Zahnärztekammer Niedersachsen (ZKN)
mit. Die steuerliche Berücksichtigung der Selbstbeteiligung bei
zahnärztlich-therapeutischen Maßnahmen bemisst sich, so die Kammer, nach
dem Einkommen des Versicherten. Je nach Familienstand und Kinderzahl
wird eine so genannte „zumutbare (Eigen-)Belastung“ vom in Frage
kommenden Betrag abgezogen. So liegt beispielsweise diese Eigenbelastung
bei einem Familienvater mit drei Kindern und einem Monatseinkommen von
1500 Euro für das Jahr 2007 bei 180 Euro jährlich. Alle Kosten, die ihm
darüber hinaus durch Eigenbeteiligung an den allgemeinen
Krankheitskosten, als Zuzahlungen entstehen, also nicht von der Kasse
übernommen werden, können laut § 33 des Einkommensteuergesetzes als
„außergewöhnliche Belastung“ abgesetzt werden. Dazu zählen neben Kosten
für Brillen, Praxisgebühr und verschiedene Medikamente eben auch die
zusätzlichen Ausgaben für Zahnersatz. „Wir empfehlen unseren Patienten
daher“, so ZKN-Pressesprecher Dr. Eckhard Jung, „sich beim
Steuerberater, einem Lohnsteuerhilfeverein oder dem Finanzamt beraten zu
lassen.“ So gilt auch für 2008: Belege für alle Krankheitskosten sammeln
und für die nächste Steuererklärung aufbewahren. Das kann helfen, den
Familienhaushalt bei notwendigen Ausgaben zu entlasten.
[
©:
FVDZ, zahn-online ]
8.)
Broschüre: Vom richtigen Umgang mit Antibiotika
Die Broschüre „Vom richtigen Umgang mit Antibiotika“ gibt
Patienten hilfreiche Tipps zum richtigen Verständnis und zur Wirkung der
wertvollen Bakterienkiller. Sie erläutert unter anderem die Themen
Antibiotika-Resistenz, Nebenwirkungen sowie richtige Aufbewahrung und
Entsorgung von Antibiotika.
Ohne Zweifel zählen Antibiotika zu den wichtigsten medizinischen
Errungenschaften des letzten Jahrhunderts. Gerade einmal 100 Jahre ist
es her, da schien die Menschheit den Kampf gegen Krankheit erregende
Bakterien ein für alle Mal für sich entschieden zu haben. Die großen
Seuchen verloren ihren Schrecken, die durchschnittliche Lebenserwartung
steigt seither scheinbar unaufhaltsam.
Doch so leicht geben die Bakterien nicht auf. Sie entwickeln ständig
neue Strategien, mit denen sie Antibiotika unschädlich machen und so ihr
Überleben sichern können. Immer öfter müssen Ärzte deshalb heute
feststellen, dass die früher so erfolgreichen Medikamente nicht mehr so
wirksam sind, wie man sich das eigentlich wünschen würde.
Dass der Kampf gegen das Reich der Mikroben trotz der Entwicklung immer
neuer Antibiotika zunehmend schwieriger wird, haben wir uns aber zum
großen Teil auch selbst zuzuschreiben. „Antibiotika werden bei zu vielen
Menschen angewendet – zur Behandlung der falschen Infektion, in der
falschen Dosierung und für eine falsche Behandlungsdauer“, kritisiert
die Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Wie man als Patient richtig mit Antibiotika umgehen sollte, damit die
Bakterien nicht doch noch die Oberhand gewinnen, dies beschreibt die
neue, vom Deutschen Grünen Kreuz e V. mit Unterstützung namhafter
Wissenschaftler herausgegebene Infobroschüre in leicht verständlicher
Form. So findet man darin Antworten auf Fragen wie: Was sind Antibiotika
überhaupt, gegen welche Mikroben nützen sie etwas, wie lange muss man
sie einnehmen, damit sie auch tatsächlich ihre Wirkung entfalten?
Die Broschüre erhalten Sie gegen Zusendung eines mit € 1,45 frankierten
DIN-A5-Rückumschlages an:
Deutsches Grünes Kreuz e.V.
Stichwort: Antibiotika
Schuhmarkt 4
35037 Marburg
[ ©: PM Deutschen Grünen Kreuz e.V. ;
http://www.dgk.de/ ]
Basics:
Antibiotika im
Zahnlexikon-Online
9.)
Richtig Fieber
messen - Tipps für die Zeit nach den Quecksilberthermometern
Aus ökologischen Gründen zieht die EU Quecksilberthermometer zum Fiebermessen
aus dem Verkehr, obwohl sie präzise Arbeit leisteten. Was ist heute die
Alternative?
Glas-Thermometer,
in denen statt Quecksilber eine Gallium-Indium-Zinn-Mischung arbeitet, sind
genauso präzise, haben aber ähnliche Nachteile: Die Messung dauert lange und es
besteht weiterhin Bruchgefahr.
Am
weitesten verbreitet sind digitale Kontaktthermometer. Sie messen am besten im
Enddarm (rektal), aber auch bei geschlossenem Mund unter der Zunge bringen sie
gute Ergebnisse.
Ohr-Thermometer
sind zwar schnell, verlangen jedoch genaues Arbeiten: Sie messen mit einem
Infrarotstrahl am Trommelfell. Dieses finden sie aber nur, wenn der Gehörgang
durch Ziehen am Ohr gestreckt wird. Nur wenn man an beiden Ohren den selben Wert
misst, kann man ihm vertrauen.
Stirnthermometer
sind in einfachen Fällen ebenfalls schnell und gut. Bei hohen Temperaturen aber
liefern sie häufig falsche Werte, weil dann der Kopf kühler sein kann als die
inneren Organe.
Auf
Schnuller-Thermometer kann man sich dann verlassen, wenn das Kind es fest im
Mund behalten hat. Sicherer ist bei Säuglingen aber die rektale Messung.
[ ©:
PM der "Apotheken Umschau" ]
10.)
Viel Wasser zu
trinken hält Kinder schlank
Kinder, die viel Wasser trinken, haben einer Studie zufolge weniger
Übergewicht. Für diese Studie sind das Trinkverhalten und die
Gewichtsentwicklung von 3000 Grundschülern aus sozial benachteiligten
Stadtteilen in Dortmund und Essen ein Jahr lang untersucht worden.
Das hat die Studienleiterin Privatdozentin Mathilde Kersting vom
Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in Berlin gesagt. Zuvor seien
Trinkwasserspender an der Hälfte der beteiligten Schulen aufgestellt worden.
"Kinder an Schulen mit Wasserspendern tranken weniger süße Getränke als Kinder
an Schulen ohne Spender und nahmen deshalb weniger zu", fasste Kersting die
Ergebnisse zusammen.
Die Studie bildet die Grundlage der Aktion "Trinkfit - mach mit!" des
Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Ziel sei es, durch
Aufklärung im Unterricht, Wasserspender in den Schulen und persönliche
Trinkflaschen das Trinkverhalten von Kindern nachhaltig zu verbessern, sagte
BDEW-Vorstandsmitglied Jörg Simon. Die Aktion wird vom Bundesministerium für
Ernährung finanziell unterstützt.
[
©:
Ärztezeitung ]
11.)
Zum Schluss: Advent, Advent!
Sonntag, 1. Advent 10.00 Uhr.
In der Reihenhaussiedlung Önkelstieg läßt sich die Rentnerin Erna B.
durch ihren Enkel Norbert drei Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres
Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus,
die Freude ist groß.
10 Uhr 14:
Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Ottfried P. die
provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der
Aufstellung des zehnarmigen dänischen Kerzensets zu je 15 Watt im
Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Önkelstieg
im besinnlichen Glanz von 134 Fensterdekorationen.
19 Uhr 03:
Im 14 km entfernten Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage registriert der
wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strommeßgeräte für den
Bereich Stenkelfeld-Nord, ist aber zunächst arglos.
20 Uhr 17:
Den Eheleuten Horst und Heidi E. gelingt der Anschluß einer
Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten durch sämtliche Bäume ihres
Obstgartens ans Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen
verwirrt mit dem Nestbau.
20 Uhr 56:
Der Discothekenbesitzer Alfons K. sieht sich genötigt, seinerseits einen
Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem
Flachdach seines Bungalows das Laseresemble Metropolis, das zu den
leistungsstärksten Europas zählt. Die 40m Fassade eines angrenzenden
Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten
stand, bevor sie mit einem häßlichen Geräusch zerbröckelt.
21 Uhr 30:
Im Trubel einer Jul-Club-Feier im Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage
verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5.
21 Uhr 50:
Der 85jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern
des Typs Varta Volkssturm den Stern von Bethlehem an die tiefhängende
Wolkendecke.
22 Uhr 12:
Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und
sommerlicher Bekleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Önkelstieg.
Zuvor war eine Boing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sidney
versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten
Garagenzufahrt der Bäckerei Bröhrmeyer gelandet.
22 Uhr 37: Die NASA Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstraße
Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel. Die
Experten in Houston sind ratlos.
22 Uhr 50:
Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerks
Sottrup-Höcklage, der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit
350 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.
23 Uhr 06:
In der taghell erleuchteten Siedlung Önkelstieg erwacht Studentin
Bettina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen.
Um genau 23 Uhr 12 betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.
23 Uhr 12 und 14 Sekunden:
In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Stenkelfeld bricht
die Explosion des Kohlekraftwerks Sottrup-Höcklage wie Donnerhall. Durch
die stockfinsteren Ortschaften irren verwirrte Menschen, Menschen wie du
und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war..
[ ©
http://www.vkl.de/verschiedenes_humor.shtml ]
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